Solo zu zweit

31.01.2009 um 22:25 Uhr

Ver-lieben

Meine erste Begegnung mit Nachbar hatte mit meiner ersten Begegnung mit Telefonfreund ungefähr so viel gemeinsam wie das Dschungelcamp mit einem gut durchdachten Sonntagabend Tatort. Ich sage es mal so.

An dem Abend, als  ich Nachbar kennenlernte war ich sowohl geschminkt als auch gut vorbereitet. Ich wollte einen Mann kennenlernen. Und war weder peinlich, noch hungrig, noch stand ich unter Schock. Ich wusste ziemlich genau was ich tat. Ich sage es mal so.

Ich befand mich mit Freunden in einer Bar. Wir tranken Gin-Tonic und unterhielten uns. Ich schaute  nach rechts und nach links und lächelte und lachte – egal, ob meine Freunde was lustiges erzählten oder nicht. War mir schnuppe. Ich wollte ja einen Mann kennenlernen. Wenn man einen Mann kennenlernen will, ist eine positive Ausstrahlung von enormer Wichtigkeit.  Da darf man nichts dem Zufall überlassen. Ich lachte wie blöd und dachte „Wie blöd“. Denn dummerweise befanden sich rechts und links neben mir keine Männer, die ich kennenlernen wollte. Mein Nachbar stand nämlich hinter mir. Konnte ich ja nicht wissen.

Der erste Zufall an diesem Abend war, dass ich mich irgendwann umdrehte. Und dann sah ich ihn.  Der zweite Zufall an diesem Abend war, dass ich plötzlich überhaupt gar nicht mehr vorbereitet war. „Na“ sagte mein Nachbar. „Na“, sagte ich. Er grinste, ich grinste auch. In diesem Moment wusste ich weder wie er heißt, geschweige denn, dass er mein Nachbar ist. Es machte sich einfach nur ein unglaublich einzigartiges Gefühl in mir breit. Ich verliebte mich. In diesem Moment. Einfach so.

Und ich dachte. "Das ist das Beste was mir jetzt passieren kann.".

Nur fünf Tage vorher hatte ich mich in meinen Telefonfreund verliebt. 


26.01.2009 um 22:31 Uhr

Fremd-gehen

Ich war peinlich. Telefonfreund war das egal. Er fragte, ob wir zusammen essen wollen. Ich sagte ja. Ich hatte nämlich Hunger. Und damit - außer meiner ungewollten Natürlichkeit - noch etwas gemein mit den Dschungelkandidaten. Die Pizzabäcker waren glücklich, dass ich überlebt hatte und klebten das abgebrochene Stück Holz mit Uhu oder so wieder an ihre Theke dran. Und - ich überzeuge mich selbst in etwa alle drei Wochen davon - das Stück Holz hält – bis heute, mehr als fünf Jahre nach dem Unglück.  Genauso wie die Freundschaft zwischen Telefonfreund und mir – die so unverhofft kam wie mein  Fall vom Hocker.

Noch an besagtem Abend erzählten Telefonfreund und ich uns gegenseitig unser halbes Leben. Als wir gehen wollten,  spendierten die Pizzabäcker uns eine Flasche Rotwein. „Schöne Paar, schöne Abend“ sagten sie, während sie nicht aufhörten, meine Hand zu schütteln und Telefonfreund wie wild auf die Schulter klopften. Der Retter! Die Pizzabäcker waren glücklich und ich …auch.

Telefonfreund begleitete mich bis vor meine Haustür. Dort tranken wir den Rotwein. Und dann küsste er mich. Kurz.  Bis er mir was sagen musste. „Ich habe eine Freundin.“

Ich dachte: „Ich werde  ihn nicht mehr küssen. Wo kämen wir denn da hin? Er hat ne Freundin.“ Und sagte: „Von mir wird sie’s nicht erfahren“.  Wir küssten uns ausgiebig.

