***Serenas Augenblicke***

27.05.2011 um 11:11 Uhr

Rücksicht und Wut...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Rücksicht - das ist so ein Thema. Ich erwarte das. Aber zu Unrecht. Jedenfalls begegne ich immer wieder Leuten, die darauf sch......  Und dagegen ist einfach nichts zu machen. Nur weggehen. Doch das ist manchmal auch nicht möglich. Ich denke an Samarpan und was er mir dazu sagen würde. Ich weiß es schon... umzusetzen ist es manchmal so leicht und manchmal so schwer. Ich spüre Wut. Wut ist Kraft. Einmal sagte Samarpan zu einer Frau, die wütend war und es gerne ausdrücken wollte, dass es gar nicht um die Wut ginge, sondern um die Kraft. Wut ist nur ein Mäntelchen, das die Kraft anhat. Dass die Frau die Wut ausdrücken wollte hieß eigentlich nur, dass sie Spaß daran hätte, ihre Kraft zu spüren, sagte er. Und das könnte sie ja auf verschiedene Weisen tun, ohne andere Menschen dem auszusetzen, die sowieso nur der Trigger für etwas sind. Ob mir das grade hilft, weiß ich auch nicht. Ich werde es jedenfalls beobachten, egal wie es ist. Man kann immer mehr über sich lernen durch solche Situationen... Immerhin.

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24.05.2011 um 10:29 Uhr

Angst vor Polizei...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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War heute bei Mr. Train, weil wir den Termin ausgemacht hatten, nicht weil ich es für nötig befunden hätte. Ich dachte etwas spät daran, ihn abzusagen, und ging dann eben doch hin. Irgendwie kamen wir in ein komisches Gespräch über Strukturen allgemein und individuelle Erfahrungen - es ging dabei um Politik, Polizei, Straßenverkehr und so weiter. Und da kam wieder - wie schon einmal vor vielen Monaten - sein Zorn heraus, den er als Radfahrer gegen falsch fahrende und falsch parkende Autofahrer hegt. Aber der Grund ist nebensächlich, interessant war die Intensität dieses Zorns, den er da zeigte. Am Schluss entschuldigte er sich sogar dafür. Hätte er nicht müssen, ich fands einfach nur interessant, weil es so stark war und ein wenig unerwartet für mich. ... Eigentlich ging es ja um meine Angst vor Polizei, damit fing das Ganze an. Ich habe das immer mit diesem schlimmen Kindheitserlebnis in Zusammenhang gebracht, wo ein junger Polizist seine Schusswaffe auf meinen Hund richtete. Aber er sagte, dass sehr viele Leute diese Angst vor Polizei haben, ganz ohne solche krassen Vorfälle erlebt zu haben. Es wäre wohl hauptsächlich die Angst vor und das Misstrauen gegenüber Autorität im allgemeinen. Klar, bei mir war Autorität auch nie etwas Gutes und völlig unverlässlich. Da hat er wohl Recht, dass die Polizei da eher als Beispiel für Autorität steht und nicht nur für sich selbst. ... Ein wirkliches Thema war da aber nicht mehr, und deswegen werden die Termine vorerst ausgesetzt. Das war sein Vorschlag und er deckte sich mit meinem Gefühl und Wunsch. Gut so.

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09.05.2011 um 22:22 Uhr

Jemand ist gestorben...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Jemand, den ich lange kannte, ist gestorben. Jemand in mir. Plötzlich merkte ich, dass er nicht mehr da ist. Das heißt, er scheint schon eine Weile lang verblichen zu sein, aber ich merke es erst jetzt. Es kann ja immer mal sein, dass jemand kurzzeitig weg ist und wiederkommt. Aber er kommt nicht wieder. Es ist ein wissendes Gefühl. Ich überlegte, wer stattdessen nun da ist, aber wiederum finde ich niemanden, der sich wirklich beschreiben lässt. Niemanden mit bestimmten Eigenschaften, niemanden wie den anderen, der über Jahre lang immer derselbe war, wohlbekannt. Jetzt ist da ... hm... in jedem Moment jemand, aber bevor er beschrieben ist, ist er oder sie schon mehrmals jemand anderes. Es ist spannend zu beobachten... Ich beobachte weiter.

