Frühlingsrollen und die Gesetze der Schwerkraft

31.03.2012 um 11:36 Uhr

Frühling lässt sein blaues Band ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Morgenstund

Musik: Lovely Day (Bill Withers)

OK, das blaue Band fehlt. Der Himmel ist bedeckt am Samstagmorgen um Neun. Aber ansonsten das volle Programm. Luft lau, Vögel zwitschern, Tannennadeln duften, Specht klopft, Rehe springen und Sägen summen ...

Richtig, so ganz romantisch ist die Stimmung nicht, denn gemeinsam mit Vögeln und austreibenden Zweigen haben auch die Holzarbeiter Hochsaison. Das melodische Summen von Kreissägen fügt sich also ein in das frühlingshafte Konzert entlang meiner Laufstrecke ... und dankbar konstatiere ich, dass die Herren der Schöpfung ... ehm ... des Kaminofens ... wenigstens heute darauf verzichtet haben, Teile des Wegs mal eben so abzusperren ... was in unserem Wald durchaus einen Umweg von zwei bis drei Kilometern bedeuten kann.

Es tut gut, sich in der Frühlingsluft auszulaufen ... und im Gegensatz zu Töle und Muskel-Kater empfinde ich das bei jedem Schritt. Nun ja ... fast jedem. Denn heute hat sich der rechte grosse Zeh entschlossen, dem Club der motzenden Körperteile beizutreten. Mein Stabil-Laufschuh und ich traten (normal und auf weichem Boden) auf und er beschloss, sich vertreten zu lassen. Es tat einen innerlichen "Hüpfer" und einen gefühlten "Knacks" und er fürderhin ein wenig weh.

Gibt es eigentlich Tauschbörsen für Körperteile? Und steht da auch bei den Vermittlungskriterien "es muss KLICK machen"? Wenn ja, hätte ich einen EINS A Zeh anzubieten ... mit klangvollem Klick und hoher Sensitivität (die Schmerzen muss ich ja im Inserat nicht explizit erwähnen).

 

Und wo wir gleich dabei sind, könnte ich vielleicht auch eine Anzeige für Zudick aufgeben? HACH, wäre das schöööööön....

31.03.2012 um 08:01 Uhr

Single ... Mann oder Malt?

In Dorf gibt es einen kleinen Laden, der gute Whiskies und hübsche Kleinigkeiten verkauft. Und dort kann man auch probieren ... entweder zu regelmässigen Terminen oder nach individueller Absprache. Der Laden ist ein "Ableger" der Unternehmensberatung nebenan ... dort arbeiten wohl lauter Schottlandfans und Whiskyliebhaber ... und er erfreut sich Gottseidank eines wachsenden Kundenkreises.

Warum ich davon rede? Als ausgesprochene "Freundin" von Formularen bin ich in jedem Jahr wieder dankbar für die Hilfe von Freundin R.. Mit ihrer Steuer-CD und ihrer wunderbaren Ruhe schafft sie es, mich in nur einem Vormittag ganz sanft durch meinen persönlichen Jahres-Albtraum zu "steuern". Und weil das Finanzamt diese unsere Mühe meist mit einer für mich beachtlichen Rückzahlung honoriert, lade ich sie und ihren Mann traditionell zum Essen oder einer Veranstaltung ein. Diesmal noch mit einem weiteren Anlass, denn ihr Mann wurde Mittwoch 50.

In diesem Jahr also eine Whisky-Probe mit anschliessendem Essen bei mir. Für mich die zweite Probe in diesem Laden, diesmal allerdings nicht bei der Inhaberin, sondern bei einem ihrer Mitarbeiter. Wir sassen in einem kleinen Hinterzimmer rund um eine kleine Bar und probierten uns durch das Motto des Abends "Islay" (ausdrücklicher Wunsch meiner Gäste). Es war spannend, es war unterhaltsam ... und ich habe neue Aufschlüsse über Whisky gewonnen ... 

(Dazu die Erläuterung, dass ich noch vor wenigen Jahren Whisky schaudernd ablehnte und erst in meiner letzten Beziehung, inspiriert durch meinen damaligen Partner, begann, mich dafür zu interessieren.)

