Frühlingsrollen und die Gesetze der Schwerkraft

31.05.2012 um 11:14 Uhr

Danke für diesen guten Morgen ...

Musik: Ein Kirchenlied ...

Gestern hatte mich Ms. Need im Griff ... die Bedürftigkeit. Und es war nicht leicht für Frau Ratio, zwischen Wachdienst vor der Türe der randalierenden Hormon-Mädels und Stirnkühlen beim Seelchen nun auch noch diese ungebetene Gästin los zu werden.

Dagegen sind Töle und Kater ja fast schon angenehme Hausgenossen! Töles Bauch hat keine Bodenhaftung mehr und manchmal glaube ich, sie stemmt sich nur deshalb so demonstrativ in die Leine, um nicht zuzugeben, dass sie inzwischen eigentlich ganz gern läuft. Der Kater ist hingegen mit fliegenden Fahnen "übergelaufen" und posiert mit Vorliebe auf dem Balkongeländer, als Muskelkater der Schwarm aller umgebenden Katzen. Um Zudick ist es ruhig geworden. Er sitzt brummelnd in einer Ecke, neben sich einen hastig gepackten Koffer, und studiert die Immobilienanzeigen. Bloss dumm, dass die meisten Vermieter gegenüber Wesen seiner Spezies ausgesprochen voreingenommen sind ... ob ich ihm das alte Zelt der Röllchen anbieten soll?

Es ist viel passiert in den letzten Wochen und Monaten. Und in der Summe ist es gut. Zum ersten Mal seit Jahren habe ich wieder Zeit für mein eigenes Leben.  Zeit für Kinder, Zeit für Haushalt, Zeit für Arbeit, Zeit für Freunde, Zeit für Sport ... sogar Zeit, mit einem Gin and T auf dem Balkon zu sitzen und einfach gar nichts zu tun. Dafür bin ich dankbar. Und damit geht es mir jeden Tag ein Stückchen besser, auch wenn "Erinnerungsflashs" immer noch lauern.

Mit diesem Wissen fällt es mir leicht, Schwärmereien beiseitezuschieben. Und es sollte mir eigentlich auch leicht fallen, Ms. Need hinauszukomplimentieren ... denn dieses Leben, das ich habe, ist auch ohne einen Mann an meiner Seite sehr reich.

Bye bye, Ms. Need ... nobody needs U here ...

30.05.2012 um 16:51 Uhr

... not for sissies ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Zeit delight

Im Tal des Zellophanflusses ist es schwül-warm. Inversionswetterlage nennt der Fachmann das. Heute früh Bewölkung so dass Frau Rolle um ihre freilufthängenden Wäschestücke fürchtete und nun wieder blauer Himmel mit Lämmerwolken. Herrliches Wetter, um draussen zu sein und zu entspannen ... und die wetterbedingte Müdigkeit wegzudösen. Leider, leider gibt es aber die Option Entspannung heute schon wieder nicht, ich präzisiere: für Frau Rolle nicht. Denn in der großen Bürolotterie gewann ich gestern mal wieder ein Abendevent. Also gleich die schwarzen Sachen an und los ...

Ich will ...

... eine Hängematte

... auf'n Arm

... jemanden, der mir nachher einfach ein Glas Wein eingiesst und mit mir zusammen still auf dem Balkon sitzt.

OK ... das Leben ist weder ein Wunschkonzert noch ein Ponyhof. Oder, wie die Frau vom Kap zu sagen pflegt: "life is not for sissies"!

 

28.05.2012 um 22:21 Uhr

Von Vorurteilen und Vorzügen

Das Wochenende ist vorbei und die Veranstaltung auch. Das Konzept ist aufgegangen. Nicht überraschend. Denn es war gut. Und meins.

Überrascht hat allerdings der Ort, an dem das Ganze stattfand. Weniger durch veranstalterische Perfektion als einfach durch Sympathie. Ein bildhübsches Städtchen mit schönen alten Gebäuden und viel Grün. Umgeben von toller Landschaft. Ort, ich hatte dir Unrecht getan im Vorfeld ... und schicke dir jetzt ein Kompliment.

Frau Ratio hat gerade übrigens ein Vorhängeschloss für die Hormon-Mädels gekauft. Der Wandervogel und jedwede Schwärmerei wurden für tabu erklärt ... denn Stress gibt es im Rollen-Leben genug, da bastle ich mir nicht noch eine do-it-yourself-Katastrophe! Seelchen schnieft ein bisschen ... noch ein bisschen Geduld, liebes Seelchen ... 

 

27.05.2012 um 07:32 Uhr

Rollen-Konflikte ...

Musik: Ballad of Lucy Jordan

Drei Rollen wohnen in meiner Brust.

Die eine wird gleich pflichtbewusst in den Dienstwagen steigen und sich ins Getümmel einer Veranstaltung stürzen, die sie nur mit hochgezogenen Augenbrauen kommentiert. Und wird dortselbst zwei Tage im überhitzten Zelt stehen, um Menschenmassen zu interessieren.  Diese Rolle wird jetzt auch nicht in den Wald laufen, denn sonst ist ihr Übernachtungskoffer gleich ungepackt.

Die andere Rolle würde am liebsten diesen Übernachtungskoffer respektive eine schwarze Schultertasche packen und sich davon machen ... irgendwohin, wo es wirklich schön ist und wo Menschen sind, die dem "Rollenticken" ähnlicher sind.

