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25.01.2007 um 01:34 Uhr

Gedanken zur Vergaenglichkeit (25.1.07)

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken

Bald war die blutige Glut erloschen, schwarze Nebel hatten sich ueber die purpurroten Seidenbaender gelegt, die ueber das Firmament ausgebreitet waren. Vergaenglichkeit machte sich in der engen unwissenden Menschenbrust breit, ein Seufzen, ein hastiger Atemzug, ein erstaunter Blick. 

Vanitas! Wieso musste alles Schoene vergehen? Wieso musste das, was eben noch bluehte, schon wieder zu Staub zerfallen?

Das Herz des unschuldigen Menschenkindes schnuerte sich zu. Wieso war es so schwer, zu verlieren, wo doch jeder Verlust auch die Entstehung einer neuen Schoenheit bedeutete? Doch es faellt dem Wesen des Menschen nicht leicht, dies zu begreifen. Der Geist mag es begreifen, Wissenschaftler schreiben von Kreislaeufen, von Logik, von gleichwertigen Energien, doch die Seele - Sie versteht oder verkraftet so vieles nicht.

Im Anblick des Zerfalls dessen, was soeben noch existierte, beginnt das menschliche Kind, in Traenen auszubrechen. Es kann sich nicht dagegen wehren. Wie grausam doch die Natur ist. Die -schoene- Natur.

Ein Bild zerfliesst, das naechste entsteht. 

cn P