***Serenas Augenblicke***

21.11.2009 um 20:05 Uhr

Eine enorme Zahlenkolonne...

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Vergangene Nacht hatte ich einen Traum, oder eigentlich zwei. Der eine bestand aus verschiedenen Begebenheiten, die ich nicht mehr weiß, und der andere war wie da hineingeflochten. Nur dieser ist mir doch deutlich in Erinnerung. Und zwar sah ich auf einem großen Blatt Papier eine immens große Zahl, die so viele Stellen hatte, dass sie erst zwei, später dann zweieinhalb Zeilen einnahm. Anscheinend war es aber doch kein Blatt sondern eher ein Monitor, denn die Zahl veränderte sich immer nach einem Weilchen. Meistens kam eine große Menge hinzu, ab und zu wurde etwas abgezogen, aber derart wenig, dass es gar nicht ins Gewicht fiel. Insgesamt wurde die Zahl langsam immer größer und größer und wuchs wie gesagt über zwei Zeilen hinaus. Ich spürte und wusste, dass das mein Reichtum war, aber nicht monetärer Reichtum, sondern anderer... ein Reichtum, der mich sehr glücklich machte. Jedesmal wenn sich die Zahl wieder um mehrere Stellen erweitert hatte, war es ein riesiges Glücksgefühl im Bauch, eine tiefe Freude. Wobei ich mich immer noch etwas wunderte, was das nun eigentlich genau war. Irgendjemand, der unsichtbar war, sagte mir dann, was es war. Er sagte: "DAS IST GOTTES GNADE!" Ich war baff. Und bin es noch! Ich erinnere mich an die Episode aus den vedischen Schriften: Wenn Du einen einzigen kleinen Schritt auf Krishna zugehst, kommt er Dir 1000 Schritte entgegen. Und in meinem Traum wurden diese 1000 Schritte noch um ein Vielfaches überboten...

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20.11.2009 um 11:55 Uhr

Glück...

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Glück in der Welt ist abhängig von Umständen, akzeptiert nur bestimmte Bedingungen, muss immer wieder erkämpft werden, ist unstet, kommt und geht ohne unsere Kontrolle und unseren Willen, ist bedingt und endlich.

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Glück in Gott ist unabhängig von Umständen, akzeptiert alle Bedingungen, muss nicht erkämpft werden sondern wird geschenkt, ist vollkommen treu und immer da, ist bedingungslos und ewig.

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19.11.2009 um 23:42 Uhr

Krishna und Jesus...

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"Wenn jemand Krishna liebt, dann muss er auch Jesus lieben. Und wenn man Jesus auf vollkommene Weise liebt, dann muss man auch Krishna lieben. Wenn er sagt. ‚Warum sollte ich Krishna lieben? Ich liebe Jesus', dann hat er kein Wissen. Und wenn jemand sagt, Warum sollte ich Jesus lieben? Ich liebe Krishna', dann hat auch er kein Wissen. Wenn jemand Krishna versteht, dann versteht er auch Jesus. Wenn jemand Jesus versteht, dann wird er auch Krishna verstehen." (Shrila Prabhupada im Gespräch mit Allen Ginsberg, 12. Mai 1969 / Columbus - Ohio)

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18.11.2009 um 12:10 Uhr

Nicht erklärbar...

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Aus Unmanifestiertem entsteht Manifestiertes.

Aus Äther entsteht Luft.

Aus Luft entsteht Feuer.

Aus Feuer entsteht Wasser.

Aus Wasser entsteht Erde.

Aus Manifestiertem entsteht Unmanifestiertes.

Das was all dies in Gang setzt,

versuchen alle Religionen der Welt zu beschreiben,

doch es ist nicht beschreibbar und nicht erklärbar.

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16.11.2009 um 10:30 Uhr

Al di là delle parole...

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E la donna desidera un Signore per amar e servirlo, sia il Signore dei Cieli o sia un Signore mondano oppure tutti e Due.

Dapprima la donna ama e desidera il Grande Signore dei Cieli, e dopo che Lui l'ha risposto, la donna puo andarsene, anche se non vuole lasciarLo dopo aver sentito il Suo sapore, peró adesso sa amare il suo Signore mondano ancor di piú e con il suo amore straordinario lo nobilita.

L'amor del Signore dei Cieli é sopra ogni possibilitá di capire. Colpe la sua dolce donna e la lascia, facendola soffrire al di là delle parole, e cosí lei L'ama piú che si puó mai dire e cosí lei non sia mai piú capace di pensare o sentire altro che Lui.

L'uomo davanti al Signore dei Cieli é sempre una donna, davanti ad una donna ha il dovere di essere un Signore nobile.

