Sie ruht auf dem Berg der Liebe...
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Marguerite Porete lässt die Liebe sich mit dem Verstand unterhalten, als wären sie zwei Personen. Die Liebe klärt den Verstand über die Natur der Seele auf. Hier beschreibt sie ihm die Seele, die ihren Eigenwillen aufgegeben hat.
(Übersetzung aus dem Englischen von mir.)
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"Wer immer solche befreite Seelen, die in Sicherheit und Frieden sind, fragte, ob sie gerne im Fegefeuer wären, bekäme die Antwort nein; oder ob sie sich gerne ihrer Errettung in diesem Leben sicher wären, die Antwort wäre nein; oder ob sie gerne im Paradies wären, sie würden mit Nein antworten. Denn womit sollten sie schließlich wollen? Sie besitzen ja keinen Willen mehr, und wenn sie irgendetwas wünschen würden, würden sie sich damit von der Liebe trennen. Denn der Eine, der ihren Willen besitzt, weiß, was zu ihrem Besten ist, und das ist ihr Wohlergehen ohne dass sie davon wissen und ohne dass sie sich dessen sicher sind. Solche Seelen jedoch leben durch das Verstehen durch die Liebe, und durch ihr Lob. ... Solche Seelen können sich weder als gut noch als schlecht ansehen, da sie kein Verständnis ihrer selbst mehr besitzen, noch wissen sie, wie man urteilt. ... Solch eine Seele sorgt sich nicht darum, dass ihr etwas fehlen könnte, bevor der Augenblick der Notwendigkeit gekommen ist. ..."
"Um Gottes Willen!", sagt der Verstand. "Was sagst Du da?"
"Das ist meine Antwort an dich, Verstand", sagt die Liebe. ...
"Dieses Geschenk", sagt die Liebe, "wird in jedem Augenblick einer Stunde gegeben, und wer immer es besitzt, hütet es, denn es ist das allervollkommenste Geschenk Gottes an ein Lebewesen dieser Welt. Diese Seele ist eine Studierende der Göttlichkeit, und sie sitzt im Tal der Demut und in der Ebene der Wahrheit, und ruht auf dem Berg der Liebe."
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