***Serenas Augenblicke***

03.10.2009 um 23:33 Uhr

Vielgötterei...

von: Seren_a   Kategorie: Episoden

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Mein Wassermann hat in seinem Geldbeutel, mitten zwischen dem Kleingeld, drei Münzen... zwei haben mit AA zu tun und eine ist eine Münze mit dem Shri-Caitanya-Maha-Mantra drauf, alle drei Münzen sind wesentlich größer als die Geldmünzen. Als ihn heute die Frau an der Kasse um Kleingeld gebeten hat, hat er sein Kleingeld in die Hand geschüttet um zu sehen, ob er es passend hat und da hat die Kassiererin, eine ältere Frau, diese drei Münzen gesehen und hat ihn danach gefragt. Er hat also gesagt, was alles ist... Interessant, welche Münze sie am meisten interessierte, wo sie sofort nachfragte... nämlich die hinduistische Münze. Er erklärte ihr, was drauf steht und was es bedeutet und sagte, dass das zum Hinduismus gehört. Sie sagte: "Die haben doch die Vielgötterei, nicht?!" Da erklärte er ihr, dass die Hindus genau wie wir nur einen Gott haben, nämlich Vishnu, der sich aber in vielen verschiedenen Formen zeigt, z.B. auch als Kind oder als Tier. Da Gott allmächtig ist, könne er das ja auch machen. Sie nickte: "Ja, da haben Sie ja eigentlich Recht!" Da fiel mir ein, dass wir das früher auch so beigebracht bekommen haben, dass in Indien die "Vielgötterei" herrsche und dass das Bäh sei. Dabei braucht man nicht lange nachzulesen, dann kommt man ganz schnell darauf, wie das wirklich ist, nämlich eben so wie es mein Mann der Kassiererin erklärt hat. Ganz schlicht und einfach verständlich.

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03.10.2009 um 22:48 Uhr

Am See...

von: Seren_a   Kategorie: Fotos Natur/Landschaften

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03.10.2009 um 19:51 Uhr

Eine meiner Spezialitäten...

von: Seren_a   Kategorie: Episoden

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... - westlichen Spezialitäten muss man sagen - ist Reissalat. Ich mag Reissalat unheimlich gerne und stecke meine ganze Liebe da rein... deswegen schmeckt's wohl immer super... :) Rezept gibt es keines, die Zutaten variieren. Diesmal sind dies außer Reis: Erbsen, Tomaten, grüne Paprika, Apfel, geröstete Walnüsse, geröstete Bucheckern, Zwiebeln und Sauerampfer. Das Dressing besteht aus Balsamico und Dijon-Senf und noch ein wenig dies und das... Das gibt's jetzt. :)

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03.10.2009 um 12:50 Uhr

19.1.1919 - Er tanzte den Krieg

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Am 19.1.1919 trat Wazlaw Nijinski zum letzten Mal öffentlich auf. Es war ein besonderer Tanz. Er war kein aktiver Tänzer mehr und galt zu dieser Zeit schon seit längerem als geistig krank. Er konfrontierte mit diesem außergewöhnlichen, magischen Tanz jeden einzelnen Zuschauer mit dem Krieg und jeden einzelnen mit seiner Mitverantwortung dafür.


Plötzlich erschien Nijinski. Noch immer war er sehr attraktiv, mit einem muskulösen Körper, schlankem Torso, wunderchön fallenden Schultern, langem Hals und dem ovalen Gesicht mit den katzenhaften Augen. Er trug ein pyjamaähnliches gürtelloses Kostüm aus weißer Seide mit schwarzen Bordüren, dazu weiße Sandalen. Mit der geschmeidigen Eleganz eines Tigers schritt er zur Pianistin und trug ihr auf, etwas von Chopin oder Schumann zu spielen. Die Musik setzte ein. Nijinski schien so gespannt, dass er sich kaum bewegen konnte. Das Publikum war wie gebannt. Er griff einen Stuhl, setzte sich mit dem Gesicht zum Publikum darauf und blickte nach vorn, ohne auch nur mit einem Muskel zu zucken. Alle saßen schweigend da und wussten nicht recht, was sie von dieser stummen, reglosen Person, die sie mit durchdringenden Augen anblickte, halten sollten. Die Pianistin spielte weiter. Die Zeit verstrich. Dann endete das Stück, und es herrschte Totenstille, scheinbar endlos. Die Musik hub wieder an. Aber nichts weiter passierte. Nijinski saß nur da. Er wirkte wie in Trance, und auch das Publikum verhielt sich wie unter Hypnose.