La donna tiene il privilegio di essere sempre una donna amante e servante siccome lei é la piú grande amante.

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15.11.2009 um 14:24 Uhr

Wie der Tau auf die Blume kommt...

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XIII. Wie Gott in die Seele kommt

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Ich komme zu meiner Liebsten

wie Tau auf die Blume.

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(aus: "Das fließende Licht der Gottheit", Mechthild von Magdeburg)

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Was für ein wunderschönes Bild das ist... wie Tau auf die Blume... Wie kommt Tau auf die Blume... sanft, sehr sanft, aber unwiderstehlich und unvermeidlich... leise kommt er, aus Millionen Teilchen bestehend, die sich auf und mit der Blume vereinigen... die sie sanft berühren, auf ihr ruhen... die schließlich, getragen von ihr, als Tropfen in der Sonne funkeln wie ein kostbares Schmuckstück... wie aus dem Nichts aufgetaucht, aber nur scheinbar aus dem Nichts, denn mit anderen Augen könnte man sehen, auf wievielen Wegen aus allen Richtungen die Teilchen zusammengetroffen sind um den Tropfen zu bilden... Nichts braucht erzwungen zu werden, die Blume wartet nur ab...

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14.11.2009 um 22:34 Uhr

Die Geliebte Gottes...

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Gottesliebe... ich versuche zu verstehen, was das ist, schon lange. Ich habe ein paar Antworten bekommen. Die Liebe, in der man sich hingibt und nichts verlangt, ist es. Hingebungsvoller Dienst führt zumindest in ihre Nähe... Ein kleiner Funken im Herzen wird durch solchen Dienst größer und fängt an zu leuchten, und dann fühlt es sich wirklich ein bisschen so an, als würde man leuchten...  Bei anderen ist dieses Licht zu einem lichterloh brennenden riesigen Feuer geworden. Zum Beispiel bei den Gopis, die Krishna lieben. Oder bei Lord Caitanya, der den Menschen zeigt, wie sie diese Gottesliebe erreichen können... Im christlichen Raum nennt man sie Agape, im hinduistischen Prema Bhakti. Ich hielt es nicht für möglich, dass es eine derartige Liebe, wie die der Gopis zu Krishna auch im Christentum gibt. Aber es gibt sie. Man kann Gott sogar im Christentum leidenschaftlich lieben... wie schön. :) Mechthild von Magdeburg war eine Gopi. Ihre sieben Bücher "Das fließende Licht der Gottheit" war sicher den Kirchenmännern nicht recht... denn darin beschreibt sie diese Liebe, die nicht nur die Liebe einer Dienerin zu ihrem Herrn ist, sondern auch die einer Geliebten zu ihrem Geliebten. Es knistert gewaltig. Es knistert umso mehr, da man weiß, der Geliebte ist kein irdischer Mann, sondern Gott. Das ist ein Mysterium, eigentlich unvorstellbar. Nun, sie ist eine Mystikerin, genau wie die Gopis. Shrila Prabhupada, der das Shrimad-Bhagavatam vom Sanskrit ins Englische übersetzte, sagte, die letzten beiden Bände sollte nur von Gottgeweihten gelesen werden, die schon einige Verwirklichung und Erkenntnis erreicht haben, weil die dort geschilderten Liebesspiele der Gopis und Krishnas sonst mit fleischlicher Lust und Liebe verwechselt werden könnten. Und ja, man kann da etwas verwechseln, wenn man noch gar keine Vorstellung hat, die über die irdische Liebe hinausgeht und denkt, die Gottesliebe sei irgendwie langweiliger oder so... Es ist mehr als das Gegenteil der Fall, wie man bei ihren Zeilen erahnen kann. Ich kann nur staunend dastehen und wünschen, dass mein kleines Licht einmal stärker brennen kann, um das in meinem Horizont unterzubringen, von mehr als das ganz zu schweigen.

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Mechthild schreibt:

Dann geht die Allerliebste zum Allerschönsten in das verborgene Gemach der unschuldigen Gottheit. Da findet sie das Lager der Liebe und die Stätte der Liebe von Gott nicht nach Menschenart bereitet.

Da sagt unser Herr: "Bleibt stehen, edle Seele!"

"Was gebietest du, Herr?"

"Ihr sollt Euch ausziehen!"

"Herr, was wird dann mit mir geschehen?"

