***Serenas Augenblicke***

26.09.2009 um 01:37 Uhr

Bindung durch Freiheit...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Freiheit gesucht... und Bindung gemieden. Kann man viel herauslesen... Negatives, Positives... oder Wertfreies. Is halt so. Weshalb ist es so wie es ist? Um es dann gegen alle Triebe, Instinkte, Gefühle usw. zu ändern? Was sagt das denn, wenn man nichts so stehen lassen kann, so   s e i n   lassen kann, wie es ist... weder andere noch sich selbst...?

Am liebsten nicht geboren worden... es sich schnell anders überlegt... aber sich doch verpflichtet gefühlt, dann doch geboren zu werden, nachdem man ja schon mal sein Einverständnis gegeben hatte... Nein, da ist nichts Krankhaftes dabei... nur ein bisschen Inkonsequenz... oder ein bisschen Abenteuerlust, die einem dann doch vergangen ist. Man hatte doch schon so viele Leben gehabt... NOCH eines?? Wirklich? Mit allem Drum und Dran? BIST DU DIR DA SICHER, liebe Seele? Ja, klar... locker dahingesagt... wird schon alles gut werden. Zu lange ohne Körper gewesen, es sticht der Hafer, was? Okay, wer A sagt muss B sagen, auch wenn ihm das B dann fast im Halse stecken bleibt.

Genau, im Hals stockt es... habe ich übrigens gemerkt. Da steckt das B drinnen. Alle Chakren offen. Das untere, das bei den meisten zu ist, offen offen offen... Das ganz obere, das viele nicht spüren... auch offen... Solar Plexus... offen... Nur der Hals... das B steckt da immer noch. Blockiert sicherlich irgendwas Großartiges... denn wir sind ja alle großartig, wenn wir uns mal ohne Blockaden betrachten. Mal sehen, ob ich das B nicht demnächst mal ausspucken kann... oder runterschlucken und verdauen. Irgendwas muss damit passieren...

Jedenfalls hab ich dann mal lieber weitere Bindungen vermieden... die größte - die Geburt - war ja nicht mehr zu verhindern. Mein Zögern hat mich ein feuriges Sternzeichen gekostet. Ich wäre eigentlich ein Widder gewesen. Naja, ob das besser wär... wohl kaum... schlechter wohl auch nicht. Mein Reflex war daher später immer zu gehen, bevor es zu spät ist. Also bin ich u.a. von der Hochzeitskutsche gesprungen, wie es mein lieber Seelenfreund H. gerne ausdrückte.

Zu spät könnte es immer sein, wenn man sich auf mehr einlässt... mehr, das heißt, die anderen fangen mit ihren Spielchen an, die angeblich zur Liebe dazugehören, aber nichts damit zu tun haben. Es sind die Klebstoffspielchen. Etwas ist schön, ein Augenblick ist schön, und sofort springt der Verstand an... und produziert Klebstoff um den Moment festzuhalten, nicht mehr loszulassen. Anstatt zu verstehen, dass das Schöne doch nicht in den Dingen liegt, nicht in den Äußerlichkeiten... sondern im Inneren, das sich immer neuen Ausdruck sucht und findet. Etwas äußeres festzukleben bedeutet, den Fluss zu stoppen. Man baut Biberburgen, aber man ist kein Biber! Dann müssen Bypässe gelegt werden, weil alles verstopft ist... Fremdgehen, Scheidung, Krankheit, Unfall... Befreiungsschläge irgendwelcher Art... und es ist so leidvoll... weil es wehtut, wenn man den trockenen Klebstoff abreißt.

Der Klebstoff besteht aus Erwartungen, Verpflichtungen, Beleidigtsein, wenn der andere nicht mehr so ist, wie er war - obwohl er das vielleicht überhaupt nie war!... und so weiter... Ich habe eine Allergie gegen solche Klebstoffe.

Gut, ich habe einen fünffachen Wassermann kennengelernt, und der hat dann - ohne das wirklich zu TUN, es ist einfach geschehen, weil er war und ist wie er war und ist - den Spieß umgedreht. Plötzlich war ich diejenige, die mit dem Klebstoff herumfuchtelte... und er derjenige, der sich entzog. Na, cool. So ist das also. Es hat mich angekotzt, selber so zu sein. Und ich habe gelernt, es abzulegen... und gesehen, wie befreiend das ist. Wer oder was sich entzieht, wenn man es binden will, bleibt von selbst, wenn man ihn, sie, es freilässt. Ist doch eine uralte Weisheit... wie oft will man das denn NOCH verkehrt machen? Jedenfalls konnte es nur "so einer" sein, dem ich Ja sagen konnte. Aber dann nicht einfach nur für ein ganzes Leben... Bindung auf Basis von Freiheit währt ewig. Und vor einem vedischen Feuer verbindet man sich nicht nur für ein kleines Leben sondern für alle Zeiten und für das, was nach allen Zeiten kommt. Es bedeutet etwas völlig anderes. Es hat in keiner Weise etwas mit Besitz und Anspruch zu tun.

Jemand, der nicht klebt, jemand der selber frei ist (kleben wollen nur die sich als unfrei Betrachtenden), kann einen anderen binden, ohne ihn zu binden. Außer meinem Wassermann war das auch noch Self... natürlich Self. Er hat mich umso fester gebunden... immer fester und fester... und ich fühlte mich trotzdem frei. Wusste, dass es ihm um mehr geht, als um Äußerlichkeiten... dass es ihm um das Herz und die Seele geht, den zeit- und raumlosen Geist, die vom Grunde her immer frei sind. Das äußere Hin und Her... dass ich mich von ihm abwendete, wieder zurückkehrte, mich wieder abwendete, wieder zurückkehrte... und mich wiederum abwendete... das gehört alles zum Prozess... Die innere Verbindung besteht ganz offensichtlich. Nicht ohne Grund nenne ich ihn Self... :)

Jemandem mit Klebstoff in den Händen werde ich immer entkommen. Ich lasse mich nur durch Freiheit binden...

