***Serenas Augenblicke***

30.09.2008 um 22:48 Uhr

Herbst in Rot II

von: Seren_a   Kategorie: Fotos Natur/Landschaften

 

 

 

 

 

30.09.2008 um 20:58 Uhr

Der Sonne entgegen...

von: Seren_a   Kategorie: Fotos Natur/Landschaften

 

 

 

 

30.09.2008 um 18:26 Uhr

Aus dem Seniorenheim - Von oben

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Von oben

"Man muss sich das von oben anschauen", sagt der Mann mit den 90jährigen Händen, die zwar ein paar Schrammen haben aber sonst noch ganz gut taugen. Er dreht sie in alle Richtungen, um das zu demonstrieren. Dimitrij hat sich über die Schrammen lustig gemacht... „Der soll seinen frechen Mund halten", sagt der Alte schmunzelnd, „der ist ja erst 87!"

"Ja, man muss sich das von oben anschauen... da sitzen wir, hatten alle unterschiedliche Berufe, haben unterschiedliche Ansichten, und nun sind wir hier alle beisammen. - Es fehlen die Jungen! Wir waren doch auch mal jung! Kommt rein und unterhaltet euch mit uns! Uns ist langweilig!"

Laura, 19, unterhält sich in der Zeit mit Dimitrij aus Weißrussland. Er und der 90jährige sind gute Freunde. Dimitrij und Laura sprechen viel und laut und ihr Lachen erfüllt den Raum. Dimitrij ist erst seit 2 Wochen hier und seitdem geht es hier viel lustiger zu. Das gefällt nicht allen. Die verbitterte Frau, die sich eingesperrt fühlt, ist wütend auf Dimitrij. Sie sagt, sie möchte ihm am liebsten "in die Fresse schlagen", so wütend ist sie auf ihn. Sie kann sein Lachen und Fröhlichsein nicht ertragen.

"Man muss sich das wirklich mal von oben anschauen!" Und das tut Guerrino. Während all dessen schwebt er im obersten Stockwerk in anderen Sphären. Seine Augen sind geschlossen, er lächelt. Wir wollen seine Reise nicht unterbrechen und gehen für heute wieder.

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30.09.2008 um 14:35 Uhr

Das Volk der Steine III

von: Seren_a   Kategorie: Gemaltes & PC-Kunst Alt

 

 

 

 

30.09.2008 um 10:58 Uhr

So, nun ist es Zeit...

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

die Sternengeschichte des Zauberwaldes, die schon länger existiert, so zu zeigen, wie sie gezeigt gehört, nicht alleine für sich, sondern zusammen mit den Bildern. Die folgende Geschichte ist nämlich entstanden, als meine Mutter in ihrem Malkurs von der Leiterin inspriert eine Trilogie an Bildern malte, zu der sie eine Geschichte oder ein Gedicht schreiben sollte. Meine Mutter konnte und wollte keine Geschichte schreiben und fragte mich, ob ich das machen wollte. Ich nahm die Bilder mit nach Hause. Ich weiß noch genau die Situation. Ich saß vor dem PC im Wohnzimmer, das durch die großen Fenster vom frisch gefallenen Schnee ganz bezaubernd erhellt war, es war unglaublich ruhig, ich war alleine zuhause. Ich stellte die Bilder vor mir auf, sah in sie hinein und schrieb dann diese Geschichte wie aus einem Guß innerhalb einer Viertelstunde auf, ohne nachzudenken. Ich finde diese Bilder und diese Geschichte und wie sie entstanden immer noch faszinierend und freue mich daran. Es war eine harmonische Zusammenarbeit zwischen meiner Mutter und mir auf einer anderen Ebene, die es auf der irdischen zwischen uns leider nicht gibt und nie gegeben hat. Aber vielleicht sollte ich nicht "leider" sagen... vielleicht sollte man einfach für das andere dankbar sein... vielleicht bedingt das eine ja auch das andere.

