Solo zu zweit

14.11.2008 um 21:36 Uhr

Kleine Brückenkunde

Inzwischen sind einige Tage vergangen, seitdem ich das letzte Mal einen wertvollen Beitrag über unüberbrückbare Nachbarschaftsschwierigkeiten geleistet habe. Dafür gibt es Gründe, die zum einen ziemlich dicht mit dem Wort unüberbrückbar zusammenhängen und zum anderem mit einem eigenen, kleinen, persönlichen Prozess meiner Person.

Nicht, dass ich zu der Erkenntnis gekommen wäre, dass meine Nachbarschaftssituation völlige Scheiße ist - das weiß ich schon länger. Nein, ich bin gerade dabei, mich mit genau diesem Umstand endlich abzufinden. Warum mühe ich mich seit einer gefühlten Ewigkeit damit ab, einen Konflikt aus dem Weg zu schaffen, der sich nicht ausräumen lässt?

Eine Brücke benötigt zwei Pfeiler - immer - und wenn es zwischen diesen beiden Pfeilern keine Verbindung gibt, wird man den dazwischenliegenden Fluss nicht überqueren können, selbst wenn das gegenüberliegende Ufer noch so nahe scheint.

Meinen Nachbarn und mich verbindet einfach nichts. Ja, gut, vielleicht irgendwie noch der Umstand, dass wir uns zufällig beide irgendwann einmal für das selbe Wohnviertel entschieden haben.

Aber genau in diesem Viertel - da stehen zwei Pfeiler, zwischen denen keine wahre und fundierte Verbindung existiert. Alles in allem einfach eine ziemlich wacklige Angelegenheit.

Solo zu zweit halt. Nichts halbes und nichts ganzes.

Brücke zusammen gestürzt - ich bau meinen Teil ab sofort in die andere Richtung auf.

Lasst Euch niemals mit Eurem Nachbarn ein.