***Serenas Augenblicke***

02.07.2009 um 13:25 Uhr

Was ist denn mit Herrn S.?

von: Seren_a   Kategorie: Episoden

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Er arbeitet für die Citybank... oder arbeitetE? Er war jedenfalls derjenige, der uns einen nicht sehr großen Kredit fürs Haus (für die Teilung und die Renovierung der Wohnungen) genehmigte. Heute sollten wir nur noch zur Unterschrift kommen. Wir fragten nach Herrn S. Der Schalterbeamte schaute irritiert und holte dann einen Herrn K, denn Herr S. sei nicht da. Herr K. wusste zwar von uns als Kunden, aber keine Einzelheiten, eigentlich gar nichts. Er telefonierte deswegen mit Frau W., die angeblich mit Herrn S. alles bearbeitet habe und bescheid wisse.

Aber was ist eigentlich mit Herrn S. warum ist der denn nicht da? Ach so ja, der arbeitet seit heute in einer anderen Filiale. Aha. Herr K. rief Frau W. an, um alles in Erfahrung zu bringen. Warum nicht Herrn S.? Doch ihr AB war dran, K. quasselte drauf, bat um Rückruf... und sah gequält aus... Er sprach davon, "wenn es dann genehmigt wird". Wie bitte? Aber laut Herrn S. IST es doch schon genehmigt und wir sind nur zur Unterschrift da. Ähm, nee, das könne er jetzt alles nicht nachvollziehen, er müsse jetzt auf den Rückruf von Frau W. warten. Inzwischen vertrieb er sich die Zeit damit, noch ein paar Unterlagen zu kopieren.

Toll. 29 Grad Innenstadt-Temperatur... die Filiale zwar klimatisiert, aber die Klimaanlage ist überlastet, arbeitete schwach und fällt dann am Nachmittag ganz aus, wie uns Herr K. klagte. Ob das wohl der Grund für diesen Wirrwarr hier ist, dacht ich mir so. Dann war endlich Frau W. am Apparat... Ihre Informationen über unsere Angelegenheit trafen nur zum Teil zu, eigentlich gar nicht. Und unsere Hauptbedingung, die Herr S. ohne Zögern zugesagt hatte, ging plötzlich überhaupt gar nicht. Herr K. rettete sich in eine Manier des Aufklärens: So etwas würden Banken normalerweise nicht machen, nur Bausparkassen. Ich sagte: "Aber Herr S. weiß schon, dass er bei einer BANK arbeitet?" Herr K. guckte mich zerknautscht lächelnd nickend an... Treffer versenkt. Aber nützt nichts. Herr K. entschuldigte sich, und wir verließen die Bank und traten von 28 Grad wieder in 29 Grad...

Das war ja jetzt für die Katze. Oder was hat es gebracht? Man soll immer das Beste in allem sehen. Also wir haben jetzt durch Herrn K. einen komplett kopierten Satz der Unterlagen, die wir für die nächste Bank verwenden können... bei welcher wir schon angefragt haben, und welche ebenfalls diese Bedingung von uns zugesagt hat... ich hoffe nur, dass DIE wissen, dass sie eine Bank sind und keine Bausparkasse.

Das zweite, was es gebracht hat, ist noch viel besser: Felix war nämlich heute zum ersten Mal seit Tim nicht mehr da ist, alleine zu Hause. Wir hatten ihn die ganze Zeit immer mitgenommen oder einer von uns war eben zu Hause bei ihm. Aber heute, bei dieser Hitze wollten wir ihn auch in der Tiefgarage nicht lassen, auch wenn diese tatsächlich vollständig unter der Erde und verhältnismäßig kühl ist. Ich hatte etwas Bedenken... aber der Junge ist groß geworden... :) Als ich ihm sagte, dass er kurz alleine bleiben muss und wir bald wieder da sind, schaute er mich aufmerksam an und legte sich dann demonstrativ unter den Wohnzimmer-Ecktisch, wo es am kühlsten ist. Kein Piep, gar nichts. Als wir wieder kamen, kam er ganz verträumt wedelnd auf uns zu... er hatte das gemacht, was wir in der Zeit vielleicht auch besser gemacht hätten anstatt sinnlos in der Citybank rumzuhocken: schlafen... :)

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02.07.2009 um 11:00 Uhr

Laika...

von: Seren_a   Kategorie: Fotos Tiere/Insekten Alt

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...manchmal auch Scarlett genannt

wäre heute 15 Jahre alt geworden... 

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01.07.2009 um 21:39 Uhr

...you're going to rise up singing...

von: Seren_a   Kategorie: Fotos Natur/Landschaften

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...you'll spread your wings...

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...and you'll take the sky...

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01.07.2009 um 21:14 Uhr

Ja...!

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Ja, wir tun es!

Yes. Sí. Da. Oui. Adscha. Oz. Hai.

Was heißt Ja auf Universell?

In Herzenssprache ist es so ein ganz gewisses Gefühl... 

schade, dass man Gefühle so schlecht beschreiben kann...

