***Serenas Augenblicke***

02.05.2009 um 14:01 Uhr

Weite des Geistes

von: Seren_a   Kategorie: Episoden

*

Im Sommer 2002, Potsdam, Holländerviertel. Meine Eltern waren aus Franken zu Besuch, wir zeigten ihnen die Stadt, bummelten in Geschäften herum, landeten auch in einem Eso-Geschäft, das mich wegen seiner Räucherstäbchen magisch anzog. Es gibt Räucherstäbchen mit speziellen Düften, die eine Verbindung zu bestimmten Seinszuständen herstellen können sollen... Ich stöberte herum... schnupperte, las die Aufschriften, schnupperte, las, murmelte die Worte vor mich hin... eine Sorte fand ich besonders wohlriechend und ich las laut vor: "für die Erweiterung des Geistes". Mein Vater, der - wie Männer so sind - nicht etwa sich umschaute, sondern wartend neben uns stand, immerhin sehr geduldig und ganz gut gelaunt - hörte das und meinte nur trocken: "Na, dann brauchst du das ja nicht." Ich schaute ihn kurz an, zuerst irritiert... tat dann so als hätte er nichts gesagt, doch etwas war wie "eingerastet". Ewas war wieder an seinem Platz, wo es hingehörte, an dem Platz, von dem es irgendwann vor langem herausgeschleudert worden war. Dieser Satz veränderte im Inneren plötzlich alles... er reanimierte in mir die lange ruiniert geglaubte tiefe Seelenverbindung zu ihm wieder. Äußerlich veränderte sich nichts weiter. Wir waren immer höflich zu einander, doch distanziert... das hatten wir uns so angewöhnt, nachdem unsere traute Zweisamkeit, die wir hatten, als ich ein ganz kleines Kind war, durch Hass und Neid der anderen zerstört worden war. Die Distanziertheit und das scheinbar oberflächlich-höfliche Verhältnis blieb auch jetzt noch... und weiterhin bis zu seinem Tod. Doch durch diesen Satz, der in der oberflächlichen Beziehung unserer Persönlichkeiten völlig unpassend war, quasi wie ein Stilbruch, war klar, dass die Verbindung immer noch bestand. Er katapultierte uns beide innerlich zurück in die Zeit der Vertrautheit und des völligen Verstehens.

*

02.05.2009 um 01:53 Uhr

Treue Männer und beißende Frauen... :)

von: Seren_a   Kategorie: Fotos Pflanzen

*

Gewitterblümchen heißt der Gamander-Ehrenpreis auch. Man darf die Blümchen nicht pflücken, wenn man nicht will, dass es regnet und gewittert, sagt der Volksglaube... Ansonsten heißen diese unschuldigen Blümchen auch noch Männertreu (*lach*) und Frauenbiss (*kicher*)...

*

*

*

02.05.2009 um 01:21 Uhr

Die Idiotie des Krieges...

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

*

Leona und Monarch sind Traumarchäologen im 25. Jahrhundert. Die 500-Jahr-Feier des Fundes der "Kodizille" steht bevor. Die Kodizille ist ein Symbol für den Bewusstseinswandel der Menschen, der sie  über ihre eigenen Potentiale und Fähigkeiten unterrichtete. Dadurch änderte sich fast alles. Es gab keine Kriege mehr, keine Diebstähle, keine Gewalt... es gab keine Umweltverschmutzung mehr und keinen Verkehrslärm. Kurz vor dieser 500-Jahr-Feier hat Leona nun einen Traum, der ihr vor Augen führt, wie eine Welt ohne diesen Bewusstseinswandel aussieht. Sie erzählt es ihrem Lebensgefährten Monarch. (aus: "Zeitmuseum" von Jane Roberts)

*

"Na gut", sagte sie..., "hör dir den zweiten Traum an, obwohl er etwas kompliziert ist. Es war fast ein Alptraum. In einer schrecklich intensiven Reihe von Ereignissen sah ich... wie die Welt aussehen würde, wenn wir die Kodizille nicht hätten. Es war wirklich ziemlich grauenhaft, aber ich blieb nüchtern und distanziert..." Sie schwieg einen Moment und fuhr dann fort: "Einige - die meisten - der Vorstellungen in jener Welt waren der reine Wahnsinn. Es ist schwer zu begreifen, aber in diese Traum glaubte man, durch Kriege zum Frieden kommen zu können. Ich meine, die Länder waren alle mit Armeen hochgerüstet, und man glaubte, je gewaltiger die Kriegsmaschinerie, desto größer die Chancen für den Frieden. Die reine Idiotie, wie ich dir schon sagte. Und in diesem Traum hatte die Menschheit überhaupt nicht gelernt, mit der Technologie umzugehen. Scheinbar wurde sie nur deshalb entwickelt und genutzt, um die Arsenale der Nationen für einen möglichen Vergeltungsschlag zu komplettieren." Leona schüttelte fast wütend den Kopf. "Die ganze Sache war einfach widerwärtig, und ich war sehr erstaunt, mich so direkt mit einem solchen Schwachsinn konfrontiert zu finden. ..."