Auf die Bühne zu gehen, sich hinzusetzen, sich nicht zu bewegen und einfach das Publikum anzustarren, war im Jahre 1919 für einen Tänzer unerhört. 1957 erregte Paul Taylor mit dem Ballett Events I einiges Aufsehen, als er darin so gut wie nichts Sichtbares vollbrachte. "Die Stille ist wichtig", schreibt Taylor, "so wichtig wie der negative Raum in der Malerei, wie das Yin beim Yang."- "Wenn wir keine  Tanzschritte haben, hinter denen wir uns verstecken können, offenbaren die Sequenzen uns mehr denn je als Menschen. Ohne Maske liegen unsere individuellen Züge bloß, und unsere Konturen, unsere Stellung in Zeit und Raum definieren das emotionale Klima ... die Körperhaltung wird zur Bewegung."

Wieder einmal war Nijinski seiner Zeit voraus.



Sein Körper und seine Seele schienen mit Gott verschmolzen - „Der Mensch ist Gott, deshalb versteht er Gott ... Ich bin Gott. Ich bin Gott. Ich bin Gott", hatte er in ein Notizbuch geschrieben. -
Das Publikum wurde nervös, einige reagierten verärgert. Nun aber stand Nijinski auf und... „holte die Stoffballen, die er von der Schneiderin mitgebracht hatte, rollte den weißen und schwarzen Samt auf dem Boden aus und bildete daraus ein riesiges Kreuz, über die gesamte Fläche ausgebreitet. Er stellte sich an das Ende des Kreuzes und verharrte hier mit ausgestreckten Armen reglos wie der Gekreuzigte. Dann begann er zu jedermanns Überraschung zu reden. Er sprach mit hohler Stimme und in gebrochenem Französisch zum Publikum über den entsetzlichen Krieg, der gerade zu Ende gegangen war. Millionen Menschen waren umgekommen, hauptsächlich junge Männer.

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„Jetzt werde ich den Krieg tanzen, den Krieg, den Sie alle nicht verhindert haben und für den auch Sie mitverantwortlich sind."

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Er begann zu tanzen, schneller und immer schneller, und plötzlich erhob er sich in die Luft mit einem dieser spektakulären Sprünge, die wie er wusste, das Publikum aufrütteln konnten. Romola, seine Frau, schrieb:

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"Sein Tanz war brillant und wunderbar wie immer, aber doch anders. ... Er schien den Raum mit schreckensgetränkter, leidender Menschlichkeit zu erfüllen. Es war tragisch; seine Bewegungen waren monumental, und er zog uns solchermaßen in seinen Bann, dass man förmlich sehen konnte, wie er über die Toten des Krieges hinwegglitt. Das Publikum saß da, atemlos, erschreckt und mit einer sonderbaren Faszination ... Waslaw schien wie eine übernatürliche Kreatur voll beherrschender Kraft, wie ein Tiger, der aus dem Dschungel tritt und uns jeden Moment anfallen kann. Er tanzte weiter und weiter, wirbelte durch den Raum, riss uns mit in den Krieg, in die Vernichtung, stellte sich Leid und Schrecken, kämpfte mit stählernen Muskeln, seiner Geschmeidigkeit, blitzartigen Schnelligkeit und seinem ätherischen Sein gegen das unvermeidliche Ende. Es war der Tanz um sein Leben, gegen den Tod."

