***Serenas Augenblicke***

18.05.2011 um 16:04 Uhr

Sahnig...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Es sind Spiele, die wir alle spielen. Es ist nicht echt. Ich kann es sehen, es wird immer klarer. Was echt ist spürt man darunter, unter den Spielen. Es lässt sich nicht benennen, es ist nicht dinglich und auch nicht wirklich ein Zustand, der von anderen zu unterscheiden wäre. Es ist so irgendwie einfach das Leben, das sich auf eine bestimmte Weise anfühlt, lebendig eben, beweglich und gleichzeitig still, "dick", "sahnig", weich, völlig vereinnahmend und doch im Hintergrund... und ohne durch Geschehnisse in all den verschiedenen Spielen aufgereizt zu sein. So liegt es immer unter allem und in der Mitte von allem, und es durchdringt auch alles. Eigentlich unübersehbar, aber wir schauen woanders hin. Is ja auch okay. Warum nicht Spiele spielen. Nur wenn man in ihnen gefangen ist, und dieses sahnige Gefühl von Leben nicht spürt, ist es schade...

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15.05.2011 um 17:52 Uhr

Schönheitspreis...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Ich höre kein Radio, weil ich das meistens dumme Geschwätz nicht hören mag. Nachrichten und Wetterbericht will ich auch nicht. Werbung eh nicht. Musik ist gut aber zu oft unterbrochen von allem vorher Genannten. Wenn ich im Auto anschalte, dann kommt, obwohl schon CD eingeschalten ist, zuerst Radio und dann schaltet es um... und so kriege ich immer ein paar Wortfetzen mit, meistens sinds ja Worte und keine Musik. Heute war es: "... jaaaa, und leider leider leider gewinnt das Wetter heute keinen Schönheitspreis..." Zum Glück sprang es an der Stelle schon um auf "Los" von Rammstein. Keinen Schönheitspreis? Nein, das Wetter ist ja auch kein Model. Aber es ist schön heute, sehr schön sogar. Es ist zwar kühl, aber die Sonne scheint. Fette weiße Wolken ziehen dahin, verdecken ab und zu die Sonne, aber nicht zu lange... der Wind ist frisch. Es ist ein herrlich schöner Tag, nur eben nicht sehr warm oder gar heiß. Die Marathonis, die heute ihre 42,195 km durch die Stadt drehten werden auch froh gewesen sein... ideales Laufwetter. Und auch ideales Felixwetter. Wir liefen wieder auf dem Bundeswehrgelände am Flugplatz... Außer Segelfliegern und Drachensteigern waren kaum Menschen da. Die weißen Wolkengebirge auf dem blauen Himmel sahen toll aus... ich schaute nur nach oben... und stellte fest, wenn man den Kopf so weit nach hinten legt, dass man nichts mehr vom Boden, sondern nur Himmel sieht, und dabei weitergeht, dass man sich dann vorkommt wie auf einem Laufband... als ob man sich gar nicht von der Stelle bewegt. Lustig ist das... Und dann fiel mir der eine Traum von heute nacht wieder ein. wo ich mit geschlossenen Augen durch die Stadt lief, und überall wo ich lief, war viel viel Platz. Ich konnte durch die geschlossenen Augen hindurchsehen bzw. spüren. Niemals war auch nur das kleinste Hindernis da. Es war als ob ich selbst so groß war wie der freie Platz um mich herum. Das war sehr angenehm.... Ja, und das Wetter bekommt heute von mir den Miss-Preis verliehen. Allerdings habe ich keine Ahnung, gegen wen es überhaupt angetreten ist... (dummes Geschwätz... ;))...

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12.05.2011 um 18:33 Uhr

Wir sind Banknachbarn...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Du hast gesagt, Du könntest ohne mich leben. Und ich schaute dabei in Deine Augen und spürte und sah die Kraft daraus leuchten... diese wunderschöne Kraft des Lebens und die Kraft der Liebe. Du weißt wie glücklich mich das macht. Du kannst ohne mich leben, das heißt, Du liebst Dich selbst, Du bist bei Dir. Und das heißt, Du kannst bedingungslos lieben. Aus Deiner Freiheit heraus und eben dieser Kraft heraus. Was kann es Schöneres geben als so geliebt zu werden. Und da es bei Dir so ist, weiß ich, dass ich es auch kann... obwohl oder gerade weil ich daran Zweifel hatte. Du hast mal gesagt: "Wir sind doch Banknachbarn." Ja, so ist das. Und es ist schön, mit Dir in einer Bank zu sitzen... 

