Frühlingsrollen und die Gesetze der Schwerkraft

31.05.2013 um 07:53 Uhr

Stoßseufzer ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Stress und Konsorten

Musik: Saturday Night (Cool and the Gang)

Das osmanische Energiewunder und ich saßen dann doch zwei Stunden über einer Liste, die er eigentlich längst hätte sortieren müssen. Placement heisst das Zauberwort, das gestandenen Organisatoren den Angstschweiß auf die Stirn treibt ... wer mit wem warum und wo sind die "Wichtigs"?  So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben ... aber ich muss gleich mit Obercheffe los in die Termine. Also Kollegin eingeschaltet. Und gleich Souschef anklingeln, der mehr Erfahrung mit sitzenden Befindlichkeiten hat als ich. Nebenbei noch gestern beim Lunch bei GlamourGirl erfahren, dass das osmanische Wunder eine unvollständige Liste führt und mich drum gekümmert, dass GG's Obercheffe eingeladen wird. Und auch den darf ich jetzt irgendwo unterbringen ... und musste noch diplomatisch verkaufen, dass er bitte solo zu kommen habe (ich MAG seine Frau ... aber ich habe keinen Stuhl mehr für sie ...)
 
 Ich hätte jetzt gerne die Palme auf der Insel ... die zum rhythmischen Kopf-dagegen-Hauen nämlich!
 
Mein wissenschaftlicher Suppenkoch hingegen wirbelt aus der Ferne alles durcheinander. Lädt zu Sitzungen ein und stimmt diese nicht mit mir ab. ICH aber Koordinationschefin! Sturmtief Montag, sag ich nur ...
 
Ansonsten war's eigentlich schön gestern. Arbeiten mit dem osmanischen Wunder ist lustig, mag ihn gern und er ist wirklich tief im Stress ... man muss ihn nur manchmal "einfangen" und an die kleinen Erfordernisse von Organisation und Protokoll erinnern ;-)
Lunch bei GlamourGirl war wunderbar. Super-lecker gekocht hatte sie und gemeinsam mit Münchner Kindl vernichteten wir etwas zu viel Wein. Zu viel vor allem angesichts der Tatsache, dass das osmanische Wunder mich dann doch noch mal anrief und wir uns nachmittags zu weiteren Absprachen trafen. Dort begegnete ich allerdings auch jemandem wieder ... einer ganz tollen Frau, die ich seit sechs Jahren aus einem gemeinsamen Projekt kenne. Ein wunderbarer Mensch, eine herausragende Wissenschaftlerin und jemand, der unglaublich viel bewegt hat in einer Stadt, die mit unendlichen Herausforderungen kämpft. Und dabei absolut bescheiden ist ... sie hätte mehr vorzuweisen als der selbstverliebte Suppenkoch weiter oben ... weit mehr. Und weitere schöne Begegnungen werden folgen.  Zum Beispiel mit dem Holzfäller. Natürlich ist er nicht wirklich ein Holzfäller. Aber Kanadier und hat dieses typisch hemdsärmelige und leicht polterige Auftreten. Ein Hüne mit Rauschebart, inzwischen weiß, da schon hoch in den 60ern. Da sind noch so viele, auf die ich mich freue ... es wird harte Arbeit sein, aber in einer Atmosphäre, die etwas zurückgibt.
Und nun im Bizet-Takt auf in die Arena ... und anschließend zur Tangoqueen Geburtstag feiern heute abend ...
 
Ich habe dem Kind übrigens gestern einen Namen gegeben ... ich führe eine Beziehung auf Zeit ... denn mehr als eine Affäre war es von Anfang an. Das Kümmern umeinander, das Gefühl ... all das ist zu tief für eine Affäre. Und zu diesem Kümmern zählt auch die Sorge, was die Entfernung mit dem Anderen macht. Wenn wir uns im August trennen, dann nicht, weil die Gefühle nicht da wären, sondern wegen dieser Angst. Ich will ihm, wenn er seinen Traum lebt, keinen emotionalen Klotz ans Bein hängen. Und ich weiß, dass es mehr als problematisch würde.
Trotzdem ist da viel, viel mehr als eine leichte Sommeraffäre.
Ich bin verliebt, sehr ... und befürchte, es ist sogar mehr als das. Auch wenn ich mir diese Gefühle aus Selbstschutz kaum einzugestehen wage.
 
 
 

30.05.2013 um 10:06 Uhr

Früher Vogel ... Driss-Viehzeuchs ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Miscellaneous

Musik: She works hard for the money ... (Irene Cara?)

Feiertag isses am Zellophanfluss. Und bei mir in Dorf laufen die festlich gekleideten Menschen gerade hinter Priester, Baldachin und Monstranz her. Ich hingegen sitze bereits hinter meinem Schreibtisch und fahre gleich zum Arbeitstreffen mit dem osmanischen Energiewunder alias dem quirligen Spezialkoch in Sachen Konferenzsuppe, mit dem zusammen ich Obercheffe durch die nächsten drei Tage schleuse. Heute morgen brachte ich erst einmal den Mann, der meinen Atem stocken lässt, zum Bahnhof. Kleine Abschiede, Immuntherapie für den Großen. Zärtlich war's ... obwohl er nur bis Samstagabend unterwegs sein wird. Und er hat versprochen, mich nach dem anstrengenden Abend-Event am Samstag zu "betüdeln" ...

