Das geheimnisvolle Blog ins zauberhafte Nichts

21.12.2007 um 05:44 Uhr

Wir haben 27 Zwöfjährige gefragt...

von: Solus

Musik: Tegan & Sarah - Back in your head

Wer kennt sie nicht, diese kleinen Büchlein aus der Schulzeit, die man, nachdem irgendwann jemand die Welle ins Rollen gebracht hatte, von jedem Klassenkameraden in die Hand gedrückt bekam und dort alle wichtigen Daten von sich hineinschreiben mußte. Hobbys, Lieblingsmusik, -Film, -Essen, -Buch, was man generell so mag und was nicht - eben all die ganzen Informationen, deren Gültigkeit wahrscheinlich schon dann abgelaufen war, wenn das nächste Buch ausgefüllt wurde. Kinder sind ja ganz spontane Gesellen. Da ist morgens noch Schnitzel ihr Lieblingsessen und abends plötzlich stehen sie total auf Lungenhaschee.
Dennoch habe ich mir einmal die Mühe gemacht, sämtliche Daten aus meinem guten, alten Schulfreunde-Buch, übrigens in Finnland hergestellt, statistisch zu erfassen und so eine Momentaufnahme zu kreieren, wie 27 Elf-bis-Zwölfjährige 1993 so getickt haben. Dazu sei noch kurz gesagt, daß in den einzelnen Kategorien eine Mehrfachnennung möglich war, und ich mich nicht in mein eigenes Buch eingetragen habe, somit also aus der Statistik herausfalle. Ich werde aber darauf eingehen, was ich zu dem Zeitpunkt wohl geschrieben hätte.

Also, beginnen wir mit der ersten, noch recht langweiligen Kategorie, und die heißt...
Lieblingsschulfach:
Wahrscheinlich die einzige Kategorie, in der sich meine Antwort komplett gegen den Mainstream gerichtet hätte, denn mit 17 mal genannt liegt hier mein absolutes Hassfach ganz weit oben: Sport !
Etwas überraschend hingegen Platz 2 mit 9 Stimmen ist das Fach Deutsch. Da könnte man fast meinen, vor 14 Jahren wäre die Welt noch in Ordnung gewesen, aber der wahrscheinlichere Grund für das Ergebnis wird wohl eher die Bindung zwischen Fach und (sehr netter) Klassenlehrerin sein.
Mit 6 Stimmen auf Platz 3 hat es laut Auszählung das Fach Englisch gebracht, obwohl die Lehrerin nicht der Liebling aller Schüler war. Ich mochte sie und hätte neben Mathematik sicherlich auch Englisch als Lieblingsfach genannt, was natürlich vorallem mit meiner primären Freizeitaktivität, dem exzessiven Computerspiele spielen zusammenhing. Die waren ja hauptsächlich auf Englisch, sodaß ich entsprechend schon ein paar Worte augeschnappt hatte und natürlich auch ganz heiß darauf war, endlich alles zu verstehen. Die anderen 6 Schüler, die Englisch als Lieblingsfach bezeichneten, hatten hingegen sicherlich eine profanere Motivation, denn schon damals schwebte der Satz "Ohne Englisch kommt man heute nicht mehr weit !" wie ein Säbel über unsere Häupter. Man konnte in allen anderen Fächern noch so gut sein, aber wer mit Englisch nicht zurecht kam, das war jedem klar, der würde später wahrscheinlich mal nur das Müllauto fahren, sofern natürlich dessen Armaturen dann inzwischen nicht auch auf Englisch beschriftet wären. Da muß man doch das Fach einfach lieben...
Seien zum Schluß noch die exotischen Antworten genannt: Pause, Ausfall, Werken