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22.04.2011 um 11:42 Uhr

Kämpfe...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Manchmal sind es Kämpfe, die man austrägt. Scheinbar möchte man nicht kämpfen, aber da man es tut, ist das wiederum eine Lüge. Was der Mensch tut ist wahr, was er sagt nicht unbedingt immer. Dann wiederum ist es so, dass die Kämpfe erst dann verschwinden können, wenn sie (an)erkannt sind. Also, lass sie uns anerkennen. Gefühle können solche starke Wellen sein, die einen überspülen, und wir sind beide noch keine Buddhas. Oder, um mit Osho zu sprechen: Wir haben das in uns noch nicht erkannt. ... Wir können den Kampf als einen Tanz betrachten, den wir tanzen, um besser zu verstehen, dass es nichts Destruktives ist. Etwas umständlich ist es vielleicht, aber nicht destruktiv. Denn zugrunde liegt etwas, das uns so tief verbindet, etwas, das immer lacht und sich am anderen freut. Also tanzen wir, so oder so. Und dann ändert sich der Tanz und es kommt ein neuer, der ebenso kraftvoll jedoch ganz sanft ist.

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11.04.2011 um 10:11 Uhr

Da ist nichts...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Wenn man im Hier und Jetzt ist, gibt es nichts zu sagen. Da sind keine Probleme, da ist alles in Ordnung. Bei Samarpan stellen das die Menschen immer wieder fest. Sie kommen mit irgendwas Ungeheurem, was sie belastet, und er führt sie dann ins Jetzt und fragt sie, was hier ist. Und dann merken sie, dass hier alles gut ist. Und er fragt sie dann noch, um das zu bestätigen, ob hier irgendetwas fehlt. Nein, nichts fehlt. "Aber wenn ich dann wieder draußen bin..." wenden sie ein. Aber da ist es dasselbe. Egal, ob er neben ihnen sitzt oder nicht... man muss es nur tun. "In die eigene Mitte fallen"... das heißt, im Jetzt sein, bei sich, in der Kraft sein, die in einem ist. ...

Ich bin im Hier und Jetzt. Und es gab nichts zu sagen, heute, bei Mr. Train. Er merkte das auch gleich und meinte, wir könnten mit weiteren Treffen ruhig warten. Denn was soll man sagen, wenn es nichts zu sagen gibt... Ein wichtiger Punkt kam trotzdem nochmal hervor, zur Rekapitulation sozusagen: Seit ich aufgehört habe, zu einer Gruppe gehören zu wollen, geht es mir gut. Ich bin einzeln und nehme mich so wie ich bin. So einzeln kann ich zu Menschen gehen oder auch nicht. Dann fühle ich mich in meiner Kraft. So habe ich das die letzten Male erlebt, die ich nach einer langen "Höhlenzeit" wieder ein wenig unter Menschen war. Jemand war sehr irritiert von mir, weil sie von mir gehört und mich irgendwie abgestempelt hatte, und ich war aber anders. Sie verhielt sich dann so eigenartig, dass es selbst den anderen auffiel...

Da erinnere ich mich an die schöne D. in Berlin... Als sie die Tür öffnete, vor der wir zu dritt standen, strahlte sie unglaublich... ihre Ausstrahlung war fast greifbar, irgendwie golden. Und L. sagte ganz verwundert zu ihr: "Du siehst ganz anders aus als letztes Mal!" Und D. lachte so ein wundervoll freies leichtes Lachen und sagte: "Ich sehe jeden Tag anders aus!"