11.05.2011 um 10:36 Uhr

Wie Wolken...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Aus Oshos Geheimnisbuch:

"Gedanken sind wie Wolken: Ständig ziehen sie über den Himmel deines Bewusstseins dahin, und an jede einzelne klammerst du dich und sagst: ,Die gehört mir.' - wo es doch nur eine heimatlose Wolke ist, die da vorbeizieht. Und sie wird vorbeiziehen."

Ich dachte daran, was ich kürzlich geschrieben habe... dass jemand in mir gestorben ist. Ich entdecke, dass gewisse Verhaltensmuster weg sind. Ohne dass ich sie hätte "behandeln" oder "therapieren" lassen. Sie sind jetzt einfach weg. Und mir wurde durch die sehr lange Erklärung von Osho klar, dass solche Dinge wirklich nichts weiter als dahintreibende Wolken sind, genannt "Gedanken". Man kann sie ein Leben lang festhalten und sie als Teil von sich selbst bezeichnen, aber wenn man sie loslässt ziehen sie einfach weiter, von sich aus bleiben sie nicht... nach einer gewissen Zeit sind sie verschwunden. Ich wusste das als Kind ganz genau, wusste es nur nicht auszudrücken. Und obwohl ich erlebte, wie die anderen die schlimmsten Gewitterwolken festhielten und nicht loslassen wollten, wusste ich, dass sie es könnten, dass es möglich WÄRE. Immerhin. Aber es half nichts. Auch das war ein Gedanke, und am Ende sollte man alle loslassen, und sie einfach nur betrachten, wie sie am Himmel des Bewusstseins vorüberziehen. Meine psychischen Probleme, mein Drama einer Vergewaltigung, mein Drama einer verdorbenen Kindheit und was alles war... alles das sind nur Gedanken. Und Gedanken sind Deutungen. Das Leben ist aber einfach nur ein reines Geschehen, ohne Deutung...

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10.05.2011 um 17:34 Uhr

Schönheit...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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"Schönheit ist ein Gefühl, nicht ein Begriff", las ich heute bei Osho. Das ist so auf den Punkt, so einfach und richtig gesagt. Oft überlegte ich, worin Schönheit besteht, was sie bedeutet, wie sie zustandekommt. Tatsächlich, sie ist ein Gefühl. Sie ist nichts Objektives, nichts Messbares. Sie ist kein Ding. Sie ist ein Wahrnehmen und Fühlen. Ich sehe so viele schöne Menschen zur Zeit. Nicht, weil sie alle irgendwelche Schönheitsstandards erfüllen. Wie der Wassermann es letzthin formulierte... er erzählte von einer Frau, die in den Laden kam, nicht sonderlich hübsch eigentlich, aber sie war so schön, so leuchtend. Genau dieses Leuchten ist es... wenn man das wahrnimmt fühlt man gleichzeitig neidlose Bewunderung und Freude. Dieses Leuchten, das man im anderen sieht, und das eigene innere Wahrnehmen dieses Leuchtens sind eins. Ein Prozess, ein Stück Leben. Das ist wundervoll... Natürlich nicht nur in Bezug auf Menschen, auch auf Tiere, Pflanzen, Bäume, Landschaften, Gegenstände...alles...

