***Serenas Augenblicke***

07.04.2010 um 12:17 Uhr

Jetzt...

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Der Wind auf der Haut... Subhash half mir, vor zehn Jahren die Gedanken dazu verschwinden zu lassen und nur das zu sein, dieses "Wind auf der Haut"... einfach nur das.

Die Wärme der Sonne auf meinem Scheitel...

Der Bauch, den der Atem bewegt, sein Ausdehnen, sein Zusammenziehen...

die Lücke dazwischen... !! 

Vogelgezwitscher, Menschenstimmen, ab und zu Automotoren, im Hintergrund durchs geschlossene Fenster die Waschmaschine...

Vier Elstern fliegen an diesem blauem Himmel in dieselbe Richtung, auf und ab... so vertraut 

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06.04.2010 um 10:15 Uhr

Drei Minuten...

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 Wenn du drei Minuten lang eine Blume betrachten kannst, ohne schon nach einem Moment etwas anderes zu denken, oder auch an die Blume zu denken, an ihren Namen, an ihre Farbe, an ihre Form... wenn du sie einfach nur betrachten kannst, leer, ohne Gedanken, dann bist du DA, präsent, bei Dir, im Zentrum. (Osho)

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06.04.2010 um 09:54 Uhr

Berühre das Zentrum...

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"Weil du Angst davor hast, total zu sein, atmest du flach. Du atmest nur minimal, nicht maximal. Darum erscheint dir das Leben so leblos. Wenn du minimal atmest, wird das Leben leblos. Du lebst am Minimum, nicht am Maximum. Du kannst auch mit dem Maximum leben; dann fließt das Leben über. Aber das bringt Schwierigkeiten. Wenn die Lebendigkeit überfließt, kannst du kein Ehemann, keine Ehefrau mehr sein; alles wird schwierig. Wenn das Leben überfließt, fließt die Liebe über. Dann kannst du dich nicht an einen Menschen binden, dann wirst du dich überallhin verströmen; du dringst in alle Dimensionen ein. Diese Gefahr wittert der Verstand und hält es daher für besser, gar nicht zu leben: Je lebloser, desto sicherer, desto mehr ist alles unter Kontrolle. So bleibst du Herr der Dinge. Du kannst deine Wut kontrollieren, du kannst deine Liebe kontrollieren, du kannst alles kontrollieren. Aber diese Kontrolle ist nur so lange möglich, wie du deine Energie aufs Minimum drosselst. ...

(Wenn du es aber wagen willst, dann...)

"Shiva sagt, dass du in jedem Augenblick das Zentrum berührst oder es jedenfalls berühren kannst. Mache tiefe, langsame Atemzüge, berühre das Zentrum. Atme nicht aus der Brust - es ist ein Trick - Zivilisation, Erziehung, Moral haben das flache Atmen erfunden. Es ist gut, tief bis ins Zentrum zu gehen, denn sonst bleibt der Atem flach."

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(aus: "Das Buch der Geheimnisse", Osho)

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05.04.2010 um 11:11 Uhr

Nur ein Nichts kann frei sein...

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Rinzai ging zu seinem Meister und sagte: "Gib mir Freiheit!" Der Meister sagte: "Bring dich selbst her. Wenn du bist, werde ich dich frei machen. Bist du jedoch nicht, wie kann ich dich dann befreien? Dann bist du schon frei. Und ,Freiheit'", fuhr der Meister fort, "ist nicht deine Freiheit. Freiheit ist in Wirklichkeit Freiheit von dir. Geh also und finde heraus, wo dies ,Ich' ist, wo du bist, dann komm zu mir. Das ist deine Meditation. Geh und meditiere."

Der Schüler Rinzai meditiert also - Wochen, Monate - und kommt dann wieder. Er sagt: "Ich bin nicht der Körper. Das ist alles, was ich herausgefunden habe." Der Meister sagt: "Um so viel bist du freier geworden. Geh zurück. Suche weiter." Er versucht es erneut, meditiert und findet heraus: "Ich bin nicht mein Verstand, denn ich kann meine Gedanken beobachen. Also ist der Beobachter und das, was er beobachtet, nicht dasselbe. Ich bin nicht mein Verstand." Da sagt der Meister: "Jetzt bist du zu drei Viertel frei. Jetzt geh noch einmal und finde heraus, wer du wirklich bist."

