***Serenas Augenblicke***

17.03.2010 um 00:52 Uhr

Ich bin das Geschenk...

*

Mr. Mind kann sich nicht mehr so einfach verbergen und seine Suggestionen in mich fallen lassen um dann zu behaupten, das wären doch meine Ideen gewesen. Denn ich habe ja gar keine Ideen. Schlaumeier, du! Ich bin das Geschenk, ich bin die Gegenwart, ich bin das Bewusstsein, ich bin der Augenblick, die, der, das mir nicht einmal "angehört", wie Goethe sagte.  Es gibt kein "mir", dem das gehören kann. Dieses, das mir nicht gehört, bin ich. Ich habe es gesehen, es gibt darüber keinen Zweifel. Ich habe es gesehen, und habe dann Mr. Mind, den Verstand, gesehen. Ein prächtiger Kerl, beeindruckend in Zeit und Raum, sehr fähig, kompetent, gewitzt, intelligent. Ich habe gesehen, was was ist. Schön. Er ist schön, der Verstand. Ein wunderbares Gerät... dessen Tätigkeiten man nicht mit dem Leben selbst verwechseln sollte. Alles, was er tut und wovon er spricht, ist immer nur Vorstellung, niemals wirklich das, was jetzt da ist, niemals das Leben. Er kann sehr gut Pläne entwerfen, und für viele Zwecke ist das auch gut. Aber nicht für das Leben selber. Dafür gibt es keinen Plan, keine Vorbereitung, kein Rüstzeug. Man muss es einfach leben, wie es ist. Nicht einmal erschaffen muss man es erst, wie manche sagen, es IST schon erschaffen... es entwickelt sich, es geschieht, es pulsiert, es fließt. Und wir sind darin, in diesem Fluss, wir sind es selbst, erleben es, erfahren alles. ALLES. Ein Abenteuer. Das stimmt. Nicht "Schlimmes" kann geschehen, wenn man weiß, man ist selbst das Leben. Das kann nur der Verstand denken und es dann ins Herz sickern lassen und es verunsichern, verängstigen, vergiften. Das Herz ist nämlich so unschuldig wie ein Kind, es glaubt alles... Das einzige was dann hilft ist, still sein und schauen. Dann erkennt man sich selbst und entlarvt den Verstand und kann ihm seinen Platz wieder zuweisen, wo er hingehört und wo er sehr wertvoll ist.

* 

09.03.2010 um 20:12 Uhr

Jetzt - 20.15 Uhr - live...

*

Satsang mit Samarpan 

mit der Möglichkeit, per Chat Fragen zu stellen

*

*

08.03.2010 um 17:15 Uhr

Die zwölf Namen der Seele...

*

Die Seele, die den Ruf der Feinen Liebe gehört hat und ihm gefolgt ist, hat zwölf Namen.

(aus: "Spiegel der einfachen Seelen", Marguerite Porete)

*

Die sehr Wunderbare.

Die Unverstandene.

Die Unschuldigste der Töchter Jerusalems (der Schöpfung).

Die, auf der die Heilige Kirche (die universelle Gemeinschaft) gegründet ist.

Die vom Verstehen Erleuchtete.

Die von Liebe Geschmückte.

Die, deren Leben Lob ist.

Die in allen Dingen durch Demut Vernichtete.

Die im göttlichen Sein durch göttlichen Willen im Frieden Seiende.

Die, die von göttlicher Güte durch das Werk der Dreieinigkeit (Wille, Weisheit und Liebe) vollkommen Erfüllte und Befriedigte.

Ihr Nachname lautet: Vergessenheit. Vergessen.

*

07.03.2010 um 23:05 Uhr

Sie ruht auf dem Berg der Liebe...

*

Marguerite Porete lässt die Liebe sich mit dem Verstand unterhalten, als wären sie zwei Personen. Die Liebe klärt den Verstand über die Natur der Seele auf. Hier beschreibt sie ihm die Seele, die ihren Eigenwillen aufgegeben hat.

(Übersetzung aus dem Englischen von mir.)

