Frühlingsrollen und die Gesetze der Schwerkraft

29.04.2012 um 00:02 Uhr

Alles Gute ...

Dein Weg und meiner haben sich getrennt. Unwiderruflich.
Möchte keine Narben aufreißen - weder deine noch meine.

Deshalb nur hier:

Happy Birthday und einen guten Weg, Herzensschöner!

 

 

 

28.04.2012 um 07:43 Uhr

Da steht ein ....

Musik: ein Karnevalslied?

Nein ... es ist nicht Karneval. Und da steht auch kein Pferd auf dem Flur.

Aber ein LKW am Bett. So geschehen heute nacht um 3 Uhr 17. Es brummte und wackelte, mein Regal nebst Inhalt fiel auf meine Bettdecke. Adrenalinüberflutete Schnellweckung, gefolgt von Fensteröffnung. LKW einer bekannten Vermietung, die nach einem alten Handwerksberuf benannt ist, der in Zeiten der ebooks langsam ausstirbt. stand in viel zu enger Strasse, hatte offensichtlich gleich zwei Verkehrsschilder angedengelt und zwei Menschen standen laut palavernd neben dem Fahrzeug, während Motor weiter lief. Einer schaute zu mir hoch und rief "nix passiert" ... irgendwie erinnerte das an das "der macht nix" von Besitzern bissiger Hunde. Ich fragte nur kurz nach, ob der LKW wirklich nachts um drei in einer kleinen Seitenstrasse unterwegs sein müsse und der Mensch rief etwas von Sondergenehmigung. Ich traue dem Braten nicht wirklich. Zumal das Nummernschild (absichtlich?) nicht beleuchtet war.

Fünf Minuten dauerte der Spuk draussen ... und ich möchte nicht wissen, an wie vielen verwinkelten Ecken Dorfs er sich wiederholte ...

Der Spuk drinnen dauerte leider länger ... Frau Rolle machte den Fehler, noch adrenalingesättigt nicht nur das Licht anzumachen, sondern auch eine Mail zu lesen. Und das kostete dann leider die nächste Stunde Schlaf. Weil Frau Rolle sich furchtbar ärgern und dann Sorgen machen musste. Da hatte sie nun drei Stunden mit einem Ründchen Köche zusammengesessen und genau darüber gesprochen, dass der Suppentopf nur mit einem Wareneinsatz von maximal x befüllt werden darf. Und dennoch geht dieser - zugegeben - C4 Sternekoch - hin und schreibt in seine Einkaufsliste eben mal Zutaten, die doppelt so teuer sind. Seine Kollegen sind natürlich auch nicht bang und reichen ebenfalls Wünsche ein, die das Suppenbudget locker überschreiten. Und am Ende der Fahnenstange sitzt mal wieder das Restaurant, das die Suppenparty ausrichten soll ... nämlich Frau Rolle und Frau Cheffe. Allerdings würde die Party ohne uns gar nicht stattfinden ... und wenn die Sterneköche sich nicht bald einigen auf ein vertretbares Maß an Zutaten, dann wird sie das auch nicht, so war ich Frühlingsrolle heisse!

Vor dem Einschlafen anlässlich des Regalsturzes Reflektionen über Schafe. Nicht die normalerweise zu diesem Behufe zu Zählenden. Sondern ein bestimmtes Schaf. Eines aus Stoff. Es war ein Geschenk. Der Anlass war Verzeihung. Eine lange Zeit hing ich an diesem Schaf. In Situatipnen, in denen der Schenkende mir wieder fern war, diente es als Brücke. Ich hatte vergessen, dass es noch auf dem Regal stand. Es trägt viel Schmerz in sich, das kleine Schaf ... und viele Erinnerungen. Ich werde ihm einen anderen Platz suchen, dem Schaf. Einen Schlafplatz. Denn die schlechten unter den Erinnerungen und den Schmerz möchte ich nicht behalten.Die guten schon. Und deshalb kommt das Schaf in die kleine Kiste, in der die anderen Erinnerungen liegen. Irgendwann werde ich sie vielleicht wieder öffnen, die Kiste. Aber momentan ist es gut, dass sie verschlossen bleibt. Loslassen ... der nächste kleine Schritt.

Die Röllchen scheinen übrigens auch Adrenalin geschnüffelt zu haben ... so streitlustig wie sie heute morgen sind. Das macht Lust auf Familienfrühstück ... NICHT.

Ich glaube, ich hätte dann doch lieber das Pferd auf dem Flur ...

27.04.2012 um 11:47 Uhr

Von der Gier

Die Gier-Prämie des Tages bekommt heute weder Töle noch Kater noch Zudick. Die bekommt mein Job. Der hat sich nämlich schleichend für den angeblichen Wonnemonat Mai einen Großteil meiner Wochenenden und freien Zeiten gesichert. Inklusive einer "Lustreise" in eine Stadt meiner Nicht-Wahl über Pfingsten und reichlich .... wie nannte das Frau Kurz? .... "betreutem Denken" zur Abendstunde.