Wir sind gut füreinander ... schön, das erleben zu können.

Meine Suppenköche übrigens schlagen sich gerade an andere Stelle heftigst die Köppe ein ... und ich habe beschlossen, am Montag ein Sturmtief über ihnen losbrechen zu lassen ... weit, weit wech auf einer Konferenz in WGT-Stadt ...

 

 

29.05.2013 um 07:00 Uhr

Der frühe Vogel kann mich mal ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Morgenstund

Musik: Morning has broken (Cat Stevens)

Jetzt weiß ich was ein SINNSPRUCH ist.

Bislang pappte er nur als Magnet auf meinem Kühlschrank. Doch seit heute morgen, 4.35 Uhr ... ist er mit Leben gefüllt. Mit tierischem Leben, um es genau zu nehmen. Wie kann es sein, dass ein paar Singvögel mitten an einer doch eher gut frequentierten Dorfstraße einen solchen Rabatz veranstalten???

Wach war ich allerdings nicht wegen der Vielfalt wandernder wildlebender Tierarten, sondern wegen der Völkerverständigung im Allgemeinen und wegen Austauschbrite im Besonderen. Die Schulen hüben und drüben hatten sich nämlich noch ein besonderes Schmankerl zum Abschied überlegt ... Busabfahrt um 0600 ... und das an einem Arbeitstag und zudem genau an dem Tag, den sich unsere föderale Kultusoberhoheit für die zentralen Prüfungen im Fach Deutsch ausgesucht hatte. DAS ist doch großes Kino ... wir lassen unsere "Prööööflinge" mal eben um 4.30 Uhr aufstehen und erwarten dann absolute Bestleistungen. Geht doch gar nicht anders, klar ... 

Dass ICH heute Bestleistung zu erbringen habe nach 4 Stunden Schlaf, ist ebenso selbstverständlich. Hochsaison. Irgendwann heute muss DIE MAPPE zu Obercheffe ... mit allem, was uns beiden in den nächsten vier Tagen erwartet und mit präzisesten Infos. Dummerweise habe ich einige dieser Infos bis jetzt nicht. Und doppeldummerweise kämpfe ich parallel noch mit zwei verschärften Fronten am Suppenkochtopf.

Bei Suppe 1, die ich seit Frühjahr letzten Jahres als Bankettchefin dirigiere, laufen mir gerade Chefkoch und Commis de Rang aus dem Ruder. Chefkoch will für ein besonderes Event die Position zweitbesetzen und unsere Stammbesetzung will beleidigt den Löffel werfen ... mitten in die gerade gut werdende Suppe. Also Hoteldirektor eingeschaltet und Chefkoch geknebelt. Commis zieht Flunsch, aber macht weiter ... Puuh.

Suppe 2 krankt an zu vielen Köchen. Besonders an denen, die als Quereinsteiger aus ganz anderen Bereichen zum Kochen kamen und die jetzt dem Profiteam den Brei verderben bzw. meinen, sie könnten erstens mal eben das Rezept völlig wechseln und wichtige Grundzutaten durch ganz anderes ersetzen ... und über diese abstruse Perversion von Molekularküche hinaus auch meinen, eine Verkostung mit möglichst ungeschulten Gaumen würde das Rezept entscheidend weiterentwickeln. Neee, ist klar. Aber essen ... darf die misslungene Suppe dann das Profiteam, denn Gästen kann man diese grauenhafte Mischung wohl nicht vorsetzen.

Kryptisch? Ja. Aus naheliegendenn Gründen.

Der Chaospreis des Tages geht allerdings an den Cineasten. Für die akute Krise in einer seit über einem halben Jahr beendeten Affäre, die jetzt für großen Aufstand nebst Auszug eines betroffenen Ehepartners sorgte .... Spätzündung??? 

 

Mit vielen Fragezeichen gehe ich in den Tag ... ich brauch URLAUB!!! 

28.05.2013 um 23:05 Uhr

Scary .... scary ...

von: Spring_Roll   Kategorie: vis à vis

Musik: Jennifer she said (Lloyd Cole)

Die Wette habe ich SO WAS von gewonnen ... 

Herr Nachbar(in) hatte ja geglaubt, es würde länger dauern bis zum naechsten Totalabsturz. Aber definitiv war da Höhlenmensch vor Stichtag. Und vorhin sah ich ihn dann von weitem. Blue, Austauschbrite und ich waren auf dem Weg zur Eisdiele mit Gehen über Los aka Supermarktzwischenstop zwecks Einkauf von Lunchpaketinhalten für Austauschbrites Heimreise. Und da sah ich ihn aus dem Supermarkt kommen. Vorsichtig witternd und dann scharf wildwechselnd schräg nach rechts ... bloss raus aus dem Radar. Er schlurfte mit seiner Tüte gen Heimat ... und ich war froh, dass er mir auswich und ich Austauschbrite nicht erklären musste, wieso dieser seltsame Mensch sich mit mir unterhalten will.

brrrrrrrrrr ....

