Frühlingsrollen und die Gesetze der Schwerkraft

30.01.2013 um 16:43 Uhr

Januar-Bilanz

von: Spring_Roll   Kategorie: Miscellaneous

Musik: The Logical Song (Supertramp)

Bridget Jones hat eine wunderbare Art, die Dinge auf den Punkt zu bringen.

Gewicht: >>> als erlaubt
Nussecken: 3 (!)
Training: 0 (diese Januardunkelheit nervt!!!)
Neue Männer: +1
Neue Schuhe: 0
Chef: -1
Job: zurzeit unterirdisch und mit schuld am Trainingsdebakel

Immerhin ... ein wirklicher Aktivposten! Und gleich balanciert mich Frau Laufpartnerin per Reiki mal ein wenig aus ...

KUSCH, Töle!!!! Ins Körbchen, Kater!!! Nein, Zudick ... du kommst hier nicht rein!!! 

 

27.01.2013 um 15:30 Uhr

Die Beduinin und ihre Seele

von: Spring_Roll   Kategorie: vis à vis

Musik: Stay close (The blue Nile)

Manchmal halte ich inne wie der alte Beduine nach dem Transatlantikflug. Moment, visavis, warte bitte kurz, bis meine Seele uns wieder einholt! Und er wartet ... so lange, bis ich ganz bei mir bin. Gut tut das.

Sidekick: die Röllchen haben jetzt ihre Blognamen. Blue ist fast 16, überragt mich schon um einen halben Kopf und verzeichnet mit seinen strahlendblauen Augen gerade erste Flirterfolge. Sein Bruder Wirbel ist 13 und hat nicht nur Wirbel im dunkelblonden Haarschopf, sondern verursacht auch reichlich Umdrehungen in seiner Umgebung. Diese Woche allein durfte ich zwei förmliche Entschuldigungen gegenzeichnen. Eine davon liess mich vor Lachen fast inkontinent werden ... "Pussi" nannte er einen Mitschüler. Ich fragte ihn, was das bedeute und prompt kam "Feigling". Ich glaube, ich sollte mal einen Crashkurs in Zweideutigkeit mit ihm machen ... sein dummes Gesicht, als ich ihm den Grund des Ärgers seiner Leerkraft erklärte, war jedenfalls Gold wert!

Zurück zu Visavis.

Freitag haben wir gemeinsam gegessen: Blue, Wirbel, Visavis und ich. Blue und Wirbel waren gut gelaunt und völlig entspannt. Es war einfach nur unkompliziert. Und gestern verschluckte ich mich dann fast an meiner nachrennenden Seele ... ein Anruf, keine Zeit zum Überlegen ... und schon sass ich mittendrin im Geburtstagsessen von Visavis Vater. Wir sind "offiziell" ... keine Frage!

Es hat Spass gemacht in diesem kleinen sizilianischen Restaurant. Gut gelaunte Kellner, wuselnde Familienangehörige des Besitzers und "lo chef", der lauthals lokale Brauchtumslieder absang. Die Eltern von Visavis entpuppten sich als freundliche Menschen, die mich offensichtlich mögen ... sonst hätten sie bestimmt nicht am ersten Abend ein Du aus dem Sie werden lassen (was selbst Visavis wunderte).

Da ist so vieles, das mir gut tut ... schön ist das!

 

 

25.01.2013 um 07:53 Uhr

Nähe und Distanz

von: Spring_Roll   Kategorie: vis à vis

Musik: irgendetwas von Lambchop

Während ich die letzten Tage so vor mich hin eigenbrötelte und schwere Gedanken wälzte, war Visavis immer in kleinen Dingen für mich da. Wohltuend. Und ich glaube, wir basteln uns gerade in dieser eigentlich unmöglich nahen Situation für einen Anfang ein sehr, sehr gut passendes Modell von Nähe und Distanz. Tut sehr, sehr gut ...

Gestern abend war ich übrigens sehr stolz auf mich ... in den letzten Wochen habe ich endlich gelernt, Fleisch genau auf den Punkt zu garen. Die rosa Entenbrust schmeckte genial!

23.01.2013 um 15:44 Uhr

Schmaler Grat

von: Spring_Roll   Kategorie: Himmel auf dem Kopf

Musik: Set fire to the rain (Adele)

Eher zufällig kam es heute zu einem Gespräch, sehr informell ... aber trotzdem weiß ich, dass meine Loyalität auf dem Prüfstand war. Ich denke, es ist mir gelungen, meine Kritik an Vorgehensweisen zu äußern und gleichzeitig konstruktiv zu bleiben. Gratwanderung ...