Und die dritte ... die läuft im Hintergrund mit ... die fragt sich, wie es dem Wandervogel gerade gehen mag. Wissend, wo er an diesem Wochenende ist und was das Thema ist. Nicht gut. Tut weh. Nicht mir, sondern ihm. Denn Frau Ratio hat sein Herumspuken in meinem Kopf längst zur Schwärmerei erklärt und steht kopfschüttelnd daneben, wenn die Hormonmädels mal wieder zu einem unhörbaren Salsatakt mit den Füssen wippen. Und das Seelchen? Liegt leise lächelnd in einer Hängematte und ruht sich aus. Wartet auf die nächste Begegnung mit diesem Mann, dessen Gedankenwelt genauso warm ist wie seine freundschaftliche (?) Umarmung. Das Seelchen bekommt keinen Ärger mit Frau Ratio. Denn im Unterschied zu den Hormon-Mädels weiß es sich zu benehmen. Wird nicht aus der Rolle fallen. Informierte Kreise berichten, dass Frau Ratio bereits im www nach Leinen und Maulkörben für die Hormon-Mädels sucht ... 

Die Hummel übrigens sagt, das sei mal wieder tüüüüüpisch. Ein ihm bekanntes Rollen-Spiel. Und fragt, ob schwierig und unmöglich für mich die wesentlichen Eigenschaften eines Mannes seien? Wobei ... in über 40 Jahren tanzen die Hormon-Mädels zum ersten Mal bei einem Mann, der nicht frei ist. Und der Rollen-Ehrenkodex plus Frau Ratio haben schon alle Ampeln auf Rot und alle Warnhinweisschilder aufgestellt. Dickes Vorhängeschloss vor dem Domizil der Hormonmädels sozusagen. Und da ich weiß, dass der Wandervogel ähnlich gestrickt ist, sind Risiken (oder Chancen?) auf alles andere als Wander-Freundschaft minimiert.Was zwar nicht die Sehnsucht des Seelchens und das Flattern der Hormon-Mädels bedient, aber insgesamt auch gut tut. Wie das Wandern selbst und einige der Wander-Menschen m wie w.

Status (Frau Ratio für den Rest der Bande): Frau Rolle freut sich, dass es jemanden gibt, der Gefühle geweckt hat, die verbrannt waren. Selbst wenn diese Gefühle letztlich nur zu einer guten Freundschaft führen werden. Hauptsache, sie sind da ... Frau Rolle fühlt wieder ... und wie immer hauptsächlich Fragezeichen.

Wie sagen die Yellopages? Ich sollte wohl jemanden fragen, der davon etwas versteht ...

 

 

 

 

25.05.2012 um 09:51 Uhr

... kann dich nicht riechen?

von: Spring_Roll   Kategorie: Error (m)

Musik: Don't stand so close to me (Police)

Huhu nach Üfftelstütz ... ab auf's Sofa und die Chips auspacken!

Wobei ... lästern kann ich wieder nicht wirklich. Hatte ich schon vom zeitlich asynchronen Mann erzählt? Irgendwie kriegten wir uns gestern tatsächlich auf ein Bier sortiert. War angenehm, fühlte sich zwanglos an. Gutes Gespräch. Optisch nicht zum Knieschmelzen, aber ok.

Und jetzt kommt das Aber:  Sein Geruch war irgendwie ... falsch. Nicht auf die eklige Weise. Aber auf die "es passt nicht zu mir" Weise.  Klasse, da lerne ich mal einen intelligenten, ungebundenen, kommunikativen Kerl kennen und meine eigene Biochemie trickst mich aus ...

Ok ... es könnte natürlich auch teilweise daran liegen, dass ein gewisser Wandervogel mir immer wieder unaufgefordert im Kopf herumflattert ...

25.05.2012 um 07:08 Uhr

Vermischte Erkenntnisse

1. Minna scheint doch "Was Ernstes" zu haben ... muss einen Spezialisten konsultieren. Hat ihre Arbeit mit trockenem Husten unterbrochen gestern spät abends.

2. In diesen Tagen ist der nächtliche Sternenhimmel unglaublich. Tagsüber oft müde, kann ich abends stundenlang mit einem Glas Wein draussen sitzen und geniessen. Erinnert mich an Sommer 2003 ... ein Sommer der Entscheidungen. Und ein Sommer, in dem die Nacht um mich herum ein ganz eigenes Leben und eine samtige Zärtlichkeit besaß. Damals war ich verliebt ... nicht in jemanden, sondern in den Sommer und die Lebensfreude. Gibt es das Wort Pan-Gamie??? Die Liebe zu ALLEM. Die fühlte ich damals. 

Gestern abend war da wieder das samtige Gefühl, spätabends draussen auf der Terrasse ...

3. Single sein ... kann auch bedeuten, in diesem Jahr endlich wieder zu einer sehr schönen Veranstaltung gehen zu können, die ich "mit Rücksicht" drei Jahre lang nicht besucht habe, obwohl ich sogar "Frau Wischtisch"-Einladungen bekomme! Und in diesem Jahr bin ich dabei!

 

 

24.05.2012 um 10:27 Uhr

Wort des Tages?

von: Spring_Roll   Kategorie: Zeit delight

Wort 1: Reanima Minna

Danke, lieber Exgatte, für die Wiederbelebung von Fräulein Minna. Sie hatte ein Stück Plastik in der Luftröhre aka Schlauch und da mir jedweder technischer Verstand abgeht, bin ich ebenso überrascht wie glücklich über die gelungene Auferstehung ... und darüber, dass ich nicht ad hoc mein Konto um einige hundert Euronen erleichtern muss, nachdem ich gerade ...

Wort 2: Exkursion aka Familienurlaub

Mit den Lieben in die Stadt der Liebe ... Rolle und Röllchen haben sich schon länger vom Konzept des auf Liegen hingestreckten Urlaubs nach dem Brathuhnprinzip verabschiedet. Leider teilen wir keine Aktivitätspräferenzen. Rolle läuft und wandert, Röllchen biken und schwimmen. Also nix mit zusammen. Wir haben uns dann für Städte als UNSEREN Urlaub entschieden. Und nachdem ein Paris-Tag vor einem Freizeitparkbesuch den Röllchen sehr gefiel, werden wir in diesem Jahr fünf Tage in der für mich schönsten Stadt der Welt verbringen. Ein paar gute Ideen für Röllchen-taugliche Aktivitäten habe ich schon ... und sogar am Shoppen haben sie inzwischen Spass! Ich freu mich!

