***Serenas Augenblicke***

06.08.2009 um 12:17 Uhr

Alkoholikerin...

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Zwei Schwestern... beide Alkoholikerinnen. Die eine seit 20 Jahren trocken mit AA. Die andere hat mit Unterbrechungen immer weitergetrunken... früher Schnaps, später ging das nicht mehr, dann waren es "nur" noch drei Flaschen Sekt am Tag. Sie liegt jetzt mit einem völlig vergifteten Körper im Sterben. Es gibt keine Antwort auf die Fragen nach dem Warum. Oder tausend Antworten, die alle nicht befriedigen. Es ist wie es ist. Jedes Leben ist wertvoll und wichtig, auch eines, das in den Augen der Welt gescheitert ist. Ich denke an sie und mache ein Licht für sie an.

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06.08.2009 um 11:42 Uhr

Wozu braucht man die Zeit? Teil 1

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Ihm wurde gezeigt wie schnell der Mensch Gedanken denkt und wechselt und wie ungenau sie oft sind. Alles was er dachte erschien real um ihn herum. Die Szenerie wechselte alle Augenblicke, der Wald bestand aus verschwommenen, sich ständig verändernden Bäumen, seine Wohnung sah zuweilen wie mitten im Umzug oder in der Renovierung aus, unvollständig... der Teppich fehlte, Einrichtungsgegenstände waren vergessen worden. In einer Sekunde befand er sich in einer afrikanischen Landschaft (wo er einen Urlaub geplant hatte), dann wieder am heimatlichen Fluss. Er sah seine Freundin vor sich in verschiedensten Kleidern - und ganz ohne... er lag mit ihr im Bett... Doch bevor er mit ihr genießen konnte, stand er plötzlich im Büro seines Chefs, wo eine wichtige Entscheidung anstand... belastend. Und so ging es weiter. Alle seine Gedanken materialisierten sich augenblicklich und genauso wie er sie dachte... genau oder ungenau und verwaschen, je nach seiner Konzentration und Aufmerksamkeit.

Gehetzt, dachte er. Ich bin gehetzt. Meine Gedanken schlagen Purzelbäume und zerren mich mit sich, ob ich will oder nicht. Ich will ruhig sein und mich auf eine Sache konzentrieren! Er dachte an den Platz am Fluss, das schien im vorläufig das Einfachste, da er dort oft war und die Ruhe der Natur genoss. Er stellte sich alles genau vor, sehr sorgfältig, und alles erschien genauso... All die Pflanzen, das sich leicht kräuselnde Wasser, der Wind, der die Pflanzen bewegte und den er im Gesicht spürte, die Farbe des Himmels... die Schattierungen, das Glitzern des Wassers, die umherfliegenden Insekten... die Chefetage blitzte kurz auf... Nein ich bin am Fluss! Und das Bild des Flusses kehrte sofort zurück.

Schließlich stellte er sich ebenso konzenriert die afrikanische Landschaft vor, die ihm weit weniger bekannt war... so gut er konnte tat er es. Afrika (oder jeder andere Ort) gab es nicht, es war in seinem Kopf und entstand wenn er es daraus entließ. Aber da war mehr als das, was er sich vorstellte. Er spürte mehr Gedanken als seine eigenen bezüglich dieser afrikanischen Landschaft. Wie ein Nebel pulsierender Energie schienen sie von allen Seiten herbeizukommen um das Bild zu vervollständigen. Er erkannte, dass dies die Gedanken aller anderen waren, die mit seinen zusammen diese afrikanische Landschaft bildeten. Darin waren für ihn nun auch unbekannte Aspekte, die es zu entdecken galt und über die er staunen konnte. Spannend, das alles.

Fortsetzung folgt

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05.08.2009 um 11:46 Uhr

Sacinandana Swamis Geschichten II

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Er erzählte seinen Traum, den auch ich - viele Jahre später - fast genauso träumte...

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Ich befand mich in Indien, in der Nähe des heiligen Flusses Yamuna... Als ich betend langsam dem Fluss näherkam, hörte ich Menschenstimmen, ich roch Rauch, Zimbeln wurden gespielt, man sang verschiedene Mantras... Schließlich sah ich all die Menschen um einen großen Haufen Holz herum, direkt neben dem Fluss. Inmitten des Holzes lag ein Mann aufgebahrt, überschüttet mit Blumen. In dem Holzhaufen züngelten schon einige kleine Flammen... Ich kam näher und näher... der Mann, der da gestorben war, war ein Swami, man sah es an der Kleidung. Ich wollte wissen, wer das ist und kam so nah, dass ich sein Gesicht erkennen konnte... und ich sah - mich selbst.

Ich setzte mich in einiger Entfernung hin und sah meiner eigenen Bestattung zu während ich meine Gebetskette in der Hand hielt und den Maha-Mantra kaum noch aussprach, weil er von selbst in mir erklang. Er wurde eins mit dem Gesang der Menschen und eins mit dem Rauch, eins mit der ganzen Szenerie. Ich verstand einen Moment lang alles, durch und durch... bis ins Kleinste des Universums... ich sah alle Teile und das Ganze, das sie waren. Ich sah wie perfekt mein vergängliches Fleisch in Alles Was Ist hineingehörte. Ich spürte, wie alle Last verschwand... und spürte mich selber so lebendig wie noch nie.

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05.08.2009 um 00:18 Uhr

Sacinandana Swamis Geschichten I

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Sacinandana Swami hatte ein mitreißendes Lachen... er lachte immer. Selbst wenn er lächelte war es ein Lachen. Wir trafen ihn öfters, einmal auf Reisen übernachtete er auch bei uns. Es stellte sich heraus, dass wir uns im normalen Gespräch wenig zu sagen hatten... dass wir uns irgendwie auf persönlicher Ebene nicht zusagten. Aber seine Geschichten, seine Träume, seine Erinnerungen, die er innerhalb seiner "lectures" erzählte... die trafen immer ins Schwarze und kamen an. Es war schön, das so sehen zu können. Es gibt eben Menschen, mit denen man nur auf bestimmten Ebenen kommunizieren kann. Wenn man es nicht mit Gewalt anders haben will, ist das ganz wunderbar.

