Das geheimnisvolle Blog ins zauberhafte Nichts

07.01.2006 um 18:51 Uhr

Die Sammler - Nachtrag

von: Solus

Die geben es sogar noch zu... >klick<

06.01.2006 um 20:35 Uhr

Lottotipp II - Diesmal klappt es bestimmt

von: Solus

Folgende Zahlen habe ich für diesen Sonnabend im Lotto gespielt: 3,17,32,34,43,47

06.01.2006 um 08:42 Uhr

Buhmann, bitte melde Dich !

von: Solus

Musik: Sigur Ros - Svefn-G-Englar

Warum habe ich eigentlich kaum noch Alpträume ?! Als Kind hatte ich sehr oft welche, und nun, wo ich endlich in dem Alter bin, indem ich das nächtliche Gruselkopfkino geniesen könnte, hat der Traumvorführer den gesamten Lagerbestand an Horrorträumen durch alberne oder langweilige Traumgebilde ersetzt, bei deren Betrachtung man schlichtweg einschlafen könnte, wenn man denn nicht schon schlafen würde. Erst letzte Nacht, bzw. in meinem Fall eher Tag, träumte ich davon, wie ich in meinem Zimmer stand und damit beschäftigt war, meine Vermutung, daß ich gerade träumte, zu beweisen. Also kniff ich mir in den Arm, doch der Schmerz fühlte sich nicht unwirklich genug an. Als nächstes versuchte ich zu fliegen, indem ich immer wieder hochsprang, aber das funktionierte nicht. Ein Luzidtraum ist eben nur dann ein Luzidtraum, wenn man sich 100% sicher ist, daß man träumt, und nicht nur 50%, oder weniger - ich habe mir ja noch nicht einmal getraut, aus dem Fenster zu springen.

Irgendwann im letzten Jahr hatte ich auch mal einen Traum, indem ich in mehreren Zeitebenen agieren konnte und durch die Manipulation der Vergangenheit die Zukunft beeinflusste. Durchaus eine interessante Idee, aber actionreich war der Traum eben auch nicht. Den Vogel abgeschossen hat aber dann wohl mein Traum über die letzten Stunden eines Mitgliedes einer Kult-Punk-Band, der vor vielen Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. Das Ganze war im Dokumenations-Stil gehalten, sogar mit Kamerazoom auf das Ortsschild und Hintergrundkommentar. Tja, andere Leute rennen Nachts um ihr Leben, während in meinem Kopf eine langweilige Doku läuft. Und man kann ja nicht umschalten...

Damals war das irgendwie schöner, bzw. unschöner, weil man ja als Kind, bzw. später als Jugendlicher mit zu viel Fantasie, sich durch so einen Alptraum einen ziemlichen Schrecken einjagen läßt. Und was da nicht alles los war in meinen Träumen: Massenmörder, undefinierbare Monster, Barbaren, Riesenameisen und natürlich auch Außerirdische; immer diese kleinen Weißen, mit den dünnen Ärmchen und den großen Köpfen mit den ebenfalls großen, schwarzen Augen. "Akte X" sei Dank wurde ich sehr oft von denen im Traum besucht. Ich blicke zu einem Haus, wer steht auf dem Dach und beobachtet mich ? Die Außeridischen. Ich laufe durch den Wald und stoße auf einen weggeworfenen Kühlschrank. Wer sitzt oben drauf ? - ein Außerirdischer. Ich bin ein anderes Mal im Wald und entdecke ein gelandetes UFO. Wer steht davor ? - richtig, wieder die Außeridischen. Und wenn die dann noch auf Grund ihrer telepathischen Fähigkeiten plötzlich merken, daß ich sie beobachte, dann geht der Spaß erst richtig los. Da steht man dann dumm im Gehölz, krampfthaft versuchend aufzuwecken, weil man inzwischen gemerkt hat, daß das alles ein Traum ist, aber das klappt nicht. Und die Außeridischen kommen näher und näher...