Es ist schwer, aber angenehm schwer...

Die Farbe ist so ähnlich wie mein Hintergrund...

Der Geschmack ist würzig-süß wie manche Baumrinden...

Der Geruch ist ein bisschen wie der von Honig, aber etwas feuchter.

Das Bild ist ebenfalls Honig ... wie er golden glänzend

in einem dicken Strom nach unten fließt.

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01.07.2009 um 19:27 Uhr

Wenn ich jemanden liebe...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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...dann darf er so sein, wie ich es nicht mag...

dann kann ich zuhören wo ich bei einem anderen schon abgewunken hätte...

DANN habe ich die Chance etwas zu verstehen, was ich vorher nicht verstanden hätte,

weil ich eben nicht zugehört hätte...

Dann verstehe ich die Vorteile einer ganz anderen Lebensart, die mir suspekt war...

dann lerne ich zu schätzen, was ich vorher missachtete weil ich es missverstand.

Jemand, den ich liebe, den nehme ich in Schutz, auch wenn er Blödsinn macht...

ergründe seine Motive und erkenne, dass er es nicht böse gemeint hat...

Bei einem Fremden wäre ich hart und gäbe mir nicht dieselbe Mühe zu verstehen...

Wenn ich merke, was ich tue und wie anders ich bin, wenn ich liebe...

dann kann auch für einen Fremden mehr Verständnis haben, ihn besser verstehen...

auch wenn ich ihn nicht liebe. Nicht SOOO.

Das macht die Liebe.

Sie ist eine Zauberin und eine Lehrerin, auf die charmanteste Art lehrt sie,

und auf die interessanteste Art verzaubert sie.

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Ich dachte früher, ich könnte nicht lieben.

Aber ich kann es ja doch.

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01.07.2009 um 17:45 Uhr

Das Top-Model...

von: Seren_a   Kategorie: Fotos Tiere/Insekten Alt

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unter den Faltern ist mit einigem Abstand der Schachbrettfalter... Sie sitzen ewig ruhig auf einer Blüte, zutzeln vor sich hin oder pennen ein - oder überlegen sich vielleicht irgendwelche genialen Schachzüge - und lassen einen ganze Fotoserien aus einer Entfernung von 20 Zentimetern schießen. Der Falter da unten auf dem zweiten Foto ist eine gefährdete Art, den man nicht so oft sieht und der sehr scheu ist. Bin zu dem Foto sogar beglückwünscht worden, obwohl es nicht grade gut ist... aber dass überhaupt eines möglich war ist schon toll, und das freut mich natürlich. Es ist der Kleine Eisvogel. Als ich ihn entdeckte stand ich eingefroren wie ein Eisblock da und fingerte nervös an meiner Kamera herum und hoffte nur, dass er so lange sitzen bleiben würde, bis ich sie bereit hätte. Dann machte ich vier Fotos und wagte einen Schritt auf ihn zu... und weg war er.

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01.07.2009 um 11:33 Uhr

Vom Sterben wieder mal...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Da ist jemand, der möchte sterben. Er ist krank, hat nur noch eine Niere, hängt an der Dialyse... eine Hoffnung eine neue zu bekommen hat er nicht mehr. Er sagt, er ist so müde, hat keine Lust mehr. Wegen der Dialyse darf er nur wenig trinken... was wiederum dazu führt, dass er sich insgesamt schlecht fühlt... auch geistig. Er wiederholt Dinge als etwas Neues, die er erst vor einigen Minuten erzählt hat. Er achtet nicht mehr auf sein Äußeres... er hat dafür keine Kraft mehr. Er ging früher jeden Abend in seine Gruppe, jetzt nur noch zwei- dreimal die Woche. Er hat abgenommen. Er sagt er will sterben. Da ist niemand der das ernst nimmt und darauf eingeht. Jeder fühlt sich genötigt, ihm Mut zu machen. Mir kommt das oft so krampfhaft vor. Als ob wir gezwungen wären, den Körper immer weiter leben zu lassen, und als ob wir gar nicht damit einverstanden sein dürften, ihn sterben zu lassen und weiterzugehen.

Ich bin da anders, das weiß ich. Und vielleicht schaffen Leute wie ich ein Gleichgewicht zu den anderen. Richtig ausgewogen ist keine der beiden Einstellungen, denke ich. Ich spüre, dass ich manchmal zu schnell etwas beenden möchte um etwas Neues zu beginnen... vielleicht bevor das wirkliche Ende tatsächlich da ist... vielleicht aus Angst vor dem "wirklichen" Ende. Vielleicht weil ich es selber kontrollieren will... das Ende selber setzen will... nicht ausgeliefert sein will... Und andererseits ist da eben dieser Wahn des Überlebens, koste es was es wolle... egal wie der Mensch sich fühlt, sein Körper muss weiterleben... und selbst wenn jemand sehr alt ist und krank und sagt, er möchte endlich sterben, bekommt auch dieser Mensch im Pflegeheim noch irgendwelche pseudo-aufmunternden Sätze zu hören und fühlt sich mit seinem Wunsch total alleine gelassen... Das habe ich oft erlebt - ohne mich einzumischen.Ich habe gesehen, wie das diese Menschen traurig gemacht hat und wie sie resigniert halt weiter "mitmachten"...