Gestern jedenfalls amüsierten wir uns blendend über die Beschreibungen unserer "Kandidaten" respektive Flaschen. Daraus wurde in meinem Kopf dann sehr schnell eine Typologie ... ein Malt wie ein Mann:

Hier die probierten "Kerle":

1. Bunnahabhain ist ein Whisky wie ein sehr gepflegter Mann, ein bisschen Latin Lover in seiner karamellig-malzigen Art, charmant und ein guter Unterhalter
2. Bowmore ist das Raubein mit dem Dreitagebart, tut wilder als er ist, hat einen Humor mit Widerhaken und schmeckt interessant nach Rauch, Zitrone und Malz.
3. Connemara, der Ire ... ist der "nette" also langweilige Typ, leicht süsslich und ohne besondere Aussagekraft.
4. Ein kultiviert-distinguierter Mann und Whisky, dessen Namen mir entfiel ... so einer, den Frau in Zigarrenlounges trifft und wieder vergisst. Als Whisky versprach er mehr, als er hielt. Flach und langweilig. Ach ja ... der Name war Highland Park.

Meine persönliche No Go Gruppe, die meine Gäste aber sehr attraktiv fanden:

5. Laphroig ... der war mir ZU raubeinig ... seeeehr torfig und rauchig ... so ne Art Bauarbeiter unter den Whiskies
6. Ardbeg ... auch den habe ich nicht probiert ... ich stehe nicht auf lone cowboys, die sich selbst die Zähne aufbohren ...

Statt der letzten beiden lernte ich dann noch kennen:


5. Lagavulin ... DAS war ein Whisky und ein Mann. Dunkel, dicht, dramatisch ... passt hervorragend zu mir. Ein bisschen charmant, sehr willensstark ... und eine perfekte Mischung aus Rauch, Süsse und Umdrehungen.

6. Yamazaki ... Konichi-wa .... mit Japanern habe ich ja so meine Erfahrungen ... aber Yamazaki-san ist definitiv eine Begegnung wert. Er gibt sich vielseitig und kultiviert, sehr weltoffen und reich an Geschmacksfacetten. Trotzdem fehlt ihm das entscheidende Quentchen Individualität ... Japaner eben ;-)

Soo ... jetzt ratet mal, welche drei Männer ... eh ... Malts ich wieder treffen werde????

30.03.2012 um 09:27 Uhr

Gegen-Regen

Hier am Zellophanfluss gibt es nur drei Wetterlagen ... und alle mit Gegenwind. So jedenfalls meine Erfahrung beim Rad Fahren am Fluss entlang. Zweite Erkenntnis: der Gegenwind folgt den handelnden Personen. Habe ich also morgens Gegenwind, kann ich davon ausgehen, dass er sich nachmittags so gedreht hat, dass er mir erhalten bleibt.

Heute morgen also Gegen-Regen ...passend zur Stimmung. In den Tagen nach der Zeitumstellung erlebte ich alles durch einen Schleier von Müdigkeit. Langsam lichtet sich der Schleier und ich sehe und lebe zumindest körperlich wieder klarer.

Zudick hatte leichtes Spiel mit meiner Erschöpfung. Es war nicht so schlimm wie früher ... aber trotzdem nicht in Ordnung. Die Geldfrage hat ein zusätzliches Disziplinfeld aufgeworfen. Auch hier lebe ich gegen mein Selbst. Aber es muss sein. Jetzt. Weil ich selbst über mein Leben bestimmen will und Defizite füllen will, statt sie zu kompensieren.

Schluss mit dem Gegen-Leben ....!

Den Gegenwind allerdings werde ich wohl nicht abstellen können ...

29.03.2012 um 07:42 Uhr

Spar-Brötchen

Musik: Penny Lane (The Beatles)

Während der Frühling und Zudicks Einflüsterungen förmlich zum Konsum einladen, spricht der Kontoauszug eine andere und deutliche Sprache. Innere Umbrüche sind teuer, besonders wenn sie mit Kompensation an gleich zwei Fronten einhergehen. Wer shoppt, statt zu geniessen, ist selbst schuld, wenn der Blick auf's Konto kein Genuss mehr ist.

Gesehen, gefrustet, gedacht, gesagt, getan ... Finanzplan aufgestellt und hoffend, dass jetzt nichts Unerwartetes à la Klassenfahrten etc. dazukommt. Allerdings hat Frau Rolle eigentlich null Talent zum Sparbrötchen und ist spontanen Käufen niemals abgeneigt. Das dürfte die Sache sehr, sehr erschweren ...

Kohlenhydratentzug plus Konsumentzug also ... da bleibt ja nur zu hoffen, dass der April einige Vergnügungen umsonst bereit hält. Zwei davon kenne ich zumindest schon ... die beiden wunderschönen Wanderungen, zu denen ich mich gestern anmeldete. Und wenn ich im Ausflugslokal preisbewusst bleibe, habe ich dabei schon mal viiiiiel Genuss für kleines Geld :-)

Also ... Go Rolle go ... das Haushaltssanierungskonzept läuft an (und vielleicht schaffe ich es bei der Gelegenheit sogar endlich, den Kleiderschrank mal auszumisten)

 

28.03.2012 um 15:32 Uhr

Geschüttelt, nicht gerollt ...

