***Serenas Augenblicke***

03.10.2008 um 13:33 Uhr

Und immer wieder Nijinskij...

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Aus Nijinskijs Tagebuch. Er musste für verrückt erklärt werden, anders hätte man vieles was er sagte und schrieb nicht ertragen können... :-) Einiges davon will ich hier nach und nach zitieren.

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Meine Frau fühlt, dass man kein Fleisch essen soll, aber sie scheut sich, damit aufzuhören, weil Doktor Fränkel Fleisch isst. Sie glaubt, dass Doktor Fränkel mehr von der Medizin versteht als ich. Ich nehme an, dass Doktor Fränkel genausowenig von der Medizin versteht wie viele andere Doktoren und Professoren. Die Doktoren und Professoren essen gern viel, weil sie glauben, dass Essen körperliche Kraft gibt. Ich glaube, dass die körperliche Kraft nicht vom Essen, sondern von der Vernunft kommt. Ich weiß, viele werden mir sagen, dass die Vernunft nicht satt macht. Darauf sage ich, dass die Vernunft satt machen kann, denn die Vernunft verteilt die Nahrung. Ich esse so viel, wie die Vernunft mich essen heißt. ...

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03.10.2008 um 12:53 Uhr

Feierabend...

von: Seren_a   Kategorie: Fotos Natur/Landschaften

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...für heute. Dieser Tage werden die letzten Fuhren Weintrauben eingefahren.

Dann kehrt Ruhe ein in den Weinbergen.

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03.10.2008 um 12:40 Uhr

Loriot...

von: Seren_a   Kategorie: Aufgeschnappt Alt

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...ist einfach große Klasse. (So ähnlich ist wohl der Dialog:) 

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"Würden Sie das eventuell zurück nehmen?"

"Wer, ich?"

"Ja, Sie!"

"Nö."

"Gut, dann ist die Sache für mich erledigt."

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Es ist wohl gar nicht so verkehrt, das mal so praktizieren... Das ist eigentlich dasselbe, was einem die Meister raten... Gelassenheit. Man überlässt den anderen seinen eigenen Gemeinheiten und zieht sich dessen Schuhe einfach nicht an. Zum Streiten gehören mindestens zwei. Wenn einer nicht mitmacht, funktioniert es nicht.

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02.10.2008 um 23:45 Uhr

Nicht denken, nur sehen...

von: Seren_a   Kategorie: Gemaltes & PC-Kunst Alt

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...das war heute einer der beiden Sätze der Kursleiterin im Portraitzeichnen, die ich am wichtigsten fand. Der zweite war die Information, beim Zeichnen des Modells immer mehr auf das Modell zu schauen als auf die Zeichnung.  - Ja, endlich habe ich es geschafft, mich zu einem Portraitzeichenkurs anzumelden! Das wollte ich schon lange, aber irgendwie kam es doch nie dazu. Ich freue mich sehr, von jemandem lernen zu können, die so unglaublich lebendig zeichnen kann wie unsere Kursleiterin. Ihre Portraits haben mich schier umgehauen. Fast glaubt man, die Person stehe vor einem, so ausdrucksstark und so klar malt sie. Ich werde mal fragen, ob ich eins ihrer Bilder hier veröffentlichen darf...

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Nun sollten wir die erste halbe Stunde ein bisschen verschiedene Blei- Kohle- und Graphitstifte ausprobieren und danach gegenseitig jeweils ein Auge zeichnen. Ich habe bisher erst einmal ein lebendes Modell gezeichnet. Damals haben wir relativ schnell das ganze Gesicht gemalt. Heute sollten wir mehr Zeit auf nur ein Auge verwenden. Das war sehr interessant, denn wann schaut man das Auge eines Menschen schon mal so lange und intensiv an. Je länger man schaut, desto interessanter wird es und desto mehr fällt einem die Schönheit auf. Bei meinem Modell fand ich die Augenform und auch die Augenbrauen besonders schön. Und wie spannend zu sehen, wie unglaublich unterschiedlich allein nur menschliche Augenbrauen sind... Ein paar Haare über den Augen, unterschiedlich geformt, hell oder dunkel, breit oder schmal, lang oder kurz, dezent oder auffällig... irre. Es ist total interessant... Ich glaube man kann durch das Zeichnen lieben lernen... :-)

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02.10.2008 um 13:17 Uhr

Im Seniorenheim - Lernen

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Wir lerrrnen alle immer weiter

