***Serenas Augenblicke***

10.03.2010 um 10:55 Uhr

Ist das wirklich wahr? - The Work

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Heute morgen im Wald dachte ich an zwei Personen, über die ich mich geärgert hatte und die ab und zu in meinem Geist auftauchten. Die eine war jemand, die sich an mich hängte, mir Komplimente machte, die mir zunehmend unangenehm wurden, die mich immer mehr bedrängte, so dass ich schließlich anfing mich abzugrenzen, weil mir das zuviel war. Von dem Moment an zog sie sich ganz zurück und ich merkte, wie unwahrhaftig alles zuvor Gesagte gewesen war. Ich wusste, dass ich auch darüber stehen könnte. Doch irgendwie fühlte ich mich "benutzt" und ärgerte mich darüber. Die andere Person zog sich ebenfalls zurück, nachdem ich sie in dem, was sie mir vehement erzählte, nicht unterstützte, weil es in meinen Augen falsch war. Ich sagte ihr, dass ich den Menschen, über den sie sich beschwerte, vollkommen anders wahrnahm. Das wollte sie nicht hören und zog sich vollständig zurück. Zuvor hatten wir eine nette Bekanntschaft mit Option zu Freundschaft gehabt. Ich fand es eitel und egozentrisch, was sie über den anderen Menschen sagte bzw. von diesem verlangte (aber nicht bekam), ihre Wut darüber fand ich kindisch. Worüber aber ärgerte ICH mich eigentlich? Dass sie meine Wahrheit nicht gelten ließ und mich gleich fallenließ wie eine heiße Kartoffel? Womöglich. Ich weiß es nicht genau. Als ich das im Wald laufend so an mir vorüberziehen ließ, sah ich nicht wirklich ein Problem, weder in der einen Person noch in der anderen. Aber irgendetwas hatte mich diese beiden Vorkommnisse ja doch bisher nicht ganz vergessen lassen. Weshalb? "Sich ungerecht behandelt fühlen" "Sich ausgenutzt vorkommen"... das waren so die Sätze, die dann auftauchten. Wobei ich das im selben Moment schon wieder kindisch fand. Aber kindisch oder nicht, es war da.

Dann fiel mir wieder "The Work" von Byron Katie ein und ich dachte, das wären doch zwei gute Beispiele, auf die man The Work anwenden könnte. Auf Moritz Börners Seite habe ich mir die Fragen für die "kurze Work" ausgedruckt.

***

Erst schreibt man den Glaubenssatz auf.

"A. hat meine Freundschaft ausgenutzt."

Dann kommen die Fragen:

Ist es wahr?

Ja... jedenfalls scheint es so zu sein.

Kannst du es wirklich wissen?

Naja, ich weiß gar nicht, wie es wirklich von der anderen Seite her gemeint war, aber es kam mir so vor.

Wie fühlst du dich, wenn du diesen Gedanken glaubst?

Ärgerlich, links liegen gelassen, schlecht.

Wie wäre es, wenn du gar nicht fähig wärst, diesen Gedanken zu glauben?

Das wäre wesentlich besser; ich wäre frei und könnte an wichtigere Dinge denken.

Und dann noch:

Kehre den Gedanken um (mehrere Möglichkeiten).

Ich habe die Freundschaft anderer ausgenutzt. - Ich habe mich selbst ausgenutzt. - A. hat sich selbst ausgenutzt.

***

Und so lasse ich das jetzt einfach mal wirken ohne weiter darüber nachzudenken...

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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenannaswelt schreibt am 10.03.2010 um 22:38 Uhr:The Work hat mir vor einigen Jahren auch mal sehr geholfen. Schade nur, dass sowas auch manchmal in Vergessenheit gerät. Bei mir jedenfalls. Ein schöner Impuls. Und wieso wundert es mich nicht, dass Du Byron Katie schon kennst? ;-)
  2. zitierenSeren_a schreibt am 10.03.2010 um 22:48 Uhr:Na, weil Serena ihre Nase in allen solchen Dingen drin hat... ;)
    Bei mir ist es auch länger her, dass ich es zuletzt machte und jetzt hab ich plötzlich wieder dran gedacht... es war für das Thema auch genau das Richtige. Ich finde, es passt nicht für alles, was so anliegt...

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