Einmal erzählte Sacinananda Swami eine Geschichte über die Wahrnehmung... Er erzählte also, wie er eines Tages in einem Park nahe des Tempels frühmorgens zum Chanten des Hare-Krishna-Mantras auf seiner Gebetskette auf einen Baum stieg... etwas ungewöhnlich, aber wenn man ihn kennt, nicht so sehr. Er hockte also auf dem ersten dicken Ast, nicht sehr weit oben, in seinem safranfarbenen Mönchsgewand und chantete Hare Krishna mit der sehr langen, herabhängenden Gebetskette in der Hand... als zwei Frauen des Weges kamen, die sich unterhielten. Eine von ihnen blickte ihn geradewegs an. Er lächelte und wollte gerade grüßen, als sie wieder als hätte sie gar nichts gesehen vor sich auf den Weg schaute. Dass sie ihn mit ihren physischen Augen gesehen hatte, war klar, aber sie hatte ihn einfach nicht wahrgenommen. Zu unmöglich und seltsam war dieser Anblick... so dass das Gehirn einfach nichts Vergleichbares finden konnte und die Erscheinung einfach unter den Tisch fallen ließ. Man weiß ja mittlerweile, wie diese Dinge im Gehirn ablaufen. Es ist wirklich interessant. Denn es gibt doch zu denken, wieviele Dinge, Wesen, Situationen es gibt, die wir vielleicht sehen aber nicht wahrnehmen... weil wir nur in gewohnten Schienen denken, sprechen, sehen, hören...

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03.08.2009 um 12:02 Uhr

Die Chinesin...

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Mai Wen erfüllte ihre Pflichten. Ihr Leben bestand aus Gehorchen und Dienen. Sie war eingebunden in ein Leben voller Traditionen. Das Sicherheit gab aber fast keinen Freiraum ließ für den einzelnen Menschen. Tief in sich im innersten Kern spürte sie die Sehnsucht frei zu sein von all dem. Doch niemals wagte sie es, davon irgendetwas zu äußern. Sie träumte davon, wie es wäre in einem anderen Land zu leben, wo sie frei sein könnte. Es musste paradiesisch sein. Hätte sie die Wahl, würde sie nie mehr im China dieser Tage geboren werden wollen.

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Claudia las viel über andere Länder und träumte oft, zu reisen oder ganz woanders zu leben. Viele Länder fand sie interessant. China nicht. Nicht aus Gründen der Mentalität oder Politik... sie wusste nicht weshalb. Es war ein tiefes Gefühl von Antipathie, das sie - rational kaum zu erklären - schon als Kind hatte, als sie eigentlich noch gar nichts über dieses Land wusste. Zu Fasching schneiderte die Mutter selbst Kostüme für die Kinder. Einmal hatte sie glänzenden roten Stoff mitgebracht und schneiderte daraus ein chinesisch anmutendes Kleid für sie... dazu ein Hut, ebenfalls rot, mit chinesischen Schriftzeichen darauf. Die Mutter schminkte ihre Augen so, dass sie chinesisch aussahen. Sie ließ das alles geschehen. Genau wie Mai Wen alles geschehen ließ. Sie sagte nichts und war einfach traurig. Sie fühlte sich unwohl in dem chinesischen Kleid, unter dem chinesischen Hut... besonders wenn alle sagten, wie schön das aussah. Sie war unglücklich - genau wie Mai Wen. Später, einige Jahre später, sagte jemand, sie hätte "schlitzige" Augen... Sie betrachtete sich im Spiegel und sah nichts dergleichen - und war wütend. - Irgendwann ergab es sich zufällig, dass sie bei einer alten Chinesin Tai Chi lernte, und dort ein junges chinesisches Mädchen kennenlernte, Mai Li, die ihre Freundin wurde, aber immer auf Distanz, von beiden Seiten her. - Jahre später sagte ihr Mann manchmal lachend zu ihr: "Jetzt bist du wieder eine Chinesin." Er behauptete, wenn sie müde sei, sähen ihre Augen chinesisch aus. Es war ihr unangenehm, aber da sie es selber nicht verstand, sagte sie nichts dazu. Irgendwann lernte sie Feng Shui... und als sie tief in das Thema eingedrungen war und ihre Lehrerin sie sehr lobte für ihr Talent, wandte sie sich davon ab und wollte nichts mehr davon wissen, ohne zu wissen weshalb. 

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Das einzige, was sie liebte waren diese Lieder, diese lieblichen Klänge, die der Seefahrer ihr von seinen Reisen in den Fernen Osten schickte... Und sie sang selbst chinesisch... in eigenen chinesischen Melodien, für einen Europäer kaum zu unterscheiden von einem echten chinesischen Lied. Irgendetwas war geblieben... eine tief-herzliche Erinnerung an Mai Wen. Sie sang für Mai Wen ein Lied, in dem sie ihr sagte, dass die Freiheit nicht in einem anderen Land liegt, sondern immer nur im Herzen zu finden ist.

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01.08.2009 um 23:26 Uhr

Der Seefahrer...

