Eis-Schönheit...
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Ich weiß nicht wie ich heute auf Noel Martin gekommen bin. Ich habe leider länger nicht an ihn gedacht... Dann dachte ich: ob er überhaupt noch lebt? Er wollte 2007 in der Schweiz Sterbehilfe in Anspruch nehmen, hat es dann aber verschoben... und bis heute nicht getan. Inzwischen ist auch sein Buch längst geschrieben und übersetzt und veröffentlicht (Titel: "Nenn es: mein Leben") . Ich hatte damals, als es geplant war, ihm angeboten, es kostenlos zu übersetzen. Dazu kam es nicht, ich weiß nicht warum. Vielleicht hat er jemanden in seiner Nähe in Birmingham gefunden... denn eine enge Zusammenarbeit ist da ja sinnvoll. Jedenfalls meldete er sich nicht mehr. Ich war in Mahlow gewesen... nach allem, was dort geschehen war, war die Atmosphäre unbeschreiblich... irgendwie so gelähmt wie Noel Martin selbst... viele Mahlower fühlten sich zusammen mit den Tätern schuldig gesprochen... es war gänsehautmäßig. Ich lief beim Demo-Zug mit... manchmal sah man Vorhänge sich bewegen. ... Als ich vorher einmal mit Noel telefonierte, war es schwierig... Man kann doch schlecht fragen: "Wie geht es?" Es ging ihm schrecklich und heute geht es ihm noch schrecklicher, denn er ist bettlägerig, kann kaum noch im Rollstuhl sitzen. ... In dem Artikel (klick unten) vor Noels 50. Geburtstag im letzten Jahr sagt der Journalist, dass es ja Unglück bringe, wenn man vorher gratuliert... worauf Noel meinte: "Bei mir kein Problem. Mehr Unglück geht nicht." ... ... ...
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Wenn ich die Bilder ansehe von Remmy... mit seinen unglaublich süßen Buben, der ältere ganz er, der jüngere wie die Mama... ja, mit der wunderschönen Mama, deren Name "Befreiung" bedeutet... mit seinem Bruder, der uns damals oft besucht hat und uns viel über Krishna-Bewusstsein erzählt hat... die zwei sind so verschieden, aber eines haben sie gemeinsam, und das ist die Fröhlichkeit... mit all den anderen Freunden und deren Kindern... mit all diesen schönen, strahlenden Menschen... mitten in der warmen Dezember-Sonne am Swimmingpool in Melbourne... im Garten... mitten drin riesige Seifenblasen, die die Kleinen staunend und vor Freude lachend bestaunen... dann denke ich, das muss Vaikuntha sein... so heißt der höchste himmlische Planet bei den Vaishnavas... Schön ist das.
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Wer sich gezwungen sieht, mit den Wölfen zu heulen,
mag sich in reiner Notwehr befinden. Aber ist das ein Grund,
hinterher mit den Schafen zu blöken?
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[Martin Kessel]
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Ja, weiß ich doch... find ich in mir... Aber dann isses auch kompliziert, bzw. wahrscheinlich ist das meine Sichtweise. In mir ist halt dieses "Deutsche"... wird wohl schon so sein sollen. Und dass das Deutsche dann auf sowas wie das Australische trifft... welches kein Problem sieht. Remmy-Demmy ist kein solcher mehr (also ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen, der er war), sondern ein Ehemann und Familienvater... er hat zwei kleine süße Buben... und sagt, stöhnend: Wow, das ist ne richtig schwere Aufgabe. Aber ich bin gerne Ehemann und Vater. Und endet seine Nachricht mit "Life is good". Und auf einmal fällt mir die deutsch-tragische Schwere als ziemlich überflüssig auf... und dass da mehr ist als das. Dann ist es, als ob die australische Sonne in Form von Remmys einfachem Glücklichsein (auch wenn auch dort natürlich nicht alles leicht ist) ein wenig durch diese Schwere durchscheint... :) Hey, es stimmt doch: Life is good! And we are good people.