Nach einer halben Stunde sagte ich: „Du musste jetzt gehen“ und versprach mir selbst: „Ich werde ihn nie wiedersehen“. Als er ging, schwor ich mir, mich niemals in diesen Mann zu verlieben. Fünf Tage später traf ich mich mit ihm.

Anderthalb Jahre und etliche Telefonate später brach ich auch  mein letztes innerliches Versprechen: Ich verliebte mich in ihn. Einfach so. Und konnte nichts dagegen tun.

26.01.2009 um 20:22 Uhr

Doktor-Spiel

Dass Telefonfreund und ich uns an diesem Abend näher kamen, ist der Tatsache zu verdanken, dass erstens ich unter Schock stand und zweitens er glücklicherweise keinen weißen Kittel trug. Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht,  mir jedenfalls sind Männer in weißen Kitteln suspekt. Schon die leiseste Androhung eines Arztes löst in mir grundsätzlich eine sofortige Genesung aus.  Der einzige Arzt, von dem ich mich freiwillig behandeln lassen würde, ist George Clooney – und der untersucht ja   bekanntlich nur im Fernsehen. Wenn jemand mich zum Arzt schickt, werde ich panisch. Und genau das war ich auch nach meinem Hockerunglück in der Pizzeria. Panisch.

Der Pizzabäcker kniete aufgelöst neben mir und fragte inzwischen zum wiederholten Male, ob ich verletzt sei. „Hol doch einer den verdammten Hocker weg“, dachte ich. Mir kamen die Tränen vor Peinlichkeit oder Panik, der Pizzabäcker deutete das irrtümlicherweise  als ein „Ja“. „Oh Gott, oh Gott, eine Arzt, eine Arzt“. Er tätschelte mir im Gesicht rum. Ich rief „Oh Gott, oh Gott, nein, nein, nein, nein“. Der Pizzabäcker sprach irgendwas auf Italienisch. Ich traute mich nicht, ihm zu sagen, dass es mir wohl besser ging  als seiner Theke, denn Teile davon hielt ich ja immer noch in der Hand.  Dann zog  jemand den Hocker beiseite. Ich guckte von unten nach oben und sah einen Mann, der kein Pizzabäcker war. Er streckte mir die Hand entgegen und dann stand ich plötzlich wieder auf meinen Beinen. Ich fragte: „Bist Du Arzt?“ Er sagte „Nein“. Ich fand ihn plötzlich ziemlich nett. Er lächelte.

Ich sagte: „Ich bin total peinlich“. Mit diesen vier Worten stellte ich mich Telefonfreund vor. Ich werde es nie vergessen.

25.01.2009 um 19:00 Uhr

Komme was wolle

Mein Telefonfreund war natürlich kein Arzt. Er war Student und sein Studium hatte mit Medizin so wenig gemein wie Dieter Bohlen mit einer Krankenschwester.  Ich habe mich deshalb lange Zeit gefragt, warum ausgerechnet Telefonfreund  herbei eilte, als der Pizzabäcker hysterisch nach ärztlicher Unterstützung schrie.  Es befanden sich ja ausreichend andere Gäste im Raum. Heute gehe ich davon aus, dass Telefonfreunds  spontane Erste Hilfe Leistung  dadurch hervorgerufen wurde, dass er  im praktischen Teil seines Studiums ab und an einen weißen Kittel tragen musste.  Berufsgruppen mit ähnlicher Berufskleidung fühlen sich einander verbunden - unterbewusst natürlich.  Könnte ich mir vorstellen.

Immerhin lässt sich mit dieser Theorie auch ansatzweise meine Nachbarschaftssituation erklären: Menschen fühlen sich innerhalb ihrer Wohnbezirke einander verbunden. Komme was wolle. Unterbewusst natürlich.

Anders kann ich es auch leider nicht vor mir rechtfertigen, dass ich mich heute Abend mit Nachbar treffen werde. Ist ja Sonntag. Beischlaflos natürlich.

