***Serenas Augenblicke***

28.02.2010 um 19:29 Uhr

Grenzenlos...

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"Sei bereit alles zu verlieren"...hieß es gestern abend im Satsang. Ich bin darin eigentlich schon ganz schön geübt. Bis zu einer gewissen Grenze geht jeder auch recht leicht... aber darüber hinaus... wird es schwer. Aber wenn ich bei mir bin, merke ich, wie gut es ist... und dass es nichts gibt, dessen Verzicht wirklich etwas wegnimmt... eher im Gegenteil. Jedes Aufgeben oder Loslassen bringt mehr Reichtum... oder besser gesagt: es bringt noch mehr Bewusstsein des inneren Reichtums, der da ist. Und der ist nicht einfach etwas im Austausch oder ein Ersatz, sondern beinhaltet alles, was man verloren glaubte und obendrauf noch viel mehr. Ich habe es an einigen Beispielen erlebt. Und letztlich gibt es keine Grenzen darin. Es gilt in allen Dingen, ob es materieller Reichtum ist, ein Job, irgendwelche Fähigkeiten, oder auch Stolz, ein guter Ruf, eine Beziehung, ein Glaube über jemand anderen, die  Gesundheit, oder den eigenen physischen Körper.

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28.02.2010 um 16:08 Uhr

Potential...

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In jedem Menschen ist ein Potential zu lieben. Wenn man es nicht nutzt, verwandelt sie sich in Angst... und drückt sich als Eifersucht aus, oder als Hass... Überall ist die Gelegenheit zu lieben... dieses Potential zu nutzen. Man kann einen fremden Menschen auf der Straße lieben, einfach nur im Vorübergehen... oder einen Stein, einen Baum... alles.

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sinngemäß aus einem Satsang mit Samarpan

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23.02.2010 um 11:37 Uhr

Reden schwingen...

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Sei mit deinem Verstand total streng:
Erlaube ihm nicht, Spirituelles zu erörtern.
Der Verstand weiß nichts von Gott, nichts von Freiheit,
nichts von Erleuchtung, nichts übers Hiersein –
aber er wird nicht aufhören, Reden zu schwingen,
als ob er wüsste.

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Samarpan

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23.02.2010 um 10:05 Uhr

Vom Alleinsein...

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Eine Frau beim Satsang mit Samarpan. Sie erzählt ihm, was sie bedrückt. Sie liebt es alleine zu sein. Sie hat kaum Beziehungen und fühlt sich so eigentlich sehr wohl. Aber jeder sagt ihr, dass man so nicht leben kann, so ohne Beziehungen. Und sie ist dadurch unsicher geworden. Sie glaubt, dass etwas mit ihr nicht stimmt, dass die anderen Recht haben und sie anders sein sollte. Aber - das merkt man ja daran, wie sie spricht - im Innern weiß sie genau, wie sie leben will, nämlich eben vornehmlich alleine.

Ich kenne solche Gedanken gut, weil es mir ähnlich erging, ergeht. Wenn man immer auf andere hört, denkt man, etwas sei mit einem selbst falsch, weil die anderen lauthals sagen, was richtig ist, wie man richtig lebt. Man soll möglichst nicht "still" sein, sondern ständig plaudern... und man soll viele Beziehungen haben. Beides bei mir nicht der Fall. Das ist auch gut so. Aber man kann sich über sich selbst wirklich unsicher werden... über das eigene innere Gefühl, das eigentlich klar und deutlich ist... durch das Geplärr von außen.

Es wird gesagt, dass man sich erst durch Beziehungen selbst erleben und definieren kann. Das ist entlarvend gesagt. Man definiert sich gegenseitig. Das hat etwas mit angenommener Identität zu tun, und gar nichts mit wahrem Sein. Beziehungen verwirren statt zu helfen, wenn man nicht genügend Zeit für sich alleine verbringt, um das eigene Sein immer wieder zu spüren... welches IMMER DA ist, im Gegensatz zu anderen Menschen, zu Beziehungen, zu Geschichten, zu Gedanken, Gefühlen...