Als Kind hat man da noch ganz andere Ängste. Mir sind da noch zwei Alpträume aus meiner Kindheit im Gedächtnis hängen geblieben, die ich nie vergessen werde. In dem Einen war ich in einem Kinderheim, und ein Mann spielte Gitarre und sang davon, daß Nachts das Heim von bösen Wesen besucht werden würde - entweder ein Hund, ein Bär oder ein Jim Jerim (eng. ausgesprochen). Und dann kam plötzlich ein großer Hund und heulte...das reicht schon, um als Kind Angst zu haben. Der andere Traum war noch etwas merkwürdiger. Ich war nämlich wieder ein Baby wurde ins Bett gebraucht. Und kaum hatte meine Mutter die Tür geschlossen, sodaß alles dunkel war, erschien plötzlich beim Fenster etwas, dessen Kopf ein großer, weißer Lampenschirm war, der wild flackerte, während diese seltsame Gestalt langsam auf mich zukam und mit einer Heliumstimme irgendetwas sagte. Ich schrie und weinte und plötzlich kam meine Tante ins Zimmer, machte Licht und schaute, ob alles in Ordnung war. Ich konnte mich nicht verständlich machen, und da mit dem Licht das Wesen verschwunden war, schaltete sie das Licht wieder aus und verließ das Zimmer. Damit war die Lampenschirmgestalt wieder da und setzte seinen gespenstigen Auftritt fort. Ich hoffe bis heute, daß das auch wirklich ein Traum war...

Aber um auf das eigentliche Thema zurückzukommen, seit ein paar Jahren jedenfalls habe ich nahezu keine Alpträume mehr. Da taucht höchstens einmal etwas sehr Abstruses auf, dessen Fremdartigkeit mich verstört, worüber ich dann aufwache. Aber da wundert man sich höchstens, was man da gerade für einen Mist geträumt hat und schläft weiter. Ich würde aber lieber mal wieder so einen Alptraum haben, bei dem man mit einem Herzklopfen aufwacht, eine Stunde lang wachliegt und dabei krampfhaft versucht, nicht wieder einzuschlafen. Das muß doch auch für einen Erwachsenen möglich sein, oder ?

05.01.2006 um 04:18 Uhr

Die Sammler

von: Solus

Musik: Element of Crime - Finger weg von meiner Paranoia

Sie haben ihre Augen überall. Sie sehen alles und wollen auch alles wissen. Welche Musik Du hörst, was Du gern im Fernsehen anschaust, wann Du Dir Dein nächstes Handy kaufst - das Spektrum ihrer Interessen ist breit, und sobald sie auf ihren unzähligen Streifzügen durch das Netz eine verwertbare Information erspähen, greifen sie blitzschnell zu. Das ist schließlich ihr Job, sie werden dafür von ihren Herren bezahlt. Sie wühlen sich durch unzählige Kommunikationsforen, lauern in Chaträumen, überwachen die Suchmaschinen, lesen vielleicht sogar unsere EMails,  aber auf jeden Fall unsere Blogs. Sie haben sie schließlich erfunden und verbreitet. Lange hatten sie überlegt, wie man Ordnung in das Informationschaos bringen und dabei sogar noch die Ausbeute an Informationen erhöhen könnte. So wurde das Blogschreiben entwickelt, im großen Stil ermöglicht und zum Trend erhoben. Seitdem ist es für sie sehr einfach. Anhand von ein paar wenigen Einträgen ist der Blogschreiber schnell identifiziert und kategorisiert. Männlich oder weiblich, über oder unter 49 Jahre alt, kauffreudig oder uninteressant. Das ist natürlich nur die grobe Einteilung, der Person wird außerdem ein vordefinierter Typ zugeordnet, da der Markt sehr zielgruppenorientiert ist und so die Ergebnisse besser verwertet werden können. Der Rest ist Routine. Da die Bloganbieter von ihnen kontrolliert werden, wissen sie immer sofort, wenn ein neuer Eintrag verfügbar ist. Dieser wird unverzüglich auf verwertbare Informationen überprüft. Dank eventuell vorhandener Zusatzfelder, wie z.B. "Stimmung" oder "Musik", enthält ein Eintrag meist auch dann verwertbare Informationen, wenn die eigentliche Information als unwichtig eingestuft wurde. Manchmal, wenn eine Person während eines zu langen Zeitraums zu wenig Informationen geliefert hat, greifen sie sogar aktiv ein und animieren mit Hilfe wohl durchdachter Kommentare die betreffende Person dazu, wieder mehr Informationen preiszugeben. Der Informationsfluss darf nicht versiegen, all die unzähligen, virtuellen Akten müssen wachsen. Ihre Inhalte werden von weiteren, fleißigen Mitarbeitern durchgängig analysiert und zu regelmäßig aktualisierten Statistiken und Trendanalysen verarbeitet - eine notwendige Lektüre für all die weltfremden Yuppies, die hoch oben in ihren Glastürmen sitzen und voller Enthusiasmus unsere Alltags-Kultur designen.

