Gedichte,
Kurzgeschichten,
Momentaufnahmen

11.08.2007 um 20:36 Uhr

HILFE?

von: AngelInChains   Kategorie: Erläuterungen

Kann mir jemand sagen, wie man den Abstand vom Titel zu den Textfeldern unten verringert?

cn P

10.08.2007 um 22:54 Uhr

-- Bauarbeiten --

von: AngelInChains   Kategorie: Erläuterungen

Es ist wohl unschwer zu bemerken, dass dieses Blog ein neues Layout bekommen soll, und genau daran wird im Moment gearbeitet. Bis morgen werde ich mir jedoch wohl eine Pause goennen, fuer zwischenzeitliche Betriebsfehler und beissende Farben hafte ich nicht ;)

cn P 

15.12.2006 um 02:18 Uhr

Ein erster Ansatz. Kommentare waeren sehr hilfreich. Danke.

von: AngelInChains   Kategorie: Erläuterungen

Candy war urspruenglich der Name einer meiner ersten Karikaturen: Eine sehr feminine, schon "tussenhafte", maennliche Elfe, ganz dem Klischee entsprechend, mit halblangem, hellblonden Haar, trug bevorzugt pastellfarbene Kleidung, meist babyblau und rosa. Einige Comics mit ihm sind erschienen, sein Name leitete sich uebrigens aus mehreren Assoziationen ab, von seinem zuckersuessen Aeusseren ueber bonbonfarbene Kleidung bis hin zu Voltaires naiver Romanfigur Candide. Ueber die Monate wandelte sich das Bild, Candy wurde gewissermassen "vergruftet": Zuerst tauschte er seine pastellene Kleidung gegen schwarze, dann aenderte ich auch seine Haarfarbe in Schwarz, danach wurde auch die Haarlaenge veraendert, er trug sie nun fast hueftlang und lockig. In dieser Zeit erfuhr ich auch durch Zufall, dass mein realer Name in eine Sprache uebersetzt "Candeth" lautet. Somit wurde Candy zu meiner fiktiven Personalisierung und zur Dramenfigur in meinen ernsteren Werken. Und gerade der Zwiespalt des Namens zu seiner Person macht fuer mich diese Benennung interessant.

Was meine neuste, bisher nur als Konzept vollstaendig bestehende, Geschichte anbelangt, frage ich mich immer wieder, wie viel und ob man ueberhaupt etwas davon veroeffentlichen sollte. Es ist ein extremes Wechselspiel von positiven und negativen Gefuehlen und Erlebnissen, selbst eine sehr hartgesottene Freundin musste nach dem Lesen des Entwurfs und aller Passagen, die bislang bestehen, weinen. Auch kann ich das Werk wohl gar nicht veroeffentlichen, da mir der "Jugendschutz" diese Moeglichkeit verbaut. Zwar erzaehle ich nur von einer harten Wirklichkeit, aber nachdem mein 1. Tagebuch, in dem ich wirklich nur aus meinem reellen Leben erzaehlte, auf dem Index landete, und somit erst ab 18 Jahren einsehbar war (Theoretisch betrachtet: Ich weiss, ich bin bei allen Suchmaschinen, die einen Filter fuer "kritische" Inhalte besitzen, mit diesem Tagebuch gesperrt worden), wundert mich gar nichts mehr. Das Leben, das ich mit 15-17 Jahren hatte, soll Menschen unter 18 also unzumutbar sein? Ich musste es dennoch leben und alle Menschen sahen weg! Was ich aber eigentlich sagen wollte: Ich moechte meine aktuelle Geschichte nicht kuerzen. Genau das waere fuer mich naemlich gefaehrlich! Ich schreibe ueber das Leben, ueber Erinnerungen, wie sie waren, ich schreibe von der Realitaet! Wuerde ich aus "Jugendschutzgruenden" Dinge kuerzen und "kritische" Inhalte auslassen, dann wuerde ich das Leben verharmlosen. Das waere fuer mich jugendgefaehrdend. Dinge zu beschoenigen, Grausamkeiten, die es nun einmal auf dieser Welt gibt.

