Gedichte,
Kurzgeschichten,
Momentaufnahmen

28.11.2007 um 18:40 Uhr

Welke Naechte II (15.6.2005)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Tod

Ich habe mich entschlossen, mit diesem Gedicht unterm Namen A. Noctulus an einem Wettbewerb teilzunehmen - Anm. Maerz 2009. Wuenscht mir Glueck!

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cn P

21.02.2007 um 16:09 Uhr

Abschied (16.1.07)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Tod

Schwarzes Abbild verronnener Zeit
Jedes Wort ist eine Perle
Giftig gruen und kostbar, wie Gold
Weiss tanzt ein Schleier ueber den Wogen
Stumm verschluckt der Sturm
Eine taenzelnd' Libelle -
 

Das Seelenfunkeln erstickt
Das Leuchten unter Schlamm begraben
Die Fischer ziehen die Netze ein

Vor unseren Fuessen tost die See
Glitschig ruht meine Hand in deiner
Erstarrt in kalter Umklammerung
Der Angstschweiss brennt in deinen Wunden
Still verschluckt das Meer
Eine eisern' Libelle -

Das Plaetschern verklingt
Der Sturm loest sich auf
Leer ziehen die Fischer die Netze ein

22.06.2006 um 01:28 Uhr

More Redemption (20.6.2006)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Tod

Without mercy burn my name
Burn my dreams and burn my fate
Kill me in this wicked game
Full of scorn and plain of hate

Your sword has ripped my silver wings
My soul is tortured, I am bound
As cold the scythe above me swings
And I shivver from its sound

My face bleeding, poisoned thorn
The Rose of Death impaled my skin
My grave of stone, so cold, forlorn
So hopeless griefs my heart within

But still I'll fly without a sigh
Not a tear will flow my mind
Since with every time I die
More redemption will I find

09.03.2006 um 12:21 Uhr

Vergangen (8.3.2006)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Tod

Nachts, wenn blasse Schatten sich ziehn
Durch den Schleier kalter Vergangenheit
Wenn das Plätschern seichter Bäche widerhallt
In den duestren Hoehlen verronnener Zeit

Liegt suesslicher Schmerz auf den Augen aus Stein
Bleiern schwer sind ihre Lider versiegelt
Der Ruecken liegt auf graeulichen Marmor gebettet
In dem alte Sehnsucht sich spiegelt

Der Nachtigall Sang wird von ihr nicht gehoert
Kuendet er noch so von gluecklichen Zeiten
In der Ferne erklingt solch vertrautes Geraeusch
Es wuerde ihr Traenen bereiten

Gefaltet liegen die Haende so stumm
Verschlossen, wie ihre Jugend verdorrt
Wie gerne wuerd sie ein Laecheln verschenken
In Erinnerung an jedes Wort

15.06.2005 um 23:31 Uhr

Welke Naechte (15.6.2005)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Tod

Ich habe mich entschlossen, mit diesem Gedicht unterm Namen A. Noctulus an einem Wettbewerb teilzunehmen - Anm. Maerz 2009. Wuenscht mir Glueck! 

Es saeuselt sachter Wind ins Grau
Wo welke Naechte sehnsuchtsvoll
Die Einsamkeit bekroenen

Wo Sterbende im Grabesmond
Der ewig waehrnden Wirklichkeit
Mit Friede sich versoehnen

In Heiligkeit verschleiert, still
Liegt herbstlich diese Welt
Wo Tau wie Fluss von Silbertraenen
Aus kalten Baechen quellt

Hier haelt die Hand mir Schmerzensreichen
Des Schlafes Bruder Tod
Er haelt mein Herz auch ewiglich
Befreit von alter Not

Und wenn alsbald der Morgen bricht
Der Lauf der Zeit erwacht
In Roete schwimmt der Horizont
Doch meinem Herz bleibt Nacht...

24.03.2005 um 23:55 Uhr

Herbstmorgen (24.3.2005)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Tod

Ein nebliger Schleier, gleich persischer Seide
Jener, aus der man das Totenkleid webt
Liegt ueber den Waeldern in taureiner Fruehe
In denen die Stille der Ewigkeit lebt

Silberne Baender glaenzen auf Aesten
Perlen bedecken grauschwarzes Moos
Sumpfiger Boden, mit Nacht vollgesogen
Jeden Schall zu verschlucken, sein trauriges Los

Und ploetzlich ein Rauschen in graeulichen Kronen
Kreisende Blicke, und Augen, die blitzen
Dumpfe Schritte erschuettern die Erde
Und Saatkraehen, die in den Baumwipfeln sitzen

Ein magerer Leib, verschwommene Schemen
Vom Nebel verschluckt, auf zittrigen Beinen
Die kalten Knie fallen auf samtweiche Flechten
Der Wind vernimmt ein leises Weinen

