Frühlingsrollen und die Gesetze der Schwerkraft

29.10.2012 um 20:17 Uhr

Rollkommando Attika

von: Spring_Roll   Kategorie: Wandervögel

Hilft mir mal kurz jemand, meinen Mund wieder zu schließen? Denn so ganz überreiße ich immer noch nicht, was mich da heute nachmittag kalt erwischte.

Wir planen zurzeit ein Wanderwochenende mit zwei schönen Wanderungen und einer Abendveranstaltung. Wir, das sind in dem Fall der Sonnige, der feine Mensch, die Hellenin und ich. Jeder hat seinen Part, alles ganz unkompliziert. Eigentlich. Nun hatten der Sonnige, der aus unserem Zielort kommt und die Wanderungen plant und ich, die für die Unterkunft zuständig ist, überlegt, an einem der nächsten Sonntage dorthin zu fahren, alles anzusehen und eine Wanderung probezuwandern. Wir planten Zeiten und Treffpunkt (ich Zug, er Auto aus anderer Richtung) und fragten die anderen, ob sie mitwollten.

Tja ... und dann ... klingelte vorhin mein Telefon. Die Hellenin hatte eine Frage und plötzlich knackte es in der Leitung und wir hatten ein Dreiergespräch mit dem Sonnigen. Und das war ... gelinde gesagt ... INTERESSANT. 

Binnen 10 Minuten stellte sich heraus, dass unsere Planung "nicht funktionierte", da ein Umweg zum Bahnhof und meine Zugzeiten nicht mit dem Vorabendbesuch der Frau Rollkommando Attika harmonierten. Und aus "Rücksicht" darauf werden der Sonnige und sie jetzt die Tour alleine machen. Wow ... effizientes Tempo vorgelegt, Frau Hellenin.

Man nehme auf mich Rücksicht, damit ich mir den Stress nicht antue ... sagt sie. Das bräuchte ich nicht.

OK ... die ursprüngliche Planung war gar nicht stressig.

Und eigentlich hatten der Sonnige und ich ein ganz anderes Vorhaben ... und ein gemeinsames Thema.  Hmm ... ich glaube, er war genauso überfahren wie ich. Völlig manipulativ war das ... und bestätigt etwas, das mir jemand anders schilderte.

Die Vorwanderung ist nicht wichtig genug für eine Konfrontation ... ich brach also keinen Streit vom Zaun und erkannte ihre größere Erfahrung mal einfach an und zog mich "vernunfthalber" zurück ... aber es war nicht der erste Vorfall von Dominanzsucht bei ihr. Doch das nächste Mal bin ich vorbereitet ... so nicht, Frau Rollkommando Attika ... 

Immer noch verblüfft ist

die Rolle

 

 

27.10.2012 um 10:53 Uhr

Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung ...?

von: Spring_Roll   Kategorie: Morgenstund

Die 60er Generation wird die Anspielung verstehen. Sahen wir doch alle damals, in den 1970er Jahren, die entzückende Verfilmung der Abenteuer des kleinen Gaylord und seiner Familie. Morgens um sieben war die Welt in Ordnung ... und dann brachen in jedem Teil der - ich glaube drei - Filme neue Katastrophen über die heile britische Familie hinein, die meisten von Klein-Gaylord in aller Unschuld ausgelöst. 

Mein "Morgens um Sieben" spielt sich in einem kleinen Dorf irgendwo auf dem Lande irgendwo in Deutschland ab. Zeit: vorletzte Woche. Ort: ein Busbahnhof in the middle of nowhere. Grund: Fahrt zu einem verkehrstechnisch entfernteren Wandertreffpunkt. Ich komme also mit meinem vielzufrühen Bus an und muss umsteigen. Postiere mich am Wartehäuschen. Es ist fast dunkel noch. Kein Mensch unterwegs. Dachte ich. Doch ... let the games begin!

Flash ... in einem Einfamilienhaus gehen alle Lichter an. Auftritt kleiner dicker Mann. Steigt in geparktes Auto in Einfahrt. Fährt los und parkt Auto ca. drei Meter weiter auf Seitenstreifen. Steigt aus, geht um die Ecke. Kurze Zeit später Vorfahrt mit anderem Auto. Wird weiter hinten auf Seitenstreifen platziert. Mann steigt wieder aus, sofort wieder ein ... und fährt los. Sinn der Aktion? Keiner. 

Und dann kamen Thomas the Tank Engine und seine Freunde. Oder war es Bob der Baumeister. Jeweils im Gespann von Truck und Hänger traten auf: Larry der Laubsauger, Harry der Hänger und Willi der Werkzeugwagen. Fuhren jeweils einmal um den Busbahnhof herum und stellten sich in Reihe auf. Solange, bis Klaus der Kran ... oder war es Axel der Abschleppwagen? ... um die nächste Ecke bog und fröhlich hupte. Dann folgten ihm seine kleinen Freunde in einen Tag voller Spass und Abenteuer!

Was dann geschah??

Ich weiss es nicht ... denn zum Glück kam dann endlich Brummel der Bus und fuhr mich heiter tuckernd zum Wandern ;-)

 

26.10.2012 um 07:38 Uhr

Schlaf wird ... unterschätzt ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Morgenstund

Achteinhalb Stunden Schlaf wirken Wunder. Ich bin ausgeschlafen, fit, der Ischias zickt kaum noch und sogar das Kistenpacken im Büro mag mich kaum noch schrecken. Selbst das flaue Gefühl nach der Grippeimpfung ist gewichen.