Um kurz zum Inhalt zu kommen: Es beginnt damit, dass eine junge, blasse und absolut harmlos wirkende Gestalt in der Nacht an einer Landstrasse steht und ins Dunkel hinaus starrt. Sie strahlt eine gewisse Reinheit und Schoenheit aus, ist allerdings seelisch vollkommen zerstoert und ihre Arme und Beine sind narbenuebersaeht. Das faellt dem Betrachter aber erst bei genauerem Hinsehen auf, so ist es auf der Welt. Die Oberflaeche ist oft nur Trug. Dort im Dunkel erinnert sich Candy an einige Erlebnisse aus seinem Leben, allesamt schmerzhaft und sehr intensiv, dabei beschreibt er metaphorisch auch meine Vergangenheit. Nicht in den Erlebnissen, die ich durchleben musste, sondern allein in ihrer seelischen Wirkung auf den menschlichen Geist. Candy wird zur Prostitution gezwungen und wuenscht sich nichts sehnlicher, als diesem Alptraum zu entkommen. Aber er sieht keinen Ausweg. Seelische Gewalt wird durch physische beschrieben, nicht aus Sensationsheischerei sondern aus meinem Drang zur Verarbeitung und meinem Hass gegenueber Beschoenigungen heraus, auch recht drastisch.

Die Zukunft ist unklar und deprimierend, wie auch die Gegenwart. Dann lernt Candy eines Tages ein Maedchen kennen, in das er sich verliebt, was auch auf Gegenseitigkeit beruht - Aber es besteht keine Hoffnung, dass beide ihr Leben gemeinsam verbringen koennten, zu gross sind die sozialen Unterschiede. Der Abschied laesst den Protagonisten seelisch vollkommen sterben. Apathisch und emotionslos, zu keinem Gefuehl, zu keiner Traene, mehr faehig, geht er seinem Geschaeft nach, so vergehen Monate vollkommener innerer Leere. Der Anfang von Kapitel 2 ist komplett analog zum Beginn des 1. Kapitels angelegt - Derselbe Ort, dieselbe Situation, nur ein langes Jahr spaeter. Nur die Emotionen Candys haben sich veraendert. Es ist ein drastischer Unterschied: Zuvor noch von Angst und Unsicherheit dominiert ist nun gar kein Gefuehl mehr vorhanden, und sein Sterben steht ihm deutlich ins Gesicht geschrieben. Dann trifft er das Maedchen wieder, bevor der erneute Abschied bevor steht, nimmt er sich das Leben.

Soweit zur Geschichte. Man merkt deutlich, dass die aeussere Handlung nicht sonderlich ausgefallen ist, und auch nicht ueberragend komplex. Dem steht jedoch eine sehr ausgearbeitete innere Handlung gegenueber. Ich woellte sagen, dieser innere Teil nimmt ca 85%, wenn nicht mehr, des gesamten Werkes ein. Dabei triggere ich mich immer wieder selbst. Schliesslich ist es zum Teil auch meine Vergangenheit, die hier aufgearbeitet wird. Aber ich denke, es "bringt mir etwas". Vielleicht werde ich morgen einige Passagen aus dem Werk abtippen. Ein paar, nicht zu "schlimme". Es waere nett, eure Meinungen zu hoeren, ich weiss, das Thema ist sehr hart, aber ich glaube, allein deshalb waere es schon nicht schlecht, waehrend ich noch daran arbeite, zu erfahren, was andere Menschen ueber meine Ansaetze denken.

Einen friedlichen Abend,

cn P

31.10.2006 um 15:02 Uhr

Mors, Vanitas, Amor

von: AngelInChains   Kategorie: Erläuterungen

Nun habe ich endlich auch dieses Blog ueberarbeitet. Die Kategorien teilen sich wie folgt auf:

Erläuterungen 8
Gedanken 4
Kurzgeschichten 3
Lyrik: Gesellschaft 5
Lyrik: Liebe 8
Lyrik: Mystik 4
Lyrik: Tod 8
Lyrik: Vanitas 7

Nun muss ich noch etwas Studienkram erledigen, gehabt euch wohl und ein nettes Halloween, falls ihr feiert...

cn P

02.09.2006 um 01:16 Uhr

Warum...

von: AngelInChains   Kategorie: Erläuterungen

 

Ein paar Erlaeuterungen zu ein paar Woertern, die im Zusammenhang mit diesem Weblog stehen...

