Bing – die neue Suchmaschine aus dem Hause Microsoft
Die Gerüchte sind bereits seit einiger Zeit im Umlauf. Nun ist sie
endlich da: die neue Suchmaschine von Microsoft mit dem Namen „Bing“.
Erklärtes Ziel von Microsoft ist es endlich Google etwas
entgegenstellen zu können. Aus diesem Grund soll Bing auch keine
Suchmaschine, sondern vielmehr eine Entscheidungsmaschine sein. Und bei
genauerer Betrachtung, wird man wirklich auf ein paar Features
aufmerksam, die Bing von den Mitbewerbern zu unterscheiden scheint.
Bei der ersten Betrachtung hebt sich Bing vor allem durch sein
suchmaschinenuntypisches Design ab. Auf der Startseite sollen täglich
neue spektakuläre Bilder aus der ganzen Welt gezeigt werden. Darüber
hinaus sollen über Links interessante Themen angesurft werden können.
Dem SEO wird wohl als nächstes der Beta Schriftzug unter dem Logo von
Bing auffallen. Das heißt also, dass das Layout zwar neu ist, im
Hintergrund aber noch die alte Suchmaschine weiterläuft. Bis auf die
USA müssen sich vorerst alle Länder mit der Beta Version von Bing
begnügen. Wann Bing aus der Beta Phase herauskommen soll, ist derzeit
noch nicht bekannt.
Dennoch gibt es eine Möglichkeit die vollen Potentiale der Suchmaschine
bereits jetzt auszuschöpfen. Dazu muss man zuerst auf die
US-amerikanisch Startseite wechseln (rechts oben).
Hat man diese Einstellung vorgenommen, gibt es bereits auf der
Startseite erweiterte Suchoptionen. So können User gleich direkt nach
Bildern, Videos, aktuellen Einkaufsangeboten oder aber auch Reise
Informationen suchen. Will man schließlich etwas suchen und beginnt
damit einen Suchbegriff in das Suchfeld einzugeben, wird die
Auto-Vervollständigung aktiviert und gibt einem Alternativvorschläge.
Wird die Suche dann gestartet, sieht der User zunächst fünf allgemeine
Suchergebnisse, wobei eines davon in der Regel eine Definition aus
einen Lexikon ist. Danach werden erst Ergebnisse aus Unterkategorien
ausgeliefert.
Via Mous-over öffnet sich auf der rechten Seite dann eine kleine
Zusammenfassung der Seite, bspw. über welche Menüpunkte diese verfügt
und eine etwas genauere Beschreibung als die zwei Zeilen des
Suchergebnisses selbst.
Neben derartigen Feinheiten soll Bing des Weiteren gestellte Fragen beantworten können, was stark an Wolfram Alpha erinnert.
Vor allem auch bei der Bilder und Video Suche möchte Microsoft mit Bing neue Akzente setzen.
Unter xRank können User die meistgesuchten Keywords einsehen – ähnlich
Google Trends. xRank kann zudem auch für verschiedene Kategorien
angewendet werden.
Alles in Allem scheint Bing recht gelungen zu sein. Die Suchmaschine
verfügt über ein paar neue Features, aber ob sie deshalb gleich als
Entscheidungsmaschine oder Google-Killer betitelt werden kann, ist
fraglich. Wie Bing von den Usern akzeptiert werden wird, wird sich also
zeigen. Microsoft hat im Vorfeld bereits angekündigt bei der
Bekanntmachung nichts dem Zufall zu überlassen und hat kurzerhand ein
100 Mio. US-Dollar schweres Werbebudget zur Verfügung gestellt.