Sportbilanz ischiashalber schlecht diese Woche. Nur einmal Sport, keinmal Laufen. Gestern hätte ich ja spochteln gekonnt, aber ein Telefonat dauerte bis nach 18 Uhr ... Termin verpasst. Aber wenigstens bin ich morgen und übermorgen wandernd unterwegs. 

Übrigens komme ich allmählich in die Bredouille mit meinen "Decknamen". Ich denke, ich werde dieser Tage meinen Blog noch mal von Anfang an lesen müssen und ein Glossar anlegen ...oder ein neues Gedächtnis ordern ;-)

 

25.10.2012 um 15:26 Uhr

Gräulich, windig, bäh

Stimmung gleich Wetter. Irgendwie alles doof heute. Nebenan im Büro ist die Stimmung noch mieser. Kollegin Jenny in the Box (weil sie immer wie ein Springteufelchen hochgeht, wenn sie etwas ärgert) hat Rücken, Familie und Cheffe. Alles an einem Tag. Frau Cheffe will ihr die Fortbildung nicht genehmigen, weil sie dann fast ein Quartal ausfiele - zu einem Zeitpunkt, an dem es bei uns eh drunter und drüber geht. Kann ich verstehen. Klar: es wäre eine tolle Chance für Jenny gewesen. Und auch die letzte, denn Jenny will kleine Jacks und Jennys in the box.

Für Familie kann frau ja bekanntlich wenig, aber wenn dann noch ein saftiger Streit um das Bewohnen einer Immobilie hinzukommt, stehen die Chancen für Magengeschwüre ganz prima. Der Steuerengel hat das auch gerade ... die haben es aber rigoros gelöst und der querulierenden Schwester den Geldhahn zugedreht. Jenny hat da schlechtere Karten. Dumm gelaufen.

Und Rücken? Hab ich auch. Aua Ischias mal wieder. Hält mich seit Dienstag vom Sporteln ab. Driss.

In einem waren Jenny und ich uns allerdings komplett einig: mit "Grippeschutzimpfungsfolgen" krank machen ... geht GAR NICHT!

Eine Woche zum Durchbeissen ist das ...

 

 

24.10.2012 um 22:40 Uhr

Gimme Five!

Nö, kein Highscore, leider. Sondern die Französischnote von Röllchen 2. Und weil's so schön, ist, gleich noch einen Physiktest hinterher. Von Physik habe ich keine Ahnung. Und ehrlich gesagt habe ich das Fach in Klasse 11 aufatmend abgewählt, weil ich ansonsten nämlich keine 5 und damit ein bis zwei, sondern glatte NULL Punkte erzielt hätte.

Die Französischnote allerdings wurmt mich temporäre Wahlfranzösin, die im Ch'ti-Land lebte und bei den Normannen liebte, ziemlich sehr. Also brachte ich heute Röllchen und mich zum Heulen. Nicht wegen der gemeinsam angefertigten Berichtigung. Auch nicht wegen der Listen von Verben, die ich das geistesabwesende Röllchen schreiben liess. 

Sondern wegen der Zwiebeln, à cause des oignons. Die schnippelte und dünstete ich nämlich, während das unwillige Röllchen am Küchentisch französelte. Und ich muss sagen, es lohnte sich. Zum Einen hat das Röllchen einiges kapiert und zum Anderen war der Schnell-Zwiebelkuchen ausgesprochen lecker. Sagte selbst das betroffene Röllchen (das andere übrigens auch).

Tja ... bei uns wird es wohl in nächster Zeit öfter mal Zwiebelkuchen geben ... oder andere Gerichte mit viel schnippelbarem Gemüse. Denn Schnippeln ist meiner nachhelfenden Geduld ungemein zuträglich. Auch das eine Einsicht von heute. 

Weitere Einsichten nicht am Horizont. Weder zur Nutzung von Ausguck 2010, dessen spannende Nicht-Features mir heute von einem zwar unterhaltsam erzählenden, aber leider nuschelnden Referenten nahegebracht wurden. Noch zum eigenen Herzensmanagement.  Vielleicht hilft Schnippeln da ja auch???

 

24.10.2012 um 11:32 Uhr

Miscellaneous ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Seelische Gärung

Musik: ein Sampler, was sonst ...?

Warum schreibe ich eigentlich um den heißen Brei herum, statt darüber, was mich wirklich bewegt? Ich würde dieses Blog gerne als Spiegel meiner Erlebnisse und Gefühle nutzen. Würde mir gut tun. Geht aber nicht. Präzisiere: geht FÜR MICH nicht.

Stattdessen das Plus des Tages: Einladung zu einer Wochenendwanderung im April, vorbereitet von Wandervogel und Wüstentaucherin. Tolle Gegend, kleine feine Gruppe sehr lieber Leute. Mag ich.

Und das Minus: ich packe Kisten ... mal wieder. Und hoffe, dass ich mein neues Büro mit Auspuffaussicht mal länger als ein Jahr behalten darf ...