Ein weiteres vertrauliches Gespräch habe ich aktiv gesucht. Und mein Puzzlestückchen in ein größeres Bild eingefügt. In der Hoffnung, dass es das Bild ein klein wenig hübscher macht. Licht und Schatten. Nichts ist nur weiß oder schwarz. Sondern es gibt so viele Abstufungen von grau. Und keine wirkliche Persönlichkeit ist "nett" und "glatt" ...

Visavis hat mich gestern gefragt, ob ich ihn zum 70. Geburtstag seines Vaters begleite. Eigentlich ist es mir noch ein wenig zu früh dafür. Aber ich glaube, es würde ihm viel bedeuten. Also werde ich mir wohl einen Ruck geben ...

 

 

23.01.2013 um 07:57 Uhr

Die einfachen Dinge ...

Musik: Fee (ZAZ)

Manchmal sind es die ganz kleinen Dinge ... gestern bekam ich genau das, was ich brauchte. Ein Glas Wein, eine Schulter ... und später, als ich sie nötig hatte, auch Ruhe.

Danke, Visavis ...

21.01.2013 um 23:29 Uhr

Was wirklich bewegt ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Seelische Gärung

Musik: Emotional rescue

So. Tag drei geschafft.

Was mich wirklich bewegt, darüber kann ich nicht schreiben. The Show must go on. Den ganzen Tag bis spät in den Abend. Keine Fragen. Kein Kommentar. Das Schachspiel geht weiter.

Visavis hat in dieser Woche abends Job-Termine. Und ehrlich gesagt musste ich heute auch mal allein sein. Zu viel wirbelt in meinem Kopf ...

 

19.01.2013 um 07:40 Uhr

Drüber schlafen nützt nicht

von: Spring_Roll   Kategorie: Himmel auf dem Kopf

Musik: Beethoven ... die Fünfte!

Gestern war das Ende der Unschuld. Ich muss mir Gedanken darüber machen, wie ich mit dem "Sündenfall" umgehe. Zivilcourage. Loyalität. Meine eigenen Werte. Zum Glück bin ich damit nicht allein. Weder dort noch hier.

Als ich den Hof betrat, muss ich ausgesehen haben wie eine graue Wand. So grau wie die anderen, als es passierte, niedergedrückt von einem schweren Gewicht. Visavis war draußen und schraubte an seinem Rad herum. Er nahm mich einfach nur in den Arm. Und konnte gut verstehen, dass ich den Abend brauchte, um denjenigen aufzufangen, dem der Himmel auf den Kopf fiel. Und der alleine wäre in einer leeren Wohnung, weil Partner weitweitweg und ein anderer wichtiger und naher Mensch noch auf dem Rückweg von einem anderen Ort.

Gestern abend ... in einem kleinen Lokal. Wein. Essen. Tränen. Die toten Augen haben etwas in den Raum gestellt, was - obwohl aus unserem Fühlen unwahr - bis ins Mark erschütterte. Jemand stellt plötzlich die Sinnhaftigkeit von zwei Jahrzehnten infrage und zerbricht fast daran. Dabei ist es nur der Springer, der lächelnd geopfert wird, um Dame und König zu nützen ... und der Läufer kann zwar das gleiche Feld besetzen, aber nun einmal nur diagonal weitergehen und wird absehbar vom Brett verschwinden. Wir anderen sind nur Bauern ...und personenunabhängig loyal für unsere Farbe, egal was geschieht.

Wir haben gegessen und viel Wein getrunken. DA SEIN.

Im Dschungel beantwortete ich die Frage danach, wovon ich mich nie trennen wollte, immer mit "meine Würde". Gestern hatte ich diese Wahl im ganz realen Leben zu treffen. Und ich bin sehr, sehr froh, dass ich "würdig" entschieden habe. 

 

 

 

19.01.2013 um 06:49 Uhr

Technische Frage ...

Wie kommen eigentlich die Balken in der Statistik zustande?

Und was bedeutet es, wenn an einem Tag die Seite 30 mal besucht, aber 330 (!!!) mal aufgerufen wurde? Dieser Ausreisser nach oben ist mir unverständlich ... ich glaube, ich besorge mir auch mal so einen Counter ...  Nicci, du hast doch so was???? Gerne PM ... ich weiss doch nicht, wie das geht ... ich technische Idiotin...

