Sothink Space

25.02.2009 um 10:15 Uhr

Apple scheitert bei Markensicherung in Australien

von: SourceTec   Stichwörter: Apple

Das Wort "pod" kann auf Englisch eine Reihe von Bedeutungen haben. Von Bohrfutter über Fruchtfleisch bis hin zum Sockel. In der Apple-Sphäre verbindet man mit dem Begriff jedoch am ehesten handliche MP3-Player. Um sicher zu stellen, dass das auch in Australien so bleibt, wollte Apple dort das Wort pod für sich markenrechtlich schützen lassen - ohne Erfolg, wie die australische News-Seite smartcompany berichtet. Ein Unternehmen aus der Musik-Branche vertreibt bereits seit längerer Zeit ein Produkt mit dem gleichen Namen und wehrte sich erfolgreich gegen die Anwälte aus Cupertino.

Die Firma Line 6 stellt Gitarren-Zubehör her und ihre "PODs", eine Reihe von Effekt-Geräten, hätten eine Markt-Nische besetzt, so Iain Thompson, Gutachter des Markenamtes. Die Verkaufszahlen seien zwar weit von denen des iPod entfernt. Dafür sei die Zielgruppe der Gitarren-Spieler aber auch kleiner. Der POD habe sich bereits einen guten Ruf erarbeitet und die vielen Millionen, die Apple für ihr Marketing ausgibt, würden Line 6 schnell arge Schäden zufügen.

Apples Anwälte wandten ein, dass die alteingesessenen PODs Hardware zur Verarbeitung digitaler Signale seien und daher in eine andere Kategorie fielen als ihr MP3-Player. Thompson entkräftete dieses Argument jedoch mit dem Hinweis auf den Equalizer im iPod, der ebenfalls digitale Signale manipuliert. Der POD aus dem Hause Line 6 darf also seinen Namen behalten und David konnte Goliath mit der Schleuder niederstrecken. Außerdem muss Goliath die Prozesskosten übernehmen.

 

Von:http://www.maclife.de/index.php?module=Pagesetter&func=viewpub&tid=1&pid=12027


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