Frau Rolle krankt an Disziplinlosigkeit. Also known as "Nein"-Schwäche. Heute mittag stand schon wieder Futter im Kühlschrank. Hinterlassenschaft einer Gesellschaft am Vorabend. Frau Rolle aß also eine Riesenportion grünen Salat (brav!) mit Joghurt-Sahnedressing (erster Fehler) und Kartoffelkuchen (als Mittagessen ok). Dann aber kamen die Griessschnitten bzw. Törtchen. Ein ganzes und noch ein halbes ... danach hätte ich rollen können ... aber eigentlich jemanden gebraucht, der mich kräftig schüttelt, BEVOR Töle die Griesschnitte herunterschlingt! Die Griesschnitten gewinnen die Auszeichnung "Fehler des Tages" und ich den Sonderpreis "Sankt Inkonsequenzia". *grrrrrrrrrrrrrrrr*

Es folgte ein Stück Schokolade und das Koma ... am Schreibtisch auch nicht unbedingt der ideale Aggregatzustand für hoffnungsvolle Leistungsträger oder solche, die es werden wollen ...

Und wo wir gerade beim Beichten sind ... einkaufstechnisch wurde Frau Rolle ebenfalls schwach ... Frühling lädt zum Schwelgen in Farben ein ... und die hatte ein Händler meines Vertrauens heute so dekoriert, dass Vorbeilaufen und nichts kaufen unmöglich war ... ich sag nur ... ROT.

 

27.03.2012 um 15:10 Uhr

Heimarbeit ...

Musik: irgendein Trauermarsch ...

Irgendwann heute nacht ging er von uns. Leise und unbemerkt. Bis uns um acht heute morgen etwas stank. Nämlich die totale Unfähigkeit unserer Rechner, sich mit Postfach, Netz und den gesammelten Datenwerken des Teams zu verbinden. Er war dahin ... der Serverknoten Nr. 43. Betrauert von der gesamten von seinem Ableben betroffenen zweiten Etage. Das Reanimationsteam war auch um 10 noch nicht eingetroffen und so kehrte Frau Rolle den anderen Trauernden und dem Büro den Rücken und schwang sich nebst einem 80seitigen "lesenswerten" Pamphlet auf ihr Rad. Heimarbeit und Sonne gleich Balkon!

Auf dem Weg wurde das Projekt Schirm umgesetzt und erfolgreich zwei rechteckige Schirme per Schiebrad nach Hause gekarrt. Leider allerdings nur Teilerfolg, denn an Schirm 2 fehlte ein Teil, was einen erneuten Weg in den Baumarkt bedeutet *arrrgh*.

Inzwischen ist das Pamphlet ausgelesen und böse Kommentare dazu wurden bereits an richtiger Stelle deponiert ... und jetzt darf ich die Augen schliessen und die Sonne geniessen ... und dabei entsteht ganz von selbst ein Projekt ... schöööön.

 

Isch liiiiiebe Heimarbeit!!!

26.03.2012 um 20:13 Uhr

Blogigo für Kenner

Die letzten ungelösten Rätsel unserer Erde ...

Warum zeigt Blogigo den jeweils letzten Eintrag nur sofort an, wenn ich ihn rückdatiere ... ein paar Minuten reichen schon???

 

*arrrrrgh*

 

Und warum belästigt mich U-Media schon wieder?

Ich nutze keinen Kabelanschluss. Ich habe nie einen Kabelanschluss genutzt. Ich will keinen Kabelanschluss nutzen.

Aber vor allem will ich diese verdammte Belästigung nicht mehr!!!

Werde wohl doch mal beim Verbraucherschutz nachfragen ...

 

26.03.2012 um 12:10 Uhr

Pap und Plov ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Wahlfamilie

Heute gibt es Plov. Die meisten werden das nicht kennen. Es ist das usbekische Nationalgericht. Fleisch ist darin (ich denke mal Rind), Möhren, Kichererbsen und Reis. Lecker und nicht gerade fettarm. Den anderen Eintopf in meiner Mikrowellenschüssel habe ich gerade als Damlama identifiziert. Kohl, Hammelfleisch, Möhren, Tomaten. Auch lecker.