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26.03.2011 um 12:24 Uhr

Wie ein eigenes Wesen...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Es ist faszinierend wie Du alles in mir lesen kannst. Jede kleinste Unstimmigkeit in mir mit mir selbst siehst Du. Und weißt oft auch, was genau es ist. Du wirst immer sensitiver. Ich kann vor Dir nichts verbergen... und will es ja auch nicht. Und ich lese Dich auch. Immer öfter treffen wir uns genau in der Mitte unserer Äußerlichkeiten, unserer Persönlichkeiten. Ohne sie hinter uns zu lassen, ohne sie aufzugeben, sind wir dann mehr. Wie ein eigenes Wesen. Ich wusste vorher nicht, wie das sein kann. Es ist mehr als ich für möglich hielt. ...

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24.03.2011 um 20:16 Uhr

Das Ego wird weggelacht...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Was unser "Spiel" mir alles zeigt, ich staune. Ich sehe mich neu. Und Dich. So vieles fällt auf, was vorher einfach verborgen blieb. Wir entdecken uns neu. Und es ist nicht schwer, sondern schön und lustig. Das Ego wird weggelacht. Selten so viel gelacht über Eigenheiten, an denen man sich früher rieb ohne dass man sich dessen richtig gewahr wurde. Kann es so leicht sein? Der Verstand sagt finster: "Nein!". Das Herz sagt lachend: "Ja!" Ja fällt immer leichter.

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15.03.2011 um 09:51 Uhr

Was Wut wirklich ist...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Es geht nicht um Wut, wenn da Wut ist, sondern um Selbstverwirklichung. Sagt Osho in diesem großen Geheimnisbuch. Egal, wer oder was uns wütend macht, es geht niemals um denjenigen oder dasjenige, und es geht nicht um Wut. Es geht darum, dass wir unsere Möglichkeiten erkennen, sie aber nicht umsetzen. Anstatt kreativ zu sein und uns selbst zu leben, werden wir wütend und destruktiv. Die Menschen früher hatten nicht so sehr dieses Problem, weil sie nicht so viele Möglichkeiten in sich selbst erkennen konnten. Heute erkennt man sehr viel mehr Möglichkeiten, sieht sich wegen der Vielfalt nicht in der Lage, es umzusetzen. Dann lenkt man ab... und wird wütend auf irgendeinen Idioten, der einen nervt... von denen ja genügend herumlaufen.

Ich habe den Zusammenhang auch direkt erkannt, in diesen Tagen. Ich wusste es immer, dass ich mich nur um mich selbst ausreichend kümmern muss, um die Wut loszuwerden. Aber es wissen ist das eine, es wirklich tun das andere. Ich bin mindestens einen Siebenmeilenschritt in meine eigene Richtung gegangen, in Richtung meiner Möglichkeiten. Im selben Maß interessiert mich das, was mich wütend machte, gar nicht mehr. Ich habe wirklich besseres zu tun. Ich hoffe, dass das so weitergeht, denn es fühlt sich großartig an.

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05.03.2011 um 12:00 Uhr

Das Herz ist eine Atombombe...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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"Wenn ihr euch loslassen könnt, werden viele Dinge geschehen. Es mag euch nicht einmal bewusst sein, was euch dann möglich ist, was das für eine riesige, gewaltige Energie ist, die ihr in euch verschlossen habt, die explodieren und zu Ekstase werden kann. Euer ganzes Leben wird von Bewusstsein, Licht und Seligkeit erfüllt sein - aber das wisst ihr nicht. Es ist genau so, als wäre jedes Atom eine Atombombe. Wenn ein Atom explodiert, wird eine gewaltige Energie frei. Und jedes Herz ist ebenfalls eine Atombombe. Wenn es in Liebe oder Andacht explodiert, wird eine gwaltige Energie freigesetzt. Aber dazu müsst ihr explodieren und euch verlieren."

