... und sie fiel ins Leben.

26.04.2016 um 06:11 Uhr

Wenn dieser Tag rum ist...

von: Key1   Kategorie: Alltag

Stimmung: nervös

... sind es noch 7 Tage vor meiner Prüfung. Ich habe von meiner Chefin einige Tage vor dieser frei bekommen, ich bin sehr dankbar dafür. Allerdings befürchte ich, sowieso sonst zu nichts zu gebrauchen zu sein. Ich bin wahnsinnig nervös und habe richtig Angst. Immer wenn ich mich grade etwas beruhige, schreibt mir eine Klassenkameradin über WA mit genau der selben Angst und dann kommt bei mir auch wieder alles hoch. Alle sagen: "Das packst du locker." ich bin mir da nicht so sicher. Ich glaube ich bestehe das nicht. Mein Betrieb plant, dass ich direkt, nachdem die Ergebnisse da sind und ich bestanden habe, nicht mehr dort arbeite. Es war geplant, dass ich nicht übernommen werde (auf eigenem Wunsch, wegen meinem Zwerg, weil ich auch noch Zeit für ihn endlich mal haben möchte), jedoch dachte ich, dass ich zumindest bis ende Juli da wäre. Scheinbar nicht. Ich sagte nur: "Naja gut, wenn ihr mich dann nicht mehr haben wollt, dann eben nicht." (wir haben ein recht lockeres Verhältnis zueinander) Allerdings habe ich mich als Aushilfe angeboten, was wohl auch in Anspruch genommen werden soll, denke ich. Der Tolle meint, ich soll mich auf meine Prüfung konzentrieren und alles andere ersteinmal nach hinten schieben. Eins nach dem Anderen, sozusagen. Ich sage ihm, dass ich das nicht kann. Ich brauche einen Plan und momentan kann ich schlecht planen. Das wühlt mich nur noch mehr auf. Dabei gibt es so viele Dinge, auf die ich mich freue, aber alles wird irgendwie so runter gedrückt, durch diese Prüfungsangst. Eigentlich bin ich niemand, der vor sowas Angst (haben sollte). Bei Arbeiten in der Schule oder Vorträgen usw. bin ich eigentlich die, die sowas ganz gelassen macht. Naja... außer bei Prüfungen, die dann richtig wichtig sind. Abschlüsse, Führerschein.... da werde ich dann so nervös, dass es mir teilweise die Luft abschnürt. Das steigert sich dann manchmal so sehr, dass ich in dieser Situation dann bin, als wäre ein dicker Nebel in meinem Kopf. Ich funktioniere dann nur noch. Beinahe wie ein Black Out, nur das ich das tue, was ich gelernt habe. Ich Antworte, reagiere, funktioniere und alles andere ist ausgeblendet. Furchtbar ekliges Gefühl, wenn einem gleichzeitig das Herz bis zum Hals schlägt. Da ich sonst so gelassen bin glaubt mir auch keiner, dass ich solche Prüfungsangst habe. Alle meinen: "Ach, quatsch, du und Prüfungsangst, hör bloß auf!" Naja...

Vor ein paar Wochen waren wir mit dem Zwerg in der Uni-Klinik, weil seine rechte Körperhälfte dicker ist als die andere. Hemihypertrophie kam dabei raus. Allerdings sind die Organe (noch) nicht davon betroffen. Wir hoffen das es so bleibt und sich die Auswirkungen im minimalen Bereich weiterhin befinden.

18.04.2016 um 10:58 Uhr

Auszeichnung?

von: Key1   Kategorie: Alltag

Stimmung: gut

Es gibt wieder wärmere Tage, schönere Tage draußen. Das schlägt sich auch auf meine Stimmung nieder. Es geht jetzt in die Endphase zu den Prüfungen. Am 03.05. ist es soweit: Schriftlicher Teil. Theoretisch reicht es, wenn ich in allen 3 Bereichen eine 4 habe. Dann hätte ich bestanden. Das sollte ich doch wohl locker schaffen? Meine Klassenkameraden sind der Meinung, dass ich ausgezeichnet werde für die mit dem besten Zeugnis aus meinem Jahrgang. Ich bin mir da nicht so sicher. Es entscheidet sich wohl zwischen zwei anderen und mir. Aber ich würde mich sehr darüber freuen, war es doch bei meiner Einschulung in die Grundschule damals mein Ziel, die beste der Klasse zu werden. So hätte ich es doch noch geschafft, wenn auch etwas später. Außerdem wäre es echt eine Leistung für mich, da ich ja auch durch die Schwangerschaft eine Weile gefehlt habe. Bzw durch die Geburt. Bleibt abzuwarten. Ich möchte mir nicht allzu große Hoffnungen machen. Aber ich würde mich auf jeden Fall freuen.