Und wie kommt Frau Rolle kulinarisch nach Usbekistan? Nicht so schwierig. In unserem Gebäude hat am Wochenende ein Kulturverein Nawruz gefeiert, das usbekische Frühlingsfest. Und weil niemand von uns Plov und Co. kannte, spendeten uns diese lieben Menschen eine Kostprobe für heute ... toll, nicht wahr?

Tja ... und nun zum anderen Titel ... PAP ... der steht leider für eine schlechte Nachricht. IV ist die Ziffer, die dahinter gehört. Verdacht auf Krebs bei einer guten Freundin. Jetzt läuft erst einmal die komplette Diagnosemühle an ... und ich hoffe, hoffe, hoffe, dass es früh genug ist bei ihr!!!

Leute ... lasst bloss eure Töchter HPV-impfen!!!!

26.03.2012 um 07:00 Uhr

Meine Zeit ..

von: Spring_Roll   Kategorie: Morgenstund

Meine Zeit tickt anders als die Uhren. Mein Körper revoltiert und mir ist übel vor Müdigkeit. Wie jedes Jahr im März. Zwei bis drei Wochen brauche ich, bis die "Sommerzeit" auch meine innere Uhr erreicht hat. Zwei bis drei qualvolle Wochen mit Schlaflosigkeit am Abend und Kampf am Morgen. Sechs Uhr Aufstehen ist schon im Winter schlimm genug. Die "Sommerzeit" macht es zur Folter.

Damit nicht genug, geht das Spielchen im Herbst in die andere Richtung. Und wieder ist Frau Rolles Uhr langsamer als die "offizielle" Zeit. Heisst dann wochenlang abends auf der Couch wegdriften, bevor an Freizeitgestaltung zu denken ist und morgens so wachzuwerden, dass es zum Aufstehen zu früh und zum Wiedereinschlafen zu spät ist.

Die Gewinner der Zeitumstellung sind namentlich bekannt ... Zudick, Töle und Kater nutzen jede Erschöpfung und jede Schwäche gnadenlos aus! Denn meine Energie fliesst in den Kampf mit der Uhr ...

Danke, liebe "Sommerzeit" ... durch dich gehen mir jedes Jahr grob gerechnet zwei Wochen Lebensqualität verloren!

26.03.2012 um 06:39 Uhr

Balkonien

Musik: Mein kleiner grüner Kaktus (Comedian Harmonists)

Ich liebe internationale Gebrauchsanweisungen! Denn in ihrer Klarheit und Verständlichkeit sind sie unübertroffen! So auch die meines neuen Sonnenschirmständers. Eine hübsche Schemazeichnung und Bildchen aller Teile. Dummerweise allerdings passte Teil H nirgendwo dran. Frau Rolle verzweifelte schier, schraubte kurzerhand das Ganze ohne Teil H zusammen und fragte sich, ob das jetzt gender-spezifisch oder ein Rollen-Problem sei.

OK, Schirm hielt trotzdem, gab aber bei dieser Gelegenheit sein schmutziges Geheimnis preis - ein Riss in der Halterung, die den Schirm in der unteren Haltestange festklemmt ... ergo rutscht er jetzt ständig ineinander. Heisst für mich, dass ich irgendwann in dieser Woche mit einem zierlichen Marktschirmchen auf der Schulter nach Hause flanieren darf (oder es auf dem Rad balanciere).

Röllchenpapa übrigens lüftete dann bei der Rückkehr der Röllchen das Geheimnis um Teil H ... es war die dänische Variante des schwedischen Beipackschraubenschlüssels! Allerdings für das Festschrauben von Muttern gedacht und deshalb ein Hohlkörper.

Und jetzt muss sich nur noch das Wasser im Teichlein weiter klaren und Balkonien ist wieder meine Sommer-Oase ... die Kastanien jedenfalls stehen schon in den Startlöchern zum Blühen!

25.03.2012 um 11:35 Uhr

Lazy Sunday ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Morgenstund

Musik: Protestmarsch der Fusskranken ... sollte es ihn geben

Töle und Kater liegen in der Ecke und lecken ihre Wunden. Töle schafft es noch nicht mal, mit dem Schwanz zu wedeln. Zudick brütet im Flur vor sich hin und verwirft eine Strategie nach der anderen. Meine Strategie hingegen scheint aufgegangen: mit sonnigem Nachmittagsspaziergang antäuschen und dann 18 km Wandern daraus werden lassen ... das soll mir mal einer nachmachen! Zudick jedenfalls wurde kalt erwischt und von Töle und Kater verraten. Die beiden bestach ich mit der Aussicht auf Abendessen in einem Ausflugsrestaurant. Dass es dann SALAT wurde, fuxte meine fusslahme Menagerie gar sehr ... aber zum Zeitpunkt der Bestellung waren sie zu ermattet, um noch in das Geschehen einzugreifen. Selbst die zwei Weizenbier versetzten sie nur weiter ins Erschöpfungskoma :-)

Heute allerdings sehe ich mich einer anderen Front gegenüber: motzende Körperteile die zweite!