Osho

 

Oh Osho... immer sagt er, wenn ich in seinem dicken Buch blättere, genau das, was jetzt hier ist. Es ist so schön, dieses Loslassen zu erleben und zu bemerken, welch ein gewaltig großer Raum dahinter ist. Ich empfinde es nicht als Explosion sondern wie ein plötzliches Eintreten in einen unendlichen Raum. Plötzlich, nachdem man noch gerungen hat mit den Grenzen, mit dem "Lieber-wieder-Zurückgehen", mit dem "Lieber-bleiben-wo-man-ist", geschieht es. Zuvor, in dem Moment, wo diese Angst da ist, ist es nur noch ein winziges Stückchen zu diesem Raum oder zur Explosion. Dann kann ein Wort des anderen helfen diesen Schritt zu schaffen. Ich bin dankbar. Und ich erlebe gerne wieder und wieder die Grenze und falle wieder zurück für nur einmal, dass ich diesen großen Raum betreten darf. Denn es ist Gnade, nicht Bemühung. Bereitschaft, ja. Aber nicht Bemühung. Dass es auf DIESE WEISE geschehen könnte, hätte ich mir nie ausgemalt. Aber wenn es mir jemand gesagt hätte, hätte ich es wohl schon für möglich gehalten. Was für ein Glück, sich so zu treffen, was für ein Wunder.

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02.03.2011 um 21:26 Uhr

Keine Rettung...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Es hat alles so lange gewartet, um hervorzubrechen. Und nun ist es, als wäre es schon so lange wie es jetzt ist. Nicht erst ein paar wenige Wochen. Es fühlt sich so vertraut an. Und erfüllend. Einige Dinge müssen neu austariert werden. Wenn man sofort darüber spricht, geht es gut. Nicht warten. Man sollte nicht warten. Und nicht den anderen für die eigenen Gefühle verantwortlich machen. Nur weil ihm eine Handvoll Sachen herunterfielen und er deshalb laut fluchte. Es löst etwas aus. Ganz Altes. Aber es hat nichts mit der Situation jetzt hier zu tun. Hättest du nicht aufpassen können, damit nichts herunterfällt? Musst du gleich fluchen, weil es heruntergefallen ist? Jetzt fühle ich mich beschissen wegen dir! Nein, so nicht. Jetzt verwandelt es sich in: Danke für die Situation. Es kam alte Wut und alte Angst hoch, ausgelöst durch eine unbedeutende Situation. Was für eine wunderbare Gelegenheit, die Gefühle zu fühlen und zu erlösen. Danke, mein Liebster. Und für alles, was du mir jetzt bist. Und was du dir selber bist. Du bist glücklich. Deine Augen sind sprühend. Und du sagst, meine wären es auch. Du hörst nicht auf, mir zu sagen, ich wäre schön. Ja, du bist es auch. Du bist in der Kraft, die immer in dir war. Ich sitze da und bewundere das und könnte dich andauernd küssen. In verschlungenen Gehirnwindungen traut sich ein Gedanke hervor... Was wenn das wieder aufhört? Ach du dummer Verstand. Du weißt nichts von Liebe. Zur Liebe gehört hundert Prozent Risiko. Zur Liebe gehört der Tod. Zur Liebe gehört die absolute Hingabe. Und das schließt ein, dass man verletzlich ist, und enttäuschbar. Und dass man keinen anderen Plan hat, keinen Fluchtweg, keine Rettung. Dass man sich eventuell kommenden Tränen ebenso ausliefert wie dem Wunderbaren. Immer im Jetzt. Jetzt ist da Genießen.

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28.02.2011 um 12:30 Uhr

Macht...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Mr. Train war gut heute. Und ich auch. Ich glaube, wir konnten uns gegenseitig helfen. Wenn Leute destruktiv streiten, dann streiten sie nicht um eine Sache, sondern rutschen in ihre verletzten inneren Kinder. Und diese streiten dann, verteidigen sich, sind wütend, kämpfen, schlagen, schreien. So war die Szene mit den Eltern, die stritten. Und das Kind stand dabei und war ohnmächtig. In der Fantasie ist alles erlaubt, sagte Mr. Train. Stellen wir uns also vor, das Kind hätte plötzlich Macht. Was könnte es tun? Weglaufen. Oder die beiden totschlagen. Oder aber sie einfach zurechtweisen. Wärme strömt durch den Körper des Kindes, das fest dasteht und keine Angst mehr hat und plötzlich der Erwachsene ist, und die Eltern die kleinen streitenden Kinder. Ansehen, spüren...