Jedenfalls... Samarpan sagte ihr, dass Beziehungen kein Bedürfnis seien - allenfalls ein Wunsch. Ein Bedürfnis ist etwas, das man braucht um leben zu können. Das trifft auf Beziehungen nicht zu. Ein Baby stirbt, wenn es nicht gefüttert wird. In diesem Fall ist seine Beziehung zur Mutter ein Bedürfnis. Ein Erwachsener stirbt nicht, wenn er alleine lebt. Es ist kein Bedürfnis. Was ist mit den Weisen, die absichtlich alleine leben... sitzen sie einem Irrtum auf? Und er selbst... am Abend ist er zwei Stunden beim Satsang mit Menschen zusammen. Die restlichen 22 Stunden ist er allein. Und wegen dieser 22 Stunden sind diese 2 Stunden möglich.

Aber die anderen sagen immer... sagt sie kläglich. Das ist eine Lüge, erwidert er. Es ist in Ordnung so wie Du es in Dir fühlst. Sie ist erleichtert...

Und manche haben das Gefühl, sie bräuchten unbedingt viele Beziehungen, damit es ihnen gut geht. Ja, dann ist das so. Vielleicht können sie das, ohne sich selber darin zu verlieren. Vielleicht brauchen sie auch noch einige Zeit lang viele Geschichten und viele Beziehungen, bevor sie sich selber begegnen. Pauschalantworten gibt es nicht. Man muss auf das Herz hören...

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22.02.2010 um 09:28 Uhr

Glückwunsch...

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...zum dritten Geburtstag!

Du bist großartig. 

LOVE.

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21.02.2010 um 22:31 Uhr

Frieden schließen...

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Können wir mit allen Erfahrungen, die wir machen, Frieden schließen?

Samarpan sagt, das nehme der Illusion die Macht.

Ja.

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21.02.2010 um 21:52 Uhr

Ohne Geschichte existiert man nicht...

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Was Samarpan über all die Geschichten denkt, die die Menschen immer wieder zu ihm tragen, fragt der Reporter... es sind ja immer wieder ähnliche oder gar dieselben Geschichten, seit Jahren, Jahrzehnten.

Wenn ich eine Geschichte habe, bin ich. Ohne eine Geschichte existiere ich nicht. Aber sie sind auch schmerzvoll. Deshalb kommen die Menschen und bringen ihre Geschichten und ihren Schmerz. Und hier kommen sie zu sich selbst. Samarpan sagt, er macht nichts anderes als Osho oder Buddha oder Jesus... die Menschen zum Jetzt zurückbringen.

Warum er das tut, fragt der Reporter. "Es ist das beste, was ich mit meinem Leben anfangen kann."

(Samarpan bei Jetzt-TV, gefunden bei Facebook)

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Ich habe Samarpan vor etwa zehn Jahren in Berlin gesehen, erlebt. Ich saß nur in dem Raum unter den Zuhörern, ich kam nicht an die Reihe, ihm gegenüberzusitzen, aber das machte nichts. Der Raum war voll von seiner Ausstrahlung, egal wo man saß. Wenn man da sitzt fällt plötzlich alles ab und alles ist so klar. Sehr beeindruckend, was mit den Menschen geschah, die vorgerufen wurden, ihm gegenüber saßen und ihre Geschichten erzählten. Eine Frau klagte über ihre private Situation, weinte fast darüber... Er blickte sie nur an, nickte leicht... eine lange Weile lang schwiegen sie beide, sahen sich in die Augen. Ihr Gesichtsausdruck änderte sich auf einmal... war plötzlich ganz entspannt. Man sah direkt, wie all das von ihr abfiel, was sie quälte. Und dann sagte sie: "Ich verstehe... ich bin auch diese Frau" (mit der sie Probleme hatte)... Samarpans Augen leuchteten auf und er lächelte und nickte auf so eine liebevolle Art. Es war geradeso, als würde er sie in die Arme nehmen. Ja, wirklich beeindruckend.

Von da an schrieb ich ihm öfters Mails, die er immer innerhalb weniger Tage beantwortete. Seine Antworten hatten auf mich dieselbe Wirkung wie auf die Frau und auf mich in dem Raum in Berlin. Die Worte selbst waren fast egal. Er ist einfach ein Mensch, der bei sich ist und stillschweigend den anderen zu demselben Punkt in sich führen kann. Natürlich nur, wenn der es wirklich will.

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21.02.2010 um 12:09 Uhr

Seine Augen, sein Herz, seine Seele...