Füsse, um es genau zu sagen. Entzündeter Zeh und Risse an der Ferse. Also werde ich wohl mein angestrebtes Zumba-Tanzen in Radeln umwidmen müssen ... direkte Bodenberührung ist sowas von AUA!

Aber erstmal gibt's Cappu auf Balkon ... wunderbar. Der ist soooooo schön geworden mit den bunten Blumen! Nur der Miniteich macht mir noch sorgen ... der muss sich noch klaren und setzen. Und sogar das Projekt Sonnenschirmständer ist fast geschafft, d.h. 20 kg Granit wurden im Fahrradkorb heimtransportiert, auf den Balkon gewuchtet und FAST aufgebaut. Fast, weil die Anleitung soooo verständlich ist, dass ich jetzt irgendwie zwei Teile übrig habe ... mal sehen, ob Röllchenpapa das heute abend richten kann ...

In den Kästen blühen Blumen in allen Sommerfarben, am Boden stehen Lavendel und Küchenkräuter, das Windrad beginnt sich in einer leichten Brise zu drehen ... wie schön, schön, schön ...  perfect day ... fast jedenfalls!

25.03.2012 um 11:35 Uhr

Lazy Sunday ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Morgenstund

Musik: Protestmarsch der Fusskranken ... sollte es ihn geben

Töle und Kater liegen in der Ecke und lecken ihre Wunden. Töle schafft es noch nicht mal, mit dem Schwanz zu wedeln. Zudick brütet im Flur vor sich hin und verwirft eine Strategie nach der anderen. Meine Strategie hingegen scheint aufgegangen: mit sonnigem Nachmittagsspaziergang antäuschen und dann 18 km Wandern daraus werden lassen ... das soll mir mal einer nachmachen! Zudick jedenfalls wurde kalt erwischt und von Töle und Kater verraten. Die beiden bestach ich mit der Aussicht auf Abendessen in einem Ausflugsrestaurant. Dass es dann SALAT wurde, fuxte meine fusslahme Menagerie gar sehr ... aber zum Zeitpunkt der Bestellung waren sie zu ermattet, um noch in das Geschehen einzugreifen. Selbst die zwei Weizenbier versetzten sie nur weiter ins Erschöpfungskoma :-)

Heute allerdings sehe ich mich einer anderen Front gegenüber: motzende Körperteile die zweite!

Füsse, um es genau zu sagen. Entzündeter Zeh und Risse an der Ferse. Also werde ich wohl mein angestrebtes Zumba-Tanzen in Radeln umwidmen müssen ... direkte Bodenberührung ist sowas von AUA!

Aber erstmal gibt's Cappu auf Balkon ... wunderbar. Der ist soooooo schön geworden mit den bunten Blumen! Nur der Miniteich macht mir noch sorgen ... der muss sich noch klaren und setzen. Und sogar das Projekt Sonnenschirmständer ist fast geschafft, d.h. 20 kg Granit wurden im Fahrradkorb heimtransportiert, auf den Balkon gewuchtet und FAST aufgebaut. Fast, weil die Anleitung soooo verständlich ist, dass ich jetzt irgendwie zwei Teile übrig habe ... mal sehen, ob Röllchenpapa das heute abend richten kann ...

In den Kästen blühen Blumen in allen Sommerfarben, am Boden stehen Lavendel und Küchenkräuter, das Windrad beginnt sich in einer leichten Brise zu drehen ... wie schön, schön, schön ...  perfect day ... fast jedenfalls!

24.03.2012 um 09:51 Uhr

Bewegung und Veränderung die II.

Musik: Les Passants (ZAZ)

Während meine eigene Veränderung sich langsam (der Kampf gegen Zudick und Team) oder eher im Kleinen vollzieht, gehen Andere über Grenzen.

Meine kleine Veränderung gestern war die spontane Neubepflanzung meiner Blumenkästen im Balkon. Ich hatte Lust auf Farbe und Frühlingsblumen und MUSSTE in der Mittagspause ein großes buntes Windrad kaufen. Dann hielt mein Fahrrad auf dem Rückweg von der Arbeit ganz von selbst beim örtlichen Blumen-Dealer an. Keine 10 Minuten später schob ich Rad ... mit 20 kg Blumenerde und 15 kleinen Pflänzchen von der Hyazinthe über die Narzisse bis zum Vergißmeinnicht plus besagtem Riesenwindrad mit 1 m Stiel wäre Fahren auch ... nunja ... ehrgeizig gewesen. Frau Nachbarin kam auf einen Sekt herunter und in einer halben Stunde war mein Balkon aufgepimpt. 

