Gedichte,
Kurzgeschichten,
Momentaufnahmen

16.03.2007 um 01:27 Uhr

Bangkapi, Winter 1988

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken

"Das Licht war daemmerig, orange, meine Augenlider wurden immer schwerer. Auch das Atmen war ungewoehnlich anstrengend. Meine Glieder spuerte ich nicht mehr. Ich lag auf einem hoelzernen Bett, mein Koerper war in nasse weisse Tuecher gehuellt. Lange fuehlten sie sich nicht kalt an, binnen weniger Sekunden waren sie wieder lau. Die Naesse verdunstete schnell. Meine Familie, oder das, was ich dafuer hielt, stand um das Bett versammelt und starrte mich an. Meine Mutter und meine Grossmutter weinten. Ich war dem Ausgang dieser Krankheit schon fast gleichgueltig gegenueber gestellt und fuerchtete einen Abschied schon lange nicht mehr."

cn P

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Chucki schreibt am 21.12.2009 um 20:26 Uhr:wundervoll.
    erstaunlich wie schnell man alles vor Augen hat, wie schnell man sich hineinversetzt fühlt und sich alles herumdenkt. sowas nennt man wohl bildliches Schreiben..
  2. AngelInChains schreibt am 21.12.2009 um 20:46 Uhr:Naja, "wundervoll" ist so eine Sache, bedenkt man, dass das autobiographisch ist.

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