Da dachte er sich: "Ich bin nicht mein Körper. Ich bin nicht mein Verstand." Er hatte viel gelesen, studiert, er war gut informiert, also dachte er: "Wenn ich nicht mein Körper und nicht mein Verstand bin, muss ich meine Seele sein, mein Atman." Er meditierte, und er fand heraus, dass es kein Atman gab, keine Seele. Denn dies Atman, diese Seele, war nichts weiter als eine gespeicherte Information - nur Ideologie, Worte, Philosophie.

So kam er eines Tages angerannt und rief: "Jetzt bin ich nicht mehr da!" Da sagte sein Meister: "Soll ich dich nun lehren, wie du frei wirst?" Rinzai sagte: "Ich bin frei, weil ich nicht mehr bin. Da ist niemand mehr, der unfrei ist, ich bin nur eine weite Leere, ein Nichts."

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04.04.2010 um 14:28 Uhr

Wenn deine Augen mit Wundern erfüllt sind...

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Wir kennen das Universum, aber wir kennen es nicht als von Wundern erfüllt. Kinder kennen es. Liebende kennen es. Manchmal kennen es Poeten und Irre. Wir wissen nicht, dass die Welt voller Wunder ist. Alles ist nur Wiederholung - ohne Wunder, ohne Poesie - einfach nur platte Prosa. Die Welt erzeugt in euch keinen Gesang, erzeugt in euch keinen Tanz; sie lässt die Poesie in eurem Innern ungeboren. Das ganze Universum erscheint mechanisch. Kinder betrachten es mit wunder-vollen Augen. Wenn die Augen wunder-voll sind, ist das Universum wunder-voll.

Wenn du liebst, wirst du wieder wie ein Kind. Jesus sagte: "Nur wenn ihr werdet wie die Kinder, werdet ihr das Himmelreich Gottes betreten." Warum? Weil man nicht religiös sein kann, solange das Universum nicht zum Wunder wird. Das Universum lässt sich erklären; dann ist dein Ansatz wissenschaftlich. Das Universum ist bekannt oder unbekannt, aber was unbekannt ist, kann jederzeit bekannt werden. Es ist nicht unkennbar. Das Universum wird erst dann unkennbar, erst dann zum Geheimnis, wenn deine Augen mit Wundern erfüllt sind.

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aus: "Das Buch der Geheimnisse", S. 19, von Osho

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03.04.2010 um 18:15 Uhr

Den Tod leben...

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Den Osho-Wälzer auf dem Herzen, die Hände drauf, die Augen zu... und dann aufgeschlagen... und wo das Auge zuerst hinfällt gelesen. Was für ein Zufall, es geht um Leben und Tod.

"Ein lebendiger Mensch wird keine Angst vor dem Tod haben, weil er lebt. Wenn du wirklich lebst, gibt es keine Angst vor dem Tod, dann kannst du sogar den Tod leben. Wenn der Tod kommt, wirst du so empfindsam für ihn sein, dass du ihn genießen wirst. Er wird eine großartige Erfahrung werden. Wenn du lebendig bist, kannst du sogar den Tod leben, und dann ist der Tod nicht mehr da. Wenn du sogar den Tod leben kannst, wenn du sogar deinem sterbenden Körper gegenüber emfpindsam sein kannst - während du dich zum Mittelpunkt zurückziehst und auflöst - wenn du sogar dies leben kannst, dann bist du unsterblich geworden."

Ist irgendwie passend... das ist es wohl, was Jesus vorgelebt hat. Wieviele es wohl auf diese Weise erfasst haben...

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02.04.2010 um 10:36 Uhr

Die Seele hat ihren Namen verloren...

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aus: "The Mirror of Simple Souls", Marguerite Purete, Kap. 28. (übersetzt von mir)

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"Eine solche (befreite) Seele", sagt die Liebe, "schwimmt im Meer der Freude, das heißt im Meer der Wonnen, und sie flutet und fließt aus der Göttlichkeit. Und so fühlt sie keine Freude, den sie ist die Freude selbst. Sie schwimmt und fließt in Freude, ohne Freude zu fühlen, denn sie wohnt in der Freude, und die Freude wohnt in ihr. Sie ist die Freude selbst durch die Tugend der Freude, welche sie in die Freude selbst verwandelte.