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Ohren, betäubt vom Lärm der Menschen, Augen, geblendet von künstlichem, totem Licht, schweißnasse Stirn, pochendes Herz, ein unglaublicher Schmerz durchzuckt mich, und plötzlich: dunkles Nichts. Ich weiß nicht wie lange, doch dann: hektisches Umherlaufen, Apparatengeräusche, Stimmenwirrwarr, Notaufnahme. „Schnell, schnell, sie stirbt uns weg!“ Die lauten Stimmen werden wattig, entfernen sich, das Licht wird immer weicher, ich sehe alles wie durch einen silbrigen Schleier. Die Menschen bemühen sich um meinen Körper, der nicht mehr mir zu gehören scheint. Fast habe ich Mitleid mit ihnen und möchte sie trösten. Es geht mir gut. Doch niemand kann mich hören.

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Alles gleitet in immer weitere Ferne. Aber nein, ICH bin es, die sich entfernt. Etwas zieht mich mit unglaublicher Kraft fort. Es fühlt sich wohlig an, und richtig. Ich habe keine Sorgen, keinen Körper. Körperlos, sorgenlos fliege ich davon, in funkelnde, weiße Nebelschwaden hinein. Ich flute darin weiter und weiter, ohne zu denken. Nichts, nichts, nichts. Wie gut  und liebevoll einhüllend dieses Nichts ist, diese absolute Stille. Was für ein Wunder.

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Ich scheine zu erwachen, doch nicht aus einem Schlaf, sondern aus dem Traum des Menschseins. Vor mir erheben sich Bäume. Aber sind es Bäume? Das trifft es nicht, wenn sie auch so aussehen. Sie scheinen jedenfalls mehr zu sein als die Bäume, die ich kannte. Sie sind voll pulsierenden Lebens, vibrieren geradezu vor Lebendigkeit. Kraftvolles Grün, leuchtend. Äste wie lebendige Arme, Wärme strömt aus jedem Zweig, jedem Blatt. In ihrer Mitte glänzt goldenes Licht, es breitet sich immer weiter aus. Völlig umhüllt davon kann ich lange Zeit nichts anderes erkennen, doch dann fließt im Zentrum des Goldes eine Gestalt zusammen. Sie sieht aus wie eine.... Eule?

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Aus unglaublichen, großen Augen sieht sie mich an und fängt an zu sprechen. Jedoch sind es keine Worte, die sie an mich richtet.. Was sie sagt ist deutlicher, genauer und klarer als die Worte, wie ich sie kannte, jemals waren. Die eindeutige Botschaft, die von ihr ausströmt, ist: Ich führe Dich. Komm mit. Nur der Gedanke daran, ihr zu folgen, setzt mich in Bewegung. Überrascht schaue ich an mir hinunter. Da ist immer noch mein alter, vertrauter Körper, doch ich spüre ihn kaum und er bewegt sich anders als jemals zuvor. Er reagiert auf jeden Hauch meiner Gedanken. Beängstigend fast. Ich wackle, schwanke, doch merke, ich kann nicht fallen, werde stets gehalten von der goldenen Wärme, die mich umhüllt. Ich übe wie ein kleines Kind auf seinem ersten Fahrrad. Und staune. Nach vorne, nach hinten, links, rechts, und mehr als das... jede denkbare Richtung, jeder denkbare Winkel, jede denkbare Entfernung, ich spüre eine nie gekannte Leichtigkeit. Alles geschieht mit  unfassbarer Präzision, die nur von meinen ungenauen Gedanken begrenzt ist. Ich erfasse intuitiv, was zu tun ist. Ich übe meine Gedanken in Genauigkeit und Klarheit, und mein Körper folgt in derselben Genauigkeit. Eine tiefe Freude breitet sich in mir aus. Das ist die Freiheit, nach der ich mich immer sehnte, ohne sie wirklich zu kennen. Die Gedanken sind frei. Der Körper, immer als Last wahrgenommen, ist jetzt leichter als eine Feder und folgt augenblicklich.