 

 

 

27.05.2013 um 16:16 Uhr

Tanz in der Seifenblase

von: Spring_Roll   Kategorie: Breathless

Musik: Meu Lugar (Cris Lemos)

Sagt nichts. Gar nichts. Ich bin komplett verrückt. Ich bin masochistisch. Denn mit jedem Mal wird es schlimmer ... oder schöner ... oder tiefer ... und im August wird es mich zerreissen, wenn der Mann, der meinem Herzen immer näher rückt, für Jahre in sein 10.000 km entferntes Malaria-, Gelbfieber- und Krisengebiet entschwindet.

Statt vernünftig ein schönes Bedauern daraus werden zu lassen, so lange wir noch konnten, strahlen wir uns minutenlang einfach nur an, halten uns bei den Händen und freuen uns bei so vielen Kleinigkeiten übereinander. Und denken manchmal: es ist nicht wahr ... er/sie KANN das doch jetzt nicht SO meinen ... genau SO! Wir mögen Musik ... sehr ähnliche. Und wir mögen Stille. Können Radio oder Fernsehen manchmal nicht leiden, weil zu viel geplappert wird.

Gestohlene Zeit ... und doch so unendlich. Heute morgen zwischen Blue, Wirbel und Austauschbrite. Irgendwann saßen wir in der frühen Morgensonne auf dem Balkon ... mit Kaffee und Leichtigkeit im Herzen. Und freuen uns schon wieder auf die nächsten geklauten Stunden zwischen viel zu viel Arbeit und Kinder-Kram.

A propos Balkon ... leider habe ich eine Wette gewonnen. Visavis ist wieder zum Höhlenbewohner mutiert. Und das ist noch unheimlicher als das Campingstuhl-Basislager ...

26.05.2013 um 15:35 Uhr

Zwischen Prokrastination und Vorfreude

von: Spring_Roll   Kategorie: Breathless

Musik: Frau ich freu mich ... BAP

Ich habe es nicht geschafft, wirklich konzentriert zu arbeiten. Auch bei Feline war ich nicht. Stattdessen liege ich im Bett, lese Blogs und spiele Mahjong. Prokrastination vom Feinsten!

Ein Entwurf ist fertig. Wenigstens ... der Rest sortiert sich "im Hintergrund". Wenn ich morgen am Schreibtisch sitze, werden die Worte fliessen. Wie sie es immer getan haben. Noch drei Tage ... Effizienzphase. Es wird funktionieren, wie es immer funktionierte. Parallel dann Sprachcheck und Abgleich mit den Kooperationspartnern ... und Mittwoch in die Mappe für Obercheffe. 

Unter dem rationalen Abwägen und Vorstrukturieren 1000 Schmetterlinge. Heute abend. Endlich. Nur für ein paar kurze Stunden. Aber immerhin.

Es ist schön, so klar und eindeutig zu fühlen ... jenseits von Wunschzetteln und Checklisten.

Im August wird es mir das Herz zerreissen ... aber bis dahin .... FÜHLE ich ...

 

 

25.05.2013 um 16:53 Uhr

Prokrastination und eine Überraschung

von: Spring_Roll   Kategorie: Wahlfamilie

Musik: That's what friends are for (von wem auch immer!)

Blue nebst Austauschbrite sind in Nachbargroßstadt. Vorgeblich Weltkulturerbe gucken. Tatsächlich shoppen, chillen und Fast Food essen. Was 14-16-jährige Knaben so tun. Und ich ... ich prokrastiniere. Deshalb heute auch ein Eintrag ausserhalb der Kategorie Breathless. Der für meine Atemlosigkeit zuständige Mann besucht heute und morgen eine Fachtagung seines Hobbies und wird mich erst morgen abend wieder zum Strahlen bringen. 

Es ist Wochenende und ich prokrastiniere. Arbeit, um es genau zu sagen. Unser Obercheffe und ich werden in den nächsten zwei Wochen einige große Baustellen zu bewältigen haben. Ich muss also Briefings schreiben und minutiöse Planung abliefern. Und da die anderen Baustellen in der letzten Woche keine Ruhe gaben, bleibt mir nur dieses Wochenende, um alles fertig zu machen und am Montag nur noch auszudrucken bzw. den fremdsprachlichen Part vorsichtshalber noch mal unserer Übersetzerin zuzuspielen.

Noch setzen sich die Puzzlestücke im Kopf nicht zusammen. Es kann sogar sein, dass ich morgen spontan ins Büro fahren werde, um dort zu arbeiten. Weil sich hier zuhause der Hebel nicht umstellt ...

Warum steht dieser Eintrag dann eigentlich unter  Wahlfamilie, Frau Rolle?