Und klar, ich hätte Frau Cheffe lieber die Reise ins benachbarte Ausland abgenommen als den blöden Abendtermin im Raum ohne Tageslicht aber dafür mit vielen Menschen, die gern wichtig sein möchten.

Genug davon, zurück zum wichtigsten Menschen in diesem Blog ... zu MIR.

Ich bin stolz auf mich. Und ganz explizit bin ich stolz auf mein Sportprogramm. Zwei Units pro Tag sind zu schaffen. Heißt nicht, dass die Ernährung völlig vernachlässigt wird, aber ich muss nicht ganz so darben. Und es nützt. Heute morgen passte ein Jackett wieder, das ich seit zwei Jahren nicht mehr trug. Der Muskelkater freut sich seines Lebens, sein Fell glänzt und die Krallen sind scharf. Ich glaube, ihm gefällt das neue Leben. Die Töle ist zögerlicher. Allerdings schleift ihr Hängebauch schon nicht mehr über den Boden. Zudick hat sich auf eine Plakatkampagne verlegt. Allerdings hat er - dem Beispiel der zurzeit ebenfalls werbenden Parteien folgend - seine stümperhaften Machwerke nur mit Kabelbinder an die Laternenmasten auf der Brücke über den Zellophanfluss angebracht. Wir haben Wind. Viel Wind. Sorry, Zudick ... aber zusammen mit der Linken, den Grünen, der SPD und der CDU trifft es auch deine Plakate. So'n Pech ... Vielleicht beim nächsten Mal doch Kleister????

Und nun?

Geht Frau Rolle zum "betreuten Essen" ....

 

 

 

26.04.2012 um 11:07 Uhr

Von Spiessbürgern und Normalophobie

Als Spießbürger oder Spießer werden in abwertender Weise engstirnige Personen bezeichnet, die sich durch geistige Unbeweglichkeit, ausgeprägte Konformität mit gesellschaftlichen Normen, Abneigung gegen Veränderungen der gewohnten Lebensumgebung und ein starkes Bedürfnis nach sozialer Sicherheit hervortun.

Quelle: Wikipedia

Normopathie bedeutet die Unterwerfung unter fremde Normen.

Eine Lebenseinstellung wie oben definiert macht mir Angst. Das fühlt sich an wie eine Zwangsjacke, ein kleiner Raum ohne Luft zum Atmen. Und ich hoffe, dass die Lebensweise, die ich aus Verantwortung angenommen habe, niemals in mein Innerstes vordringt.

Ich mag nicht "normal" sein. Ich mag nicht "nett" sein. Und ich mag auch eher die bunteren Menschen um mich herum, die eckigeren, die kantigeren, die unbequemeren.

Ich glaube, ich bin dann eher "normalophob".

26.04.2012 um 07:23 Uhr

Von Hosen und Hürden ...

Man erinnere sich an den Eintrag von vor einigen Tagen. Das höchst komplizierte Rezept erfordert weiterhin fast die gesamte Aufmerksamkeit. Gestern Treffen mit drei Koch-Beratern in der Landeshauptstadt: man war sich auch dort bewusst, dass man gerade versuchte, die vorhandenen sehr speziellen Zutaten für das Rezept passend zu machen statt ein Rezept zu finden, in dem man diese qualitativ hochwertigen und seltenen Dinge zur Geltung bringen konnte. Dummerweise schränkt das zwangsverordnete Rezept die Kreativität aller Köche sehr, sehr ein und bindet ihre Kräfte in Zeit raubenden Vorarbeiten. Letztlich werden die Koch-Teams mehr Zeit mit Arbeitsplatzpflege und Speisekartenproduktion verbringen als mit dem Kochen und Servieren ... dumm gelaufen. Aber das Rezept kommt nun einmal von ganz, ganz oben ...

Das wäre also Hürde Nummer 1.

Kommen wir zu den Hosen. Die gehören Röllchen Nr. 2. Röllchen wächst eher nicht heraus aus Kleidungsstücken. Röllchen trägt die Sachen kaputt. Löcher, Risse, Flecken. In Nullkommanix wird aus jedem schönen Teil ein Fetzen. So auch am Sonntag bei Schwesters Feier. Man (die Schar der Röllchen, Nichten und sonstigen Gästekindern) besuchte ein benachbartes Baumhaus. Röllchen kam gerade rechtzeitig zur Busabfahrt zurück und hatte eine wunderbare Klimaanlage eingebaut. Leider nicht ans Baumhaus sondern an den Hosenboden ... der Jim-Knopf-Look hätte nur noch Flicken und Knopf gebraucht. Also bekam ich am Abend die Ansage, dass das Röllchen jetzt "NICHTS mehr zum Anziehen habe". OK, die Hose war weder teuer noch reparabel ... ich sah es ein.