Auf zur nächsten, ebenfalls noch recht uninteressanten Kategorie...
Hobbys:
Auf Platz 1 mit 11 Stimmen liegt Schwimmen, vielleicht weil wir im Schuljahr zuvor alle Schwimmunterricht hatten (den ich übrigens tatsächlich erfolgreich bestanden habe, nachdem ich in der allerletzten Lerneinheit stolze 15 Meter im seichten Bereich des Beckens geschwommen bin). Dich gefolgt und jeweils 9 mal genannt wurden Radfahren und Lesen. Okay, damals war die Welt wirklich noch in Ordnung ! Die beiden neumodischen Hobbys, die ich auf jeden Fall genannt hätte, nämlich Fernsehen (5 mal genannt) und Computerspiele (2 mal genannt) liegen da noch recht weit hinten und würden heutzutage wahrscheinlich eher die Statistik anführen.
Außerdem noch in mein Buch geschrieben: Reiten, Tanzen, Malen, Judo, Schlafen, Rappen, Musik hören, Faulenzen (4 mal genannt) und ein wahrscheinlich ziemlich eintöniges Hobby namens "Runtergehen".

Aber genug davon, jetzt wird es endlich interessant mit der Kategorie...
Lieblingspopgruppe:
Und die beliebteste Popgruppe 1993 ist...*Trommelwirbel*...Ace of Base ! Die Schweden wurden 14 mal genannt und befinden sich damit weit vor meinen damaligen musikalischen Helden "2 Unlimited", die nur 6 meiner Mitschüler verehrten. "Snap" erreicht mit 3 Stimmen knapp Platz 3 vor "Snow" und Michael Jackson mit jeweils 2. Außerdem genannt: Enrage, Shade, Fanta4 und Die Prinzen.
Aber an der Stelle muß man auch mal sagen; das war damals alles wenigstens noch Musik - Sowas wird heute gar nicht mehr hergestellt ! Das war damals noch Musik, die wurde mit der Hand gemacht. Mit der Hand auf dem Keyboard, immer und immer wieder die selben vier Noten spielend...um gleich mal zur nächsten Kategorie überzuleiten...

Lieblings-Hit:
Nein, "All that she wants" wurde nicht 14 mal genannt, sondern nur 6 mal, genauso wie "No Limit", sodaß es keinen eindeutigen Sieger gibt. Mein damaliger Lieblingshit, das ebenfalls von 2 Unlimited stammende "Tribal Dance" bekam immerhin noch 3 Stimmen, während sich "Wheel of Fortune" (wiederum Ace of Base) mit nur 2 Stimmen begnügen muß. So steht es insgesamt plötzlich 9:8 für 2 Unlimited. Ich habe es ja gesagt - Kinder sind schrecklich spontan ! Außerdem genannt natürlich, wenn auch nur zweimal "What is Love" von Haddaway, wie auch einmal "Mr.Vain", "Informer", "Saft" und "Exterminate".
Absonderlichkeiten gibt es aber auch. So trotzten vereinzelt Kinder der Charts-Diktatur und nannten als Lieblingshit  "Arschloch", "Mit Dir vielleicht" und sogar "Das Modell". Letzteres übrigens genannt von der wunderbaren, hübschen, schlauen, schwarzhaarigen Tanja Brockhaus, die leider damals nicht auf mich, sondern auf meinen besten Freund Christian stand. In Geschichte saß sie mal neben mir und meinte, daß sie gern in der Vergangenheit leben würde. Die ist wahrscheinlich inzwischen ein Goth, hört 80er-Elektro-Pop und besucht Mittelalterfeste. Und sie hatte Anfang des Monats Geburtstag - leider zu spät gesehen, sonst hätte ich ja mal die Telefonnummer, die sie vor 14 Jahren in mein Büchlein geschrieben hat, anrufen und ihr Alles Gute wünschen können, gefolgt von einer Einladung in ein Restaurant zwecks Reden über alte Zeiten mit anschließendem Geschlechtsverkehr, falls erwünscht natürlich...

Aber genug davon und auf zur nächsten Kategorie:
Lieblings-Film:
Hier konnte sich kein wirklicher Favorit herauskristallisieren."E.T. - der Außerirdische" schafft es aber immerhin auf 3 Stimmen, dicht gefolgt von "Dirty Dancing" mit 2. Die restlichen Antworten sind bunt gemischt; Rambo 3, Rambo 2, Powerman, "Police Agedmey", Karate Tiger, King Kong, Kevin allein zu Haus, Quarterman, Mein Freund mit der kalten Schnauze, Kuck mal wer da spricht, DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER, Over the Top oder Manta Manta seien hier genannt. Auffällig an dieser Aufzählung ist natürlich ein ganz spezieller Film, von dem man nicht erwartet hätte, daß ihn ein Zwölfjähriger kennt und auch noch gern hat. Die Rede ist natürlich von "King Kong", der auch schon damals ziemlich viele Jahre auf dem Buckel hatte und daher für Jugendliche vielleicht nicht so interessant ist...