Weil vorhin das Telefon klingelte und die Königin dran war ... nach einer sehr langen Sendepause zwischen uns, die ich durch eine Unbedachtheit verschuldet hatte. Ich hatte mich entschuldigt, aber das spielte angesichts späterer unglücklicher Entwicklungen kaum mehr eine Rolle. Sie hatte mir gemailt, was ihr trauriges widerfahren war. Und wir hatten uns einmal zufällig gesehen. Vor ein paar Tagen fasste ich mir ein Herz und mailte sie an. Schrieb ihr, dass ich sie vermisse und mehrere Anläufe zu diesem Brief gebraucht hätte ... und gerade rief sie dann an. Wir werden uns treffen in zwei Wochen. Und ich freue mich drauf. Sie ist ein so besonderer Mensch, die Königin ... und ich wäre sehr traurig gewesen, wenn diese Freundschaft auseinandergedriftet wäre.

Und Feline ... hat wieder einen Schub. Ich werde sie nachher besuchen.

Meine Prokrastination führte mich übrigens ganz tief in das Leben eines Mit-Bloggers ... wer mich kennt, weiss, dass ich Blogs stets KOMPLETT lese, also nicht mittendrin anfange, sondern wissen will, wie alles begann.  Also nicht wundern, lieber Ryan ... die komische Statistik mit dem Gast, der xxxx Seitenaufrufe generiert hat heute morgen ... das war ich.

Und nun ... auf zum Einkaufen und zu Feline .... 

 

24.05.2013 um 06:41 Uhr

Zarte Bande

von: Spring_Roll   Kategorie: Breathless

Musik: Der Mann im Mond (Heinz Rühmann?)

Seit gestern verstehe ich den Ausdruck "zarte Bande" ... denn ich habe viel nachgedacht darüber, wie es sich anfühlt, wenn jemand anders Zuneigung und Sehnsucht für mich empfindet. Die Perspektive ist wichtig ... zu fühlen, wie der eigene Gefühlsüberschwang beim Andern ankommt. Und da gibt es (nochmal Danke, Kieselstein, für das Lied) zwei Varianten. Die eine ist ein Ziehen und Zerren, kann sich stürmisch gut anfühlen, muss aber nicht. Schlägt meist sogar in das Gegenteil oder gar in schlechtes Gewissen bei "Nichtbeantwortung" aus. Führt irgendwann vielleicht sogar zu Fluchtreflexen.  Die andere ist die sanfte, warme Strömung, das Aufeinanderzubewegen in eigener Dynamik. Das Fühlen von Gegenwart in Abwesenheit. Wohltuend. Nicht belastend, sondern begleitend. 

Bande empfand ich immer als beklemmenden Ausdruck, als etwas, wovon man sich frei schüttelt. Aber oft genug erzeugte meine Liebe genau dieses Gefühl beim Anderen.

Zarte Bande ... verbunden, ohne zu binden ... das ist das Ideal. Und nach einem Gespräch fühle ich mich diesem Zustand näher. Weil ich fühle, dass er das andere Ende des Fadens gerne in seiner Hand hält ... 

23.05.2013 um 22:32 Uhr

Atemlos und leicht ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Breathless

Musik: Das Fräulein Niemand liebt den Herrn Sowieso (Lilian Harvey)

Kieselstein und Lady - Wenn es ein Lied gibt, das ich ihm widmen würde, wäre es diese alte UFA-Aufnahme mit der wunderbaren Lilian Harvey und einem Rundfunkorchester aus den 1930er Jahren. Denn das Luftschloss der beiden ... das ist unsere kleine Seifenblase. 

Er hat verstanden, was ich mit dem Zitat sagen wollte.  Wir werden uns sehen ... bald.  Und ich freue mich wie ein Teenager darauf ... 

23.05.2013 um 09:36 Uhr

Der Anfang von Abschied

von: Spring_Roll   Kategorie: Breathless

Musik: Earth, Wind and Fire ... Fantasy

We need to feel breathless with love. And not collapse under its weight.

Danke, Kieselstein, für dieses schöne Zitat.

Und genau das ist die Gefahr. Seit dem Wochenende haben wir uns nicht wiedergesehen, sondern nur zweimal kurz telefoniert. Gestern machte ich den Vorschlag, uns abends irgendwann für eine Stunde zu sehen. Und schon habe ich den Eindruck, in ein "Pflichtenheft" zu wandern. Nicht, weil er nicht wollte, sondern weil er eben schon im Aufbruch ist. Unendlich viel zu erledigen hat, unendlich viel vorgeplantes da ist. Ich verstehe seine Ambivalenz ... mir würde es in seiner Lage ja ähnlich gehen.

Nur muss ich entscheiden, wie ich damit umgehen kann. OHNE zu klammern. OHNE zu bedrängen. OHNE ihn zu "beladen".

Sollte ich mir wünschen, er bliebe hier?

Gerade das eben nicht. Denn dieser Auslandsaufenthalt erfüllt ihm einen Traum. Einen, der ein Stück weit auch meiner ist. Die Veränderung, der Neuanfang.

Es ist eine Seifenblase ... und die sind leider sehr vergänglich.

Ich habe ihm das Zitat geschickt ... und hoffe, er versteht, dass ich ihn nicht hemmen werde.

