... und sie fiel ins Leben.

03.06.2017 um 09:20 Uhr

Es läuft

von: Key1   Kategorie: Alltag

Stimmung: okay

Die letzten Tage war ich krank. Erkältet, bei dem Wetter. Wirklich nervig. Der Kleine wird in wenigen Monaten schon 2. Es kommt mir noch gar nicht so lange vor, dass wir seinen 1. Geburtstag gefeiert haben. Doch er ist noch immer ein sehr willensstarkes Kind. Er wollte letztens um 1 Uhr Nachts Fernsehen gucken. Nein, haben wir gesagt. Er brüllte. Wir blieben standhaft. Einige Zeit später klingelte die Polizei bei uns. Die Nachbarn haben sich Sorgen gemacht. Das Kind wurde skeptisch beäugt, aber natürlich fehlte es ihm an nichts. Er wollte nur seinen Kopf durchsetzen. Es war eine unangenehme Situation. Praktischerweise gab es am nächsten Tag eine sehr ähnliche Situation, die ich dann filmen konnte. Ich habe keine Lust, das irgendwann das Jugendamt oder doch nochmal wieder die Polizei, vor unserer Tür steht. So habe ich zumindest bildmaterial, dass ihm wirklich kein Leid angetan wird. Aber er brüllt wirklich wie als würde man ihm etwas tun. Es ist gut, das die Nachbarschaft schaut und auch die Polizei schaut. Da haben sicherlich andere Kinder weit weniger Glück in der Vergangenheit gehabt und da wird dann gesagt "Warum hat niemand reagiert?". Bald soll der Zwerg auch in den Kindergarten kommen. Leider weiß ich immer noch nicht, ob wir den Platz bekommen, das erfahre ich erst kurz vorher. Unsere Chancen stehen gut, wenn sich nun nicht noch mehr Leute mit 3 jährigen Kindern anmelden (weil diese müssen den Platz dann bekommen). Ich warte ab.
Meine neue Arbeitsstelle ist gut. Es gibt zwar auch negative Schwingungen und es ist nicht alles perfekt. Aber ich kann es dort eine Weile aushalten, denke ich. Das Gehalt stimmt auch und das ist die Hauptsache.
Ansonsten leben wir so unser Leben. Es passiert nicht viel. Mein Opa (er ist so stark krank, dass er nicht einmal mehr weiß, dass ich existiere), kam vor einiger Zeit ins Krankenhaus. Er verbarrikadierte sich im Schlafzimmer, mein Onkel brach die Tür auf. Scheinbar war mein Opa gestürzt und kam ins Krankenhaus. Dort fing er an um sich zu schlagen, er wurde fixiert und ruhig gestellt. Nach 24 Stunden hab er in eine andere Einrichtung wo er wenige Tage bleiben konnte, dann wieder in eine Geschlossene. Nun hat meine Familie wohl ein halbgeschlossenes Heim für ihn gefunden. Ich denke, dass es ihm besser geht dadurch. Er hat Menschen um sich, vereinsamt nicht mehr so. Er bekommt seine Medikamente und die Pfleger/innen schauen, dass er genug isst und trinkt. Sorgen macht man sich natürlich trotzdem.
Meine Mutter hat die Selbsständigkeit aufgegeben und sucht derzeit eine neue Arbeitsstelle. Ich bin gespannt, was da noch bei rauskommt. Ich versuche ihr bei den Bewerbungen zu helfen, was auf die Entfernung gesehen nicht so einfach ist.
Und sonst? Gibt es nicht viel. Ich würde gerne in den Urlaub fliegen. Am liebsten Ägypten. Aber das geht sowieso nicht. Es mangelt an Geld, Zeit und der Zwerg ist zu jung, das bringt nichts. Jedoch kann man das mal in Angriff nehmen, wenn er älter ist und reden kann. Vielleicht wenn er 5 oder 6 ist. Bis dahin vielleicht irgendwann ein kleinerer Urlaub in Deutschland? Mal schauen.
Mehr passiert nicht momentan. Nichts erwähnenswertes zumindest. :)