Der neue Heimbewohner aus Polen sitzt in sich versunken mit gesenktem Kopf da. "Dschjen dobri. Jak sche nasewasch?" Das ist polnisch und heißt: "Guten Tag, wie heißt du?" Er schaut überrascht auf, seine hellblauen Augen leuchten freudig auf und lächelnd antwortet er: "Bolek. Und du?" "Jestem Ute." Dann fängt er an, wie ein Wasserfall auf polnisch zu sprechen. "Halt, Stopp, das war fast schon alles! Ich muss erst noch weiterlernen!" sage ich lachend. Er lächelt weiter mit seinen unglaublich hellblauen Augen, die einen starken Kontrast zu seinen pechschwarzen Haaren bilden, und sagt freundlich mit scharfem polnischem Akzent: "Das ist keine Schande. Du lerrrnst schon. Wir lerrrnen alle immer weiter." Die anderen Heimbewohner, die in der Nähe sitzen, sind aus ihrem Dämmerzustand aufgewacht und hören zu, und auch sie fangen an zu lächeln. Es tut sich was. Man hört ein lustiges Gespräch, nicht sehr bedeutungsvoll vielleicht, aber lustig. Das ist interessant. Von Fernseher und Radio ist man genug berieselt worden, das erregt kein Interesse mehr.

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02.10.2008 um 13:10 Uhr

Gedanken und Gefühle...

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In seinem Buch "Der Geist bestimmt die Materie" fasst Alfred Hosp die Lehre von Bruno Gröning in eigenen Worten zusammen. Bruno Gröning war 1949 bis 1959 als Heiler in Deutschland und darüber hinaus bekannt... viele kamen zu ihm, um von ihren körperlichen Krankheiten geheilt zu werden, und wurden es auch. Seine eigentliche Botschaft ging weit darüber hinaus und es ist sehr spannend, darüber zu lesen. Hier ein Abschnitt über Gedanken und Gefühle.

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Gedanken und Gefühle sind einem Schwingkreis vergleichbar, dessen Elemente sich gegenseitig aufschaukeln und einander in verhängnisvoller Weise verstärken. Jeder Gedanke ruft ein Gefühl hervor, welches neue ähnliche Ideen aktiviert und in einem ununterbrochenen Kreislauf mündet. Wenn es nicht gelingt, solche inneren Rückkopplungen rechtzeitig zu unterbinden, wird der Betreffende zum Spielball seiner Vorstellungen, gleichgültig ob sie berechtigt oder unbegründet sind.

Durch diese anerzogenen oder infolge enttäuschender Erlebnisse zustande gekommenenen Charaktereigenschaften verliert ein solcher Mensch jede Objektivität und sieht alle auf ihn zukomennden Probleme in einer subjektiv eingeengeten Form, wodurch die große Gefahr eines immer wiederkehrenden falschen Verhaltens gegeben ist, was sich bis zum Verfolgungswahn steigern kann. Daher ist es ein grober Unfug zu sagen beziehungsweise zu glauben: "So wie ich geschaffen bin, will und muss ich bleiben, da sowieso daran nichts geändert werden kann." Gerade diese "sture" Einstellung ist aber schuld an den großen und kleinen Schwierigkeiten, die Menschen einander immer wieder gegenseitig antun.

Natürlich gibt es auch Situationen, in die der Mensch ohne eigenes Zutun hineinschlittert, aber die dabei in ihm entstehende Resonanz ist für eine positive Erledigung seiner Probleme so wichtig. Mit anderen Worten, es gibt viele Ereignisse die schicksalhaft auf uns zukommen, ohne die Möglichkeit zu haben ihnen ausweichen zu können. Was man aber dann tun kann, ist die Art und Weise unserer persönlichen Antwort darauf, nämlich mit Gottes Hilfe das Beste daraus zu machen. Die Gedanken und Gefühle sowie die daraus resultierenden Wünsche und Vorstellungen sind immer ausschlaggebend für jede Problembewältigung.


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01.10.2008 um 23:28 Uhr

Himmelsschrift...

von: Seren_a   Kategorie: Fotos Natur/Landschaften

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

01.10.2008 um 22:50 Uhr

Der Anker...

von: Seren_a

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 ...steht für Treue, sagt man...