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Meine goldene Führerin geleitet mich durch den lebenden Wald. Was ist das? Gesichter tauchen auf, in allen Farben, wie menschliche Gesichter, doch leuchtend. Es werden immer mehr. Stimmen sind zu hören, viele Stimmen. Jede erzählt eine Geschichte. Obwohl sie alle gleichzeitig sprechen, kann ich jede genau hören und verstehen, kann alles gleichzeitig aufnehmen. Es sind menschliche Geschichten, die sie erzählen, sie teilen mit, was sie taten und weshalb, was sie im innersten zu ihren Handlungen bewog. Schonungslos erzählen sie alles, lassen nichts aus, nicht die kleinste Kleinigkeit. Jedes einzelne Wort kommt mir vertraut vor. Es sind Handlungen, die ich früher als gut und schlecht beurteilt hatte. Jetzt jedoch gibt es keinen Unterschied mehr. Stattdessen breitet sich unbegrenztes Verständnis in mir aus für jede ihrer Erzählungen, weit weg von jedem Schuldspruch, von jedem Urteil. Ein Gefühl großer Zuneigung und Liebe wird lebendig und immer stärker, und mit ihm verblassen die Gesichter, verschwinden langsam, die Stimmen werden leiser und verstummen. Es ist alles gesagt. Und alles vergeben.

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Das leuchtende Gesicht der Eule wendet sich mir zu. Verstehst du, wer sie waren, fragt sie. Es dämmert mir im selben Augenblick und wird klar und greifbar. Ich selbst! Ja. Es waren deine eigenen Gesichter, deine eigenen Stimmen, deine eigenen Geschichten. Die Welt bist du. Du hast es verstanden und hast dir selbst vergeben. Willst du jetzt weitergehen? Was kann noch kommen? Was immer du jemals gedacht hast und woran immer du noch hängst. Schau einfach.

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Ich flute weiter. Lichtpunkte tauchen auf im pulsierenden Grün der Bäume, neue Gesichter und Gestalten formen sich. Sie werden zu Tiergesichtern, Katzengestalten. Auch sie erzählen Geschichten über Geschichten, jede einzelne ist mir vollkommen vertraut obwohl ich sie nie zuvor hörte. Und wie seltsam das ist, auch jede Farbe, in denen die Gestalten erscheinen, erzählt eine Geschichte. Je genauer ich hinhöre, desto mehr Details erkenne ich, unerklärlich. Mehr und mehr fließt alles zusammen, vereinigt sich zu einer gewaltigen Komposition, einer perfekten Einheit, in vollkommene Harmonie. Nichts ist mehr für sich, alles gehört zusammen, nichts fehlt. Jedes einzelne Teilchen macht das Ganze ganz. Nicht der kleinste Punkt, nicht die kleinste Farbe, Eigenschaft oder Gefühlsregung ist verzichtbar. Ich bin überwältigt, taumle fast.

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Meine goldene Führerin sieht mich an. Willst du weitergehen, fragt sie. Was kann noch kommen? Alles, was du für möglich hältst. Doch es ist zuviel. Benommen bin ich, seltsam ist mir zumute, so viele Eindrücke, so viele Gedanken, alles zur selben Zeit, in fast keiner Zeit, alles konzentriert sich im unendlichen Jetzt. Ich scheine zu zerbersten. In diesem Augenblick zerfließt alles ins Nichts, Dunkelheit umgibt mich und ich weiß nichts mehr.

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„Sie kommt zu sich!“ Verschwommen nehme ich Gesichter über mir wahr, mein Körper schmerzt, ist so schwer. Wo war ich gerade? Wo bin ich jetzt? Da war doch diese Leichtigkeit, und dieses Gold. Und diese großen Augen. Wem gehörten sie?  Was ist geschehen? Ich kann mich nicht erinnern. Müdigkeit überfällt mich und ich falle in tiefen Schlaf.

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Tiefe Atemzüge, Herzschläge in hellem Licht. Ich habe die Grenze passiert, mein Körper ist wieder schwerelos und tut willig, was meine Gedankenkraft aus den unendlichen Möglichkeiten auswählt. Und plötzlich steht ein Gedanke in aller Klarheit geradezu greifbar und unwiderlegbar vor mir: Immer schon tat mein Körper genau dies, nicht nur hier in dieser so anderen Welt. Ich sehe mich um nach der goldenen Eule und augenblicklich ist sie hier. Führe mich weiter, sage ich. Sie wendet sich um und geht mir voraus...

