Gedichte,
Kurzgeschichten,
Momentaufnahmen

12.01.2007 um 15:56 Uhr

Narren (12.1.07)

Manchmal woellt ich Narren schimpfen
Euch alle, die ihr vor mir steht
Tief bis zum Hals in Nebelsuempfen
Und nichts mehr von der Wahrheit seht
 

Was nicht in eure Lehren fuegt
Sich, sondern frei sei Leben waehlt
Was nicht sein ganzes Dasein luegt
Wird von euch schnell zum Wahn gezaehlt

Doch sollt als Suender buessen ich
Ich lacht euch eitel aus
Von Menschen, die nur blenden sich
Geht keine Wahrheit aus

(Ueberarbeitungsvorschlaege sind immer gerne gesehen)

cn P

12.01.2007 um 01:09 Uhr

Mitternachtsgedanken (11.1.07)

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken

Als ich heute Abend am Wegesrand stand und ins Dunkel blickte, die kuehle Nachtluft einatmete, bemerkte ich, wie unendlich tiefblau der Himmel ueber mir lag, nicht so, wie in manchen Sommernaechten, wie ein dichtes Tuch aus Samt, sondern offen, endlos erscheinend, ohne dass man sich irgendeine Grenze haette vorstellen koennen. Ploetzlich erfuellte nur ein Gefuehl meine Seele: Was bringt die Sorge, was bringt das Leid - Heute blute ich, aber es wird weiter gehen. Der Lauf der Zeit wird meinen Koerper weiter tragen, wie auf einem tosenden Meer, immer weiter ins Blau, fortgetrieben vom Ufer... Dinge werden unergruendlich, werden unendlich, und selbst, wenn ich einmal sterbe - Was braechte mir Angst? Was braechte Sorge? Vielleicht muss ich leiden, muss ich sterben... Aber der Kreislauf wird nie unterbrochen werden. Und auch, wenn dieser Gedanke unlogisch erscheint, wenn man ein diesseitiges Leben betrachtet: Irgendwie gab mir diese Idee fuer einige Minuten das Gefuehl, ich braeuchte nichts und niemanden mehr zu hassen oder zu fuerchten.

cn P