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Seine Augen in meine Augen,

sein Herz in mein Herz,

seine Seele in meine Seele,

unverdrossen umfangen."

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(Mechthild v. Magdeburg)

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19.02.2010 um 13:57 Uhr

Illusion der Entsagung...

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Etwas, dessen man entsagt, muss einem gehört haben. Was gehört einem Menschen? Wessen kann er wirklich entsagen? Oder ist auch Entsagung nur Illusion?

In dieser Geschichte wird alles abgeschält, was nicht Besitz ist und dem man daher auch nicht entsagen kann... bis es nichts mehr abzuschälen gibt:

Chudala und Shikidwaja

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17.02.2010 um 11:10 Uhr

Löser aller Ketten...

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O Kaiser aller Ehren!

O Krone aller Fürsten!

O Weisheit aller Meister!

O Spender aller Gaben!

O Löser aller Ketten!

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("Das fließende Licht der Gottheit", Mechthild von Magdeburg)

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13.02.2010 um 20:52 Uhr

Leib und Seele...

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( aus"Das fließende Licht der Gottheit, Mechthild v. Magdeburg)

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So spricht der gequälte Leib zu der verbannten Seele:

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"Wann willst du mit deiner Sehnsucht Flügel fliegen

zu wonnevollen Höhen, zu Jesus, deiner ewigen Liebe?

Dann sag ihm Dank für mich, meine Herrin,

wenn ich auch erbärmlich und unwürdig bin,

dass er doch mein sein wollte,

als er in dieses Elend kam

und unsere Menschheit auf sich nahm;

und bitte, dass er mich ohne Schuld

behalte in seiner lauteren Huld,

bis wir heilig enden,

dann wirst du, liebe Seele, dich von mir fortwenden."

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Die Seele:

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"Eia, mein allerliebstes Gefängnis,

in dem ich gefesselt bin,

ich danke dir, dass du folgest mir;

wenn ich auch oft betrübt ward von dir,

du bist mir doch zu Hilfe gekommen,

dir wird noch all deine Not genommen

an dem Jüngsten Tage.

Darum lassen wir die Klage;

es soll uns alles wohlbehagen,

was Gott mit uns getan.

Du mögest nun tapfer aushalten

und süße Hoffnung behalten."

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11.02.2010 um 19:04 Uhr

Lebensberatung aus dem AT...

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Gib deine Seele nicht den Sorgen hin, und bring dich nicht zu Fall mit deinem Grübeln! / Die Herzensfreude ist dem Menschen Leben, und Frohsinn mehrt dem Menschen seine Lebenstage. / Beschwichtige dich selbst, beruhige dein Herz, und halte den Verdruss dir fern! Denn viele hat die Sorge schon getötet, und der Verdruss ist nie von Nutzen. / Neid und Zorn verkürzen das Leben, und vor der Zeit macht Sorge alt. Der Schlaf des Frohen schmeckt wie Leckerbissen, und seine Mahlzeit mundet ihm.

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(Buch "Jesus Sirach", 30,21-35)

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10.02.2010 um 21:14 Uhr

Herrin und Herr...

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Du beherrschst mich durch Deine Stärke und Deine Macht. Ich beuge mich vor Dir und jeder Deiner Wünsche ist mir Befehl und Freude. Ich dagegen beherrsche Dich mehr und binde Dich tausendmal fester durch meinen ergebenen Gehorsam. Er macht mich frei... macht mich zu einer Herrin über Dich, meinem geliebten Herrn.

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10.02.2010 um 10:38 Uhr

Die Herren der Finsternis haben versagt...

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Wie die Herren der Finsternis sich streiten und rechtfertigen vor ihrem Meister, da ihnen eine Seele entkommen ist (aus "Das fließende Licht der Gottheit", Mechthild von Magdeburg).

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"Unseliger, es war deine Schuld!"

"Schweig. Geselle, nie fand ich sie in großer Ungeduld. / Schoss ich ihr böse Gedanken zu, / immer half ihr die Reue im Nu."

"Das Beichten bringt uns um die Ehr. / Unserer Gesellen waren viel mehr, / deren Fürsorge sie zugeteilt. / Was uns wohl jetzt am Hofe ereilt?"