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16.09.2009 um 10:33 Uhr

Mr. Train ist wieder da...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Mr. Train liebt die Küste... er hatte ja drei Wochen Urlaub und war auf Fehmarn. Er liebt den Wind, sagte er. Da haben wir was gemeinsam. Nun hatten wir uns ja vier Wochen nicht gesehen und diese Zeit ist gerade sooo intensiv, dass ich gar nicht wusste, wo ich anfangen sollte, als er fragte, was denn inzwischen so gewesen wäre. Ich hatte zwei Bilder von Gottfried dabei, die er unbedingt sehen wollte. Ich erzählte ihm von A., meiner ersten großen Liebe. Das habe ich noch nie gemacht und es ist nochmal was ganz anderes, als es hier in den Blog zu schreiben, auch wenn es hier total öffentlich ist... es jemandem direkt zu erzählen ist jedoch viel intimer, hat eine ganz andere Qualität, und war kurz nochmal schwierig... Kurz kam das alte Programm nochmal hoch, irgendetwas rechtfertigen zu müssen. Aber er reagierte nicht abweisend oder befremdet, wie ich immer befürchtete, wenn ich daran dachte, die Geschichte jemandem zu erzählen... er war verständnisvoll, und nicht nur das, er hatte auch Sinn für die Romantik und die Tragik dieser Geschichte. Ja, es war interessant und gut, diese Reaktion zu erleben. Ich erzählte auch von Self. Ich versuchte zu erklären, wer Self ist... was mir mehr schlecht als recht gelungen ist. Wie soll man Self beschreiben? Unmöglich. Aber Mr. Train ist jemand, der viel erspürt, viel zwischen den Zeilen lesen und erfühlen kann... und das ist großartig. Ich denke, trotz meines Herumstolperns bezüglich Self hat er eine Ahnung bekommen, wer das ist. Ich sagte, dass Self in einer anderen Kultur und/oder Zeit sicherlich so etwas wie ein Saddhu wäre, ein Heiliger, ein Schamane oder so etwas. In unserer Zeit und Kultur gibt es einen solchen Platz nicht, also steht er außerhalb der Gesellschaft, aber nur äußerlich. Innerlich wirkt er in ihr. Daraufhin erzählte mir Mr. Train, dass in Berlin-Wilmersdorf, wo er offenbar früher gewohnt hat, in der Fußgängerzone sommers wie winters ein Buddhist saß und trommelte. Ohne zu betteln. Er saß einfach da und trommelte... und die vorübergehenden Leute freuten sich daran... und ER freute sich daran. Schön... wirklich schön... Es passt alles zusammen...

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28.08.2009 um 00:26 Uhr

Shivas Fußball...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Ich sei an allem schuld, könne aber nichts dafür. Den Nachsatz fand ich doch immerhin beruhigend. Das wiederum zeigte, dass ich ziemlich ernst nahm, was er sagte, auch wenn es mir nicht passte. Ich sei Shivas Fußball, den Shiva herumkickt wie er will - er kicherte, als er mein empörtes Gesicht sah und wiederholte es nochmal genüsslich. Jeder normale Mensch hätte bloß mit dem Kopf geschüttelt und all das abgetan bzw. hätte es sich gar nicht erst angehört. Und wiederum kann es nicht erklärt werden, aber ich wusste, dass er mit jedem Satz Recht hatte. Ich verstand sehr genau, was hinter diesen Sätzen stand. Mein Verstand schlug Purzelbäume, protestierte, schimpfte, stampfte auf, verurteilte das alles als Mumpitz und Blödsinn. Meine Seele aber lächelte und gab ihm Recht. Mein Herz befand sich irgendwo dazwischen und war immer ziemlich aufgeregt, angenehm aufgeregt. Was noch? Ich sei eine ordentliche deutsche Hausfrau... Es gruselte mich, als er das sagte. Nur weil ich grade keinen Job hatte, brauchte er sowas doch nicht zu sagen.  Außerdem sah man doch, dass ich nicht so eine übereifrige war, die alles immer top-sauber hat. Aber es ging gar nicht um den Inhalt, sondern um das, was mich gruselte. Er spürte genau, was ich nicht hören konnte, bei was es mir die Haare stellte, und genau das formulierte er. Und noch dazu lachte er, lachte mich aus... nein, nicht mich, sondern meine Empörung lachte er aus, das Ego. Immer wieder fiel ihm irgendetwas ein, was mich aus dem Häuschen brachte. Einmal, noch ziemlich am Anfang, verlangte er, ihm eine Mail zu schreiben, welche ein bestimmtes Wort enthalten sollte... eines, bei dem es mich wiederum gruselte, eines mit dem ich nichts zu tun haben wollte. Bis 20 Uhr sollte die Mail bei ihm sein. Und um es noch ein bisschen gruseliger und unannehmbarer zu machen, ließ er mir noch ausrichten, dass dies "ein Befehl" sei. Punkt. Ich kapierte selber nicht, warum ich das nicht einfach verweigerte und fertig. Wieso ließ ich mir sowas "befehlen"... wieso überhaupt irgendetwas?! Anstatt mich einfach abzuwenden schlug ich mich den ganzen Tag damit herum... nur um 5 vor 8 eine Mail mit diesem Wort zu schreiben. Bei all dem fühlte man sich von ihm wirklich geliebt und geschätzt. Sehr sogar. Er hatte Respekt vor dem, was nicht einfach ein Ego-Spielchen war, sondern was WIRKLICH eine Grenze war. Diese respektierte er immer. Und oft genug kam Lob mit seiner Kritik. Meine vielen Fragen an ihn nervten ihn sehr. Viele viele hatte er beantwortet, aber mir fielen immer mehr ein. Er sagte, das müsse aufhören. Und ich sei wie jemand, der ihm, der im Boot sitze, auf dem Wasser hinterherlaufe und ihn irgendwelches unbedeutenes Zeug fragen würde. - Er hatte ein zielsicheres Gespür für alles, was vom Ego kam, und das torpedierte er erbarmungslos. Zum Beispiel auch alles, worauf ich "stolz" war... Fähigkeiten und Vorlieben, Dinge, auf die ich fixiert war, ob das nun Astrologie war, mein Regal voller vedischer Bücher und all die vedischen Geschichten, die ich auswendig konnte, meine Sanskrit-Kenntnisse, oder auch Feng Shui, welches ich gerade erst gelernt hatte. Er machte es nichtig, um den Stolz daraus abzuziehen. Er machte nicht die Dinge an sich schlecht, sondern wies auf die verkehrte Einstellung dazu hin, die letztlich zu einem Missbrauch der Dinge führte. Ich wusste, was er tat. Sich darauf einzulassen, war für mich immer mehr oder weniger schwierig. Wenn ich das äußerte sagte er mit großem Verständnis: "Es IST einfach. Es ist nur nicht so LEICHT." Er schätzte jede Anstrengung, über Ego-Grenzen hinauszugelangen. Und es ging ja auch um mehr. Um Dinge, die mir kaum möglich sind, zu beschreiben, weil sie so komplex sind, kaum begreifbar und doch immer wieder so klar und irgendwie logisch, wenn er sie beschrieb. Und dann kamen die Glacehandschuhe. Nun bin ich an verdammten Glacehandschuhen gescheitert... Isso.

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26.08.2009 um 21:49 Uhr

Den Mond heilen...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Das eigene Horoskop zu deuten ist wohl das Schwierigste was es gibt. Ich hab vor über 20 Jahren mit Astrologie angefangen. Habe zwei Jahre gebraucht, um in meinem eigenen Horoskop einen extrem hervorstechenden Aspekt zu bemerken... kaum zu glauben, aber wahr. Und ich bin da nicht die einzige, der es so ergeht. Man kann also ins eigene Horoskop ein ganzes Leben immer wieder reinschauen und entdeckt immer noch Sachen, die man vorher nicht sehen konnte oder wollte...