Also hetzte ich gestern nach der Koch-Runde beim Zwischenhalt in Nachbargrossstadt zum schwedischen Modehaus mit den zwei Buchstaben. Einkaufen für Röllchen ist ein bisschen wie Fettnapf-Rodeo ... das werden sicher alle mit der Pubertät zusammenlebenden Blogigos bestätigen können. Diesmal waren allerdings überraschend wenige Näpfe ausgestellt, was auch mit dem äusserst beschränkten Hosenangebot dieser Filiale zusammenhängen mag. In Rekordzeit griff ich also zwei identische Jeans und zwei Trainingsjacken für den fantastischen Gesamtpreis von 37 Euro und spurtete wieder zum Bahnhof. Und ... ALLE Sachen fanden Gnade vor den kritischen Röllchenaugen!

Puuuh ... Hürde Nummer 2 gemeistert.

Hürde Nummer 3 gestaltete sich erheblich schwieriger und bedurfte der Unterstützung durch beste Freundin und eine Flasche Prosecco. Erinnerung hiess die Hürde. Und sie wird mich die nächsten paar Tage anlassbezogen noch einmal beschäftigen. Es gibt ein paar "Anlässe", einer gestern abend, einer am Montag. Einen Geburtstag, an den ich natürlich denken werde, auch wenn ich wahrscheinlich nicht gratuliere, um nichts wieder aufzureissen.

Die letzte Hürde des Loslassens ...

Nachtrag:

... und immer dann, wenn Frau Rolle sprachlos vor einer Mauer aus Gefühlen steht, scheint es irgendwo einen Impuls zu geben, der mir ETWAS schickt. Wie gestern morgen die spontane SMS von Freundin R. Wichtiger Mensch, intensivster Draht trotz seltenen Kontakts und räumlicher Entfernung.

R schrieb nach langer Pause: Habe gerade intensiv an dich gedacht, liebe Rolle. War das Universum gut zu dir?

Ja, R. Es war und ist gut zu mir. Denn es schickt mir Menschen wie dich, die im richtigen Moment einen Energiestrahl senden. Oder wie die Hummel, mit der mich seit über sieben Jahren eine Fern-Freundschaft verbindet, die an Seelenverwandtschaft grenzt. Wie besteFreundin, die immer spürt, wenn ich sie brauche und mit der man/Rolle seit fast 40 Jahren Leben teilt.

Gerade war das Universum wieder gut zu mir. Diesmal hat es sich einer Fremden bedient, die mir einen Platz für ein Event anbot, an dem ich gerne teilnehmen möchte. Eine Wanderung zu einem besonders schönen Ziel, für die die Plätze begrenzt waren. Und - Universum hat das gut geplant - diese Wanderung findet an einem der Nummer 3-Gedenktage statt.

Danke, liebes Universum!

 

 

 

 

 

24.04.2012 um 14:38 Uhr

Allein unter V.I.P.s

Leben ist das, was passiert, wenn wir gerade andere Pläne machen, sagte John Lennon einmal sinngemäß (Tschuldigung, Herr Lennon, wenn ich Sie hier gerade falsch zitieren sollte.).

Ich plante gemeinsam mit Freundinnen einen Party-Abend. Die anderen haben sogar schon Eintrittskarten besorgt, nur ich war bisher einfach nicht oder nicht mit genug Geld in der Tasche an der Vorverkaufsstelle gewesen. Gute Entscheidung, wie ich seit ein paar Minuten weiss. Denn während die Damen feiern, werde ich wohl meinen "Zwirn" herauskramen. Ausgeflaggt ist das Ereignis, das ich nun beehren darf, verheissungsvoll als V.I.P.-Party. Ich wage aber mal die Prognose, dass der Erwerb einer Eintrittskarte im dreistelligen Bereich nicht automatisch niveaufördernd wirkt. Und nein ... Frau Rolle hat sich den V.I.P.-Status nicht "erkauft". Und wird auch nicht zum V.I.P.. Sie arbeitet dort schlicht und ergreifend. Die paar echten V.I.Ps des Abends werden übrigens eher unerkannt bleiben ... die sind nämlich eher nicht von der "schillernden" Sorte ...

23.04.2012 um 06:58 Uhr

UND ... oder ODER?

Immer öfter frage ich mich, warum Menschen so einseitig sein müssen.

Das Leben ist bunt. Es bietet viele, viele Dinge NEBENEINANDER.

Also warum nicht mal UND statt ODER?

 

 

21.04.2012 um 23:47 Uhr

Kuppeln und schalten ...

Ich glaube, ich habe es heute getan!

Gekuppelt. Zum ersten Mal in meinem Leben.

Ich habe einen Bekannten, der ebenso wie ich Single ist. Wir liefen uns auf dem gar nicht ungewöhnlichen virtuellen Wege über ebendiesen und hatten fürderhin ein angenehm kumpeliges Miteinander. Öfter mal ein gemeinsamer Kaffee, ein bisschen gegenseitiges Coachen. Warum nicht, dachte ich ... und nahm ihn mit zu meiner Wandergruppe.