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Klaus fuhr zur See. Er sah auch so aus. Er war stämmig, stark, nicht dick, blonde gelockte Haare bis auf die Schultern, Drei-Tage-Bart... blaue Augen, in denen man Liebe sehen konnte... die Liebe zum Leben, den Respekt vor allen Menschen. Er war ein sehr sehr sehr sehr lieber Mensch. Als er Anna zum ersten Mal sah war er zärtlich berührt, sofort. Als sie ihn sah, spürte sie Wärme, war aber viel zu abgelenkt, um sich weiter um ihn Gedanken zu machen. Er war ein Mitbewohner, nichts weiter. Er stellte sich bei ihr vor, klopfte an ihre Türe... was eigentlich sie hätte machen sollen, denn sie war die Neue in der WG. Die anderen hatte sie ja schon kennengelernt. Klaus war aber noch auf See gewesen... jetzt war er zurück. Sie hatte ihn zwar gehört... aber irgendwie war ihr die Schreiberei gerade wichtiger gewesen... Er merkte, dass sie anderswo war und beließ es bei der sehr herzlichen Begrüßung, die sie nur höflich erwidert hatte.

Als sie sich das zweite Mal trafen, war sie mehr bei sich und offen, ihn kennenzulernen. Doch zu ihrer Überraschung stellte sie fest - wie das angehen konnte, wusste sie nicht - dass sie ihn schon kannte. Er lächelte sie an wie jemand, der ihr schon von klein auf vertraut war. Sie fühlte sich seltsam. Es gab keine Kennenlernphase, sie war einfach nicht nötig. Wie eigenartig schön das war... Sie hörte auf sich zu wundern und genoss es. Sie sagte ihm Dinge, die sie nie jemand anderem erzählt hatte. Er berührte sie, umarmte sie, und es war einfach nur richtig. Auch als sie miteinander schliefen... Sie begriff es nicht, aber es war, als ob er heimgekommen wäre, zu seiner Frau, zu ihr, die auf ihn gewartet hatte.

Nach einiger Zeit fuhr er wieder los zur See. Sie waren nicht "zusammen", kein Paar. Sie wollte es nicht, weil sie nicht warten wollte. Und er wollte es ihr nicht zumuten. Er war ein Seefahrer und das wollte er immer sein, er liebte es. Es schlugen zwei Herzen in seiner Brust, doch das für die See schlug schneller. Er schrieb ihr Briefe von unterwegs... viele Seiten auf dünnem Papier, ganz klein vollgekritzelt mit seinen Erlebnissen. Er nutzte jede freie Zeit, wenn das Schiff im Hafen lag, um durch die Städte zu streifen, die Menschen und Gebäude und Atmosphären einzuatmen. Er schickte ihr Musikkassetten mit wunderschöner chinesischer Musik... sie war bezaubert von diesen Klängen. Als er heimkehrte, war sie da, als hätte sie auf ihn gewartet... alles war wundervoll...

Doch dann sagte sie ihm, dass sie jemand anderen hätte. Er war wütend, er schrie laut auf... sie erschrak. So eine heftige Reaktion hatte sie nicht erwartet... fast hatte sie Angst vor diesem Ausbruch bekommen. Doch er beruhigte sich sofort und entschuldigte sich. Er hatte ja gewusst, dass das kommen musste. Sie waren kein Paar, ausdrücklich nicht. Sie wollte nicht warten, er konnte nichts anderes als Seefahrer sein... er verstand sie gut. Und trotzdem... war da Aufbegehren. Warum konnte er denn nicht alles haben, was sein Herz so begehrte... Einfach alles...

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27.07.2009 um 13:50 Uhr

Der Tod von Kater Billy...

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Nachdem im November 1976 der alte 16jährige Kater Billy von Jane und Robert gestorben war, nahmen sie ein neues junges Katerchen zu sich, Billy II. Der kleine Billy lebte drei Jahre bei ihnen, bis er am 28. Februar 1976 auch starb. Das erschütterte die beiden sehr, auch wenn sie doch so viel schon erfahren hatten über Leben und Tod. Seth hatte ihnen so vieles vermittelt, und sie hatten auch viel verstanden, dennoch...

Seth hatte ein paar schöne Worte und Erklärungen. Kein Trost, aber Anlass, darüber zu meditieren, nachzusinnen, das in sich aufzunehmen... wiedererkannt habe ich einiges davon in Bezug auf Tim. Hier einige Zitate (gefunden in "Individuum und Massenschicksal" ab S. 212):

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Tiere denken nicht an ein langes oder kurzes Leben, sondern an eine leuchtende Gegenwart, die weder Anfang noch Ende hat. Zeit in eurem Sinne gibt es für sie nicht.

Für eine Katze ist die Zeit in der Gegenwart enthalten.

Ihr beide wusstet, dass Billy sterben würde. Auch die Pflanzen in eurem Haus und die Bäume vor eurer Tür wussten es. Auf der Zellebene hatte die Meldung stattgefunden, und die Zellen wissen um Geburt und Tod jeder einzelnen Zelle.*

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*An anderer Stelle hat Seth das mit den Zellen näher erläutert und gesagt, dass die Zellen nicht nur über die anderen Zellen desselben Organismus bescheid wissen, sondern auch um alle Zellen in ihrer äußeren Umgebung. Daraus erklärt sich z.B. warum ein Tier keine Jungen bekommt oder seine Jungen tötet... das Wissen um die Bedingungen ist in den Zellen vorhanden. Unsere Hündin hat sich, obwohl unkastrirert und unsterilisiert und trotz vieler heißer Verehrer von keinem Rüden decken lassen. Sie hatte einen Hüftschaden und obwohl sie durch Homöopathie wieder gut hergestellt war und keine Schmerzen hatte, fand sie die Bedingungen für einen Wurf wohl nicht passend.

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27.07.2009 um 00:06 Uhr

Ein paar Bekannte...

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

T. ist diejenige, die ich am frühesten wahrnehme. Ein Wesen, das in sich ruht und am liebsten im Freien ist, im Grünen... dort völlig versinkt, die Zeit vergisst... immer zufrieden, solange sie das tun kann. Sie hat ein fröhliches Lächeln. Sie ist menschenfreundlich, aber nicht menschenabhängig. Sie nimmt viel in ihrer Umwelt wahr, was andere nicht sehen... was für sie völlig selbstverständlich ist.