23.10.2012 um 07:27 Uhr

Kartoffelkuchen für Frau Dr. Grenzi

Kaum steht das Stöckchen online, meldet sich der Appetit ;-)

Frau Dr. Grenzi hat gefragt, aber vielleicht schmeckt das traditionelle Herbstgericht ja auch anderen. Ich würde die Variante ohne Speck und Rosinen, aber mit Mettwürstchen empfehlen. Wichtig ist die lange Backzeit und eine möglichst gusseiserne Form. Darin wird der Kuchen am besten. Dazu passt Wein oder ein dunkles, malziges Bier. 

Guten Appetit Euch allen!

 

2500 g Kartoffeln, 3 Zwiebeln, 250 g Speck oder 3-4 Mettwürstchen (nehme ich lieber), 3 Eier, Salz, Pfeffer, Öl

Kartoffeln schälen und nicht zu fein reiben. Die Masse auf ein Sieb geben und kurz stehen lassen, damit die Flüssigkeit gut abtropft. Das Wasser vorsichtig abgießen und das abgesetzte Kartoffelmehl wieder zu der Kartoffelmasse geben. Zwiebeln ebenfalls schälen, reiben und zufügen. Ggfs. Speck fein würfeln oder Mettwürstchen halbieren/dritteln. Meine Lieblingsvariante ist die mit Würstchen, manche nehmen hälftig Speck und Würstchen in Scheiben, andere fügen noch Rosinen hinzu. Kartoffel-Zwiebelmasse, ggfs. Speck und Eier miteinander vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen (eher ein bisschen mehr). In einen GUSSEISERNEN Topf großzügig Öl geben (Pflanzenöl ist am besten, Olive eher nicht, weil zu stark durchschmeckend), auch die Seiten damit einreiben. Den Kartoffelteig einfüllen, obenauf wieder etwas Öl verteilen. Der Kuchen muss bei  220 °C ca. 2-3 Stunden backen. Nach einer Stunde bitte den Deckel abnehmen und bräunen lassen. Der Kesselkuchen ist fertig, wenn er eine dicke dunkelbraune Kruste hat. Lieber etwas länger im Ofen lassen als zu kurz.

 Beilage: Apfelmus oder Rübenkraut


 

22.10.2012 um 21:41 Uhr

Herbststöckchen

Danke, LadyBright, für dieses Herbst-Stöckchen

Fünf typische Herbst-Dinge
Duft nach reifen Äpfeln, aufatmend wieder Stiefel tragen, die Kerzenvorräte aufstocken, über knisterndes Laub durch den Herbstwald laufen, Rotweinwandern

Das gibts nur im Herbst-Lieblingsgerichte
Pflaumenkuchen, Kürbissuppe, Wildgulasch, Pilzgerichte und natürlich das Herbstgericht Nr. 1: "Knällchen"(ein im Ofen gebackener Kartoffelkuchen)

Deine letzte Herbstbastelei?
Muss Jahre her sein ... zu Kindergartenzeiten von Röllchen Nr. 2 ... und das ist gut 6 Jahre her! War wohl eine Martinslaterne ...


Gehst du Pilze sammeln?
Da ich nur Fliegenpilze zweifelsfrei erkenne ... nein


Wann hast du das letzte Mal Drachen steigen lassen?

Ehrlich gesagt als Kind ...


Was machst du an Halloween?
Wahrscheinlich diesmal gar nichts .... bei mir ist dieser Feiertag noch nicht wirklich angekommen

Lieblingsherbstfarbe
Rötliche Laubtöne, die mag ich. Besonders zu meiner Ganzjahresgrundfarbe schwarz

Liebstes Kleidungsstück im Herbst
Lederjacken und mein geliebter Kaschmirponcho
Zeig her deinen Regenschirm.
Schwarz, schlicht, klappbar

Ich mag den Herbst, weil...
....er für mich eine Jahreszeit der Erneuerung ist

Am schönsten ist der Herbst, wenn..
... Nebel in Schwaden vom Fluss aufsteigt und oben ein strahlend blauer Himmel und ein einzigartiges Panorama zu sehen ist

22.10.2012 um 07:05 Uhr

Tiefgründige Rebe, mit Manneskraft erzeugt ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Wandervögel   Stichwörter: immer, noch, belustigt

Musik: irgendein Wein-Liedchen

Zeit: Montagmorgen
Zustand: Muskelverkatert und müd, aber äusserst zufrieden
Zustand Töle und Kater: Töle japsend und feddisch, Kater protzt mit neuen Muskeln
Zudick: in künstlichem Koma

Hey, das war klasse! Ein Wanderwochenende ein Stück den Zellophanfluss herauf. Mit den angenehmen Menschen, mit denen ich mich seit einigen Monaten durch meine Sonntage und variierende Stücke Natur bewege. Ein herrliches, sonniges Spätsommerwochenende mitten im Oktober. Samstags merkten wir kaum, dass wir 17 Kilometer liefen, so schön waren Strecke und Wetter. Entgegen der sonstigen Gewohnheit machten wir reichlich Pausen, lagen sogar eine Stunde auf einem Aussichtspunkt in der Sonne herum ... Luxus. In der übrigen Zeit scheinen wir aber so flott unterwegs gewesen zu sein, dass wir trotzdem einen früheren Zug nehmen konnten zu unserem Treffpunkt zurück und noch über eine Stunde im Biergarten saßen, bevor wir die Pensionszimmer bezogen (meines unter Abwendung eines Wasserbettes, dem ich dann doch magentechnisch skeptisch gegenüberstehe). Und auch meine Zimmergenossin, die erst abends anreiste, war glücklich über die "normale" Matratze.