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06.05.2011 um 11:23 Uhr

Die zwei Ufer des Flusses...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Osho hat mich erwischt. Es geht um Einfachheit. Kürzlich hatten wir ja davon gesprochen. M. berichtete von Asien, wo er in verschiedenen Länder unterwegs war, und er sprach davon, mit wie wenig man auskommen kann. Und ich reagierte gleich wieder begeistert... jaaaaa, mit so wenig. Und wir meinten Äußerlichkeiten. Eine mechanische Dusche oder was auch immer. Wasser, das man von Fluss holt. Und so weiter. Mein indisches Bewusstsein war wieder hellwach. Doch Osho ist weise und Osho lebte in Indien und Osho erwischt einen immer dort, wo man blind ist oder wo das Ego sich eingenistet hat. Er sagt Einfachheit hat damit nichts zu tun. Ein Mensch kann in Luxus vollkommen einfach leben. Ein Mensch, der in Armut lebt, kann einfach leben oder auch einfach nur völlig kompliziert mit einem dicken Ego, das ihm vorgaukelt, dass er durch seine arme Lebensweise besonders spirituell ist. Und die Leute in Indien pflichten bei. Indien war technologisch weit entwickelt, als der Westen noch im Sumpf lag. Doch dann erkannten sie etwas, was durchaus richtig ist: All das äußere bringt uns nicht weiter, macht uns nicht glücklich. Dann wendeten sie sich radikal dem Inneren zu und verteufelten das Äußere. Dann versank Indien in Armut. Nun, in moderner Zeit, wendet sich Indien wieder der Technologie zu. Inzwischen war der Westen aus seinen Sümpfen gekrochen, hatte ein wenig Kultopfer dargebracht, war zur Religion vorgedrungen, doch landete dann verhältnismäßig schnell bei Technologie und Wissenschaft, fand das das Allergrößte und vergaß darüber jegliche innere Entwicklung. Leugnete sogar alles, was äußerlich nicht sichtbar war. Nun sind wir soweit, langsam zu begreifen, dass das sinnlos ist. Es gibt Psychologen wie Sand am Meer, und alle sind ausgebucht, weil wir in unserer Lebensweise immer weniger Sinn sehen, weil sie zu extrem auf das Äußere fixiert ist. Nun gehen seit einigen Jahrzehnten die Leute nach Indien, weil sie dort finden wollen, was hier fehlt. Osho sagt eines: Die beiden Sachen gehören zusammen, wie die zwei Ufer eines Flusses. Du magst ein Ufer ablehnen, aber es ist da und wird gebraucht, weil sonst der Fluss nicht fließt. Er ist sarkastisch, wenn er Vinobha kritisiert, der keine Klimaanlage und auch keinen Ventilator und nicht einmal einen Fächer benutzen wollte, obwohl er in einem der heißesten Teile Indiens lebte, und stattdessen sieben Stunden lang damit beschäftigt war, feuchte Tücher auf seinen Kopf zu legen. Osho meint, da verschwendet er sieben Stunden seines Tages, seiner Energie, mit diesen feuchten Tüchern, und wieviel kostet denn ein Fächer oder ein Ventilator? :) Natürlich sagt er es wieder extrem, um es deutlich zu machen. Ein Vinobha kann machen was er will. Und Osho sagt ja selbst, das Einfache liegt nicht daran, wie man äußerlich lebt. Es geht nicht um Vinobha selbst sondern um die Leute, die ihn als spirituell bezeichnen, weil er keine Technologien benutzt, und die ihm Spiritualität absprechen würden, würde er es tun. Und das ist das Ego, dass so etwas tut. Das Gegenteiliges, Unvereinbares erschafft. In Wirklichkeit ist alles Spirituelle ein Ausdruck des Materiellen und alles Materielle ein Ausdruck des Spirituellen, sagt Osho. Sagte mir auch Self einmal. Wollte ich nicht wirklich hören. Die Sprache schafft Gegensätze und das Ego lebt in Sprache, denkt in Sprache, existiert also rein nur in Gegensätzen. Das reine Sein dagegen, das im Körper spürbar ist, das lebt ganzheitlich. Ich nehme mein Denken wahr, das über diesen Gegensatz nicht hinwegkommen will... das gewisse Dinge ablehnt, das in Unfrieden ist. Während die Zellen meines Körpers, mein Bauch, mein Sein, überhaupt keine Schwierigkeiten mit allem, wie es ist, hat. Das Ego ist einzeln, das Sein ist ganzheitlich. Ich muss kein Auto entwickelt und eigenhändig gebaut haben, mein Ego muss sich das nicht auf seine Fahne schreiben, um es zu benutzen und damit in Frieden zu sein. Osho wurde gefragt, ob Aussicht darauf besteht, dass wir die Gegensätze vereinen können und wirklich ein gutes Leben haben können. Er sagt ja. Wir müssen aber begreifen, dass unsere Sprache gegensätzlich ist, dass sie immer eines ausschließt. Und wir müssen diesen Gegensatz überwinden, uns nicht davon täuschen lassen. Dann können wir gut leben. In Harmonie mit innen und außen. Als Fluss mit zwei Ufern.