L. nimmt diese Dinge, die für T. ganz normal sind und macht ein Fass auf... zieht sie von ihrer Natürlichkeit in einen Kontext von spleenigen Ideen und in die esoterische Ecke. L. glaubt nichts, tut aber so, als ob sie glaubte. Sie glaubt im Grunde gar nichts von dem, was T. erlebt. Was T. aber nicht weiter interessiert oder irgendwie aus der Ruhe bringt. L. bringt ihr Glaube an Nichts öfters mal in Sinnkrisen, und hin und wieder griff sie daher auch schon zu einigen Mitteln, die sie genau in die Höhen hoben, an die sie nicht glaubte. Was sie zuerst genoss und später bereute.

N. neigt zur Hysterie und zur Hypochondrie. T. griff - wenn N. endlich Ruhe gab - öfter mal ein und heilte, was N. wieder angerichtet hatte. Trotzdem verfällt N. immer wieder irgendwelchen Ängsten, die sie selber nicht versteht und von denen sie manchmal die Vermutung hegt, dass sie wirklich unwirklich sind. Aber sie ist extrem. Selber hat sie gar keine Ideen, aber die Ideen von T. oder O. nimmt sie gerne auf und treibt sie ins Extrem. Wenn dann die Kurve nach unten geht, dann natürlich genauso extrem und so steht sie häufig mit dem Schwert in der Hand da und weiß nicht, wofür oder gegen wen sie zuerst kämpfen soll oder ob sie es nicht besser gegen sich richtet.

O. ist ein leutseliger Mensch, dem T. sehr am Herzen liegt der aber auch sonst ein Herz für fast alle hat. Nur mit N.s extremen Aufs und Abs und ihrer Hysterie tut er sich schwer. Er liebt das Gute und Schöne und sein Betreben ist es, sich das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten, mit Freunden und mit allem, was Vergnügen macht. Er liebt die Musik und den Gesang und überhaupt die Kunst. Er ist sehr erdverbunden und auch religiös. Er ist ein herzzensguter Mensch. N. wirft ihm immer wieder vor, sich alles immer nur schönzureden und sich nie die Schattenseiten des Lebens und seiner selbst anzusehen und auch nie in den Keller zu gehen um seine Leichen hochzuholen. O. scheint nie zu verstehen was sie meint und kann darauf auch nichts erwidern. Er schweigt dann, um dann so zu tun als wäre nichts gewesen und lädt alle zu einem Musiktreffen ein. N. kocht innerlich, weil er wieder nur ablenkt. T. freut sich, wäre aber lieber mit O. alleine. L. ist gerne mit O. zusammen obwohl er ihr manchmal einfach zu gottverbunden ist.

A. kommt immer wieder ins Spiel. Meistens sitzt er irgendwo ruhig herum und schaltet sich immer dann ein, wenn irgendwer einen Fehler gemacht hat. Er versteht nicht, warum Fehler passieren, wo doch alle wissen, wie alle Dinge richtig zu erledigen sind. Es gibt doch für alles Gesetze und Regeln. Wieso halten sich die Leute nicht einfach daran, dann passieren auch keine Fehler, denkt er immer wieder protestierend und sagt es auch manchmal laut mit einem verständnislosen Kopfschütteln. Seine eigenen Fehler sieht er nicht. Er stellt an sich den höchsten Anspruch der Fehlerlosigkeit und kann nichts anderes sehen. Ansonsten ist er wirklich ein netter, ruhiger Typ, durchaus humorvoll.

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26.07.2009 um 14:37 Uhr

Der Wasserfall...

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Ich stand unter der warmen Dusche... alles drehte sich einmal spiralförmig durch den Strahl des Wassers... und dann spürte ich eiskaltes Wasser über meinen Körper laufen, der Strahl war viel stärker als zuvor... er brachte mich manchmal fast aus dem Gleichgewicht... unter meinen Füßen fühlte ich glatte Kieselsteine auf nachgebendem Boden... die Kälte des Wassers löste gleichzeitig ein Bibbern und ein Kribbeln ín mir aus und in meinen Ohren dröhnte dieses unglaubliche Donnern... Bis zur Hälfte der Waden stand ich im Wasser, ich öffnete die Augen und sah wasserverhangen und blinzelnd die Sonne durch das Wasser blitzen, das von dem Felsen herabströmte... Ich fühlte mich am richtigen Ort... völlig frei... juchzend, schreiend, lachend stand ich da, drehte mich im Wasser... rannte ans Ufer... und ließ mich auf einen dick bemoosten Felsen nieder, sonnenbeschienen. Die Sonne durchdrang den bibbernden Körper und beruhigte ihn, umschmeichelte ihn. "Deshalb hast Du diesen Körper" raunte mir jemand zu... Ich blickte mich um... ein Storchenschnabelblümchen nickte so vor sich hin... die anderen Blümchen lächelten... die Gräser taten so als wäre nichts... die Schmetterlinge schielten nektarschlürfend zu uns herüber... Ich lächelte auch und blickte wieder zum donnernden Wasserfall, in dem die Sonne tausende Diamanten tanzen ließ.

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26.07.2009 um 14:23 Uhr

Wie sieht ein Mensch aus...

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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...der aus seinen notierten "Ideen und Erinnerungen" einen Film wie "Die fabelhafte Welt der Amélie" schafft? Sooo sieht er aus... und sooo. Manche Leute sehen völlig anders aus als man erwartet hat... Er aber sieht aus wie erwartet, einfach passend... als ob man ihn wiedererkennt, obwohl man ihn noch nie gesehen hat... Schön.

