02.03.2010 um 22:07 Uhr
29.01.2010 um 22:55 Uhr
sympathisch.attraktiv.lustig.intelligent
Aber woran erkennt man denn überhaupt die große Liebe? Wenn ich einem Mann zum ersten Mal begegne, finde ich ihn vielleicht nett oder sympathisch oder attraktiv oder lustig oder wenn's gut läuft - alles zusammen. Eventuell finde ich sein Zucken am rechten Auge süß oder ich hasse seinen Anmachspruch so sehr, dass ich vielleicht doch mit ihm ins Gespräch komme - weil der Mann mit der Scheiß-Anmache irgendwie ja trotzdem sympathisch, attraktiv und lustig ist. Deshab weiß ich aber doch nicht, ob er sich womöglich als meine große Liebe entpuppen wird. Woher denn? Wann erkennt man die große Liebe? Wenn über den unmöglichen Anmachspruch längst oft genug gemeinsam diskutiert wurde? Wenn das Zucken am rechten Auge gar nicht mehr süß, sondern zur Gewohnheit geworden ist? Wenn sein Humor meistens nervt? Wenn man ihn auf einmal nicht mehr so attraktiv findet, weil man ja weiß, wie er aussieht? Fühlt man die große Liebe nicht eigentlich erst im Nachhinein? Wenn einem das blöde Zucken am rechten Auge plötzlich fehlt und der Scheiß-Anmachspruch übrerhaupt nicht mehr idiotisch ist, sondern als menschlicher Ausrutscher in Erinnerung bleibt? Wenn man ihn vermisst? Jeden Tag. Ist das die große Liebe?
22.01.2010 um 20:44 Uhr
Dreiviertel.Liebe?
Ich habe seit kurzem ein wenig Sorge, dass es die große Liebe des Lebens wirklich nur ein Mal im Leben geben könnte. Falls dem so ist, dann wäre ja alles, was danach kommt, nur halbe Liebe, oder, wenns gut läuft, vielleicht dreiviertel Liebe. So eine Art Kompromiss, weil die große Liebe irgendwann verloren gegangen ist und man sich da ja irgendwie Ersatz schaffen muss. Ich bin wirklich ein bißchen nachdenklich, denn wenn die große Liebe tatsächlich nur ein Mal vorkommt, wäre es möglich, dass ich meine Chance eventuell bereits verspielt hätte. Bei mir gibt es nämlich einen Mann, von dem ich unter Umständen behaupten würde, dass er meine große Liebe war. Sicher sagen kann ich das nicht. Sicher sagen kann ich das vielleicht in zwanzig Jahren - sollte er dann immernoch weg sein - während ich an ihn denke und hoffe, er wäre da. Falls ich mich in zwanzig Jahren wirklich immer noch annähernd so oft an ihn erinnere wie heute, werde ich mir wahrscheinlich wünschen, er wäre mir nicht begegnet - beziehungsweise ich ihm vor die Füße gefallen (das war ja eh so nicht geplant). Dann hätte ich nämlich eine Chance auf die große Liebe mit einem anderen Mann gehabt. Einem, der vielleicht bei mir geblieben wäre. Oder ich werde mir sagen, dass ich einen ernsthaften Fehler gemacht haben muss, weil er ja meine große Liebe war und mir trotzdem verloren gegangen ist. Hoffentlich gibts die große Liebe zwei Mal. Â
15.01.2010 um 21:11 Uhr
Erster Schritt zum Liebesglück
Schritt 1 zum neuen Liebesglück: Gelassenheit
Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, ich jedenfalls bin seit Anfang des Jahres ein ausgesprochen ausgeglichener Mensch. Ich trete der (Männer)Welt völlig offen und entspannt entgegen. Ich liebe meine Mitmenschen. Ich lasse mich nicht aus der Ruhe bringen. Nichts kann meine Ausgeglichenheit aus der Bahn werfen. Die Ignoranz, die mein Nachbar mir gegenüber momentan an den Tag legt, trage ich mit Fassung. Er will meine gutgemeinten Anrufe nicht beantworten? Es stört mich nicht weiter. Ich denke gar nicht darüber nach. Genauso wenig wie über die herzzerreissenden Neujahrsgrüße von Freund. Ist das jetzt ein gutes Zeichen, dass er mir am ersten Januar persönliche (in der Anrede stand mein Name) Wünsche fürs neue Jahr geschickt hat? War es das schlechte Gewissen? Oder grüßt er am ersten Januar sein Telefonbuch durch und tauscht dabei geschickt die Namen aus? Habe ich etwa dieselbe Mail empfangen, wie zweihundertfünfzehn anderer seiner Kontakte - mit personalisierter Anrede? Ist er so geschickt? Macht er sich solche Mühe??
All diese Fragen hätte ich mir im letzten Jahr noch gründlich gestellt. Jetzt nicht mehr. Das interessiert mich doch gar nicht. Ich bin nämlich total gelassen.Â