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05.05.2011 um 11:11 Uhr

Bewusstwerden...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Gestern abend, als der Wassermann im Club war, kam unser algerische Franzose in den Laden. "Unser", naja er gehört schon irgendwie dazu. Man versteht sich. Ich kenne ihn noch nicht so lange, aber es ging mir auch so mit ihm wie dem Wassermann. Wir hatte ein interessantes Gespräch über Alkohol. Er hat früher so einiges in sich hineingeschüttet, seit fünf Jahren nichts mehr. Er ist gelernter Koch und arbeitet auch als solcher. Das heißt, er muss z.B. Soßen mit Alkohol abschmecken. Er erzählte wie das die ersten Male war. Er hatte das also gemacht, nachdem er trocken war, ohne darüber nachzudenken, denn er musste es ja tun. Und mitten in der Nacht wachte er plötzlich auf und war hellwach, der Blutdruck hoch oben und er war kribbelig. Genauso wie es häufig ist, wenn man viel getrunken hat, besoffen einschläft, wie ein Stein, und dann eben einige Stunden später aufwacht und wieder hellwach ist. Genau das spielte sich ab, so als ob er richtig feste gesoffen hätte. Er wusste erst nichts damit anzufangen, doch beim zweiten oder dritten Mal kam er darauf, dass dieses bisschen Alkohol in der Soße dieses Programm angeschmissen hatte. Er machte es sich ganz bewusst, was in ihm ablief. Und seither kann er seine Soßen abschmecken und hat nachts seine Ruhe. Nichts passiert mehr, das Programm ist außer Betrieb... durch das Bewusstwerden, was da abging. Sehr sehr cool. Genau das ist es, was die Meister immer sagen. Man löst die Dinge durch Bewusstwerden auf. Es war schön, dieses Gespräch...  

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30.04.2011 um 18:12 Uhr

Eine fatale Verwechslung...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Ich frage mich, ob immer nur der Tod die Kraft sein wird, die mich antreibt. Und frage mich, weshalb ich mich das frage. Ob es nicht in Ordnung ist wie es ist? Ach, der Tod ist so verpönt. Und ich verstehe ihn auch nur, wenn ich mich in ihn schmiege und nichts mehr denke. Wenn ich ihn einfach liebe wie schon als Kind, unvoreingenommen und fröhlich... Ja, und dann sehe ich, dass er Leben hervorbringt. Und denke mir: was für ein Betrüger... es gibt ihn ja gar nicht so wie alle denken. Wie lachhaft, all die Angst und das Vermeiden. Aber an diesem Missverständnis ist er ja nun wirklich nicht schuld.

Sacinandana Swami hat uns eines gesagt, das ich nie vergessen habe: Stellt euch täglich einmal vor, dass ihr jetzt sterbt. Self sagt, wir sterben sowieso ständig. Und ich brauche es nicht mehr zu glauben, ich sehe es ja. Es ist so offensichtlich. All die Angst kommt von einem irren Verstand, der hohl dreht, weil er seinen Untergang befürchtet. Der natürlich so sicher wie das Amen in der Kirche ist. Aber wieso fürchtet ein Instrument den Tod? Nein, nicht das Instrument, sondern der Inhaber des Instruments tut das, weil er sich mit dem Instrument verwechselt.

Osho gibt die Meditation, sich vorzustellen, wie man verbrennt, von den Zehen angefangen bis zum Scheitel. Und dann zu bemerken, wer dies beobachtet. Ganz einfach.

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30.04.2011 um 13:50 Uhr

Ein Dackel...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Nicht, dass das schlimm wäre... aber die Welt ist ein Dackel...

(ein angepasstes Sprichwort)

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30.04.2011 um 10:25 Uhr

Glasklar...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Es gibt keine Pause.

