Was denkt sich Gott dabei?"
Es ist eine Frage, die sich Menschen in meinem Umfeld nicht stellen.
Mein Umfeld? Vorwiegend Christen, mit denen ich viele Gespräche führe, an denen ich viele Beobachtungen vornehme, und bemerke; mit ihrem Gott haben sie immer eine passende Erklärung.
Ein parr Bibelverse dabei, gängige christliche Literatur, und Christentumpsychologie.
Aber selbst die Rehabilitanten (ehem. Drogensüchtige, körperlich und seelisch Gestörte), die mit dem Christentum viel Kontakt haben(da ihr Aufenthalsort eben in solch einer Einrichtung ist), haben schnell diese Erklärungen als Antworten akzeptiert und kunstvoll in ihr Leben eingewebt. Und selbst, wenn einige Ausführungen stimmen sollten, dann bleibt ihnen das Fragen. Weil Erklärungen keine Antworten sind. Jedoch dies erkennen sie nicht (sei es bei den rehas, oder bei den anderen).
Ich kann sie auch gut verstehen, ich war auch mal so, und falle ab und zu auch immer noch darauf herein, eine Erklärung zu haben, aber keine Antwort. Und vorallem, eine konkrete Veränderung an mir.
Deswegen ist diese Frage mir angenehm klar.
Damit bin ich allerdings auch bei dem Kern der Frage: "Was bewegt dich zurzeit?"
Die Zeit der Erklärungen ist vorbei. "Was bewegt dich" muss anders gefragt werden. WER bewegt mich?" muss es heißen. Und dies gilt es raus zu kriegen. Das Gott existiert ist klar. Zu Unfähig bin ich, dies zu leugnen. Nicht weil ich einen brauche, oder weil ich ihn vielleicht erlebt habe. Nein! Einfach weil Lebensexistienz, meine, deine Lebensexistenz dies bezeugt. Diese sensible Form der Wahrnehmung, die Menschen haben, lassen eine Materielle Form alleine nicht gelten. Unsere Existenzerfahrung zeigt einen weit höheren Wert an unserem Innenleben, als an dem Leben was äußerlich gelebt werden kann. Wir wollen das, was wir Liebe nennen, ect.
Was denkt sich Gott dabei? Eine Liedzeile will ich als Antwort versuchen:
Wo du fehlst, wo Worte und du selbst nicht zählst, wo deine Absicht nicht meine Absicht ist, wo du meiner Seele nicht gegeben bist, da fehlt: .."
Ich weiß nicht wer Gott ist, und was er denkt. Wenn ich ihn (oder das, was ich für ihn halte) frage, dann Antwortet er mir:
es lässt mich völlig unberührt, weil er ganz andere Ziele vor Augen hat(menschlich ausgedrückt).
Oder auch: Er fühlt jeden Schmerz, eines jeden Menschen, und niemand leidet mehr als ER. Aber Seine Liebe gilt deiner und meiner Seele so sehr, das Er diese furchtbaren Wege gehen muss, weil die Erfüllung des Lebens seinem Interesse gilt.
Kannst du das verstehen?