*

"Wer immer solche befreite Seelen, die in Sicherheit und Frieden sind, fragte, ob sie gerne im Fegefeuer wären, bekäme die Antwort nein; oder ob sie sich gerne ihrer Errettung in diesem Leben sicher wären, die Antwort wäre nein; oder ob sie gerne im Paradies wären, sie würden mit Nein antworten. Denn womit sollten sie schließlich wollen? Sie besitzen ja keinen Willen mehr, und wenn sie irgendetwas wünschen würden, würden sie sich damit von der Liebe trennen. Denn der Eine, der ihren Willen besitzt, weiß, was zu ihrem Besten ist, und das ist ihr Wohlergehen ohne dass sie davon wissen und ohne dass sie sich dessen sicher sind. Solche Seelen jedoch leben durch das Verstehen durch die Liebe, und durch ihr Lob. ... Solche Seelen können sich weder als gut noch als schlecht ansehen, da sie kein Verständnis ihrer selbst mehr besitzen, noch wissen sie, wie man urteilt. ... Solch eine Seele sorgt sich nicht darum, dass ihr etwas fehlen könnte, bevor der Augenblick der Notwendigkeit gekommen ist. ..."

"Um Gottes Willen!", sagt der Verstand. "Was sagst Du da?"

"Das ist meine Antwort an dich, Verstand", sagt die Liebe. ...

"Dieses Geschenk", sagt die Liebe, "wird in jedem Augenblick einer Stunde gegeben, und wer immer es besitzt, hütet es, denn es ist das allervollkommenste Geschenk Gottes an ein Lebewesen dieser Welt. Diese Seele ist eine Studierende der Göttlichkeit, und sie sitzt im Tal der Demut und in der Ebene der Wahrheit, und ruht auf dem Berg der Liebe."

*

07.03.2010 um 12:36 Uhr

Mut zur Vernichtung...

*

Marguerite Porete beschreibt in "Spiegel der einfachen Seelen" das Leben des Wiedergeborenen oder Zweimalgeborenen oder Auferstandenen... sie spricht dabei von dem Leben nach dem "vernichteten Leben". Das ist, wenn das Ego gestorben ist und der Mensch im Herzen und aus dem Herzen heraus lebt. Das ist nicht Fiktion und nicht nur wenigen vorbehalten. Jeder kann es anstreben und erreichen... es ist auch nichts Außergewöhnliches, sondern das Eigentliche, das Natürlichste. Wegen der Konditionierung des Verstandes ist es nicht einfach, es gehört Mut dazu. Marguerite Porete beschreibt hier die Erkennungsmerkmale eines Menschen, der diesen Mut aufbringt. Es ist...

*

Eine Seele

die durch Vertrauen ohne Werke gerettet wurde

die sich ausschließlich in Liebe befindet

die nichts für Gott tut

die von Gott nichts erwartet

der nichts beigebracht werden kann

der nichts genommen werden kann

und nichts gegeben

und die keinen Willen besitzt.

*

07.03.2010 um 01:39 Uhr

Bist du bereit, dich schrecklich zu fühlen?

*

"Bist du bereit, dich schrecklich zu fühlen? Wenn du dazu bereit bist, wird dich das in den Frieden führen. Das ist das Geheimnis. Aber wenn du dagegen kämpfst, wenn du sagst: Nein, so will ich mich nicht fühlen, ich will mich großartig fühlen! Ich will mich frei fühlen! – dann bist du gefangen. Und das bleibst du, bis du endlich loslässt und sagst: Ja, ich bin bereit, mich schrecklich zu fühlen. Da findest du die Freiheit – in diesem Dich-schrecklich-Fühlen. In der Mitte des Sich-schrecklich-Fühlens findest du Frieden."

*

(aus: "Stille - Gespräche mit Samarpan")

*

06.03.2010 um 11:11 Uhr

Nachdem sie die Liebe gefunden hat...

*

...lässt sie die Tugenden los. Marguerite de Porete schreibt in "Der Spiegel der einfachen Seele" über die Liebe und was sie wirklich bedeutet... dass sie über allen Formen und Riten steht... Sie schreibt über die Freiheit des Herzens, dessen Natur die Liebe ist... wofür sie schließlich auf dem Scheiterhaufen sterben musste.

*

Ihr Tugenden, ich verabschiede mich nun für immer von euch.

Mein Herz wird im höchsten Maß frei und froh sein.

Euer Dienst ist zu starr, ihr wisst es wohl.

Eines Tages schenkte ich euch mein Herz und enthielt euch nichts vor.

Ihr wisst es, ich hatte mich euch vollkommen ausgeliefert.

Zu dieser Zeit war ich eure Sklavin, doch nun bin ich frei.