Die Wanderung an sich war äusserst kurzweilig. Mitten auf dem Feldweg begegneten uns vier französische Bulldoggen in breiter Formation à la die glorreichen sieben. Und sie schlossen sich uns oder auch dem Hund ener Mitwanderin einfach an. Nach einigen Kilometern mussten wir uns auf der Veranda einer Wirtschaft unterstellen ... samt Viechern. Und dann wurde es skuril: eine der Bulldoggen wurde aggressiv gegen unseren kleinen Wanderhund. Es folgten Verjageversuche, die Wirtin suchte vergeblich die vermuteten Hundebesitzer ... und die Viecher wollten nicht weichen. Friedlichst sassen sie mit uns unter der Veranda. Keiner der Hunde hatte ein Halsband, geschweige denn eine Hundemarke. Schliesslich riefen wir die Freunde und Helfer. Die wollten zwar ein Tierheim alarmieren, aber nur, wenn die Hunde unter Verschluss seien und nicht wegliefenn. Dank der hilfsbereiten Wirtin und ihrer Nachbarin lockten wir die gesamte Bande also in eine kleine Reithalle. Da roch es gut nach Pferd und die Viererbande fühlte sich bestimmt wohl, bis sie das Tierheim abholte.

Diese Geschichte wird uns allen im Gedächtnis bleiben. Beim Essen war sie jedenfalls noch Thema Nr. 1.

Ja ... und dann ... setzte sich mein Kumpel mir gegenüber hin. Daneben eine Frau, die zum ersten Mal mitwanderte. Und irgendwie ... begannen zwischen den beiden die Funken zu sprühen. Und sprühten. Ich fand's gut. Und unterhielt mich ganz bewusst mit anderen am Tisch (meine Tischnachbarin konnte allerdings nicht umhin, mich leise zu fragen, ob wir denn kein Paar seien, was ich natürlich ebenso leise verneinte). Irgendwann waren wir nur noch zu fünft. Die beiden, ein weiteres Paar und ich. Als das Pärchen ging, ging ich in die Offensive und schlug den beiden vor, vom grossen Tisch an die Theke zu wechseln, "damit die Wirtsleute den grossen Tisch wieder vergeben konnten". Erfolg ... zwei Weizenbiere lang freute ich mich am aufkeimenden Flirt (nicht ohne durch einige Zwischenbemerkungen sehr, sehr deutlich zu machen, dass dieser Mann NICHT besetzt war ... musste ich, da er mich in seinem Auto mitgenommen hatte).

Und die gesamte Rückfahrt verbrachte ich dann damit, ihm Mut zu machen, diesen Kontakt jetzt auch weiter zu verfolgen.

Und nun hoffe ich, dass es klappt ... ich finde nämlich, dass es ganz schön gebritzelt hat bei den beiden ... ich Kupplerin ;-)

 

 

 

 

21.04.2012 um 08:13 Uhr

Leere

Es gibt verschiedene Arten von Leere. Die, die eine offene Wunde oder eine schmerzhafte Kluft hinterlässt. Die, die eine graue, wattige Masse von Orientierungslosigkeit ist. Und die, die Platz schaffen soll für neue Elemente im Leben.

Mein Innenleben ist gerade wie ein leeres Zimmer vor einer Renovierung. Unter einer Plane vor der Tür steht alles, was mich auch künftig begleiten soll, gut abgedeckt und geschützt vor Schaden. Daneben ein Stapel mit Dingen, die ich nicht mehr brauche. Auch niemand sonst. Einiges davon muss sehr vorsichtig entsorgt werden, mithilfe eines Spezialisten. Die Karte für den Sperrmüll ist weggeschickt. Der Spezialist gefunden.

Das Zimmer ist jetzt leer. Ich sehe schadhafte Stellen an der Tapete, eine sich lösende Fussleiste. Aber ich sehe durch die schmutzigen Fensterscheiben auch den Baum vor dem Haus und spüre einen warmen Sonnenstrahl im Gesicht. Eigentlich schade, dass es nur vier Wände hat, das leere Zimmer ... denn so viele Farben kommen mir in den Sinn. Grün für das Leben, Rot für die Intensität, Schwarz für die Kraft, Orange für die Wärme, gelb für Leidenschaft ... und gemischt würde es ein schmuddliges Braun. 

Ich entscheide mich für dunkelrot ... Intensität soll mein Leben prägen. Und für das lebendige Grün sind die vielen Pflanzen.

Das Zimmer ist leer und weiss ... noch.

Aber es ist eine Leere, die bereits beginnt, sich mit Perspektiven zu füllen.