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26.07.2009 um 00:06 Uhr

Gedanken fliegen lassen...

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Gedanken sind (wie) Menschen. Sie haben Freude daran, sich zu vereinigen und dann passiert das, was gewöhnlich auch bei Menschen passiert, sie vermehren sich. Die neuen Gedanken verändern die ursprünglichen mit ihrer neuen Dynamik,  und vereinigen sich wiederum... und so geht es weiter und weiter... Ich glaube es gibt keinen anderen Grund dafür als die Freude daran... Oder? Freude entsteht vor allem dann, wenn sich Gedanken nicht in von menschlichen Ichs hergestellten Schienen nur hin- und herbewegen... sondern sich so geben wie sie sind: frei in jede zeitliche und räumliche Richtung, völlig unbegrenzt. Es darf das Unmögliche gedacht werden... irgendwann wird es möglich und dann irgendwann später wird es ein alter Hut sein und man lächelt darüber, dass man das mal für unmöglich gehalten hat... Gedanken sind großartig wenn sie nicht eingeschränkt werden. Wenn sie in Schienen gefangen werden, dann ist das Ergebnis Traurigkeit, Depression und Krankheit. Mindestens aber säuerliche Kleinkariertheit... Man muss sie fliegen lassen... :)

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24.07.2009 um 14:04 Uhr

Erdbeben sind notwendig - Kosmisches Bewusstsein

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Seth erläutert des öfteren dass das, was wir "Naturkatastrophen" nennen, für die Erde wichtige, lebenserhaltende Geschehnisse sind. Nijinskij äußerte mit anderen Worten genau dasselbe. Er hatte ein Gespür für den gesamten Erdball und den Kosmos und sah seinen eigenen Körper damit vollkommen verbunden, als Teil von allem, das das Ganze widerspiegelt.

Zitat aus der Biographie "Ich bin Gott - Waslaw Nijinskij" von Peter Osthoff, S. 215:

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Nijinskij setzte das Fehlen von Erdbeben mit dem Tod des Kosmos gleich: "Ich weiß, dass die Erde erlöschen wird, wenn es keine Erdbeben mehr gibt, und mit dem Erlöschen der Erde erlischt alles menschliche Leben, denn der Mensch wird nicht imstande sein, sich mit Nahrung zu versorgen." Und er spürte eine Verbindung zwischen der lebensspendenden Energie des Universums und der Wärme des eigenen pulsierenden Körpers: "Ich lebe so lange, wie Feuer in meinem Kopf ist. Mein Puls ist ein Erdbeben. Ich bin ein Erdbeben." Nijinskij sollte eine ganze Reihe übernatürlicher Wahrnehmungen dieser Art in den kommenden Jahren haben. Sie kennzeichnen ein kosmisches Bewusstsein, das Mystikern, manchen Künstlern und Philosophen eigen ist, darüber hinaus auch Menschen, die in Sphären jenseits der persönlichen Existenz gelangen. William James nannte sie "Gespräche mit dem Unischtbaren, Stimmen und Visionen, erhörte Gebete, Herzensveränderungen, Erlösung von Angst".

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Eben beim Tippen wieder so ein Erstaunen... ich hatte vergessen, dass hier William James erwähnt wurde. William James, den Jane Roberts "channelte" wenn man das so sagen kann! Es entstand daraus ein ganzes, höchst interessantes Buch (von dem ich bisher leider nur Ausschnitte kenne). Der Link, zu dem ein Klick auf seinen Namen führt, ist allerdings ein Text von Regine Kather, in dem es um James' Verständnis von Psychologie und kosmischem Bewusstsein geht. 

Was im Zitat hier erwähnt wird ist das, was auch Suzanne Segal erfuhr und worüber Priyadevi in ihrem Blog auch geschrieben hat (auch an anderer Stelle, nicht nur in diesem Link).  Es ist doch höchst interessant, wie sich das alles intensiviert durch so viele Menschen aus Vergangenheit und Gegenwart, und sicher mischt auch jemand aus der Zukunft mit, vielleicht derjenige, der mich gestern berührt hat...

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23.07.2009 um 13:25 Uhr

Absurdika Teil 1

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Absurdika vom 28.05. -

Nicht hundert Millionen Pferde sondern nur zwei tanzen auf der Venus aber sie machen das sehr schön. Runde Liegen stehen auf hölzernen Brettern in kreisförmiger Ordnung. Niemand hat etwas dagegen in diesen Tagen verjährt zu werden und so geht man gemeinsam ins hinterste Eck des Kosmos zum Eisessen. Auf dem Rückweg bringen sieben Soldaten jeden freudvollen Hund und so gut wie jede Katze gerne um ihr Mittagessen und fressen aus irrwitzigen Blechnäpfen. Die lila Kuh blinzelt gegen das orangene Sonnenlicht und wundert sich über sich selbst. In vier neuen Ställen haben Gartenzwerge ein Zuhause, aus dem sie regelmäßig ausbrechen um mit dem Dampfer nach Dresden zu fahren. Luftschlösser sind die Heimat der Geister und sind groß genug für alle, die kommen wollen. Sie haben riesige Ausmaße und platzen aus allen Nähten. Giftige Bäche strömen nach unten und werden durch die Liebe der Feen neutralisiert. Mit nackten Füßen geht er umher und bückt sich nach der Zauberwelt. Mütter fliegen in die Freiheit der Körperlosigkeit und gehaben sich wohl.

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22.07.2009 um 11:30 Uhr

Gedankenfluss...

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Self empfing fast ständig Unmengen an Informationen aus dem geistigen Feld, nicht etwa hübsch geordnet wie Jane Roberts, direkt tippfertig zum Veröffentlichen... sondern mehr kreuz und quer, und er musste selber sehen, was damit anzufangen war. Wenn er stand oder saß oder ging schien der Fluss auch mal langsamer zu werden, doch wenn er lag und die Augen schloss war es ein unentwegter schneller Strom, der zuweilen auch die Nacht durch anhielt.