Abends dann eine Weinprobe mit Abenteuer-Mehrwert. Drei Taxen brachten uns zum Zielort. Doch in der Wohnstraße, in der wir ankamen, war ... NICHTS. Großes Palavern der Taxifahrer und des feinen Menschen, der die ganze Sache organisiert hatte. Dann erschien aus dem Dunkel ein PKW, dem wir folgen sollten. Ort des Events war dann eine kleine Abfüllhalle am Waldrand. Eiskalt übrigens und mit der heimeligen Geräuschkulisse der gluckernden Mutanten in ihren Tanks. Dazu später mehr.

Der Winzer bzw. eigentlich der Vater des Winzers stellte die Weine vor, seinen Betrieb und seine Lebensgeschichte. Das tat er so ausführlich, dass für Gespräch am Tisch und Information über den Glasinhalt selbst wenig Raum blieb. Sein Wortwitz allerdings sorgte zumindest in unserem engeren Umfeld für Furore. Unfreiwilliger Wortwitz, ich präzisiere. Weinberge, mit Manneskraft umpflügt (die bildliche Vorstellung war ... nun ja ... ÜBERZEUGEND), in denen tiefgründige Reben mutieren und der Traube eine Birnigkeit zugesprochen wird, die uns an die 90er und ihren Kanzler denken liessen, dessen Spitzname ja "Birne" ... usw. . Die gluckernde Geräuschkulisse indessen inspirierte zu einem Spl*attter-Movie Drehbuch, dessen Rollen wir mit Anwesenden besetzten. Meine Schlafgenossin, da klein und blond und hübsch, das erste Opfer der Mutanten auf einem Gang hinter den Busch (es gab kein WC, weshalb der Winzer Notdurftwillige "shuttelte"), mein Gegenüber als ihr Drehbuch-Flirt, den seine Libido auf die Suche treibt direkt in die schleimigen Arme der Mutanten ... den feinen Menschen und Frau Physiklehrerin als Rettungsteam der Menschheit ... usw. ...

Fazit: Unfreiwilliger Wortwitz ist der Schönste ... und gipfelte am nächsten Tag noch in folgender Kontaktanzeige: Willige Walderdbeere sucht tiefgründige Rebe zur gemeinsamen Mutation! Komm, lass uns unsere Birnigkeit ausleben!

Das Nachtleben des Dörfchens am Fluss, in dem wir nächtigten, erschloss sich nach diesem alkoholischen wie verbalen Höhepunkt allerdings nur einer kleinen Minderheit. Während unser Taxifahrer zum Biergarten vom Nachmittag dirigiert wurde und wir vier Damen gemütlichst in der Gaststube Weibergespräch und ein letztes Glas Rotwein genossen, geriet die von uns kommunizierte Information wohl taxifahrerinduziert auf Abwege. Der Rest der Truppe jedenfalls verirrte sich in ein Senioren-Speeddating mit Musik und ergriff Flucht statt Chancen. Unser Klönschnack mit Weinglas (SINGULAR) stellte sich beim Frühstück auf diese Weise als maximale Nachtlebenausschöpfung heraus!!!

Der nächste Tag brachte dann also keine dicken Köpfe, sondern den gut gelaunten Start in eine sehr anstrengende, aber wunder-, wunderschöne Wanderung über Berg und Tal mit heftig vielen km und Höhenmetern. Traumhafte Aussichten, mildes Wetter und gute Gespräche ... toll!

Und abends gab es dann das, was mir bei der Weinprobe gefehlt hatte ... unter anderem einen guuuuuuten Rotwein! 

18.10.2012 um 15:02 Uhr

Merry-move-round

Hossa, es beginnt sich zu drehen, das große Umzugskarussell!

Vor fünf Jahren DURFTE ich umziehen. Aus einem mit drei Personen belegten Büro aufjubelnd in meine kleine Dachkemenate mit dem unglaublich historischen Blick. Wenn ich aus dem Dachfenster sah, waren da graue Schindeldächer mit Standarten und güldenen Figuren ... hoch oben über den Dächern von Arbeitsstadt hatte das 21. Jahrhundert keinen Platz ... da war 1800 Schluß. Seeehr inspirierend war das ... und dort hauste ich ziemlich glücklich fast drei Jahre lang.

Es folgte eine Gebäudesanierung. Ich erhielt ein sehr großes, aber leider im Sommer grottenheißes Büro zu einer stark befahrenen Straße hin. Futsch das historische Ambiente. Futsch das Gefühl, im Sommer das Fenster weit aufzureißen und die Königin der Welt oder auch nur des Innenhofs zu sein. Futsch auch die Eremiten-Goodies mit Zwischentür, die Klingeln erforderte und der Teeküche direkt nebenan. Umzugsgewinn waren ein paar nette Sesselchen, die eine Nachbarabteilung entsorgen wollte und die bei mir zur Besprechungsecke wurden. Und eine Orchidee, die man bereits abgeschrieben hatte und die seitdem bei mir wilde Blüten treibt. Ich saß also an der Straße, konnte sicherheitshalber nachts das Fenster nicht geöffnet lassen und schwitzte folglich bis zum Kreislaufkollaps.