08.04.2016 um 09:57 Uhr

Besitz: Kind

von: Key1   Kategorie: Alltag

Stimmung: nervös, gut

Wieder ein Beitrag, wie ich ihn schon letztens einmal schrieb. Wieder ist mir negativ aufgefallen wie manche, besonders, Mütter einen gewissen besitzanspruch auf ihr Kind erheben. Es ging in einer Diskussion schließlich darum, dass eine Mutter (deutlich älter als ich, was aber auch nicht schwer ist, da ich ja schon mit 20 Jahre Mutter geworden bin) nicht nachvollziehen konnte wie ich es vorziehen konnte meine Lehre fertig zu machen und meinem Freund (+ Vater des Kindes) "unser" Kind überlassen kann, da die Mutter-Kind-Bindung doch im ersten Jahr am engsten wäre. Und diese Aussage konnte ich nicht verstehen. Natürlich: Mama trägt das Kind 9-10 Monate in der Regel im Bauch. Hat dadurch Mama mehr Anspruch auf das Kind? Ich glaube nicht. Ich gab dieser Frau zur Antwort, dass meiner Meinung nach der Vater genau so viel Ansprüche, Rechte und Pflichten hat was "sein" Kind anbelangt, wie die Mutter. Ich fragte sie, was falsch daran wäre, mit 20 Jahren NICHT seine Zukunft aus den Augen zu verlieren und den praktischsten Weg zu wählen, da der Vater noch keine neue Arbeitstelle hatte (da frisch mit der Lehre fertig). Ich erhielt keine Antwort. Ich glaube zwar schon, dass es einem Vater leichter fallen kann (nicht jedem selbstverständlich) sein Kind zu verlassen (durch eine Trennung z.B.) als einer Mutter. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Dennoch war mir dies nur wieder ein Beweis dafür welche Besitzanspruch manche Mütter für "ihr" Kind erheben. Ich kann es nicht nachvollziehen. Natürlich: Mein Kind ist mein Kind. Ich werde es schützen und ich liebe es mehr als alles andere auf der Welt. Ich werde mich um mein Kind kümmern und immer für mein Kind da sein und ich gebe mein Kind nicht leichtfertig in fremde Hände, dies ist bisher auch nicht vorgekommen. Dennoch gehört mir das Kind sogesehen nicht. Er ist eine eigenständige Person. Noch braucht er sehr viel Hilfe und sehr viel Schutz. In einigen Jahren sieht das anders aus. Da wird er fähig sein, seine eigenen Entscheidungen zu treffen und damit muss ich dann klar kommen, egal ob sie mir schmecken oder nicht (hier sind Entscheidungen á la: "Ich werde Bauarbeiter" usw. gemeint nicht Entscheidungen wie: "Ich nehme jetzt Drogen." Aber was ich noch viel schlimmer finde ist, dass diese Mütter sich als wichtiger für das Kind ansehen, als den Vater. Das sie den Vater teilweise nur noch als "Beiwerk" sehen, als jemand der zwar das Kind gezeugt hat, aber dann wars das schon. Der Tolle ist ein toller Vater. Unser Zwerg ist sehr auf ihn fixiert (natürlich auch, weil er mehr zu hause ist). Es gibt Sachen die mich stören aber so ist das eben. Genauso braucht unser Zwerg manchmal auch "Mama-Zeit" obwohl ich arbeite.

Hier mal ein Cut.

Ich habe meine Prüfungseinladung bekommen. Am 03.Mai die theoretische, ende Juni die praktische. Ich habe noch nichts gelernt und habe Angst wie Sau. Beste Vorraussetzungen! (Nicht!) Wird schon schief gehen, hoffe ich. :D