Wenn Self bestimmte Dinge fragte bzw. Fragen weitergab erhielt er die Antwort darauf... manchmal dauerte es etwas, selten, dass er keine bekam. Wenn er nichts Spezielles fragte, erhielt er eben das, was da war. Jeder Mensch hat natürlich Zugang zum geistigen Feld... wir beziehen Gedanken, Ideen daraus. Grundsätzlich könnten wir auch alles erfragen, haben Zugang zu allem Wissen, wie Self. Doch wir haben abgesehen von unserem Unglauben oder Unwissen darüber ein Blockiersystem, das nicht alles durchlässt... und ein Filtersystem, das alles, was durch das Blockiersystem hindurchgeht nochmal filtert. Das nennen wir dann Erkenntnis oder Wahrheit... *räusper*

Durch Self erfuhr und beobachtete ich, wie diese Informationen, dieser kollektive Wissenspool sich ständig in Veränderung befindet. Self veränderte sie, indem er sie empfing und durchdachte und kombinierte und wieder entließ... das geschieht automatisch. Jede Idee wird genommen, man bereichert sie, verändert sie und gibt sie in der neuen Fassung wieder in das Pool zurück, wo sie von anderen wiederum aufgenommen und verändert werden kann. Alle Versionen bleiben aber ebenfalls bestehen.

Prinzipiell kann also jeder Mensch alles Wissen erfahren, es ist ihm jederzeit zugänglich. Wird nur von ihm selber blockiert. Sicherlich will der größte Teil der Menschheit in dieser Zeit die Erfahrung von Unwissenheit bzw. stark einseitigem Wissen machen, die Erfahrung des Verlustes der Verbundenheit, die Erfahrung der Aufteilung von Bewusstsein (und damit von sich selbst) und die Erfahrung von Abhängigkeit und Hilflosigkeit. Vielleicht weil sie durch den Mangel diese Dinge umso mehr schätzen und sich daran erfreuen kann. Um die Freude geht es doch... denn mehr noch als Homo sapiens sind wir Homo ludens.

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21.07.2009 um 23:23 Uhr

Erwartungen - Reise zu sich selbst

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Es war am Silvesterabend vor, ich schätze, acht Jahren ein Treffen angesetzt... mitten in der Prärie Brandenburgs, in einem Landhaus eines gut betuchten Berliners. Der Winter hatte sich mächtig ins Zeug gelegt im Norden Deutschlands und wie das kleine Autolein meiner Bremer Gäste es mit vier Leuten und deren Gepäck an Bord durch die Schneeverwehungen auf der Autobahn geschafft hatte, ist schwer zu erklären... und dann waren es von mir aus nochmal etwa 30 Kilometer hinaus in die Pampa, von Räumfahrzeugen keine Spur. Auch von Raumfahrzeugen nicht.. haha. Aber nichts widersetzte sich uns, niemand verschwendete einen Gedanken daran, dass irgendetwas, was wir beschlossen hatten, nicht zu schaffen wäre.

Wir waren etwa zwölf... genau weiß ich es nicht mehr. Alle warteten auf Self, der jedoch auf sich warten ließ. Tatsächlich kam er dann gar nicht. Irgendeinen äußeren Grund gab es wohl, aber das war nicht der eigentliche. Es ging darum, nicht auf etwas oder jemanden zu warten. Jeder wurde auf seine Erwartungen gestoßen und konnte überprüfen, weshalb er eigentlich gekommen war. Das war gut so. Sollte Self irgendwelche Bedürfnisse befriedigen? Oder weshalb war jeder da? Jemand war aus der Schweiz angereist, um Self zu sehen... ja, um Self zu sehen oder eine Reise für sich und zu sich selbst zu unternehmen? Das war die Frage. So gestalteten wir diesen Abend auf andere Weise... und es ergab sich alles wunderbar.

Wir saßen alle an dem großen Tisch. Es gab Tee, ich glaube Chai, und noch ein Getränk... draußen in der Küche war Essen aufgebaut. Tatsächlich hatte kaum jemand Hunger an diesem Abend. Jeder von uns las ein Stück aus einem Buch mit sehr guten Texten... Ich hab vergessen welches Buch, es ist auch nicht wichtig. Wichtig war diese Runde, dieses Lesen und Weiterreichen der Seiten. Dann eine Runde... wir saßen mit geschlossenen Augen und spürten, welcher der kreisenden Gedanken laut ausgesprochen werden sollten... jeder sagte, was gesagt werden sollte oder wollte, meistens nur einzelne Wörter... Ich verlor das Zeitgefühl, wir waren auf einer anderen Ebene, alle miteinander verbunden, sehr bemerkenswert. Ich habe keine Ahnung, ging das ganze 10 Minuten, 20 oder 30... Und nie passierte es, dass zwei gleichzeitig anfingen und sich gegenseitig ins Wort fielen, wie man sich vielleicht denken könnte. Nein, jeder spürte sehr genau, wann der Raum für ihn da war. Mich als Einzelgänger und Individualistin beeindruckte das kolossal. Ich fühlte mich wohl.

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21.07.2009 um 17:38 Uhr

"Du kannst Dich nicht töten" sagte er...

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Niemand wusste besser wovon er sprach, wenn es um Suizid ging, als Self. Was immer er darstellte, wer immer er war, in welche Zeit auch immer er gehörte, er wusste wovon er sprach und es war gültig. Ich wusste, dass es auch für mich gültig war, auch wenn mich das manchmal wirklich aufstampfen ließ. Mir dämmerte zwar, dass er eben einfach "my Self" war und nichts anderes... aber der Verstand wollte das nur akzeptieren, wenn es ihm gerade in den Kram passte, ansonsten nicht.