1. Angel in Chains: Nach nur einer weiteren Lebenskrise war ich auf der Suche nach einem neuen Pseudonym. Den alten konnte ich nicht verwenden... Die Vorgeschichte ist, um ehrlich zu sein, die, dass einige Menschen mein altes Weblog entdeckt hatten und darauf gar nicht gut zu sprechen waren. Da sie nun meinen Namen kannten, konnte ich diesen nicht weiter verwenden, auch an anderer Stelle nicht, Google sei "Dank". So kam ich auf den gefesselten, gebundenen, unfreien Engel. Das hat nichts mit irgendwelchen Sexualpraktiken zutun und auch nichts mit sinnleerem Goth-Kitsch. Es ist fuer mich die Beschreibung einer Kreatur, die eigentlich nichts Boeses im Schilde fuehrt, die sogar meint, sie sei eigentlich ein sehr netter Mensch (Wenn sie aufgrund von Vorurteilen oft auch nicht so wahrgenommen wird), die schon fast "engelhaft" glimmt, wenn man sie mal gegen den Hintergrund der Verbrechen, der Kaelte und der Schmerzen der Welt haelt... Sie jedenfalls wuerde nie jemanden verletzen wollen, schon gar nicht grundlos. Auch, wenn sie selbst Schmerzen erlebt hat, sie hat nicht das Ziel, andere mit leiden zu sehen. Das ist ihr fremd... Sie lebt nach dem Grundsatz "Toleranz"... Erlaubt soll alles sein, was niemand Anderem schadet. "Schade" nur, dass der Geist an den menschlichen Koerper gebunden ist. Sie gehoert zu den anderen Menschen, liegt mit ihnen von Geburt an in einer Schublade, auch mit all den Verbrechern, und damit fuehlt sie sich gar nicht wohl... Sie wird aber immer zu ihnen gehoeren, in Ketten gelegt von ihrem Blut.

2. Seelentot: Kein dummer Rechtschreibfehler, wie man ihn traurigerweise auch oft noch bei Menschen sieht, die mein Alter laengst ueberschritten haben, sondern Absicht, und abgeleitet aus dem Begriff des Engels. Eine kleine Anspielung an die Bibel, die besagt, Engel haetten, im Gegensatz zu Menschen, keine Seele. Ausserdem natuerlich ein "schoenes" Sinnbild fuer trostlose Stimmung, Hoffnunglosigkeit und das nach Schmerzen baldig auftretende Gefuehl der kompletten Emotionslosigkeit. Sicher widerspricht das meinen emotionalen Gedichten, aber widerspricht sich nicht viel im Leben? Und auch um dieses Leben geht es hier, mit all seinen Widerspruechen.

3. Grave Romances: Bewusst gewaehlt, auch nicht wegen irgendeines Zwangs zum Klischee, sondern aufgrund der netten Zweideutigkeit der englischen Sprache in diesem Fall. "Grave" kann sowohl das Ding bezeichnen, in dem ein Mensch verbuddelt wird, sobald sein Herz nicht mehr schlaegt und auch das Hirn keinen Impuls mehr von sich gibt, als auch "schwerwiegend" oder "ernsthaft". Es handelt sich hier also endweder um "Grabromanzen", was recht gut zu den Landschaften passt, die in meiner Lyrik eine Rolle spielen, Friedhoefer, Graeber, der Tod an sich, kommen ja recht haeufig vor, und zum anderen koennte man den Titel aber auch als "Ernste Romantik" verstehen. Und genau das ist dieses hier doch... Romantik. Schwere, vielleicht bedrueckende, Romantik.

cn P

18.08.2006 um 20:35 Uhr

Neues Design & Fragen...

von: AngelInChains   Kategorie: Erläuterungen   Stichwörter: Gedichte, Lyrik, Lyrics, Kunst, Design, Layout

Guten Abend,

Nun habe ich nach einigen Stunden Arbeit endlich das neue Design fertig bekommen... Nur eine Frage habe ich noch: Weiss jemand, der das hier liest, wie ich die Kerze auf der linken Seite festsetzen koennte, also dass es sich nicht wiederholt? Waere sehr nett. Auch weitere Kommentare hoere ich immer gern.

cn P

24.06.2006 um 01:25 Uhr

Meine Werke in einer Uebersicht...

von: AngelInChains   Kategorie: Erläuterungen

Fuer die Faulen ( ;) ):

1. "Vor der Dunkelheit": Die Vergaenglichkeit von positiven Dingen, auch Widersprueche, der schoene Schein im Gegensatz zur Realitaet, Ende: Resignation

2. "Engel aus Stein": Mehr in Richtung Fantasy angesiedelt, ein kurzes Stueck ueber einen steinernen Engel, der nachts zum Leben erwacht... Kann man vielfaeltig deuten. Kann man bsp auch als Menschen sehen, der nur wenn er allein ist, sein wahres Ich zeigt.