*

01.05.2009 um 22:32 Uhr

An einem Frühlingsnachmittag...

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

*

...in einer anderen Zeit. Eine Wohnküche, ein Sofa darin, eine offene Balkontüre... leichter warmer Wind weht leise herein. Samstag nachmittag... Ruhe... aus dem altmodischen Radio tönt eine Stimme. Ein Fußballspiel. In trauter Zweisamkeit ein Mann und ein kleines Mädchen. Der Mann lauscht konzentriert, und ist doch entspannt, glücklich hier sein zu können, nach schwerer Arbeit, und den Nachmittag zu genießen. Er liegt in kurzen Hosen und freiem Oberkörper auf dem Sofa, in einer Hand eine Zigarette - was für ein angenehm-väterlicher Duft in der Nase des Mädchens - alles ist ganz vollkommen, alles richtig und an seinem Platz, innerlich wie äußerlich... im anderen Arm des Mannes liegt das kleine Mädchen, an ihn gekuschelt... es lässt Zeige- und Mittelfinger als ein kleines Männchen durch die gekringelten Haare auf seiner Brust marschieren und singt leise dazu: "Auf der grünen Wiiiese..." und lacht glucksend... Sie schaut ihn an, findet er das denn etwa nicht lustig? Er schaut sie an, grinst ein bisschen, und macht eine Handbewegung, darum bittend, noch ein bisschen leise zu sein, wegen des Fußballspiels... Einheit. Sicherheit, Geborgenheit. Ewigkeit. Wärme. Liebe.

*

01.05.2009 um 22:03 Uhr

Das Bewusstsein...

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

*

Das Bewusstsein eines jeden Menschen ist so individuell wie er selbst. Ich hatte einen "Flash"... so etwas wie einen "Aha-Effekt", als ich las, wie jemand sein volles Bewusstsein erreichte... d.h. wie er andere vorher nicht bekannte Teile erkannte und annahm... als er dann sagte, wie sich das anfühlte, nämlich dass dieses Bewusstsein sehr groß war, viel größer und weiter als vorher.

Das Bewusstsein ist wie ein Raum - drinnen oder draußen... den sich der Mensch erarbeitet und meistens ist er dabei es zu verändern, es so zu formen, dass er sich darin wohl fühlt, so wie er sein Haus oder seinen Garten so einrichtet und so gestaltet, dass es ihm gefällt. Wenn man sich nicht wohlfühlt, kann es daran liegen, dass da noch unbekannte Räume im Haus sind. Räume von denen man nichts weiß oder Räume, um die man sich nicht gekümmert hat.

Manche Leute haben ihr Bewusstsein vollgestellt, es ist gestopft voll... andere legen Wert darauf, nicht so viel hineinzunehmen, aber dafür sehr ausgewählte Sachen... manches Bewusstsein ist sehr groß, manches klein - was aber nicht zu verwechseln ist mir weniger Wissen oder weniger Intuition. Die Größe des Raumes ist immer variabel... man muss selber wissen, ob man ein weites Bewusstsein lieber hat, in dem die Dinge darin mehr Platz haben oder ob man alles lieber enger beieinander hat. Wenn Neues hinzukommt, hat es auch in der kleinsten Hütte Platz.

Ich gehöre zu denen, die unendliche Weiten in sich wahrnimmt... und deswegen muss ich manchmal lange wandern, bis ich etwas finde... aber ich brauche diesen Raum in mir... brauche ich ihn? Ach, es ginge sicher auch anders, aber ich fühle mich wohl damit... :)

*

01.05.2009 um 20:05 Uhr

Als ob es schneit, und das im Mai...

von: Seren_a   Kategorie: Fotos Pflanzen

*

...so sah das heute aus... und das kam wohl hauptsächlich von den Korbweiden am Fluss...

*

*

*