Nächste Kategorie,
Lieblingsbuch:
Schon damals haben Eltern versucht, lesefaule Kinder mit Hilfe von Buchadaptionen beliebter Fernsehfilme und -serien vom diabolischen Flimmerkasten wegzulocken. Ich bekam mal eine traurige ALF-Weihnachtsgeschichte geschenkt (was aber nicht mein Lieblingsbuch wurde. Das wäre dann eher das Lustige Taschenbücher, Nr.93), und ganze 4 Kinder haben scheinbar von ihren Eltern das Buch zum E.T.-Film geschenkt bekommen, tatsächlich auch brav gelesen und für gut befunden. Wendy, Pumuckl und Das Aufklärungsbuch (?!) kommen immerhin noch auf 2 Stimmen, der Rest sind wieder nur Einzelnennungen, wie z.B. Die schönsten Pferdegeschichten, Robin Hood, Mädchenträume, Mein Freund Hasso, Nicht ohne meine Tochter, Feivel, Arielle oder In einem Land vor unserer Zeit.

Auf zur nächsten Kategorie, das...
Lieblingsessen:
Spaghetti wurde 10 mal in mein Buch geschrieben, und zwar in 11 verschiedenen Schreibweisen, und muß sich mit Pizza (ebenfalls 10) den ersten Platz teilen. Die restlichen Einzelnennungen sind recht gewöhnlich wie z.B. Pommes, Grießbrei, Lasagne, Hühnchen, Eierkuchen, Reis und Spinat (irgendein Ferkel gibt es eben in jeder Klasse...) Ich persönlich hätte sicherlich Makkaroni mit Tomatensosse genannt, die es ja bei uns seit Anbeginn der Zeit abwechselt mit Spaghetti jeden Sonnabend Mittag gibt.

Lieblingstier:
Des Menschen bester Freund gewinnt hier natürlich haushoch mit 17 Stimmen; hätte ich zur damaligen Zeit sicherlich auch genannt. Platz 2 erreichte das Pferd mit 8 Stimmen, Platz 3 müssen sich Katze und Meerschwein mit jeweils 4 Stimmen teilen, dicht gefolgt vom Hasen mit 3 Stimmen. Es folgen Hamster, Tiger und Delfin mit 2 Stimmen, und jeweils nur einmal von meinen Klassenkameraden genannt wurden Hai, Fuchs, Puma, Gepart, Wellensittich und Stinktier. Gerade was Hai und Stinktier angeht, würde mich wirklich mal interessieren, was so eine Nennung über den psychologischen Zustand der betreffenden Person aussagt, bzw. ob das Indizien sind, in welche Richtung sie sich im Laufe des Lebens entwickelt. Die betreffende Person mit dem Stinktier, Marie heißt sie, hat leider keine Telefonnummer angegeben, sonst hätte ich sie für diese Auswertung ja mal anrufen und fragen können, ob sie sich eigentlich regelmäßig wäscht oder gar einen Fäkalienfetisch entwickelt hat.

Stattdessen geht aber gleich weiter zur nächsten Kategorie,
Berufswunsch:
Krankenschwester (plus "Säuglingsschwester") kommt hier auf 3 Stimmen, Kindergärter und (Auto)Schlosser auf 2, der Rest sind wieder Einzelnennungen, die da wären: Arzt, groß zu sein, Rechtsanwalt, Pilot, Kellnerin, Sparkassenangestellter, Sekretärin, Tanzlehrerin, Polizistin, Kurrier, Tourenfahrer, Stewardess und Reiseleiterin. Wie man als Kind von solchen öden Berufen wie Sekräterin oder Sparkassenangestellter träumen kann, ist mir hierbei ziemlich suspekt, aber vielleicht gingen ja die Eltern diesen Berufen nach und wurden von den Kindern noch als Vorbilder angesehen. Ich selbst wüßte jetzt gar nicht, was ich da wohl geschrieben hätte. Zu meiner Kindergartenzeit hatte ich immer als Berufswunsch Springbrunnen- oder Leuchtreklamenbauer angegeben, genauer gesagt wäre es natürlich eher der jeweilige Designer gewesen, aber was es mit 12 Jahren war...da hätte ich vielleicht "Irgendwas am Computer" geschrieben, nehme ich an.