Wort 3: Es lebe die Prokrastination!

Die Aufschieberitis, das lustvolle Weiterschieben des Eiligen. Und nachdem der Abgabetermin für eine wichtige Arbeit ein paar Tage nach hinten rückte, darf ich der Prokrastination noch ein halbes Stündchen frönen ...

 

 

23.05.2012 um 12:43 Uhr

Von uns gegangen ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Stress und Konsorten

Musik: irgendwas seeeeehr getragenes ...

Minna ist nicht mehr. Sie ruhe in Frieden.

Fast 15 Jahre hat sie in ihrer schlichten, weißen Schürze unser Leben geteilt und sich dabei weder um Mindestlöhne noch Arbeitszeitregelungen gesorgt. Minnas Arbeit begann, wenn Frau Rolle und die Röllchen sich schlafen legten. Ebenso leise wie unermüdlich versah sie ihren Dienst an Familie Rolle und unserem Geschirr. Nun folgte sie ihrem im letzten Sommer eiskalt heimgegangenen Freund nach. Sie verschied bei der Arbeit, so leise, wie sie auch gelebt hat ... ich fand sie morgens ganz friedlich. Die Beisetzung wird in aller Stille stattfinden.

Einen Termin gibt es allerdings noch nicht ... denn aus Budgetgründen werden wir wohl eine ganze warten müssen, bevor eine neue Geschirr-Minna bei uns einziehen darf und bei dieser Gelegenheit die alte in den Elektrogerätehimmel auffährt, wo ihr Kühl-Kumpel sie schon erwartet.

In diesem Zusammenhang ein Gespräch mit Röllchen 1:

Röllchen, unsere Geschirr-Minna ist nicht mehr. ... Oh, Mama, dann musst DU ja jetzt mit der Hand spülen ...

 

AAAAAARRRRGH!!!

 

Und ... ich weiß ... alles nur unter Pleiten, Pech und Pannen einzusortieren. Ich danke unserem Schöpfer, dass es nur die Spülmaschine war und wir von wirklichem Unglück und Verlust momentan noch verschont bleiben!

21.05.2012 um 06:52 Uhr

Betrogen und enttäuscht ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Familienbande

Kein Dschungel-Mann, sondern Röllchen Nr. 2 ist der Auslöser dieser schlechten Gefühle. Röllchen 2 ist ein Technikjunkie. Die PC-Spiele sind einigermaßen unter Kontrolle inzwischen und zeitlich sehr begrenzt. Problem ist das bzw. welches Telefon. Röllchen bekam dann ein älteres Äpfelchen-Telefon mit zerkratztem Screen geschenkt von einer Klassenkameradin, die ein neues von ihren Eltern bekommen hatte. OK, das Ding war wirklich schon arg durch ... also glaubten wir (Röllchenpapa und ich) dem Röllchen die Geschichte. 

Gestern, fast zwei Monate später, kam das Röllchen abends lange nach Bettzeit tränenüberströmt zu mir.  Es folgte das Geständnis: Röllchen hat das Äpfelchen gekauft. Mit geliehenem Geld. Und das muss es jetzt zurückgeben. Und Röllchen geriet in Panik. Die Äpfelchen-Verkäuferin will natürlich auch das
Äpfelchen nicht zurück. Der Verleiher des Geldes natürlich schon. Das Röllchen hat kein Geld und Panik und Schiss, dass Röllchenpapa wütend wird. Zu Recht, wie ein Telefonat klärte. Denn während ich damals nur angemerkt hatte, dass ich ein Äpfelchen unnötig finde und dem Röllchen stets von einem Kauf abgeraten hatte (es ging schon mehrfach um diese Begehrlichkeit vorher), hatte der Röllchenvater ein ausdrückliches Verbot ausgesprochen, wenn es um Kauf ging. Bei dem maroden Ding hatten wir beide halt nicht gedacht, dass dafür noch jemand Geld haben will und bekommt ...

Röllchen hat sich jetzt eine Familienkonferenz eingefangen. Und ich denke jetzt über Konsequenzen nach. Am schlimmsten finde ich den Betrug ...

 

 

20.05.2012 um 07:52 Uhr

To whom it may concern ...

Musik: The end of the innocence (Don Henson)

Ich schreibe Blog. Bedeutet qua definitionem, dass nicht nur ich lese, was via Tastatur direkt aus meinem Hirn und meinen Gefühlen fließt. Bedeutet deshalb auch, dass ich "aufpassen" muss, was ich schreibe. Zum Einen, um nicht zur seelischen Exhibitionistin zu mutieren, die die eigene Privat- und Intimspäre zur Glosse macht. Zum Anderen, um das zu schützen, was Andere mir anvertrauen.

Bedeutet, dass Menschen, die mir wirklich viel bedeuten, hier immer nur verfremdet "auftauchen" werden. Und auch, dass "erkennbare" Situationen ausgeblendet werden. Es ist besser so ...

Nach diesen Nachdenklichkeiten nun die Fortsetzung der Blognovela.

Wobei es eigentlich keine gibt. Sollte ich meine Gefühlslage gegenüber den Dschungel-Männern beschreiben, wäre "belanglos" das Wort. Und das hat nun wirklich kaum Potenzial. 