22.01.2009 um 22:53 Uhr

Nie wieder Pizza

Hätte es  damals schon Dschungel-Prüfungen  gegeben, dann wäre ich Telefonfreund vielleicht nie über den Weg gelaufen. Unsere erste Begegnung hatte nämlich etwas mit Hunger am späten Abend zu tun, und der vergeht einem ja irgendwie ganz gerne, wenn man kurz vorm Einschlafen noch Kakerlaken oder Spinnen oder Maden oder Ratten im Fernsehen vorgesetzt kriegt. 

Telefonfreund und ich lernten uns also am späten Abend in einer Pizzeria kennen. Wie das in solchen Situationen meistens so ist, war ich aus rein kosmetischen Gesichtspunkten  betrachtet  schon mal  völlig unvorbereitet. Ich hatte mich sozusagen auf direktem Wege vom Sofa zur Pizzeria bewegt.  Ich sah an diesem Abend natürlicher  aus, als jeder Urwaldkandidat nach vierzehn Tagen im Camp und ich hatte keine Ausrede, außer vielleicht  Mut zur Hässlichkeit. Ich werde es nie vergessen.

Nun saß ich halt so an der Theke des Lokals und wartete auf meine Pizza.  Die Pizzabäcker hatten ziemlich viel zu tun – und, ich gehe mal davon aus, Mitleid mit mir. Denn sie luden mich auf einen Ramazotti ein und dann auf noch einen. Um die Wartezeit zu überbrücken. Ich fühlte mich ziemlich bescheuert und freute mich auf meine Pizza.  Und dann passierte es. Ich wollte eigentlich nur meine Tasche vom Fußboden hochziehen,  um mein Portemonnaie rauszuholen, um meine Pizza zu zahlen. 

Aber ich fiel um. Ich fiel mitsamt dem Hocker, auf dem ich saß, einfach einmal um. Und dann lag ich da, auf dem Boden, mittendrin in der Pizzeria, auf mir lag der Hocker und in der Hand hielt ich ein Stück Holz von der Theke. Ich lag da und alles was ich denken konnte war: „Hoffentlich hat das niemand mitgekriegt.“ Es löste sich dieses Gefühl in mir aus, so schnell es geht jetzt wieder aufzustehen zu müssen, um dann so tun, als sei das alles nicht passiert. Aber der Hocker lag auf mir. Ich werde es nie vergessen. Ich sah wie sich  der eine Pizzabäcker über mich beugte. Meine Situation war ausweglos. Ich hörte den anderen Pizzabäcker rufen.“ Eine Arzt, eine Arzt.“

Und an dieser Stelle kam mein Telefonfreund ins Spiel.

19.01.2009 um 20:40 Uhr

First Date

Wie viele andere Beziehungen auch begann Telefonfreunds und meine mit einem Zufall. Unser erstes Aufeinandertreffen war so zufällig und so absurd wie wir beide es vorher noch nicht erlebt hatten. Darüber hinaus war dieses Erlebnis  so peinlich, dass ich es wahrscheinlich selbst mit Anstrengung und Disziplin niemals verdrängen werde. Und das heißt was: Denn im Verdrängen bin ich ziemlich geübt.

 Bei Telefonfreunds und meinem ersten Aufeinandertreffen war ich peinlich berührt – das habe ich damals so empfunden und das empfinde ich in schwachen Momenten auch heute noch so. Seit etwa zehn Tagen verspüre ich allerdings eine leichte Besserung:   Nachdem ich kurzzeitig Peter Bond live im Urwald beobachten durfte, ist mir bewusst geworden, dass es peinliche Auftritte gibt,  die noch dazu  gleichzeitig höchst uncharmant sind.  Im Gegensatz zu Peter Bond im Urwald hatte mein erster Auftritt vor Telefonfreund immerhin Charme.  Soviel dazu.

Das Gute daran, sich beim ersten Aufeinandertreffen mit einem Fremden gleich mal so richtig schön zu blamieren, liegt ja darin begründet, dass man danach eigentlich tun und lassen kann, was man will! Und das tat ich dann auch. Es war der Anfang einer wunderbaren Freundschaft. Einziges Problem nur: Der Anfang einer Freundschaft zwischen Mann und Frau.