23.05.2013 um 09:12 Uhr

Alles auf Anfang ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Breathless

Musik: Friday I'm in love (The Cure)

Ein einziges Wochenende kann ein komplettes Leben auf den Kopf stellen. Das vergangene Pfingstwochenende war ein solcher Wendepunkt. Und die Konsequenzen sind nicht absehbar.

Im D*schungel fand ich am Samstagmorgen eine interessante Spur mit ein, zwei, drei Dingen, die mich aufmerken liessen. Eine Stadt, mit der mich persönliche Geschichte verbindet. Ein Thema, das auch ich bearbeite. Eine Sichtweise, die mich anzog. Und obwohl da nicht die Rede von längerem gemeinsamem Verweilen war, fragte ich trotzdem kurz nach dem gemeinsamen Fachthema, bevor ich zu meinem persönlichen Samstagshighlight aufbrach, einem größeren Flohmarkt in der Nähe von Arbeitsstadt. Ich stromerte über den Markt, kaufte wunderbare Dinge und war bester Stimmung, als ich nachmittags meinen Rechner einschaltete. Eine Antwort und eine Erklärung, die ich nicht eingefordert hatte, die aber schlüssig war. Würde ich in wenigen Wochen den Kontinent wechseln, würde ich auch vermeiden, Erwartungen zu wecken.. Sehr schnell verlegten wir die Kommunikation vom D*schungelfunk in die Telefon-Echtzeit. Merkten, dass wir in unserem Fachthema jede Menge Gesprächsstoff und gemeinsame Kontakte hatten. Und beschlossen, spontan essen zu gehen und uns darüber auszutauschen.

Und dann schlug es zu ... das Schicksal. Ein Tisch in einem kleinen Restaurant. Zwei Menschen, die sich viel zu schnell viel zu viel erzählen, dass die Stimmen fast überschnappen. Und parallel ein zweites Gespräch führen ... nur mit den Augen. Unsere Augen wussten lange vor uns, was los war. 

Ein Wochenende wie eine Ewigkeit. Er-kennen. Point of no return für uns beide. Seele berührt. 

Er wird in wenigen Wochen 10.000 km entfernt sein. Für mindestens drei Jahre, eher vier. Wir verbieten uns, weiter zu denken als bis zu diesem Zeitpunkt. Aber bis dahin ... sind wir glücklich in unserer Seifenblase ... 

Against all odds ... GLÜCK!!!

 

 

Wir haben den D*schungel verlassen ... 

22.05.2013 um 12:37 Uhr

Die Vorsilbe macht's ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Breathless

Musik: ein Fado

Ich bin verliebt. Und nachdenklich. Der Mann ist genau richtig. Der Zeitpunkt der denkbar schlechteste. Er bricht seine Zelte ab. Verkauft Überflüssiges, besucht ein letztes Mal gute Freunde, bevor er sie jahrelang nicht sieht. Besorgt sich Papiere, Impfungen und notwendiges für den neuen Hausstand, das direkt in den Container wandert. Macht einen weiteren Sprachkurs und arbeitet natürlich auch voll bis zum letzten Moment, da er ja nicht den Arbeitgeber, sondern nur den Arbeitsort wechselt. Sein Leben ist voll und schnell. Und das wird es auch "danach" sein ... angefüllt mit Aufgaben, Eindrücken und Menschen. Ich beneide ihn darum ...

Kann es gelingen, in solch einer Konstellation keine "Anker" zu werfen, die den Reisenden belasten, sondern loszulassen und nur den Moment zu leben? Kann es gelingen, nicht zur "Wartenden" zu werden, die den Reisenden aussaugt und ihm das Gefühl der Verpflichtung gibt, wenn ihr eigenes Leben eigentlich nur ein Ausharren in der Startbox ist, die sich noch nicht öffnen darf? Kann es möglich sein, einen Menschen in Liebe von ferne zu begleiten, ohne ihn einzuengen durch den eigenen Hunger nach Aufmerksamkeit?

Unsere Begegnung fand in einer Seifenblase statt ... jenseits von Alltag und Bedenken. In dieser Seifenblase konnte ich ihm "unschuldig" gegenübertreten. Frei von Erwartungen und Maßstäben. Ich habe ihn als ganzen Menschen wahrgenommen, nicht als Ansammlung von Attributen und Eigenschaften. Und ihn auch so gefühlt. Bin eingetaucht in unglaubliche Augen und eine schöne Seele.

Ich möchte diesem Menschen "gut sein" ...

 

VER-bunden statt GE-bunden ...

 

 

16.05.2013 um 11:58 Uhr

Kuchen und Gefühle ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Stress und Konsorten

Musik: No Mercy ...

Mund auf und durch ... das ist die Devise der letzten Tage. Nur Kohlenhydrate bringen mich einigermaßen hoch. Abends schlafe ich nicht ein, morgens werde ich nicht wach. Mein Körper braucht Energie, damit mein Geist ansatzweise funktioniert. Gottseidank reicht mein "ansatzweise" immer noch, um Leistungen zu bringen, die als gut bis herausragend gewertet werden. Ich weiß aber sehr wohl um meine Lücken. Um die kleinen Ungenauigkeiten, das Jonglieren mit Terminen und Fristen. Ich müsste längst in der Effizienzphase sein, so knapp ist es diesmal. Und irgendwie werde ich es schaffen. Alles. Die Berge von Arbeit in den vielen Stapeln auf meinem Tisch. Froh bin ich inzwischen darüber, den Pfingsturlaub rechtzeitig abgesagt zu haben. Ich denke, ich werde mir einiges an Arbeit mitnehmen müssen. Dazu kommt ja auch noch, dass mittwochs nach Pfingsten der Austauschschüler anreist.