20.04.2012 um 06:39 Uhr

SCHNITT!

von: Spring_Roll   Kategorie: Herzliches

Seit Tagen denke ich über das Loslassen nach. Und darüber, ob ich so weit bin, nach über 100 Tagen der Trennung einen symbolischen innerlichen Schritt und Schnitt zu tun. Ich will und kann nicht zurück ... wirklich loslassen konnte ich aber nicht vollständig ... auch das Teil der Gedanken-Gärung.

Jetzt hat das Loslassen jemand anders für mich schon übernommen. Das letzte - virtuelle - Band zwischen uns existiert seit gestern abend nicht mehr. Gelöscht. Ich weiss noch nicht, ob ich traurig oder erleichtert sein soll. Manchmal half es, zu lesen. Manchmal tat es weh. Manchmal machte es wütend. Manchmal hilflos. Jetzt ist da nichts mehr.

Schnitt!

Bleibt mir nur eines ... jemandem da draussen ein gutes Leben zu wünschen. Das bestmögliche. Denn er ist ein Guter. Selbst wenn wir letztlich nicht gut füreinander waren.

Mach's gut, mein Herzensschöner ...

 

 

19.04.2012 um 15:07 Uhr

Zeit für etwas Neues ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Lauf-Lust

Da radle, laufe und gäre ich mich so durch die Woche und kämpfe mich von Entscheidung zu Entscheidung. Zumindest eine der einfacheren habe ich vorhin getroffen. Für meine "Neuen" ... das aktuelle Modell meines Lieblings-Laufschuhs. Die alten sind zwar noch bequem, aber die Dämpfung ist nur noch für weichsten Waldboden brauchbar. Ein Paar - ein Jahr halt. Die neuen sind bestellt ... ich freue mich :-)

Warum ich die nicht einfach kaufe, wo man Laufschuhe doch anprobiert? Ganz einfach ... zum Einen passen Frau Rolle nur Laufschuhe eines ganz bestimmten Herstellers. Damenmodell in Rollengrösse passt IMMER. Zum Anderen ist Frau Rolle aber auch ein verdammter Sturkopf, der aus Prinzip keine nicht-schwarzen Laufschuhe kauft und nach "ihrem" Modell jede Sonderaktion abklappert. So auch heute (anlässlich eines bevorstehenden Sportereignisses ... siehe Trainingspulks am Fluss). Der Sportartikler meines Vertrauens hatte den Schuh, aber nicht in Schwarz. Aber er war bereit, mir zum günstigen Event-Sonderpreis des hellen Modells die meinigen in Schwarz zu bestellen :-)

Und da ich es nicht brandeilig habe, ist es mir auch egal, dass die Schuhe dann erst in ca. drei Wochen hier ankommen. Ich freue mich :-)

In mir hat sich etwas verändert. In vielen Zusammenhängen werden die ersten 100 Tage einer neuen Phase als bedeutsam betrachtet. Nach 100 Tagen werden Versuchsreihen evaluiert, Politiker ziehen Bilanz. Frau Rolle begann, gedanklich zu gären. Es ist Zeit für Erkenntnisse ... und auch für Veränderungen. Es gärt weiter. Und das ist gut so.

 

 

 

 

 

19.04.2012 um 07:03 Uhr

Nachdenklichkeiten ...

Schon Donnerstag und noch immer nichts geschrieben diese Woche. Nicht, weil zu wenig passiert ist, sondern zu viel. Beruflich kocht es zurzeit. Alle Kochplatten belegt ... dummerweise gleich zwei mit Gerichten, die sehr, sehr viel Aufmerksamkeit und ein äusserst genaues Rezept erfordern ... etwas, das mir intuitiver Köchin recht schwer fällt, besonders, wenn Zutaten grammweise abgewogen werden müssen. Und wem das zu kryptisch ist ... ich sage nur Förderanträge. Höchst kompliziertes Procedere, viele Beteiligte mit auseinandergehenden Partikularinteressen, enge Fristen und endlose Rechnerei, gefolgt vom Kampf mit kleinteiligen Eingabemasken. Aber in Papier wollen sie's natürlich auch noch mal. Die anderen beiden Kochplatten sind mit dem Normalen belegt. Improvisiertes im Wok gart bunt durcheinander und in der Pfanne wechselt Kurzgebratenes in rascher Folge ...

Bei dieser Anspannung geht es oft nicht ohne den Shot ... ja, ich bin rückfällig. Nicht extrem ... aber ein bisschen. Dreimal Nussecke diese Woche. Ein Schokohase gestern abend.

Aber es lohnt sich ... ich bin gut. Sagte jedenfalls ein Cheffe nach einer von mir moderierten grossen Koch-Runde gestern.

Privat kocht es auch ... beziehungsweise es gärt. Ganz gewaltig. Gedanken-Gärung. Die Wege zur Arbeit sind meine ganz private Zukunftswerkstatt. Zurück klappt das nicht ... da ist a) meistens Gegenwind und b) zu viel los am Ufer des Zellophanflusses, zumal derzeit ein Sportereignis ansteht, für das ganze Horden von Menschen trainieren. Vorzugsweise zur Nachmittagsstunde und gerne auch mal Weg blockierend im Pulk. 