"Edle Seele, Ihr seid meiner Natur so innig verbunden, dass gar nichts zwischen euch und mir sein darf. Niemals war ein Engel so erhaben, dass ihm auch nur für einen Augenblick zuteil geworden wäre, was Euch auf ewig zu eigen ist. Darum sollt ihr Furcht und Scham ablegen und jede äußere Tugend. Vielmehr sollt Ihr allein die (Tugend), die Ihr von Natur aus in Eurem Innern habt, auf ewig fühlen. Das ist Euer edles Verlangen und Euer unendliches Begehren. Diese will ich in Ewigkeit mit meiner unendlichen Gnade stillen."

"Herr, nun bin ich eine nackte Seele und du in dir selbst ein Gott in großer Herrlichkeit. Unser beider Gemeinschaft ist das ewige Leben ohne Tod."

Darauf tritt da eine selige Stille ein, wie es beide wollen. ...

Lieber Gottesfreund, diesen Liebesweg habe ich für dich aufgeschrieben - Gott möge ihn dir ans Herz legen!

Amen

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13.11.2009 um 11:24 Uhr

Herumlungernde Gedanken...

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Ich saß heute morgen da und chantete... und da war nacheinander verschiedener Lärm, ein Auto, Hundegebell, dies und jenes... Mir wurde da plötzlich klar, dass das mein eigener Krach ist... meine eigenen Ablenkungsmanöver... denn in die Stille einzutauchen ist ja nicht so einfach wie man sich das vielleicht denkt. Man spürt irgendwann, dass man darin vielleicht auch ertrinken könnte, denn sie ist unendlich, bodenlos, da ist nichts mehr zum Festhalten. Die Stille ist ein ausdrückliches Einverstandensein mit dem Loslassen von allem Festen. Und irgendetwas im Menschen hat Angst davor und bietet alle möglichen Rettungsanker an... streckt knorrige Äste hin, damit man danach greift und so wieder aus der Stille herausgezogen werden kann. Diese Äste bestehen aus Lärm, der anscheinend stört, oder aus Gedanken des Alltags, die ganz in der Nähe lässig herumlungern und es darauf anlegen, dass man auf sie anspringt... Man kann sie einfach da stehen lassen... und wieder zurückkehren zur Mitte. Immer wieder. Egal, wie oft es passiert, davon muss man sich nicht entmutigen lassen. Irgendwann verschwinden sie nacheinander... Dann ist da wirklich Stille... in der man, wie man feststellt, nicht ertrinkt, sondern in der man gehalten wird... wie im Toten Meer, wo einen das Wasser oben hält, ohne dass man sich dazu bewegen muss...

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08.11.2009 um 01:25 Uhr

Zeilen der Liebe...

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Niemand kann das Band zerreißen,

das dich und mich verbindet,

als du allein, o Herr der Welt.

Du bist der Baum, o Krishna,

und ich der Vogel, der auf deinen Zweigen sitzt und singt.

Du bist der Fluss, geliebter Krishna,

und ich der Fisch, der freudetrunken schwimmt

und bald ans eine, bald ans andre Ufer rührt.

Du bist der grüne Hügel, o mein Krishna,

und ich der Pfau, der fröhlich darauf tanzt

und seine volle Federpracht entfaltet.

O Herr der Welt, nimm gnädig Meeres große Liebe an!

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Meera von Rajasthan

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03.11.2009 um 12:19 Uhr

Bewegungsunfähig...

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Es gibt so einen Zustand der Bewegungsunfähigkeit, den ich schon einige Male erlebt habe... er ist sehr eigenartig, sehr wohltuend. Ich liege im Bett und kann mich nicht rühren, jedoch ist das nicht die Unfähigkeit des Körpers, sondern etwas anderes. Der ganze Körper kribbelt und ich nehme ihn vollständig und sehr genau, ohne Auslassungen, wahr. Da kommt kurz ein Gedanke wie: "Ich sollte jetzt aufstehen." Doch da ist nur ein mildes Lächeln über diesen Gedanken in mir... Es findet etwas in mir statt, das nicht unterbrochen werden soll und kann. Obwohl ich weiß, ich kann alle meine Glieder ganz normal bewegen, ist es nicht möglich, es zu tun. Also bleibe ich liegen und spüre dieses Kribbeln weiter und spüre, wie ich tief in mich hinein sinke. Es ist also wollte meine Seele mich in den Ort in mir führen, wo sie wohnt, und wo absoluter Friede ist. Sie scheint mir zu winken, dass ich ihr folgen soll. Ich folge ihr... und mehr weiß ich nicht. Und dann irgendwann, irgendwie erwache ich, ohne geschlafen zu haben und kann aufstehen und fühle mich sehr wohl.

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31.10.2009 um 23:33 Uhr

Der letzte Gedanke...

