... und sie fiel ins Leben.

13.07.2016 um 06:29 Uhr

7 Tage und mehr...

von: Key1   Kategorie: Alltag

Stimmung: gut

... ist es nun her, seit ich die Pille absetzte. Es ist okay. Ich bin sehr müde immer, aber ich denke nicht, dass das durch das Absetzen kommt. Vermutlich (immer noch, seit der Schwangerschaft) zu geringer Eisenwert im Körper. Ich traue mich aber nicht, ein Blutbild machen zu lassen. Blutabnehmen mag ich nicht. Und Eisentabletten kann ich eh nicht nehmen, davon muss ich brechen. Vorgestern Abend bekam ich Milchfluss, auf einer Seite. Nach dem Duschen. Ich fürchtete eine erneute Schwangerschaft. Der Test gestern war negativ. Zum Glück. Die Angst machte mich wirklich fertig. Nun muss ich den Fluss jedoch beobachten. Ich stillte vor ca. 10 Monaten ja mit Tabletten (Antibiotika) ab. Da dürfte sowas doch eigentlich nicht passieren. Wenn es so bleibt muss ich zum Frauenarzt. Übernächste Woche habe ich Betriebsurlaub. Der Zwerg ist anstrengend. Extrem. Der Tolle stimmt mit ein. Genervt, gereizt, übermüdet, aggressiv... das sind seine Stimmungslagen momentan. Ich kann ihm nichts abnehmen, leider. Ich wäre gerne zu hause, mit meinem Kind. Aber der Zwerg hängt (zu) stark an seinem Papa. Papa ist der Tröster. Papa ist der Clown. Papa ist der Größte. Mama? Ja, Mama ist selten da. Mama ist nicht da, wenn er immer weint, wenn er hunger hat, wenn er spielen will, wenn er die Windel voll hat. Mama geht nicht so oft mit ihm raus, spazieren. So oft, wie ich kann, tu ich dies. Doch wenn der Zwerg brüllt, dann brüllt er auch auf meinem Arm. Er streckt dann die Arme nach dem Papa aus und biegt sich zum ihm. Auf Papas Arm beruhigt er sich schnell wieder. Es verletzt mich irgendwo. Aber ich kann es kaum ändern. Ich hoffe, der Zwerg ändert sich selbst irgendwann, was das angeht, und hat auch mich (wieder) gern. Gestern Abend brüllte er schon, als er mich nur sah. Doch dann schlief er später und Nachts neben mir. Das tut er oft. Auch wenn er meist in Richtung Papa gewandt schläft. Körperkontakt sucht er zu uns beiden. Ich liebe mein Kind, mehr als alles andere. Ich hätte mir niemals vorstellen können, dass es eine so starke Liebe überhaupt gibt. Und doch: Das erste Mal in meinem Leben, verspüre ich sogar die Angst vor dem Tod. Die Angst, nicht mehr bei meinem Zwerg zu sein. Seit nun fast 2 Jahren habe ich mich nicht mehr selbst verletzt. Ich spüre auch nicht den Drang dazu. Und seit 2 Jahren, ist mir auch mein Leben wichtig, aus Angst, etwas zu verpassen, was den Zwerg betrifft. Ich will für ihn da sein, so lange, wie es mir nun einmal möglich ist. Am liebsten für immer.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenmadeinheaven schreibt am 13.07.2016 um 15:20 Uhr:Ich sag es mal so (als nicht betroffener Mann): Hormone.
    Dein Körper bekam Chemie und das bekommt er jetzt nicht mehr. Dein Hormonhaushalt gerät durcheinander. Das zeigt sich in Müdigkeit und evtl in seelischer Erschöpfung. Im schlimmsten Fall sogar in Stimmungsschwankungen. In einem Moment himmelhochjauchzend, im anderen Moment zu Tode betrübt. Alles im "Normalbereich". Um es ganz hart auszudrücken: das grenzt an Entzug. Ich denke, wenn dein Zyklus wieder regelmäßig da ist, legt sich das automatisch. Dann wird es andere Probleme geben. Also, ein Schritt nach dem anderen.
    Alles ist gut, so lange du wild bist.
    Zum Zwerg: ist klar, dass er den Tollen als Hauptansprechpartner ansieht. Der ist ja auch immer da. Es bedeutet keinesfalls, dass da keine Zuneigung von ihm zu dir besteht, weil er ja auch am Abend bei dir zur Ruhe kommt. Spätestens, wenn der Tolle arbeiten geht, bzw Zwerg im Kindergarten ist, ändert sich das.
    Alles wird gut. Es braucht nur etwas Zeit.

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