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30.09.2008 um 01:12 Uhr

Das Volk der Steine II

von: Seren_a   Kategorie: Gemaltes & PC-Kunst Alt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

29.09.2008 um 22:52 Uhr

Roter Himmel...

von: Seren_a   Kategorie: Gemaltes & PC-Kunst Alt

 

 

 

 

29.09.2008 um 08:15 Uhr

geistige Reife...

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In den vedischen Schriften heißt es, dass der Mensch erst jenseits der 40 beginnt, auf geistiger Ebene zu arbeiten und geistige Dinge wirklich zu verstehen, mit 70 die volle Reife erlangt hat und dann 7 x 70 Jahre leben kann. Wobei das nur symbolisch gesagt ist. Es soll eigentlich heißen, dass ein Mensch mit voll entwickelter Reife nicht sterben muss, d.h. nicht seinen Körper ablegen muss, weil er nicht mehr taugt, sondern durch seine geistige Reife diesen Körper auf hohem Niveau erhält. Der Mensch verlässt dann seinen Körper aus geistigen Gründen, mit einer bewussten Entscheidung, und nicht weil sein Körper "kaputt" ist. Die Meister haben in früheren Zeiten meist hunderte von Jahren gelebt, solange sie eben glaubten, dass sie der Welt dienen konnten. Meister können wir alle sein, das ist nicht eine andere Spezies. Wir sollen es selber sein, das ist genau das, was sie lehren. Selber Verantwortung übernehmen, geistig wirklich reif werden und das menschlich-göttliche Potential voll ausschöpfen, selber der Welt eine Hilfe sein und nicht immer nur Hilfe benötigen. Die Probleme, mit denen wir jetzt noch kämpfen, das ist vorwiegend Krieg in jeglicher Form, in Form von Auseinandersetzungen mit anderen Völkern, mit anderen einzelnen Menschen, in Form von Krankheit, können wir mit dieser geistigen Reife überwinden. Jedoch wird diese Reife nur erlangen, wer danach wirklich verlangt. Wir können auch ewig so weitermachen und kleine Kinder bleiben, denen von Zeit zu Zeit ein Jesus erscheinen muss oder ein Buddha oder ein Laotse oder sonst irgendein Meister. Die Meister sind traurig, dass sie oft nur verehrt werden, die Menschen aber keine Anstalten machen, dasselbe Potential, das sie haben, in sich zu entwickeln. Manchmal ist das der Grund, dass sie ihren Körper ablegen und erst viel später wieder inkarnieren. Auch in der Zeit ohne Inkarnation unterstützen sie natürlich die Welt mit ihrer geistigen Arbeit. Dies kann jeder spüren, der die geistige Welt um Unterstützung bittet. Sie haben keinen größeren Wunsch, als alle Menschen befreit zu sehen.

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28.09.2008 um 23:15 Uhr

Neuer Blog "Glücksmomente"

von: Seren_a

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Es gibt einen neuen, schönen Blog. Sadeyes hat ihn kürzlich eröffnet und er heißt "Glücksmomente". Sie schreibt dazu:

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Wer kann die nicht gebrauchen? Gerade an Tagen, wo alles traurig, trüb oder hoffnungslos erscheint...

Ich weiß noch, als es mir selber einmal schlecht ging, hat es mir gut getan, Sprüche zu lesen, Fotos zu sehen, die einen wieder fröhlich gestimmt haben, die einem ein wenig Sonne zurück geben. Einfach etwas, was einem für einen Moment daran erinnert, was glücklich macht und dass es da draußen ist.. das Glück, die Glücksmomente... immer, wenn man die Augen auf macht und es zulässt.

Ich möchte hier Glücksmomente sammeln... Sprüche, Fotos, Erzählungen, einfach alles, was zu dem Thema paßt und was jemandem, der traurig ist, wieder ein wenig Sonne bringt.

Wer gerne etwas dazu beisteuern möchte, kann mir es zuschicken. Würde mich aber freuen, wenn hieraus ein Gemeinschaftsprojekt werden würde, um noch mehr Seiten des Glücks aufzufangen. Wer mag, bekommt Schreibrechte... sobald ich rausgefunden habe, wie das geht ;)

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Schaut doch mal vorbei, hier

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28.09.2008 um 18:32 Uhr

Nacht der Geister...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Nacht der Geister


Rastend nach dem Flug
in ferne Märchenwelten,
liegend, sinnend,
sah blinzelnd ich
den Herbstwind
Gäste bringen in der Nacht
während gold'ne
Birkenblätter leuchtend tanzten
im zauberhaften Silberlicht des Mondes.