 Und sowas geht ja bekanntlich komischerweise in den seltensten Fällen gut.  

17.01.2009 um 19:44 Uhr

Zwischenstand

Es würde mich mal echt interessieren, warum andere Leute das mit der Liebe immer so gut auf die Kette kriegen. Wohin ich schaue, sehe ich nur verliebte Paare.

Meine vergebenen Freundinnen meinen es ja bestimmt  gut, wenn sie so wertvolle Dinge zu mir sagen wie „ SEI FROH, dass DU KEINEN Freund hast. Wenn Du zwei Wochen mit MEINEM FREUND zusammen sein müssest, dann würdest Du danach freiwillig die Flucht suchen.“  

Ich will ja auch gar nicht DEINEN, ich will einen eigenen.

Wahrscheinlich organisieren sich andere Leute  liebestechnisch einfach besser. Ich hab da kein Talent für.  Andere Leute wissen meistens ganz genau, in wen sie gerade verliebt sind und warum. Sie setzen dann Mittel und Wege in Gang und zwei bis drei Wochen  später  finden sie sich in einer festen Beziehung wieder.  Bei mir kommt vorher immer irgendwas dazwischen.  Und dann ist mein Leid groß.  

Beim letzten Mal, das etwas dazwischen gekommen ist, ging es (nicht um meinen Nachbarn, sondern) um meinen Telefonfreund. Mein Leid war größer als jemals zuvor.Das kann ich reinen Gewissens behaupten.

Ich weiß nicht, ob ich Telefonfreund treffen sollte, wenn er in (knapp) sechs Wochen kommt. Aber ich muss mich ja nicht jetzt entscheiden.

Mal schauen.  

16.01.2009 um 20:42 Uhr

Die längste Beziehung meines Lebens

In mein Schlafzimmer geflattert kommt die Liebe also nicht - da lag ich vollkommen richtig mit meiner Annahme. Dafür kommt sie einfach mal so in sechs Wochen vorbei. Ich habe meinen Telefonfreund seit fast einem Jahr  nicht mehr gesehen und inzwischen so gut es eben ging verdrängt, dass ich in ihn verliebt war als ich mich das letzte Mal von ihm verabschiedet habe.

 Das Erfreuliche daran: Er war auch in mich verliebt. Zumindest hat er das gesagt und er hat außerdem Dinge getan, die darauf schließen ließen, dass das auch sein Ernst ist. Letztes Jahr und davor das Jahr und davor das Jahr auch und überhaupt: Lange bevor ich meinen Nachbarn kennengelernt habe.

Das Unerfreuliche daran erklärt sich von selbst: Mein Telefonfreund wäre  kaum mein Telefonfreund, hätte  unsere Verliebtseinsgeschichte irgendwann einmal ein Happy End genommen. Trotzdem kann ich eines behaupten: Kein Mann hat es jemals vorher mit mir so lange ausgehalten -geschweige denn ich mit ihm – wie  Telefonfreund mit mir und andersrum.  

Telefonisch führe ich mit Freund die längste Beziehung meines Lebens.

15.01.2009 um 22:14 Uhr

Lachen oder ....?

Da  arbeitet man gerade mit Mühe und Kraft an einer Baustelle (der gegenüberliegenden), schwupp, da meldet sich von einem auf den anderen Moment (aus der Ferne) die nächste an. 

Meinen Nachbarn von unserer wunderbaren frischen sexfreien Freundschaft zu überzeugen,  ist echt kein einfaches Unterfangen. Ich hatte innerlich dafür  so in etwas das erste Quartal bis Halbjahr des neuen Jahres eingeplant. Ich war darauf vorbereitet, mich dieser privaten Mission mit voller Konzentration und Disziplin zu widmen.