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...und die Gottesliebe und auch die Feindesliebe - also die Liebe schlechthin - ist die Essenz aller Gesetze und Gebote. Die Gebote erledigen sich völlig, wenn da Liebe ist... denn dann tut man selbstverständlich nichts, was einen anderen verletzen könnte. Dann muss nicht mehr extra erwähnt werden, dass man den Nächsten nicht bestehlen soll, geschweige denn töten. So in etwa liest sich das in den Botschaften, die durch Jakob Lorber offenbart wurden. Und weiter... dass die Liebe sich zeigt in der Wahrheit. Gebete sind nur Lippenwetzerei. Das wirkliche Gebet besteht darin, dass man die Liebe im praktischen Alltag offenbart, in dem man jedem hilft, der Hilfe braucht, und jedem das tut, was man möchte, dass einem auch getan wird. Es ist positiv ausgedrückt, nicht wie wir es kennen: "Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu." Das kann man eigentlich recht bequem vermeiden. Aber positiv ausgedrückt ist es nicht mehr so bequem, da ist es eine ständig Aufforderung zum Tun. Der Nächste, sagt Markus, ist jeder in der Umgebung, jedes Familienmitglied, jeder Kollege oder Kamerad, natürlich jeder, der in Not ist, egal woher er kommt und wer er ist, und auch die Haustiere. Und jeden soll man segnen, auch diejenigen, die einem fluchen...
Eigentlich klingt das alles recht einfach. Verständlich auch. Sollte machbar sein. Aber dann begegnet man so einigen Nächsten, die man lieber an die Wand pappen anstatt lieben möchte...
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... kann man alte Freunde finden, die man aus den Augen verloren hat. Bisher war das eben so und Punkt. Jetzt gibt es Facebook. Ich wollte da eigentlich gar nicht mitmachen... aber da mein Gurumaharaj bei Facebook ist und diese Plattform nutzt um mit seinen Schülern aus aller Welt verbunden zu sein - für diesen Zweck ist das wirklich super - habe ich mich angeschlossen. Eigentlich tatsächlich nur, um mit ihm in Kontakt zu bleiben. Er schreibt, wo er grade ist, schickt Bilder von den Devotees dort, postet täglich einen inspirierenden "Thought of the day" und hat ca. 850 Freunde... Tja, nur wegen ihm war ich da, sonst wollte ich da nichts... und kannte mich auch nicht aus. Plötzlich bin ich von zwei Leuten "gefunden" worden... *staun*... und nun hab ich selber mal nach jemandem gesucht. Und habe jetzt wieder Kontakt zu einem alten Freund aus Australien, der vor mehr als zehn Jahren in Deutschland war, mit dem ich zusammen Texte übersetzt habe, für den Tempel... Er war eigentlich nicht der Typ, von dem man geglaubt hätte, dass er ein Devotee sei... und in Abwandlung seines spirituellen Namens wurde er auch "Remmy-Demmy" genannt... lustige Erinnerungen... Da sollen Matajis (Frauen) in den Ashrams der Prabhus (Männer) gewesen sein, als Remmy Demmy da war... was natürlich streng verboten ist... hehe... Also, ich bin fasziniert... wir hätten ohne Facebook wohl nie wieder Kontakt bekommen. Jetzt ist er wieder in Australien und verheiratet. Mit seinem Bruder hatten wir noch mehr Kontakt als mit ihm, der ist aber nicht bei Facebook. Aber schön zu wissen, dass es ihm auch gut geht.
