Someone elses paradise

28.09.2006 um 11:18 Uhr

Fäden ziehen

Stimmung: müde und verärgert
Musik: Aspen Miller - Eyes of a child

Meine OP liegt nun heute also genau 3 Wochen zurück und letzte Woche Freitag wurden die Fäden gezogen. Nun ja, zumindest wollte meine Hausärztin das tun. Es war das erste Mal, dass bei mir sowas gemacht wurde und dementsprechen war ich doch etwas nervös. Ich glaube so ziemlich jeder, mit dem ich darüber gesprochen hatte, meinte: "Fäden ziehen? Ach, das ist nicht schlimm. Überhaupt kein Problem." Nun gut, scheinbar ist das bei vielen der Fall, aber Hallo...wir reden hier von mir, Petra. Bei mir läuft nie etwas ohne Probleme ab, warum auch, ich könnte plötzlich meine Meinung ändern und mal sagen, dass das Leben fair ist.

Ich humpelte also letzte Woche Freitag zu meiner Hausärztin, damit die Fäden endlich gezogen werden. Auch sie meint, das wäre ja gar kein Problem. Ihre Meinung hat sich aber auch bald geändert, denn der Faden wollte nicht so wie sie und erstrecht wollte er sich nicht rausziehen lassen. Hier wurde gezogen, da wurde gezogen und jedem, der vorher zu mir sagte: "Fäden ziehen? Kein Problem." hätte ich in diesem Moment gerne in den Hintern getreten - ich hatte nämlich Schmerzen. Gut, irgendwann war an beiden Enden das überstehende Stück Faden ab...aber was war in der Mitte. Meine Ärztin war sich nicht sicher, vielleicht war es ja ein sich selbst auflösender Faden (ich bin nicht gläubig, aber diesmal habe ich Gebete in die Luft geschickt, dass das der Fall sein wird), aber sie wollte zur Sicherheit in der Klinik anrufen und mir dann bescheid geben.

Dienstag hat sie sich dann also gemeldet, nachdem sie Montag niemanden erreicht hat. Wie immer...ich habe ja so viel Glück, es ist kein sich selbst auflösender Faden. Was also tun...tja, irgendwann wird man den Faden sehen (sehr beruhigend) und dann kann man ihn rausziehen. Sobald ich den Faden sehe, soll ich zu meiner Hausärztin fahren, ansonsten soll sich das ein Chirurg ansehen. Da ich den Faden, zum Glück, sehe, werde ich morgen vorbei fahren und hoffe, sie kann mich dann endlich von diesem doofen Ding befreien, damit ich Montag nicht zum Unfallchirurgen muss.

Und wehe irgendjemand sagt nochmal zu mir, egal um was es sich handelt: "Och, das ist nicht schlimm," ich glaube dann...ok, ich weiß noch nicht was ich dann mit der Person anstelle, aber ich kann versprechen, es wird nichts nettes sein!!!

25.09.2006 um 17:04 Uhr

Bürokratie in Deutschland

Stimmung: müde
Musik: Petula Clark - Downtown

Ach ja, war sowas von klar, dass ich nicht regelmäßig in mein Blog schreiben werde. Aber eigentlich gibt es auch nichts besonderes zu erzählen. Ich humpel immer noch so durch's Leben und zu Hause fällt mir die Decke auf den Kopf. Und das bei solch einem Wetter, wo ich so gerne Freunde treffen und besuchen würde *seufz* Aber hey, dafür habe ich heute zum zweiten Mal geschafft in die Stadt zu laufen und zurück - yay! Ich war zwar eine Stunde unterwegs, für einen Weg den ich sonst in einer halben Stunde locker schaffe, aber immerhin. Außerdem spare ich mir so die Mitgliedschaft in einem Fitneßstudio, denn so anstrengend wie diese paar Schritte beim einkaufen kann kein Fitneßstudio der Welt sein *feststell*

Heute habe ich in der Klinik, in der ich operiert wurde angerufen, um den Kontrolltermin auszumachen. In 5 Wochen soll ich nochmal zum röntgen kommen, damit dann entschieden werden kann, wann ich wieder normale Schuhe tragen kann. Gut, ich wurde ja am 07.September operiert und habe das der Dame am Telefon gesagt. Ihre Antwort war: "Haben Sie diese Woche Zeit?" Ich muss sehr doof geschaut haben, wie gut das sie mich nicht sehen konnte. Hallo?! 5 Wochen nach der OP soll ich erst wieder kommen, sie arbeitet doch da, sollte SIE das nicht wissen? Nein, war scheinbar nicht der Fall, denn ich habe sie darauf aufmerksam gemacht. Wofür werden manche Menschen eigentlich bezahlt?