"Wehe, Meister, was hast du uns angepriesen, / als du uns diesen Menschen zugewiesen? / Wir erspähten keine große Sünde an ihm."

"Versuchte ich die Seele häufig, / dann fing sie an zu weinen, / ich und meine Gesellen / konnten sie niemals fällen. / Mit Weinen vertrieb sie mich, / mit Seufzen verbrannte sie mich / an Haar und an Klauen; / ich konnte mich nicht in die Nähe getrauen!"

"Ihr Gehorsam war ohnegleichen, / nichts konnte ihn erreichen. / So ist es denn gekommen, / dass sie uns tatsächlich entronnen. / Das ist unser größter Schaden. / Alle ihre Werke brannten innen / in göttlichem Lieben, / tat sie doch alle aus gutem Willen."

Da spricht der Meister:

"Wohlan, eurer Sorge vertraut' ich sie an. / Mit Verlust seid ihr an den Hof gekommen, / der Strafe werdet ihr nicht entkommen, / die ich euch dafür zugeteilt. / Da ihr nicht gern bei den Menschen weilt, / wo ich mit Freuden wäre - / erwiese man mir nur diese Ehre. / Jetzt müsst ihr bei mir in der Hölle leben, / das soll eure Strafe sein. / Ich werde gelehrte Meister aussenden, die guter Leute Erkenntnis verblenden. / Könnten wir deren Fleiß zerstören, mit dem sie eifrig Gott verehren, / wir kämen wieder zu allen Ehren, / dann folgten ihnen die Jungen, / so würde sich unser Geschlecht vermehren. ..."

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08.02.2010 um 22:46 Uhr

Die Weiblichkeit und Männlichkeit der Seele...

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Weib ist das edelste Wort, das man von der Seele sagen kann. Es ist noch edler denn Jungfrau. Dass der Mensch Gott in sich empfängt, das ist gut, und in dieser Empfängnis ist er Magd. Dass aber Gott fruchtbar in ihm werde, das ist besser. Denn Fruchtbarkeit ist Dankbarkeit für die Gabe; und in der wiedergebärenden Dankbarkeit ist die Seele ein Weib.

Die Seele ist immer gleich einem Mann, wo sie Gott zugewandt ist. Wo die Seele sich herniederkehrt, da heißt sie weiblich. Aber wo man Gott selbst erkennt und Gott bei sich daheim sucht, da ist die Seele männlich. Alsdann also ist sie gleich einem Mann, wenn sie eingestaltig, ohne Mittler, in Gott dringt.

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(Meister Eckhart)

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07.02.2010 um 14:07 Uhr

Vor der Schöpfung war Gott nicht Gott...

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Meister Eckhart - Eckhart von Hochheim - 1260-1328. Er war in der Kirche in Deutschland und Frankreich ein "hohes Tier". Doch sein Denken ging der Kirche irgendwann zu weit. Es wurde ein Verfahren gegen ihn wegen einiger seiner Schriften eingeleitet. Man warf ihm vor, er wolle mehr wissen als nötig und habe sich vom Teufel verführen lassen. Während das Verfahren läuft, stirbt Eckhart. Daraufhin wird es eingestellt. Es wird verbreitet, Eckhart habe sich vor seinem Tod doch noch dem Papst unterworfen. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass er sich von seinen Schriften distanziert hat.

Sehr verständlich ist es, dass die damalige Kirche etwas verurteilte, womit sie wahrscheinlich nach ihrer Denkweise sogar heute noch Probleme haben könnte oder vielleicht auch hat, vorausgesetzt sie beschäftigt sich überhaupt mit Eckharts Schriften. Denn Meister Eckharts Gedanken waren und sind - gemessen am Welt- und Gottesbild der Kirche - wirklich revolutionär.


Einige Erkenntnisse von Meister Eckhart: 

Gott steht am Anfang der Schöpfung, vorher gibt es keinen Gott. Die Schöpfung ist die Ursache Gottes. Davor ist Gott nicht Gott sondern das, was er ist, genau wie jede Kreatur. Dort ist das, was später Gott und Kreatur ist, Eins.

Den Eigenwillen wirklich aufzugeben bedeutet, auch das Streben danach, Gottes Willen zu tun, abzulegen.

Nach Gott zu streben heißt nicht, "die Straße zu fliehen" und "die Kirche zu suchen", sondern Gott in allem zu finden. Gott ist nichts und daher alles. Eine Ausnahme kann es hier nicht geben.