 

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01.10.2008 um 22:16 Uhr

Karma-Tag...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Heute ist Karma-Tag, ganz eindeutig. Während ich mit meinem Postrad in den Kotflügel eines Autos fuhr, das plötzlich aus einer Ausfahrt herausschoss und etwa  zur selben Zeit meine Kollegin gerade noch in eine Hecke statt in die Türe eines Autos fuhr, die plötzlich und unerwartet geöffnet wurde... erfuhr mein Mann, in welch gemeiner und erbärmlicher Weise meine Mutter über mich herzieht, und dabei auch Unwahrheiten behauptet. Die Frau, die mir an meinem Geburtstag per sms mitteilte, dass sie an Krebs erkrankt sei. Die Frau, die mein ganzes früheres Leben in dieser Familie verleugnet und behauptet, es sei nicht wahr, was ich in dieser Familie erlebt habe. Mein Mann war heute abwechselnd wütend und den Tränen nahe, als er davon erzählte. Es war gut, dass er mir den Teil der Wut abnahm. So hatte ich Gelegenheit, mir die ganze Sache ohne sie anzusehen. Hatte Gelegenheit, zu sehen, wie groß ihre Angst ist. Angst, dass ihr Leben nicht funktioniert. Angst vor materiellen Schwierigkeiten, die sie nicht hat und wahrscheinlich auch nicht haben wird. Was für ein Wahn diese Angst ist. Wie armselig diese Angst einen Menschen machen kann. Und wie sie sich mit ihren Gemeinheiten gegen mich selber verletzt, das hab ich gespürt. Ich kann nichts dagegen tun, solange sie die Wahrheit verleugnet. Ich wollte mich um sie kümmern, aber ich habe nicht die Größe, das zu tun, solange sie die offensichtlichsten Dinge, die in meiner Jugend und auch später noch geschahen und auch gegenwärtige Dinge einfach ableugnet. Ich kann nur beten und segnen. Ich kann nicht am Tisch mit jemanden sitzen, der sein falsches Bild von den Dingen, die mich betreffen, hartnäckig verteidigt und mich gar nicht als die ansieht und akzeptiert, die ich bin. Ich kann dann nicht ruhig bleiben... weil mein Mann mir die Wut nicht immer abnehmen kann, wie er es heute getan hat. Ich halte es für besser, den Abstand weiterhin zu wahren, denn ich kann nicht dafür garantieren, dass Zorn hochkommt, dass die Pferde durchgehen.  Zorn zerstört nur, er hilft nie, das habe ich beim letzten Mal gesehen. Ich weiß, dass auch das irgendwie in Frieden kommen muss, der Zorn auch an den schlimmsten Stellen vergehen muss,  irgendwie, irgendwann... wenn nicht in diesem, dann in einem nächsten Leben. Frieden kann auch äußere Trennung sein, wenn das innerlich geklärt ist. Wer weiß, was wird...

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01.10.2008 um 08:05 Uhr

Im Seniorenheim - Alte Leute und Schildkröten

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Alte Leute und Schildkröten

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Die Situation im 1. Stock eskaliert. Während Dimitrij und Laura sich lachend unterhalten tigert die verbitterte Frau hin und her wie ein Raubtier im Käfig und schimpft mit giftigen Seitenblicken auf die beiden vor sich hin. Schließlich hält sie es nicht mehr aus. Sie nähert sich Laura und ihrem kleinen Hund, streichelt zuerst den Hund, und als niemand sie beachtet, faucht sie Dimitrij an: "Hören Sie endlich mal auf! Hier sind noch andere Leute, die sich unterhalten wollen, nicht nur Sie alleine!" Allseits erstarrtes Schweigen für einige Sekunden. Kurzzeitig befriedigt dreht sie sich um und geht wieder.

Laura grinst etwas verlegen. Dimitrij macht ein gleichmütiges Gesicht und sagt leise zu ihr: "Wir haben ein russisches Sprichwort, das heißt: Es gibt alte Leute und Schildkröten." Laura, die eh am Boden neben Dimitrijs Stuhl sitzt, weil zu wenige Stühle da sind, kugelt sich fast am Boden vor Lachen. Die Schildkröte hat es nicht gehört.

Als ich zu ihr hingehe und sie beruhigen will, weint sie wieder und sagt, dass sie endlich alleine sein will. Immer war sie alleine gewesen, und jetzt all diese Leute, sie hält es nicht aus. Arm in Arm gehen wir ein Stück, sie wird ruhiger. Hildegard, eine Mitbewohnerin, hat sich uns angeschlossen. Sie fragt: "Haben Sie sich denn noch nicht eingefügt? Man muss sich eben einfügen!"

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