Es folgte eine Spontangrillfete mit Röllchen, Röllchenkumpel, Frau Nachbarin und ihren beiden Hunden mit abschliessendem Gang durch Dorfs dunkle Hügel. Schön, das. Schade nur, dass Nachbarins Liebste mit schwerst Rücken krankte ... die Ärmste mussten wir mit Grillgut und Schmerztropfen ans Bett versorgen.

Und ganz nebenbei erfuhr ich an dem Abend, dass Frau Nachbarin eigentlich Herr Nachbarin ist. Transgender ... männliche Identität im weiblichen Körper. Es steht "ihm" noch ein langer Weg bevor, ein schwerer Weg. Als es ausgesprochen war, war es einleuchtend. Die Puzzlestücke passten zusammen. Es muss sich furchtbar anfühlen, im falschen Körper zu stecken ... im falschen Geschlecht ...  30 ist der Mann im Frauenkörper gerade geworden. Und es wird Jahre dauern, bis der Prozess, der den Mann auch äußerlich und rechtlich zum Mann macht, beendet ist.

Veränderungen ... und NEIN ... es scheint nicht am Frühling zu liegen. Aber vielleicht am Zeitalter des Wassermanns, das im November begann. Auch wenn Frau Rolle eigentlich nicht wirklich an Astrologie glaubt ... the  age of aquarius hat für mich immer den Zauber markiert, der angeblich allem Anfang inne wohnt ... 

Ich bin gespannt auf die weiteren Überraschungen, die der Wassermann bringt ...

 

P.S. Und weil Überraschungen jedem gut tun ... positive jedenfalls ... habe ich gerade beim Samstagseinkauf kurzerhand meinen Radkorb mit bunten Blumentöpfen vollgepackt und als Geschenk zum oben erwähnten 30. Geburtstag Nachbarinnens ihre Blumenkästenbefüllung geschenkt ... hat mir genauso viel Freude gemacht wie der Beschenkten!

23.03.2012 um 07:29 Uhr

Bewegung

Es bewegt sich etwas ... überall um mich herum sind Menschen im Umbruch, stehen vor großen Veränderungen. Bei der lieben Freundin, die ich gestern sah, geht es um den Kinderwunsch. Ein guter Freund wird sich beruflich verändern und dabei Sicherheiten aufgeben. BesteFreundin wird in absehbarer Zeit wahrscheinlich umziehen - leider weit weg. Es gibt solche Passagen im Leben, in denen es vor Entscheidungen nur so gärt. Hat es mit dem Frühling zu tun???

Heute morgen habe ich wieder das Rad genommen und bin am Zellophanfluss entlang nach Arbeitsstadt gerollt. Es war noch kühl, doch die Kaffeeröster-Jacke (die ich folglich behalten habe) war wunderbar winddicht und dabei nicht "schwitzig". Sonnig ist es draussen, die Luft noch kühl. Was für ein wunderbarer Tag und wie schade, dass ich ihn im Büro verbringen darf ... und anschliessend mit Röllchen plus Röllchen-Freunden, die mal wieder "übernachten" wollen. Ich glaube, mein Tages-Highlight wird die Rückfahrt heute nachmittag ... herrlich :-)

Ich liebe den Frühling!

Ach ja ... falls ihr Töle und Kater vermissen solltet: die beiden habe ich heute früh an der ersten Brücke abgehängt ... ich glaube, sie liegen hechelnd unterm Busch oder jagen die vielen Karnickel am Flussufer ... (besser als mich zu nerven!)

22.03.2012 um 16:13 Uhr

Es ist noch immer gut gegangen ...

Ich war dann doch nicht in Canossa. Weil Canossa bei mir war. Und gar nicht so wild, sondern sehr konstruktiv. Die wilde Welle kam dann doch nur von Frau Kollegin. Frau Kollegin vereint unbestrittene Fähigkeiten in ihrem speziellen Bereich mit mangelndem Einfühlungsvermögen und einer patzigen, unangenehmen Arroganz. Sie mag mich nicht. Ich toleriere sie, so lange sie mir nicht ins Gehege kommt. Frau Cheffe hingegen sieht das Ganze sehr pragmatisch und ist an Lösungen für die Zukunft interessiert. Ich auch.