Ein leises Wimmern in der Tiefe des Waldes
Und lauwarme Traenen zerreissen die Stille
Zarter Geschmack von Modergeruch
Es brennt ein Gebet, es lodert der letzte Wille

Das Klagen wird lauter in der Schwaerze der Schatten
Roter Regen begiesst den nachtdunklen Grund
Der giftige Nebel erstickt bald das Weinen
Die Schreie aus dem verstummenden Mund

Die Voegel ziehn weiter, den Tod nicht beachtend
Und wieder huellt Schweigen die Baeume nur ein
Im ewigen Herbste, von Sehnsucht bewuchert
Gleich Efeuranken auf altem Gestein

20.03.2005 um 23:36 Uhr

Der Kelch des Hades (20.3.2005)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Tod

Ein Maedchen blickt zum Himmel auf
Hinunter sinkt der Vorhang der Nacht
Zerschneidet ihr Herz, entfacht ihren Schmerz
Die Sehnsucht befaengt sie mit all ihrer Macht

Das Sterben der Sonne nimmt seinen Lauf
In des Maedchens Augen machen Traenen sich breit
Als das Firmament auf ewig brennt
Lebt in ihrer Brust nur Einsamkeit

Ihr Schluchzen wird lauter, sie spuert dieses Sehnen
Nach jenen Gefilden, die Jenseits man nennt
Anstelle der Wunden, das Herz so geschunden
Ein Loch nur, das alle Schmerzen nicht kennt

So sammeln sich weiter salzige Traenen
Fuellen den Kelch des Hades bis an den Rand
Sie naehr'n ihren Mut, der Kelch glaenzt voll Blut
Und des Maedchens einsames Wesen entschwand

26.02.2005 um 21:53 Uhr

The Broken Chalice (26.2.2005)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Tod

There stood a gleam of flaming red
It left behind a trace of shadows
A sweetest taste of storm's decay
Reflecting hollow through the night

My dearest friend, I fare thee well
Thy kisses blooming roses met
Ruby scent of falling night
Your moonlit eyes have closed for ever.


~*~


Dort schwebte ein Glimmen leuchtenden Rots
Es liess eine Spur von Schatten zurueck
Der suesseste Geschmack von Sturmes Verwesung
Funkelte leer durch die frostkalte Nacht

Mein liebster Freund, ich sag dir leb wohl
Deine Kuesse trafen bluehende Rosen
Purpurner Wohlgeruch der verschwimmenden Nacht
Deine mondenen Augen fuer immer geschlossen.


-

Als kleiner Hinweis: Nein, der untere Teil soll keine 1-zu-1-Uebersetzung vom oberen sein. Einige Differenzen sind mir durchaus bewusst. Und ja, dass 'hollow' eigentlich als Adverb stehen muesste, weiss ich auch. Eine lyrische Verkuerzung war aber fuer den Klang notwendig... War schon in der roemischen Antike so. Und fuer die, dies mit Poesie nicht so haben: 'That don't impress me much'.

cn P

09.01.2005 um 19:45 Uhr

Nach dem Sturm (9.1.2005)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Tod

In Traenen sitzt du dort im Dunkel
Du weisst von der Vergaenglichkeit
Und doch kam dieser Tod zu frueh
Wie jeder Tod, der Liebe trifft
Der Hoffnung aus der Welt vertilgt
Nicht wie das Ende eines schmerzvollen Lebens
Ein laechelndes Sterben, gewuenschte Erloesung
Es trifft doch immer die Falschen

Die Schmerzen werden unertraeglich
Rote Traenen zerschneiden die Seele
Ein Tod ist meist gefolgt von vielen
Nun trifft es nicht erneut den Falschen
Doch ist das der Ausweg aus unserer Qual
Nicht nur das naechste Glied der Kette
Die nun sich nicht mehr stoppen laesst?
Ausloeser nur fuer folgendes Leid?

Es trifft doch immer die Falschen.

20.11.2004 um 22:29 Uhr

Verbrenne (6.7.2004)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Tod

Purpurnes Blut tropft auf edelstes Weiss
Sternenreine Engelshaut
Nebelteppich, Seidenfaeden
Der Sonnenuntergang des Lebens
Suesser Saft der Seele faerbt stetig
Wie die Augen einer Leidenden
Flehend, tropfend, langsam trocknend
Darauf folgt die Herzensnacht
Der Gedankentod, der Grabesmond
Und eiskalte Dunkelheit
Huellt ein das Herz, erfriert den Schmerz
Vereist das Leid, erfriert das Leben
Und nie wieder fallen Traenen sacht
Die Quelle der Roete am Versiegen
Nie wieder Weinen, nie wieder fuellt
Das Blut einer Liebenden den silbernen Kelch
Das warme Gefaess, von Herzblut verbrannt
Die Flammen umzuengeln den kalten Koerper
Staub und Asche, ihre Haut zerreisst
Das Seidenpapier, die Huelle des Geistes
Verbrenne, verbrenne in ewiger Nacht