***Serenas Augenblicke***

20.01.2008 um 16:54 Uhr

Zukünftige Gegenwart

von: Seren_a

Jetzt ist die Vergangenheit unserer zukünftigen Gegenwart. Wir werden teilweise lachen, teilweise entsetzt sein über Dinge, die wir heute für normal hinnehmen. Vor allem viel Mitgefühl haben mit unserem vergangenen Selbstbild und unserer daraus resultierenden Schöpfung. Es gibt in unserer zukünftigen Gegenwart zum Beispiel keine „Verkehrstoten" mehr. Diese namenlose Barbarei ist Vergangenheit. Man wird entsetzt die Köpfe darüber schütteln, wie stoisch wir das hinnahmen, als sei es unabänderlich. Natürlich gibt es keinen stinkenden Autos mehr. Und vieles wird sich so verändert haben, dass unsere jetzige Zeit so erscheinen wird, wie uns das „tiefste Mittelalter" vorkommt, in der man bewusstlos über Leichen geht. In unserer zukünftigen Gegenwart gibt es ein System, sich individuell fortzubewegen, ohne auch nur das geringste Risiko, einen anderen dadurch zu verletzten... so ein Gedanke ist nicht einmal in Reichweite.

Natürlich achtet und beschützt man Tiere wie die eigenen Kinder. Natürlich isst man sie nicht. Wir schätzen das so ein wie Kannibalismus. Ein solcher Gedanke ist überhaupt nur möglich in Bezug zur barbarischen Vergangenheit. Man schätzt die Weisheit der Tiere ebenso wie die der Kinder. Es gibt nicht so etwas wie Angst zwischen Mensch und Tier... man ist sich vollkommen vertraut. Man weiß, dass alles beseelt ist, auch Steine, auch Gegenstände... entsprechend gehen wir mit allen Dingen um.

Phönix

Physische Krankheit und Schmerz gibt es nicht mehr, und zwar deshalb nicht, weil wir unser Herz geöffnet haben und es sich vor nichts und niemanden mehr verschließt. Es gibt keine Energieknoten mehr, aus denen früher Krankheit und Schmerz entstanden. Energie, die durch unentwickeltes Bewusstsein und durch Angst in ihrem Fluss behindert wurde, wurde früher zu einem Knäuel zusammengepresst, welches als Schmerz wahrgenommen wurde. Das verhalf dazu, dass Menschen aufwachten... und war daher nicht unwichtig.

Wir blicken daher mit großer Liebe und großem Mitgefühl auf die vergangene Gegenwart zurück und wissen, dass es nicht umsonst war. Wir sind frei aufgrund der Bereitschaft von uns damals, durch all die schmerzhaften Erfahrungen hindurchzugehen. Nur so konnten wir zu einem Verständnis gelangen, was echte Freiheit wirklich bedeutet. Wir bewundern unsere eigene Tapferkeit und empfinden große Dankbarkeit. Und nun stehen wir in der Pflicht, etwas aus dem Erlangten zu machen. Wir haben durch unsere Freiheit größere Pflichten auf uns genommen, denen wir gerecht werden müssen und wollen. Wir gehen weiter voran... denn das Leben ist unendlich und wartet darauf, erschaffen zu werden.