Ich sehe schon, ich muss ein neues Gefühl und ein neues Wort dafür finden. Eines, das Perspektiven öffnet, statt sie zu kappen. Wörter haben Kraft, mehr als wir glauben. Der Wandervogel zum Beispiel wünscht sich bei jeder Begegnung ein Wort von mir. Kein neues Wort, sondern ein kompliziertes, geheimnisvoll klingendes Fremdwort, das einfache Zustände komplex umschreibt. Das gestrige Wort hat ihm nicht gefallen. Mir auch nicht. Aber es war da, das Wort. Out of the blue. Und es passt allzu gut. Leider. 

OK ... das wird eine Sackgasse. 

Zurück in den Dschungel also. Und was macht eigentlich die Sammlung von "rüstigen Senioren" da auf meinem virtuellen Wartezimmersofa? Ich weiss, die "Silver Generation" wird von Marktforschern hochgejubelt ... aber muss ich deshalb "zugreifen"?

Noch ne Sackgasse ...

Belanglos ... das ist das Wort des Tages!

 

19.05.2012 um 09:40 Uhr

Spannungsbögen ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Error (m)

Jetzt hätte ich so gerne einen fulminanten Blognovela-Höhepunkt "serviert" ... aber das Leben hat andere Regieanweisungen gegeben.

Ihr erinnert Euch? Mann 2 nach Münchner Kindls Klickaktion? Mailwechsel mit Tempo und "Pfeffer", dreimal telefoniert, Gespräche voller Lachen und Leichtigkeit. Gestern zum Kaffee verabredet. Erwartungsvoll beiderseitig. Das sonnig angekündigte Wetter war kalt und regnerisch. Trotzdem draußen. Seine Entscheidung, er war zuerst da. Mir war kalt. Und leider kam die plaudernd-entspannte Stimmung der Telefonate nicht wieder. Mein Bild von ihm passte nicht zum Bild am Tisch. Sympathisch ... aber eben nicht mehr als das. Da fehlte dieses klitzekleine Puzzlestück, das Anziehung ausmacht. Das Ganze war irgendwie ... zu brav. Er ist sicher ein Guter. Aber er löst nichts bei mir aus. Und ich wohl auch nicht bei ihm.

"Bis bald" spricht Bände ... beiderseitig.

Aber was wäre Frau Rolle ohne eine ordentliche Verwicklung in ihrem Leben? Die Verwicklung kommt entgegen aller Erwartung diesmal nicht aus den verworrenen Tiefen des Netzes, sondern trägt solide Bergstiefel oder leichte Trekkingschuhe ... vorzugsweise immer das falsche Modell für den jeweiligen Wanderweg. Wir wandern und reden ... jetzt schon ein paar Monate bei jedem Gruppen-Wandertermin   ... einer der Menschen, zu denen kein "Draht" aufgebaut werden musste, weil er von der ersten Minute an da war. Ein Verstehen auf einer ganz eigenen Ebene. Wenn ich ein Etikett auf diesen durch gemeinsame Aktivität und gute Gespräche charakterisierten Kontakt kleben sollte, würde "beginnende Freundschaft" daraufstehen. Anderes würde ich mit einem "gebundenen" Mann nicht mal denken wollen. Und trotzdem ist da eine Sache, die mich an dem Kontakt mit diesem Wandervogel ein bisschen nachdenklich macht. Denn jedes Mal, wenn wir uns verabschieden, halten wir uns ein kleines bisschen länger fest ...

Das Leben bleibt verwickelt ...

 

 

 

 

18.05.2012 um 13:38 Uhr

Über Stock und Stein ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Lauf-Lust

Sorry, nicht die Fortsetzung der Blognovela ... nur ein ganz normaler Eintrag.

Frau Rolle hat ja seit einiger Zeit das Wandern für sich entdeckt. Seit Kurzem sogar als Premiumaktivität für freie Tage aller Art. Wunderbare Sache: der virtuelle Kontakthof liefert alles frei (und natürlich auch kostenfrei) Haus. Frau Rolle braucht nach erfolgreicher Anmeldung nur noch zum Treffpunkt zu fahren bzw. sich in eine Fahrgemeinschaft einzuklinken und lernt die schönsten Gegenden kennen. Und dazu noch richtig sympathische Leute! Gestern wieder: eine traumhafte, sehr schwierige Strecke durch ein Flusstal im benachbarten Königreich der Kartoffelstäbchen, die nach 15 landschaftlich wie wegetechnisch äusserst abwechslungsreichen Kilometern mit nassen Füssen und besagtem Nationalgericht endete.

Und die selbe Rolle, die noch vor fünf, sechs Jahren beim Vorschlag Wandern davon gelaufen wäre, jiepert jetzt schon dem nächsten Termin entgegen ... diesmal in einem einheimischen Rahmen.

 

17.05.2012 um 20:36 Uhr

Schicksal oder "that's what friends are for" ...

Musik: siehe oben

Manchmal, da hat frau das Schicksal selbst in der Hand.

Und manchmal übernehmen Andere. In diesem Falle noch nicht mal eine "höhere" Instanz, sondern nur das Münchner Kindl und unsere Limette, meine peruanische Freundin aus Lima. Erdbeerkuchenmampfend saßen wir am Esstisch des Münchner Kindls an einem sonnigen Samstagnachmittag. Und kamen irgendwann auf das Thema Männerkataloge. Das Münchner Kindl wollte ihre Selbstdarstellung überarbeiten und stellte bei der Gelegenheit fest, dass ihr Profil völlig verschwunden war ... wahrscheinlich mangels Aktivität. Also ging ich über meinen Account online und die Damen stöberten sich durch diverse Online Listen. Bei einigen bekannten Zombies, Wiedergängern und Dummbatzen konnte ich das Münchner Kindl rechtzeitig bremsen, sogar den Ex von BesterFreundin konnten wir umschiffen. Doch klickklack ... das Münchner Kindl hatte verdammt schnelle Mausfinger! Und so klickte sie eine Serie von Männern an ... die irgendwie an diesem Samstagnachmittag auch gerade nichts besseres zu tun hatten, als dann ihrerseits das Münchner Kindl respektive MEIN Profil anzuschauen.