Grade liegt meins mal wieder vor mir. Und mir fiel mein volles drittes Haus mal wieder auf. Das Haus der Kommunikation, das dem Zwilling angehört. Dort hab ich meine Sonne (die Ausstrahlung), den Merkur und den Jupiter in Konjunktion - die verstärken sich also gegenseitig - und das heißt kurz gesagt: groß bzw. weit (Jupiter) denken (Merkur). Weitblick und Detailblick fließen in einander. Kommunikation ist enorm wichtig, da die beiden eben im dritten Haus stehen. Und dann ist da der Mars... weiowei... im Quadrat zum Mond im ersten Haus. Wenn Mond und Mars sich uneins sind, so tut es meistens weh, sehr sogar. Auch das wird in irgendeiner Form kommuniziert, eventuell gibt es aggressive Kommunikation oder Kommunikation darüber. Der Sonne genau gegenüber steht Herr Neptun, der im Irdischen Bereich oft als Unklarheit wirkt. Für mich steht er ganz oben und ist klar zu sehen, denn ich strahle ihn ja selber von unten her an. Alles was mit Spiritualität zu tun hat ist mir vertraut und Herr Neptun ist mir ein sehr lieber Freund. Dort wo andere Leute ganz klar ihren Beruf sehen, sehe ich ihn, und er hat nun mal keine Grenzen. Also viele Berufe und keiner bleibt. Der Mondknoten im Krebs sagt dasselbe wie Padmanabha Prabhu zu mir sagte: "Du musst weicher werden." Das Weiche schätzen lernen, das Zarte, das Schwache in sich als Stärke erfahren... kurz gesagt: den verletzten Mond heilen. Die Weiblichkeit der Venus, die frauliche, erotische Weiblichkeit kann dafür eine Unterstützung sein, denn die Venus steht in Konjunktion zum Mondknoten. Also wieder eine Kleinigkeit neu entdeckt: nämlich das Potential der Weiblichkeit. Das habe ich vorher so noch nicht gesehen!

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25.08.2009 um 12:35 Uhr

Auf der Flucht...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Sehnsucht treibt zu Hingabe führt zu Flucht.

Warum ist das so?

Frage nicht, schau nur einfach hin.

Du willst nicht erkannt werden, weil du meinst du kannst nicht erkannt werden.

Du siehst dich mal hier mal dort, du hast dich nicht entschieden wer du bist,

wer du sein willst in diesem Leben...

Es ist wahr, dass du alles bist, doch hier an diesem Ort ist eine Entscheidung nötig.

Und sinnvoll wäre es, bei ihr zu bleiben, jedenfalls lange genug.

Du fühlst dich überlegen, wenn du von einer Identität in die andere wechselst?

Und die anderen damit verwirrst?

Dir fehlt Demut und echte Hingabe. Und Aufrichtigkeit.

Du siehst etwas an dir, was dir nicht gefällt und springst schnell woanders hin...

anstatt es anzusehen und herauszufinden, weshalb es dir nicht gefällt.

Du willst nicht gefesselt werden und sehnst dich gleichzeitig danach,

dass jemand das tut, weil du es selbst nicht fertigbringst, einmal stillzustehen.

Du stehst dir selber im Weg und trotzt dir selbst.

Du dachtest, du hättest schon losgelassen und seist frei...

aber das kannst du erst sein, wenn du einmal geblieben bist,

freiwillig,

bis zum Schluss.

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24.08.2009 um 13:18 Uhr

Verletzter Stolz - Glacehandschuhe

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Ich habe hier schon einiges über Self erzählt. Aber nicht das Wesentliche. Nämlich wie ich regelmäßig vor ihm geflüchtet bin. In meiner Eitelkeit getroffen, meinen Stolz und mein Ego nicht überwinden könnend... weggelaufen, in der extremen Weise, die mir eigen ist, alle Mails gelöscht, so dass nichts mehr übrig war. Zweimal hatte ich das schon früher gemacht. Mit einigem Abstand - einmal waren es Monate, das andere Mal Jahre - kam ich wieder zurückgekrochen, entschuldigte mich. Er hat es immer ganz gelassen genommen. Sagte einmal sogar, das wäre für mich wichtig gewesen, dieses Weggehen... und auch das Zurückkommen. Ich kam zurück, weil ich nirgendwo diese Ehrlichkeit und diese Wahrhaftigkeit fand, gepaart mit diesem enormen Weitblick und Tiefblick. Und ich vermisste das schrecklich, fühlte mich so alleine. Genau wegen dem, weshalb ich vor ihm weglief, zog es mich immer wieder zu ihm hin. Meine letzte Flucht fand vor zwei, drei Monaten statt. Wieder mal machte ich die Schotten dicht, nachdem er mir Sachen hatte ausrichten lassen, die mir nicht schmeckten. Ich sei jemand, der mit tausenderlei Glacehandschuhen angefasst werden möchte. Kurz zuvor hatte er noch gesagt: "Serena ist durch." Und dann das. Und offensichtlich habe ich nichts dazugelernt, obwohl ich mir so toll vorkam. Bleibe immer noch am Ego hängen... das sich verletzt fühlt weil einer - nicht etwa wahllos Beleidigungen äußert, sondern einfach die Wahrheit sagt. Ja, ich bin empfindlich und verlange Glacehandschuhe im Umgang mit mir. Er hat verdammt recht. Und ich bin wütend darüber. Ich habe keine Lust mehr, nach der Pfeife meines Egos zu tanzen... das mich letztlich doch wieder nur leiden lässt... ! ... ... ... --- --- --- !

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22.08.2009 um 21:36 Uhr

Kongruenz, Akzeptanz, Kraft und Weichheit...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Kongruent ist das Wort, das mir gar nicht sooo geläufig ist, das aber in mir auftauchte, als ich über mein Leben nachdachte, in den letzten Tagen. Kongruent sollte es sein. So ganz genau wusste ich gar nicht, ob es die richtige Bedeutung hat, die ich meinte... ich hab dann nachgeschlagen, und ja, es passt.

Was ich meine: Es soll keine abgespaltenen Bereiche mehr geben, ich will EINS sein, aus dem Ganzen schöpfen, das ich bin. Es soll kein verborgenes Kämmerchen mehr geben, in dem ich Dinge zurückhalte, die eigentlich mein Potential darstellen... nur weil ich meine, ich könnte sie meiner Umwelt (und mir selber) nicht zumuten.

Es gibt dieses Kämmerchen jetzt noch, und ich habe in den vergangenen Tagen und Wochen gesehen und gefühlt, welche große Kraft dort verborgen ist. Und ich hatte den Geschmack und das Gefühl erlebt, wenn diese Kraft frei wird. Das war offenbar nur ein Vorgeschmack, aber der war überwältigend! Freiheit! Jede Zelle meines Körpers schien zu tanzen und es kribbelte überall. Die Grenzen, die ich wahrgenommen hatte, als hindernd, mich bremsend, erkannte ich allesamt als selbstgemacht und ich konnte sie alle niederreißen, zumindest vorläufig für eine Weile... indem ich mich einfach SEIN ließ, wer und was ich war, bin. (Es fühlt sich wirklich schön an, wenn die Zellen tanzen... :)).