Jetzt wird es noch einmal interessant, denn die letzte Kategorie heißt
"Was ich nicht mag":
Und gewonnen hat ganz klar die Lehrerin Frau Riebel mit 12 Stimmen (sicherlich +6 weiteren Stimmen von denen, die allgemein "doofe Lehrer" geschrieben haben). Das war unsere Musiklehrerin und so retrospektiv betrachtet muß man sagen, daß diese Frau wahrscheinlich an einer ersthaften psychologischen Störung litt. Wir bekamen sie in der fünften Klasse zum ersten Mal und sie hat es tatsächlich innerhalb weniger Wochen geschafft, daß sämtlichen Schülern die Freude an der Musik vergangen war. Ihre Taktik: Schreien, beschimpfen, mit der Note 6 um sich werfen und für die Liedleistungskontrolle ein Lied auszuwählen, mit dem man die Kinder richtig schön quälen kann. Das war in unserem Fall der "Der Vugelbärbaam", im Originaldialekt alle Strophen auswendigzulernen, und wer es eine Woche später nicht Wort für Wort konnte, bekam eine schlechte Zensur. "No laß se nar sitzn, so schläft jo drbei, Vugelbärbaam, Vugelbärbaam. Un hot se's verschlofn, so hol mersch no ei, hol mersch no ei, ei-jo!" Das ist für einen Fünftklässler natürlich eine verdammt schwierige Aufgabe, und so gab es entsprechend viele schlechte Zensuren, inklusive einer 6, als ein Schüler während des Vortrags in Tränen ausbrach und nicht mehr weitersingen konnte. Ich bekam übrigens auch eine 6, weil ich meinen Eltern klar gemacht hatte, daß dieses Lied zu lernen unzumutbar ist, sodaß sie Selbiges per Brief meiner Musiklehrerin mitteilten. Sie gab mir daraufhin eine 6 und wollte sich mit meinen Eltern treffen. Das war ihr Fehler. Ich weiß nun nicht genau, was meine Eltern mit ihr während dieses Gesprächs angestellt haben, aber mir wurde daraufhin die 6 wieder aberkannt, ich durfte ein anderes Lied zur Kontrolle singen, und in der ersten Musikstunde nach diesem Gespräch hat uns die Lehrerin die ganze Zeit nur Notenschlüsselmännlein malen lassen. Dann fand sie aber sehr schnell wieder in ihre alte Form zurück und blieb entsprechend der am meisten gehasste Lehrer.
Aber kommen wir wieder zurück zu unserer statistischen Auswertung. Mit 7 Stimmen ebenfalls ziemlich unbeliebt war auch ein Mitschüler namens Danilo H. - schlecht in der Schule, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, leicht aggressiv, auch schon mal rechtsradikale Parolen verbreitend...das Übliche eben. Aber er hat sich dann eigentlich im Laufe der Zeit zurückgehalten und war zu mir sogar recht nett, wahrscheinlich weil er irgendwann zu der Erkenntnis gekommen ist, daß wenn man schon selbst schlecht in der Schule ist, man es sich vielleicht nicht gerade mit dem einflußreichen Schlaumeier in der Klasse verscherzen sollte. Außerdem mit 7 Stimmen genannt Schule allgemein, die bereits erwähnten "Doofen Lehrer" mit 6 Stimmen und dann kommt auch schon die unbeliebteste Schülerin. Jacqueline B. war ihr Name, ebenfalls ungebildet, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, und dazu auch noch häßlich wie eine Pfütze in Aue. Wäre ja alles halb so schlimm gewesen, wenn sie wenigstens nett gewesen wäre, aber auch in der Hinsicht gab es bei ihr erhebliche Mängelerscheinungen. Dafür kann ich kein explizites Beispiel nennen, das muß man mir jetzt einfach mal glauben. Ich kann mich aber noch erinnern, daß wir mal zur Weihnachtsfeier so ein albernes Spiel gespielt haben, wo wir in einer Reihe (abwechselt Junge-Mädchen) über einen Tisch liefen und wenn die Musik ausgeschaltet wurde, mußten sich die zwei Personen auf dem Tisch einen Kuss geben. Ich befand mich dummerweise genau hinter Jacqueline und natürlich wurde, als wir auf dem Tisch waren, die Musik ausgeschaltet. Ich habe es wirklich versucht. Versucht mich mit aller Kraft zu überwinden und den Ekel hinterzuschlucken. Ich habe mein Bestes gegeben...und bin dann doch schreiend aus dem Zimmer gelaufen, anstatt sie zu küssen. Die Lehrerin mußte mich wieder reinholen, was sie erst schaffte, nachdem ich sie auf einen Händedruck runtergehandelt hatte. Ich weiß nicht mehr, wie Jacqueline darauf reagiert hat, aber ich denke und hoffe auch ein bißchen, daß das ein höchst-traumatisches Erlebnis für sie war.
Nungut, was haben wir noch...unsere Englischlehrerin Frau Sikula mit 3 Stimmen, Hausaufgaben und Torsten wurden zweimal genannt (da könnte ich jetzt noch die Geschichte vom "Anti-Torsten-Club" herauskramen, aber die erzähle ich ein anderes Mal), außerdem noch Ronny, Marcel, wenn die Pizza kalt wird, Zunge (?), Krieg, Hass, Prügel (vom Vater oder von Mitschülern ?), Fisch und Herr Nagel, unser Sportlehrer.