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Am Ende des Abends notierte er in sein Tagebuch: „Ich spürte den ganzen Abend Gott. Er liebte mich. Ich liebte ihn. Wir waren miteinander getraut."


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Quellen: http://www.gruettner.de/nijinsky.html sowie die Nijinski-Biographie von Peter Ostwald und Nijinskis Tagebuchaufzeichnungen

03.10.2009 um 11:56 Uhr

Eins meiner Lieblingsthemen:

von: Seren_a   Kategorie: Fotos Pflanzen

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Weich ist stärker als hart... Die Natur beweist es immer wieder.

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03.10.2009 um 11:18 Uhr

Bill und Bob - die Gründer der AA

von: Seren_a   Kategorie: Über Gebet und Heilung

Als Bill und Bob (beide waren mit der Zeit zu ganz extremen Trinkern geworden) sich 1935 begegneten, hatte Bill ein spirituelles Erwachen hinter sich und war trocken. Nun suchte er mehr oder weniger verzweifelt nach anderen Alkoholikern, denen er helfen konnte, weil er genau spürte, dass im Geben das Empfangen lag... dass er seine Trockenheit erhalten würde, indem er anderen half, vom Alkohol wegzukommen. Sowohl Bill als auch Bob waren gottgläubig und hatten sich ohne voneinander zu wissen einer christlich orientierten spirituellen Gruppe angeschlossen. Durch "Zufall" traf Bill auf Bob, der noch unter der Sucht litt. Bill hörte Bob einen ganzen Abend lang zu, wie dieser seine Geschichte erzählte, und ab dem folgenden Tag - es war der 10. Juni 1935 - war auch Dr. Bob trocken. Und das nachdem Bob - selbst Arzt - alle möglichen Ärzte aufgesucht hatte, doch keiner konnte ihm helfen. Die beiden trafen sich weiter und suchten nun gemeinsam nach anderen Alkoholikern, die bereit waren, mit dem Alkohol Schluss zu machen. Sie gingen in Krankenhäuser, wo Alkoholiker zur Entgiftung landeten (hinterher entließ man sie gleich wieder, weil man nicht wusste, was man noch mit ihnen tun sollte, außer ihnen ins Gewissen zu reden), und irgendwann fanden sie dort den dritten Anonymen Alkoholiker, der ihnen zuhörte und trocken wurde. Dann kamen immer mehr und mehr aus dem ganzen Land und die Gruppe wuchs und wurde sehr schnell immer größer. Bill sprach in seiner letzten Ansprache vor seinem Tod davon, wie schwierig die Anfänge waren, als sie zwar wussten, was sie wollten, aber noch keinerlei Erfahrung hatten. Er sagte: "Alles außer Mord geschah damals." Die 12 Schritte waren noch nicht da, sie wurden ja erst mit der Zeit erarbeitet, und auch die Regelungen darüber, wie die Gruppen funktionieren sollten, mussten erst ausgearbeitet werden. Wichtig war Bill die Anonymität in der Form, dass niemand die AA - welche sehr schnell hohes Ansehen in der Gesellschaft genoss - für eigene Zwecke (wirtschaftlich, politisch usw.) ausnutzte. Und er wollte, dass die AA unabhängig von allen anderen Gruppierungen der Gesellschaft, gleich welcher Coleur, blieben. Sie sollten offen sein und bleiben für alle Menschen, auch im religiösen Sinne. Deshalb wurde von "Gott, wie wir ihn verstehen" bzw. einer "Höheren Macht" gesprochen und alles, was auf eine bestimmte Religion hinwies wurde vermieden. Und immer wieder wurde gesagt, dass die AA auch für Atheisten offen sind. Man weiß nicht, aus wievielen Atheisten durch AA gottgläubige Menschen wurden... aber es waren wohl so manche. 1938 waren die 12 Schritte formuliert, die Bill und Bob anhand der Heiligen Schrift und ihrer spirituellen Erfahrungen erarbeiteten. Seit jener Zeit haben sich die AA, wie man weiß, in alle Welt verbreitet, es gibt kaum ein Land, wo es nicht wenigstens einen Ort gibt, an dem AA-Meetings abgehalten werden, kaum eine Sprache, in die die AA-Literatur nicht übersetzt wurde. - Dies alles ging aus von nur zwei Menschen, die beide auf Gott vertrauten.