Sie sagt also, dass sie das mehr genießt, was niemandem mitgeteilt werden kann als das, was mitgeteilt werden kann, denn das letztere ist zweitklassig und zeitweilig, und das erstere ist unendlich und ewig.

Jetzt ist da ein gemeinsamer Wille, wie Feuer und Flamme, der Wille des Liebenden und desjenigen, der geliebt wird, denn die Liebe hat die Seele in die Liebe selbst verwandelt."

"Ah! Liebe, süße, Reine Göttliche Liebe!", sagt die Seele, "welch eine süße Verwandlung das ist, durch die ich in das verwandelt wurde, was ich mehr als mich selbst liebe! Und ich bin so verwandelt, dass ich darin um der Liebe Willen meinen Namen verloren habe, ich, die ich nur so wenig lieben kann. Wie wenig ich auch lieben kann, so geschieht es doch aus der Liebe, denn ich liebe nur durch die Liebe.

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01.04.2010 um 10:52 Uhr

Sex und Tod...

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Jedes Tier, das aus Sex geboren wurde, wird sterben. ... Diese beiden Dinge sind in der Welt tabuisiert worden: Sex und der Tod. Beide sind versteckt worden. Niemand spricht darüber. Man hat mich auf der ganzen Welt dafür verurteilt, weil ich einfach ohne jede Zurückhaltung über jedes Tabu gesprochen habe. Weil ich möchte, dass ihr alles über das Leben wisst, vom Sex bis zum Tod. Nur dann könnt ihr über Sex und den Tod hinausgelangen. In eurem Verständnis könnt ihr dann etwas erreichen, was jenseits von Sex und Tod liegt. Und das ist eure Ewigkeit. Das ist euer Leben in seiner Reinheit. Durch Sex ist dein Körper gebunden, nicht DU. Durch den Tod stirbt dein Körper, nicht DU. So ist es also völlig unnötig, diese Tabus zu kreieren.

(Osho)

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31.03.2010 um 11:14 Uhr

Osho-Schätzchen...

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So nannten meine Freundin Solara und ich Osho immer. Immer wenn wir von Osho sprachen nachdem wir etwas von ihm gelesen oder angesehen hatten, hatten wir gute Laune. Wir lachten so viel mit und über Osho... und vor allem über uns selbst.

Als ich von Osho das erste Mal hörte, damals wurde er ja noch Bhagwan genannt, hätte ich ihm niemals begegnen können.... ich hätte mich vor ihm gefürchtet... vor dem, was er immer ausstrahlte und aussprach... nämlich die Wahrheit ohne Beschönigung. Das hätte mich früher zerstört. Ich fühlte mich angezogen von der Wahrheit und floh gleichzeitig davor. Mein Leben war zu verworren, um diese Klarheit aushalten zu können. Es wäre etwa so gewesen, wie wenn man aus völliger Dunkelheit ins helle Tageslicht tritt... die Augen können das nicht ertragen. Heute würde ich mich so gerne ihm gegenübersetzen, ihm in die Augen schauen. Ich hätte keine Angst mehr davor, dass er mir zerstören würde, was in mir unwahr ist. Ich wäre einverstanden. ...

Eben habe ich auf Jetzt-TV eine ganze Menge Osho-Videos entdeckt, schön nach Themen geordnet... wunderbar.

Wer Osho-Schätzchen auch schätzt: klick hier

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30.03.2010 um 12:11 Uhr

Felix und ich...

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haben nun denselben Namen. :) Ich habe es ja schon angedeutet... das mit dem Glücklichsein. Denn das bedeutet der Name, den Samarpan mir geschenkt hat. Nachdem ich mit dem Namensthema endlich durch war und begriffen hatte, worum es geht - auch mit seiner Hilfe -, konnte ich ihn um einen neuen Namen bitten, denn nun wusste ich auch, warum ich das tat. Ich wollte ja nicht einfach nur eine Namenssammlerin sein.

Am Samstag hat er den Namen im Satsang mitgeteilt und die Erklärung dazu vorgelesen. Und heute kam der Brief, in dem das noch einmal steht. Der Name lautet Supasa. Nun heiße ich also so wie Felix, nur auf Sanskrit... :)

Samarpan schrieb mir dazu:

Supasa bedeutet Glücklichsein.