Man kann eh nicht verbergen, wer man ist. Jedenfalls nicht vor jemandem, der genau schaut und klar sieht. Ganz offensichtlich bin ich ein Mensch, der intensiv ist, extrem, der seinem Herzen bedingungslos folgt - auch wenn ich genau das dann wiederum nicht wahrhaben will - und der sich deshalb ganz und gar hingibt, auch abhängig macht, mit Haut und Haaren. Anstatt dies zu erkennen und dann auch zu akzeptieren, spielte ich mir oftmals diejenige vor, die distanziert ist und alles unter Kontrolle hat... und die sich niemals abhängig macht, niemals. Vor kurzem habe ich so etwas noch herumgetönt. Und merkte nicht, wie sehr ich mich selber dadurch beschnitt und mir selber die Kraft raubte. Die letzten zwei Jahre war ich völlig kraftlos. Und Ängste überfielen mich und zerrten an mir herum. Jetzt ist mir einiges klar geworden...

Nie habe ich die Worte vergessen, die mir Padmanabha Prabhu sagte, der vedische Astrologe: "Du musst weicher werden"... Ich mochte diese Worte nicht, denn ich war tough und wollte genau das auch sein. Aber sie gingen in meinem Kopf herum und verließen ihn nicht, als ob sie mich ärgern wollten... Heute endlich verstehe ich sie und bin einverstanden.

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10.08.2009 um 11:48 Uhr

Mutter Natur

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Die Natur finde ich wundervoll und wann immer ich Einheit mir ihr und in ihr spüre ist alles gut. Wenn ich mich von ihr getrennt und abgeschnitten fühle, fühle ich mich nicht gut. Ich liebe und akzeptiere sie. Es gibt natürlich die Parallele zur "Mutter", zum Mutterprinzip, dem näherenden Prinzip. Da stecke ist fest. Ich habe mit der Mutter - und ich schaffe es kaum vor den Begrirff "Mutter" das Wörtchen "meine" zu setzen - ein großes Problem. Es kommt derzeit absolut hoch und es würgt im Hals. Der Gedanke, ausgeliefert gewesen zu sein, ihr ausgeliefert, von ihr genährt worden zu sein... stößt mich ab. Lieber möchte ich von Wölfen gesäugt worden sein. Die weibliche Brust als Mutterbrust, nicht als Sexualobjekt, löst in mir widerstreitende Gefühle aus die bis zum äußersten Ekel gehen. Ich konnte "meine" "Mutter" nicht berühren, nicht umarmen... Einmal umarmte sie mich einfach und ich fand es so schrecklich... es schien nicht aufzuhören und ich war nur starr bis sie endlich losließ. Zwangsläufig war da auch die Berührung mit ihrer Brust, die im Alter - zu ihrem eigenen Leidwesen - ziemlich groß geworden war... das war kaum erträglich. Mich wühlt das ganze Thema ziemlich auf. Auch die Parallele zur Natur - "Mutter Natur" - die offensichtlich ist, die ich aber gar nicht so fühle. Ich denke daran, dass ich als achtjähriges Kind - als ich feststellte, dass sich mein Geschlecht nicht mehr verändern ließ - Angst davor hatte, als erwachsene Frau ein Kind zu bekommen. Ich bekam richtig Panik davor. Und ich wollte meinen Körper unbedingt immer schlank haben, lieber zu knochig, als auch nur ein bisschen Speck daran. Was in Menschen alles für verworrene, verzerrte Dinge vorgehen können... Ich merke, wie hilflos ich demgegenüber bin und das ärgert mich sehr.

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06.08.2009 um 01:30 Uhr

Im Dreck wühlen... Teil 2

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Irgendwann schwante mir, dass ich für meine Familie - ohne dass meine äußere Person auch nur eine leise Ahnung davon hatte und ohne dass sie checkten, was da abging - jemand war, der im Dreck wühlte. Einfach nur durch meine Existenz. Ganz auf den Grund der Dinge bin ich auch jetzt noch nicht gekommen... und vielleicht ist das gar nicht mehr nötig. Vielleicht reichen die bisherigen Einsichten auch aus.

Mein Vater war mit mir im Grunde immer solidarisch... obwohl er früher durch den Alkoholkonsum schwach war und schwach blieb, weil meine Mutter und Schwester ihn ein Leben lang dafür anklagten und ihn - nicht bewusst aber umso heftiger - damit erpressten. Nach dem Motto: So, nach dem, was Du Dir früher geleistet hast, hast Du jetzt nichts nichts mehr zu sagen. Wir geben an, was gemacht wird. Die Gefühle meines Vaters nahmen sie entweder nicht wahr oder sie waren ihnen egal. Fühlten sich im Recht wegen des ertragenen Unrechts von seiner Seite in früheren Jahren. Ich verteidigte ihn hin und wieder... wenn sich die Gelegenheit ergab.

Alles steht und fällt damit, dass beide Parteien das Spiel mitspielen - Täter und Opfer (welche sich auch leicht vermischen oder die Rollen tauschen können). Und mein Vater spielte mit. Und ich auch. Und ich dachte bis vor nicht allzu langer Zeit noch... es sind doch Mutter und Schwester. Meine Augen und mein erzogener Verstand sehen Mutter und Schwester, etwas Gutes, das zu respektieren, zu lieben ist... mein göttlicher Teil sieht unsterbliche Seelen mit perfekten Plänen... meine innere auf dieses Weltenspiel bezogene Weisheit sieht in ihnen aber nichts als Hyänen. Und es ist ein Witz, sie als Mutter und Schwester zu sehen. - Es ist wie so ein Kuscheltier in einem Horrorfilm, das zu gewissen Zeiten ein Horrortier wird... und man, wenn es Kuscheltier und so süß und zart ist, immer wieder darauf hereinfällt, nur um dann vom Horrortier angefallen und verletzt zu werden. Wie oft muss das wiederholt werden... Wir dürfen nicht nur glauben, was wir sehn... sondern erst innen schauen, was wirklich da ist.

Bis zum Schluss war mein Vater solidarisch mit mir. Mit seinem Tod hörte das Spiel zwischen den Damen einerseits und ihm und mir andererseits auf. Es flog auf, in hohem Bogen. Die Damen - sah ich es richtig - schämten sich ein wenig... aber hielten umso verbissener den eingeschlagenen Kurs. Aber jetzt war es nicht mehr im Verborgenen. Jetzt sah und jetzt sieht man alles. Den ganzen Dreck.

