Gedichte,
Kurzgeschichten,
Momentaufnahmen

03.02.2007 um 01:42 Uhr

Morgen (27.6.2006)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Liebe

Das erste Tageslicht erhellt
Schon die Felder, nebelgrau
Wie begossen scheint die Welt
Von traenenreinem Morgentau 

Und ins dunkle Zimmer scheint
Regnerisch das fahle Licht
Waehrend sie den Tag verneint
Und beendet ein Gedicht

Stundenlang hat sie gewacht
Und war'n auch die Lider schwer
Schrieb sie an gegen die Nacht
Fast entschwebend, mued und leer

Nun zerreisst schon Tageslaerm
Rabenkraechzen, Vogelsang
Reden, Rauschen, nah und fern
Ueberall verstoern'der Klang

Den Traum, in dem ihr Herz versank
In Sehnsuchts Ewigkeit
Die Trauer, die sie naechtens trank
In dunkler Einsamkeit

(Liebe... Zum Schreiben. So habe ich also letzten Sommer jede Nacht gearbeitet)

cn P

08.01.2007 um 17:10 Uhr

Décadence - d'amour et des morts (7.1.07)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Liebe

Kalt brennt dein weißer Marmorleib
Auf meiner Lippen Glut
Und deine Augen strahlen weit
In gold'ner Sternenflut
 

Was kümmert mich der Lauf der Welt
Wir sind lebendig jetzt und hier
Und wenn um uns das All zerfällt
Ich fürchte nicht den Tod mit dir

Es ist ein Gift, was sie zart nährt
Durch das die dunkle Rose blüht
Nach der sich unser Sein verzehrt
Bis es am Ende grell verglüht

Die Hoffnung ist ein and'res Maß
Als die Lust, die in uns steigt
Im herz-geformten Spiegelglas
Das alles sieht, doch ewig schweigt

22.06.2006 um 14:28 Uhr

Minne (12.6.2006)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Liebe

Ich sah ihn einst am Brunnen
Bei Nacht, sein Leib war bloss
Die Locken fein geschwungen
Sein Antlitz makellos

Und in des Mondes Schein
Da strahlte seine Haut
So weiss wie Elfenbein
So sanft und zart gebaut

Das Wasser war geflossen
Ueber sein Gesicht
Die Augen fest verschlossen
Erblickte er mich nicht

Und was ich sah am Brunnen
Begehrte ich so sehr
Es wurde nie bezwungen
Er liess mich los nie mehr
 

~*~

In diesem Gedicht duerft und solltet ihr bitte eine humoristische Note erkennen.

20.03.2006 um 16:09 Uhr

An einen Freund (17.3.2006)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Liebe

Die Glut des Abends ist ueber uns gesunken
Und du atmest, doch so fern von hier
Derweil mein Herz so trauertrunken
Mein Geist, er duerstet nur nach dir

Auf welcher Bettstatt liegt dein Leib?
Durch welchen Garten fuehrt sie dich?
Der Tod in eines Engels Kleid
Beruehrst du sie, so sterbe ich

So bleibt mir nur ein leidend Bangen
Eines Wesens, das qualvoll schweigt
Benetzt ihr Kuss nun deine Wangen
Wie Tau, der meinem Aug entsteigt?

Ist ihr Brautbett laengst dein Sarg?
Ist ihr Garten unser Grab?
Waer ihr Herz nur auch so rein
Wie ihres Antlitz Sternenschein

20.02.2006 um 00:58 Uhr

(Es ist so lang her... 2003)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Liebe

Am Kruzifix der Liebe hängen wir
Nägel geschlagen durch die Hände
Dich mich letzte Nacht noch berührten
Tot die Lippen, die mich küssten
Wär ich doch wenigstens bei Dir gestorben
In Deinen Armen letzte Nacht
Doch nun hängen wir an zwei Kreuzen
Aufgestellt zur Mahnung
An die Opfer der Liebe so warm
Und die kalten Körper hängen
Das Lächeln aus Schmerzen verzerrt
Die Kehlen ausgetrocknet und stumm