Es war die Nacht der Geister,
die voll Unrast wiederkehren
Jahr um Jahr,
Herzen suchend, Frieden flehend,
so dass sie endlich ziehen könnten.

Ich sah sie an in Liebe,
und lächelnd, winkend
waren sie
im nächsten Augenblick
frei und fort
im Tanz der weißen Wolken.

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Diese Nacht war vielleicht die intensivste in diesem Leben für mich... Ich lag da, im Haus war es dunkel, und sah durch die hohen Fenster des Wintergartens und sah die vom Wind mit kräftiger Gelassenheit getriebenen weißen Wolken, vom Mondlicht beschienen... die Mondin selbst immer wieder von Wolken verdeckt und wieder freigegeben... ich lag so und schaute ohne Zeit und immer wenn ich daran denke steigt dasselbe Gefühl in mir hoch und es ist für mich, als wäre es erst gestern Nacht gewesen. Jede Nacht kann so sein. Und jeder Tag. So lebendig, so unglaublich kraftvoll und gleichzeitig so ruhig und gelassen, so *seren*... Es fühlt sich an wie wahrhaftes Sein. wie das Sein sein soll... Gott-Sein durch menschliche Augen und menschliches Fühlen... Heute ist das wieder sehr lebendig in mir gewesen... und ich weiß, wo es hingeht, was wichtig ist, ich sehe den Weg leuchten in diesem Licht.

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28.09.2008 um 13:40 Uhr

Es gibt solche Nächte...

von: Seren_a   Kategorie: Gemaltes & PC-Kunst Alt

 

...in denen man mehr sieht als man sich vorstellen konnte... 

 

 

 

 

28.09.2008 um 00:09 Uhr

Eine Mauer mit Rissen...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Wir haben verlernt,

die Augen auf etwas

ruhen zu lassen,

deshalb erkennen

wir zu wenig. 

(Jean Giono)

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Perfekt, es ist ganz und gar vollkommen. Eine Mauer mit Rissen, aus denen es grün sprießt, mit Moos, mit Flechten,  Erhebungen, Vertiefungen, Unebenheiten, wer weiß woher, wie sie entstanden sind... wer weiß wie lange es sie schon gibt, wieviele Menschen schon auf dieser Mauer saßen, wie ich jetzt, in der warmen Herbstsomme oder Sommersonne, und das Wasser genossen haben und die Spiegelungen der Bäume darin, Schiffe vorbeiziehen ließen, den Schiffern winkten... Diese Mauer ist so vollkommen, ich kann den Blick kaum abwenden und ich spüre, es gibt keinen Grund, wirklich keinen Grund wegzugehen und plötzlich so zu tun, als sei sie nicht mehr da, nicht mehr wichtig, zweitrangig oder so etwas. Das wäre wahnsinnig. Denn da ist kein Unterschied mehr. Es ist nur Leben.

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27.09.2008 um 08:14 Uhr

Im Seniorenheim - Begegnung mit mir selbst

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Leid erweckt den Geist zum Leben

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Die alte Frau, die ich oft im Heim besuche, hat bisher immer nur geweint, gejammert und geschimpft. Nur mein Hund konnte ihr manches Mal ein Lächeln und eine gewisse Sanftheit entlocken. An Gott glaubt sie nicht, sagte sie schon einmal. Und wenn es ihn gäbe, würde er sich gewiss nicht um sie kümmern, weil sie ja keine "Kirchgängerin" sei. Sie fühle sich eingesperrt und wolle sich am liebsten "aufhängen", sagte sie fast jedes Mal, wenn wir uns trafen. Nun kamen körperliche Schmerzen hinzu. Sie war am Ende, sogar in Panik.