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"Ich hatte mir vorgenommen, meinen ersten Marathon unter 4 Stunden zu laufen, und ich hab's geschafft. Ich lief ihn in 3:68", grinste J.B. Kerner ... Und ich, haha, ich hab ihn doch glatt geschlagen, ich brauchte nämlich nur 3:67 für meinen ersten Marathon. Habe ein bisschen in alten Ordnern gewühlt und nachgesehen: das war am 30. November 1991. Es war war eine der schönsten Marathonstrecken, die es auch heute noch gibt, nämlich in der Gegend um Arolsen herum. Er findet traditionell am Samstag vor dem 1. Advent statt und damals war es der 11. Ich hab ihn richtig genossen... auch wenn man das meinen diversen Gesichtern auf den Fotos, die R. damals machte, der die Strecke mitfuhr, nicht unbedingt so ablesen kann... Und dieses Foto ist wirklich selten langweilig. Dabei war es wirklich wundervoll... und ich war stolz und froh, es geschafft zu haben. Ich beherzigte den Tipp von R., der sagte: "Du läufst nicht 42,195 Kilometer, sondern vier mal zehn, und dann halt noch 2,195... Zehn Kilometer bist Du schon so oft gelaufen, also kein Problem." Es war wirklich ein guter Trick für die Psyche...
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Ihm scheint in seinem dicken Winterfell richtig warm zu sein...
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... Denn wäre die Liebe nicht ein Räuber so oder so, dann wäre sie keine Liebe. Alle Liebe begehrt und will haben. Aber im Zwecke des Habens liegt ein unendlicher Unterschied. Und das scheidet Himmel und Hölle für ewig auseinander!"
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(Offenbarungen, J. Lorber)
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Einmal war ich bei D. in Berlin zu Besuch... ich übernachtete bei ihr, um nicht von Berlin wieder nach Werder fahren zu müssen, denn am nächsten Tag ging schon zeitig der zweite Tag des Feng-Shui-Seminars los (o Mann, das hätt ich mir auch sparen können, naja...) Vor dem Schlafengehen ratschten wir noch... und eine Szene vergesse ich wohl nie... ich denke öfter mal dran, wenn ich ungeduldig bin. Sie war dabei, sich ein Armkettchen umzulegen... und wie das so ist, einhändig ist es nicht so einfach, das zu zu bekommen. Und dieses Kettchen war extrem feingliedrig und die Öse auch sehr klein. Natürlich bot ich ihr sofort an, es für sie zu schließen. Doch sie sagte: Nein nein, nicht böse sein... aber das ist meine Meditation... manchmal dauert es fünf Minuten und länger... Irgendwann schaff ich es aber immer, mal früher, mal später. Sprachs, und strahlte mich im selben Moment - sie hatte es nämlich gerade geschafft - mit dem geschlossenen Kettchen am Arm fröhlich wedelnd an.
D. war eine sehr besondere Person. Als wir uns einmal alle bei ihr trafen... wir hatten uns allesamt länger nicht gesehen, manche waren auch zum ersten Mal dabei... da sagte eine Freundin, die sie schon länger kannte: "Du siehst ganz anders aus!" Und sie erwiderte: "Ich sehe jeden Tag anders aus." Ihr Lachen war einnehmend... man konnte sich ihrer Ausstrahlung kaum entziehen. Ich mochte sie erst nicht, weil wir eine dumme Szene hatten... Streit will ich nicht sagen, eine Unstimmigkeit... Ich wusste sie hatte Recht, aber wollte nicht, dass sie Recht hatte... Aber sie war sehr sanft und nachgiebig. Sie war in Begleitung von Self und dann gingen sie... und ich war entwaffnet durch diese Nachgiebigkeit. Spätestens ab da liebte ich sie...
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Eine junge Frau, Alkoholikerin, hat mit dem Trinken aufgehört und ist nun seit einigen Wochen trocken. Sie meint es ernst. Sie hat lange darunter gelitten und es nicht geschafft, hat sich Vorwürfe gemacht... sie merkte, wie sie ihren Ehemann und ihre Umgebung traurig machte... sie standen hilflos daneben. Ratschläge nützen nichts. Es muss aus dem eigensten tiefsten Inneren kommen, dass man damit aufhört. Alle guten Gründe, alle Liebe nützen nichts, so lange dieser Punkt nicht gekommen ist. Nicht etwa, weil diese Menschen keine Liebe in sich hätten und es ihnen egal ist, wenn ihre Familien leiden... sondern weil sie krank sind... Sie ticken nicht richtig in Bezug auf Alkohol.