Was gäbe ich nicht für eine zweite Chance
Was täte ich nicht, um weiterzuleben
Doch es ist zu spät, wir sind verblichen
Kadaver in der Wüste der Zeit
Verloren gegangen im Spiel der Schuld
Ertrunken im Meer der Schmerzen
Nur noch Ratten fressen uns
Unser Blut verrinnt im Sand
Langsam tröpfelnd, klebrig
Wie rote Tränen, die wir weinen
Und nur im Strom dunklen Blutes
Sind wir für Sekunden vereint

17.09.2005 um 23:53 Uhr

My love (17.9.2005)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Liebe

November reminds me of your love
When on misty fields the raven croaks
When coldness lies white upon my skin
And dreary feels the soul within

When morning dew like crystal tears
Lies on my world like endless fears
Glowing feels the heart inside
Which turned my mind to endless night

And suddenly, crying out in pain
Nobody will listen, it's all in vain
Inside still burning, yes, it's true
My undying love for you

23.04.2005 um 22:53 Uhr

This night (23.4.2005)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Liebe

In the dawn of blood-red shadows
Like leaves trembling in the wind
We met, I held your shivvering hand
Whose color faded in the end

From velvet lips in decay's hand
Gloomy words fell like the dawn
Silvery water, drops flow away
Two souls which are not meant to stay

All the hope had went away
Purple silhouettes on dark velvet
No sanctuary, one single escape
The sick moon's eternal shape

And we ran for this escape
The last night of hope had come
Our whole world, drowned in shadows
The dead moon fell upon the meadows

20.03.2005 um 19:40 Uhr

20.3.2005

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Liebe

Im scharlachroten Saum der nahenden Finsternis
Eine Beruehrung von purpurnen Lippen
Windeshauch wie Amselgesang die Haut streift
Zeugnis von Schlafes grauschwarzem Bruder

Wenn in der Kuehle des heranschwebenden Abends
Der Tau wie Traenenwasser von den Baeumen rinnt
Worin schwarze Voegel in Scharen kraechzen
Und die Nachtigall schweigt im Holundergebuesch

Ein letztes Seufzen entflieht der versiegelten Brust
Nebelschwaden huellen die Seele nun ein
Die Augen der Liebenden vom Schleier bedeckt
Ein ersterbendes Funkeln von der Sintflut verschlungen

Die Last, die das Feuer hat mit Begierde gefressen
Von den Ranken des Efeus trank man das Gift
Die erblassenden Haende zum Gebete gefaltet
Doch die purpurnen Lippen, sie bleiben verschlossen

20.11.2004 um 00:28 Uhr

Schon oft veroeffentlicht, aber noch nicht hier...

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Liebe

Der Tod der Liebenden

Wollt Eins mit dir werden, meiner Dunkelheit
Verschwimmen in Trauer und Tod
Denn wir sind nicht gemacht fuers Leben
Da unsere Liebe endlos ist
Gebührt ihr nur die Ewigkeit
Als dornenumwundner Ort
Wenn kalter Nachtwind unsere Seelen traegt
Hinfort in jenes ferne Land
In dem auf Rosen man uns bettet
Die Fluesse schwarzes Herzblut fuehren
Und dunkler Tau den Efeu netzt
Und wenn schon des Morgens die Sonne untergeht
Um zu verloeschen in ewiger Nacht
Dann werden wir gebunden sein
Und niemand wird uns trennen koennen
Verschwommen in der Ewigkeit

15.11.2004 um 23:59 Uhr

Kitsch und Tragik, die 1.: Tod, Nacht, Sehnen, Satan - Alle Schlagwoerter drin ;)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Liebe