Die nächsten Wochenenden sind gestrichen ... wo ist die nächste Nussecke???

 

Und ja ... es geht mir nicht gut dabei ... Zufrieden ist anders ...

15.05.2013 um 11:33 Uhr

Schwefelgelbe Verheissung

von: Spring_Roll   Kategorie: Miscellaneous

Musik: Irgendwas mit Pauken und Trompeten ;-)

Was blauhimmlig und sonnenwarm begann, wird endlich ... gelb. Leider hielt sich die kurze Verheissung eines Frühlingstages nicht über die Frühstückspause hinaus. Gut daran, dass ich mein morgentliches Walkingprogramm am Zellophanfluss entlang trocken absolvieren kann. Schlecht, dass jetzt draußen der Himmel zwischen dunkelgrau und schwefelgelb changiert und die Blätter in Erwartung von öffnenden Schleusen zittern. Mir ist kalt, ich bin müde und hungrig. Und unkreativ.

Liegt vielleich auch daran, dass ich mir in innerer Unruhe die Nächte um die Ohren schlage. Erst wenn um mich herum Ruhe ist, fängt mein Hirn an, warmzulaufen. Und dann beschäftige ich mich natürlich mit allem außer Job. Müde werde ich erst spät in der Nacht, um morgens um 6 im Zombie-Modus aufzustehen, Blue und Wirbel mit Frühstück zu versorgen und noch eine kurze Stunde Schlaf dranzuhängen, bevor der Job ruft. Tagsüber müde, abends wie aufgedreht. Es wird Zeit, dass sich in meinem Leben einiges ändert ... Sorgen machen um mich muss man sich allerdings nicht. Es ist nur INNERE Unruhe diesmal.

Sorgen mache ich mir allerdings um den Cineasten, den Mann mit den zwei Leben. Keines von den beiden läuft gerade gut ... und ich habe Angst, dass er aus falsch verstandenem Stolz mit Vollgas gegen die Mauer fährt. Nein, lieber Cineast, es ist keine Schande, einen Job aufgrund nicht mehr vorhandenen Vertrauensverhältnisses und bereits spürbarer Gesundheitsfolgen aufzugeben. Und es ist auch nicht Deine Verantwortung, dass andere ihren Job verlieren, wenn du nicht mehr für sie kämpfst. Hier musst du mal DIR der Nächste sein. Zu deiner anderen Baustelle sage ich nichts ... da musst du ganz alleine durch. Wie wir alle ... so lange du selbst nicht weißt, was du willst, lieber Cineast, kann dir niemand helfen. Aber ich befürchte, dass deine Entscheidung dir sowieso gerade abgenommen wird.

Gute Nachrichten gibt es von meinem Projekt "Richtungswechsel". Das erste Seminar werde ich im Juni haben, ein weiteres für Oktober ist fest gebucht. Die Tangoqueen hat mir gerade etwas interessantes aus GB geschickt ... aber das ist mir zu teuer für sofort ... ich recherchiere weiter ...

 

 

 

 

 

 

10.05.2013 um 13:41 Uhr

Und es geschah ... tätäääää ... NICHTS

von: Spring_Roll   Kategorie: In my single shoes

Musik: Ich bleib im Bett (Nena)

Die Nachbarlichtung hat mich einige Tage amüsiert und mir überraschende Einblicke verschafft. Allerdings bin ich ja anders als die liebe Trixi nicht zum Braten von Kartoffeln unterwegs. Deshalb bin ich eher die stille Beobachterin, die schmunzelnd den einen oder anderen Herrn wiederfindet, der offensichtlich im Stammdschungel eine Familienstandsamnesie erfuhr, von der er auf dieser Lichtung spontan geheilt wurde. Die Erwartungen waren offenbar ebenso von besagter Amnesie betroffen wie das Self-Assessment und persönliche Daten ... gruslig zum Teil.

Im Stammdschungel derzeit brüllendes Schweigen. Die einzigen, die schreiben, sind der Cineast (einsilbig) und der Lampenmann (sporadisch plaudernd) ... beide nicht in der Kategorie eligible b*achelor zu listen. Ansonsten ... NICHTS.

Und auch im realen NICHTS. Mein neuer Nachbar allerdings muss mich für einen rechtschaffenen Stoffel halten. Jedesmal, wenn wir uns begegnen, verschwinde ich unter fadenscheinigen Gründen vom Hof oder Balkon. Für mich allerdings heisst der Grund Visavis. Der nämlich hat nicht nur sein Basislager auf einem alten Campingstuhl im Hof mit Premiumblick auf meinen Balkon aufgeschlagen, sondern darüber hinaus auch ein zartes Freundschaftsband zum inzwischen endlich eingezogenen Eigenheimer über ihm - ihr erinnert euch? der, der wochenlang renovierte? - geknüpft. Bedeutet, dass die beiden abends mit Flaschbier (!!!) auf der Treppenstufe von Visavis sitzen ... RICHTIG ... mit Premiumblick auf ... na klar: MEINEN Balkon.