Suizid also. Die Erfahrung war gemacht. Die Worte wurden gehört, von Self: Du kannst Dich nicht töten, niemals! Er fragte: Wer spricht da? Die Antwort lautete: Christus! Christus, aha. Klar. - Die Stimme sprach weiter: Du kannst es nicht, Dich selber töten! Wer sollte das besser wissen als ich, Self?? fragte Christus in der Gewissheit, dass darauf kein Gegenargument kommen könnte. Okay, sagte Self, wenn das so ist, dann ist es egal, ob ich springe oder nicht. Ich glaube Dir nicht. Wenn es ist wie Du sagst, dann wird es geschehen wie Du sagst. Wenn nicht, dann hast Du eben nicht Recht und ich bin befreit. Und er sprang, vier Altbaustockwerke hinunter, klatschte auf die Straße. Und er erwachte in einem Bett. Mit Schmerzen in den Knochen, aber sehr lebendig. Er wurde wieder hergestellt. Manchmal suchten ihn Schmerzen heim, es war wie ein Andenken...

Self sagte: Es ist unnötig es zu versuchen. Du wirst doch wieder in Deinem Bett aufwachen als wäre nichts gewesen... fast nichts... Also lass es und wende Dich dem zu, weswegen Du hier bist!

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21.07.2009 um 11:30 Uhr

Das Bewusstsein eines grotesken Stuhles...

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Self war - in seiner äußeren Form, nennen wirs mal so - außer meinem Mann so ziemlich die einzige Person, die ich so lange und so intensiv in meiner Nähe ertragen konnte. Vielleicht konnte ich ihn gerade deshalb leichter ertragen und gut ertragen, weil unsere Begegnungen so intensiv und zielgerichtet waren, und niemals beliebig. Über Monate hinweg sahen wir uns zweimal pro Woche für mindestens vier Stunden. Irgendjemand meinte, das sei enorm (er kannte Self) und müsse anstrengend gewesen sein. Für mich war es jedoch anstrengender, mit jemandem einfach "nur so" zusammen zu sein, planlos. Wir hatten einen Zweck, es machte einfach alles perfekten Sinn und war erfüllend. Es gab auch eine Menge zu lachen. Manchmal auch zu weinen.

Manchmal trafen wir uns auch am Wochenende und es ergab sich wie im Fluss, ohne geplant zu sein, dass wir Essen gingen oder Milchkaffee trinken. Niemals war dabei auch nur die kleinste Kleinigkeit beliebig, nicht einmal das Karamell im Milchkaffee. Wenn man sonst mit anderen Essen geht spricht man über Gott und die Welt und es hat kaum Bezug zum Essen, zum Lokal, zur unmittelbaren Umgebung, höchstens kurz und rein äußerlich. Eigentlich sitzt man recht unbewusst herum und weiß nicht einmal über den Stuhl, auf den man sitzt, will auch nichts über ihn wissen, solange er nicht zusammenbricht... Oft habe ich dieses Unbewusste mit anderen so empfunden. So als habe die Umgebung nur Statistenstatus. Ein bisschen wie Missachtung... um nicht zu sagen Missbrauch...

Bei Self war das anders. Man hatte immer das Gefühl, dass das Essen, das Lokal, die anderen Gäste, der Salzstreuer und einfach ALLES notwendiger und sinnvoller und bedeutungsvoller und beachteter und geschätzter Teil des Ganzen war, wenn er dabei war. Es gab, ohne dass alle Dinge extra erwähnt oder auch nur angesehen werden mussten, kein Staubkorn das unbeachtet und dessen Rolle im Ganzen unerkannt und undefiniert geblieben wäre... allerdings musste das alles nicht ausgesprochen werden. Es war einfach automatisch so, deutlich spürbar.

Einmal, als wir im Freien eines Cafes am symbolträchtigen Nauener Tor in Potsdam saßen unterhielt sich Self mit meinem Mann, während ich die Sonnenbrille auf die Nase schob und gemütlich in meinem Stuhl nach unten rutschte... Self schaute kurz, unterbrach seine Rede und sagte, was es mit der Sonnenbrille auf sich hatte und wie und weshalb es perfekt passte, dass ich sie gerade so aufgesetzt hatte. Es machte immer Sinn, was er sagte. Der Verstand grinste oftmals und begriff nichts. Die Seele oder das Bewusstsein war glücklich und genoss die Zeit jenseits der vielen Entbehrungen des Alltags, wo sie nie voll zum Zuge kam und immer mehr oder weniger zurückgehalten wurde.

Dass durch das Nauener Tor enorme Energien flossen und überhaupt diese immense Energie, diese Intensität, die ich Self gegenüber etwas irritiert erwähnte, das alles komme von mir und nicht von ihm, sagte Self lachend... Von mir?

Immer wieder ermunterte er mich zu spüren was eine Sache oder ein Gegenstand wirklich bedeutet - also in die Dinge hineinzusehen und ihre wahre Natur zu erkennen. Ich erinnere mich an einen Stuhl, der ein wenig grotesk auf dem Gehweg im Holländerviertel stand, als wir vorbei fuhren. Ich sah ihn und sah seine Lebendigkeit. Ich sah sein Bewusstsein. Er war ein Wesen, bestehend aus Energie, vom reinen Prinzip her nicht anders als wir selbst. Dann ein Holzgeländer im Haus. Die Dinge lebten eindeutig, ganz klar. Und ich empfand Liebe für sie. Bewusstsein liebt Bewusstsein. Bewusstsein strebt immer zu Bewusstsein hin... und erschafft neues Bewusstsein.

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20.07.2009 um 11:04 Uhr

Was wird wovon weshalb ausgelöst?