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26.02.2011 um 12:47 Uhr

Schreie...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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...brechen hervor. Lange unterdrückte. Endlich.

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25.02.2011 um 11:11 Uhr

Live dangerously...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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...ist noch so ein Motto von Samarpan, das er jedem ans Herz legt. Ich war immer bereit dazu. Kürzlich klagte eine Frau, dass sie bereit sei, gefährlich zu leben, aber alles sei so normal. Sie würde gerne Männer kennenlernen und mit ihnen gefährlich leben, aber nie passiere etwas besonderes. Alle lachten. Samarpan lächelte und sagte, sie mache alles vollkommen richtig. Sie sei bereit, und das Leben sei sehr vorsichtig mit ihr. Wer weiß schon, was man aushält. "Das Leben kümmert sich immer um dich und gibt dir genau das, was du brauchst", sagte Samarpan, wie so oft. Es stimmt, auch bei mir. Es war auch mit mir dieses Mal sehr vorsichtig. Ich war zur wildesten, gefährlichsten Form einer bestimmten Sache bereit, und da hat das Leben gesagt: Nein, mach langsam, du bekommst dasselbe etwas sicherer. Genauso leidenschaftlich, genauso ekstatisch, genauso anspruchsvoll... das alles vielleicht sogar noch mehr, als du dachtest. Aber nicht irgendwo, sondern hier. Genau hier vor deiner Nase war es immer. Und jetzt ist es Zeit dafür. Ach ja, stimmt, ich verneinte genau diese eine Form, die jetzt da ist. Zum wievielten Male bin ich nun doch bereit zu etwas, was ich vorher völlig ablehnte? :) So ist es doch immer... Und schön ist es.

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22.01.2011 um 12:15 Uhr

Beziehungen ändern sich...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Stimmt oder stimmt auch nicht. Man kann sagen, sie ändern sich kontinuierlich. Oder man könnte sagen, Beziehungen als Kontinuum gibt es gar nicht. Jede Begegnung muss neu sein, sonst bezieht man sich nicht. In dem Moment, wo man das gestrige Bild des Menschen im Kopf hat, den man heute sieht, hat man keine Beziehung oder eine falsche Beziehung, in der man sich überhaupt nicht begegnet. Man sieht den heutigen Menschen nicht. Lässt ihn nicht neu sein. Dann ist es umgekehrt vielleicht auch so. Und man ist gegenseitig sauer auf einander, dass man doch nicht so ist, wie gestern. Bittesehr, wem's gefällt...

Gerade ist bei uns alles sehr neu, ist es ja immer, aber jetzt ist es speziell. Und alles ist offen. Es geschehen Dinge, die alles äußere ändern können. Ich merke aber, dass das innerlich gar keine große Änderung ist. Weil wir - meistens - auch wenn sich im Außen nichts groß änderte, schon immer wieder neu aufeinander geschaut haben. Aber es gibt auch Phasen, wo wir uns nicht auf einander bezogen haben, obwohl wir zusammenleben. Ich finde das normal, es darf so sein. Nur manchmal komme ich mir seltsam vor, wenn ich merke, wie andere Beziehung sehen. Dann merke ich, dass das Hauptgrogramm "Beziehung" mit Erwartungen und "sich brauchen" und Eifersucht und all das durchaus mal in mir Platz genommen hatte, bevor ich es schon vor vielen Jahren rauswarf. So eine alte Kopie ist da dann noch, eine Demoversion ist es wohl eher, die fragt: Ja, Moment mal, wenn ihr das so locker seht, liebt ihr euch dann überhaupt?  Und ohne Treue und Eifersucht gibt's ja keine Liebe. Was für ein bullshit. Ohne Treue zu sich selbst gibt's überhaupt keine Liebe, zu nichts und niemandem. Wenn man sich selber verrät und verkauft, exisitert man nur als Bild, aber nicht lebendig. Die Demoversion kann endgültig gelöscht werden. Es war ja auch nur Nachlässigkeit, dass sie noch da ist.