Ich hatte euch mein Herz überlassen, ihr wisst es genau.

Und so lebte ich eine Weile in großer Not, litt schlimme Qualen und ertrug großen Schmerz.

Was für ein Wunder, dass ich irgendwie überlebte.

Da dies so ist, kümmert ihr mich nicht mehr: ich bin von euch geschieden,

wofür ich Gott sehr dankbar bin; es ist heute gut für mich.

Ich bin frei von eurer Herrschaft, die mich quälte.

Ich war nie so frei wie jetzt, wo ich von euch geschieden bin.

Ich bin frei von eurer Herrschaft, ich ruhe in Frieden.

*

05.03.2010 um 21:58 Uhr

Satsang-Lehrerin im Mittelalter...

*

Das Denken spielt keine Rolle mehr,

auch das Tun und auch das Sprechen nicht.

Die Liebe hat mich in solche Höhen getragen,

mit ihrem göttlichen Gruß, 

dass ich nichts mehr verstehe.

Das Denken spielt keine Rolle mehr,

auch das Tun und auch das Sprechen nicht.

*

Marguerite Porete, frz. Begine im 13. Jhd.

*

03.03.2010 um 10:26 Uhr

Alleinsein...

*

"Ich habe das Gefühl, keiner versteht mich. Fühle mich deshalb ganz alleine."

"Ja, das ist sehr wahrscheinlich, dass man sich an irgendeinem Punkt sehr alleine fühlt."

"Wie kann ich das ändern?"

"Du kannst es nicht ändern. Du kannst die anderen nicht dazu bringen dich zu verstehen und du kannst dich selbst nicht dazu bringen, wieder wie die anderen zu denken und zu vergessen was du erfahren hast. Das geht nicht."

"Das ist blöd."

"Ja, aber das ist nur ein Gedanke, mach dir nichts draus." Er lächelt. "Sei einfach bereit, völlig alleine zu sein. Wenn die Bereitschaft dazu vollkommen da ist, wirst du sehen, dass Alleinsein wunderbar ist und Du wirst es nicht mehr mit Getrenntsein verwechseln. Alleinsein ist wie eine heilige Gemeinschaft. Getrenntsein nur eine Illusion."

"Hm."

"Hm?" Er schaut sie an.

"Ist es das, was die Mönche mit Entsagung meinen?"

"Genau das."

*

28.02.2010 um 19:29 Uhr

Grenzenlos...

*

"Sei bereit alles zu verlieren"...hieß es gestern abend im Satsang. Ich bin darin eigentlich schon ganz schön geübt. Bis zu einer gewissen Grenze geht jeder auch recht leicht... aber darüber hinaus... wird es schwer. Aber wenn ich bei mir bin, merke ich, wie gut es ist... und dass es nichts gibt, dessen Verzicht wirklich etwas wegnimmt... eher im Gegenteil. Jedes Aufgeben oder Loslassen bringt mehr Reichtum... oder besser gesagt: es bringt noch mehr Bewusstsein des inneren Reichtums, der da ist. Und der ist nicht einfach etwas im Austausch oder ein Ersatz, sondern beinhaltet alles, was man verloren glaubte und obendrauf noch viel mehr. Ich habe es an einigen Beispielen erlebt. Und letztlich gibt es keine Grenzen darin. Es gilt in allen Dingen, ob es materieller Reichtum ist, ein Job, irgendwelche Fähigkeiten, oder auch Stolz, ein guter Ruf, eine Beziehung, ein Glaube über jemand anderen, die  Gesundheit, oder den eigenen physischen Körper.

*

28.02.2010 um 16:08 Uhr

Potential...

*

In jedem Menschen ist ein Potential zu lieben. Wenn man es nicht nutzt, verwandelt sie sich in Angst... und drückt sich als Eifersucht aus, oder als Hass... Überall ist die Gelegenheit zu lieben... dieses Potential zu nutzen. Man kann einen fremden Menschen auf der Straße lieben, einfach nur im Vorübergehen... oder einen Stein, einen Baum... alles.

*

sinngemäß aus einem Satsang mit Samarpan

*

23.02.2010 um 11:37 Uhr

Reden schwingen...

*

Sei mit deinem Verstand total streng:
Erlaube ihm nicht, Spirituelles zu erörtern.
Der Verstand weiß nichts von Gott, nichts von Freiheit,
nichts von Erleuchtung, nichts übers Hiersein –
aber er wird nicht aufhören, Reden zu schwingen,
als ob er wüsste.

