Vom Begehren und der Erfüllung...
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Alles Begehren entspringt der entfernten Erinnerung an etwas unendlich Erfüllendes, entsetzlich lange her.
Alles innere Drängen sucht dasselbe, doch wird nicht fündig.
Man irrt umher. Nichts dessen, was gefunden wird, ist es, nichts kommt ihm gleich.
Man wiederholt, man übersteigert, man idealisiert den armseligen Ersatz, den man gefunden hat.
Fast trotzig. Und entehrend.
Man würdigt herab durch die Verzweiflung des Nichtfindens und durch die Ungeduld.
Man schüttet Gedanken des Vergessens über die Erinnerung an das unendlich Erfüllende. Denn es ist quälend, davon zu wissen, doch es nicht zu erreichen.
Irgendwann wiederholt man immer routinierter den Ersatz und hat die Suche aufgegeben. Man tut so, als sei der Ersatz das, was man ursprünglich suchte.
Man hat aufgegeben.
Der Fehler ist: Man hat Erfüllung verlangt, bevor man überhaupt wusste, was man suchte.
Das führte in die Sucht, in die Abhängigkeit von Dingen weit unter unserem Vermögen.
Man hat nicht begriffen, dass Erfüllung immer von sich aus kommt und nie erzwungen werden kann.
Wer sie erzwingen will wird süchtig und arm.
Die Erfüllung zu ahnen und zu ersehnen doch ohne sie zu zwingen, lockt sie an.
Unwiderstehlich. Unvermeidlich.
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