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...vor dem Einschlafen geht mit den in den Schlaf, sinkt hinein und wirkt sehr kraftvoll... beeinflusst die Träume und den gesamten Raum dessen, was man Unterbewusstsein nennt. Eindrucksvoll erlebte ich einmal, als ich noch zur Schule ging, wie man im Schlaf lernen bzw. sogar eine Fertigkeit üben kann... Ich hatte am nächsten Tag Maschinenschreibprüfung, 180 Anschläge pro Minute waren gefordert und ich hatte nichts geübt und fühlte mich sehr unsicher. Vor dem Schlafengehen konnte ich natürlich nicht mehr üben, also tat ich es im Geist. Stellte mir die Tastatur vor und meine Finger darauf und wie ich einfache Sätze schrieb, so schnell wie möglich. Natürlich machte ich null Fehler... :) Und so schlief ich ein... tippend, sehr gut tippend. Und die Schulaufgabe verlief super... ich schrammte nur knapp an einer 1 vorbei, mit einem halben Fehler. Ich habe diese Fähigkeit des Geistes viel zu wenig verwendet... schade darum. Das, was alle machen, hat so eine große Kraft... also das umständliche Lernen und Üben auf dem herkömmlichen Weg...

In spirituellem Zusammenhang hat das auch eine große Bedeutung. Eknath Easwaran schreibt in "Mit den Augen der Liebe", wie wichtig es ist, mit guten Gedanken einzuschlafen. Wie sehr es den Schlaf positiv beeinflusst und den Geist insgesamt stärkt. Man nennt den Schlaf ja den "kleinen Bruder des Todes"... Und so gilt dasselbe auch für den Tod, der ein Sinken der Seele in Alles Was Ist bedeutet... Und das, womit die Seele im Augenblick des Todes erfüllt ist, das lenkt sie auch weiterhin auf ihrem Weg... In der Gita heißt es in 8.6:


yam yam vapi smaran bhavam   tyajaty ante kalevaram

tam tam evaiti kaunteya   sadad tad-bhava-bhavitah

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Was auch immer der Seinszustand ist, an den man sich erinnert, wenn man seinen Körper verlässt, o Sohn Kuntis, diesen Zustand wird man ohne Zweifel erreichen.


Das Ausrichten des Geistes auf eine bestimmte Sache, eine gewünschte Sache, und das Loslassen aller anderen, nicht erwünschten Sachen, ist eine immense Kraft des Menschen... es ist seine ganz persönliche Schöpferkraft. Sie wirkt immer, egal womit wir unseren Geist sich beschäftigen lassen.

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31.10.2009 um 12:09 Uhr

Vom Denken und Meditieren...

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Nichts soll dich ängstigen,

nichts dich erschrecken.

Alles geht vorüber.

Gott allein bleibt derselbe.

Alles erreicht der Geduldige,

und wer Gott hat, der hat alles.

Gott allein genügt.

(Teresa von Ávila)

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Als ich dem Kloster die Post brachte und ich ein größeres Päckchen dabei hatte, das nicht in den Briefkasten ging, und ich dort den Vorraum betrat, stand da über der großen Türe hinter denen die weiteren Räume lagen, in goldener Schrift: "Gott allein genügt". Als mein Blick darauf fiel und ich das las landete der Satz ganz tief in meinem Bauch, wie ein warmer Blitz. Das löste ein unbeschreibliches Glücksgefühl aus. Es war eine Erinnerung an das, was immer und immer wieder das Ergebnis jeder Meditation, jeden Gebets, jedes Chantens, jedes Singens von Bhajans war. Ein kleiner Satz, der stärker ist als jede Last. Der alles, was schwer ist, plötzlich sich auflösen lässt. Ein Satz, der Sorgen und schwere Gedanken als ganz unbegründet durchschaut und deshalb unglaubliche Erleichterung bringt. Ein Satz, der in die Sphäre führt, wo die Seele zuhause ist, wo man ganz bei sich selbst sein kann. Bei dem, was man wirklich ist. Das tut gut.

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Eknath Easwaran schreibt in "Mit den Augen der Liebe" über das Denken, mit dem wir uns immer wieder selbst so stark belasten:

"Das Denken verbraucht eine große Menge Energie, aber dahinter kommen Sie erst wirklich wenn die riesige Produktionsstätte Ihres Geistes stillgelegt wird. Wird sie das wirklich, und legt sich der ungeheure Lärm des Denkprozesses, so kommt das sofort dem Körper zugute. Vitalität, die nicht vom Denken gebunden wird, wird direkt dem Körper zugeführt. ... Wenn Sie tief und richtig meditieren, können Sie sich aus diesem Grund unermüdlich in selbstlose Arbeit vertiefen. Selbst wenn Sie müde werden, geht ihre Treibstoffreserve nie aus."