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Gestern habe ich eine Frau mit elfeinhalbjähriger Hündin getroffen. Wir haben uns schon öfter mal gesehen, aber jetzt schon lange nicht mehr. Sie fragte nach Tim. Wusste natürlich, dass er gestorben war, denn wo sollte er auch sein? Sie wollte darüber mehr wissen, wie das ist... wie man weiß, wann man einem Tier die letzte Spritze geben lässt.... Ich sagte ihr, dass man das nur spüren kann, dass es keine Regeln gibt. Den Hund sehen und spüren. Und es ist eine Frage, inwieweit man bereit ist, den Hund überhaupt in den Tod zu begleiten. Leicht ist das nicht. Manche Leute brechen das lieber schneller durch eine Spritze ab, vordergründig, um dem Hund Leiden zu ersparen, aber - wenn sie ehrlich sind - weil sie davor zurückschrecken, einen letzten Weg zu gehen, der sich vielleicht noch länger hinzieht. Ein paar Wochen... Und wenn sie das nicht können, dann können sie es eben nicht. Das kann man von niemandem verlangen. Aber ich sehe, wie schnell man bei den Tieren dabei ist zu sagen, man "erlöst" sie. Unverhältnismäßig schnell, denke ich. Ich bin dankbar, Tim dankbar und meinem Mann und mir selber dankbar, wie gut wir das gemacht haben... ohne Spritze... wie natürlich alles war.

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01.07.2009 um 10:34 Uhr

...and the living is easy...

von: Seren_a   Kategorie: Fotos Natur/Landschaften

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01.07.2009 um 09:49 Uhr

Traumatherapie...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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War jetzt also mitten in der Nacht beim Herrn Neuer Psych... 8 Uhr morgens, aber schon knalleheiß.

Ich fühle mich grade, als müsste ich was von mir abschütteln, denn gleich am Anfang gab es einen Punkt, wo ich für mich überraschenderweise ganz empfindlich reagierte. Ich spürte, dass ich ganz kindlich reagierte und nicht erwachsen, wie ich es eigentlich könnte. Es war scheinbar nur eine Kleinigkeit, aber die ging auf einmal recht tief. Seltsam war das. Ich dachte schon, auch das wäre zu Ende, noch bevor es begonnen hat und dachte mir: na, dann suche ich halt weiter. Als wir aber nach einer kurzen Pause weitermachten merkte ich, dass ich trotz des Punktes mit ihm weitermachen konnte. Irgendwie schmolz das Eis, das da grade blitzartig entstanden war, auf einmal weg, ohne dass wir diese Kleinigkeit noch einmal erwähnten. Keine Ahnung was da genau passierte... es war wirklich eigenartig.

Also er hat mich zu meinem Geschreibsel noch etwas befragt und stellte dann die berühmte Frage, was ich mir von einer Therapie denn erwarte. Himmel, was erwarte ich mir? Wenn ich wüsste, was da überhaupt gemacht wird, könnte ich vielleicht auch eine Erwartung haben. Aber niemand - niemand - von den bisherigen hat mir wirklich gesagt, wie die von ihnen verwendete Therapie aussieht, wie sie ganz konkret abläuft. Ich weiß nicht, wollten oder konnten sie nicht. Der Neue war der erste, der konnte und wollte. Er erklärte mir, wie diese Traumatherapie funktioniert und was sie bewirken kann und wie. In zwei Wochen wird er mir am konkreten Beispiel zeigen, wie das geht. Ich soll mir bis dahin irgendetwas raussuchen, was zwar belastend aber nicht ganz so dramatisch gewesen sei... nicht ganz so?... *grübel*...  Das Ganze passiert mit Musik, jedoch bei Wachbewusstsein, als keine Hypnose. Er erklärte noch einiges dazu... Wirklich die ersten konkreten Worte, die ich bisher von einem Psych hörte. Also geht es hier vorerst weiter... und ich bin neugierig...

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01.07.2009 um 00:36 Uhr

Ich bin fasziniert...

von: Seren_a   Kategorie: Fotos Tiere/Insekten Alt

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...jeden Tag mindestens einmal, meistens öfters... und heute wieder mal von der Holzbiene. Was für ein glanzloser Name für dieses edle Tierchen mit seinen blau schillernden Flügeln und der goldenen Schärpe um den schwarzen großen Körper - der größer ist als der mancher Hummeln, und doch ist sie eine Biene. Ich konnte ein besseres Foto machen als beim letzten Treffen... aber zufrieden bin ich nicht... Sie hat es immer so eilig. Und sie ist eine Einzelgängerin, das heißt, es gibt keine große Chance auf viele Fotos... naja...

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