Aufatmend zog ich ein Jahr später wieder um. Leider nicht mehr in meine Eremitage unter dem Dach. Die ging meistbietend an jemanden, der ein paar Sterne und Gehaltsklassen mehr hat als ich. Die Eremitin in mir freute sich dann aber über das "hinterletzte" Büro. In einer Ecke des Gebäudes, in die niemand sich freiwillig verirrte, mit Schatten im Sommer und ohne Fahrzeuglärm. Prima! Und sie lebte glücklich und in Frieden ...

Oder auch nicht, denn inzwischen weiß ich, dass ich auch hier wieder heimatvertrieben werde. Das Karussel setzt sich gerade mal wieder in Gang. Heute erfuhr ich, wo mein neues Domizil sein wird. Nicht inspirierend at all. Blick auf einen Parkplatz. Dennoch ... Glück gehabt. Denn die Alternativen wären schlechter. Weder das Teilen eines Büros noch eine als Büro getarnte Sauna hätte ich sehr goutiert.

Aber eigentlich hätte ich lieber meine Kemenate zurück ... hossa!

18.10.2012 um 09:55 Uhr

Päng ... Blitz ... Fumm ... LEBEN

Life is what happens, while we're busy making other plans ... sagte schon John Lennon.

Da setze ich mich hin und plane akribisch meine Freizeit und mein Leben. Gestalte, mache, tue. Bin Herrin meines Lebens und meiner Zeit. Dachte ich. Bis die Turbulenzen anfingen. Beginnend bei den Bedürfnissen meiner Eltern, weitergehend mit einem erneuten Büroumzug (dem 4. oder 5. in ebensovielen Jahren), den Stuhllücken im Freundeskreis und nicht zu vergessen den Wanderungen durch den Single-Dschungel.

Aber ich habe ja alles im Griff. Weiß genau was ich will. Dachte ich.

Doch manchmal geschehen Dinge, die plötzlich alles "auf links drehen". Und dann geschieht trotz aller Planung ... LEBEN ... gut, dass nicht alles planbar ist ... und mal sehen, was aus dieser verrückten Idee wird, über die ich hier noch nicht schreiben mag.

 

17.10.2012 um 16:29 Uhr

Zwischen zwei Stühlen und um den heißen Brei

So ... ich habe mich für offensiv entschieden. Münchner Kindl mailte nämlich heute früh schon wieder aus dem fernen Himalaya, wo sie sich zurzeit beruflich tummelt. Wieder in Sachen Empathin-Lover. Ich habe ihr davon abgeraten, eine sehr scharfe Mail abzuschicken und eine sachlich-vorsichtige Formulierung empfohlen. Gleichzeitig habe ich ihr gesagt, dass die Empathin mich auf ebendiese Sache ansprechen wird und angekündigt, dass ich mich in dieser Sache neutral verhalte und beiden Beteiligten sage, dass ich Bescheid weiß, mich aber nicht äußern möchte, weil ich finde, dass das zwischen den Betroffenen zu klären ist ... dem Münchner Kindl und dem Empathin-Lover.

Zwischenzeitlich hat sich die Zwickmühle ein wenig aufgelöst. Empathin hat Job-Stress und unser Treffen abgesagt. Wenn Münchner Kindl wieder hier ist, tummelt sich Empathin gerade einen Kontinent weiter links. Und wenn ich Glück habe, klären die Beteiligten die Sache dann so, dass ich nicht wieder dazwischenhänge ... hoffe ich jedenfalls. Stühle also wieder be-sitz-bar ...

Der heisse Brei ... nun ja ... er ist da. Ich schreibe seit Monaten um ihn herum. Und das wird auch noch ein bisschen anhalten.

Schluss jetzt ...

16.10.2012 um 15:22 Uhr

Isses gleich gut, ja????

Stimmung: genervt

Die Spämm-Fraktion bläst wieder zum Angriff. Von 50 neuesten Beiträgen sind geschätzte 49 aus der Pharma-Ecke ... und die hässlichen Pfui-Tonne Handtaschen spämmen mein Kommentarfeld zu ...

Machen wir doch mal eine Umfrage, wie viele Blogger Vieh-Aggra nehmen?

Wie viele Pfui-Tonne Handtaschen tragen?

Und WEN diese Spämmblogs wirklich interessieren?

Muss DAS wirklich sein????

 

 

16.10.2012 um 14:24 Uhr

... you seem so far away ...

Meine Freundin ist ausgesprochen empathisch. Wenn irgendwo eine Stimmung herumlungert, fängt sie sie auf. Garantiert. Eigentlich wartete ich schon auf die SMS, die mich heute morgen mit einer guten Woche "Verzögerung" erreichte. "Was war mit dir los am letzten Samstag? Du warst irgendwie so weit weg."

Okay ... da bin ich dir eine Erklärung schuldig. Ich weiß. Der Samstag war für mich kein guter Tag. Es war ein Krankenbesuch ... und für mich wegen der Situation mit meinen Eltern der zweite in Reihe. Die Kranke war ausgesprochen fordernd ... regelrecht antreten lassen hat sie uns. Ich habe noch Kuchen besorgt und bin (umständlich) mit Bus und Bahn hingefahren, unter Zurücklassung unerledigter Dinge, die ich lieber erledigt hätte. Als ich mit meinen vier Stücken Kuchen ankam, sah ich als erstes, dass ein Gast mehr da war. Und eine weitere Person sich bereits telefonisch beschwerte, nicht eingeladen worden zu sein. Stieß mir seltsam auf, denn eigentlich hatten sich genau vier Personen treffen wollen. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Kranke mir Freundschaften aufzwingen will. Schon einmal brachte sie jemanden zu einem Treffen im Viererszenario mit. Und diese Jemand passte da nicht rein. Mit dieser Jemand möchte ich nicht befreundet sein ... und kam mir irgendwie "vergesellschaftet" vor.