Und jetzt, ausgerechnet jetzt,  meldet sich die zweite zwischenmenschliche Katastrophe meines Lebens an. Mein Telefonfreund will in sechs Wochen vorbeikommen. Mein Telefonfreund war nicht immer mein Telefonfreund.  Wir  haben uns irgendwann mal vor ziemlich langer Zeit ziemlich live kennengelernt. Und wir haben uns zwischen vielen langen oft nächtlichen Telefongesprächen auch mehr als einmal live wiedergesehen.

Mein Telefonfreund kommt in sechs Wochen (das ist definitiv innerhalb des ersten Quartals) und die Ankündigung seines Besuchs kostet mich jetzt schon Konzentration und NERVEN. und Gedanken. Wie soll ich Baustelle eins und zwei  unter einen Hut kriegen? Fern oder nah, trotzdem kompliziert. Mein Telefonfreund kommt in sechs Wochen und ich weiß mal wieder nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

13.01.2009 um 21:25 Uhr

Hauptsache, ich entscheide mich nicht um

Telefonat mit meinem Nachbarn vor ungefähr zehn Minuten

Nachbar: Na, kommste rüber? TV  gucken und anschließend Beischlaf?

Lilly: Nö.

Nachbar: Nur Beischlaf??

Lilly: Nur Fernsehgucken.

Nachbar: War eh n Scherz.

Lilly: Was?

Nachbar: Fernsehen.

Lilly: Wir schlafen nicht mehr miteinander.

Nachbar: Das halte ich nicht aus.

Lilly: Okay, dann bleibe ich besser auf meiner Straßenseite.

Nachbar: Fernsehen?

Ich mach mich dann mal auf den Weg  nach drüben. Besteht ja keine Gefahr. Meine platonische Entscheidung steht, Hauptsache, ich entscheide mich nicht um!

13.01.2009 um 20:07 Uhr

Der Anfang einer wunderbaren...

So eine rundum rein(e) platonische Bindung zwischen Mann und Frau kann auch einfach viel Schönes haben.  Ich bin mir da ziemlich sicher. Mein Nachbar findet das momentan nicht so. Er würde es begrüßen, wenn wir wieder miteinander schlafen und betont auch genau das bei  jeder passenden oder nicht passenden Gelegenheit. Mich erstaunt es nicht. Würde ja an ein Wunder grenzen, wenn Nachbar und ich in zwischenmenschlicher Hinsicht ein MAL zum selben Zeitpunkt einer Meinung wären.  An unsere neue wunderbare freundschaftliche Beziehung hat Nachbar sich noch nicht gewöhnt.  Und sowieso will mein Nachbar immer das haben, was er gerade nicht kriegt. So ist er halt. Nicht weiter tragisch. Aller Anfang ist schwer. Hauptsache, ich bleibe standhaft. Meine Entscheidung steht fest, jetzt darf ich mich nur nicht umentscheiden.

12.01.2009 um 20:15 Uhr

Was macht die Liebe?

Neues  Jahr, neues Glück… Wo ist es denn bloß? Ich kann es nicht sehen.

Alles was ich gerade sehe, ist das Wohnzimmer meines Nachbarn und das kannte ich letztes Jahr schon und davor das Jahr auch und davor das Jahr auch.

Ich befinde mich in der Zwickmühle (auch nix neues): Denn nach einer neuen Liebe suchen darf man nicht. Niemals - dann findet man sie nämlich nicht, weiß ja jeder!   Wenn ich aber nicht nach ihr suche, wo soll ich sie denn bitte dann herholen? Die Liebe wird sicherlich nicht irgendwie mal gerade an einem Abend wie heute in mein Schlafzimmer geflattert kommen. Ziemlich kompliziert und eher anstrengend. Es ist zum Verzweifeln. Und das zu Anfang des neuen Jahres!

Ist doch irgendwie auch verständlich, dass man sich angesichts solcher Problematiken  zu alten Ufern zurückbewegt. Immer noch besser solo zu zweit, als solo allein. Ich pflege also wieder Kontakt zu meinem Nachbarn.  Immerhin rein platonischen Kontakt. Immerhin.