Wer gelassen bleibt, egal wo er ist, ob mit Menschen oder ohne, ob auf der Straße oder im Kloster, ist wirklich gelassen und in Gott. Wer Bedingungen braucht und Gott nur hier und nicht dort sieht, der nicht.

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06.02.2010 um 11:00 Uhr

Was die Rippe bedeutet...

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Die Schöpfungsgeschichte des Moses im Alten Testament bezieht sich, wie es bei Jakob Lorber heißt, nicht auf die Erschaffung der Welt, sondern nur allein auf die Erschaffung des Menschen. Alles was an den sechs Tagen durch Gott getan wird und was am 7. Tag in den Zustand der Vollreife mündet, sind die Stadien der Entwicklung des Menschen in der Bildersprache der Entsprechungen. Der Himmel ist die Intelligenzfähigkeit, die Erde die Attraktionsfähigkeit. Die Erde war finster - es gab noch keine Selbsterkenntnis. Die noch untätigen Gedanken sind das Wasser. Die Gedanken, aus denen Ideen entstehen sind das Licht. Der Tag ist die Selbständigkeit, die Nacht die Gebundenheit. Alle Pflanzen die in die Erde eingegeben werden und aus ihr hervorsprießen sind die Liebe. Die Sonne ist der ungeschaffene ewige Geist. Der Mond ist die geschaffene Seele, die Mittlerin zwischen Geist und Natur. Die Sterne sind die zahllosen nützlichen Erkenntnisse. Die Tiere und Adam und Eva sind die volle Lebendigwerdung dessen, was der Mensch in sich fasst, was ihn ausmacht. Eva wurde nicht aus einer Rippe Adams erschaffen. Die Rippe ist leidglich ein Bild, welches besagt, dass Eva "Schutz, Schild und Schirm" des Lebens ist. Sie und Adam sind im eigentlichen Sinne nicht zu trennen, wie wir alle wissen sollten... ;)

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05.02.2010 um 22:16 Uhr

Ohne Liebe keine Sprache...

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Wir würden vergehen unter dem Eindruck der Außenwelt, unter der Freude, dem Schmerz, wenn wir uns ihrer nicht entledigen könnten. Mitteilung ist Lebensbedürfnis, ist das einzige Band, das alle in Einem verbindet, "ist das Band, das Tiere an Menschen, Menschen an Geistwesen, und Geistwesen, Menschen und Tiere an Mich bindet. Dieses gemeinschaftliche Band, so unvollkommen und beschränkt beim letzten Infusionstierchen, bis zur begeisterten Sprache eines größten Engels, ist der Liebe Produkt. Ohne Liebe keine Sprache, und ohne Sprache keine Liebe!"

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("Die Sprache", Jakob Lorber)


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05.02.2010 um 09:40 Uhr

Die Sprache...

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Unsere Sprache ist noch nicht die letzte auf dieser Erde, es wird noch eine intensivere, geistigere nachfolgen, wenn die Annäherung an die geistige Welt sich vollzieht. Uns fehlen jetzt schon Worte, um manche Gefühle und Seelenzustände auszudrücken, so in den höchsten Augenblicken der ersten Liebewonne oder des Abschiednehmens und Wiedersehens. Wir müssen uns da mit einem Blick voll Seligkeit, einem Händedruck, einer Umarmung begnügen, da alle Worte zu arm und unfähig sind, das auszudrücken, was in der Seele mit geistiger Flammenschrift geschrieben wird, die in dem Worte "Liebe" gipfelt. ... Die Sprache muss sich diesen geistigen Erfordernissen anpassen, sich nach und nach vergeistigen, damit dort mit geistigen Begriffen auch endlich selbst für die höchsten Gefühle analoge Ausdrücke in der Sprache vorhanden sind."

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("Die Sprache", Jakob Lorber)

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04.02.2010 um 19:49 Uhr

Von Sprache, Kunst und Musik...

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"Benutzet die Sprache, um andere zu bilden !

Benutzet die Kunst, um anderen zu begeistern !

Benutzet die Musik, um anderen den Weg zum Gefühle

und zu Mir zu zeigen !"

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(aus: "Die Sprache", Jakob Lorber)