"Wo zwei oder mehr von euch in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter euch."

(Jesus Christus) 

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02.10.2009 um 23:26 Uhr

Napoli genießt...

von: Seren_a   Kategorie: Fotos Tiere/Insekten

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02.10.2009 um 19:53 Uhr

Alkohol und Nikotin...

von: Seren_a   Kategorie: Fotos unsortiert

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rafft die halbe Menschheit hin.

Doch ohne Alkohol und Rauch

stirbt die andre Hälfte auch.

(Eugen Roth)

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Das war eine Zeit lang vor viiielen viiiiielen Jahren einmal mein Motto. :) Auf diesem Foto ist grade einer von einigen Silvesterabenden, an denen ich um 00:00 Uhr mit dem Rauchen aufhörte... nur um ca. um 3:15 Uhr wieder damit anzufangen... Schön wars... aber jetzt isses schöner. :)

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02.10.2009 um 12:57 Uhr

Auch das war einmal...

von: Seren_a   Kategorie: Episoden

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Die Shiva-Frauen Solara und Ashraya (heute Serena) sitzen rotweintrinkend und pfeiferauchend auf dem Balkon im sagenumwobenen Phöben, wo der Sonnengott wohnt und es nur nachts regnet, amüsieren sich königlich über alles und nichts und fühlen sich weltumfassend und allerobernd, kurz: göttlich... :)

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02.10.2009 um 11:10 Uhr

Wie eine riesengroße Blumengirlande...

von: Seren_a   Kategorie: Fotos Pflanzen

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...sah das von weitem aus...

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02.10.2009 um 10:28 Uhr

Innere und äußere Kommunikation...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Innere und äußere Kommunikation können ziemlich verschieden sein... sind sie meistens auch. Viele nehmen die innere nur diffus wahr... als eigenartige Gefühle, als Widersprüchlichkeiten, verwirrend. Manchmal erlebe ich die innere Kommunikation sehr deutlich... z.B. als ich eine heftige Auseinandersetzung mit einer Bekannten hatte... da nahm ich die innere Kommunikation sehr deutlich wahr, und diese war äußerst liebevoll! Ich verstand innerlich, dass wir zwei sehr nahe stehende Seelen waren bzw. sind. Und ich wünschte mir, dass auch unsere äußere Kommunikation so liebevoll wäre. Aber das war gar nicht der Plan der beiden Seelen, bzw. war für sie nicht wichtig. Ihre Zuneigung zu einander bestand daraus, sich intensiv auszutauschen, sich intensiv aufeinander zu beziehen... DAS alleine war ihr Wunsch... und das geschah ja auch. Wir hatten einen intensiven Austausch. Zwar fanden unsere äußeren Personen diesen unerquicklich, aber für die Seelen war es außerordentlich genüsslich. Sie konnten zusammensein, sie hatten einen sehr guten Grund dazu... und darüber freuten sie sich. Sie genossen es so sehr, weil der Austausch so offen und ehrlich war. Die beiden beschossen sich äußerlich gegenseitig mit Worthülsen... kritisierten sich, ärgerten sich, provozierten sich... nichts wurde zurückgehalten... Self sagte mir: Die Person, die Du am schrecklichsten findest, liebt Deine Seele gerade sehr. Mit ihr zusammen bewegst Du mehr als mit denen, mit denen Du äußerlich harmonisch bist... ihr bewegt viel mehr als ihr ahnt, Eure Aura ist im geistigen Reich mächtig und ganz unwiderstehlich.