3. "Minne": Schon leicht humoristisch, im Grunde schwaermt ein Maedel von einem Juengling, den sie heimlich beim duschen beobachtet *lol*

4. "Identity": Ueberarbeitung eines alten Gedichts, das ich vor vielleicht 6 Jahren schreiben musste... Im Englischunterricht... Geht um Vorurteile und Realitaet im Bezug auf eine non-konforme PErson

5. "Eisblumen": Eigentlich vollkommen deprimierend. Wie sich eine Person, die leidet, komplett von der Welt abwendet und sich den Schoenheiten nicht mehr oeffnet.

6.: "Noctul's Reue": Kann man woertlich als Fantasy betrachten, ein Vampir zeigt sich reuig ueber seinen Lebenswandel. Aber natuerlich auch metaphorisch sehr interessant zu betrachten...

7.: "Redemption": Sehr inspiriert von Edgar Allan Poes 'Die Grube und das Pendel', zumindest die Szenerie. Eine Person erfleht beinahe den Tod, die Flucht aus der lang anhaltenden Qual, in seiner Verzweiflung betrachtet er den Tod sogar als Triumph... Meiner Meinung nach verstaendlich. Oh, und die finnische Metal-Band 'Children of Bodom' hatte auch einen kleinen Einfluss...

8.: "Narrenspiel": Der einfache Stil betont die Gedanken eines Narren. Er begreift nicht, was er anrichten kann, aus seiner Naivitaet entsteht Gefahr fuer sein Umfeld. Ich denke dabei ein wenig an die Atomkriegproblematik...

9.: "Der Fluss der Zeit": Der Kreislauf der Welt, Vergaenglichkeit, Altern.

10.: "Mors vincit semper": Der Tod verliebt sich in ein Maedchen und gewinnt sie durch eine Intrige...

11.: "Requiem": Thema Altern. Starke Inspiration durch die Zueignung in Goethes Faust I.

12.: "Unschuld": Manchmal ist der Tod nicht so, wie man sich ihn vorstellt...

13.: "The Masque of the Red Death": Der Scharlach wuetet in einer mittelalterlichen Stadt...

14.: "An einen Freund": Das banale Thema der gescheiterten Beziehung... Die Frage, wo der Partner nun ist, wie es ihm geht, ein wenig Eifersucht...

15.: "Vergangen": Das Bildnis einer Toten.

16.: "Abendhimmel": Sehr kurze Landschaftsbeschreibung.

17.: "Gekreuzigt": Die ewige Trennung zweier Liebender. Wodurch auch immer.

18.: "My love": Unerfuellte Liebe.

19.: "Welke Naechte": Tod. Eines meiner besten Werke.

20.: "This night": Die Hoffnungslosigkeit eines Paares.

21.: "Herbstmorgen": Wunderschoene Landschaft, ein todkrankes Maedchen, die Nichtigkeit eines einzelnen Lebens auf der grossen Welt... Einsamkeit.

22.: "Daphne": An die griechische Mythologie angelehnt. Ein Vater verwandelt seine Tochter in einen Baum, um ihre Liebe zu einem von ihm ungemochten Juengling zu unterbinden.

23.: "Der Kelch des Hades": Im Grunde begeht das beschriebene Maedchen Selbstmord. Eine sehr subtile Beschreibung.

24.: "Titellos": Der Giftsuizid eines Paares, das auf dieser Welt keine Hoffnung mehr sieht. Ein wenig Romeo und Julia.

25.: "Titellos": Der Tod erscheint mir als blondgelockter Juengling. Anlehnung an Kabale und Liebe.

26.: "The Broken Chalice": Eine romantische Grabrede.

27.: "Die Zeit": Meine Erinnerungen.

28.: "Die Zuflucht": Hoffnungslosigkeit.

29.: "Die Stadt": Ein typisches Anti-Kriegs-Gedicht ueber die Zerstoerung der Welt...

30.: "Réponse": Eine Kritik am Friede-Freude-Eierkuchen-Wunsch der meisten Menschen.

31.: "Nach dem Sturm": Der Tod eines Menschen reisst weitere Menschen mit... Eine Kette aus Trauer... Ohne Ende.

32.: "Vanitas": Vergaenglichkeit. Wieso Menschen sich damit nicht abfinden.

33.: "Poesie des Himmels": Weitere Erinnerungen meiner Wenigkeit.

34.: "Titellos": Die Blindheit vieler Menschen gegenueber dem Leid Anderer.

35.: "Verbrenne": Der Suizid einer Frau. Weniger subtil, aber treffend.