"Ich" kramte in seinem Repertoire, fand aber nichts. Da sagte ES: "Ich werde für Sie beten." "Ich" fand das schlecht: Sie glaubte ja nicht an Gott und würde darüber womöglich lachen oder gar schimpfen. Doch ES wusste ES besser. Ein Ruck ging durch die Frau, wie elektrisiert wandte sie sich mir zu, voll höchster Aufmerksamkeit. - Aufmerksamkeit ist die höchste Quelle der Energie, sagt man. Und tatsächlich sah sie auf einmnal unglaublich energievoll und lebendig aus. - Sie schaute mich offen und direkt an und es war als sähen wir uns zum ersten Mal *wirklich* an, irgendwie von Seele zu Seele. Ein Strahlen, das von weit aus dem Innern zu kommen schien, überwand alle Tränen, allen Nebel in ihren Augen.

"Wirklich?", fragte sie. "Ja!" Sie lehnte sich zurück, Ruhe breitete sich aus. So saßen wir schweigend, und alles war gut. Es war wie eine Begegnung mit mir selbst.

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26.09.2008 um 23:57 Uhr

Wo das wohl noch hinführt...

von: Seren_a   Kategorie: Fotos unsortiert

 

 

 

 

26.09.2008 um 22:58 Uhr

Frau Dr. schläft nicht...

von: Seren_a

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Frau Dr. - sie war Radiologin - hat den Mut, alles hinter sich zu lassen. Sie strahlt Liebe aus, und entschlossene Geduld, und sie ist bereit für alles. Sie nimmt alles an, was man ihr anbietet, schlägt niemals etwas aus, und sie strahlt große Souveränität und Ruhe aus.

Fast den ganzen Tag lang, wenn sie draußen im Rollstuhl sitzt, hat sie die Augen geschlossen. Manchmal vergisst sie dann zu essen. Die Pflegerinnen stöhnen, dass sie immer einschlafe. Aber sie schläft nicht. Weder tags noch nachts. Spricht man sie an, ist sie sofort da. Und in der Nacht sind ihre Augen weit offen.

Einmal fragte ich sie, ob sie nicht schlafen könne, als sie um 4 Uhr nachts immer noch mit offenen Augen im Bett saß, da sagte sie mit einem Lächeln, sehr langsam und jede Silbe betonend: "Das kommt schon noch." Vorerst hat sie wichtigeres zu tun als zu schlafen.

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Nachdem sie mir die Woche zuvor in der Nacht gesagt hatte, sie wolle nach Hause und ich könne sie hinbringen, habe auf einmal das eigenartige Gefühl, nur ich bin es, die sie noch aufhält. Ihre Aufforderung, sie nach Hause zu bringen war nicht emotional. Es war kein Flehen oder Bitten, wie es bei anderen Menschen im Heim schon vorkam, nicht ein Hauch von Jammern oder Klagen, Ärger oder Ungeduld ist bei ihr zu hören oder zu spüren; es war lediglich eine ruhige, jedoch sehr eindringliche Aufforderung, als wisse sie ohne jeden Zweifel, dass ich die Aufgabe, sie nach Hause zu bringen, erfüllen könnte. Aber eigentlich ist es noch anders: Es ist mehr so, als könne sie sehr wohl alleine gehen, wolle mir jedoch zeigen, dass auch ich es kann. Wie man einem Schüler die Möglichkeit gibt, sich selbst zu erfahren, indem man ihm eine Aufgabe stellt, die man selbst als Lehrer schon gemeistert hat, den Schüler jedoch dahin führen will, sie zu lösen, indem man ihn um Hilfe bittet. Doch nun, nach diesen zauberhaften Momenten mit ihr, habe ich begonnen zu überlegen, mein Gehirn schaltete sich ein, meine Person, die hier verhaftet ist, und aus ist der Zauber. Nichts verstehe ich mehr. Weiß nicht, was ich überwinden muss, um sie zu verstehen, ohne noch dumme Fragen zu stellen. Wie kann man hier und dort sein? Wie kann man Übersetzer sein? Ich war lange Zeit Übersetzerin für zwei Sprachen, und angeblich machte ich meine Sache gut. Aber jetzt weiß ich erst, was wirkliches Übersetzen eigentlich bedeutet. Es ist die schwerste Aufgabe, die es gibt. Man muss die Brücke sein, man muss hier wie dort gleichzeitig sein und in der Mitte beides, alles. In der Mitte ist man der Sinn.