18.01.2013 um 19:47 Uhr

Wenn mir der Himmel auf den Kopf fällt ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Himmel auf dem Kopf

Musik: keine

Heute mittag um 13 Uhr fiel der Himmel auf mich herab. Völlig unerwartet. Und nicht nur auf mich. Die toten Augen saßen uns gegenüber und keiner wollte glauben, was da gerade geschah. Ich bin stolz darauf, geredet zu haben. Stolz darauf, gerade geblieben zu sein. Auch wenn es nichts nützte. "Danach" taten wir genau das, was die toten Augen uns "ersparen" wollten. Und es war die richtige Entscheidung. Wir konnten gemeinsam weinen. Und auch heute abend werden wir nicht alleine sein.

Es ist richtig so. 

Die toten Augen haben mich zutiefst erschreckt. Und gerne wäre ich mit geradem Rücken nicht nur mutig genug gewesen, zu sprechen, sondern auch, um hoch erhobenen Hauptes zu gehen. Letzteres ist mir verwehrt. Jetzt noch.

 

Kryptisch? Ich kann es leider nicht auflösen ... nur so viel: mir geht es noch relativ gut, aber jemandem anderen leider nicht ...

 

16.01.2013 um 07:48 Uhr

Macht Glück sprachlos?

von: Spring_Roll   Kategorie: vis à vis

Musik: J'aime à nouveau (ZAZ)

Während Visavis und ich uns immer besser kennenlernen und den Umgang mit räumlicher Nähe bei erklärtem Willen zum Freiraum-Lassen üben, fehlen mir manchmal die Worte, um hier zu schreiben. Das ist wohl der Unterschied zwischen Verstandesglück und Sinnesglück. Wenn ich meinen inneren Club befrage, dann hatte Frau Ratio in 2012 ein richtig gutes Jahr, dieweil das Seelchen heilend, aber immer in Alarmbereitschaft, vor sich hinträumte und die Latinas weiter Frust schoben, unterbrochen von gelegentlicher Ausbruchshoffnung aus ihrem Speicherverschlag.

Besagter Verschlag wurde inzwischen seines Vorhängeschlosses entkleidet und ist jetzt eine turbulente Latina-Garderobe, in der die Chicas lachen und durcheinanderreden. Das Seelchen hat für ihre Hängematte dort ein Plätzchen gefunden und geniesst das bunte Gewirbel. Frau Ratio hat sich in ihrem Schaukelstuhl zurechtgesetzt ... ihre üblicherweise kerzengerade Haltung ist einem entspannten Anlehnen gewichen und ihre Aufmerksamkeit ist nicht mehr Abwehr, sondern wachsende Neugierde.

Vor ein paar Wochen hat mich die Zuhörerin gefragt, was ich mir an einem Mann wünsche ... und mit großem Staunen stelle ich fest, dass ich wohl gerade ziemlich genau das bekomme, was ich damals als "utopisches Wunschpaket" bezeichnete. Einen Mann, der mich geistig wie körperlich anzieht. Im passenden Alter und mit Interessen, die wir teilen können. Und sogar in Lebensumständen, die nicht mit meinen kollidieren und uns die Art von Beziehung erlauben, die Freiraum und Nähe beinhaltet, eigenes Leben und gemeinsame Entwicklung. Miteinander SEIN.

Ich lasse mich erst einmal tragen von diesem schönen Sein ...und bin sehr neugierig auf das, was kommt.

 

 

 

 

 

15.01.2013 um 09:43 Uhr

Ausgekocht die II. ... nicht chronologisch

von: Spring_Roll   Kategorie: vis à vis

Musik: The Spice of Life (Earth, Wind & Fire)

Ganz anders war die kulinarische Erfahrung, die Visavis mir vorgestern bot. Nach eigener Aussage ein guter Koch, schaffte er es, die Spaghetti al Sale ... ehm ... Salmone so gründlich zu versalzen, dass wir beide schallend lachend da saßen. Wie war das mit den verliebten Köchen?

15.01.2013 um 09:37 Uhr

Ausgekocht!

von: Spring_Roll   Kategorie: Familienbande

Musik: Carbonara (Spliff)

Da sitzt Frau Rolle verträumt vor sich hinarbeitend an ihrem Schreibtisch, als das Telefon klingelte. Anruf Röllchen 1: "Ich bin beim Discounter und kaufe ein, soll ich was mitbringen?" Rückfrage meinerseits. "Ich koche mir Nudeln, die ich morgen mit zur Arbeit nehmen will". Erläuterung: Praktikum. Rückfrage meinerseits nach weiteren Details und Kochangebot. "Ich koche eine Tomatensauce ... SELBST ... wollt ihr mitessen?". Frau Rolle war mittlerweile geplättet und stummnickte ins Telefon. Liess den Dingen ihren Lauf und ging eine Runde Besenstiel mit Gewicht aka Langhantel stemmen.