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05.08.2009 um 22:09 Uhr

Im Dreck wühlen... Teil 1

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Eines Tages erwachte ich nach einem intensiven Traum, an den ich mich nur noch emotional erinnerte, mit dem Satz: "Ich will im Dreck wühlen!" Klar, ist doch auch ein erstrebenswertes Ziel, dachte ich mir kopfschüttelnd. Weiter konnte ich nichts damit anfangen, ich wusste nicht, worauf es sich beziehen sollte.

Ein paar Wochen später, als ich gerade soviel geraucht hatte, um diesen bewusstseinserweiternden Effekt zu spüren... - der, welcher in vielen Kulturen durch Drogen angestrebt wird, wovon wir drogenmissbrauchenden Zivilisanten dummerweise nichts wissen, indem wir genau diesen Zustand immer wieder kaputtmachen indem wir immer weiter saufen oder rauchen und ihn damit gleich wieder zerstören (aber das nur am Rande)..., also als ich gerade diesen wunderbar lichten Bereich erreicht hatte, stand dieser Satz plötzlich leibhaftig vor mir, vibrierend, wie eine Person, voller Kraft und --- so seltsam es klingt: wunderschön. Es war beeindruckend, aber ich wusste danach immer noch nicht, worum es ging.

Als ich viele Jahre später zwischen unserem idyllischen Haus in Kleinsibirien und unserem Wald am Ufer des wunderschönen Bächleins mit blutigen Händen heulend vor Wut inmitten des Mülls des Vorgängers hockte dachte ich an diesen Satz und hätte beide - den Satz und den Vorgänger - am liebsten auf den Mond geschossen, aber nicht auf unseren sondern auf irgendeinen in einer weit entfernten Galaxie. Ich hatte einiges pflanzen wollen und hatte deshalb gegraben... und war auf Müll gestoßen... jede Art von Müll, Hausmüll, Sperrmüll... Ich hörte nicht auf zu graben, ich grub mich nahezu in einen Wahn hinein... es war Entsetzen, Empörung und Wut, die mir die Kraft gaben... und grub schließlich sogar den Kotflügel eines VW-Käfer aus. - "Die hatten nie ne Mülltonne... die haben einfach da hinten eine Grube gegraben und haben dort alles reingeschmissen", war die lapidare Auskunft der Nachbarn. Und sie waren da wohl nicht die einzigen, die das so handhabten. Toll. Ich war begeistert.

Und das war's? Hab ich jetzt diesen unverschämt lebendigen Satz ausgelebt und ist es fertig... dachte ich mir... Aber nein. Das Objektive ist nur eine Reflexion innerer Zustände. Also was war das Innere? Es dauerte noch mehrere Jahre bis ich darauf kam.

04.08.2009 um 11:20 Uhr

Das Stockholm-Syndrom...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Das Stockholm-Syndrom. Wikipedia sagt dazu einleitend: "Unter dem Stockholm-Syndrom versteht man ein psychologisches Phänomen, bei dem Opfer von Geiselnahmen ein positives emotionales Verhältnis zu ihren Entführern aufbauen. Dies kann dazu führen, dass das Opfer mit den Tätern sympathisiert. Es kann sogar darin münden, dass Täter und Opfer sich ineinander verlieben oder kooperieren."

Ich fühlte mich als Kind zu gewissen Zeiten wie das Opfer einer Geiselnahme innerhalb meiner Familie. Wenn mir wohlgesonnene Leute zu Besuch waren... dazu gehörten der Einarmige, die Lehrerin, bei der ich als Kind fast täglich nachmittags mit meinem Hund war (sie hatte auch einen, die zwei waren ein Traumpaar) oder der "Kurschatten" meines Vaters mit ihrem Mann... wenn solche Leute da waren, kam ich mir vor wie jemand, der der Freiheit so nahe ist, so greifbar nahe, aber doch so unendlich weit davon entfernt, und der nichts von seiner Gefangenschaft erzählen kann und darf... es war eine knallharte Erfahrung, immer wieder. Ich war hellwach während sie da waren und irgendwie hoffnungsfroh, als ob sich durch ihren Besuch etwas ändern könnte, als ob ich ihnen wortlos die geheime Botschaft über meine Gefangenschaft übermitteln könnte und sie mich befreien könnten... und sank hoffnungslos in mich zusammen wenn sie wieder weg waren.

Dieses als etwas Besonderes und Eigenartiges formulierte Stockholm-Syndrom erlebte ich in dieser Familie ohne es zu formulieren, ich konnte das erst viel viel später sehen, eigentlich erst vor kurzem. Natürlich musste ich kooperieren und es war auch Sympathie da oder man tat jedenfalls so. Ich solidarisierte mich mit ihnen selbst dann noch, als es nicht mehr nötig gewesen wäre. Ich hätte auch anders reagieren können... ausbrechen, weglaufen, in ein Heim gehen (was nicht das Schlechteste sein muss). Aber ich blieb, hielt aus. Dann mit 18 die Befreiung, vom Gesetz her, die ich auch sofort in Anspruch nahm, indem ich umgehend auszog. Das Stockholm-Syndrom hielt wie gesagt an... sehr lange noch. Eine reine Illusion einer netten Familie, unter deren Oberfläche es brodelte... was erst offen zutage trat, als mein Vater vor zwei Jahren starb...

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30.07.2009 um 12:14 Uhr

Hinrichtung...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Emotionale Bilder - nicht sichtbar - nur als Muster deutlich spürbar, Muster, die ich - ohne das bewusst zu tun - zu Papier gebracht habe... Jemand wird zu einer Hinrichtung abgeholt. ICH werde zu einer Hinrichtung abgeholt. Absolutes grauenhaftes Entsetzen. Ausweglosigkeit. Verzweiflung. Irrtum auch, denn man kann mir den Körper ja nehmen, aber mehr nicht... und ich bin ja mehr, ich besitze den Körper nur. Was man besitzt, kann einem genommen werden, aber das, was man innerlich ist, das nicht. Dennoch einfach blankes Entsetzen... Ich musste es weiter unten als Witz karikieren, blödsinnig überzeichnen... um zu sehen wie verrückt das ist, und dass es eben nicht real ist! Aber es war einmal irdische Realität. Doch warum trägt man das in andere Leben hinein... Fjodor Dostojewskij wurde zum Tode verurteilt und kurz vor der Hinrichtung begnadigt - er war bereits auf den Hof geführt worden, wo sie stattfinden sollte. Nach dieser schrecklichen Erfahrung sagte er, dass es keinen Grund geben kann, der es einem Menschen erlaubt, einen anderen hinzurichten. Ich las das tränenüberströmt. Auch heute noch gibt es Hinrichtungen in Ländern, die als zivilisiert gelten. Immer noch leben wir nach dem Gesetz der Vergeltung und Rache. Und irgendwann war ich auch einmal der Henker... der sich im Recht fühlte.