Resultat der Aktion: zwei Mails und eine Überraschung!

Denn Mail 1 kam von jemandem, der selten gleichzeitig mit mir online war und den ich irgendwie bisher übersehen hatte. Der aber recht interessant schrieb.

Mail 2 war einer von den "Copisten" ... lauter esotherische Geschichtchen und Zitate einkopiert. Langweilig. Auch der schrieb mich jetzt an.

Es dürfte nicht wundern, dass ich Mail 1 beantwortete. Mail 2 zwar auch, aber seeeeeehr verbindlich. Deshalb ist diese Geschichte auch hier zu Ende. Er braucht noch nicht mal einen eigenen Tarnnamen.

Aber Mail 1 ... das wird schwierig. Wie ich diesen Mann hier nenne, werde ich noch nicht entscheiden. Dazu ist er nämlich zu schwierig in Schubladen zu stecken. To be continued ...

Warnhinweis nach Üfftelstütz: schon mal vorschlafen, es wird lang!

16.05.2012 um 15:06 Uhr

Sidekick: Glück im Unglück

von: Spring_Roll   Kategorie: Stress und Konsorten

Ich klaue mir mal das Brücken-Element aus Üfftelstütz ...

Welchen gigantischen Spiegel muss ich zerbrochen haben für diese Serien von Klein- und Kleinstpannen? Jede für sich nicht Welt bewegend, aber in der Summe einfach nur zermürbend?

Gestern saß ich konzentriert an meinem Schreibtisch, still vor mich hinarbeitend eingedenk der Tatsache, dass mein Rad eine halbe Stunde später gen Termin mit Ober-Cheffe rollen sollte, als ... die Hölle losbrach.

Anruf panisches Röllchen 2 (undeutlich): Mein Portemonnaie ist weg.

Röllchen war an einer Bahnstation. Hat behauptet, die Geldbörse in der Bahn noch gehabt zu haben. Dazu muss der geneigte Leser wissen, dass dieses Röllchen ein ausgeklügeltes System von Umstiegen kultiviert, um den eigentlich mit einem einzigen Umstieg machbaren Weg von Schule in Arbeitsstadt nach Dorf zurückzulegen. Röllchen saß also am Bahnhof in Zwischenhalt, während Röllchenoma in Dorf auf ihn wartete. Ich also erstmal Röllchen angemotzt (wegen nichtachtens auf Geldbörse), dann Oma über Verspätung informiert. Oma rannte wegen schlechten Wetters unnötigerweise mit Schirm zur Bahn. Ich telefonierte mit Verkehrsbetrieb wegen Ersatzkarte. Erfuhr, als ich Röllchen telefonisch zum Kundencenter dirigierte, dass Röllchen wegen Schwarzfahrrazzia erstmal Fahrkarte ziehen musste und dadurch Bahn verpasst hatte. Versuchte, Oma zurückzupfeifen, die aber nicht ans Handy ging. Telefonierte mit Fundbüro, weil Ausweis, Schülerausweis und Krankenkarte ja in Geldbörse ... wääääh. CUT ... Ab zum Termin, wenigstens vor Cheffe da sein.

Kam spät nach Hause und fiel direkt in den Telefonhörer. Röllchenpapa hatte einen Handyanruf auf AB: da hatte doch tatsächlich der Kioskbesitzer an Röllchens erstem Zwischenhalt die Geldbörse gefunden! UND angerufen! Röllchen hat die Börse heute früh schon wieder abgeholt und allen höheren Wesen sei dank, dass die Ausweis-Beantragung uns erspart bleibt! Auf jeden Fall werde ich diese Woche noch mit einem Blumenstrauß dorthin gehen. Einfach nur klasse, dass es so hilfsbereite Menschen noch gibt! Danke, lieber Kioskbesitzer!!!!!

Danke, Verkehrsbetriebe, für die unbürokratische Ausstellung einer Ersatzkarte, die wir zum Glück nicht mehr brauchen. Und auch Danke, Fundbüro ... die riefen nämlich heute früh extra an, um Bescheid zu sagen, dass nichts gefunden worden ist, als ich schon mit dem Hörer da stand, um Entwarnung zu geben.

16.05.2012 um 05:15 Uhr

Lonely Rider ... home Edition

Sitzt die Dame aus Üfftelstütz gut auf ihrem Sofa? Katzen und Kekse an der Frau?

Es geht los mit dem Panoptikum der vernetzten Begegnungen ...

Da wäre zunächst die Linse (wegen seines fotografischen Hobbies)

Die Linse und ich trafen uns schon vor einiger Zeit ... zu der Zeit, als ich nur beobachtend in meiner Ecke aka Profil sass und noch gar nicht aktiv wurde. Wir waren uns zwar recht einig darüber, dass wir mehr Unterschiede denn Gemeinsamkeiten hätten, verabredeten uns aber trotzdem zu einem Spaziergang und zum Reden. Denn allein die Tatsache, dass wir recht frisch gesingelt waren, gab uns Gemeinsamkeiten. Wir spazierredeten, mochten uns und beschlossen, öfter mal wandern zu gehen. Was daraus wurde, ist allerdings bereits an anderer Stelle nachzulesen. Erfolgreich verkuppelt bereits bei der ersten Gruppenwanderung!

Ziemlich zur gleichen Zeit schrieb mich ein anderer Mann an ... ich nenne ihn hier mal den Lonely Rider wegen seiner Vorliebe für Cowboystiefel und Motorräder. Ausserdem ist er Musiktechnikfan und Heimwerker. Seine Freizeit völlig unkompatibel mit meiner und sein ganzes Leben fühlt sich für mich an wie eine zu enge Jacke. Aber schreiben kann er ... und es ist kurzweilig, mit ihm zu mailen. Allerdings fand ich seine Stimme nicht so anziehend. Und deshalb habe ich ihm schon nach sehr kurzem Kontakt gesagt, dass da kein Potenzial für mehr ist. Er mailt weiter ... und irgendwie befürchte ich, dass ich ihn irgendwann doch verletzen muss (wobei ich ihm bewusst keinerlei Hoffnung mache). Der Rider gehört also zum Mobilar meines Postfachs ... aber nicht zu meinem Leben.