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29.10.2009 um 18:49 Uhr

Dienst...

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Weiters wird in der Gita beschrieben, was die Natur und die ewige Stellung des Lebewesens ist, und zwar sowohl als inkarnierters materielles Wesen als auch als nicht inkarnierte ewige Seele, nämlich sanatana-dharma, und das bedeutet: Dienst.

Es gibt keinen Menschen, der nicht irgendwem dient. Auch jeder Herrscher dient denen, die er beherrscht und demjenigen, der über ihm ist. Und selbst wenn ein inkarniertes Wesen gar niemanden dienen wollte, müsste es doch mindestens sich selber dienen, indem es sich ernährt, kleidet und warmhält... und auch ohne diese Dinge dient es z.B. bereits schon durch seinen Atem der Umwelt, den es umgebenden Pflanzen und damit dem ganzen Kosmos.

Bhakti-Yoga ist das Yoga der Hingabe und des Dienens und es wird in unserem Zeitalter eher empfohlen als z.B. Jnana-Yoga, das Yoga des Wissens. Denn im Zeitalter von Kali herrscht sehr viel Verwirrung hinsichtlich des Wissens und der Wahrheit. Der reine Bhakti-Yogi kann daher leichter vorwärtskommen als der Jnani-Yogi. Letzterer wird leicht verführt, von seinem eigenen vermeintlichen Wissen geblendet und überheblich zu werden.

Shri Caitanya Mahaprabhu, der Goldene Avatar, warnte davor und ging selber mit gutem Beispiel voran. Obwohl er eine Inkarnation Gottes war und alles Wissen in Vollkommenheit besaß, verzichtete er darauf, dieses zur Schau zu stellen, wie es die Jnani-Yogis oft taten und tun, sondern zog einfach nur die Namen Gottes singend und tanzend und dienend mit einer unwiderstehlichen Anziehungskraft durchs Land. Als einige Jnani-Yogis ihn zu einem der üblichen philosophischen Streitgespräche herausforderten, lachte er nur und sagte (sinngemäß): "Ich bin nicht so gescheit wie ihr, ich kann nur tanzen und singen", und zog weiter, inmitten einer Schar von Menschen, die ihm glücklich folgten.

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29.10.2009 um 13:55 Uhr

Die vier Unvollkommenheiten...

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...die, wie in den Veden beschrieben, dem irdischen Menschen anhaften sind:

1. Er begeht mit Sicherheit Fehler.

2. Er unterliegt unvermeidlich falschen Vorstellungen.

3. Er hat die Neigung, andere zu betrügen.

4. Er ist durch unvollkommene Sinne beschränkt.

Aus diesem Grund sagt der Kurs in Wundern auch, es sei gar nicht zutreffend zu sagen, dass der Mensch nicht urteilen "solle"... sondern dass er es ganz einfach nicht könne, weil er niemals vollständiges Wissen über einen Menschen oder eine Situation besitzt.

Die Gita sagt zu diesem Thema, dass vollkommenes Wissen nur von Gott kommen kann, und dass es, wenn es durch verschiedene Wege den Menschen übergeben wird, sofort durch die vier Unvollkommenheiten verunreinigt wird. Deshalb wurde es nicht nur einmal, sondern mehrfach, immer wieder den Menschen übergeben.

Der Mensch kann von seinen Erfahrungen berichten, und selbst hier können ihm Fehler unterlaufen. Geschweige denn wenn er über Dinge spricht, die er noch nicht kennt. Wenn er das aber weiß und berücksichtigt und immer für eine Korrektur offen bleibt, kommt er weiter.

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28.10.2009 um 21:31 Uhr

Worum es in der Gita geht...

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In der Bhagavad Gita werden diese fünf Wahrheiten erklärt:


Ishvara (Gott)

Jiva (das Lebewesen)

Prakriti (die materielle Natur)

Kala (die Zeit)

Karma (Tätigkeit)


Die ersten vier davon sind ewig. Karma ist nicht ewig. Karma bezeichnet genauer gesagt die Resultate aus Tätigkeiten der Jivas, die sie erleiden oder genießen. Das Karma kann durch die Selbsterkenntnis des Jiva neutralisiert werden. Er handelt dann immer noch und tut vielleicht dieselben Dinge wie zuvor, jedoch mit einem völlig anderen Bewusstsein. Er ist nicht auf die Früchte dessen aus, was er tut, sondern handelt völlig frei und gibt sich dabei ganz hin. Indem er nach bestem Wissen und Gewissen ganz im Hier und Jetzt handelt und nicht auf die Früchte schielt, sind seine Handlungen keinem Karma mehr unterworfen.