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06.12.2010 um 22:22 Uhr

Wer sieht zu?

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Blöde Nachricht erhalten. Ich sah zu, wie das Ego sich dazu verhielt. Es hat so einen alten, immer noch hervorragend funktionierenden Generator angeschmissen und kam zu dem Schluss, dass die beste Lösung doch wäre, sich zu erschießen. Neue Nachricht bekommen. Die alte Nachricht wurde revidiert. Es war doch nicht so blöd, sondern sogar ganz gut. Das Ego, keinen Augenblick verlegen, holt einen anderen Generator aus dem Schuppen, der jetzt plötzlich neue Ideen und Horizonte erzeugt Alles toll, und es kann noch viel viel besser werden.

Wer ist das, der dies beobachtet? Darum geht's...

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06.12.2010 um 19:46 Uhr

Ego-Spiele...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Habe gerade einige Zeilen geschrieben an jemanden, von dem ich denke, ich hätte ihn vor etwas warnen müssen. Ich tat es aber nicht. Und dann trat etwas ein, was die Folge davon sein könnte (aber nicht sein muss). Ich wollte ihm alles schildern und ihm sagen, dass ich mir Vorwürfe mache. Und dann hab ich kapiert, was ich da tue. Ich würde dadurch einfach nur schlechte Gefühle abwälzen. Um mich besser zu fühlen. Mein schlechtes Gefühl, dass ich schuld sein könnte, ist an sich schon Unsinn. Und dann will ich es, anstatt es aufzulösen, auch noch bei demjenigen abladen. Dann hat er das da liegen und es hilft ihm null und nichts, er kann sich höchstens noch zusätzlich Gedanken machen, die ihm nicht weiterhelfen. Also bleiben sie jetzt bei mir, die Gefühle... wo sie - vorläufig - ja auch hingehören.

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24.11.2010 um 19:31 Uhr

Wenn es so leicht wäre...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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...das Leben einfach, spielerisch zu nehmen. Manchmal ist es ja auch so, dann ist es schön. Dann muss ich nicht mal fröhlich sein dabei, ich fühle keine Verpflichtung dazu. Ich darf auch spielerisch zynisch sein. Oder spielerisch wütend wie Donnergrollen. Ich darf alles sein. Am liebsten wäre ich aber doch nichts. Nichts. Ich habe es schon mal geschrieben, es passiert mir hin und wieder, dass ich urplötzlich in einem Bruchteil einer Sekunde, ohne Vorwarnung, einen Schock bekomme, der sich anfühlt, als ob der Bauch nach unten sackt. Der Schock der Erkenntnis, ein Mensch zu sein. Der Schock über dieses Wagnis, diese Verrücktheit, diesen Wahnsinn. Dann möchte ich dieses Menschsein fallen lassen wie eine heiße Kartoffel, und mich so schnell wie möglich in Nichts auflösen. - Alles Egogeflüster, sagt Samarpan. Völlig normal, reg dich darüber nicht auf. Nimm es nicht ernst. Das Ego ist das einzige, was wirklich sterben kann und auch muss und wird. ... Meinst du, ohne das Ego gibt es dieses Ungeheure gar nicht mehr? Ohne das Ego ist dieses ersehnte Nichts? ... Er nickt. Und ich sehe Verstehen in mir. Begreifen tu ich jedoch nichts.

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08.11.2010 um 19:10 Uhr

"Freaks"...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Und sie, Diane Arbus, diese besondere Fotografin, beantwortete die Frage, warum wir angesichts solcher "freaks" wegsehen, uns unangenehm berührt fühlen. Mit "freaks" meint sie - wie eben in ihrer Sprache und ihrem Land üblich - Behinderte, Kleinwüchsige, Leute mit sichtbaren Anomalien oder eigenartigen Angewohnheiten, all die Leute, die sie fotografierte. Ihre Antwort war: Weil wir dort äußerlich sehen was wir selber - unsichtbar - in uns tragen.