Bleibt noch der Vollständigkeit halber die Kategorie "Ich wünsche Dir..." und 19 Mal wurde mir hier Viel Glück im Leben gewünscht, Gute Zensuren (7 Mal), Glück in der Liebe / Gesundheit / schöner Beruf je dreimal, sowie Geld und ein langes Leben einmal. Dabei ist noch anzumerken, daß im Grunde nichts davon wirklich eingetreten ist, was durchaus bedauerlich ist.

Ja, damit endet nun diese vollkommen unnütze Auswertung, die es noch nicht einmal Wert ist, ein Fazit darüber zu ziehen. Darum höre ich an dieser Stelle auch einfach auf zu schreiben.

02.12.2007 um 05:54 Uhr

Der letzte, deutsche Schnee

von: Solus

Ab sofort ist die neue, und was noch besser ist kostenlose Erdmöbel-Weihnachts-Single runterladbar.

"Der letzte deutsche Schnee" heißt sie, und Erdmöbel wollen damit wahrscheinlich nicht nur weihnachliche Freude verbreiten, sondern auch mit den letzten 12 Monaten abschließen. Vor einem Jahr berichtete ich ja schon wenig begeistert über "Weihnachten ", ihre eingedeutschte Coverversion von "Last Christmas", und war dann noch weniger von der Nachricht begeistert, daß ein ganzes Album mit solchen Coverversionen folgen würde. Das ist zwar ansich relativ brauchbar ausgefallen, aber es geht eben trotzdem nichts über eigenes Material. Ich denke, die Kritik mußten sich Erdmöbel in den letzten Monaten oft anhören, sicherlich auch einhergehend mit der Frage, ob sie nach ihrem Wechsel zu einem Major Label nun kommerziell geworden sind, und darum setzt man jetzt eben unter diesem Kapitel den unkommerziellen, selbstgeschriebenen Schlußpunkt. "Der letzte deutsche Schnee" ist vielleicht etwas inhaltsarm und dafür sehr refrainlastig, aber das ist nun mal die typische Form für ein seasonbedingtes Lied. Und wie heißt es doch so schön; einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul. Also will ich auch gar weiter nörgeln, sondern sage einfach: Wer will, klickt hier !