Wenn du darüber nachdenkst, weshalb du glücklich bist, dann wird sogar dieser eine Gedanke das Glücklichsein zerstören. Wenn du anfängst darüber nachzudenken, ob du morgen glücklich sein wirst oder nicht, ob du nächstes Jahr glücklich sein wirst, oder darüber, was geschehen wird, dann erschaffst du damit viele kleine Wellen des Leids. Und nicht, dass du morgen unglücklich sein wirst - du wirst es genau jetzt sein!

Wenn man diesen Trick einmal verstanden hat, wenn dieser Mechanismus des Verstandes einmal durschaut ist, gibt es keinen Grund mehr, unglücklich zu sein, es sei denn du möchtest es.

Es ist so einfach - glücklich zu sein sollte die einfachste Sache sein - denn Glücklichsein ist natürlich, Unglücklichsein ist unnatürlich. Unglücklich zu sein kostet viel Aufwand. Um unglücklich zu sein muss man sehr schlau und geschickt sein. Unglücklichsein muss man sich verdienen. Es ist nicht billig zu haben - es kostet sehr viel.

Glücklich zu sein ist sehr einfach. Du musst es nicht verdienen, du musst nicht schlau sein, du musst nicht gebildet sein, du musst keinen hohen Posten haben, du musst nicht reich sein. Du musst überhaupt nichts sein, denn glücklich zu sein ist einfach natürlich. Du hast es mitgebracht - es ist eingebaut. Es ist so natürlich wie Feuer heiß ist... es ist so natürlich wie Eis kalt ist. Nichts muss dafür getan werden. Mit dem Tun kommt das Leid - sei nicht der Handelnde. Denke nicht viel über die Vergangenheit oder die Zukunft nach. Denke überhaupt nicht viel nach - sei in der Gegenwart.

Es war lustig, ihm dann zu sagen, dass mein Hund denselben Namen trägt. Felix ist genau das, von Natur aus. Und er ist, wie alle Hunde, ein Lehrer dafür, wie man einfach in der Gegenwart ist... und darin glücklich. Danke für die Erinnerung, Samarpan. Es passt so genau... denn das ist es, was mich in der Kindheit rettete, was ich später vergessen habe, als ich mich immer wieder von sorgenvollen Gedanken habe überwältigen lassen, und wo ich jetzt aber wieder bin, wo ich hingeführt wurde, ganz natürlich.

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28.03.2010 um 17:54 Uhr

"Ich bin Gott", sagt die Liebe...

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(aus: "The Mirror of Simple Souls", von Marguerite Porete; Übersetzung aus dem Englischen von mir)

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"Nun, Liebe", sagt die Vernunft, "ich habe noch eine Frage, denn dieses Buch sagt, dass diese Seele die Tugenden in jeglicher Beziehung verlassen hat, und Du sagst, dass die Tugenden mit diesen Seelen noch vollkommener zusammen sind als mit irgend jemand anderem. Das sind zwei gegensätzliche Aussagen, wie mir scheint, sagt die Vernunft, und ich weiß nicht, wie ich das verstehen soll."

"Sei ganz ruhig", sagt die Liebe. "Es ist wahr, dass diese Seele die Tugenden verlässt, und zwar in Bezug auf das Praktizieren und in Bezug auf den Wunsch, ihre Forderungen zu erfüllen. Die Tugenden aber haben sie nicht verlassen, und sie bleiben immer bei ihr, doch dies kommt von ihrem vollkommenen Gehorsam ihnen gegenüber. Durch den Intellekt verlässt die Seele die Tugenden und doch sie sind immer bei ihr. Denn wenn ein Mann einem Meister dient, dann ist er es, dem der Mann dient, doch der Meister gehört ihm nicht. Es kommt jedoch die Zeit, wenn der Schüler die ganze Weisheit des Meisters in sich aufgenommen hat und versteht, dass er reicher und weiser ist als der Meister. Und wenn derjenige, welcher der Meister gewesen ist, erkennt, dass sein früherer Schüler würdiger ist und mehr weiß als er, dann sorgt er dafür, dass er bei demjenigen, der einmal sein Schüler war, bleiben kann und gehorcht ihm in allen Dingen. In dieser Weise kannst und musst du alles in Bezug auf die Tugenden und solche Seelen verstehen. Denn zuerst tat diese Seele alles, was die Vernunft sie lehrte, was auch immer es dem Herzen und dem Körper kostete, denn die Vernunft war die Herrin dieser Seele. Und die Vernunft sagte ihr immer wieder, dass sie alles tun solle, was die Tugenden wünschten, ohne Widerstand, bis zum Tod. So waren die Vernunft und die Tugenden also die Herrinnen dieser Seele und diese Seele tat gehorsam alles, was ihr befohlen wurde, denn sie wollte das Spirituelle Leben leben.