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30.07.2009 um 11:49 Uhr

Krank - in "Kategorien der Gesellschaft"

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Sie sind krank ... aber - verstehen Sie mich nicht falsch, sagte er - nur in "Kategorien der Gesellschaft". Sie glauben immer noch, sie müssten trotzdem weitermachen und sich eben zusammenreißen. Aber es geht nicht, das haben Sie doch schon gesehen. - Ich sehe Mr. Train mit einem Bein da stehen, wo ich bin, und mit einem in dieser Welt. Momentan ist er wohl das perfekte Verbindungsstück, egal in welche Richtung man zu gehen gedenkt.

Was heißt "krank". Unvermögend, eine Rolle zu spielen. Krank sein heißt, eine Pause brauchen, in der man sich darüber klar wird, ob und wie man weitergehen kann. Krank sein heißt, zu bemerken, dass man bisher etwas in sich verleugnet oder falsch verstanden oder übersehen hat. Etwas sehr wichtiges, nämlich sich selber, die innerste Wirklichkeit. Oder dass man das, was man ist, einfach der Welt nicht zumuten wollte.

Dann stellte und stelle ich mir oft mehr oder weniger verzweifelt die Frage, wie ich diese Welt, die ich innerlich erlebe, denn in dieser Welt ausleben können soll... geht doch nicht. Ich weiß es immer noch nicht. Aber es gibt Menschen, die es getan haben und tun. Sie tun es einfach, sie haben aufgehört nur darüber nachzudenken. Ob es nun jemand ist, dessen Traum es ist, in einer Millionenvilla zu leben oder jemand, der den Straßenhunden in Thailand helfen will oder jemand der ohne Geld leben will oder jemand, der herrliche FIRLEFANZ-Ideen umsetzen will *lächel*. Alles Sachen, die der Vernunft, schwierig, unmöglich oder abgedreht erscheinen. Aber möglich ist alles.

Krank sein heißt also, noch nicht die Zuversicht haben, sich das Leben wirklich so zu gestalten, wie es einem ganz und gar entspricht. Aber man kann ja genesen, gesund werden. Und ich komme mir vor wie zwischen Tür und Angel stehend, zwischen den Welten. Ich schaue hierhin und dorthin und überlege, wie ich sie zusammenkriege... ob ich das kann oder nicht... Was man nicht will, das kann man auch nicht. Und umgekehrt. Is doch so... oder?...

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29.07.2009 um 09:28 Uhr

Kein Platz für unsichtbare Hexen...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Ja, also... Mr. Train versteht so einiges, hab ich das Gefühl... mehr als ich von einem Psych erwartet habe. Ich habe von dieser Ich-losigkeit erzählt... auch dass ich als Kind immer dachte, ich könnte nicht gesehen werden, weil ich mich nicht mit dem materiellen Körper identifizierte. Und wie ich mich immer gewundert hatte, als ich feststellte, dass ich doch gesehen wurde... und dass die Leute mir sogar bestimmte Eigenschaften zuschrieben - von denen ich keine Ahnung hatte. Kein Erstaunen seinerseits, er nickte... und erklärte mir dann, dass das eigentlich in verschiedenen Stadien bei sehr vielen Menschen so sei. Es gäbe die ganze Bandbreite... von dem, der gar nicht und überhaupt niemals weiß wer er ist bzw. wer er sein soll... bis zu demjenigen, der breitbeinig in der Welt steht und glaubt, genau zu wissen, wer er ist... Obwohl auch letzterer, meinte er, das gar nicht so genau wisse... das sei mehr oder weniger seine selbstgemachte Illusion. - Bin ich bei einem Psychotherapeuten... oder einem Druiden? Ich war ein bisschen erstaunt.

Er hat's mit dem Christentum... aber weniger mit der Institution als wirklich mit der Lehre, das wurde deutlich. Hat an passender Stelle ein Kirchenlied zitiert... in dem es heißt, wir sind nur Gast auf dieser Erde... und dass unsere Heimat eben woanders ist. Also genau meine Rede. Weiß ich ja. Aber was ist mit dieser Welt? Wieso dieser ganze Zinober? In ihr einen Platz suchen, obwohl sie eben nicht die Heimat ist.  Ich finde keinen Platz darin. Die Zeit der Hexen und Schamanen ist vorbei... und das ist das einzige was mir einfällt, was ich sein könnte... aber auch das ist viel zu sehr definiert. Diese Welt verblassen lassen... einfach verblassen, immer kleiner werden lassen... zusehen wie sie als immer kleiner werdender Punkt irgendwann ganz verschwindet in der Weite von allem was ist... und sich nächstens genauer überlegen, was man erschafft. Ähm... ja, ich schweife ab...

Er meinte noch, meine Ansprüche wären sehr hoch... vielleicht ZU hoch für die Welt - obwohl er das gut verstünde, zu hoch für die Mitmenschen. Aber ich verlang doch von keinem was... Kann doch jeder so leben, wie er möchte. Ich sag doch niemandem, dass er es anders machen soll oder sich hier nicht wohlfühlen soll, wenn er das tut... Es geht darum, was diese Welt für mich bedeutet. Wieso ich sie so sehe wie ich sie sehe... Wieso all dieser Druck, dieser Schmerz, diese Sehnsucht. Warum ich an all dem festhalte. ... Wir kamen auf zwei Menschen zu sprechen, einen Onkel von mir und unseren Mieter, die sich getötet haben... Wie die Welt über solche Dinge oftmals urteilt, nicht nur die weltlichen Menschen, nicht nur die christlichen Menschen, auch die Esoteriker oder spirituellen Leute... alle meinen es verurteilen zu können oder zu müssen oder zu sollen. Er meinte, so etwas könne er im Evangelium nicht finden... in Jesu Worten könne er nicht finden, dass irgendjemand für so etwas verurteilt oder gemaßregelt werden soll... Oder ihm auch nur gesagt werden soll, dass es nicht richtig sei, was eine Maßregelung ist. Hm.

Ich klammere mich fest an diese eigentlich ungeliebte unwirtliche Welt, die nicht meine Heimat ist. Ich kann mich erinnern - ich habe das drüben bei Priyadevi kürzlich erst in einem Kommentar geschrieben -, dass es mich einmal mit großer Macht wegzog von all dem... und wie ich feststellte, dass ich mich, je mehr es mich wegzog, ich es umso stärker umklammerte... Aber es war nicht Angst. Es war irgendwie eine Entschlossenheit eines Teils von mir, den ich nicht kenne... Doch, ein Teil hatte auch Angst, stimmt schon... aber das war mehr eine körperliche Reaktion, hatte mit dem inneren Gefühl nicht so viel zu tun. Das war mehr wie wenn der Körper-Instinkt vor einem Abgrund zurückschreckt.

Ja... es geht weiter und weiter, man findet gar kein Ende. Jedenfalls ist der Therapie-Antrag eingereicht... Was wir darin dann machen ist nicht so genau definiert. In jedem Fall tut es gut, mit jemandem zu reden, der einen nicht so völlig verständnislos ansieht, wenn man von sich erzählt... sehr gut ist das.