36.: "Der Tod der Liebenden": Ein etwas anderes Liebesgedicht. Eine Liebe, die so stark ist, dass es sie auf dieser Welt nicht geben 'darf'...

37.: "Kalter Nachtwind": Necrophil, doch nicht so schlimm, wie Baudelaire ;) Ausserdem gehts eher um eine den Tod ueberragende Liebe, um Emotionen, als um irgendwelchen koerperlichen Kram.

25.03.2006 um 13:32 Uhr

Bisherige Umfrageergebnisse:

von: AngelInChains   Kategorie: Erläuterungen

Was haltet ihr von meinen Gedichten?

Ausgezeichnet! (47.06 %)
Sind wirklich schoen. (26.47 %)
Kann ich mit leben, aber ist mir im Grunde egal. (8.82 %)
Sind eher weniger mein Fall. (5.88 %)
Absolut nicht mein Geschmack. (2.94 %)
So ein Mist sollte verboten werden! (0.00 %)
Leute wie du gehoeren sofort in die Psychiatrie! (8.82 %)

Stimmen insgesamt: 34

~*~

Machen wir die uebliche Aufschluesselung:
- 73,53 % positive Stimmen
- 8,82 % neutrale Stimmen
- 16,84 % negative Stimmen

Das spiegelt genau das wieder, was ich erahnt hatte: Die Thematik verschreckt Menschen. Ich hatte genau gewusst, dass man meine Gedichte entweder lieben oder hassen wuerde... So ist es mit den kontroversen Dingen im Leben ;) Aber ich habe mein Ziel erreicht: Die zu erfreuen, die dunkle Romantik moegen, die zu schockieren, die diese Dinge einfach nicht verstehen, nicht wahrhaben wollen oder sich von Konventionen abschrecken lassen. Nun, dass es dennoch gleich fast drei Viertel der User sind, denen meine Gedichte gefallen, freut mich sehr, aber verwundert mich auch ein wenig. Danke an all diese! Auf neutrale Meinungen muss ich wohl nicht naeher eigehen, ueber Dinge, die einfach 'Geschmackssache' sind, kann man nicht diskutieren. Zu den negativen Stimmen, ich wuerde gerne aufgeklaert werden: Liegts am Thema? Ich glaube nicht, dass es an Wortwahl und Struktur liegt, es sei denn, man hat eine Abneigung gegen alles nicht Moderne... Uebrigens sollte man bei der Abstimmung auch immer Vergleiche ziehen - Beherrschen diese Kunst viele Menschen? Beherrsche ich sie? Habe ich ueberhaupt einen Sinn fuer Lyrik? Ehrlich gesagt wage ich das bei Menschen, die bei allem, was nicht in ihre heile Welt passt, gleich nach Arzt oder Polizei rufen, zu bezweifeln. Toleranz ist ein Gut der Intelligenten... Kunst wohl auch, oder etwa nicht?

Nun, schoene Gruesse an alle, die dies hier lesen. Und an die, die noch nicht abgestimmt haben, eine Bitte: Stimmt doch ab, wenn ihr moechtet, und wenn ihr Kritik habt, lasst sie gern als Kommentar oder Gaestebucheintrag hier. Ich suche immer Denkanstoesse (Vielleicht auch in Sachen Thematik?! Sehr gerne sogar!) und Kritik nutzt mir zur Verbesserung meiner Faehigkeiten. Lasst mich nur hoeren, was ihr ueber meine Arbeiten denkt und was ihr zu sagen habt. Wenn euch etwas an Schiller oder Lessing missfaellt, koennt ihrs nicht mehr aeussern, aus rein biologischen Gruenden ;) Aber der Kuenstler hier LEBT! Nutzt also die Gelegenheit, das auszudruecken, was auch im Sinn herumschwirrt... (Wow, war das wieder eine Masche, die Menschen zu provozieren/anzuregen ;) - Meine Lateinlehrerin hat immer gesagt, ich sei eine gute Rednerin... *g*)...

cn P

09.01.2005 um 19:55 Uhr

Durchsage

von: AngelInChains   Kategorie: Erläuterungen

Ich finds immer wieder toll, wie Menschen ueber meine Gedichte urteilen, obwohl sie sie gar nicht verstehen *l*

Aber wie dem auch sei: Es wuerde mich freuen, wenn die, die abstimmen, auch mal eine Begruendung fuer ihre Meinung hinterlassen wuerden, beispielsweise in Form eines Kommentars. Wie waers? :P

cn P

06.01.2005 um 19:55 Uhr

Merci beaucoup!

von: AngelInChains   Kategorie: Erläuterungen

Umfrageergebnisse:
Was haltet ihr von meinen Gedichten?