Der Clown (wegen seines aus dem Karneval stammenden Profilbilds) ist lustig, intelligent und weit gereist. Leider auch am äussersten Ende des für mich geografisch machbaren ...

Tja ... und dann gibt es noch das Schicksal. Zum Schicksal gibt es morgen ein Update ...

CU ...und iss nicht so viele Kekse da auf deinem Sofa!

15.05.2012 um 09:34 Uhr

If you can make it there ...

Musik: N.Y., N.Y ... Sinatra

Nachdem blogigo meine gestrigen Lästereien zum Anlass nahm, statt Chips mal eben Blog zu fressen, heute also auf besonderen Wunsch einer einzelnen Dame aus dem schönen Üfftelstütz die Fortsetzung ... Willkommen auf meinem virtuellen Sofa!

Herr Sinatra singt so schön, dass, wer es hier schaffe, überall durchkomme. Und das gilt in erhöhtem Maße für die virtuellen Kontakthöfe unserer Zeit. If you can make it there, you're gonna make it anywhere ... it's up to you ...

Ein dickes Fell braucht frau schon, um sich in den Jahrmarkt der Eitelkeiten und Ansprüche zu stürzen. Und ein gerüttelt Maß an Duldsamkeit auch. Lesen und Schreiben werden zwar bereits Grundschülern als geschätzte Kulturtechniken vermittelt in unseren Breiten ... doch irgendwo zwischen 15 und 50 scheinen sie sich dann auch wieder zu verlieren. Anders ist nicht zu erklären, dass es so viele Profile gibt, die den Text auf

a) nichts

b) den Satz "wenn du was wissen willst, frag mich"

c) jutjube-links

d) einkopierte Witze oder schlechte Zitate

reduzieren.

Auffallend auch, dass ehrlich und treu die Eigenschaften sind, mit denen gerade die einfacher gestrickten Herren gerne "punkten" wollen. Sorry, Jungs ... aber das sind BASICS, die ich als selbstverständlich voraussetze ... aber doch um Gottes Willen nicht die Premium-Eigenschaften, die ich bei einer Persönlichkeit bewundere! Das wäre doch, als ob ich schriebe "ich bin eine Frau" und dafür Applaus erwarte? Ganz beliebt auch die Variante "nimm mich so wie ich bin", gefolgt von einer Menge "Kröten" zum Schlucken ... vor allem starke zeitliche Einbindung in Vereine und Familie sowie eher fürchterliche Hobbies. "Ich liebe die Romantik" ist auch ganz klasse ... gefolgt von "gemütliche TV-Abende zu zweit".

OK ... ich gebe es zu, es gibt ein paar K.O.-Kriterien. Verlieben ist nun mal nicht politisch korrekt.

Optisch sind es nicht so viele. Frau Rolle will ihren eventuellen Partner zwar gerne anschauen mögen, hat aber gar nichts gegen Lebensspuren und Abweichungen vom Hollywood-Ideal (nicht meinem). Allerdings fühlt Frau Rolle sich mit ihrer eher-Walküren-Statur neben sehr kleinen, zierlichen Männern nicht so wohl. Bildchen finde ich nicht so wichtig. Manchmal wirken sie abschreckend. Aber bisher habe ich die Erfahrung gemacht, dass mir auch Männer mit "neutralen" Bildern live sehr gut gefallen können ... und sogar solche, die ganz ohne Bild unterwegs sind. Ich bin da nicht so auf einen Typ festgelegt, mag aber eher "Charakterköppe" als Bilder, die Langeweile ausstrahlen.

Intellektuell nur ein einziges Kriterium: doof ist unsexy!

Alter: wichtig! Was soll ich mit jemandem, der in einer ganz anderen Lebensphase ist? Und das gilt sowohl für den Youngster im Studium oder am Start seiner Karriere wie für den gutsituierten Privatier mit Golfschlägerset oder den Frührentner ... also minus drei und plus fünf Jahre ...

Schwieriger wird es bei der Ausstrahlung des Menschen ... da sollte schon eine gewisse Dynamik und Spannung sein ... körperlich wie geistig. So ein zusammengesunkener, ältlicher Mensch mit Selbstzweifeln und Angst vor dem Leben ist nunmal nichts für Frau Turbo-Rolle. Auch introvertiert-schüchtern angehauchte Zeitgenossen stoßen genau hier an ihre Grenzen. Die Rolle braucht ein gewisses Aktivitätslevel ... körperlich wie kulturell. Und obwohl die Rolle in Dorf lebt, wünscht sie sich eher ein Umfeld wie Nachbarstadt oder das Zentrum von Arbeitsstadt. Käffer mag sie zum Ausflugen, möchte aber dort nicht ihren zweiten Lebensmittelpunkt finden.

Tja ... und dann wäre da noch die verdammte Logistik. Denn Arbeitnehmerrolle und Mutterrolle wollen ja auch ihr Recht. Ein Mann, der am Wochenende keine Zeit hat? No go. Und einer, der zu weit entfernt wohnt, leider auch nicht. Wobei ich die Entfernung in Nahverkehrsmitteln messen muss, denn Frau Rolle ist bewusst nicht automobil. Was die Entscheidung gegen Käffer nochmals unterstützt ...

Sooo ... da wäre Frau Rolle nun und gibt, was möglich ist, in eine Suchmaske ein:

Alter: OK ... das ist einfach

Optik ... da kann man nur Grösse wirklich eingeben. OK ... mach ich.