Sei immer bereit.

Liebe jede Situation.

Sieh in allem Gott.

 

Du warst immer so glasklar und rein wie ein klirrend kalter sonniger Februarmorgen. Genauso. Klirrend kalt und sonnig. Lachend. Nicht immer annehmbar. Deine Klarheit war so scharf wie ein Samuraischwert, das ein in der Luft fliegendes Seidentuch makellos durchtrennt. Du bist immer noch so klar, jedoch trittst Du mir jetzt wie ein warmer Maitag gegenüber. Streichelnd und uns ermutigend, dass das, was wir vor dem Samuraischwert versteckten, von selbst abfallen wird, wenn die Zeit reif ist. Die Ansprüche sind immer noch hoch, sehr hoch. So hoch wie es jetzt und hier möglich ist. Der Wege sind viele. Was immer gerade da ist, ist das, was jetzt am günstigsten ist. Nutzen wir es.

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28.04.2011 um 12:00 Uhr

Strahlend...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Wie interessant das ist, zu sehen, wie Menschen immer anders aussehen. So oft ich die beiden Gopis bisher sah, und das ist jeweils noch nicht oft, sahen sie anders aus, ebenso der Wassermann und auch M. und verschiedene Menschen, die ich mehrmals im Laden sah. Aber wieso auch nicht. Der Verstand speichert ein Aussehen ab und erwartet dasselbe beim nächsten Mal, wenn er die Person wieder sieht. Er kalkuliert andere Kleidung ein, aber sonst nicht viel mehr. Aber er hat keine Ahnung vom Leben, da er ja nur ein Roboter ist, ein Computer. Wir sind wirklich in jedem Augenblick anders, und nicht nur vom Aussehen her. Warum viele Leute nicht so gerne Fotos von sich ansehen... vielleicht weil es einen winzigen Moment festlegt, und man ist in dem Moment wo man das Foto ansieht, schon lange jemand anders. ... Jedenfalls kommen mir alle Menschen gerade so strahlend vor. Ob Mann oder Frau, alt oder jung... überall seh ich etwas Strahlendes, Schönes. Auch bei denen, die gerade traurig sind, wie bei dem Wasserpfeifenmann von nebenan. Sein Laden wirft gerade so viel ab, um die unverschämt hohe Pacht zu bezahlen, aber nicht viel mehr. Er hat richtig Sorgen. Und doch sieht er so strahlend aus. Ich sehe Kraft in ihm. Ich hoffe, dass er es schafft.

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26.04.2011 um 10:22 Uhr

Mit anderen Augen...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Gestern war die blonde Gopi in der Stadt und sie erzählte von Ecuador, denn ihr Mann stammt aus diesem Land, und sie war mit ihm gemeinsam schon dort. Sie haben auch ein Grundstück in Ecuador und hatten einmal überlegt, sich dort niederzulassen, aber nachdem sie dort war, wollte sie das nicht mehr. Sie schwärmte von der Landschaft, von ihrer Schönheit und Unterschiedlichkeit. Es gibt Dschungel, es gibt die Höhenzüge der Anden, und es gibt die Pazifikküste, überall ist ein bisschen ein anderes Klima. Alles toll, aber womit sie nicht leben könnte, sagte sie, sei die Armut der Menschen, ihr Umgang mit den Tieren, und der Müll bzw. das fehlende Umweltbewusstsein. An den Stränden bei den Küstenstädten treiben sich abgemagerte herrenlose Hunde herum, und auf dem Land halten die Leute die Hunde an Ketten, von denen sie nie befreit werden. Die Straßen besonders entlang der Küste seien völlig vollgemüllt. Die Menschen schmeißen ihre Getränkeflaschen und sonstiges einfach aus dem Auto. Der Mann der blonden Gopi lebt schon lange nicht mehr dort und sieht das alles mit anderen, eher europäischen Augen, und hat seine eigenen Verwandten darauf angesprochen, aber sie verstanden gar nicht, was er wollte. Aufgrund der Armut der Menschen ist die Kriminalität hoch. Als sie nach Quito fuhren, um die Stadt anzuschauen, sagte ihr Mann, sie solle ihre - nicht besonders wertvolle - Armbanduhr lieber abnehmen. Und von Europäern verlangt man überall doppelt oder dreifach so hohe Preise. ... Auf dem Land gibt es kaum Wasser. Die Leute fangen Regenwasser auf, und die, die es sich leisten können, lassen sich ihre Tanks von Wasser-Lkw füllen.... Ich fand ihren Bericht sehr interessant... auch sehr traurig. Wenn man so etwas hört oder gar selbst erlebt, sieht man das eigene Land, an welchem es sicher genug zu kritisieren gibt, doch mit etwas anderen Augen... 