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26.09.2008 um 21:59 Uhr

Das Volk der Steine

von: Seren_a   Kategorie: Gemaltes & PC-Kunst Alt

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Steine - versteinert - lebendig - ausdrucksstark - neues Verständnis - neue Horizonte - Was geht da vor? Ich blicke auf die Steine unter meinen Füßen, die kleinen, die den Weg zwischen den Wiesenflächen am Wasser entlang bilden, und sie sind lebendig! Jeder einzelne hat einen Ausdruck, ein Streben, ein So-Sein, ein Gesicht, ein Gefühl, ein Wollen und Sehnen... ich sitze auf dem Weg und schaue und schaue und fotografiere und fotografiere und werde gar nicht fertig - muss mich losreißen, sonst sitze ich bis zur Dunkelheit noch hier. Ich denke an den Archäologen, der zu einer weiteren großen aufregenden Archäologiereise eingeladen wurde, doch er lehnte ab, weil er sagte, er habe keine Zeit, weil sein Garten hinter dem Haus seine Aufmerksamkeit noch sehr lange fesseln würde. Und ich denke an die vielen, die immer wegfahren, um mehr und Neues zu sehen, in Urlaub, auf Reisen. Und ich bin immer hier. Und ich sehe hier jeden Tag so viel Neues, dass ich gar keine Zeit habe, wegzufahren... naja, ich könnte trotzdem fahren, aber ich brauche nicht. Überall ist alles, was ist. Hier und überall sonst. Nirgendwo fehlt etwas. Alles ist immer da, jetzt. Ich Bin Alles.

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26.09.2008 um 16:11 Uhr

Aus dem Seniorenheim - Frau Dr.

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Mit Frau Dr. war ich auch sehr gerne zusammen. Gleich nach Guerrino war sie meine vertrauteste Freundin. Manchmal nervten mich die Nachtschichten, aber wenn ich dann an Frau Dr. dachte, für die ich dann mehr Zeit hatte, da sie ja nie schlief, freute ich mich doch, wenn ich für die Nachtschicht eingeteilt war.

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Per santete durch das Licht

Die Frau Dr. ist seit einigen Jahren im Seniorenheim. Anfangs mit ihrem Mann, der dann starb. Sie ist dement, wie viele andere auch... jedenfalls wurde das diagnostiziert. Es hieß, sie spreche niemals, antworte nur, wenn sie etwas gefragt werde, und nur auf allereinfachste Dinge. "Haben Sie Hunger?" "Sind Sie satt?" "Möchten Sie in den Garten gefahren werden?" Mehr gehe da nicht mehr. So war es auch - äußerlich betrachtet - die ersten drei Monate lang, seit ich sie kannte. Unsere Unterhaltungen bestanden meist aus einem liebevollen, sehr intensiven Augenkontakt. Sie hatte ein unglaubliches Lächeln in den Augen. Und da war noch mehr in ihrem Blick. Ich fühlte mich oft von ihr durchschaut.

Heute nun fing sie an, mit mir zu sprechen. Sie sagte: "Ich muss auf die Limbe!" Ich: "Ich verstehe nicht, was ist Limbe?" "Dann kann ich es Ihnen ja erklären." "Ja, gerne, bitte erklären Sie es mir." "Also die Limbe ist, wie soll ich sagen...", sie überlegte, ihr Blick ging in die Weite. Nach einer Minute schaute sie mich an und sagte: "Das ist wie Mazir." Ich: "Ich habe das noch nie gehört. Was ist Mazir?" Sie überlegte wieder, suchte angestrengt nach einem Wort, das ich verstehen würde, man sah es ihr an, schließlich sagte sie: "Geist!" Ich war glücklich, etwas verstanden zu haben: "Oh, sie meinen Geist! Mazir klingt so ähnlich wie Mazura Mazda, meinen Sie das, den Großen Geist?" Sie, zögernd: "Neiiin.... Es ist mehr wie.... Barbara-Füllung." Sie deutete zur Lampe. "Sie meinen Licht!" Sie: "Ja!" Dann blickte sie mich sehr intensiv an und sagte: "Ich will nach Hause. Sie können mich hinbringen. Lassen Sie uns gehen!" Ich antwortete: "Wohin soll ich Sie bringen?" Sie: "Nach ....... " Langes Nachsinnen. Dann, wieder mit diesem tiefen, intensiven Blick, ihre Augen, sonst dunkelbraun, waren tiefschwarz: "Sie müssen einfach die Straße finden!" Ich: "Wie kann ich die Straße denn finden?" Sie, mit großem Nachdruck:

"SIE MÜSSEN PER SANTETE DURCH DAS LICHT FAHREN!!!" 