Dazu kommt, dass die Kranke in einem absoluten Provisorium lebt. Bei ihr ist es nicht gemütlich ... Atmosphäre wie in der Krankenhauslobby. Irgendwie war ich ziemlich bedient ...und bin dann auch bei der erstmöglichen Gelegenheit aufgebrochen ... Massenstampede übrigens ... alle fühlten sich irgendwie unwohl.

Heute dann also diese SMS ... und ein folgender Mailwechsel. Ich habe nur von den Gedanken an meine Eltern erzählt. Die anderen Themen vielleicht, wenn wir uns sehen, die Empathin und ich. Nächste unangenehme Situation aber schon wieder in Sicht. Das Münchner Kindl ist in Führungsposition und schreibt derzeit einen Job aus. Die Empathin ist mit einem nicht in Lohn und Brot befindlichen Menschen liiert, der einen Job sucht. Dieser Mensch stellte sich beim Münchner Kindl vor. Sie war willig und hilfsbereit, doch das, was da an Bewerbung kam, war unzureichend. Auf Nachfrage kam ... nichts, jedenfalls nichts Brauchbares. Das Münchner Kindl war gefrustet und hilflos, denn die Freundschaft zur Empathin ist ihr wichtig ... und ihr Standing im Unternehmen auch. Denn da hatte sie sich ziemlich aus dem Fenster gelehnt, um diesen Bewerber ins Gespräch zu bringen und jetzt war's nur eine Luftblase. Das Münchner Kindl hat sich also hingesetzt und der Empathin geschrieben ... und mir die Mail in Kopie geschickt. Die Empathin weiß das aber nicht. Und kündigt nun an, dass sie mit mir vertraulich wegen eines Problems reden will.

Und ich ... stecke jetzt in der Zwickmühle, ob ich Frau Empathin sage, dass ich die Mail kenne oder eben nicht. Ich sage euch ... mixt NIE Beruf und Privatleben ... jedenfalls nicht so.

 

 

16.10.2012 um 13:48 Uhr

Ins HOTEL????

Kennt einer von Euch noch diesen alten Sketch mit Didi Hallervorden? Da spricht er in einer von Menschen wimmelnden Wartehalle eine Frau (Rottraud Schindler) an und egal was er sagt, die Antwort ist ... "ins HOTEL????"... Frustriert geht er weg und kurz darauf kommt sie zu ihm und erklärt, dass sie eine Studie durchführe. Darauf er "150 MARK???"

Kommt mir nur gerade in den Sinn ... denn gerade wurde mir grosszügigst ein Hotelzimmer offeriert. Ich sitze nämlich auf der Straße. Zwar nur temporär, bis Röllchen 1 nach Hause kommt, aber das wird sich heute zögern. Röllchen ist ja inzwischen kein Ferienkind mehr, sondern schon im Betreuungsteam ... und das hat heute noch eine Besprechung. Und ich den Schlüssel daheim vergessen *grummel*.

Das Hotelzimmer werde ich natürlich nicht brauchen ... aber gut, Freunde zu haben, die Herz für temporär Obdachlose plus ein Hotel besitzen *gg*.

Stattdessen werde ich wohl die Not zur Tugend machen und länger unterwegs sein ... sprich: den zweiten Weg heute auch zu Fuß zurücklegen. Heute morgen war's ja richtig schön ... noch VOR dem Nieselregen. Fand auch die Formation Graugänse, die so elegant vor mir im Wasser landete. Gerade klart es sich auf ... eigentlich sollte ich das nutzen. Wären dann drei Stunden gehen. Tut gut. Besser als die Alternative: nach Nachbarstadt zu fahren und die lange Jacke zu kaufen, die mir so gut gefiel, die ich mir aber gerade jetzt nicht leisten sollte. Sport spart Geld! Basta!

Und was ist mit Frau Rolle und ihrer Trophy durch den Single-Dschungel? Nicht so arg viel ... die Hormon-Latinas sind zurückhaltend. Und wenn die Chicas mal wollen würden, hat Frau Ratio zu meckern. Nölige Bande!!!

 

14.10.2012 um 17:11 Uhr

Mais-Diebin

Mais-Diebin,

ich würde dich gern wiedersehen und den Spaziergang vom vergangenen Donnerstag wiederholen, bei dem wir uns kennenlernten. Ruf mich an ... (Nummer)

Das entdeckte ich vorhin beim Laufen. Einen Zettel am "Tatort" Maisfeld, einen an einem Baum ein paar Meter weiter. Da hat sich jemand Mühe gegeben ... richtig viel. Sooooo romantisch.

Ich hoffe, die Mais-Diebin sieht es ... und möchte den Zettelschreiber auch wiedersehen!

 

14.10.2012 um 14:31 Uhr

Auf den inneren Club ist Verlass ...