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Immer wieder - ziemlich häufig - passiert es, dass ich in einem Moment, wo jemand etwas sagt oder jemand etwas tut oder nur durch eine Bewegung von jemandem oder von mir selbst, durch das Drehen des Kopfes in eine andere Richtung, durch ein Wort, das ich irgendwo lese oder sonst irgend eine solche Kleinigkeit an etwas denke, das ganz offensichtlich nichts mit der jetzigen Situation zu tun hat... eine Erinnerung an etwas, von dem aber nur ein Bild auftaucht, ein Eindruck, ein Gefühl... Und normalerweise beachtete ich das nicht großartig, wunderte mich nur kurz. Ich möchte gerne wissen, woher diese Verknüpfungen kommen, welche Grundlage sie haben. Was wovon weshalb ausgelöst wird. Ich merke, dass das eine Bild sich vergrößert, wenn ich dabei bleibe und einfach weiter den Fokus auf es richte. Vielleicht ist das so wie mit den winzigen Teilchen, den Quarks oder so etwas, die sich, wie die Wissenschaftler sagen, durch die Beobachtung eines Menschen verändern. Sie verändern sich gemäß der Erwartung des Beobachtenden... doch wenn der Beobachtende keine bestimmte Erwartung hat?

Heute morgen jedenfalls kam mein Hund aufs Bett gesprungen um mich zu wecken, zum "Morgenkuscheln"... Er lässt sich dann immer neben mir umfallen, wedelt mich an, stemmt einen Teil seiner Pfoten in meinen Bauch, streckt den Rest in die Höhe und genießt es, wenn ich dann seinen Bauch streichle... Während dessen nahm ich einmal seine Pfote, drückte sie zweimal... und *flash* - ein Wintertag, sehr sehr kalt, Sonnenschein, wolkenlos blauer Himmel... ich sehe den tanzenden Atem vor mir in der eisigen Luft... es ist so kalt, dass die Nasenwände ganz trocken sind und wie erstarrt... Es ist eine grandiose Stimmung... ich fühle mich großartig. Ich spüre große Kraft und Freude in mir. Die Luft ist trocken... die Kälte ist daher nicht schwer zu ertragen... im Gegenteil, es ist ein Genuss draußen zu sein, gut und warm angezogen. Zuerst sehe ich nur den blauen Himmel und die glitzernde Luft und meinen Atem, der sich darin kringelt... Dann senke ich den Blick etwas und sehe eine sehr weite ebene Landschaft, schneebedeckt... mit Bäumen in der Ferne...

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20.07.2009 um 01:34 Uhr

Der Quell des Lebens - Die Pyramide in Peru

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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"The Fountain - Der Quell des Lebens" - ein Film der zeigt, was die Seele versteht, wie sie "denkt", wie sie atmet, wie sie sich mitteilt. Die Geschichte ist eine uralte... Er will den Tod überwinden und übersieht dabei das Leben... Er hört nicht zu, als sie ihm sagt, dass der Tod ein Schöpfungsprozess ist... und der alte Glaube darüber schon längst überwunden... Und dass er mit seinen Anstrengungen nur ein künstliches Wuchern erreicht... das Leben wandelt sich durch seinen wahnsinnigen Kampf erst zu dem, was er für den Tod hält. Am Ende versteht er, nachdem er sich darauf eingelassen, das letzte Kapitel des Buches zu schreiben, das sie ihm hinterlassen hat...

Das war der Film... und in einer der allerersten Szenen hat er etwas wachgerufen... etwas aus *meiner* Geschichte.

Ich hatte bereits eine Erinnerung an Peru... an das Feuer um mich herum... in dem ich wohl starb. Jetzt sah ich die Treppen, die ich nach oben lief... es waren die Stufen einer Pyramide. Sowohl unter mir wie auch ganz oben war das Feuer. Ich fand einen Weg durch das Feuer, aber ich weiß nicht, wohin er führte... Jedenfalls fiel plötzlich alle Anspannung, alle Angst ab und alles, was bis dahin meine großen Probleme gewesen waren, die massive physische Bedrohung durch ... wen? (ich weiß nicht durch wen)... all das fiel von mir ab, als wäre es nie gewesen. Ich blickte zurück und sah unten eine Szene, Feuer, die Pyramide, umherlaufende, schreiende Menschen... und sie Szene wurde immer dünner und dünner und löste sich auf...

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18.07.2009 um 21:35 Uhr

Er fiel vom Baum, weil er fallen wollte...

von: Seren_a   Kategorie: Sternengeschichten Alt

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Priyadevi hat HIER von ihrem Vater geschrieben, der durch etwas starb was wir Unfall oder Unglück nennen. Doch im Traum sagte er ihr, er sei von dem Baum gefallen, weil er fallen wollte. Wie wunderbar, dass sie diese Nachricht von ihm selber bekommen hat. Ich weiß, dass es so ist, dass jeder selber entscheiden kann ob und wann und wo er geboren wird und wann und wie und wo er stirbt. Es ist einfach etwas, das ich weiß und schon als kleines Kind wusste, und natürlich kann ich es nicht für diejenigen plausibel erklären, die etwas anderes glauben oder für wahr halten. Ich glaube nie. Ich bin keine Gläubige. Stattdessen halte ich - was auch immer - für möglich solange bis ich WEISS. Und diese Sache wusste ich immer. Ich wusste, dass Tim sich entschlossen hatte zu sterben und auch mein Vater. Ich hätte gerne gehabt, sie wären länger geblieben. Aber wissend dass sie gegangen sind, WEIL SIE ES WOLLTEN, macht es viel einfacher. Taucht alles in anderes, neues, sanfteres, schöneres Licht. Auch wenn die Trennung wehtut... wie könnte ich nicht den Wunsch eines geliebten Wesens wertschätzen.