Ausgezeichnet! (62.50 %)
Sind wirklich schoen (12.50 %)
Kann ich mit leben, aber ist mir im Grunde egal. (0.00 %)
Sind eher weniger mein Fall. (0.00 %)
Absolut nicht mein Geschmack. (12.50 %)
So ein Mist sollte verboten werden! (0.00 %)
Leute wie du gehoeren sofort in die Psychiatrie! (12.50 %)
Stimmen insgesamt: 8

~*~

Dass 5 der User meine Gedichte wirklich sehr moegen, ein weiterer ihnen ebenfalls nicht abgeneigt ist, freut mich natuerlich. Dass jemand meint, sie seien nicht sein Geschmack - Nun, alles im Leben ist Geschmackssache, daher ist mir das egal. Doch der Person, die mir wohl eins auswischen wollte, mit der Aussage, ich gehoere in die Psychatrie, kann ich nur eines sagen: Auch dir danke ich besonders! Ich waere nicht ich, haette ich damit nicht eines meiner Ziele erreicht: Provokation.

Mein gerne genanntes Beispiel ist immer, dass irgendwelche hoch gefeierten und stinkreichen Hollywoodregisseure Filme schreiben, in denen Hunderte und Tausende von Menschen sterben, fuer gewoehnlich sinnlos. Und ich soll krank sein, schreibe ich ueber Liebe, die den Tod ueberdauert? Ist jeder Krimiautor krank, weil er sich Mordfaelle ausdenkt? Ist er deswegen gleich ein Moerder? Was soll dann erst mit denen sein, die Horror-, gerade Splatterfilme, drehen? Wobei ich das ja schon eher krank finde... Ich habe ein Auge darauf, dass mein Niveau nicht in den Keller faellt.

Kennt uebrigens einer von euch, ja, das ist eine rhetorisch-ironische Frage, die niemand wirklich beantworten muss, Romeo und Julia von Shakespeare? Der Kerl war wahrscheinlich ein Psychopath, wenns nach den Ewigguten ginge, denn er hat seine Protagonisten auch an Suizid sterben lassen. Ach, und wenn ich an andere hohe Literatur denke... Emilia Galotti, auch da bringt die Hauptperson sich um. Und endete Kabale und Liebe von Schiller nicht aehnlich? Oder was ist mit Die Raeuber? Und wenn mir mal an die Realitaet denken... Wie viele grosse Geister, Philosophen, Wissenschaftler, etc, nicht nur der Antike, haben ihrem Leben selbst ein Ende gemacht? Jaja, wer den Tod nicht totschweigt, gilt in dieser Gesellschaft als krank. So ist es kein Wunder, dass die Massen Angst vor dem Thema haben, und auch, dass es so viele Selbstmoerder gibt... Denn keiner will sich mit ihnen befassen, und so gibt es auch keine Rettung.

Weiterer Punkt ist doch auch noch, dass Genies fuer gewoehnlich fuer verrueckt gehalten werden ;) Nein, ich bin kein Genie, aber... Das laesst sich auch generell auf Menschen uebertragen, die dem Mainstream nicht folgen. Oder, anders gesagt:

* In der Bronzezeit wurden Andersdenkende, und waeren sie auch Pioniere gewesen, die ihrem Volk Fortschritt gebracht haetten, verstossen und starben so allein in der Wildnis, man erkannte ihr Genie nicht.

* Die Kirche liess im Mittelalter Forscher, geniale Entdecker, die lebten, um Wahrheit zu finden und sie allen zu eroeffnen, als Ketzer verbrennen.

* In der Sowjetunion wurden noch im letzten Jahrhundert Menschen, die die Meinung der Massen nicht teilten, sondern ihre eigenen Ansichten vertraten, als Geisteskranke eingesperrt.

* Heute wird der, der anders atmet als die meisten Anderen noch immer als geisteskrank bezeichnet, doch nicht immer eingesperrt - physisch. Doch selbst der genialste Geist muss schweigen, wenn er sein Leben auf dieser Welt nicht verwirken will. Und wenn er doch die Wahrheit sagt.