Diese Seele hat auf diese Weise so viel von den Tugenden gelernt und hat sich so sehr ausgeweitet, dass sie den Tugenden nun überlegen ist, denn sie bewahrt nun in sich alles, was die Tugenden lehren können und mehr, unvergleichlich. Diese Seele birgt in sich die Herrin der Tugenden, die man Göttliche Liebe nennt, die sie vollkommen in sich selbst verwandelt hat, sie ist mit ihr vereint, und dies ist der Grund dafür, dass diese Seele weder sich selbst noch den Tugenden gehört."

"Wem gehört sie dann", fragt die Vernunft.

"Meinem Willen gehört sie", sagt die Liebe, "welcher sie in mich verwandelte."

"Aber wer bist du, Liebe?", sagt die Vernunft. "Bist du nicht auch eine unserer Tugenden, auch wenn du über den anderen stehst?"

"Ich bin Gott", sagt die Liebe, "denn die Liebe ist Gott und Gott ist die Liebe, und diese Seele ist durch die Liebe Gott. Ich bin Gott durch die göttliche Natur und diese Seele ist Gott durch die Rechtschaffenheit der Liebe. So wird also diese meine kostbare Geliebte von mir gelehrt und geführt, ohne sie selbst, denn sie wurde in mich verwandelt, und eine solch Vollkommene", sagt die Liebe, "wird von mir genährt."

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17.03.2010 um 00:52 Uhr

Ich bin das Geschenk...

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Mr. Mind kann sich nicht mehr so einfach verbergen und seine Suggestionen in mich fallen lassen um dann zu behaupten, das wären doch meine Ideen gewesen. Denn ich habe ja gar keine Ideen. Schlaumeier, du! Ich bin das Geschenk, ich bin die Gegenwart, ich bin das Bewusstsein, ich bin der Augenblick, die, der, das mir nicht einmal "angehört", wie Goethe sagte.  Es gibt kein "mir", dem das gehören kann. Dieses, das mir nicht gehört, bin ich. Ich habe es gesehen, es gibt darüber keinen Zweifel. Ich habe es gesehen, und habe dann Mr. Mind, den Verstand, gesehen. Ein prächtiger Kerl, beeindruckend in Zeit und Raum, sehr fähig, kompetent, gewitzt, intelligent. Ich habe gesehen, was was ist. Schön. Er ist schön, der Verstand. Ein wunderbares Gerät... dessen Tätigkeiten man nicht mit dem Leben selbst verwechseln sollte. Alles, was er tut und wovon er spricht, ist immer nur Vorstellung, niemals wirklich das, was jetzt da ist, niemals das Leben. Er kann sehr gut Pläne entwerfen, und für viele Zwecke ist das auch gut. Aber nicht für das Leben selber. Dafür gibt es keinen Plan, keine Vorbereitung, kein Rüstzeug. Man muss es einfach leben, wie es ist. Nicht einmal erschaffen muss man es erst, wie manche sagen, es IST schon erschaffen... es entwickelt sich, es geschieht, es pulsiert, es fließt. Und wir sind darin, in diesem Fluss, wir sind es selbst, erleben es, erfahren alles. ALLES. Ein Abenteuer. Das stimmt. Nicht "Schlimmes" kann geschehen, wenn man weiß, man ist selbst das Leben. Das kann nur der Verstand denken und es dann ins Herz sickern lassen und es verunsichern, verängstigen, vergiften. Das Herz ist nämlich so unschuldig wie ein Kind, es glaubt alles... Das einzige was dann hilft ist, still sein und schauen. Dann erkennt man sich selbst und entlarvt den Verstand und kann ihm seinen Platz wieder zuweisen, wo er hingehört und wo er sehr wertvoll ist.