Das Ganze vergällt mir allmählich die Lust am draussen sitzen. Der Balkon ist sowieso für'n Eimer. Mehr als Blümchengiessen passiert da seltenst. Wäsche trocknen entfällt wegen Regengefahr. Draussen sitzen entweder wegen zu starker Sonne oder wegen siehe oben ... Herrn Visavis.

Gestern abend konnte ich die Müllentsorgung nicht mehr aufschieben und wechselte drei belanglose Worte mit dem Basislager-Insassen. Auftritt der Eigenheimer und eine Frau (wohl nicht Frau Eigenheimer, da Auto zum ersten Mal gesehen und auch später wieder abfuhr). Wir schüttelten uns die Hand und Frau Rolle entschwand mit dem bedeutungsschweren Satz "ich spring dann mal zurück in den Putzeimer". Arrrrrgh. Denn eigentlich ist Herr Eigenheimer sehr sympathisch. Aber da er offensichtlich Herrn Visavis adoptiert hat, der natürlich wieder mal "vergass", dass er ein KLITZEKLEINES Alkoholmissbrauchsproblem hat, will ich so wenig Angriffsfläche bieten wie möglich. Schließlich ist Visavis unberechenbar und ein wahrer Münchhausen. Und ich weiß nicht, welche Horrorgeschichten er seinem neuen "Freund" schon erzählt hat.

Später am Abend saß ich mit Herrn und Frau Nachbarinnens zusammen und trank viel zu viel Wein. Und wir beobachteten, wie Visavis zum Grillen bei Eigenheimer ging. Zum wiederholten Male. Und ich durfte endlich mal wieder unbeschwert auf meinem Balkon sitzen und reden und lachen. Und habe Herrn Nachbar(in) gebeten, in einem visavis-freien Moment doch Herrn Eigenheimer zu stecken, dass meine Distanziertheit nicht ihm gilt, sondern seinem "Schatten".

Fast hoffe ich auf schlechteres Wetter - dann kann ich mich wenigstens wieder frei bewegen. So schleiche ich durch das zum Hof gelegene Wohnzimmer, um nicht gesehen zu werden. Es ist kein Stalking, aber es fühlt sich richtig unangenehm an.

Herr Nachbar(in) und ich haben übrigens gewettet um eine Flasche Wein, wie lange es dauern mag, bis Visavis wieder zum Höhlenmenschen zurückfällt. Ich denke, nicht länger als bis zum 26.5., 19 Uhr. Er hat ja bereits angefangen zu trinken ... und dann wird es schnell gehen.

Ich weiss, ich bin zynisch ... aber besser das, als in irgendeiner Weise involviert und verantwortlich. Und auch wenn ich manchmal in bedürftigen Momenten darüber nachdenke, was in meinem Leben der Spatz in der Hand und was die Taube auf dem Dach wäre ... SO bedürftig kann selbst ich nicht werden, dass ich mir noch einmal einen suchtkranken Mann antue.

Die Single-Schuhe drücken manchmal noch. Aber ich lerne, in ihnen zu laufen. Täglich besser.

 

08.05.2013 um 14:34 Uhr

In my single shoes ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Perspektivwechsel

Musik: Respect (Aretha Franklin)

Gestern wurde ich eingeladen. Vom geistigen Kopf meiner Projektgruppe, in der einige habilitierte Zeitgenossen ihr Wesen treiben. Eingeladen zu einem Abendessen aus Anlass von Vermählung und Geburtstag. Nicht nur ich bin eingeladen, aber es wurde betont, dass meine Teilnahme sehr gewünscht werde. Als Nachtrag wurde ich darauf hingewiesen, dass ich gern in Begleitung kommen dürfe.

Und da war es ... das Dilemma. Wieder mal. Ich atmete ganz, ganz tief durch. Und dachte an Glamour Girl und ihr Klassentreffen und den Ausspruch des guten Freundes "Just go there in your single shoes and be fabulous!). "Nein, ich komme alleine. Es gibt niemanden, den ich mitbringen könnte" sagte ich. Und die weibliche Koryphäe neben mir lächelte und bestätigte auch ihre Solo-Teilnahme. War doch ganz einfach. Und wird gar nicht schlimm.

Komisch - beruflich ist das viel leichter als privat. Siehe goldene Hochzeit.

Ich muss lernen, in meinen Single-Schuhen zu laufen ... denn andere bekomme ich so schnell nicht ...

 

 

06.05.2013 um 10:34 Uhr

Der D*schungel ist eine miese Gegend

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: Like the way I do (Melissa Etheridge)

Haaaalt ... stopp ... ich hoffe bloss, ich bin mit meinen selbstironisch-zynischen Betrachtungen nicht schuld daran, dass ihr jetzt reihenweise in den D*schungel rennt??