 


Person: Oh nein, der schon wieder!

Seele: Wie ich mich freue ihn zu sehen!

Person: Ich habe keinen Bock auf ihn... er soll weggehen.

Seele: Wir haben uns mindestens drei Inkarnationen lang nicht gesehen... wie ich ihn vermisst habe!

Person: Jedesmal streiten wir uns, wir sind einfach nicht auf einer Wellenlänge!

Seele: Ich hoffe, sie streiten gleich, denn ich genieße jede Sekunde mit ihm... wenn sie nicht streiten laufen sie gleich wieder auseinander, wie schade das wäre...

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02.10.2009 um 01:17 Uhr

Mumifiziert...

von: Seren_a   Kategorie: Fotos Pflanzen

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02.10.2009 um 00:51 Uhr

Zum 8888. Geburtstag...

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...- wenn man denn jeden Tag als Geburtstag betrachtet (ich war 24 Jahre alt) - schenkte mir R. ein Buch... das Glasperlenspiel von Hermann Hesse... mit einer Widmung vorne drin:

* Zum 8888. Geburtstag für meine M. *

und darunter ein Zitat:

"Ich brauche nichts. Alles was ich brauche, habe ich in mir."

Vor einigen Monaten sprachen R. und ich per mail kurz darüber. Ich fragte ihn, ob er sich daran erinnerte, was für einen schönen Spruch er mir da hineingeschrieben hätte. Und er antwortete: "Der Spruch war nicht von mir, sondern von Dir! Ich fand ihn so gut und dachte mir, ich schreib ihn Dir auf, damit Du ihn nicht vergisst."

Von mir? Ich kann mich nicht erinnern, das gesagt zu haben, obwohl er mir natürlich ähnlich sieht. Ihm hätte ich es aber eher zugetraut. Denn für mich wirkte er immer losgelöst, und glücklicher mit weniger Materie, dafür mit mehr emotionaler Bindung. Während wir zusammen waren, war das genauso. Wir waren die meiste Zeit sehr glücklich... fuhren mit dem Fahrrad in Tschechien herum, auf den Spuren seines vertriebenen Vaters... fanden dort das Dorf, in dem er gewohnt hatte, doch es waren nur noch die Grundmauern zu sehen... sehr berührend das Ganze, obwohl es mich selber nichts anging. Aber ich schweife ab.

Heute hat er ein riesiges Haus am Hals mit viel Plunder darin... und er leidet darunter, ich spüre es. Er braucht nicht mehr, als was er in sich hat, und was er in sich hat, ist wunderschön! Doch... irgendwie... lebt er jetzt etwas anderes, lebt fast nur das, was seine Frau will und braucht. Ich wünschte, er wäre glücklich, auch so... aber er ist es nicht.

Eigentlich sollte der Eintrag gar nicht traurig werden. Braucht er auch nicht zu sein... ich weiß, dass R. weiß, dass all diese Dinge eine Aufgabe sind... die er irgendwann lösen wird. Es wird ihn stärker machen. Stark genug, *Nein* zu sagen, wenn seine Grenzen überschritten werden... Ich werde ihm innerlich immer beistehen.

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01.10.2009 um 19:03 Uhr

Sie fliegen noch ein kleines Weilchen...

von: Seren_a   Kategorie: Fotos Tiere/Insekten

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01.10.2009 um 18:09 Uhr

Den Inhalt erfühlen...