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28.07.2009 um 21:08 Uhr

Standbeine - Liebe

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Standbeine... bräuchte man, sagte sie. Aus denen man Sicherheit bezieht. Sie hat Recht und auch nicht Recht. Es kommt darauf wer man gerade ist. Und ich weiß das fünf Minuten vorher nicht. Eine Minute vorher nicht. Standbein... die Liebe in irgendeiner Form. Aber Form muss sie eben haben für den Menschen. Die formlose durchdringt alles, aber der Mensch ist Form und will Form und zwar deshalb, um Form zu erschaffen, nach seinem Bild. Dafür ist er Mensch. Sobald der Wunsch nicht mehr da ist, gibt es auch das Menschsein nicht. Wenn ich Mensch bin, verstehe ich das. Wenn nicht, brauche ich es nicht zu verstehen. Doch wenn ich dazwischen bin, weder hier noch dort, ist es schlimm. Jetzt ist es schlimm.

22.07.2009 um 20:39 Uhr

Neumond... extreme Gedanken... Schönheit

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Ich wusste, Vollmond kann heute nicht sein, weil das noch nicht so lange her ist... aber irgendwas ist, und ja, es ist dann eben der Neumond. Genau heute. Krisenalarm. Sinnfragen. Und das natürlich Vollstoff... anders wärs wohl langweilig. Die spontane Reaktion eines jeden Suchtkranken ist in solchen Fällen, dass er sein Suchtmittel haben will... was er dann aber hoffentlich gelernt hat umzulenken. Ich habe kein Suchtmittel sondern immer wieder den Gedanken, der von Jugend an mein Begleiter war... habs hier ja oft genug erwähnt. Nein, ich bin genauso weit davon entfernt wie schon immer, wenn nicht weiter. Mein "Suchtmittel" kann man ja nur einmal anwenden, das ist mir wohl bewusst... Mein Suchtmittel muss ich auch nicht anwenden, es entfaltet seine Wirkung dadurch, dass ich es gedanklich einfach zulasse. Es entspannt mich. Genau wie andere dann der Alkohol oder das Ritzen oder die Eifersucht oder oder oder... Es ist immer so, so extrem intensiv..., und dann die Entspannung, das Aufatmen. Gedanken können wirklich wie Drogen sein... wie irrwitzig... diese Welt... Aber eben auch erstaunlich und schön. Ich war im Naturschutzgebiet heute nachmittag, dort hab ich mich erholt. War umschwirrt von orange-farbenen Perlmuttfaltern und Blutströpfchen und alles alles war voller Graslilien... ein wahres Meer von Graslilien... nicht zu fassen diese Schönheit. Und draußen kann man nur das sehen, was drinnen ist? Oh, wie fantastisch...

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15.07.2009 um 09:53 Uhr

Wieder die Schussverletzung...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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So, heute morgen war ich also wieder bei meinem Neuen. Ich hatte gut geschlafen, daher war es heute nicht so schlimm, so früh dort sein zu sollen. Und vielleicht ist diese Zeit für so etwas sogar ganz gut... wenn ich die Traumsphären noch gar nicht richtig verlassen habe und noch ganz nah an dieser inneren Dimension bin.

Ich sollte mir eine Musik aussuchen, die ich per Kopfhörer hörte... Der Ton lief zwischen links und rechts immer hin und her... Ich hatte mir ja für heute irgendein belastendes, jedoch nicht zuuu stark belastendes Ereignis heraussuchen sollen, um damit diese Technik zu testen. Wenn ich jetzt überlege, welches Ereignis ich da genommen habe und wo wir letztlich gelandet sind... dann frage ich mich, ob nicht alle Ereignisse in einem Leben, so verschieden sie wirken, nicht miteinander zu tun haben, und vielleicht sogar alle immer nur eine andere Form von ein und demselben sind?... ... ...

Jedenfalls war mein Einstiegsereignis eine Begebenheit, wo meine Cousine mich sehr enttäuscht hatte. Ich hatte mir kein Musikstück ausgesucht sondern Meeresrauschen mit Möwengeschrei... und irgendwie wurde das Ereignis durch die Wellen immer weiter weggeschwemmt. Ich sollte mir parallel zum Meeresrauschen am Anfang auch noch mit den Augen hin und hergehen und feststellen, ob es irgendwo einen Punkt besonderer Intensität gibt. Als dieser gefunden war und ich an die Geschichte dachte, verspannte sich unvermittelt mein linker Oberschenkel... später auch die linke Bauchseite, der Arm, und schließlich... landete ich wieder an der Stelle am linken oberen Rücken... bei der Schussverletzung.

Ich rollte innerlich die Augen... ich wollte ihm diese Geschichte - die ich hier im Blog schon erzählt habe - eigentlich nicht erzählen, weil ich dachte, der hält mich für bescheuert. Für mich ist es eben Tatsache, dass ich die Schussverletzung spüre, an der mein Großvater im Mai 1945 in diesem verdammten elendigen Krieg, der mich immer noch immer noch und immer wieder vor Trauer und Wut zum Weinen bringt, gestorben ist... Wenn ich das hier in den Blog schreibe, ist mir eigentlich egal, ob ich für bescheuert gehalten werde... einige tun es ganz sicher, das ist okay. Aber es jemanden von Angesicht zu Angesicht zu erzählen ist irgendwie anders.

Naja, ich habs trotzdem erzählt, und er reagierte richtig begeistert. Er erzählte irgendwas von transgenerat... habs vergessen wie das genau hieß, jedenfalls soll es heißen dass sich Traumata auf die nächste Generation übertragen. Ich hatte davon zwar auch schon gehört, aber dass sich das so konkret in physischem Empfinden und Schmerz ausdrückt, das hätte ich nicht gedacht. Ich war irgendwie erleichtert. Er erzählte sogar kurz von sich, weil ihn das Thema auch betrifft... Die Vertreibung seiner Großeltern aus Schlesien... Und dass er bei Sirenengeräusch schon mal Bomben hat fallen sehen... Ich fands cool, dass er auch was von sich erzählt. Ich weiß, dass viele Psychs erpicht darauf sind, bloß nichts von sich selber zu sagen... aber ich weiß jetzt, dass ich nen Menschen vor mir habe, der sich auch als Mensch gibt, nicht nur als Studierter. Das ist für mich wichtig.

So, das hatte also heute einfach ein Test sein sollen... ob ich mir vorstellen kann, so mit ihm zu arbeiten und weiterzumachen. Er sagt, er habe damit schon viele Erfolge beobachten können... dass sich nach und nach vieles auflöst. Ja, ich kann mir das vorstellen. Und es passt auch so irgendwie ganz gut zwischen ihm und mir. Ich hab zum ersten Mal das Gefühl, dass einer ne Idee und nen Plan hat, die echt ne Hilfe sein können...

