Vom Alleinsein...
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Eine Frau beim Satsang mit Samarpan. Sie erzählt ihm, was sie bedrückt. Sie liebt es alleine zu sein. Sie hat kaum Beziehungen und fühlt sich so eigentlich sehr wohl. Aber jeder sagt ihr, dass man so nicht leben kann, so ohne Beziehungen. Und sie ist dadurch unsicher geworden. Sie glaubt, dass etwas mit ihr nicht stimmt, dass die anderen Recht haben und sie anders sein sollte. Aber - das merkt man ja daran, wie sie spricht - im Innern weiß sie genau, wie sie leben will, nämlich eben vornehmlich alleine.
Ich kenne solche Gedanken gut, weil es mir ähnlich erging, ergeht. Wenn man immer auf andere hört, denkt man, etwas sei mit einem selbst falsch, weil die anderen lauthals sagen, was richtig ist, wie man richtig lebt. Man soll möglichst nicht "still" sein, sondern ständig plaudern... und man soll viele Beziehungen haben. Beides bei mir nicht der Fall. Das ist auch gut so. Aber man kann sich über sich selbst wirklich unsicher werden... über das eigene innere Gefühl, das eigentlich klar und deutlich ist... durch das Geplärr von außen.
Es wird gesagt, dass man sich erst durch Beziehungen selbst erleben und definieren kann. Das ist entlarvend gesagt. Man definiert sich gegenseitig. Das hat etwas mit angenommener Identität zu tun, und gar nichts mit wahrem Sein. Beziehungen verwirren statt zu helfen, wenn man nicht genügend Zeit für sich alleine verbringt, um das eigene Sein immer wieder zu spüren... welches IMMER DA ist, im Gegensatz zu anderen Menschen, zu Beziehungen, zu Geschichten, zu Gedanken, Gefühlen...
Jedenfalls... Samarpan sagte ihr, dass Beziehungen kein Bedürfnis seien - allenfalls ein Wunsch. Ein Bedürfnis ist etwas, das man braucht um leben zu können. Das trifft auf Beziehungen nicht zu. Ein Baby stirbt, wenn es nicht gefüttert wird. In diesem Fall ist seine Beziehung zur Mutter ein Bedürfnis. Ein Erwachsener stirbt nicht, wenn er alleine lebt. Es ist kein Bedürfnis. Was ist mit den Weisen, die absichtlich alleine leben... sitzen sie einem Irrtum auf? Und er selbst... am Abend ist er zwei Stunden beim Satsang mit Menschen zusammen. Die restlichen 22 Stunden ist er allein. Und wegen dieser 22 Stunden sind diese 2 Stunden möglich.
Aber die anderen sagen immer... sagt sie kläglich. Das ist eine Lüge, erwidert er. Es ist in Ordnung so wie Du es in Dir fühlst. Sie ist erleichtert...
Und manche haben das Gefühl, sie bräuchten unbedingt viele Beziehungen, damit es ihnen gut geht. Ja, dann ist das so. Vielleicht können sie das, ohne sich selber darin zu verlieren. Vielleicht brauchen sie auch noch einige Zeit lang viele Geschichten und viele Beziehungen, bevor sie sich selber begegnen. Pauschalantworten gibt es nicht. Man muss auf das Herz hören...
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Beziehung ist lebensnotwendig … denke ich.
Ein Baby, das NUR gefüttert wird,
dem jegliche Möglichkeit genommen wird,
eine Beziehung aufzubauen, ist nicht lebensfähig.
Beziehung ist immer.
Sei es ein Mensch, ein Tier, eine Pflanze,
ja … oder sogar ein Ding.
Ohne geht es nicht.
„EIN“ – DU … braucht es (noch)
so sehe ich das ;-)
Ist es keine menschliche Beziehung ...
so ist es eben eine andere
also
kein allein.
ich verstehe und nehme auch ernst.
Natürlich hat jeder hat seinen eigenen Begriff von "allein".
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Für meinen Teil kann ich sagen:
Ich kann sehr gut auch "allein" sein,
denn ich fühle mich nie allein.