Im Zug erneuter Anruf Röllchen 1: "Wann bist du da? Wann kann ich die Nudeln aufsetzen?". Frau Rolle strahlte das Mutterglück und die bange Frage nach dem Zustand der Küche mittlerweile aus allen Poren. Als ich heimkam, durfte ich noch gerade die Nudeln abgiessen und den Topfdeckel wieder zusammenschrauben ... und mich dann an einen 1a gedeckten Tisch setzen. Sogar Servietten und die Parmesanreibe hatte Röllchen 1 nicht vergessen!!!

Und ... die Sauce war genial! Damit wäre jedes Date zu rocken! Röllchen bot sogar an, die Küche (völliger Normalzustand, keine Verwüstungen) noch zu reinigen!

Ich mache es jetzt offiziell ... Röllchen 1 braucht hier im Blog einen anderen Namen! Ein fast 16jähriger junger Mann von 1,80 firmiert nicht mehr unter Röllchen ... mal sehen, was mir dazu einfällt!

Danke, Sohn ... bist gut geraten!!!

13.01.2013 um 14:28 Uhr

Das volle pralle Leben ... mal wieder

von: Spring_Roll   Kategorie: Wahres Leben 2.0

Musik: Viva la Vida (Coldplay)

Manchmal geschieht Monate nichts und manchmal überschlagen sich die Ereignisse. So wie in der letzten Stunde.

1. Herr Nachbarin wird Herr Nachbar. Es ist noch ein langer Weg, den er zu gehen hat, um in dem Körper anzukommen, der eigentlich für seine Seele vorgesehen war.

2. Herr Visavis und ich werden öffentlich.

 

Lebensfreude pur war der gestrige Geburtstag des Wandervogels ... und in seine Mutter bin ich regelrecht verliebt. Ein 78jähriges Energiebündel voller Eleganz und Charme ... unendlich lebendig und jung! So will ich auch mal sein, wenn die Zahl im Pass höher wird ...

 

 

 

12.01.2013 um 09:22 Uhr

You can't hurry love

von: Spring_Roll   Kategorie: vis à vis

Musik: siehe oben

Frau Rolle heisst mit zweitem Vornamen Ungeduld. Immer schon. Und gerade in Herzensdingen war Hals-über-Kopf das übliche Tempo. Eigentlich immer. Ich hätte mir nie vorstellen können, mich monatelang mit jemandem zu treffen und dann irgendwann aus Freundschaft mehr werden zu lassen. Die Anziehung, der Zauber ... der Rausch ... das gehörte zusammen. Und oft war es auch genauso rasant vorbei, wie es anfing. Oft genug. Zeit umzudenken ... jedenfalls was das Tempo angeht. Nicht die Anziehung, denn die darf nicht fehlen ... von Anfang an nicht. 

Herr Visavis und ich haben uns wiedergesehen. Und geredet bis spät in die Nacht. Viele offene Fragen geklärt und Missverständnisse ausgeräumt. Und wieder schlenderte ich mit einem Lächeln über den Hof mit einem sagenhaften Sternenhimmel in meine Wohnung, wo die Röllchen längst schliefen. 

 

 

11.01.2013 um 07:31 Uhr

Ich hab's getan - ich bin hier raus

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: Ride like the wind (Christopher Cross)

Rechtzeitig zum Start der "Igitt-wie-peinlich-unbedingt-gucken"-Soap im australischen Busch hat Frau Rolle ihren privaten Dschungel verlassen. Ganz ohne Würmer und sonstige Ekelproben und gerade noch früh genug, um nicht selbst zu einer solchen Probe zu werden. Gut so!

Nach einem schönen Abend mit Glamour Girl, der Labradorkatze (einem kleinen Kater, der wild wie ein pubertierender Junghund ist) und einer Chilisuppe klappte ich nachdenklich meinen PC auf, schaute mir noch einmal den Dschungel an und klickte dann energisch auf "jetzt ABMELDEN". Und schlenderte ganz langsam ins große Freie.

 

 

10.01.2013 um 07:37 Uhr

Error (w)

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: Da Da Da ...