*

Samarpan

*

23.02.2010 um 10:05 Uhr

Vom Alleinsein...

*

Eine Frau beim Satsang mit Samarpan. Sie erzählt ihm, was sie bedrückt. Sie liebt es alleine zu sein. Sie hat kaum Beziehungen und fühlt sich so eigentlich sehr wohl. Aber jeder sagt ihr, dass man so nicht leben kann, so ohne Beziehungen. Und sie ist dadurch unsicher geworden. Sie glaubt, dass etwas mit ihr nicht stimmt, dass die anderen Recht haben und sie anders sein sollte. Aber - das merkt man ja daran, wie sie spricht - im Innern weiß sie genau, wie sie leben will, nämlich eben vornehmlich alleine.

Ich kenne solche Gedanken gut, weil es mir ähnlich erging, ergeht. Wenn man immer auf andere hört, denkt man, etwas sei mit einem selbst falsch, weil die anderen lauthals sagen, was richtig ist, wie man richtig lebt. Man soll möglichst nicht "still" sein, sondern ständig plaudern... und man soll viele Beziehungen haben. Beides bei mir nicht der Fall. Das ist auch gut so. Aber man kann sich über sich selbst wirklich unsicher werden... über das eigene innere Gefühl, das eigentlich klar und deutlich ist... durch das Geplärr von außen.

Es wird gesagt, dass man sich erst durch Beziehungen selbst erleben und definieren kann. Das ist entlarvend gesagt. Man definiert sich gegenseitig. Das hat etwas mit angenommener Identität zu tun, und gar nichts mit wahrem Sein. Beziehungen verwirren statt zu helfen, wenn man nicht genügend Zeit für sich alleine verbringt, um das eigene Sein immer wieder zu spüren... welches IMMER DA ist, im Gegensatz zu anderen Menschen, zu Beziehungen, zu Geschichten, zu Gedanken, Gefühlen...

Jedenfalls... Samarpan sagte ihr, dass Beziehungen kein Bedürfnis seien - allenfalls ein Wunsch. Ein Bedürfnis ist etwas, das man braucht um leben zu können. Das trifft auf Beziehungen nicht zu. Ein Baby stirbt, wenn es nicht gefüttert wird. In diesem Fall ist seine Beziehung zur Mutter ein Bedürfnis. Ein Erwachsener stirbt nicht, wenn er alleine lebt. Es ist kein Bedürfnis. Was ist mit den Weisen, die absichtlich alleine leben... sitzen sie einem Irrtum auf? Und er selbst... am Abend ist er zwei Stunden beim Satsang mit Menschen zusammen. Die restlichen 22 Stunden ist er allein. Und wegen dieser 22 Stunden sind diese 2 Stunden möglich.

Aber die anderen sagen immer... sagt sie kläglich. Das ist eine Lüge, erwidert er. Es ist in Ordnung so wie Du es in Dir fühlst. Sie ist erleichtert...

Und manche haben das Gefühl, sie bräuchten unbedingt viele Beziehungen, damit es ihnen gut geht. Ja, dann ist das so. Vielleicht können sie das, ohne sich selber darin zu verlieren. Vielleicht brauchen sie auch noch einige Zeit lang viele Geschichten und viele Beziehungen, bevor sie sich selber begegnen. Pauschalantworten gibt es nicht. Man muss auf das Herz hören...

*

22.02.2010 um 09:28 Uhr

Glückwunsch...

*

...zum dritten Geburtstag!

Du bist großartig. 

LOVE.

*

21.02.2010 um 22:31 Uhr

Frieden schließen...

*

Können wir mit allen Erfahrungen, die wir machen, Frieden schließen?

Samarpan sagt, das nehme der Illusion die Macht.

Ja.

*

21.02.2010 um 21:52 Uhr

Ohne Geschichte existiert man nicht...

*

Was Samarpan über all die Geschichten denkt, die die Menschen immer wieder zu ihm tragen, fragt der Reporter... es sind ja immer wieder ähnliche oder gar dieselben Geschichten, seit Jahren, Jahrzehnten.

Wenn ich eine Geschichte habe, bin ich. Ohne eine Geschichte existiere ich nicht. Aber sie sind auch schmerzvoll. Deshalb kommen die Menschen und bringen ihre Geschichten und ihren Schmerz. Und hier kommen sie zu sich selbst. Samarpan sagt, er macht nichts anderes als Osho oder Buddha oder Jesus... die Menschen zum Jetzt zurückbringen.