Das ist die Frage: Was ist Wahrheit, was ist Luege? Wer die Augen offen hat - und wer hat das schon - sieht, dass der Weg, den diese Welt geht, schon immer gegangen ist, falsch ist, und sei er noch so konservativ. Doch weiter marschieren die Massen im Gleichschritt. Bloss nichts Neues akzeptieren, bloss keine anderen Meinungen ueberdenken - Es koennte einem ja Erkenntnis bringen und wie will man nicht in einer Welt wie dieser. In der die Massen den Weg von Manipulation gehen.

So ist es doch: Frueher litten die Menschen an Aberglauben, heute an Vorurteilen. Das Resultat ist etwa dasselbe geblieben: Ungerechtigkeit, Fehler, die Verhinderung einer Verbesserung dieser Welt.

Und so schlafen sie weiter und werden aus diesem Traum, den sie Leben nennen, nie erwachen. Sie wollen es ja auch gar nicht. Der sorg- und hirnlose Traum ist ja viel angenehmer. Dass dabei der Intellekt verkuemmert, das ist ihnen egal. Vielleicht merken sies auch gar nicht, da ist er wieder, der liebe Intellekt, den es mittlerweile wohl bei manchen gar nicht einmal mehr gibt.

Und so muss er weiterschweigen, der Geist derer, die denken. Die ueberleben wollen, obwohl sie denken. Heute, auf dieser Welt, scheinen nicht mehr die kluegsten zu ueberleben... Nein, die, die einfach alles nachaeffen, die alles annehmen, was ihnen vorgesetzt wird. Der Mensch ist ein Rudeltier. Ein Tier, schlimmer und primitiver als viele andere Arten.

Und der, der denkt, muss schweigen, wenn ihm sein Leben lieb ist. Und so verloeschen sie langsam... Die ganzen Lichter.Und auf dieser Welt wirds dunkel. Kein angenehmes Dunkel, keine Zuflucht, kein Schutz: Die grausame Stille der Dummheit, der geistigen Leere. Die paar Lichter, die diese Welt hat, erloeschen.

Durch Mord, Selbstmord, Schweigen.

Vielleicht ist diese Welt zu schlecht, zu dumm. Oder erlischt ein Licht, das doppelt so hell brennt, wie alle anderen, einfach schneller? Schneller... Ausgebrannt? Oder ist es der Sturm, der sich erhebt, zornentbrannt, der die Flamme (des Lebens?) ausblasen will? Die Massen, die Andersartigkeit nicht akzeptieren. Die unseren Tod - und wollen sies nicht zugeben - doch wirklich wollen.

Dabei wissen viele von ihnen doch wohl gar nicht, was das ueberhaupt ist. Tod. Oder Leben? Leben sie ueberhaupt? Und ich dachte immer, dazu beduerfte es ein Hirn.

Und so wird das Leben eine Luege. Ein Versteckspiel? Wo sind sie geblieben, all die Lichter? Sind sie wirklich tot, oder schweigen sie nur? Ich hoffe auf letzteres, doch was ist wirklich wahr?

Das hatte ich vor einiger Zeit mal geschrieben, und doch ist es noch so wahr und wird es wohl auch fuer immer bleiben. Ach, es gibt so dumme Menchen... *seufz* Es wundert nicht, dass diese Welt so ist, wie sie ist. Gehabt euch wohl, ich habe eines meiner Ziele erreicht.

cn P

26.11.2004 um 00:15 Uhr

Danke fuer das Ergebnis ;) Die Zahlen gefallen mir...

von: AngelInChains   Kategorie: Erläuterungen

Umfrageergebnisse:

Was haltet ihr von meinen Gedichten?

Ausgezeichnet!
(66.6 %)
Sind wirklich schoen.
(0.00 %)
Kann ich mit leben, aber ist mir im Grunde egal.
(0.00 %)
Sind eher weniger mein Fall.
(0.00 %)
Absolut nicht mein Geschmack.
(33.3 %)
So ein Mist sollte verboten werden!
(0.00 %)
Leute wie du gehoeren sofort in die Psychiatrie!
(0.00 %)
Stimmen insgesamt: 3