03.01.2006 um 09:26 Uhr

be trendy, be cool. with solus.

von: Solus

Musik: Scooter - Move your ass

Die IN- und Outliste 2006:

IN: 1. schwabbelige, behaarte Männer entjungfern

     2. Sonntags ein langes, heißes Bad nehmen

     3. Bettbezüge aus Plüsch

     4. einen Blog führen, den möglichst niemand liest

     5. alle Menschen, deren Nachnahme mit "R" beginnen

OUT: 1. schwabbelige, behaarte Frauen

         2. Bundestagswahlen

         3. Nena

         4. fremde Blogs lesen

         5. Lieder, in denen man am Ende hören kann, wie die Instrumente niedergelegt werden

03.01.2006 um 07:54 Uhr

Das Jahr des Todes

von: Solus

Musik: REM - It's the end of the world as we know it

Mit dem Weltuntergang ist das ja so eine Sache. Für die einen bedeutet er die Auslöschung der Menschheit, andere sehen in dem Begriff gar das Ende jeglicher Existenz, während ganz andere schon die nächste Nostradamus-Webseite ansurfen, wenn mal die Milch im Kühlschrank sauer ist. Und vorallem Letztere sollten eigentlich schon langsam am ausflippen sein, denn 2006 sollen nicht nur die Milch, sondern auch die Volksvertreter von China, Rußland und den USA richtig sauer werden. Das zumindest sagt Michael Drosnin, seines Zeichens Entdecker des Entdeckers des Bibelcodes. Diser Mann wiederum meinte herausgefunden zu haben, daß in der Bibel zukünftige Ereignisse versteckt sind, die man mit Hilfe der Mathematik herauslesen kann. Ist die Bibel also mehr als nur ein Märchenbuch ? Nun, die Atheisten unter Euch kann ich vorerst beruhigen, denn so richtig funktioniert hat das mit den Vorhersagen bis jetzt noch nicht. Im Zusammenhang mit dem Thema "atomarer Holocaust" hatte die Bibelcode-Analyse drei Jahreszahlen ausgespuckt, und zwei davon, nämlich 1996 und 2000, waren doch äußerst unspektakuläre Jahre. Warum ich dann also überhaupt darüber erzähle ? Nun, die dritte Jahreszahl ist, und jetzt nicht erschrecken, 2006 ! In diesem Jahr also gibt es den dritten Weltkrieg samt gegenseitigem Atombomben-Beschuss und damit auch, im engeren Sinne, den Weltuntergang. Deutschland ist natürlich genau zwischen den Fronten und ohne einem Kanzler, der sich jeglichem sinnlosen Krieg verweigert, weil er die nächsten Wahlen gewinnen will, wird sicherlich auch hier die eine oder andere Atombombe vom Himmel fallen. Wir sind allesamt dem Tode geweiht ! ...Oder aber, es passiert wieder überhaupt nichts. Alles andere würde mich im übrigen auch überraschen, denn weder haben die anderen Daten gestimmt, noch gibt es auch nur den Hauch eines Anzeichens, daß die sich da oben plötzlich alle nicht mehr lieb haben.

Wenn Ihr also dieses Jahr auf irgendwelche Menschlein stößt, die Euch vom Ende der Welt erzählen wollen, ignoriert sie einfach. Da macht man sich sonst nur unnötig Sorgen. 2006 geht die Welt auf keinen Fall unter, weder für uns hier, noch für die Menschen in den anderen großen Industriestaaten. Im Irak vielleicht, da könnte es einen Bürgerkrieg mit vielen Toten geben, und in Afrika gibt es auch so Ecken, wo man sich sehr gern gegenseitig über den Haufen schießt, aber wir hier in Deutschland sind sicher und haben noch viele schöne Jahre vor uns...also, natürlich nur bis wir mit der Rest der Menschheit Ende 2012 jämmerlich verrecken. Aber das ist ja noch ein bißchen hin.