Die Erkenntnisse der Woche (unsortiert):

Fahrrad Fahren ist gar nicht so schlimm.
Helm tragen schon.
Es ist schwerer zu vergessen als zu verzeihen.
Zumindest letzteres ist nötig, um loszulassen.
Standard-Lebensmodelle werden überschätzt.
Schlaf auch.
Ansprüche haben ist einfacher als den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.
Ansprüche an mich selbst sind dabei die grösste Hürde.
Zukunft gestaltet sich nicht von allein.

Gärung und Kochen nach Rezept geht auch zusammen ...

 

 

 

15.04.2012 um 22:19 Uhr

Tchaka!!!!

Musik: Der Rocky-Song ...

23,932 km ... 797 Meter rauf und wieder runter. Das war mein Sonntag. Und auch, wenn Hüfte, Wade und Füsse motzen, was das Zeug hält ... es war einfach nur gut!

Kater hat einen dümmlichen Ausdruck im Gesicht nach einer Überdosis Milchsäure. Töle allerdings musste ich vorhin eine Tüte überstülpen, da das blöde Viech auch eine Stunde nach Heimkehr immer noch hyperventilierte. Zudick packt schon mal seine Sachen ...

Zwei Dinge hat der heutige Tag mir gezeigt:

1. Ich kann mich auf meine Kondition verlassen ... mehr denn je.

2. Es macht Spass, mit einer Gruppe Wildfremder zu wandern. Und am Ende des Tages waren sie gar nicht mehr fremd :-)

 

Das Grüppchen, das da heute morgen aufbrach, hatte sich über ein Netzwerk zusammengefunden. Einige kannten sich von ähnlichen Unternehmungen, andere waren wie ich völlige Newbies. Nicht im Wandern, aber in dieser Gruppe. Fünfzehn Leute, elf Männer, vier Frauen. Und ein Hund, der die Strecke locker zweimal lief und sich als Radfahrerstopper bewährte. Mit der Organisatorin hatte ich im Vorfeld gemailt, einen anderen Teilnehmer mal auf einer anderen Wanderung mit einer anderen Gruppe getroffen. Und diese Gruppe: Alle sympathisch. Alle, mit denen ich sprach, interessante Gesprächspartner. Geübte Wanderer mit konstantem Tempo und ohne Bedürfnis nach überflüssigen Pausen, aber mit der Muße, einen schönen Blick auch mal zu geniessen. Oben auf einem Felsen zog plötzlich einer einen Tetrapack aus dem Rucksack und schenkte Wein in Plastikbecher aus. Nüsse machten die Runde. Kaffee in einem Ausflugslokal ... wir waren so gut in der Zeit, dass wir uns fast 90 Minuten dort gönnten.

Fast 24 km .... und obwohl die Körperteile motzen, fand ich es gar nicht wirklich anstrengend ...

 

 

 

 

 

14.04.2012 um 16:01 Uhr

Ich tu's so gerne draussen ...

Ich erinnere mich an mein erstes Mal, als ob es gestern gewesen wäre. Dabei ist es schon fast 30 Jahre her. Ein Campingplatz an der französischen Atlantikküste. Ich hatte Sonnenbrand. Meine Freundinnen gingen zum Strand. Um mich herum französische Grossfamilien, die Frauen beschäftigt mit dem Haushaltskram, den ein Wohnwagen mit Vorzelt, Männern, Kindern und dem einen oder anderen Kläffer so notwendig macht. Es riecht nach Sommer, nach Butagaz. Eine alte Decke ... Pinienduft. Der Himmel über mir, der Wind, das Rauschen von Blättern. Ich habe selten so gut geschlafen, wie an diesem Nachmittag zwischen all den Menschen. Mich selten so geborgen und zufrieden gefühlt. 

Seitdem liebe ich es, draussen zu schlafen. Am hellen Tag. Auf dem Balkon oder der Terrasse. Umgeben von Menschen-Geräuschen und Vogelstimmen. Am liebsten im Frühling oder Spätsommer, wenn die Sonne wärmt, statt zu brennen. Ich lasse mich in den Schlaf wiegen von der Unruhe. Es ist ein leichter Schlaf. Aber unendlich viel erholsamer als manche Nacht, in der ich die Dunkelheit um mich herum hasse und absichtlich bis zur Erschöpfung wachbleibe.

Heute habe ich es wieder getan - die blaue Kindermatratze auf den Balkon gezogen und mich von den Sonnenstrahlen in den Schlaf streicheln lassen. Und nach einem anstrengenden Job-Termin am Morgen das Gefühl genossen, umgeben von Leben zu sein, gewärmt von der Sonne. Geweckt wurde ich sanft ... von einem dicken Regentropfen auf meiner Nasenspitze.

