Spanien - Mein Schicksal???

02.10.2017 um 11:43 Uhr

Warum kann man nicht damit zufrieden sein, was man hat...?

von: TomDuck

Da hat man eine Beziehung, mit einer Frau, die man mag. Genau so, wie ich es mir immer vorgestellt hatte.

Eine Fernbeziehung, eine Urlaubsbeziehung, eine Beziehung für die Highlights die das Leben zu bieten hat.

Und trotzdem, werde ich in dieser Beziehung nicht wirklich "glücklich".

Sollte man irgendwann damit aufhören, sich nach etwas anderem zu sehnen? Sollte man irgendwann damit anfangen damit zufrieden zu sein, was man hat? Man weiß nie, was danach kommt. Es kann besser werden, es kann aber auch schlimmer werden. Es nicht darauf ankommen lassen, ob es besser oder schlimmer wird, sondern einfach alles so lassen, wie es ist? Hinnehmen?

Es gibt keine andere Frau, es gibt eigentlich keinen Grund sich diese Gedanken zu machen. Nur Ideen im Kopf. Viele Ausflüchte zu dem warum. Ich würde meiner Freundin das Herz brechen. Und warum? Weil ich nicht weiß, ob da noch etwas besseres kommt?

Kann es überhaupt besser werden? Oder nur anders? Und ist man dann auch irgendwann wieder an dem Punkt, nach dem Anderen zu suchen? Hört das nie auf?

Das ist doch genau der Grund, warum sich S. damals gegen UNS entschieden hat. Das interessantere, bessere. Das was ihr anscheinend fehlte. Will ich auch so sein?

Tja, das kann nur ich alleine für mich heraus finden.

07.08.2014 um 16:38 Uhr

Und plötzlich bekommt man eine Mitteilung...

von: TomDuck

In den letzten Wochen hatte ich recht regen Massenger Kontakt mit S. Sie hat in der Gegend in den nächsten Monaten geschäftlich zu tun und brauchte ein paar Infos. OK, kann man ja machen. Nun sucht sie für eine Präsentation auch noch eine Location. Also fragte sie auch noch an, ob das für uns interessant wäre. Tja, wäre es bestimmt. Also den Kontakt auch noch vermittelt. Und so tritt S. wieder aktiv in mein Leben. Brauche ich eigentlich nicht. Aber was solls. Soweit bin ich immerhin.

Dann, kam auf einmal eine Nachricht von einer unbekannten Nummer. "Hallo Tom, ich bins. Die Kleine" Ich wusste erst einmal nicht, was ich machen soll. Dann hat sich noch eine Nachricht geschickt, in der sie mich fragt, wie es mir geht und was ich so mache. Was sollte ich machen? Ignorieren? Da gingen mir dann so viele Gedanken durch den Kopf. Also kurz geantwortet. Dann ging das noch eine Weile so weiter. Fragen, Antworten, und auch Bilder wurden verschickt. Ich musste dann los und habe mich verabschiedet. In diesem Gespräch wurde auch eine Frage gestellt, auf die ich die Antwort nicht wusste. Mittlerweile ist sie mir eingefallen. Ich gebe es ehrlich zu, ich traue mich nicht ihr die Antwort zu schicken. Eine total harmlose Antwort. Aber ich / wir hatten so lange keinen Kontakt mehr, daß ich jetzt nicht wieder damit anfangen möchte. Auf der anderen Seite, hat es sie bestimmt auch einige Überwindung gekostet mir überhaupt zu schreiben. Wäre es da nicht fair, wenn ich dann auch mal den "ersten" zweiten Schritt mache? Ich weiß es nicht.....

05.07.2014 um 11:51 Uhr

Schon komisch...

von: TomDuck

...wie sich das Leben verändert.

Gestern hätte mein Vater Gebutstag gehabt. Als meine Mutter mir zwei Tage vorher erzählte, was sie am Freitag macht, war ich etwas überrascht, als sie sagte sie möchte unbdingt am Freitag auf den Fiedhof. Ich hatte das gar nicht so auf dem Plan. Und das obwohl mein Bruder und auch ich ebenfalls in den nächsten Tagen Gebutstag haben. Ich will nicht sagen, daß ich es vergessen habe. Aber vielleicht verdrängt?