Naja, diese junge Frau ist nun trocken, ist sehr tapfer, und freut sich auch daran, was sie bisher geschafft hat. Anstatt mit zwei Flaschen Rotwein sich vor den Fernseher zu hocken, wie sie das immer gemacht hatte... hat sie sich was Feines zu Essen geholt und hat ihre DVDs geschaut und hat es richtig genossen. Sie macht es richtig. Sie legt das Gewicht nicht auf das Verzichtenmüssen, sondern auf etwas Neues, was sie dagegensetzt.
Das einzige, was sie seit ihrem ersten trockenen Tag sehr störte war die hoffnungsvolle, freudige Besorgnis, die nun ihr Mann, ihre Familie und auch ihre Arbeitskollegen (die alle bescheid wissen) an den Tag legten. "Willst Du nicht doch eine Therapie machen?"... Sie aber hat sich gegen eine Therapie und für AA entschieden, sehr bewusst und bestimmt. Außerdem Kontrollanrufe... die Mutter ruft unter einem fadenscheinigen Grund an, um zu hören, ob ihre Tochter doch wieder getrunken hat oder - hoffentlich - nicht. Natürlich durchschaut sie das. Natürlich nervt es. Andererseits... man hat die Menschen als nasser Alkoholiker derartig enttäuscht und gestresst... dass man sich nicht wundern braucht. Sie haben einfach Angst, dass der ganze Horror wieder anfängt.
Inzwischen haben sie alle ein wenig Vertrauen gefasst und sich etwas beruhigt. Und nun kann sie auch sehen, wie liebevoll sie eigentlich sind, auch wenn sie immer wieder mal nerven. Auf der Arbeit darf sie am Tag nach dem AA-Meeting, welches ja bis spät abends geht, sogar später zur Arbeit kommen. Alle tun alles, um sie zu unterstützen. Wie schön...!
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...vorhin in der ARD mit Götz George...
Was kann man tun??
Da ist ein mächtiges Gefühl der Machtlosigkeit...
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...der Weihnachtszeit noch ein Bild unserer Krippe...
weil sie heute im strahlenden Sonnenlicht so leuchtete...
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Ich brauche Lesezeit! Hier stapelt und türmt sich alles, was ich lesen will, immer höher, und es hört gar nicht auf... ich weiß nicht wo anfangen, weil alles so interessant ist. Zeit ist relativ und manchmal gar nicht vorhanden... Jetzt wünschte ich mir ab und zu mal eine Zeitschleife, in welcher ich mich gemütlich auf dem Lese-Planeten irgendwohin lümmeln könnte um in Ruhe zu lesen und einiges aufzuholen... in aller Ruhe, ohne Unterbrechung. Um dann zurückzukommen, an die gleiche Stelle und gleiche Zeit... Nichts ist unmöglich... heißt es doch... also... ?!...
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Was ein Mensch nicht ganz aus Liebe tut, das hat für sein Leben wenig Wert, da ja die Liebe in vollster Wahrheit das eigentliche Element des Lebens, das Urgrundleben selbst ist. Was demnach die Liebe ergreift, das ist vom Leben ergriffen und geht ins Leben über... Alles im Menschen ist tot bis auf die Liebe. Darum lasset eure Liebe walten in der Fülle über euer ganzes Wesen und fühlet Liebe in jeder Fiber, so habt ihr den Sieg über den Tod in euch!
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...und leget in das kleinste Vorkommnis Liebe...
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(aus den Offenbarungen Jakob Lorbers)
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Ich weine viel...
Ich spüre mein Herz...
Ich spüre Bedauern...
Ich spüre Mitgefühl...
Ich spüre Weh...
Ich spüre wie das Mitgefühl,
das krampfende, schmerzende Herz,
das die Not des anderen spürt,
nichts Unechtes übriglässt zwischen uns
nur noch das Einssein bleibt.
Ich spüre wie im Tod
eine immense, tiefe Liebe hochsteigt
und große Zärtlichkeit
die dem ganz Unbekannten gilt,
und auch
meinem vermeintlichen Feind.
Und so stiftet der Tod Freundschaft
und sogar Liebe.
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