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23.04.2011 um 19:12 Uhr

Das Wunder Leben...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Ich weiß, wie es ist, sich dem Untergang zu weihen.

Es ist leicht.

Sich dem Leben zu weihen ist viel schwieriger.

Das ist so, weil es auch den Untergang beinhaltet.

Das Ego-System jedoch kennt nur Entweder-Oder.

Es kann mit dem Wunder Leben einfach nicht umgehen.

Mit dieser wunderbaren Ganzheit, die alles vereint.

Es wird es niemals begreifen, es hat dazu nicht die Kapazität.

Es kann nur in Gegensätzen denken.

Es ist die personifizierte Trennung.

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22.04.2011 um 19:32 Uhr

Mango-Gedanken...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Mangobäume sind doch Zauberbäume. Ein Baum, an dem Mangos wachsen... was für eine Unglaublichkeit. Ich wollte mal nach Indien in einen Mangohain ziehen und dort für den Rest meines Lebens Mangos essen und um die Bäume herumtanzen. Hätte ich ja machen können. M. war heute wieder da und erzählte von Australien. Er lebte dort längere Zeit, hat auch Verwandte dort, und kam doch zurück. Er weiß nicht, weshalb. Und er war in vielen Ländern Asiens und sagte, er kriegt es immer noch nicht auf die Reihe, mit wie wenig man leben kann und wieviel wir hier in Deutschland glauben zu brauchen... Tatsächlich... Es ist hier kaum möglich, einfach zu leben... Sie ist ebenso schwer zu erlangen wie großer Reichtum... die Einfachheit hier in diesem Land. Sie ist Luxus.

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21.04.2011 um 10:48 Uhr

Das Phänomen...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Schmerz ist eine Form von Berührung genau wie Streicheln. Es sind verschiedene Abstufungen desselben Phänomens. Genauso sagt Osho es von Licht und Dunkelheit oder von Sexualität und Askese... sie sind ebenfalls verschiedene Abstufungen desselben Phänomens. Und je nachdem wie tief man in das jeweilige Phänomen eindringen kann, desto vollständiger kann man es erfassen. Am Ende verschwinden die Abstufungen und verschmelzen. Man ist beim Phänomen selbst angelangt. Darüber kann nichts mehr gesagt werden. Die Worte gehen erst bei der Teilung los und hören nach ihr wieder auf.

Das trifft auf alles zu, das ein Gegenteil zu haben scheint. Das Gegenteil ist nie das Gegenteil, sondern dasselbe, nur an einer anderen Stelle der Skala der Erfahrung.

20.04.2011 um 20:18 Uhr

Stadtgedanken...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Wer ist man... immer jemand anderes. Samarpan sagt auch, dass wir viele sind. In mir ist jetzt wieder jemand - wie schon einmal vor langer Zeit - der die Stadt genießt. Mehr als Beobachterin, und das ist wohl das Schöne. Die Stadt - klein oder groß - ist verrückt. Sie stellen riesige Schilder auf, dass das Füttern der Tauben verboten ist. Sie machen rote Markierungen auf den Boden, über die hinaus die Ladenbesitzer nichts stellen dürfen. Es ist laut. Pärchen kaufen zwei Fläschchen Bier bei uns und setzen sich damit an den Fluss, völlig harmlos. Süchtige staunen über so etwas. Halbstarke drehen die Musik Vollstoff auf und rauschen an den Außentischen der Cafés vorbei. Der Spielhallenhund Merlin von nebenan steckt die Nase auf die Promenade und schaut was los ist... er hat wunderschöne Augen, wie mit Kajal umrandet. Felix wird auch langsam ein bisschen städtischer. Die Hektik regt ihn nicht mehr auf. Jetzt hat er ja einen eigenen Ort in der Stadt, unseren Laden. Ich kann die Stadt nicht ernst nehmen und gehöre auch nicht richtig dazu, aber da ist eben dieser jemand in mir, der sich in darin wohl fühlt. Und der die vielen Menschen in der Stadt einfacher tolerieren kann als die wenigen auf dem Land..