Herrlich ... so ein Mittagsschlaf im Freien!

 

 

13.04.2012 um 12:01 Uhr

Wirklichkeit?

Musik: ZAZ ... je veux

Je veux de l'amour, de la joie, de la bonne humeur,
ce n'est pas votre argent qui fera mon bonheur,
moi, je veux crever la main sur le coeur ...

Allons ensemble découvrir ma liberté,
oubliez donc tous vos clichés,
bienvenus dans ma réalité ...

Willkommen in MEINER Wirklichkeit.  Jeder hat seine Wirklichkeit. Und sie ist nicht besser oder schlechter, nur anders. Besser oder schlechter ist nur die Art und Weise, wie sich dieses anders auf das Gegenüber auswirkt. Manche denken rund, manche eckig. Und manche springen einfach über jede Form ... oder sie könnten es zumindest, wenn sie nicht freiwillig darauf verzichten würden.

 

Bienvenus dans ma réalité. Merci, ZAZ, de m'en faire penser.

 

13.04.2012 um 09:31 Uhr

Am Rad ... oder: wo ist eigentlich da Vinci?

40 Minuten von Dorf nach Arbeitsstadt. Noch ist der Himmel morgendunstig am Zellophanfluss. Trotz des maroden Tretlagers gewinnt mein Rad an Fahrt. Und die Gedanken auch.

Ich denke nach über Werte. Über Zufriedenheit und Glück. Über Bodenständigkeit und Genügsamkeit. Über Träume und Pläne. Und über die Frage, ob manche Träume unbezahlbar sind. Nicht in Geld, sondern in menschlichen Beziehungen.

Wie nah ist Bodenständigkeit an Langeweile, Genügsamkeit an Faulheit, Zufriedenheit an Selbstzufriedenheit und Dünkel, Glück an Befriedigung, oft noch auf Kosten anderer?

Ich denke nach über Ruhe, äußere und innere. Äußere Ruhe mag ich. Manchmal.

Ich bin nicht rastlos, nur geht in mein Leben mehr hinein als in das mancher Anderen. Und ich fühle mich wohl mit meinem Tempo, bin in der Geschwindigkeit gelassen, im "Flow". Mag nicht immer auf die Langsamkeit und Selbstgenügsamkeit anderer warten. Nein ... es ist keine Unrast ... nur ein schnellerer Rhythmus, der in sich eine Logik und eine Ruhe hat. Wenn ich diesen Rhythmus lebe, bin ich ganz bei mir. Und während ich zurzeit der Verantwortung den Vorrang einräume und im Rhythmus Anderer lebe, wartet MEIN Rhythmus darauf, wieder gelebt zu werden. Nein, ich werde und will niemals genügsam sein ... dazu bin ich viel zu hungrig auf das Leben.

Der Preis der Individualität ist die mangelnde Kompatibilität ... und der Preis des Festhaltens an Träumen das Unverständnis anders Denkender.

Und wo ist da Vinci in diesen Gedanken?

Nicht da. Er spielt wohl heute auf einer anderen Hundewiese.

10.04.2012 um 17:06 Uhr

Das Glück und jede Menge Schotter

von: Spring_Roll   Kategorie: Zeit delight

Musik: no stress (von wem auch immer)

Heute kam das Glück zu mir!

Erstes Anzeichen war ein Klebzettel am Hauseingang. "Ihr Schornsteinfeger kommt". Wie üblich zu einem absolut unpassenden Zeitpunkt mitten am Tag und diesmal als besonderes Schmankerl gleich Osterdienstag. Wie auch immer, wer wäre Frau Rolle, ihr Glück auszuschlagen?? Denn angeblich bringen ja Schornsteinfeger Glück ... und auch wenn meiner bisher nur Immissionszettelchen und manchmal ärgerliche Nachbesserungen brachte ... mein Glück ist mir wichtig. Dafür setze ich dann auch mal Himmel und Hölle in Bewegung! In diesem Fall allerdings nur meine Vorgesetzten, die mir ad hoc am Karsamstag einen Tag wasauchimmer genehmigen mussten. Ich verschickte also Rauchzeichen gen Osten in die Stadt mit dem grossen roten Platz, in der die Entscheidungsinstanz zurzeit weilt ... und bekam Dank vereinigter Glasnost und -faserkabelnetze das OK. Hurra ... meinem Glück stand nichts mehr im Wege!

Gegen Mittag kam er dann, der Schornsteinfeger. Zur Begrüssung schüttelte ich ihm die Hand. Schliesslich sollte er mir das Glück bringen. Hat er bestimmt auch getan.

Vielleicht ist es ja hinter dem Immissionszettelchen, das Glück?

 

Und nachdem ich gestern schon völlig unerwartet auf jede Menge Schotter stieß, kann ich nur optimistisch sein. Leider ziert der Schotter zwar nicht meine Geldbörse, sondern nur die Wanderwege im Wald hinter Dorf, aber immerhin ... Glück und Schotter innerhalb von nur zwei Tagen ... wer hat das schon?