Warum er das tut, fragt der Reporter. "Es ist das beste, was ich mit meinem Leben anfangen kann."

(Samarpan bei Jetzt-TV, gefunden bei Facebook)

*

Ich habe Samarpan vor etwa zehn Jahren in Berlin gesehen, erlebt. Ich saß nur in dem Raum unter den Zuhörern, ich kam nicht an die Reihe, ihm gegenüberzusitzen, aber das machte nichts. Der Raum war voll von seiner Ausstrahlung, egal wo man saß. Wenn man da sitzt fällt plötzlich alles ab und alles ist so klar. Sehr beeindruckend, was mit den Menschen geschah, die vorgerufen wurden, ihm gegenüber saßen und ihre Geschichten erzählten. Eine Frau klagte über ihre private Situation, weinte fast darüber... Er blickte sie nur an, nickte leicht... eine lange Weile lang schwiegen sie beide, sahen sich in die Augen. Ihr Gesichtsausdruck änderte sich auf einmal... war plötzlich ganz entspannt. Man sah direkt, wie all das von ihr abfiel, was sie quälte. Und dann sagte sie: "Ich verstehe... ich bin auch diese Frau" (mit der sie Probleme hatte)... Samarpans Augen leuchteten auf und er lächelte und nickte auf so eine liebevolle Art. Es war geradeso, als würde er sie in die Arme nehmen. Ja, wirklich beeindruckend.

Von da an schrieb ich ihm öfters Mails, die er immer innerhalb weniger Tage beantwortete. Seine Antworten hatten auf mich dieselbe Wirkung wie auf die Frau und auf mich in dem Raum in Berlin. Die Worte selbst waren fast egal. Er ist einfach ein Mensch, der bei sich ist und stillschweigend den anderen zu demselben Punkt in sich führen kann. Natürlich nur, wenn der es wirklich will.

*

21.02.2010 um 12:09 Uhr

Seine Augen, sein Herz, seine Seele...

*

Seine Augen in meine Augen,

sein Herz in mein Herz,

seine Seele in meine Seele,

unverdrossen umfangen."

*

(Mechthild v. Magdeburg)

*

19.02.2010 um 13:57 Uhr

Illusion der Entsagung...

*

Etwas, dessen man entsagt, muss einem gehört haben. Was gehört einem Menschen? Wessen kann er wirklich entsagen? Oder ist auch Entsagung nur Illusion?

In dieser Geschichte wird alles abgeschält, was nicht Besitz ist und dem man daher auch nicht entsagen kann... bis es nichts mehr abzuschälen gibt:

Chudala und Shikidwaja

*

17.02.2010 um 11:10 Uhr

Löser aller Ketten...

*

O Kaiser aller Ehren!

O Krone aller Fürsten!

O Weisheit aller Meister!

O Spender aller Gaben!

O Löser aller Ketten!

*

("Das fließende Licht der Gottheit", Mechthild von Magdeburg)

*

 *

13.02.2010 um 20:52 Uhr

Leib und Seele...

*

( aus"Das fließende Licht der Gottheit, Mechthild v. Magdeburg)

*

So spricht der gequälte Leib zu der verbannten Seele:

*

"Wann willst du mit deiner Sehnsucht Flügel fliegen

zu wonnevollen Höhen, zu Jesus, deiner ewigen Liebe?

Dann sag ihm Dank für mich, meine Herrin,

wenn ich auch erbärmlich und unwürdig bin,

dass er doch mein sein wollte,

als er in dieses Elend kam

und unsere Menschheit auf sich nahm;

und bitte, dass er mich ohne Schuld

behalte in seiner lauteren Huld,

bis wir heilig enden,

dann wirst du, liebe Seele, dich von mir fortwenden."

*

Die Seele:

* 

"Eia, mein allerliebstes Gefängnis,

in dem ich gefesselt bin,

ich danke dir, dass du folgest mir;

wenn ich auch oft betrübt ward von dir,

du bist mir doch zu Hilfe gekommen,

dir wird noch all deine Not genommen

an dem Jüngsten Tage.

Darum lassen wir die Klage;

es soll uns alles wohlbehagen,

was Gott mit uns getan.

Du mögest nun tapfer aushalten

und süße Hoffnung behalten."

*