Frühlingsrollen und die Gesetze der Schwerkraft

22.07.2011 um 07:21 Uhr

Mein Revier ...?!

von: Spring_Roll   Kategorie: Fegfeuer

Musik: Ich find dich Sch ... Tic Tac Toe

Wenn ich mir so die Tierwelt betrachte, dann hat der liebe Gott das eigentlich prima geregelt. Markieren-Meins! Töle und Kater jedenfalls machen es so. Pinkeln einmal um Frau Frühlingsrolle herum und schon steht da ein dickes Schild: Fremdfresskater und auswärtige Schweinehunde bitte draußen bleiben! Und wer in das "Revier" hineinwill, muss entweder eingeladen werden und sich dann gut benehmen, kämpfen und übernehmen oder sich trollen. Guter Plan ... warum können Menschen das eigentlich nicht?

Warum ich über so etwas nachdenke? Weil in Frau Frühlingsrolles ganz realem Leben in den letzten Tagen wieder jemand Reviere verletzt, der nicht bemerkt hat, dass eine Einladung nur so lange Bestand haben kann, wie der Einladende auch mit Respekt und Achtung behandelt wird. Weil Reviere aus meinem kindlichen Verständnis heraus dem gehören, der sie erschlossen hat. Und weil auch alte Scherben böse Schnitte zufügen können.

Ich nehme mir ein Beispiel an Töle und Kater und markiere mein Revier ... und zu dem Menschen, der schon so viel Porzellan zerschmissen hat, sage ich ... RAUS!

Kryptisch? Sicher ... aber deutlicher geht nicht.

 

20.07.2011 um 14:16 Uhr

Wieder mal von der Rolle?

von: Spring_Roll   Kategorie: Morgenstund

Momentan habe ich keine Energie. Beziehungsweise brauche ich sie für Anderes als Bloggen. Mein Leben ist anstrengend dieser Tage. Endspurtfeeling im Job, privat alles andere als ein langer, ruhiger Fluss.

Zudick und Konsorten ist's recht. Die drei haben sich in aller Unauffälligkeit eine Nische geschaffen, aus der ich sie derzeit gar nicht vertreiben kann. Würde Kraft kosten. Und die habe ich nicht. Kraft ist für Röllchen und Liebsten, für Job und für den ganz normalen Tageswahnsinn.

Ich will schlafen ... am liebsten drei Tage lang ...

Ich will Heinzelmännchen!

11.07.2011 um 12:30 Uhr

Lesen bildet

... denn wenn ich nicht in der Mittagspause neue Einträge bei einigen Lieblings-Blogs gelesen hätte, wäre mir gar nicht aufgefallen, dass Blogigo meine Einträge geschluckt hat. Danke also an ladybright für's einkopieren des hilfreichen Links zu blogigo.jp Fröhlich

11.07.2011 um 07:40 Uhr

Unmotiviert

von: Spring_Roll   Kategorie: Morgenstund

Musik: Le monde entier est un cactus (Dutronc)

... Ist es eigentlich normal, dass bei Blogigo erst mal zwei Meter grau kommt und dann irgendwo ganz unten erst die eigentliche Seite?

Irgendwie stagniert im Moment alles. Zähe Brühe. Ich schaffe keinen großen Durchbruch gegen zudick und Konsorten, arbeite kleinteiliges Zeugs und bin irgendwie unzufrieden mit mir. Deshalb gab es in den letzten paar Tagen auch keinen neuen Eintrag. Ich versuche, mich zu motivieren ...

07.07.2011 um 08:02 Uhr

Zwischenwelten ... Nahverkehr

von: Spring_Roll   Kategorie: Morgenstund

Musik: Ich find dich sch ... (Tic Tac Toe)

Die Spring_Roll fährt B&B ... nicht Bed and Breakfast, sondern Bus und Bahn. Ein bisschen aus Überzeugung (Klimaschutz), ein bisschen aus logistischen Erwägungen (in Arbeitsstadt Parkplätze nicht vorhanden bis überteuert) und ein bisschen mehr aus finanzieller Unmöglichkeit. Fakt ist jedenfalls, dass die Spring_Roll regelmäßig nahen Verkehr hat und das zur Hauptstosszeit (ein Schelm, wer jetzt Böses dabei denkt!).

Und natürlich sind mir meine Mitreisenden über die Monate und Jahre hinweg teilweise wirklich ans Herz gewachsen - auf die eine oder andere Art jedenfalls Wütend

Besonders die "andere" Art ... wie Pitbull, Babyface, Barbarella oder Bundfalte (Übrigens: alles ganz normale Menschen in völlig überzeichneter Schilderung - über soziale Randgruppen lästere ich nämlich aus Prinzip nicht!

Kleine Typologie gefällig?

Pitbull (w) ist klein, stämmig, kurz getrimmt, vorzugsweise in pastelliger Seniorinnenuniform mit ultragekürzter Hose und viel zu langer Steppweste über Kurzarmpullöverchen und Spochtschuhen. Unterbiss und grimmig hängende Mundwinkel. Rabiates Blitzen in den Augen bei Bahneinfahrt.

Babyface (m) hat Schultern von mindestens 75 cm Breite in seinem Nadelstreifenanzug. Michelinmann mit Quäkstimme, die viel und laut ins Handy bemüht wird (Nervfaktor: hoch) und einen kleinen Kopf, der aussieht wie bei Playmo ausgetauscht. Würde er nicht telenieren, wär' er mir gar nicht aufgefallen ...