von: Seren_a   Kategorie: Episoden

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Gestern war mein Wassermann im Meeting... er geht da ziemlich regelmäßig hin und erzählt mir dann immer davon. Gestern sagte er, es sei ein schönes Meeting gewesen, aber vom Inhalt könne er nichts erzählen... Er habe alles "nur gefühlt"... die Stimmung und wie erzählt wurde und wie die Gruppendynamik war, wie offen alle waren... einfach nur gefühlt und für gut befunden. Als ob der Inhalt völlig gleichgültig gewesen wäre und er ohnedies genau gewusst habe, was jeder sagen will. SO geht zuhören und kommunizieren. Wir praktizierten das immer mit Self... mit Self ging es anders ja gar nicht. Erfühlen was WIRKLICH gesagt wird... zwischen die Zeilen hören... den Inhalt der Pausen erkennen... unerklärlich, aber wir alle haben die Fähigkeit dazu. Es ist wie Magie, es geschieht so leicht und ohne Anstrengung, wenn man es lässt... Ich hab mich gefreut, dass er das so spontan erlebt hat... ohne einen Self in seiner Nähe. Ich habe ihm schon ein paarmal gesagt, dass sein Inneres nur darauf wartet, dass er diese spirituelle Seite lebt... ich kann das deutlich spüren. Er ist darin talentierter als ich... spürt mehr als ich, hat mehr Intuition... bloß hat er all das bis jetzt nur zu einem Bruchteil verwendet... hat immer gedacht, anderes wäre wichtiger. Stimmt nicht. Alles ist gleich wichtig... Aber jetzt kommt es sowieso von ganz alleine... :)

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01.10.2009 um 17:58 Uhr

Angemalt...

von: Seren_a   Kategorie: Gemaltes & PC-Kunst Alt

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01.10.2009 um 13:01 Uhr

Wieviele Menschen und Hunde...

von: Seren_a   Kategorie: Episoden

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...leben hier eigentlich?? Ich wollte nur ein bisschen rumräumen... mehr Platz schaffen in den Schränken durch besseres Ordnen... Und was finde ich vor? Handtücher und Badetücher, die für mindestens vier bis sechs Mitbewohner ausreichen würden... Das in dem Korb da sind ausgemusterte, und wir haben immer noch mehr als genug! Ist das zu fassen... Wie kommt das nur? Ich habe keine Ahnung, wo die alle herkommen. Und dann finde ich im Schrank, ganz unten, hinter den Hundedecken, ein kleines Necessair, umfunktioniert zu einem wahren Hunde-Halsband-Lager... Woher kommen all diese Halsbänder?? Wieviele Hunde haben wir oder hatten wir je? Gibt's doch nicht... Es sind schäbige dabei, aber auch ganz schicke, mir völlig unbekannte und altbekannte aber vergessene... Auch Felix' Junghund-Bändchen war dabei. So nach und nach fiel mir dann ein, wem welches Halsband gehörte, und ich hab sie dann alle Felix gezeigt und ihm gesagt, wem welches mal gehört hat. Er fand das sehr spannend... :) Gar nicht gut fand er den alten Filzkamm, der mal dem Urhund Rocco gehörte... vor mehr als 20 Jahren... Aber der ist für Felix' Fell gar nicht geeignet. Ich glaube er war froh, als ich ihn wieder weggepackt habe... :)