16.10.2004 um 00:43 Uhr

1. Eintrag

von: AngelInChains   Kategorie: Erläuterungen

Ich habe zwar noch nicht einmal das Design dieses Weblogs fertig, aber irgendwie wuerde ich langsam gerne beginnen, Eintraege hineinzustellen. Denn... Sollte es nicht auf das Wort mehr ankommen, als auf ein schmuckvolles Drumherum (Auch, wenn das natuerlich die Worte verstaerken und ergaenzen koennte)? Und was sollte ich auch noch so viel an meinem Layout aendern? Ich bin mir selbst unschluessig darueber, vielleicht zu kritisch mit mir selbst... Vielleicht habe ich ein Idealbild im Kopf, das ich gar nicht erreichen kann... Ich weiss es nicht. Aber wie dem auch sei... Ich will auch gar nicht sofort mit einem meiner Gedichte beginnen. Ich habe mich entschlossen (Naja... Eigentlich ist es nur eine spontane Idee, die gerade in meinem Kopf herumspukt), nicht nur meine Gedichte hier hineinzuschreiben/kopieren, sondern auch darueber zu schreiben WIE ich schreibe, wann, was mich dazu veranlaesst... Und auch das erste und einzige Mal, das ich mit meiner Lyrik einen Wettbewerb bestritt und direkt den ersten Platz machte, werde ich nicht unerwaehnt lassen. Jaja, immer diese Angeberei ;) Eigentlich geht es mir aber, indem ich dies erzaehle, eher darum, meine Gefuehle zu beschreiben, waehrend ich langsam auf die Buehne schritt, in kompletter Dunkelheit... Ploetzlich der einzige Scheinwerfer mir ins Gesicht strahlte, mich blendete... Und da stand ich, ein Maedchen von 12 Jahren, mit einem schwarzen Pullover und damals wohl auch noch dunkelblauen Jeans bekleidet, die Haare simpel zusammengebunden, dort, blickte die Menschen an... Und ich wuesste nicht, wie wuerden sie reagieren.

Es war so gewesen, dass ein Lyrikwettbewerb stattgefunden hatte, ich, ohne viel Hoffnung, denn ich hatte absolut keine Ahnung, wie meine 'Kontrahenten' (Ich wuerde lieber Mitstreiter sagen, das klingt nicht so feindlich) talentiert sein wuerden, und ich wusste auch nicht, wie die Jury mein Gedicht werten wuerde, generell nicht, wie andere Menschen die Art und Weise, wie ich schrieb und vortrug, sehen. Damals hatte ich nie etwas veroeffentlicht, was ich geschrieben hatte, ich hatte diese recht intimen Dinge immer nur fuer mich selbst verfasst, sie landeten weder im Netz, noch durften meine Eltern oder Freunde sie sehen. Mit dem Gedicht fuer den Wettbewerb war es anders gewesen. Es war ein reines 'Wettbewerbsgedicht', wuerde ich sagen. Es gab eine Themenbeschraenkung, es ging, was ich eigentlich nicht so spannend fand, um das neue Jahrtausend, wenn es auch noch einige Zeit bis zu dessen Anbruch gewesen war, damals. Nachdem ich das Flugblatt, das den Wettbewerb ankuendigte, gelesen, und mir einige Daten abgeschrieben hatte, sass ich, es war ein Herbstabend, in meinem Zimmer. Ich las nochmals die Daten... Dachte... Ich koennte es doch wagen, wenn ich ein wenig Zeit habe, mir etwas zum Thema auszudenken. Ich schrieb, quaelte mich, denn nichts, was mir einfiel, wollte so recht in die Begrenzung passen, warf einige Entwuerfe wieder weg... Nach einigen Tagen hatte ich dann aber irgendetwas zusammengeschrieben, wovon ich dachte, es sei zwar absolut nicht mein Stil, es war... Sehr ironisch, unterhaltend. Nicht von der gewohnten Traurigkeit meiner Zeilen.

Es hiess 'Weltuntergang', war etwa eine DIN-A-4-Seite lang, auf simplem Linien-Papier geschrieben, mit schwarzem Kuli, mehr oder minder dahingeschmiert. Und ich dachte... Es war zwar nicht das, was mich selbst vollkommen ueberzeugte, aber bei diesem Wettbewerb sollte es ja um das Publikum gehen, dieses sollte wohl unterhalten werden. Ausserdem findet die Jury eine leicht humorvolle Beschreibung der Gesellschaft durch eine 12jaehrige sicherlich 'besser', als wenn dasselbe Kind in pathetischen Worten all seinen Schmerz, den viele Erwachsene einem Kind ohnehin nicht zutrauen wuerden, aufs Papier bluten wuerde. Und so... Schrieb ich ueber all die Weltuntergangs-Befuerchtungen, die durch die Koepfe der medienkranken Gesellschaft schweben koennten, und bald darauf reichte ich meinen Beitrag ein.

Mehr dazu wird morgen oder in einigen Tagen folgen. Ich muss nun gehen, es tut mir leid...

cn P