Ja, wo wir beim Thema wären. Als ich mich arbeitslos gemeldet habe, hatte ich ja jedem extra nochmals gesagt, dass diese OP ansteht und für mich in erster Linie wichtig ist, dass ich weiterhin krankenversichert bin. Kein Problem, 4 Wochen bin ich ja auf jeden Fall noch krankenversichert und da ich Anspruch auf Arbeitslosengeld habe, wird das alles kein Problem. naiv, wie man ja so manchmal ist, denn man nimmt an, die wissen was sie tun, glaubt man das. Ja, falsch gedacht. Einige Zeit nach der OP habe ich in der Klinik angerufen, weil ich etwas wissen woltle und die Dame meinte: "Wie gut das ich sie am Telefon habe. WIr haben ein Schreiben von ihrer Krankenkasse bekommen, dass sie dort nicht krankenversicht sind." BITTE WAS? Ich sollte das natürlich möglichst schnell klären, sonst wird mir die Rechnung der OP zugeschickt. Also, wir sind zur Krankenkasse gefahren und ich habe dort mit einer Dame gesprochen. Die meinte natürlich, es wäre Blödsinn, denn man ist nicht automatisch noch 4 Wochen weiter krankenversichert. Die brauchen dringend den Bewilligungsbescheid der Agentur für Arbeit und dann wird die Rechnung auch übernommen. Gut, zu Hause also gleich wieder telefoniert und da hat sich folgender Dialog abgespielt:

Ich: "bla bla bla...Bewilligungsbescheid für die Krankenkasse...Rechnung der OP... bla bla bla... Wissen Sie, es ist so, dass mir, als ich mich arbeitslos gemeldet habe, gesagt wurde, ich wäre 4 Wochen noch sicher krankenversichert."

Dame: "Ja, das stimmt ja auch."

Ich wäre fast durch den Telefonhörer gekrabbelt, um ihr den Hals umzudrehen. Ich sage ja: Bürokratie...es gibt (fast) nichts schlimmeres in Deutschland *grrrrr*


Ich glaube, für heute habe ich genug aus meinem Leben
erzählt...

14.09.2006 um 19:02 Uhr

Erster Eintrag

Früher habe ich oft Tagebuch geschrieben, ich hatte bestimmt 3 oder 4 Stück. Nur regelmäßig habe ich nicht geschrieben, man könnte auch sagen, so gut wie nie und voll wurde ein Buch natürlich auch nie. Mal schauen wie das jetzt mit dem Blog wird, aber eigentlich haben ja fast alle einen...und, spät, wie immer bei mir, ziehe ich nach und werde bloggen. Irgendwann kann auch ich dem Gruppenzwang nichts mehr entgegensetzen *smirk*

Eigentlich war diese Woche relativ erfolgreiche, nachdem ich Mittwoch meine Ausbildung beendet habe und jetzt Erzieherin bin, habe ich gestern meinen Arbeitsvertrag zum Stadthaus gebracht. Eine Vollzeitstelle, zwar befristet auf ein Jahr, aber eine Stelle und es war das erste und einzigste Vorstellungsgespräch, bei nur 6 geschriebenen Bewerbungen. Ich glaube, in unserer Zeit heute war das ein verdammtes Glück.

Heute musste ich zum Arbeitsamt, damit ich bis 31.Oktober auch Arbeitslosengeld bekomme, auch wenn es nicht gerade viel ost, es ist besser als gar nichts. Unglaublich nur, was für ein Papierkram damit zusammenhängt *Kopfschüttel* Zettel ausfüllen, Fragen beantworten, neuen Zettel ausfüllen und der wird dann gar nicht beachtet - und da wundern sich viele, dass man mit dem Arbeitsamt, oh...sorry, der Agentur für Arbeit keine erfreulichen Erfahrungen gemacht hat. Also, einen Job dort möchte ich ja nicht haben. Da lasse ich mich doch lieber von Kindern ärgern.

Gutes Stichwort, ich war gestern in der Kita, in der ich bis Ende August mein Berufspraktikum gemacht habe und vermisse das Team und die Kids total. Die haben ja eine neue Berufspraktikantin und Ines, meine damalige Praxisanleiterin, erzählte mir, dass Laurenz, ein Junge aus meiner damaligen Morgenkreisgruppe, zu Maria "die neue Petra" sagt. Zu süß :o)

Gut, das war also ein erster Blog-Eintrag....wahnsinn, ich habe es geschafft. Mal schauen wie's weiter geht...