Intellektuell ... blöd, einen Zitat- und Suchwortfilter haben die leider noch nicht erfunden. Bildungsabschlüsse sagen ja nichts aus.

Ausstrahlung ... da kann ich nur im Dunkeln stochen ... und suchen eigentlich gar nicht

Logistik ... juhu, hier kann Frau Rolle endlich etwas eingeben. Umkreis von 50 km? Stadt meiner Wahl? Dummerweise kann ich hier nicht hineinschreiben: Umkreis, aber nur Städte ;-)

Jedenfalls reduziert sich die Auswahl gerade erheblich ... in Arbeitsstadt sind ca. 80 Männer mit meinen Kriterien angemeldet ... in Nachbarstadt ein paar mehr ...

Und die Klickerei geht los ... und umgekehrt natürlich auch ... wobei ich feststelle, dass mein Interesse an Männern und das der Männer an mir diametral auseinanderdriftet ...  mal sehen, was daraus noch wird?

 

 

12.05.2012 um 08:57 Uhr

Wie laut ruft die Wildnis?

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: siehe oben ... the lion sleeps tonight

Gestern am Zellophanfluss:

Mal wieder wirbeln Gedanken durch den Kopf. Erlebnisse, Reflektionen.

Frau Rolle ist seit gut vier Monaten eine Single-Rolle. Die Zeit davor war härter als die Zeit danach. Es geht mir gut. So gut, dass Erinnerungen weicher werden und die Leere sich mit anderem füllt. So gut, dass ich wieder Kraft und Energie für das Leben und den Job habe. Und so gut, dass ich wieder begonnen habe, mich in der angeblich so bunten und verheissungsvollen Welt der Suchenden umzuschauen.

Und so gut, noch nicht bedürftig genug zu sein, um zu übersehen, dass diese so schöne neue Welt der gleiche abgef...kte Dschungel ist wie immer.

Ein unübersichtliches Gewirr von Bildern und Worten, hinter dem irgendwo Menschen stehen. Ein Labyrinth von Fragen und Missverständnissen. Und leider irgendwie auch die falsche Reisegruppe, die da bunt zusammengewürfelt unterwegs ist.

Meist ist frau aka Rolle allein unterwegs, manchmal ein Stück weit mit einem Zufallsbekannten. Man verfolgt nicht das gleiche Ziel, mag sich aber grundsätzlich. Also reist man ein Stück weit gemeinsam. Solche Reisegefährten werden manchmal zu Freunden. Die wunderbare Hummel ist ein Beispiel dafür. Frau Steuerengel auch ... die hat kurz drauf jemanden für gemeinsames Weiterreisen zum gleichen Ziel gefunden. Oder den Weissspüler ... alle gehören seit Jahren zu meinem Leben. Diesmal traf ich die Linse. Die Linse fotografiert und filmt. Und ist sehr sympathisch, aber wir haben sehr unterschiedliche Ziele. Glücklicherweise gelang es aber, die Linse erfolgreich in ein Wandergrüppchen zu assimilieren und dortselbst zu verkuppeln ... hurra! Folge: die Linse kehrte dem Dschungel den Rücken.

Frau Rolle geht also weiter ... und betrachtet staunend das Panoptikum um sich herum. Und die erstaunliche Quote an Intellekt respektive den Mangel daran. Die Linse will nicht glauben, dass unter geprahlt durchschnittlich 25.000 online befindlichen Dschungeltouristen keiner für mich dabei ist.

Nun ... an Interesse mangelt es nicht wirklich. Dummerweise (durchaus im wörtlichen Sinne zu verstehen) kann ich es allerdings nicht erwidern. 

To be continued ... es wird haaaaaaarsträubend!!!

Also Popcorn in die Mikrowelle, Joggingbuxe an, ab aufs Sofa und voilà:

Die unglaublichen Erlebnisse einer Frühlingsrolle im Single-Dschungel ... ein Roman in x+1 Fortsetzungen 

 

Enjoy!

 

 

 

11.05.2012 um 20:43 Uhr

Die Prinzessin IST der Horst ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Stress und Konsorten

 Definitiv: dieser Tag hat definitiv Kultcharakter.

Was soll ich sagen ... bei Frau Rolle ist dann wirklich die Prinzessin der Horst ... da muss kein Kerl mehr kommen um das zu toppen!

Wir erinnern uns? Frau Rolle war ohne Büroschlüssel, ohne Zeitchip und vor allem ohne Fahrradschlüssel schnell walkend Richtung Job unterwegs, dafür zerrte sie wieder mal eine nölende Töle hinter sich her und musste gleichzeitig den Kater daran hindern, Spaziergänger zu jagen (er ist inzwischen ein recht imponierender Muskelkater!)

Die Entdeckung des Schlüssels respektive seiner Abstinenz löste dann einen EINS A Dominoeffekt aus, denn ich durfte

a) meine Mutter alarmieren, um den Schlüsselbund zu retten
b) mit dem - sagen wir mal: etwas hinter den neuesten Regeln der Strassenverkehrsordnung hinterherhinkenden respektive rollenden - Bürofahrrad zum Termin radeln durfte und natürlich bei diesem Behufe prompt nass wurde und mich gar nicht hätte beeilen müssen, da sich das Programm der heutigen grossen Kochsitzung um eine halbe Stunde verzögert hatte

c) es in der Kürze der Zeit nicht lassen konnte, den Bürofahrradschlüssel aus der Jacke zu verlieren, als ich, um mein Rezeptchen vorzutragen, zwecks Suche nach Stimmverstärkungsequipment mit einer Mitköchin den Stuhl tauschte und hinterher drei Küchenfluchten nebst Sanitärtrakt durchkämmte, bis ich ihn endlich dort fand, wo ich die ganze Zeit saß, unter dem Tisch.

d) Röllchen finden musste, damit es mir die Tür zur Rollenwohnung öffnet (Kopfhörer!!!)
e) morgen mit dem plöden Bürorad wieder nach Arbeitsstadt radeln darf, um mein Rad, das dort seit gestern auf mich wartet (abgeschlossen natürlich) wiederzuholen, weil ich es Sonntag brauche für eine schlecht erreichbare weitere Kochsitzung.


