***Serenas Augenblicke***

25.11.2007 um 17:56 Uhr

Indien

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

Erinnerungen

Indische Erinnerungen kamen hoch,
ein Gefühl wie warme Milch mit Honig.
Sie lauten, in Worte übersetzt: "Ich bin Indien."
oder auch: "Indien ist in mir."
Das Heimweh ist verschwunden.
Magisch angezogen von den Vaishnavas in diesem fremden
Deutschland, bot sich mir die Gelegenheit, durch die
Sehnsucht etwas zu lernen.
Ich ergriff die Gelegenheit.
Ich erinnerte mich daran, wie es war...
indische Musik zu machen, indisch zu singen, indisch zu kochen,
indisch zu beten, mich indisch zu kleiden,
indisch zu heiraten, indisch zu träumen, indisch zu tanzen.
Ich erinnerte mich und war glücklich dabei.
Mit der Zeit wurde mir bewusst: es waren Äußerlichkeiten.
Worum es wirklich geht, ist die Erkenntnis,
nicht woanders sein zu wollen.
Ich bin hier, wo ich bin,
als die, die ich bin,
und das hat seinen Sinn.

 

Reflektionen

In Indien gibt es alles, was es gibt...
höchste spirituelle Höhen und tiefsten materiellen Sumpf
und alles dazwischen.
Es gibt höchste Übereinstimmungen und krasseste Unvereinbarkeiten
und alles dazwischen.
Frauen werden wie Göttinen verehrt
oder ermordet, weil sie Frauen sind.
Tiere werden wie Götter verehrt
oder als unrein in ihrer Not ihrem Schicksal überlassen.
Indien ist die Wiege aller Sprachen und aller Nationen...
es gab früher nur ein großes Reich,
und das hieß Bharatavarsa - Indien.
Indien ist eine makellose und vollständige
Repräsentation von AllemWasIst.

Indien ist in mir. Was soll Indien in Indien?
Das macht natürlich keinen Sinn.
Eine Reise nach Indien ist möglich, aber nicht nötig.
Zu verlieren habe ich nichts, denn
ich trage meine Heimat in mir.
Meine Heimat ist AllesWasIst.