Das geheimnisvolle Blog ins zauberhafte Nichts

21.02.2008 um 05:45 Uhr

Traumfrauentausch

von: Solus

Musik: Antony & The Johnsons - Hope there's someone

Das wäre natürlich schon blöd ! Da bin ich seit Jahren der Meinung, meine Seelenverwandte würde Sarah heißen, und dann treffe ich sie zufällig vorletzte Nacht im Traum und sie stellt sich mir mit "Mercedes" vor. Jahre lang nach der falschen Frau gesucht. Aber wahrscheinlich war es eher die eines guten Freundes, mit dem ich am Tag zuvor die Frage aufwarf, ob die Frau seiner Träume nicht vielleicht eine Spanierin ist. Warum, würde jetzt zuweit führen, nur falls sie das denn wirklich ist und mir im Traum erschien, dann würde das ja bedeuten, daß ich meinen guten Freund mit seiner Seelenverwandten virtuell betrogen habe. Also sogut wie...es ist nicht viel mehr passiert, als daß wir aufeinanderlagen. Aber vielleicht hat sowas ja innerhalb der Traumebene eine viel höhere Bedeutung. In einer Welt voller Symbolik und Andeutungen wäre die Darstellung von Geschlechtsverkehr in Form der Verkettung von Geschlechtsorganen viel zu plakativ. Da bedeutet "Aufeinanderliegen" allein vielleicht ja schon leidenschaftliche und dauerhafte Kopulation. Falls ja, ergäbe sich da natürlich noch eine weitere Problematik: Ist es moralisch notwendig, mich dafür bei meinem guten Freund zu entschuldigen ?
Ich meine, ich kann ja nichts dafür. Es war kein luzider Traum, sprich ich war nicht Herr meines Handels. Nur ist das nicht genauso der Fall, wenn sich in der Realität zwei vergebene, aber nicht miteinander liierte Personen stark betrinken und es dann miteinander tun ? Wenn es dann am nächsten Tag heißt "Tut mir Leid, Schatz, aber wir hatten etwas getrunken, wußten nicht mehr was wir taten, und da ist es passiert." ist das doch genauso schäbig, als wenn kein Alkohol im Spiel gewesen wäre. Entsprechend wäre die Entschuldigung "Das war aber kein Klartraum." auch nicht zulässig, oder ? Man könnte jetzt natürlich noch sagen, daß die Entscheidung zum Alkoholkonsum ja noch bei klarem Verstand getroffen wurde und damit abzuwenden gewesen wäre, während man ja das Träumen wiederum nur mit Mühe abwenden kann. Doch wenn es sich bei dem betrunkenen Fremdgeher um einen Alkoholiker handelt, ist für ihn der Alkoholkonsum ja auch nur mit Mühe abwendbar, aber das macht die daraus resultierende Tat auch nicht weniger schlimm. Also stehe ich hier durchaus vor einem Problem - ich habe zuviel Kanal Telemedial geschaut. Anders kann man sich nicht erklären, warum ich mir über SOWAS Gedanken mache.