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17.04.2011 um 13:23 Uhr

Namaste

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Es war wundervoll, gestern abend Samarpans tiefen langen Namaste-Gruß, direkt an mich gerichtet, entgegenzunehmen. Es braucht zwar nicht die Worte, die ich ihm geschrieben habe, aber es ist doch schön, ihm ab und zu zu sagen, was er schon weiß und was sich von selbst versteht... allerdings auch, was sich ganz konkret äußerlich verändert hat. Darüber freut er sich schon auch sehr. Er war und ist immer der Statthalter des Selbst im Herzen gegen die Tyrannei des Ego und damit hat er mein Leben verändert. Er tut auf seine Weise, was auch Self tat. Da ist große tiefinnerliche Liebe zu beiden.

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16.04.2011 um 10:47 Uhr

Hingabe...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Die Dame Hingabe ist wunderschön. Sie ist fließend und sehr süß. Sie ist kraftvoll und sich selber völlig gewiss. Das Lächeln auf ihrem Gesicht ist fein und beinhaltet das ganze Leben. Wer sie in sich eintreten lässt und mit ihr eins wird, verliert alle sorgenvollen Gedanken. Denn sie ist die Verbündete des Hier und Jetzt, dieser Nichtzeit, die die Ewigkeit ist.

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02.04.2011 um 11:32 Uhr

Die drei Wolken und die Seele...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Die drei Wolken sind das Wachen, das Träumen und das Schlafen. Dann gibt es noch das, was im Sanskrit "turiya" genannt wird: "das Vierte". Das Vierte ist das, worin die drei Wolken erscheinen, das Ganze oder auch die Seele. Wir reisen durch die drei Wolken, immer hin und her. Das einzige, was sich nie verändert und nie stirbt, ist dieses "Vierte".

Osho sagt:

"Im Wachzustand koexistierst du mit der Gesellschaft. Im Traumzustand koexistierst du mit deinen Wünschen. Im Tiefschlaf koexistierst du mit der Natur. Yoga und Tantra zufolge existierst du nur dann, wenn du über diese drei hinausgelangt bist, im brahma, im kosmischen Ganzen. Diese drei also gilt es zu durchqueren, zu durchschreiten, zu überwinden."

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01.04.2011 um 18:38 Uhr

Edebedede

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Wenn man sagt, etwas beginnt neu, dann heißt das nur, dass man gerade wieder mal bewusst ist. Dass man aufgewacht ist aus dem üblichen Dämmerschlaf und wieder mal was mitkriegt und sich lebendig fühlt... Haha... Denn neu ist jeder Augenblick, nicht nur manche, alle paar Jahre...

Und außerdem hat Samarpan gestern von Osho zitiert... man solle sich vom Leben beschmutzen lassen... nichts zurückhalten, richtig reingehen. Ich musste lachen, wenn ich mir vorstellte, dass ich einige Zeit im Leben so herumgestelzt bin ... genauso wie damals der Makler in Anzug, Krawatte und mit Regenschirm, sein Mäppchen untern Arm geklemmt, über den schmutzigen Hof des Bauernhofs stiefelte, den er uns zeigte. Alles war schmutzig, und er wurde auch schmutzig, das ging gar nicht anders, aber er hatte immer noch die Hoffnung, sauber zu bleiben und ging auf Zehenspitzen durch den Dreck. Aber er hatte immerhin eine gewisse Selbstironie, denn er sagte: "Ich bin halt e weng edebedede... " ("etepetete" auf fränkisch) hahaha.... Und auf dem Heimweg wich er mit dem Jeep, den er für diesen Besichtigungstermin geliehen hatte, einer Weinbergschnecke aus... 

Gedanken wehen am klaren Himmel wie Wolken... 

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