***Serenas Augenblicke***

09.04.2009 um 21:34 Uhr

Dr. Willard Fuller ist heimgegangen...

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Heute nachmittag erhielt ich eine email von Pastor Bastien, einem Vertrauten von Dr. Fuller. Er teilte mit, dass Dr. Fuller gestern morgen an einem Schlaganfall gestorben ist. Ich habe früher über Dr. Fuller geschrieben - *hier ist ein Eintrag mit Bild von ihm* - und habe in einem eigenen Blog alle Schriften von und über ihn ins Deutsche übersetzt. Dort schrieb er unter anderem auch einmal, als er 78 Jahre alt war, dass er vorhätte, noch einmal  78 Jahre alt zu werden... und falls wir vorher etwas von seinem Ableben hören sollten, müsse er sich wohl irgendwie in der Zeit geirrt haben... Ja, das hat er vielleicht. Aber ich glaube, was er alles in mehr als 60 Jahren für andere Menschen getan hat, ist dermaßen viel, dass er locker dreimal so alt hätte werden können... aber er machte einfach alles so schnell... war fast pausenlos für andere da und hat so viele Menschen ermutigt, bestärkt und ihnen geholfen, heil zu werden, an Körper und Geist. Ich hätte gerne gehabt, dass er noch länger da geblieben wäre... ich weiß gar nicht wieso... denn eigentlich gönn ich es ihm sehr... vielleicht kann er jetzt mal ausruhen. Aber wie ich ihn kenne wird er das auch dort nicht, sondern wird sicher auch da noch helfen, wo und wie er kann... Seltsam, seltsam, meine zwiespältigen Empfindungen wieder mal... aber irgendwie ist es auch schön, ihn dort zu wissen... wo ich auch mal hingehen werde. Heute, bevor ich das erfuhr, als ich mit Felix draußen unterwegs war und Bilder über Bilder machte und unter einer Wilden Kirsche stand, schier betrunken von ihrem Duft und die Ohren voll mit dem Summen Dutzender Bienen... da dachte ich: heute wär ein guter Tag um zu sterben, so schön ist es. Dann kam ich heim und las die mail von Dr. Bastien...

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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenarinna schreibt am 09.04.2009 um 22:02 Uhr:oh ja. das ist eine sternengeschichte. wahrscheinlich war sein tor weit offen. ich stelle mir immer vor, dass es einen richtigen zeitpunkt gibt zum sterben. ebenso, wie es den richtigen zeitpunkt zum geborenwerden gibt. vielleicht, wenn die konstellation am himmel wieder so ähnlich ist wie zum zeitpunkt der geburt, oder eine art gegenbild, oder... ich weiß nicht. möge er es schön haben in der geistigen welt.
    arinna
  2. zitierenSeren_a schreibt am 09.04.2009 um 22:12 Uhr:Ja, das glaub ich auch, das mit dem richtigen Zeitpunkt, absolut. Und Du hast das schön gesagt: sein Tor stand weit offen. Wie auch bei Tim und wie auch bei meinem Vater und bei Frau S. Eigentlich ist da nichts einzuwenden, gar nichts... es ist in Ordnung so. Naja, ich hätte ihn gerne mal persönlich gesehen, aber es sollte nicht sein... aber ich fühlte mich ihm auch so immer nah...
  3. zitierengaensebluemchenblog schreibt am 10.04.2009 um 01:37 Uhr:... wieso denkt man an´s sterben, wenn man einen kirschbaum in voller blüte sieht und das summen der bienen hört... das ist doch leben... liebe ich das leben zu sehr? ... oder ist es dann die innere ruhe... die einen auf solche gedanken bringt? ...
  4. zitierenSeren_a schreibt am 10.04.2009 um 01:56 Uhr:"Man" weiß ich nicht, aber ich eben. Aber einigen anderen ist es wohl auch schon so gegangen. Kennst Du nicht den Spruch, etwas ist zum Sterben schön? Oder irgendwas sehn und sterben? Für mich warn das sonst auch nur Sprüche, aber heute hab ich das gespürt. Und es war etwas ganz wunderbares... Warum sollte alles trist und grau sein, wenn ich den Körper irgendwann da lasse... warum nicht Bienengesumme, weißleuchtende Blüten, atemberaubender Duft, LEBEN... Tod ist nicht das Gegenteil von Leben... Außerdem bin ich überzeugt, dass es mit Dr. Fuller zu tun hat... dass ich gespürt habe, dass er fortgegangen ist, vielleicht war er auch im Kirschbaum... Ja, Serena glaubt so Sachen... :)
  5. zitierenarinna schreibt am 10.04.2009 um 08:22 Uhr:arinna glaubt so sachen auch... und außerdem ist es ein weit verbreitetes phänomen, dass so dinge, also so existentielle dinge, wie leben und tod, licht und finsternis, sterben und auferstehen, lachen und weinen oft nah beieinander liegen. geboren werden in den leib hinein ist ja fast wie ein sterben von der anderen welt aus gesehen. also geht eine geburt manchmal auch mit schmerzen, blut und angst einher und ein tod manchmal auch mit großem frieden und großer schönheit.
    ach, es ist alles so groß, manchmal fürchte ich mich vor meinen eigenen empfindungen von der welt, die ein blühender kirschbaum durchaus auslösen kann...
    arinna
  6. zitierenSeren_a schreibt am 10.04.2009 um 10:35 Uhr:Schön gesagt, Arinna... und es passt ja wunderbar zu diesem Fest... Darum geht es ja, das hat ein gewisser Jesus gezeigt, dass der Tod verbunden ist mit Schönheit und Licht... bzw. dass es ihn als Gegenteil von Leben gar nicht gibt, dass er in dem Sinne tatsächlich ein Irrtum ist... Und jetzt denke ich, als ich Tim auf dem Sofa hab liegen sehen, obwohl er angeblich nicht mehr lebt, da hab ich die Wahrheit gesehen... Und als ich meinen nicht wieder zu erkennenden aschfahlen Vater sah, da hab ich nicht die Wahrheit gesehen. Es ist mir sehr klar... aber bin nicht fähig, es richtig auszudrücken...
    Arinna, Du brauchst Dich nicht zu fürchten, freue Dich doch lieber, dass Du das Leben so sehen kannst, so lebendig und wahr... (mir is bewusst, dass ich komisch klinge... mir fehlen wieder mal die richtigen Worte, falls es die überhaupt gibt)...

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