Ich kann Euch nämlich sagen: das ist eine verdammt miese Gegend! Mein spezieller D*schungel krankt derzeit an Sommerloch. Und da der Winter nahtlos in den Sommer überging, fehlte die Hauptsaison ... der Frühling. Wer sich jetzt nicht verliebte, wird wohl bis zum Herbst allein bleiben. Oder einer Sommerliebelei anheimfallen. Denn um diese Jahreszeit gehört der D*schungel nicht den paarungs- und bindungswilligen "Guten", sondern den Streunern und Weggebissenen, den einsamen Wölfen und den Zombies, die mit gleichem Foto in fünf D*schungellichtungen kampieren und zahlreiche Kerben vorzuweisen haben.

Die "Guten" sind derweil draussen und geniessen den Sommer. Trauen sich aber nicht, gleichfalls unterwegs befindliche Weibchen anzusprechen. Verrückte Welt!

Ich erzählte ja davon, dass ich mal kurzzeitig die Lichtung bzw. die Perspektive wechselte. Und die hieraus erwachsenen Erkenntnisse waren zahlreich. Kann ich nur jeder Frau raten und hätte ich längst tun sollen. Hilft ganz ungemein dabei, Streuner und Zombies zu identifizieren. Bekanntlich ist es allerdings so, dass eine neue Lichtung keinen neuen Menschen macht, sie ermöglicht nur einen neuen ersten Eindruck bzw. die Arrondierung eines allzu segmentierten Bildes. Und so tat es mir gestern abend leid, einem "Weggebissenen" nun zum zweiten Male einen Korb erteilen zu müssen ... ausgerechnet an seinem Geburtstag. Aber er drängelte so, dass es mir zu viel wurde. Er weiss nicht, dass es das zweite Mal war ... und wird es auch nicht erfahren. Ansonsten war's recht amüsant auf der Nachbarlichtung. Wie schade, dass die bislang interessantesten Kontakte entfernungstechnisch nicht infrage kommen ...

Aber ich denke, dass ich mit meinem Lichtungswechsel mehrere Fliegen mit einer Klappe schlage. Erstens mache ich mich ein bisschen rarer auf der Stammlichtung, was dem Cineasten etwas zu denken geben dürfte. Zweitens amüsiert es mich während der Flaute-Monate und drittens könnte meine Stimmung eine hübsche kleine Sommerliebelei gut vertragen. Mal sehen, was sich ergibt ... 

 

04.05.2013 um 20:58 Uhr

Mutter-Kind-Parkplatz

von: Spring_Roll   Kategorie: Familienbande

Musik: We are Family (Sisters Sledge)

Die Woche der Familie ist zu Ende. Nachdem meine Mutter Donnerstag ihren 75. erfolgreich überstand, wurde sie heute eingekleidet. Der Ausflug über die Landesgrenze in eine hübsche kleine Stadt startete schon kurz vor dem Aufstehen, so fühlte es sich jedenfalls an. Meine Schwester und ihr Kastenwagen standen um 8.30 vor der Tür. Es folgten 10 Stunden Fahrt, Kampfshoppen, Mittagessen und ein riesiges Tartufo (lecker ...)

Die Erfolgsbilanz kann sich sehen lassen. Meine Mutter hat ein wirklich gut zu ihr passendes Festoutfit bekommen. Ein toller Blazer mit einem interessanten Muster, eine farblich passende Hose und ein schönes Top. Darin fühlt sie sich wohl und nicht verkleidet. Und sieht viel jünger aus als 75 :-)

Selbst meine bedürfnislose Schwester shoppte. Meine Mutter hatte Mitleid und spendierte ihr ein Jackett und zwei Blusen, damit sie sich ein paar Shirts und eine zweite Jacke kaufen konnte. Und ich ... ich hatte Riesenglück: ich fand genau die beiden Jeans, denen ich seit Wochen hinterherlaufe, in meiner Größe: eine S.Oliver my lovely in 32er Länge straight cut und eine Levis slight curve, die sogar eine inchgrösse kleiner passte!!! Und das zum halben Preis ... Outlet!!!

Und nun auf in die Folklore ... hier ist heute abend ein Fest am Fluss ... und später vielleicht noch ein Spaziergang im D*schungel ... ich habe da eine neue Lichtung entdeckt ...

Der Wermutstropfen: meine Wanderung für morgen musste ich absagen ... 28 km schaffen meine geschundenen Füsse leider nicht!

01.05.2013 um 20:04 Uhr

Am Ende des Tages ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Miscellaneous

Musik: Loch Lomond

You take the high road and I take the low, so heisst es in dem alten schottischen Lied. Die High Road hatte ich heute ... eine lange, steile Wanderstrecke, an deren Ende meine Füße schmerzten. Die Low Road ... damit bezeichneten die Schotten im Krieg zwischen König Edward und Bonnie Prince Charlie den Tod. Jemand nimmt die tiefe Straße. Kein Mensch. Ein Hund. Die alte Retrieverin von oben wird die Woche wohl nicht überleben. Ich gehe mich jetzt von ihr verabschieden ...