Dabei denke ich so oft an ihn. Oft sind es nur Kleinigkeiten. Gelegenheiten, bei denen ich denke, daß hätte ich ihm erzählen können. Darüber hätten wir reden können. Ob ich das auch gemacht hätte, als er noch lebte? Ich weiß es nicht.

Grade jetzt bei der WM gibt es ganz viele Situationen dazu. Wir haben einen bekannten Reporter im Hause, der vor bzw. während der Spiele Interviews mit Sportlern (Buli Spieler, Trainer, Schiedsrichter, Handballer etc.) oder anderen Menschen führt die zum Sport etwas zu erzählen haben. Durch gewisse Umstände habe ich einen guten Draht zu ihm und bin auf vielen offiziellen Fotos mit dem Reporter und den Sportlern drauf. Das sind so Sachen, die ich meinem Vater gerne gezeigt hätte. Einfach weil es ihn interessiert hätte.

Oder einfach Dinge, die einen täglich bewegen, ärgern oder freuen. Die Kleinigkeiten des Lebens halt. Ich weiß nicht, ob ich ihm das sonst erzählt hätte. Aber der Gedanke ist dann da.

Es ist wohl normal, daß einem ein Elternteil fehlt. Immerhin haben die einen das ganze Leben begleitet und waren immer mehr oder weniger für einen da.

Es gab auch echt schwere Zeiten zwischen meinem Vater und mir. Es gab Zeiten, da haben wir gar nicht miteinander gesprochen. Jahrelang. Er hat nie verstanden, warum ich nicht seinen Beruf gelernt habe und mit in seine Praxis eingestiegen bin. Er hat nie akzeptiert, daß ich etwas anderes mache. Es hat lange gedauert, bis wir wieder normal miteinander umgehen konnten. Erst als ich schon lange im Ausland war, haben wir uns wieder so gut verstanden, daß wir auch mal telefoniert haben. Und in den letzten Jahren habe ich dann teilweise mehr mit ihm gesprochen als mit meiner Mutter.

Was ich eigentlich sagen will, er fehlt mir. Vielleicht nicht der Vater, aber der väterliche Freund! 

06.03.2014 um 14:59 Uhr

Freunde in Serie...

von: TomDuck

In der Hotelerie hat man ja nun mal recht wenig Zeit für die Dinge des normalen Lebens. Freunde, aktivitäten bei denen man andere Menschen kennen lernen kann. Kurzum Zeit für soziale Kontakte.

Nun habe ich grade bei den jüngeren Kollegen bemerkt, daß diese ganz verrückt auf Serien sind. Die Serien bei R*TL wie z. B. Gute Zeiten, schlechte Zeiten, Alles was zählt etc. sind da ganz hoch im Kurs.

Sucht man in den Serien den sozialen Kontakt, den man sonst nicht hat? Man "trifft" ja jeden Tag die gleichen Leute. Man bekommt mit, wie bei Freunden, was im Alltag der Anderen passiert. Wenn man schon selber nicht unter Menschen ist. Ist es tatsächlich so, daß man sich dort das holen kann, was man selber nicht erlebt? Können die Schauspieler soetwas wie soziale Kontakte ersetzen?

Ich sollte mehr Fern sehen....dann habe ich auch Freunde...

17.02.2014 um 17:28 Uhr

Schmutzig...

von: TomDuck

Jeder kennt das, man lernt jemanden kennen und ist dann irgendwann zum ersten mal bei der Person zu Hause...

Was ist aber, wenn man die Person schon seit Jahren kennt, und das zu Hause nie betreten hat, weil man sich immer nur außerhalb getroffen hat. Zum Essen oder so. Und dann irgendwann kommt der große Augenblick...

Und auf einmal ist alles anders. Man sieht die Person mit ganz anderen Augen. Man sieht Dinge, die vorher auch da waren aus einem anderen Blickwinkel. Brrrrrrr...