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28.10.2009 um 11:08 Uhr

Vereinigung...

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Etwas oder jemanden "kennen" bzw. zu "erkennen" bedeutet in verschiedenen spirituellen Schriften, sowohl hinduistischen wie auch christlichen, mit diesem Eins zu werden. In der Bibel bedeuten die Worte "und er erkannte sie", dass sie miteinander schliefen, sich vereinigten, eins wurden, geistig und körperlich...

Eknath Easwaran schreibt in seinem Buch "Mit den Augen der Liebe" über das Chanten der Heiligen Namen - christlicher Namen, wie das die christlichen Mystiker getan haben und tun oder eben die verschiedenen Sanskrit-Namen, mit denen das Höchste bezeichnet wird. Und er sagt in diesem Zusammenhang: "Was man immer wieder chantet, zu dem wird man." Chanten führt zur Vereinigung mit dem Göttlichen. Vereinigen kann sich nur das, was sich kennt und sich ähnlich ist. Es kommt zusammen, was zusammen gehört. 

In der Katha-Upanishad heißt es in einem Vers, dass reines Wasser, das man zu reinem Wasser hinzu gießt, wieder zu reinem Wasser wird, ebenso wie das Selbst, das sich in das Göttliche ergießt (durch Hingabe) zum Göttlichen wird, da es immer göttlich war, auch wenn es eine kleine Zeit lang im Lauf der unendlich lang andauernden und zahlreichen Zeitalter etwas anderes glaubte.

Ein weiterer Hinweis darauf in der Katha-Upanishad lautet: "Das Ewige wird nicht durch das Nicht-Ewige erreicht." Das Nichtewige ist eine Illusion, die die Lebewesen in dieser kleinen Zeitspanne des Irrtums angenommen haben. Sie glauben tatsächlich zu vergehen, weil sie sich mit ihrem Körper und ihrem Verstand identifizieren, mit der äußeren Persönlichkeit. Oder sie sind verwirrt und wissen nicht genau, was sie glauben sollen.

Dass die Persönlichkeit vergeht und vergehen muss, steht deutlich in der Bhagavad-Gita: "Dem materiellen Körper des unzerstörbaren, unmessbaren und ewigen Lebewesens ist es mit Sicherheit bestimmt zu sterben." (2.18) Und Krishna betont mehrmals die Unsterblichkeit der Seele: "Wisse, das, was den gesamten Körper durchdringt, ist unzerstörbar. Niemand ist imstande, die unvergängliche Seele zu zerstören." (2.17)

Es wäre gut, sich selber (die Seele) wirklich kennenzulernen (d.h. mit sich eins zu werden und die eigene göttliche Seele zu lieben), um eine echte Antwort auf "Wer bist du?" geben zu können. Zu der sonst üblichen Antwort, nämlich wenn man Namen und Alter und Beruf und Geburtsort oder Wohnort nennt, gehört eigentlich eher die Frage "Wer ist deine Persönlichkeit, wen stellst Du in diesem irdischen Leben dar?" Das zu verwechseln verursacht Leid.

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26.10.2009 um 11:12 Uhr

Der Angst davonlaufen...

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...darf man und kann sogar sehr sinnvoll sein. Jedenfalls wie Eknath Easwaran in seinem Buch "Mit den Augen der Liebe" es erklärt:


Wenn uns die Angst im Griff hat, kann sich das anfühlen, als seien wir völlig  gelähmt. Das ist etwas ganz anderes als das wütende Aufgepeitschtsein durch Ärger oder Groll. Aber diejenigen, die in der Meditation Erfahrung haben, gehen mit der Angst ganz genauso wie mit den stürmischeren Gefühlsregungen um. Sie analysieren sie nicht; sie zerbrechen sich nicht den Kopf über sie. Sie rücken einfach von ihnen ab und reisen in der Meditation in jene Tiefenzonen der Stille, wo sie von den Wogen der Angst, des Ärgers oder der Habgier nicht beeinträchtigt werden können. Wenn sie zu aufgeregt oder zu geladen sind, um gleich die Ruhe zum Meditieren finden zu können, machen sie einen längeren raschen Fußmarsch und wiederholen dabei unablässig das mantram. Schon diese physische Anstrengung vermittelt ihnen das Gefühl, sie würden von der Angst oder dem Ärger einfach weglaufen und diese Gefühle hinter sich lassen, und auf einer tieferen Ebene - unterhalb ihrer bewussten Wahrnehmung - weicht das mantram nach und nach den lähmenden Griff der Angst oder Erregung auf. Ihr Atemrhythmus, der zunächst ganz flach und gehetzt ist, wird allmählich tief und gleichmäßig. Der Geist wird ruhiger, und bis sie schließlich heimkommen, sind sie so weit, dass sie etwas Konstruktives anfangen können.