Bevor ich das wusste, war ich allerdings schon in die Kompensationsfalle gegangen ... Studentenfutter, Trocken-Mango und besagter Ingwer. Und eine Wanderjacke vom Kaffeeröster, von der ich noch nicht weiß, ob ich sie behalten möchte.

AAABER: kein KUCHEN!

 

22.03.2012 um 07:11 Uhr

Zähflüssig ...

Zu dem Gefühl von heute gibt es keine Musik. Und es hat ausnahmsweise auch nichts mit Zudick, Töle und Kater zu tun (auch wenn die drei mich jetzt normalerweise dazu bewegen würden, mich mit Kuchen zu "trösten").

Das Gefühl kommt aus dem Job-Bereich. Es ist etwas schief gegangen. Sehr schief. Einen Teil davon habe ich zu verantworten, den größeren eine Kollegin, die mir Tage vorher sagte, dass sie alles hat, was sie von mir braucht und kurz vor 12 dann alles nicht hatte. Ich weiss nicht, woran genau das Versagen lag, an Technik oder meiner Zulieferung ... jedenfalls war's eine schmerzhafte Bauchlandung. Leider unter Beteiligung von Oberboss.

In den letzten Tagen hatte ich das Gefühl gespürt, meinen Rhythmus wieder zu finden ... aber ich lasse mich immer noch viel zu sehr aus dem Takt bringen. Bin noch immer viel zu wenig belastbar. Die Ernährungsumstellung setzt noch eins "obendrauf". Wahrscheinlich wäre ich mit Kohlenhydratshots gelassener und konzentrierter, effizienter. Aber dann würde ich genau wieder in das Verhalten rutschen, das mir so schadet. Doch was mir physisch gut tut, schadet gerade meinem Berufsleben extrem.

Ich halte durch ... weil ich es mir wert bin!

Und werde wohl gleich nach Canossa gehen müssen ...

 

21.03.2012 um 12:30 Uhr

Soul Food

Musik: Lovely Day (Bill Withers)

Gerade das nächste Wunder des Tages. Enttäuscht vom heutigen Angebot des Suppenwagens wollte ich gerade auf Salat umschwenken, als die Verkäuferin mir mit strahlendem Lächeln das Angebot des Tages verriet ... Ich lieeeeebe Pellkartoffeln mit Quark!

Und diese waren einfach nur toll ... wunderbare, leicht süssliche Kartoffeln, weder matschig noch zu fest, mit einer zarten Schale, die den Genuss abrundete. Der Quark dazu cremig und mit frischen Kräutern. Soul Food vom Feinsten ... und das auch noch in "gesund"!

What a lovely day!

21.03.2012 um 09:18 Uhr

Move it ...

Musik: I'm walking on sunshine (Katrina and the Waves)

Heute morgen blockierte die Schlafzimmertür, als ich früh um sieben zur Arbeit gehen wollte. Wörtlich: gehen. Denn, wie gestern bereits bemerkt, war ja Streik und deshalb Plan B - 2U1D. Gestern nachmittag habe ich die 11 km in 80 min geschafft, womit ich bei Asphaltuntergrund sehr zufrieden war. Meine Knie und meine Füsse allerdings nicht. Die sind sich inzwischen zu fein für schnöden Asphalt. Die mögen nur lockersten Waldboden. Mein Oberschenkel hingegen beliebt an meinen Nerven zu zerren. Zu anstrengend sei ich ihm! Was für 'ne blöde Keule!

Heute morgen jedenfalls hatte ich motzende Körperteile mittels Arnika und dem Versprechen auf Walkingschuhe und Walkingtempo beschwichtigt und mich in morgenkältetaugliche Kluft geworfen, als ich mich jäh mit dem Hindernis Tür konfrontiert fühlte. Ein Jaulen bestätigte meine Vermutung, als ich mich mit einem Schwung gegen das Türblatt warf, gefolgt von einem Fauchen. Und das war's auch schon mit dem Sitzstreik von Töle und Kater. Maunzend, grunzend und winselnd folgten die beiden mir nach draussen in die Kälte.

Schön war's, kalt war's. Sonnig war's.

Das Schönste: als ich an der Promenade gegenüber von Arbeitsstadt ankam, schnitt dort gerade ein Gartentrupp die Linden ... und nun besitze ich einen wunderschönen Strauss rote Zweige. Davon werde ich auf der Rückfahrt noch ein paar mehr einsammeln!

Das Beste: die anschliessende halbe Stunde in der Sauna im Sportclub!