Auweia ... jetzt braucht Frau Rolle eine neue Kategorie: ERROR (W) nämlich. Ich bin die weibliche Form von Vollpfosten. Definitiv! Und ich bin dschungelgeschädigt. Ebenso definitiv.

Auslöser des Denkprozesses waren gleich mehrere Dinge. Reiki bei Frau Laufpartnerin, das einige Knoten löste. Eine Mail im Dschungel, die mich zum Hinterfragen meiner Motive brachte. Und ein Anruf von Visavis. Anruf. Nicht SMS. Das mit Reden. Gut.

Merke:

1. Eine dunkle Wohnung entsteht auch bei geöffneten Klappläden, sofern man(n) das dahinterliegende Rollo dicht verschließt.

2. Ein Mann, den frau um Drosselung des Flirttempos bittet, meldet sich absichtlich drei Tage nicht, weil er ebendieser Bitte entsprechen will. Und weil er merkt, dass das Tempo von Veränderung (neue Wohnung, neuer Job, neuer Kontakt) auch ihn fordert.

Die anderen offenen Fragen sind noch offen. Aber es wird ein Kaffee-Gespräch geben. Nicht nur darüber, sondern auch über die Art unseres Umgangs in dieser sehr offenen Wohnsituation. Sie wird anders sein müssen als bei einem "normalen" Kennenlernen.

Parallel denke ich über den Dschungel nach. Es war für mich normal, mich als Single dort zu bewegen. Aber in den letzten Tagen wurde mir einiges bewusst, das zumindest für eine längere Pause spricht. Viel zu viele Zombies gibt es im Dschungel. Solche, die immer wieder in neuer Verkleidung aus ihren Grüften springen. Und viel zu viele, die in die Expedition selbst vernarrt sind und nicht mehr allzu wild darauf sind, überhaupt irgendwo anzukommen. Die Jongleure, die mit Menschen spielen. Und genau da ist der Punkt. Ich bin an einer Grenze angelangt, die ich nicht überschreiten will. Ich will weder ein Zombie werden noch eine Expeditionsfachfrau noch eine Jongleurin. Und deshalb ist es Zeit für mich, dem Dschungel den Rücken zu kehren, zumindest temporär.

Das hat nichts mit Herrn Visavis zu tun, sondern nur mit mir. Bei Visavis sind nach unserem Gespräch nach wie vor beide Wege offen ... und das werden sie wohl auch noch längere Zeit bleiben. Weil ich diese Zeit brauche, um zu klären und zu werden.

 

 

09.01.2013 um 12:01 Uhr

Gute Nachbarschaft

von: Spring_Roll   Kategorie: Error (m)

Musik: Our house (Madness)

Visavis ist vom Erdboden verschluckt. Irgendetwas ist ganz gewaltig faul an diesem Nachbarn, so sympathisch er auch auf den ersten Blick war. Und damit meine ich nicht die durchaus im Mainstream liegende Art des "einfach mal nicht-Meldens", sondern meinen Verdacht, dass seit Tagen niemand in dieser Wohnung lebt. Diese Wohnung ist eine von zwei identischen ... und selbst bei geschlossenen Läden kann der Bewohner im Winter und bei Dunkelheit eigentlich nicht vermeiden, seine Anwesenheit kund zu tun, und sei es auch nur durch den winzigen Lichtstreifen, der durch die Holzlamellen dringt. "Weird" würde Glamour Girl sagen ... und da muss ich ihr leider beipflichten! Undurchsichtige Type im wörtlichen Sinne ... manchmal scheint das Universum seine Lieferungen höllisch durcheinanderzubringen! Bei Visavis jedenfalls gibt es dazu nur eines zu sagen: "Hallo Nachbar" - denn mehr als das wird er für mich nicht werden.

Glücklicherweise werde ich in den nächsten Tagen viel unterwegs sein: heute Reiki bei Frau Laufpartnerin. Weiß er nicht und sieht er auch nicht wirklich, denn die Röllchen sind ja zuhause. Morgen gerade geplant: Essen mit Glamour Girl. Und am Wochenende feiert ja der Wandervogel seinen Geburtstag ... da bin ich dann auch erstmal weg.

Wer hat übrigens die "wunderbare Kohlsuppe" erfunden? Das Zeug setzt mein Innerstes schon nach drei Löffeln in Bewegung ... dummerweise war die Alternative auf der Kantinenspeisekarte noch unattraktiver!