 

Was den "mantram" betrifft... dieser ist natürlich variabel... jeder kann einen finden, der ihm zusagt. Für mich ist es der Hare-Krishna-Maha-Mantra oder einfach "Jay Shri Ram"... weil diese heiligen Namen schon sehr tief in mir sind und ganz spontan herauskommen. Einmal z.B., in einer Situation im Auto, die sehr gefährlich war, rief ich spontan laut "Krishna" - ohne nachzudenken, das kam einfach so heraus... Das Mantram kann auch einfach das Wort "Liebe" sein oder "Gott" oder "Friede" oder "Om" oder "Jesus"...

Das mit dem Laufen und dabei das Mantra chanten habe ich bei Ärger schon so gemacht, wie er es beschreibt und es hat großartig geholfen. Bei Angst hatte ich komischerweise eine Blockade... vielleicht wegen diesem "Weglaufen", das man laut westlicher Psychologie nicht soll... weil einen sonst die Angst "wieder einholt"... Ich habe mich ablenken lassen durch diese fleischlosen Psycho-Theorien und habe nicht auf meinen Bauch gehört, der mir sagte, dass ich es besser so machen sollte, wie oben beschrieben... nicht nur mit Ärger, sondern gerade auch mit der Angst (die wahrscheinlich nur verweigerter Ärger ist). Nicht stehenbleiben und auf der Angst herumkauen und sie gedanklich wie im Hamsterrad wiederholen... sondern sie wirklich hinter sich lassen.

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22.10.2009 um 11:27 Uhr

Steh auf und kämpfe!

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Bhagavad Gita, 4.42 *

tasmad ajnana-sambhutam hrt-stham janasinatmanah

chittvainam samsayam yogam atisthottistha bharata

Daher sollten die Zweifel, die in deinem Herzen aus Unwissenheit entstanden sind, mit der Waffe des Wissens zerschlagen werden. Bewaffne dich mit yoga, o Bharata, steh auf und kämpfe.

 

In der Tat spielt sich das Gespräch, das die Bhagavad Gita beinhaltet auf einem Schlachtfeld statt, dem Schlachtfeld von Kuruksetra, auf welchem sich ein- und dieselbe Sippe in zwei Lager gespalten gegenübersteht. Arjuna konnte vor dem Kampf wählen, ob er soundsoviele bewaffnete Krieger zur zusätzlichen Unterstützung haben möchte oder Krishna als seinen Wagenlenker. Er entschied sich für Krishna, und damit auch für die Art von Yoga, die Krishna oben erwähnt, aber das wusste er zu dem Zeitpunkt noch nicht. Nun stehen die beiden in dem Wagen mitten auf dem Schlachtfeld, kurz bevor der Kampf beginnt, und Arjuna offenbart Krishna, dass er nicht gegen seine Verwandten kämpfen will. Lieber will er entehrt von dannen ziehen. Daraufhin offenbart Krishna das transzendentale Wissen, das in diesem Vers erwähnt wird, die Art von Yoga, mit der jeder Mensch bewaffnet sein sollte. In vielen Versen erklärt er Arjuna den Unterschied zwischen fruchtbringenden und selbstlosen Tätigkeiten und erklärt ihm, was Pflichten sind und wie man mit ihnen umgehen muss. Außerdem zeigt er Arjuna in einer großen Schau, die diesem fast den Atem nimmt und ihn schwindelig werden lässt, das was hinter den Dingen steht... Er sieht mit einem mal alle Lebewesen und alle Dinge des Universums, die ganze umfassende Vielfalt von Allem Was Ist, und wie alles doch aus ein- und derselben Quelle hervorkommt und sich ständig verändert... wie Seelen in Körper schlüpfen, wie diese entstehen und vergehen in einem ewigen Kreislauf... und dass der Mensch den Leiden der Welt nur entkommt, indem er diese Dinge durchschaut und entsprechend reagiert.

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17.10.2009 um 17:58 Uhr

Der zehntausendste Teil einer Haarspitze...

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Über die Seele 

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Bhagavad Gita 2.17 - Krishna klärt Arjuna im 2. Kapitel über die Seele auf. 


avinasi tu tad viddhi   yena sarvam idam tatam

vindsham avyayasyasya   na kashcit kartum arhati

Wisse, das, was den gesamten Körper durchdringt, ist unzerstörbar. Niemand ist imstande, die unvergängliche Seele zu zerstören.