Ich habe eine Bekannte, die ich schon seit Jahren kenne. Im Sommer sind wir ein paar mal zusammen Essen gewesen. Für mich war sie einfach nur eine Bekannte, mit der ich gerne Zeit verbringe, weil die Gespräche interessant sind. Für sie war es mehr. (Das wußte ich damals noch nicht) Für sie kinisterte es immer schon. Ich war mir überhaupt nicht bewusst, daß ich irgendwelche Signale in diese Richtug ausgesand haben sollte. Warum auch, die Gespräche waren gut, aber die Frau, war nun gar nicht mein Typ. Ein wenig schmuddelig, immer Make-Up... auch auf den Klamotten, merkwürdige aufgeklebte Fingernägel, die auch noch schmuddelig waren. Selbstbräuner.... (hoffe ich)

Im Herbst wurde der Kontakt weniger, weil es einfach nicht mehr so oft die Gelegenheit gab, etwas zusammen zu essen oder sich irgendwo auf ein Gläschen zu treffen. Da kamen dann die ersten Beschwerden, warum ich mir keine Zeit mehr für sie nehme. Ich erklärte ihr diesen Umstand anhander der Witterungsverhältnisse. Das war ihr nicht genug. Also haben wir uns mal wieder getroffen. (Großer Fehler, wie ich jetzt weiß) Bei diesem Treffen gestand sie mir, daß sie schon seit Monaten mehr von mir will. Es gipfelte darin, daß sie anfing mich küssen zu wollen. Ich wendete das ab und habe mich verabschiedet. Danach.... gab es dann noch ein oder zwei SMS, das war es dann.

Wochen später, hat ein gemeinsamer Bekannter eine Party organisiert. Ich war da, sie auch. Es wurde viel getrunken.... Nun ja, da ist dann doch etwas passiert. So nach einer Nacht, kann es ja mal passieren, daß Frau nach einer Katzenwäsche verschwindet. Habe ich nach einem ONS auch schon mal gemacht. Mein Bett sah aus wie ein Tuschkasten.

Nun ja, dann kam der Besuch bei ihr zu Hause. Der Eindruck war einfach schmuddelig. Haare überall. Flecken, von denen man nicht wußte, was es ist...überall. Eine Frau, die die Klobrille nicht runter macht? (Gibt es so etwas????) Nur ein Handtuch im Bad. (Das kannst Du ruhig benutzen, ich habe das vor drei Tagen gewechselt.) Und für die Hände? Ja, dafür ist das auch...

Ich bin nun echt kein Mensch, der alles immer sauber hält. Bei mir kommt einmal in der Woche die Putzfrau, dann wird die Bettwäsche gewechselt. Handtücher mind. alle zwei Tage. (Hand und Körper). Es kommt vor, daß ich Gläser mal ein paar Tage in der Spühle stehen lasse, aber nicht ohne Wasser, damit sich alles löst. Geschirr, kommt nach dem Gebrauch immer wieder in den Schrank. Aber ich mag es nicht, wenn etwas schmutzig ausschaut.

Bei ihr war mehrere Tage das Geschirr nicht abgewaschen, es stand in der Küche rum. Das habe ich leider erst gesehen, als ich am nächsten Morgen Wasser aus dem Kühlschrank geholt habe (Fruchtfliegen) Wenn ich weiß, daß ich Besucht bekomme, dann wechsel ich doch die Bettwäsche und habe nicht schwarze Bettwäsche mit undefinierbaren Flecken darauf im Gebrauch, oder? Kopfkissen, von denen man gar nicht wissen möchte, was damit noch alles passiert ist.

Lange Rede kurzer Sinn. Ich habe dort zwar die Nacht verbracht, aber es wird bestimmt keine Wiederholung geben. Ich habe mich im Nachhinein so geekelt... Diese Finger, dieses Bett, dieses Bad. Und viel mehr möchte ich gar nicht wissen....

Warum kann man die Zeichen nicht vorher schon deuten? Warum muß man sich immer wieder überraschen lassen? Und warum macht man Dinge, die man eigentlich nicht machen wollte? Wieso, weshalb warum.... Ich werde jetzt kein Putzteufel. Aber ich werde jetzt doch wieder mehr auf meine Menschenkenntniss setzten und mir die Finger, Hände anschauen....da erkannt man schon so viel.

06.01.2014 um 14:42 Uhr

Warum kann es nicht immer so sein...???

von: TomDuck

Nachdem die letzten Wochen und Monate so viel passiert ist, versuche ich das hier mal in den nächsten Tagen wieder up to date zu bekommen.

Aber zu erst mal ein positives Erlebnis...

