***Serenas Augenblicke***

18.01.2010 um 11:44 Uhr

Apropos Machtlosigkeit...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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...dort wo wir nichts ändern können muss sie akzeptiert werden. Nichts tun zu können, akzeptieren, sich hingeben, die eigene Hilflosigkeit annehmen. Wo kann man nichts ändern? Bei Dingen, die in der Vergangenheit geschehen sind, als man ein Kind war, ein junger Mensch... jedenfalls soweit unser Wissen bis jetzt reicht. Mr. Train verteidigt das Kind und die Hilflosigkeit vor jedem Anspruch, der einem einredet, man hätte doch anders handeln können oder sollen oder müssen... besser. Er hat einen Mann in Behandlung, der mit seinem Freund schwimmen war, im Meer... dieser Freund ging unter... ertrank... konnte nicht gerettet werden. Er fühlt sich schuldig, weil es ihm nicht gelungen war, seinen Freund zu retten. Liegt darin nicht eine große Selbstüberschätzung... und der falsche Gedanke, dass man eigentlich alles kontrollieren kann, dass man nur leider versagt hat, wofür man sich rügen kann und soll? Nein, er konnte nichts kontrollieren. Gar nichts. Und ich auch nicht. Mr. Train sagt, sich nach Missbrauch selbst die Schuld daran zu geben, bedeutet im eigentlichen Sinn, dass man die Kontrolle behalten will. Man will nicht sehen, dass man völlig hilflos war, sondern dass man zumindest irgendetwas getan hat, um den Missbrauch zu provozieren. Zumindest dieses bisschen (verkrüppelte) "Macht" möchte man sich dadurch noch sichern. Man hätte sich nur anders verhalten müssen, dann wäre es nicht geschehen. Aber der Weg ist der, die Hilflosigkeit und Machtlosigkeit anzuerkennen und somit auch die Schuldlosigkeit... sagt er. Ich sinniere noch darüber...

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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenMariaHilf schreibt am 18.01.2010 um 12:53 Uhr:Die Frage, was passiert wenn wir eben nicht alles in der Hand haben...einerseits somit eben zu akzeptieren das wir auch heute noch ab und an machtlos sind...z.B. wenn wir jemanden verlieren, wenn wir einer NAturgewalt ausgeliefert sind...oderoderoder und andererseits liegt darin ja auch ene Befreiung von zu viel Verantwortung...ich danke dir für den Beitrag und Menschen mit einem Trauma oder mehreren können das Gefühl von Machtlosigkeit nicht aushalten, darin liegt zuviel Schmerz! Jedoch ist es gut uns immer wieder mal dem Leben in Demut zu beugen, da es eben doch Dinge gibt die sich unsere Kontrolle entziehen...

    ganz liebe Grüsse m
  2. zitierensunnysightup schreibt am 18.01.2010 um 19:17 Uhr:ich atme grade ganz tief ein. und wieder aus...
  3. zitierenSeren_a schreibt am 18.01.2010 um 20:45 Uhr:Genau, die Befreiung, die fange ich grade an zu spüren... Befreiung durch Hingabe, Befreiung von einer Verantwortung, die man nicht tragen kann... uffa... Kann es Jahrzehnte dauern, bis man das anfängt zu spüren? Ich finde solche Zeitdauern manchmal wirklich brutal lange... aber immerhin, besser spät als nie.
    Sunny, ich atme mal tief mit...

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