Barbarella trägt ihre Outfits stets knapp und hoch gegürtet ... und seit letzte Woche sind ihre schönen schwarzen Kringellocken karottenrot!!!

Bundfalte und seine nicht verwandten Brüder tragen seit den 80ern hartnäckig bis hoch unter die Rippen gezogene Bundfaltenjeans (nomen est omen!), Flanellkarohemden, Knöpfchenshirts und Westen zu Spochtschuh und Herrentasche ... cooool.

Und ausserdem finde ich, dass Kopfhörer-Abusus strafbar sein sollte ... schlechter Geschmack UND schlecht isolierte Billigohrpfropfen ... das nervt einfach. 

Manchmal allerdings ist Bahnfahren richtig klasse. Die skurilsten Dinge können in so einem Wagen passieren. Von der Predigerin, die 9 Stationen lang Fahrgäste bekehren will bis zu aufgeschnappten Gesprächen der Mitreisenden. Wie die beiden gestylten Schönheiten um die 17: "Was hat dir dein Freund geschenkt?" "Der hat mir ein Buch geschenkt, voll krass, lesen und so".

Mal sehen, was mich heute auf meinem Weg nach Arbeitsstadt erwartet?

 

04.07.2011 um 07:59 Uhr

La ville s'éveille - Leben mit 80 Prozent?

von: Spring_Roll   Kategorie: Morgenstund

Musik: Paris s\'eveille (Jacques Dutronc)

Kennt ihr Jacques Dutronc? Nein? Zumindest für diejenigen, die der französischen Sprache einigermaßen mächtig sind, ein groooosses Versäumnis! Dutronc wird nächstes Jahr 70 ... ein Chansonnier der alten Schule mit wunderbarer Stimme, herrlichen Texten mit einem großen Schuss Humor und Ironie. Zum Mitgrölen: "Le monde entier est un cactus ... il est impossible de s'asseoir" (Die ganze Welt ist ein Kaktus - keine Chance, sich irgendwo hinzusetzen!).

Dutronc jedenfalls hat ein sehr schönes Lied über das Erwachen einer Stadt gemacht - Paris s'eveille schildert das, was im Morgengrauen zwischen Vögelzwitschern, Müllabfuhr und Menschen passiert. Unabhängig davon, dass es Paris ist ... Städte am Morgen haben für mich etwas Unwiderstehliches. Ich liebe es, in einer fremden Stadt sehr früh aufzustehen und sie zu er-laufen. Egal ob ich das auf Laufschuhen tue, auf dem Weg zum Urlaubsfrühstück mit dem Liebsten oder auf der Suche nach Espresso auf dem Weg zu einem Termin. Ich mag es, den Menschen bei der Morgenroutine zuzusehen. Dem Öffnen von Gittern, dem Hantieren mit der großen Kaffeemaschine, dem Herausräumen der Auslagen. Morgens, wenn sie sich den Schlaf aus den Augen wischt, hat auch meine eigene Arbeits-Stadt am Zellophanfluss einen ganz eigenen Charme. Sie ist eine Langschläferin, meine Stadt.

Heute morgen ging ich mit röllchenbedingtem (Röllchen 1 hatte Bauchgrummeln, und das ist auch in Teenagerjahren noch mit Mamarollenbedarf verbunden) Schlafdefizit durch die ruhigen Straßen und ignorierte meinen grummelnden Bauch. Und NEIN, ich habe mich nicht bei Röllchen 1 angesteckt, sondern es war schlicht und ergreifend ... S*HISS! Mein Ziel war ein kahler Raum mit einer weißgekleideten Dame und einem fernglasähnlichen Gerät. Gefühlte drei Stunden kämpfte ich mit Kreisen und Öffnungen und versagte jämmerlich. Leben auf 80 Prozent attestierte mir die freundliche Dame. Und das sei völlig ausreichend.

Und nun komme ich nicht umhin, mich zu fragen, ob ich damit wirklich zufrieden sein möchte ...?

01.07.2011 um 08:01 Uhr

Regen-San

von: Spring_Roll   Kategorie: Morgenstund

Musik: Raindrops falling on my head

Frau Laufpartnerin mal wieder Fröhlich

Als wir loslaufen, ist es trocken bis bewölkt. Bereits nach wenigen Metern fallen erste Tropfen. Heute mittag wird es regnen, sagt sie. Die Wettervorhersage sagt es, sagt sie. Nach einem Kilometer wissen wir: Es ist Mittag. Denn die Wettervorsage hat ja bekanntlich immer recht.
OK, wir haben Mittag - in Japan jedenfalls. Willkommen, Regen-San Beschäftigt

Frau Laufpartnerin (neuerdings auf Yoga und Esotherik-Trip) sagt auch, dass heute Neumond sei und es deshalb DIE Zeit sei, Wachsendes zu beschneiden, damit es dann wieder sprieße. Angesichts der Regen-Erfahrung frage ich mich nun:

Soll ich die Terrassenblumen beschneiden oder mich darauf verlassen, dass die Passgenauigkeit der Mondvorsage der der Wettervorhersage entspricht?

Und soll ich noch schnell einen Termin beim Friseur machen?

Gottseidank habe ich heute früh wenigstens die Beine NICHT rasiert - kaum auszudenken, wenn es hier noch fruchtbarer sprießen würde Traurig