Vor ein paar Wochen war ich auf der Fahrt in die Hauptstadt dieser Insel. Auf der Autobahn gibt es einen Punkt, von dem man auf das Meer, die Stadt, den Strand, die Berge und den Himmel einen spektakulären Ausblick hat. An dem Tag war es eher etwas dunkel und regnerisch. Als ich just an diesem Punkt meiner Reise war, brach der Himmel auf und die Sonne kam heraus. Es war ein überwältigender Anblick. So schön, daß mir ganz warm ums Herz wurde. Es setzte ein Gefühl der vollkommenden Zufriedenheit ein. Ich kann dieses Gefühl nicht wirklich beschreiben. Aber wenn man mit allem im reinen ist und alles um einen herum passt. Dann muß das so ein Gefühl sein.

Leider verflog dieses Gefühl auch wieder sehr schnell. Zurück blieb dieser Eindruck und die Erinnerung. Und natürlich die Frage, was muß man tun um immer so zu fühlen???

19.04.2013 um 16:01 Uhr

Benutzerfreundlich ist anders...

von: TomDuck

Da habe ich eben für eine Kollegin, die keine Kreditkarte hat ein Bahnticket gebucht.

Da kommt man sich vor, als ob man als Schwerverbrecher on tour gehen will.

Man muß sich anmelden, damit man ein Onlineticket bekommen kann. Dann muß man alle seine Angaben (inkl. Telefonnummer) eingeben. Danach muß man dann ein Dokument zur Identifizierung auswählen. Denn nur mit diesem vorher gemeldeten Dokument, es kann auch eine Bahn*card oder ec-Karte sein (ec-Karten gibt es gar nicht mehr?!?), ist das OnlineTicket gültig. Man muß also die letzten vier Stellen der Personalausweis Nummer angeben und das Datum wann dieser abläuft.

Danach gibt man dann die Daten der Kreditkarte ein. Da ist mir dann aufgefallen, daß dort nicht mehr nach dem Namen auf der Karte gefragt wird.

Da ist es einfacher mit dem Flieger nach Australien zu kommen, als von Mainz nach Österreich.

Hola die Waldfee, wenn das für mich gewesen wäre hätte ich spätestens bei der Frage nach dem Identifikationsdokument die Buchung abgebrochen und einen Leihwagen gemietet.

Puh, jetzt gehts mir besser.

Und zur Aufheiterung noch der Spruch des Tages von unserem Oberkellner zu einer Mutter mit zwei kleinen Kindern, die sie nicht wirklich unter Kontrolle hatte.

"Da hätten sie zu mir kommen sollen, ich bin ein sehr guter Vater, bei mir hat jedes Kind eine eigene Mutter....."

Die Mutter fand das gar nicht lustig... Ich schon!

09.04.2013 um 17:43 Uhr

Verschobene Sichtweisen...

von: TomDuck

Es ist schon interessant. Als ich hier anfing zu schreiben, habe ich mir jeden Tag die Zeit genommen und hier etwas geschrieben. Mir allen Ärger, alle Sorgen alles was mich beschäfftigt hat hier abgelassen. Es hat mich nie interessiert, ob es jemanden interessiert. Zu der Zeit war es genau das Richtige. Es hat mir geholfen über die Trennung zu akzeptieren. Es hat mir geholfen über all die großen und kleinen Problemchen hinweg zu kommen. Und es war auch in einer Zeit, in der ich mit mir zufrieden war etwas, wo ich mich und meine Gefühle bestätigt habe. (Klingt irgendwie komisch, aber so empfinde ich das)

Mittlerweile gibt es so viele andere Dinge in meinem Leben, daß ich mir die Zeit um hier etwas zu schreiben nicht mehr nehme. Nur noch selten, wenn etwas passiert was ich nicht mit mir selber ausmachen kann. Aber auch da hätte ich noch viel zu sagen, aber die Wichtigkeit es niederzuschreiben ist nicht mehr da.

Vielleicht, weil da so viele Dinge in meinem Kopf herumschwirren, daß ich gar nicht weiß, was ich als erstes schreiben soll? Vielleicht, weil ich eben doch viel zu viel mit mir selber ausmache und nicht mehr darüber reden / schreiben will? Denn am Ende hat sich ja nur meine Einstellung geändert. Sonst gibt es kaum eine Veränderung in meinem Leben. Die Zufriedenheit mit mir, ist verloren gegangen. Oder besser, meine Wahrnehmung und mein Umfeld hat sich verändert.