Tschuldigung ... ich heisse Horst und ich bin DÄMLICH!!!

Und könnte mir (und Töle, die mich im Aufbruch heute früh ablenkte) bitte mal jemand zeigen, gegen welche Wand wir unsere Köpfe hauen dürfen???

11.05.2012 um 08:52 Uhr

Vermischtes ... und Danke, Mama

Erst, als blogigo mal zwei Tage nicht funktionierte, merkte ich, wie sehr das Bloggen schon zu meinem Leben gehört. Ein Eintrag nach dem anderen entstand in meinem Kopf und keinen davon wird es hier zu lesen geben.

Das Dankeschön im Betreff gebührt dem nächsten Pech-Highlight im Leben einer Rolle. Schlüssel zuhause vergessen, nur dummerweise außen auf der Wohnungstür! Doppeldummerweise nicht nur den Wohnungsschlüssel, was in diesem Haus Dank weniger und gut bekannter Nachbarn nicht so schlimm gewesen wäre, sondern die "gesammelten Werke" - Chipkarte und zwei Schlüssel zum Arbeitsplatz, deren Verlust jede Menge Ärger bedeuten würde - sagen wir mal: mein Büro liegt in einer sehr gehobenen Immobilie - und der Fahrradschlüssel noch dazu (Klar: das Rad steht natürlich in Arbeitsstadt, weil ich heute nach morgendlichem Hin-Walken zurück radeln wollte). Meine Mama wohnt zum Glück nur 500 m entfernt und ist nach Anruf ... ich war schon fast in Arbeitsstadt, als ich's merkte ... direkt losgegangen. Schlüssel hängt jetzt brav am Schlüsselbrett, Mama hat mit ihrem Schlüssel abgeschlossen und ich bin guter Hoffnung, dass Röllchen 2 mich später rein lässt.

brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr .... OK ... ich beschwere mich nicht. Es sind ja alles nur Mini-Katastrophen. Aber warum gleich so viele auf einmal???

Die Walkingstrecke war übrigens wieder Denk-Werkstatt. Es wird eine neue Kategorie geben. Denn nach über vier Monaten stecke ich langsam wieder den Kopf heraus aus meiner Einsiedelei. Momentan noch eher als "Touristin" ... noch gar nicht wirklich wieder angekommen. Aber die Tatsache bleibt: Rolle ist zurück im Single-Dschungel. Und ich befürchte, dass der Dschungel in Zukunft einiges an Stoff für den Blog bieten wird. Richtig: ich befürchte. Denn angesichts meiner ersten Begegnungen mit der aktuellen Dschungel-Fauna (bisher nur aus dem Reise-Katalog) ist wenig Anlass zur Hoffnung. Rollen-Ironie mal wieder? Lest selbst ... allerdings nicht mehr in diesem Eintrag.

09.05.2012 um 13:52 Uhr

Wunder gibt es immer wieder ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Spar-Brötchen

Musik: siehe oben

Erwähnte ich bereits, dass ich Formularphobikerin bin?

Ist es für Frau Rolle kein Problem, komplizierteste Beschreibungen zu ihren Rezepten zu liefern, sind schlichteste Zahlen oder gar Formulare ein arges Problem. Man gebe Frau Rolle den Auftrag, ein Buch zu schreiben - kein Problem! Eine dreiseitige Abhandlung über ein kompliziertes Thema in zwei Stunden - kein Problem! Ein einziges Formular? PROBLEM!

Kein Wunder also, dass die jährliche Einkommenssteuererklärung für Frau Rolle ein Damoklesschwert ist. Nur bewältigbar mit dem Höchstmaß an Prokrastination (= Aufschieberitis), Fristverlängerung durch einen gnädigen Sachbearbeiter des Finanzamts meines (nicht Herzens!) ... Wohnorts und Steuerengel (die mit der Whisky-Probe) an der Seite. In den letzten Jahren lief es immer auf Betteln und das Jahresende hinaus. Und eine saftige Rückzahlung seitens des Finanzamts, das damit meinem Herzen temporär ein wenig näher rückte.

Heute nun war es wieder Zeit für DEN Anruf. Seit vorletztem Jahr ist eine andere Bearbeiterin für mich zuständig, der nette ältere Herr, der mich immer so lieb tröstete, wenn ich am 30. Dezember aufgelöst mit meinem Papierkrusch vor ihm stand, ist in Pension gegangen. Die Nachfolgerin war ... schärfer. Aber seltsamerweise bekam ich von ihr eine höhere Erstattung. Schon beim letzten Mal war es schwierig, die Terminverlängerung zu bekommen.

Zaghaft brachte ich also heute mein Anliegen vor und wurde zunächst sehr bestimmt auf die Regelungen und damit die Unmöglichkeit meines Begehrs hingewiesen ... und dann ... ja dann kam Frau Finanzamt auf die Idee, einmal zu prüfen, ob ich überhaupt verpflichtet sei, die Erklärung abzugeben. Und ... tätääääää ... das bin ich gar nicht!!!

Heisst also für die Zukunft: ich darf innerhalb von vier Jahren, muss aber nicht! Und ich muss nie, nie wieder nach Canossa, um eine Verlängerung zu erbitten!

Danke, liebe Frau Finanzamt ... ich habe es Ihnen schon gesagt ... aber damit haben Sie mir ein Riesenstück Lebensqualität geschenkt :-)