Mittlerweile habe ich hier komplett den Faden verloren. Wenn ich so meinen letzten Artikel, der nun schon einen Monat zurueck liegt, nochmals durchlese, komme ich nur zur Erkenntnis, dass ich ein wenig ueber diesen Auftritt schreiben wollte und dann ueber das, was ich so gesanglich ab der 7. Klasse geleistet hatte. Aber ich habe gar keine Lust, jetzt viel dazu zu sagen. Kann es ja noch nachholen. Ist nur schade, dass so wahrscheinlich lange alles voller Raetsel haengen wird, fuer die Lesenden (Falls es denn ueberhaupt jemanden interessiert). Nunja. Aber im Moment ist mir, wie gesagt, nicht danach, und daher werde ich einfach erst einmal ein paar Gedichtchen hier hineinstellen, ohne Zusammenhang, denn im Moment ist meine Stimmung erstaunlich normal, ich spuere kaum Regungen, vielleicht ist es daher so schwer fuer mich, hier etwas 'Interessantes', Ansprechendes, zu schreiben. Meine Gedichte gehen gerne in Tragik unter, aber das werdet ihr schon selbst merken. Ich hoffe nur, hier wird nichts der Zensur zum Opfer fallen, denn da nehmen es einige Menschen ein wenig zu ernst. Angeblich leben wir in einer Demokratie mit einem Grundrecht, das 'Meinungsfreiheit' deklariert. Den Eindruck verliere ich des Oefteren. Aber fangen wir einfach an. Heute sehr Eisregen-inspiriert und einfach mitten hinein... Jugendgefaehrdend? Wie man meint. Es war nur eine spontane Stimmung von mir. Und als ich es schrieb, war ich unter 16... Kann etwas, was eine unter-16-Jaehrige schreibt, Menschen unter 16 oder unter 18 gefaehrden? Irgendwie ist das doch laecherlich. Aber ist Zensur das nicht generell?


~*~ Kalter Nachtwind ~*~

Wie Grabmale die Tannenwipfel
Schwarze Schatten in der Nacht
Der kalte Mond scheint weiß herab
In Todes Schatten liegest Du
Und ich bin bei Dir
Auf dem dunklen Grab
Der Stein ist kalt und edel nicht
Sterbende Rosen verunzieren ihn
Du liegst neben mir so blass
Kalter Nachtwind auf Deiner Haut
Der ein letztes Lied nun singt
Verzerrte Wolken in der Nacht
Silbrig der Schein meiner Tränen
Golden derer unseres Feuers
In Kerzenschein liegst Du
Unter dem Schatten des Todes
Deine Kälte wärmt mich
Und schwarze Vögel am Horizont
Sie kündigen ein Ende an
Und ich bin bei Dir diese Nacht
Halte Deine laue Hand
Der Wind singt uns ein letztes Lied
Ich will zu Dir, toter Engel
Sehnsucht in Deinem leeren Blick
Sie zieht mich zu meiner Bestimmung
Dunkelheit ist unsere Zuflucht
Spiegelt sich in klarem Wasser
Unter kühlem Firnament
Die Sterne so ewig und fern
Sie rufen mich zu meinem Liebsten
Ich fühle Dein Sehnen nach mir
Das glimmende Verlangen in Dir
Lächelnd Dein schweigendes Antlitz
Fließt Herzblut noch durch Deine Seele?
Göttlich ist Dein verlassener Körper
Doch allein die Hülle nützt uns nicht
Satanisch Dein Ruf aus weiter Ferne
Ewigkeit auf meiner Haut
Will unsere Herzen vereint schon bald
Ich küsse Dich zuletzt für jetzt
Vor meiner langen Reise fort
Deinen leichten Schritten folgend
Leg mich nun nieder fuer Dich
Geküsst sind meine zarten Adern
Getränkt in meines Lebens Saft
Wir liegen da, ein letzter Atem
Ein letzter Kuss auf dieser Welt
Bald bin ich bei Dir...
Bald nur bei Dir...