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09.03.2010 um 20:12 Uhr

Jetzt - 20.15 Uhr - live...

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Satsang mit Samarpan 

mit der Möglichkeit, per Chat Fragen zu stellen

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08.03.2010 um 17:15 Uhr

Die zwölf Namen der Seele...

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Die Seele, die den Ruf der Feinen Liebe gehört hat und ihm gefolgt ist, hat zwölf Namen.

(aus: "Spiegel der einfachen Seelen", Marguerite Porete)

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Die sehr Wunderbare.

Die Unverstandene.

Die Unschuldigste der Töchter Jerusalems (der Schöpfung).

Die, auf der die Heilige Kirche (die universelle Gemeinschaft) gegründet ist.

Die vom Verstehen Erleuchtete.

Die von Liebe Geschmückte.

Die, deren Leben Lob ist.

Die in allen Dingen durch Demut Vernichtete.

Die im göttlichen Sein durch göttlichen Willen im Frieden Seiende.

Die, die von göttlicher Güte durch das Werk der Dreieinigkeit (Wille, Weisheit und Liebe) vollkommen Erfüllte und Befriedigte.

Ihr Nachname lautet: Vergessenheit. Vergessen.

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07.03.2010 um 23:05 Uhr

Sie ruht auf dem Berg der Liebe...

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Marguerite Porete lässt die Liebe sich mit dem Verstand unterhalten, als wären sie zwei Personen. Die Liebe klärt den Verstand über die Natur der Seele auf. Hier beschreibt sie ihm die Seele, die ihren Eigenwillen aufgegeben hat.

(Übersetzung aus dem Englischen von mir.)

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"Wer immer solche befreite Seelen, die in Sicherheit und Frieden sind, fragte, ob sie gerne im Fegefeuer wären, bekäme die Antwort nein; oder ob sie sich gerne ihrer Errettung in diesem Leben sicher wären, die Antwort wäre nein; oder ob sie gerne im Paradies wären, sie würden mit Nein antworten. Denn womit sollten sie schließlich wollen? Sie besitzen ja keinen Willen mehr, und wenn sie irgendetwas wünschen würden, würden sie sich damit von der Liebe trennen. Denn der Eine, der ihren Willen besitzt, weiß, was zu ihrem Besten ist, und das ist ihr Wohlergehen ohne dass sie davon wissen und ohne dass sie sich dessen sicher sind. Solche Seelen jedoch leben durch das Verstehen durch die Liebe, und durch ihr Lob. ... Solche Seelen können sich weder als gut noch als schlecht ansehen, da sie kein Verständnis ihrer selbst mehr besitzen, noch wissen sie, wie man urteilt. ... Solch eine Seele sorgt sich nicht darum, dass ihr etwas fehlen könnte, bevor der Augenblick der Notwendigkeit gekommen ist. ..."

"Um Gottes Willen!", sagt der Verstand. "Was sagst Du da?"

"Das ist meine Antwort an dich, Verstand", sagt die Liebe. ...

"Dieses Geschenk", sagt die Liebe, "wird in jedem Augenblick einer Stunde gegeben, und wer immer es besitzt, hütet es, denn es ist das allervollkommenste Geschenk Gottes an ein Lebewesen dieser Welt. Diese Seele ist eine Studierende der Göttlichkeit, und sie sitzt im Tal der Demut und in der Ebene der Wahrheit, und ruht auf dem Berg der Liebe."

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07.03.2010 um 12:36 Uhr

Mut zur Vernichtung...

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Marguerite Porete beschreibt in "Spiegel der einfachen Seelen" das Leben des Wiedergeborenen oder Zweimalgeborenen oder Auferstandenen... sie spricht dabei von dem Leben nach dem "vernichteten Leben". Das ist, wenn das Ego gestorben ist und der Mensch im Herzen und aus dem Herzen heraus lebt. Das ist nicht Fiktion und nicht nur wenigen vorbehalten. Jeder kann es anstreben und erreichen... es ist auch nichts Außergewöhnliches, sondern das Eigentliche, das Natürlichste. Wegen der Konditionierung des Verstandes ist es nicht einfach, es gehört Mut dazu. Marguerite Porete beschreibt hier die Erkennungsmerkmale eines Menschen, der diesen Mut aufbringt. Es ist...