Ätsch! Der Streik kann mich mal!

Sowohl der von Töle und Kater als auch der im ÖPNV!

20.03.2012 um 07:22 Uhr

Wen trifft das eigentlich wirklich?

Musik: Bruttosozialprodukt

Ich meine den Streik. Nicht den von grimmig-Zudick und zitternd-Töle mit abtrünnig-Kater (gemuskelt), sondern den Warnstreik, der bei uns in Dorf und Arbeitsstadt mal wieder den Verkehr morgen völlig lahmlegen wird.

Wen trifft es? Nicht die Einnahmen der Verkehrsbetriebe jedenfalls.

Denn die Schüler und Pendler haben ihr Ticket längst bezahlt und die Einkaufslustigen werden dann eben an einem anderen Tag lustig sein. Gewinner sind die Taxizentralen. Und Verlierer Menschen und Rollen wie du und ich, die aus Überzeugung und finanzieller Enge keinen eigenen PKW besitzen und auch nicht in der Lage sind, ihre Röllchen mit Rad (extremer Berg für Röllchen 1 und über eine Stunde für Röllchen 2) in die Schule zu schicken. Notfalls bleiben sie zuhause ... und das schadet auch wieder nur ihnen selbst, denn die mit PKW anreisenden Lehrer meinen ja, dass es egal ist, wie Kinder zu ihnen kommen. Das ärgert mich. Ich gönne jedem gerechte Löhne. Mir selbst auch. Aber wenn ich diese gerechten Löhne dann quasi doppelt zahle - mit Ärger bei jedem Streik und mit noch teuerem Ticket, ohne dass sich der Service zum besseren ändert, dann trete ich langsam auch in Streik.

Also Achtung: bei der nächsten Ticketkontrolle STREIKE ich. Für mehr Kundenfreundlichkeit. Und die kostet noch nicht mal etwas! Nur ab und an ein freundliches Lächeln statt eines geblafften "Fahrausweis". Nur eine kleine Durchsage oder Laufschrift mit Verspätungshinweisen, statt kommentarlosen Ausfalls von Verbindungen. Ich streike dafür, wieder KUNDE sein zu dürfen im Nahverkehr statt Transportvieh ...

Und morgen werde ich mich nicht ärgern lassen, sondern meine 2US1D-Strategie weiterverfolgen = keine neue Talentshow, sondern zwei Einheiten Sport pro Tag. In diesem Sinne bin ich heute früh mit dem Rad die 40 Minuten zur Arbeit gefahren und werde heute nachmittag die Strecke zurücklaufen ... 70-80 Minuten ungefähr. Und morgen das Ganze dann umgekehrt ... unter Deponierung einer Sporttasche beim Pförtner, damit ich nach meinem Morgenlauf in meinen zum Glück gegenüber von Arbeitsstätte befindlichen Sportclub duschen gehen kann.

So ganz kann ich übrigens die Kohlenhydrate nicht lassen ... kandierte Ingwerstückchen sind meine neueste Leidenschaft. Wenn die Packung leer ist, werde ich keine neuen kaufen .... Platz, Töle ...!!!

19.03.2012 um 15:17 Uhr

Hunger ... Hunger ... Hunger ....

Ich könnte gerade schreien.

Denn mir tut der Bauch weh vor Hunger. Dabei habe ich gegessen. Gesund und ausgewogen auch. Mit Gemüse und Obst und Milchprodukt. Heute früh die Doppelschnitte Nussbrot mit Ziegengouda. Zwischendurch fünf kleine Trockenaprikosen. Heute mittag eine normal grosse Portion Gemüseeintopf ... ok, der schmeckte nicht besonders gehaltvoll, war fettarm. Aber anschliessend rotierte ich vor Hunger ... schlimmer als vorher. Ich aß also zwei Mandarinen. Hunger. Drei kleine Stücke Schokopuffreis. Besser. Pause. HUNGER! Einen kleinen Apfel, der hielt dann eine halbe Stunde. Und jetzt tut mir der Magen weh vor Hunger. Warum zum Teufel werde ich von Suppe nicht satt???? Auch mit Trinken versuche ich es, habe schon einen Liter Tee getrunken.

Vor drei Wochen wäre ich jetzt losgegangen, hätte eine dicke Nussecke gekauft und mich danach satt gefühlt. Jetzt tue ich es nicht. Und der Hunger tut weh.

Verdammt noch mal, warum ist gesund leben nur so schwer???

Update ... ich glaube, ein Mini-Puffreis muss es noch werden ... sonst schaffe ich es nicht bis zum Feierabend ...