Ich lebe noch...
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Wenn ich Verantwortung für mich übernähme, vielleicht bedeutete das auch, zu mir zu stehen wie ich bin, auch wenn es heißt, aus der Gesellschaft rauszufallen. Was dann passiert? Naja, irgendwas wird schon passieren. Vorm Sterben hab ich keine Angst, im Gegenteil. In allen möglichen nicht auszuhaltenden Situationen habe ich schon gelebt. Sogar in einem Abrisshaus wo das einzige fließende Wasser Bauwasser war. Nahe an der Alkoholsucht war ich... Medikamenten und andere Drogen gefährlich ausprobiert. Körperliche Gewalt, emotionale Gewalt. Wie oft in Löcher gefallen... aber: Ich bin nicht verreckt, nicht verhungert, nicht einmal richtig süchtig bin ich geworden, und ich lebe noch. Ich bin die Wiedergeburt von Rasputin - nicht totzukriegen. Wie oft soll ich all das wiederholen... es erzählen und mit all dem mein Unwohlsein erklären, wenn ich mit Leuten zusammen bin, zu denen ich gar nicht passe und mit denen ich auch nicht zusammen sein WILL. Verantwortung übernehmen... heißt, das Leben nicht mehr sich alleine um mich herum drehen zu lassen, sondern mich selber bewegen. Alles zu tun, um so zu leben, dass es für mich richtig ist. Nicht mich so hinzubiegen, dass ich in ein Leben von der Stange passe. Ich hab doch nichts zu verlieren... echt nicht.
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