Stimmung: somewhat "pis*sed*

Auf meinen inneren Club ist Verlass. Im negativen Sinne. Gestern abend hatten die Hormon-Latinas Ausgang. Frau Ratio unterhielt sichaufs treffliche nicht nur mit den begleitenden Mädels, sondern auch mit einem angenehmen Intellekt, während das Seelchen entspannt im Sessel ihren Cocktail schlürfte. Und was tun die dummen Puten? Ich betone: nachdem sie sich tagelang manikürt, den Ausschnitt zurechtgezupft und von mir noch neue Netzstrümpfe erbettelt hatten! Die Chicas tun ... NICHTS. Sitzen aufgereiht auf ihren Barhockern, schwatzen miteinander, trinken Kaffee statt mexikanischer Killer-Biere und ignorieren die Männerwelt um sie herum. Inklusive des angenehmen Intellektes.

In der anschließenden Feedbackrunde verplapperte sich allerdings eine von ihnen ... der angenehme Intellekt sei ihnen zu "brav" gewesen. Da habe ihr etwas gefehlt. The touch of naughtyness nämlich.

Ja ... liebe Hormon-Chica ... ich weiß, was dir und deinen Mädels fehlt. Und genau das kann ich gerade überhaupt nicht brauchen in meinem Leben. Ein Kerl zum Knieweichwerden, aber ohne jede Beständigkeit, und die fette rote Backsteinmauer nur Meter voraus. Möglichst noch mit Signalleuchten, die die Einflugschneise zum Dagegendonnern auch bei Dunkelheit markieren. Einer von diesen Kerlen, denen "AUA" auf der Stirn geschrieben steht. 

Nee, nee, Chicas ... wozu hat Frau Ratio euch blöde Bande eigentlich aus der Achterbahn gezogen? Darf ich euch daran erinnern, wie ihr noch vor ein paar Monaten aussaht? Und wie lange ihr gebraucht habt, bis aus eurem Verschlag auf dem Speicher wieder Salsamusik und Lachen klang? Wie oft müsst ihr noch auf die Nase fallen, bis ihr es lernt? Und vor allem: wie oft müsst ihr das Seelchen dabei noch mit gegen die rote Mauer donnern? Frau Ratio ist robust, die kann das ab ... aber irgendwann seid auch ihr durchgeschlissen, Chicas ... und eine Bande abgehalfterter, verhärmter Hormon-Latinas ist kein schöner Anblick!

Mit dem angenehmen Intellekt wird es wohl nichts werden ... da sei die zerstrittene Bande vor. Aber die Chicas dürfen sich in nächster Zeit warm anziehen und einen großen Bogen um Männer mit Backsteinmauer-Potenzial machen ...

 

 

13.10.2012 um 07:36 Uhr

Ein lachendes und ein weinendes Auge

Manchmal laufen mir die Tränen kullernd über die Wange. Wange. Singular. Denn ganz physisch widerfährt mir gerade das lachende und das weinende Auge. Ich habe ein Heul-Auge. Es reagiert auf einen simplen Reiz: Wind. Nur eines. das Rechte. Also ignoriere ich die Mitwartenden an der zugigen Bahnhaltestelle oder die Entgegenkommenden auf meinen Wegen über und am Zellophanfluss, die sich fragen, warum diese Frau wohl dicke Krokodilstränen weint. Denn es ist ja nicht die Frau, die weint. Sondern nur mein rechtes Auge.

Ansonsten grüble ich gerade über meine Eltern. Und frage mich, warum mein Vater in den letzten Jahrzehnten so "unterging". Der Wohnung und dem Leben hat Frau Marschallin ihren Stempel aufgedrückt. Von ihm ist so wenig zu spüren. Jetzt ist er alt und krank. Und auf ihre Hilfe in so vielem angewiesen. Ich besuche die beiden jetzt jede Woche. Fühlt sich manchmal fremd an. Früher telefonierten wir mehr. Seit die Röllchen da waren, waren oft die Kinder Anlass für Kontakt. Auch Kinderbetreuung, als sie klein waren. Jetzt sind es richtige "Besuche". Nicht zum Essen oder zu Kaffee und Kuchen. Sondern diese Besuche, bei denen man in der Küche am Tisch sitzt und sich eine halbe Stunde unterhält, vielleicht ein Glas Wasser trinkt dabei. Krankheiten und Behandlungen spielen eine große Rolle bei diesen Gesprächen. Organisatorisches auch. Ich erzähle Kleinigkeiten aus meinem Leben ... die "grossen" Dinge bleiben aussen vor. Ich merke, die Besuche tun ihnen gut. Meinem Vater, weil ich ihn mit meiner oft respektlosen Art zur Selbstironie animiere und er sich von seinen Schmerzen (er hatte im Frühjahr ein Austauschknie) ablenkt. Frau Marschallin, weil das Leben zwischen ihr und meinem Vater wortkarg ist und sie nach Unterhaltung sehnsüchtelt. Gestern holte sie ihren Schmuckkasten an den Tisch. Es ist nicht viel, was sich da im Laufe von über 70 Jahren ansammelte. Und noch weniger davon ist nicht nur emotional, sondern auch pekuniär wertvoll. Eine geschwungene Silberbrosche, eine zierliche Armbanduhr und ein Taschenührchen von der Großmutter, die ich nie kennenlernte, weil sie ein Jahr vor meiner Geburt starb. Ein paar Kreuze, ein paar Rosenkränze (hier ist eine katholische Gegend). Die Eheringe meiner Großeltern und auch der meiner Mutter, der nicht mehr über ihre gichtigen Finger passt. Der meines Vaters ist verschwunden. Ein paar zarte Silberketten, die meine Mutter noch trägt und ein paar schwere Anhänger, die von meiner Großmutter väterlicherseits und von der Altersgefährtin meines Großvaters mütterlicherseits stammen. Eine kitschige Tiffany-Brosche mit hellblauen Steinen, die Nachbarn aus Amerika mitbrachten. Ein kleines Häufchen Modeschmuck. Und eine Erinnerung an meine eigene Kindheit. Ein winziges Set aus Kette mit Marienbildchen, Namensarmband und kleinem Ring mit Koralle, gemacht für eine kleine Kinderhand ... meine Hand. Schön, dass sie das für mich aufbewahrt ... die vielen Umzüge haben mich manche Erinnerung gekostet.