 

 

 

10.04.2012 um 16:50 Uhr

Frau Feldmarschallin bläst zum Hasenfest

von: Spring_Roll   Kategorie: Familienbande

Ostern ist das Fest der Familie. Gewesen. Gottseidank.

Frau Feldmarschallin setzte gestern die komplette Familienphalanx in Habacht und Bewegung. Röllchen und Nichten angetreten zum Eiersuchen. Da Frau Feldmarschallin fröstelte, waren die Ostersüssigkeiten über das Wohnzimmer verteilt, wobei peinlich auf anschliessende Eiergerechtigkeit geachtet wurde. Sodann wurde die Familienphalanx in ein äusserlich unscheinbares China-Restaurant in dem schlecht erreichbaren Ort verfrachtet, in dem mein Vater gerade ein neues Körperteil bekam. Während er in Ruhe die Segnungen der Krankenhausküche genoss - Betonung auf RUHE -, wartete auf die Phalanx das Buffett. 

OK, Frau Rolle ist da "specielle", wie die Franzosen sagen. Der Service war gut, das Essen auch ... aber ganz persönlich behagt es mir weit mehr, eine perfekte Komposition von Lebensmitteln zu ordern und sie dann an meinem Platz serviert zu erhalten, als kulinarische Reise nach Jerusalem zu spielen. Und weil meine werte Familie weiss, dass ich etwas "heikler" bin ... werden von Frau Feldmarschallin erbarmungslos die Bestätigungen eingefordert ... "Sag doch, dass es dir schmeckt!".

Es folgte die planmässige Invasion eines Krankenzimmers. Ich glaube, mein Vater hätte lieber seine Ruhe gehabt ... wenn auch in wenigem anderem ... DARIN sind wir uns ähnlich. Leider auch in einem physischen Merkmal, das ich täglich verfluche.

Nach einer Stunde Sitzen auf einer unbequemen Tischkante ... ich erinnere: ACHT Besucher in einem kleinen Krankenzimmer ... standen wir wieder an den Autos. Meine stille Hoffnung, ich dürfe den Rest des Nachmittags in kontemplativer Stille verbringen, war schnell dahin. Das Museum erwies sich dann auch als durchschlagender Erfolg, garniert mit dem pubertierenden Widerstand von Röllchen 1, das just dieses Museum vor wenigen Wochen zu schulischen Zwecken besucht hatte und nun Desinteresse aggressiv zur Schau trug. Frau Rolle hatte also alle Hände voll zu tun, Frau Feldmarschallin zu musealem Genuss zu verhelfen und gleichzeitig Röllchen aus dem Gesichtsfeld zu entfernen. Das Museum selbst war übrigens wirklich interessant ... in meinem inneren Zustand hätte ich ein bequemes und nicht mit Verwandten besetztes Sofa allerdings weit mehr zu würdigen gewusst.

Der Abend verging in seligem Couch-Delirium ... wortkarg selbst gegenüber mir selbst.

Es sollte ein Gesetz geben, Familienfeiern auf vier Stunden zu begrenzen ...

 

 

 

 

08.04.2012 um 12:04 Uhr

Blindes Vertrauen

Heute, im Wald. Ich laufe eine andere Strecke, geniesse die Frühlingssonne und das Grün. Zwei Läufer kommen mir entgegen, einer von ihnen mit dunkler Sonnenbrille. Sie laufen schnell, dabei harmonisch. Erst als die beiden ganz nah sind, sehe ich das schmale Band, das ihre Handgelenke verbindet. Der Läufer mit Brille ist blind. Doch selbst auf den unebenen Waldwegen kann er seinem Laufpartner vertrauen - sonst würde er sicher nicht so kraftvoll und federnd laufen.

So möchte ich auch wieder vertrauen dürfen ... aber bis dahin ist es noch ein langer, langer Weg.

08.04.2012 um 07:19 Uhr

Solistin

Musik: Vogelzwitschern

Es ist nicht gut, allein zu sein und jemanden zu vermissen.

Allein sein zu wollen hingegen ist wohltuend. Das ist die Erkenntnis der letzten Wochen. Ich bin nicht zur Eremitin mutiert. Ich lebe meinen Alltag, unternehme schöne Dinge mit Freunden ... aber ich habe halt auch ein starkes Bedürfnis, gewisse Zeiten allein mit mir zu sein. Und zum ersten Mal seit Jahren geniesse ich meine eigene Gesellschaft. Und war gestern sogar stark und selbstbewusst genug, alleine im Restaurant zu Abend zu essen. Weil es gerade passte. Gesellschaft hatte ich vorher.

Den heutigen Tag werde ich auch allein gestalten - jedenfalls bis zum Abendessen mit den Röllchen.

Weil es mir gut tut.