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10.07.2009 um 17:55 Uhr

Junge statt Mädchen...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Ich habe heute daran gedacht, was gewesen wäre, wenn ich als Junge geboren worden wäre. So etwas muss nicht unbedingt viel verändern... in einer gesunden Familie schon gar nicht. Aber bei uns hätte es ganz sicher sehr viel verändert.... bzw. sehr vieles wäre ganz anders gelaufen, bestimmte Vehraltensweisen und Situationen wären nicht aufgetreten. Ich hätte als Junge das Gleichgewicht der Geschlechter hergestellt. So, als Mädchen, stand es plötzlich 3:1. Zuerst stand es trotzdem 2:2, weil mein Vater und ich eine Einheit bildeten, ganz automatisch, gefühlsmäßig. Doch je älter ich wurde, desto schwächer wurde diese Einheit, es wurde von außen an ihr herumgezerrt und sie zerbrach, wir beide konnten sie nicht halten. Wäre ich ein Junge gewesen hätte das anders sein können... Er hätte mir automatisch mehr beigebracht, Handwerkliches, er hätte mich natürlich mit zum Fußball genommen... womöglich hat er sich das gewünscht. Und vielleicht auch meine Mutter... Jedenfalls wollte ich als kleines Kind ein Junge sein. Das verlor sich dann mit der Zeit, aber eine Zeit lang war der Wunsch intensiv gewesen... ich mochte kein Mädchen mit langen Haaren sein und verstand gar nicht, wieso ich das sein sollte... Vielleicht weil ich spürte, dass ich als Junge meinem Vater hätte näher sein können... und weil ich spürte, dass unsere enge Beziehung langsam aber sicher kaputtging...

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Heute beim Abendessen... ich muss plötzlich lachen. Mein Mann schaut fragend... "Weißt Du was", sage ich... "wenn ich ein Junge geworden wäre, säßen wir zwei jetzt nicht zusammen hier." Wir gucken uns an und lachen... Und außerdem hätte ich Gerd geheißen... ;( ... Nicht dass der entsprechende weibliche Name sehr viel spritziger oder einfallsreicher wäre... aber ein kleines bisschen ist er doch schöner...

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09.07.2009 um 02:16 Uhr

Unstrukturiert...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Mein Mann bekommt dauernd gesagt, wie strukturiert er ist... und spricht... Er kann komplizierte Sachen gut erklären, hat alles klar gegliedert im Kopf und kann es auch so äußern. Ist aber kein nüchterner Kerl, sondern sehr gefühlsbetont... eine Mischung, die man wirklich genießen kann... und das tue ich... :) (Was nicht ausschließt, ihn auch manchmal an die Wand pappen zu wollen.)

Ich dagegen... meine Güte. Ich weiß es ja selber. Ich habe nichts "klar gegliedert" im Kopf. Bin nicht strukturiert. Nee, wirklich nicht. Es fliegt da alles kreuz und quer in mir herum, und so ist es dann eben, es sei denn ich greife ein und ordne alles... das muss dann aber schriftlich passieren, anders geht es fast nicht. Und selbst im Schreiben mischen sich dann noch andere Dinge ein und es kann sein, dass ich beabsichtigte, das und das zu schreiben und heraus kommt aber dann was ganz anderes. So war das mit dem Text über den Kosmos. Eigentlich sollte das eine ganz andere Geschichte sein... aber auf einmal schrieb sich das von ganz alleine. Natürlich fragt Klein-ich, ob das denn so gut wäre. Ungegliedert, unstrukturiert, jedoch überaus motiviert...? Aber von solchen Fragen lasse ich mich nicht mehr ins Bockshorn jagen. Ich bin ich. In mir entstehen Geschichten, Ideen, setzen sich Schlafträume in Tagträumen fort... und ich spüre so oft den Zusammenhang zwischen all den Geschichten und dem, was ich außerhalb von mir betrachte. Tatsächlich als ob das eine eine Erklärung oder Erläuterung des anderen wäre. Sehr oft ist es so. Wenn ich keinen Zusammenhang sehe, frage ich innerlich nach. Meistens bekomme ich eine Antwort, meistens wieder in Form einer Geschichte, einer Episode... die zuerst so wirkt, als hätte sie damit gar nichts zu tun. Schön ist das. Dann kommt wieder der Zensor und fragt, ob das nicht Zeitverschwendung wäre... ob ich nicht Wichtigeres zu tun hätte? Nein, hab ich nicht. Ich bin Traumarchäologin. Ich grabe sie aus und setze sie in Beziehung... setze sie zusammen mit dem was wir real nennen... und schaue, ob das Sinn macht... Und wenn nicht... auch nicht schlimm. Dann muss man nur ein bisschen warten.

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01.07.2009 um 09:49 Uhr

Traumatherapie...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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War jetzt also mitten in der Nacht beim Herrn Neuer Psych... 8 Uhr morgens, aber schon knalleheiß.

Ich fühle mich grade, als müsste ich was von mir abschütteln, denn gleich am Anfang gab es einen Punkt, wo ich für mich überraschenderweise ganz empfindlich reagierte. Ich spürte, dass ich ganz kindlich reagierte und nicht erwachsen, wie ich es eigentlich könnte. Es war scheinbar nur eine Kleinigkeit, aber die ging auf einmal recht tief. Seltsam war das. Ich dachte schon, auch das wäre zu Ende, noch bevor es begonnen hat und dachte mir: na, dann suche ich halt weiter. Als wir aber nach einer kurzen Pause weitermachten merkte ich, dass ich trotz des Punktes mit ihm weitermachen konnte. Irgendwie schmolz das Eis, das da grade blitzartig entstanden war, auf einmal weg, ohne dass wir diese Kleinigkeit noch einmal erwähnten. Keine Ahnung was da genau passierte... es war wirklich eigenartig.

Also er hat mich zu meinem Geschreibsel noch etwas befragt und stellte dann die berühmte Frage, was ich mir von einer Therapie denn erwarte. Himmel, was erwarte ich mir? Wenn ich wüsste, was da überhaupt gemacht wird, könnte ich vielleicht auch eine Erwartung haben. Aber niemand - niemand - von den bisherigen hat mir wirklich gesagt, wie die von ihnen verwendete Therapie aussieht, wie sie ganz konkret abläuft. Ich weiß nicht, wollten oder konnten sie nicht. Der Neue war der erste, der konnte und wollte. Er erklärte mir, wie diese Traumatherapie funktioniert und was sie bewirken kann und wie. In zwei Wochen wird er mir am konkreten Beispiel zeigen, wie das geht. Ich soll mir bis dahin irgendetwas raussuchen, was zwar belastend aber nicht ganz so dramatisch gewesen sei... nicht ganz so?... *grübel*...  Das Ganze passiert mit Musik, jedoch bei Wachbewusstsein, als keine Hypnose. Er erklärte noch einiges dazu... Wirklich die ersten konkreten Worte, die ich bisher von einem Psych hörte. Also geht es hier vorerst weiter... und ich bin neugierig...

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