Ob ich etwas mitnehmen möchte, fragt sie ... und mir fällt ein Armband ins Auge. Modeschmuck. Breit, mit roten und schwarzen emaillierten Rauten. Das gefällt mir. Sieht nach 1960ern aus. Ich frage danach. Und siehe da ... mein Vater hat es ihr geschenkt. Und sie erzählt es in der üblichen Weise ... mein Bruder schenkte mir dieses (ein nach Kunsthandwerk aussehendes Armband mit Bildern von Störchen oder Reihern auf blauem Grund) und "dein Vater kam dann damit an". Mir gefällt es ... und ich darf es mitnehmen, genauso wie den Herrenring mit dem grünen Stein, den mein Vater trug, als meine Eltern sich trafen und der von Frau Marschallin schnell "verbannt" wurde. 

Komisch ... wenn ich jetzt darüber nachdenke, mag ich den Geschmack, den mein Vater hatte, als er jung war ...

Und auch, wenn die "Besuche" mich oft stöhnen lassen, weil sie den Samstagmorgen zu einer Hetzpartie machen ... sie sind vielleicht eine Gelegenheit, meine Eltern und besonders meinen Vater von einer neuen Seite kennenzulernen.

 

Ich grüble weiter ...

10.10.2012 um 07:12 Uhr

WARUM ...???

... begegnen mir momentan eigentlich nur Menschen, die Musik machen?

Ich verstehe das nicht. So musikaffin bin ich doch gar nicht. Ich höre ab und an meine alten CDs, leise. Ich mag Konzerte in kleinen Kneipen oder umsonst und draussen. Die großen Hallen sind mir zuwider. Und doch lerne ich seit Jahrzehnten immer wieder Menschen kennen, die musikbegeistert sind oder selbst Musik machen. Letzterdings sogar gehäuft. Mundharmonika-Blueser, Multiinstrumentalist und Komponist, Gitarrist, Gitarrist und Sänger, Musiker mit noch nicht definiertem Instrument, Bassist, Saxofonist ... Ich suche nicht danach ... und oft kommt "es" auch erst im weiteren Kontakt heraus. 

Vielleicht eine Lernaufgabe für mich???  Ist es die Musik selbst oder eine Lebenseinstellung, die damit einher geht?Warum treffe ich, die so wenig in diese Richtung geht und noch nicht mal singen kann und mag, diese so intensiv von Musik bestimmten Menschen?

Halllooooo? Ich bin kein Groupie, noch nicht mal Konzertgängerin ... und laute Beschallung mag ich nur beim Autofahren und dann auch nur alte Funk-Sachen oder afrikanische Sommerhits.

Komisch, diese Häufung von Musik-Themen derzeit  ... und sei es aktuell auch nur in oberflächlichen Begegnungen im virtuellen Raum.

 

 

 

08.10.2012 um 10:31 Uhr

You can't fix stupid II

Darf ich bitte mal laut schreien? Ja?

AAAAAAARRRRRRRRRRRRRRGHHHHHHHH!!!!!  (Danke, tat gut!)

Ein ganz normaler Sonntagabend bei Frau Rolle. Das heisseste Date der Woche beendet, sprich: die Bügelwäsche fertig, eine dampfende Tasse Tee auf dem Tisch und das Netbook auf dem Schoß. Ein Ausflug in den Single-Dschungel. Und da begegnet er mir. Ein völlig von sich eingenommener Mensch. Er hat sich in den Kopf gesetzt, wir seien füreinander geschaffen. OK, der Kopf scheint Leerstand zu haben, da setzt sich dann schon mal ein Gedanke zwischen zwei Stühle. Ich frage vorsichtig, ob er denn meine Texte gelesen habe. Natürlich nicht ... aber danach liest er und es kommt zumindest ein Kommentar, der auf zumindest ansatzweise Beherrschung deutscher Sprache schließen lässt. Der folgende Mailwechsel könnte skuriler nicht sein. Seinen Vornamen mag der Mensch nicht verraten ... aber er ist freigebig mit Informationen zu seinen Körperhaarpflegegewohnheiten und mit diesbezüglichen Ratschlägen an die Damenwelt. Da selbst Sarkasmus bei ihm ins Leere zu laufen scheint, sitze ich irgendwann schallend lachend vor dem Rechner. OK ... heute abend bekommt er eine ganz "nette" Mail, in der ich mich höflich von ihm verabschiede. Denn ... siehe oben ... you can't fix stupid! (Aber ein Brüller war er echt!)

Bevor allerdings das Üfftelstützer Publikum die Chips rausholt ... mehr gibt es da auch derzeit nicht zu erzählen. Der Dschungel ist langweilig. Ich geh derzeit lieber wandern ... das ist weitaus entspannter.