Noch vor ein paar Monaten war ich jeden Abend unterwegs, habe viele Menschen kennen gelernt. Wenn auch nur oberflächlich. Aber immerhin war ich unterwegs. Mittlerweile ist mein Umfeld ein anderes. Es sind nicht mehr so viele Leute da, die man treffen könnte, wenn man unterwegs ist. Es macht keinen Spaß mehr, sich die Nacht um die Ohren zu schlagen. Oder fehlt da nur die Übung? Ich will jetzt nicht hören, daß man ja auch älter wird. Das kann nicht der Grund sein. Also liegt es nur an mir selber. Für mich ist es nicht mehr wichtig, am Abend mindestens eine Frau soweit gehabt zu haben, daß sie mich entweder zum Teufel wünscht oder mit mir mit kommen würde. Oder beides. Ich habe keine Lust mehr auf diese Oberflächlichkeit. Aber ich habe auch keine Lust, Menschen an meinem Leben teilhaben zu lassen...

Eigentlich wollte ich was ganz anders schreiben. Vielleicht sollte ich doch wieder öfter die Zeit finden, mir hier etwas von der Seele zu schreiben.

Morgen ist auch noch ein Tag!

31.12.2012 um 18:56 Uhr

Am Ende...

von: TomDuck

...bleibt nur ein Häufchen Asche.

Am Dienstag ist mein Vater, nach einem wenig erfolgreichen Kampf gegen den Krebs, gestorben.

Es ist erschreckend, wie schnell das alles gehen kann.

Was bleibt? Viele Erinnerungen, das Gefühl viel zu wenig Zeit mit ihm verbracht zu haben. Ich habe es seit fast zehn Jahren nicht geschafft mit ihm einen Tag zu segeln. Mit seinem neuen Boot hatte er selber nicht mal mehr die Gelegenheit dazu. Schade. Dabei hatte er sich so auf den Sommer gefreut. Aber schon im letzten Sommer ging es nicht mehr.

Das schlimmste in den letzten Tagen war die Hilflosigkeit.  Man konnte nichts tun. Das Bett verstellen, damit er besser Luft bekommt. Ihm etwas zu trinken geben, obwohl er gar nicht mehr schlucken konnte. Es war furchtbar. Man konnte dem Verfall zusehen. Von Tag zu Tag konnte er weniger reden. Seine letzten Worte an mich waren: "Tom, helf mir....." Nur man konnte nicht helfen. Man konnte nur da sitzen und versuchen ihn zu beruhigen, damit er vielleicht doch ein wenig besser Luft holen kann...

Ein großer Dank geht an unsere Hausarzt. Irgendwie konnte doch geholfen werden. Es ist gut zu wissen, daß mein Vater nicht wirklich gelitten hat. Er hatte keine Schmerzen.

Es ist schön zu wissen, daß ich die letzten Stunden, Tage da war. Ich konnte meiner Mutter helfen und ihr beistehen. Wir haben mit meinem Bruder lange zusammen gesessen und geredet. Das tat gut.

Alles Gute auf Deiner letzten Reise!!!

20.11.2012 um 19:19 Uhr

Und wieder ein Plan...

von: TomDuck

...der nicht funktioniert hat.

Mein Vater hatte an Anfang seiner Krankheit mit einem Kollegen die Abmachung getroffen, daß dieser Kollege seine Praxis abwickelt, wenn ihm etwas passieren sollte. Der Kollege war ein paar Jahre jünger als mein Vater. Damals dachten wir, daß es eine gute Lösung ist. Besser als übereilt verkaufen oder im Ernstfall einen Fremden im Haus haben, der alles verwaltet und abwickelt. Im Gegenzug hatte mein Vater natürlich auch zugesagt, daß er sich um die Praxis kümmert, wenn dem Kollegen etwas passiert...

Wie es das Schicksal wollte, klingelte etwas drei Monate später das Telefon bei meinem Vater. Dran war der Sohn, des Kollegen. Sein Vater hatte einen Tag vorher einen Herzanfall und ist im Wald beim Spazieren gehen einfach umgekippt und gestorben...

Nun ist die Praxis verkauft und wir stehen wieder vor dem gleichen Problem wir vor einem Jahr. Was passiert, wenn etwas passiert...

Manchmal geht das Leben schon komische Wege....