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Eine Seele

die durch Vertrauen ohne Werke gerettet wurde

die sich ausschließlich in Liebe befindet

die nichts für Gott tut

die von Gott nichts erwartet

der nichts beigebracht werden kann

der nichts genommen werden kann

und nichts gegeben

und die keinen Willen besitzt.

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07.03.2010 um 01:39 Uhr

Bist du bereit, dich schrecklich zu fühlen?

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"Bist du bereit, dich schrecklich zu fühlen? Wenn du dazu bereit bist, wird dich das in den Frieden führen. Das ist das Geheimnis. Aber wenn du dagegen kämpfst, wenn du sagst: Nein, so will ich mich nicht fühlen, ich will mich großartig fühlen! Ich will mich frei fühlen! – dann bist du gefangen. Und das bleibst du, bis du endlich loslässt und sagst: Ja, ich bin bereit, mich schrecklich zu fühlen. Da findest du die Freiheit – in diesem Dich-schrecklich-Fühlen. In der Mitte des Sich-schrecklich-Fühlens findest du Frieden."

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(aus: "Stille - Gespräche mit Samarpan")

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06.03.2010 um 11:11 Uhr

Nachdem sie die Liebe gefunden hat...

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...lässt sie die Tugenden los. Marguerite de Porete schreibt in "Der Spiegel der einfachen Seele" über die Liebe und was sie wirklich bedeutet... dass sie über allen Formen und Riten steht... Sie schreibt über die Freiheit des Herzens, dessen Natur die Liebe ist... wofür sie schließlich auf dem Scheiterhaufen sterben musste.

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Ihr Tugenden, ich verabschiede mich nun für immer von euch.

Mein Herz wird im höchsten Maß frei und froh sein.

Euer Dienst ist zu starr, ihr wisst es wohl.

Eines Tages schenkte ich euch mein Herz und enthielt euch nichts vor.

Ihr wisst es, ich hatte mich euch vollkommen ausgeliefert.

Zu dieser Zeit war ich eure Sklavin, doch nun bin ich frei.

Ich hatte euch mein Herz überlassen, ihr wisst es genau.

Und so lebte ich eine Weile in großer Not, litt schlimme Qualen und ertrug großen Schmerz.

Was für ein Wunder, dass ich irgendwie überlebte.

Da dies so ist, kümmert ihr mich nicht mehr: ich bin von euch geschieden,

wofür ich Gott sehr dankbar bin; es ist heute gut für mich.

Ich bin frei von eurer Herrschaft, die mich quälte.

Ich war nie so frei wie jetzt, wo ich von euch geschieden bin.

Ich bin frei von eurer Herrschaft, ich ruhe in Frieden.

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05.03.2010 um 21:58 Uhr

Satsang-Lehrerin im Mittelalter...

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Das Denken spielt keine Rolle mehr,

auch das Tun und auch das Sprechen nicht.

Die Liebe hat mich in solche Höhen getragen,

mit ihrem göttlichen Gruß, 

dass ich nichts mehr verstehe.

Das Denken spielt keine Rolle mehr,

auch das Tun und auch das Sprechen nicht.

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Marguerite Porete, frz. Begine im 13. Jhd.

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03.03.2010 um 10:26 Uhr

Alleinsein...

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"Ich habe das Gefühl, keiner versteht mich. Fühle mich deshalb ganz alleine."

"Ja, das ist sehr wahrscheinlich, dass man sich an irgendeinem Punkt sehr alleine fühlt."

"Wie kann ich das ändern?"

"Du kannst es nicht ändern. Du kannst die anderen nicht dazu bringen dich zu verstehen und du kannst dich selbst nicht dazu bringen, wieder wie die anderen zu denken und zu vergessen was du erfahren hast. Das geht nicht."

"Das ist blöd."

"Ja, aber das ist nur ein Gedanke, mach dir nichts draus." Er lächelt. "Sei einfach bereit, völlig alleine zu sein. Wenn die Bereitschaft dazu vollkommen da ist, wirst du sehen, dass Alleinsein wunderbar ist und Du wirst es nicht mehr mit Getrenntsein verwechseln. Alleinsein ist wie eine heilige Gemeinschaft. Getrenntsein nur eine Illusion."

"Hm."

"Hm?" Er schaut sie an.

"Ist es das, was die Mönche mit Entsagung meinen?"

"Genau das."

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