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26.09.2008 um 08:20 Uhr

Blütenrüssel...

von: Seren_a   Kategorie: Fotos Pflanzen

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...eine der letzten Natternköpfe in diesem Jahr.

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26.09.2008 um 08:12 Uhr

1 + 1 = 3

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Beim Hingucker habe ich mich grade köstlich über seinen Eintrag über die nicht existierenden Zahlen amüsiert. Da fiel mir wieder die kindliche-kosmische Mathematik von Wladimir, dem kleinen Sohn der Schamanin Anastasìa ein. Er erklärte seinem Vater, wie man richtig rechnet, nämlich so:

1 + 1 = 3

Mama und Papa ergeben Wladimir.

Ziemlich logisch, wie ich finde. ;-)

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25.09.2008 um 21:03 Uhr

Guerrino - Abschied

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Abschied?

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Die Sonne ist von dicken Wolken verhüllt, doch dafür strahlt Guerrino heute. Ich hatte nicht gesagt, dass ich heute zu ihm komme, da ich es vorher selber noch nicht wusste, doch er wusste es. Im Aufenthaltsraum läuft der Fernseher, einen Tag nach der Beerdigung des Papstes wird nun Hochzeit auf der Insel gefeiert. Weder das eine noch das andere interessiert ihn.

Er erzählt mir, dass er die vergangenen zwei Nächte das Gefühl gehabt hatte, dass es soweit wäre, dass er sterben würde. "Aber ich bin noch da", sagt er lachend und ein bisschen verwundert. Sein Blick schweift weit weit weg, während er mehr zu sich selbst sagt: "Wie es wohl sein wird?" Und dann schaut er mich wieder fest an und sagt, als hätte ich diese Frage gestellt: "Das weiß niemand, solange er noch hier ist. Es sind zwei Welten. Zwei Welten. Und diese Welt ist solange nicht zu Ende, wie es noch Wünsche gibt. Ich habe keine Wünsche mehr."

Da er aber noch hier ist, muss er, wenn er recht hat, wohl doch noch einen haben... vielleicht den, zu gehen? Und auch der muss überwunden sein? "Glaubst du, dass wir immer wieder geboren werden? Oder meinst du, wir haben nur dieses eine Leben?" frage ich Guerrino. "Ich glaube nicht an Reinkarnation", antwortet er, "aber Gott kann machen, was er will. Meine Meinung hat keine Bedeutung. Wir wissen gar nichts. Wenn einer etwas sagt, und ein anderer sagt das Gegenteil, hat keiner von beiden die Wahrheit. Der Wahrheit kann man nicht widersprechen. Wenn wir uns nicht mehr widersprechen, sind wir DA."

Nach fast einer Stunde mit Guerrino sage ich: "Ich muss jetzt gehen." Er antwortet: "Was, wir haben doch eben erst angefangen zu reden!" Er lacht und sagt: "Aber, das ist richtig, wenn du sagst, du musst gehen. Siehst du, es ist Gottes Wille, der geschieht. Du musst gehen, auch wenn du vielleicht nicht willst. Du musst deine Pflicht tun. Dann geh, mein Mädchen, und tu immer mit Freude, was du tun musst." Ein Kuss auf die Wange, ein Lächeln aus tiefstem Herzen. "Ciao, Guerrino. Ich danke Dir. Ich denk an dich." "Ciao, mia bambina, ich danke dir auch."

Ich weiß nicht, wann er seinen letzten Wunsch überwindet und ob ich ihn hier wiedersehen werde. Obwohl unser Abschiednehmen wie immer ist, fühlt es sich heute anders an. Was ich jetzt ganz deutlich spüre ist jedoch, dass der Tod uns nicht trennen kann.

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