 

 

 

08.01.2013 um 06:49 Uhr

A propos Sichtfeld

von: Spring_Roll   Kategorie: Herzliches

Musik: Complicated (Avril Lavigne)

Mein Sichtfeld wird größer, jedenfalls das innere. Das äußere Sichtfeld ergibt ... nichts. Als ich gestern abend im Dunkeln vom Sport kam, keine Lebenszeichen gegenüber. Ich habe, wenn ich die Gespräche der letzten Tage Revue passieren lasse, ein schlechtes Bauchgefühl. Es sind zwei Dinge, die dafür verantwortlich sind. Zum einen eine flapsige Bemerkung über bestimmte Freundeskreise, zu denen ich keinerlei Verbindung wünsche ... entweder will sich da jemand interessant machen oder balanciert selbst auf einem schmalen Grat. In beiden Fällen geht der Schuss nach hinten los ... Zum anderen ein, zwei Situationen, in denen hochemotional reagiert wurde. Und zwar auf eine Weise, die mich extreme Labilität vermuten lässt. Nicht vergessen: das Seelchen hat eine Seismographenausbildung für so etwas durchlaufen und sitzt jetzt alert in seiner Hängematte, sprungbereit auf dem Rand.

Während die Latinas ein wenig schmollen in ihrem Speicherabteil, strahlt Frau Ratio Gelassenheit aus. Und das ist wahrscheinlich auch das einzig Angebrachte. 

Wie heisst es noch bei Loriot? "ich WOHNE" ... ?

 

 

07.01.2013 um 10:00 Uhr

Home sweet home?

von: Spring_Roll   Kategorie: Herzliches

Musik: irgendetwas chilliges von Diana Krall

Da läuft gerade etwas schief - gründlich. Und zwar bei mir. In meinen eigenen Reaktionen. Während Herr Visavis inzwischen über meine Bedenken Bescheid weiss und sich völlig adäquat verhält, rotieren bei mir die Gedanken. Ich wohne nicht mehr ungezwungen, weil mich beobachtet fühlend und selbst unwillkürlich über den Hof linsend. Finde es seltsam, mit jemandem die üblichen und völlig angemessenen "wir können uns ja nächste Woche mal wieder treffen" Bemerkungen am Telefon auszutauschen, wenn es eigentlich reichen würde, dass beide 10 Meter zurücklegen, um das Face to Face klären zu können. Die Nähe unserer Wohnsituation zwingt uns zu anderer Kommunikation ... mich jedenfalls. So wie es jetzt ist, ist es jedenfalls schwierig.

Eine komische Geschichte ist das. Zu augenscheinlich praktisch, um keinen Pferdefuß zu haben. Wie froh bin ich über das gedrosselte Tempo! Denn ich bin ambivalent. Mag jemanden offenen Auges ... und habe den Verdacht, dass mein Sichtfeld noch größer werden muss.

05.01.2013 um 19:29 Uhr

Auf der Fußmatte ...

von: Spring_Roll   Kategorie: vis à vis

Musik: Meshell N'Doge Ocello

Da sitze ich nun und denke nach ... über Herrn Vis à vis natürlich. Und komme mehr und mehr zu der Überzeugung, dass so etwas verdammt gut überlegt sein will. Never f... the company heisst es im englischsprachigen Raum. Klinikf ... bricht's Genick, sagt man unter Ärzten. Und die eigene Fußmatte? Den Nachbarn von gegenüber, der mir ins Wohnzimmer schauen kann und ich ihm? Schwierig, schwierig. Sympathisch ist er ja. Ein anziehender Typ. Aber eben einer, mit dem ich und er mit mir nicht mal eben so "ausprobieren" kann, ob ein Miteinander funktioniert. Nicht ohne sehr hohes Verletzungsrisiko, weil wir ja beide weiter wohnen ... egal was aus uns wird. Und auch, weil ich hier eben nicht allein wohne, sondern mit den Röllchen. Verdammt knifflige Sache das. Hier ist halt kein anonymes Schlafviertel mit grossen Mehrfamilienhäusern. Hier ist DORF. Und DORF bekommt alles mit. Und ich bekomme von DORF alles mit ...

Ich glaub, ich muss sehr bald mit ihm reden ... darüber, dass ich ihn gerne einfach besser kennenlernen würde, ohne direkt etwas mit ihm anzufangen. Damit wir, wenn wir das irgendwann wirklich tun wollten, ein kleines Stückchen sicherer wären ... falls das geht.