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01.10.2009 um 11:10 Uhr

Von flüsternden Wäldern und Massenbaumhaltung...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Wald... WALD.... Es gibt nicht mehr viel alten Wald... wo immer Wald war... Viele heutige Wälder sind nach Abholzung irgendwann wieder aufgeforstet worden. Was nicht großer Mühe bedarf, denn das Ende der normalen "Sukzession" in unseren Breitengraden - d.h. also, was sich entwickelt, wenn man nicht mäht und nicht bewirtschaftet - ist Wald. Überall in Deutschland wäre Wald. Es gibt Wälder, die durchgehend Wälder waren, mit sehr alten Bäumen... aber nicht mehr so viele, leider. Ein Wald speichert Wissen, ein Wald ist zugleich ein materieller und ein spiritueller Lebensraum... ein Wald schützt das, was zu ihm gehört... auch den Menschen, der zu ihm gehört... Wälder beherbergen und holen hervor, was in uns ist: sowohl unsere Ängste wie auch unsere Kraft. Heute gibt es viele Wälder, denen man ansieht, dass sie eigentlich nur der Erwirtschaftung von Holz dienen... das sind traurige Wälder... man wird selber traurig, wenn man darin herumläuft... Sie sind so etwas wie Massentierhaltung - Massenbaumhaltung... nicht artgerecht... Die Bäume können nicht richtig miteinander kommunizieren... es fehlen Hecken, hohe Gräser, totes Holz am Boden. Aber die Menschen haben diesen Mangel bemerkt, und vielerorts werden doch Bemühungen gemacht, wieder einen natürlichen Wald zu haben... aus dem nicht alles herausgeräumt wird. Solche Bemühungen spürt man schon bald, man spürt diesen wohlwollenden Geist, den die Bäume sofort dankbar annehmen. Denn sie sind nicht nachtragend. :) Dann lächelt man automatisch, wenn man darin herumläuft... und man hört sie flüstern, die Bäume... Gestern schien spät abends hell der Mond... ich wäre gerne in den Wald hineingegangen, in den das Mondlicht so zauberhaft und geheimnisvoll hineinschien... wie mattes, weißes Scheinwerferlicht... aber da ich nicht alleine war, tat ich es nicht. Der Wald ist nachts völlig anders als am Tag... ein ganz anderes Wesen... als ob er des nachts in seine Vergangenheit zurückkehrt, in seinen uralten Kräften badet, und wieder so ist, wie vor hunderten oder tausenden von Jahren... Ich werde eine Nacht im Wald verbringen... wenn bei Vollmond der Himmel klar ist.

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01.10.2009 um 01:25 Uhr

Spalten, Winkel, Höhlen,...

von: Seren_a   Kategorie: Fotos Natur/Landschaften

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...schwarze Löcher, Abgründe, bizarre Formen, Gebilde wie Gebirgsketten oder Korallenriffe im Meer... vielfältig, grell, mysteriös, verwinkelt, geheimnisvoll, assoziativ... Ein Lebewesen, weder Tier noch Pflanze, mit tausend Gesichtern...

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01.10.2009 um 01:05 Uhr

Bis der Strom versiegt...

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Ich lasse Geschichten los -

Erlebte, erfahrene, ausgedachte...

alles muss raus...

Manchmal frage ich mich, wie das sein kann...

so viele Geschichten... es hört gar nicht auf...

das alles in einem halben Leben.

Self flüstert mir zu, dass sie nur die Früchte sind...

und ihre Samen schon viel früher gelegt wurden.

Sie sind ein Resultat aus vielen verschiedenen anderen Leben...

und aus Träumen... Essenzen sind sie.

Und er ist streng mit mir, wenn ich in den

Geschichten schwelge, oder in Liedern schwelge,

die ja auch Geschichten sind...

Er meint es gut mit mir, ich weiß,

doch kommt er mir dabei manchmal unbarmherzig vor...

Er sagt, ich soll mit Geschichten nicht umgehen

wie mit Schokolade oder Sahnetorte...

soll sie nicht gierig verschlingen

und mich ihnen nicht willenlos ausliefern,

soll mich nicht dominieren lassen von ihnen,

nicht ihr schreibender Sklave sein.

Richtig ist es, sie loszulassen... aber in Gelassenheit...

und ohne mich der hypnotischen Wirkung auszuliefern,

die von allen Suchtmitteln ausgeht...

Wenn ich mich unbedingt ausliefern wolle,

dann bitteschön ihm, SELF (er flüstert es in Großbuchstaben).

Aber ansonsten mache ich alles richtig...

wenn ich die Geschichten hinausfließen lasse...

Das könnte ich machen, bis keine mehr kommen...

bis der Strom versiegt...

und dann würde ich sehen,

was da

wirklich

IST...

Ich weiß, Self...

ich weiß,

und ich danke Dir.

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