In der Gita wird die Beschaffenheit und Natur der Seele genau beschrieben. In der Erläuterung dieses Verses weist Srila Prabhupada auf andere Schriften hin, in denen unter anderem steht: "Wenn eine Haarspitze in hundert Teile und jedes dieser Teile in weitere hundert Teile zerlegt wird, dann entspricht eines dieser Teile der Größe der spirituellen Seele." Und: "Es gibt unzählige Partikel von spirituellen Atomen, und jedes von ihnen ist so groß wie der zehntausendste Teil einer Haarspitze."

Die Seele ist also kleiner als alle anderen Atome und kann daher den Körper vollkommen durchdringen. Selbst wenn Körper und Geist sehr verunreinigt sind durch zuviel Nahrung, durch Suchtmittel, durch Verkrampfungen die durch Stress verursacht wurden, durch üble Gedanken und durch Sorgen, durch Hass und andere negative Gefühle etc. durchdringt die Seele den physischen, mentalen und emotionalen Körper immer noch. Doch durch einen gereinigten Körper und Geist kann sie natürlich besser fließen und man kann sie auch selbst besser wahrnehmen... Dann wird man immer intuitiver, das Bewusstsein wird immer feiner, die Wahrnehmung immer genauer. Es fallen einem Dinge auf, für die man vorher gar kein Auge hatte... z.B. die Schönheit in der Natur oder in anderen Menschen, die eigenen Talente und die von anderen und so weiter.

Man kann durch Atem- und Energiearbeit Körper und Geist reinigen, so dass die Seele sie stärker durchdringen kann. Zu schnell sollte man, wie Alice Bailey warnt, aber nicht vorgehen, denn wenn die ungemein starke Energie der Seele zu plötzlich einströmt, kann es sein, dass man das nur schwer ertragen kann. Hierin liegt auch ein Grund, weshalb es nicht immer angezeigt ist, jede Krankheit sofort zu heilen, und warum manche Menschen sich auch intuitiv dagegen wehren, dass eine Krankheit oder eine Sucht gleich geheilt wird. Diese Warnung kommt direkt von der Seele, die um diese Dinge weiß.

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16.10.2009 um 00:15 Uhr

Windräder des Zorns...

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Eknath Easwaran verwendet in seinem Buch "Mit den Augen der Liebe", wie schon erwähnt, lebhafte und schöne Bilder. Hier geht es um Zustände wie Zorn, Habgier und Angst, die er mit äußeren Stürmen vergleicht.

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Unsere moderne Zivilisation hat bei der Erkundung der äußeren Welt ungeheure Fortschritte gemacht, aber sie hat es sträflich vernachlässigt, auch die innere Welt zu erforschen. Und doch leben wir in der inneren Welt genauso viel wie in der äußeren Welt. Die Kräfte des Zorns können für uns selbst und für andere zu alles verheerenden Hurrikanen werden. Die Kräfte der Habgier können zu Orkanen anschwellen, die den Geist verwirren. Die Angst ist ein grimmiger Schneesturm, der ein Menschenwesen fürchterlich unter sich begraben kann. Wir müssen wissen, von woher diese Stürme drohen und wie man sie beeinflussen und nutzbar machen kann.

Beim Anblick der Windräder auf den uns umgebenden Hügeln werde ich immer wieder daran erinnert, dass die mächtigen Stürme, die über unsere Gegend fegen, in Dienst genommen worden sind. Ganz ähnlich kann man auch ,Windräder des Zorns' in seinem Bewusstsein aufstellen: wir können die Energien des Zorns sinnvoll nutzen. Wenn sich die verheerenden Stürme des Zorns erheben, können wir den Heiligen Namen aufsagen, unseren Geist zur Ruhe bringen und diesen anschwellenden Zorn in Mitleid umwandeln.

Der Zorn ist rohe Kraft - Kraft, die wir normalerweise in sinnlosen Explosionen verpuffen lassen. Aber wir können es lernen, unseren Zorn als Initialzündung einzusetzen, wie es Gandhi getan hat, als er seinen Zorn in gewaltlosen Widerstand umsetzte. Zorn, Angst und Habgier - das alles sind ungeheure Kräfte, die uns, wenn sie umgewandelt werden, helfen können, auf unserer spirituellen Reise voranzukommen. Haben wir ihre Kraft erst einmal gezügelt, so treiben sie uns vorwärts, statt uns abzubremsen. Was wir also bei der Meditationsübung lernen, ist, die innere Welt zu entdecken, die so wirklich ist wie die äußere Welt.

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