Diesen Gedanken hatte ich in ähnlicher Form schon öfter. Ich war häufiger mit Menschen zusammen, die unter diese "freaks" fallen. Und als ich ein Kind war und über meine Lebenssituation verzweifelt war, wünschte ich mir eine Behinderung... ich schrieb das hier schon einmal... als ob das eine Kompensation wäre... als ob es dem Inneren entsprechen und somit Erleichterung verschaffen würde. Etwas äußerlich sehr Schlimmes - so war das Gefühl - könnte das innere Schlimme übertönen, es weniger schlimm machen. Und ja, ich fühle die Behinderungen, die andere äußerlich haben, in mir selbst. Sehr oft. Ich bin auf einer Ebene auch ein "freak" oder das, was mein Schwiegervater ohne sich zu genieren "Krüppel" nannte, nur eben meistens unsichtbar.

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...und manchmal war der Schmerz eben doch auch äußerlich zu sehen... und ich danke rp für sein Hinsehen und Annehmen... Ich verstand es früher nicht, dass er auf sowas unbedingt die Kamera halten musste, doch jetzt bin ich froh darum...

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01.11.2010 um 12:31 Uhr

Feigheit...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Da liegt noch ein Hund begraben. Ich muss das aufdröseln... Es macht mich zynisch gegen mich selbst. Da konnte ich eine große Entscheidung treffen - scheinbar groß (oder nur groß für das Ego?), ich nahm Kontakt auf, ich wollte das... und als sie antworteten und es ernst werden sollte... da zog ich mich zurück. Feige. Oder realistisch. Wie konnte ich jemandem auf so eine tiefgreifende Art und Weise helfen, solange ich selber noch Hilfe brauchte. Klingt einmal logisch, ein anderes mal wie eine Ausrede, je nachdem, wie ich mich grade fühle. Ich erkenne überall solche - milde gesagt - Unzulänglichkeiten, nicht nur in irgendwelchen unbekannten Leuten vor mittlerweile 70 Jahren... oder in jeder Zeit der Welt, an jedem Ort... sondern direkt in mir. Und da fragt man sich, was hat man in sich... kann man andere verurteilen, die in einer Zeit gelebt haben, in der man selbst nicht leben musste. Man kann nichts sagen. Nicht für sich selbst garantieren. Kann nicht wissen ob man feige oder sogar engagiert gewesen wäre oder ob man wirklich mutig sich gegen ein System gestellt hätte... und dafür alles riskiert hätte, woran ein Mensch und sein Ego eben so hängen... Das, wovon ich hier rede, diese kleine Geschichte, spielte vor 10 Jahren und war bei weitem ungefährlicher... und dennoch...

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31.10.2010 um 20:35 Uhr

Wenn es nützen würde...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Wenn es nützen würde, zu weinen... ich würde den Rest meines Lebens weinen, für jeden gefallenen Soldaten, jedes verhungerte Kind und jeden Wahnsinn dieser Welt. Samarpan sagt, statt der Tränen nützt es der Welt mehr, zu lernen, in Frieden mit sich selbst sein zu können... die Sorgen loszulassen... das Gedankenkarussell laufen zu lassen ohne sich draufzusetzen... stattdessen zu sehen, zu erfahren, was man ist, jenseits dieser Person... Nicht um von ihr wegzulaufen, sondern um sie in Besitz zu nehmen... sie als Instrument zu nutzen... und so weiter... In der Geschichte bleibend ändert man nichts, man verschiebt höchstens ein paar Dinge, die sich dann wieder, langsam langsam, an den alten Ort zurückbewegen. Ändert man nichts, auch nicht indem man einen Deserteur des Wahnsinns beherbergt... oder nach Afrika reist oder nach Indien... Obwohl all das geschehen kann...

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