Frühlingsrollen und die Gesetze der Schwerkraft

28.06.2013 um 07:43 Uhr

Rollkommando Attika reloaded ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Wandervögel

Musik: Sirtaki (Mikis Theodorakis, Filmmusik Alexis Sorbas)

Ehm. Ehm, ehm.

Was war DAS?

Bis gestern abend im Meeting. Zwei verpasste Anrufe. Eine eilig klingende Bitte um Rückruf per SMS. Eine wütende Mail. Hä? Hä, hä?

Attika und der feine Mensch haben eine Wanderung mit Übernachtung geplant für eine kleine Gruppe. Ich habe unterstützt. MEINE Fachliteratur ist Basis der Routenplanung. ICH habe das Hotel gefunden und gebucht. Und stieß mit jedem vernünftigen Vorschlag auf Granit. Vorgestern schrieb mich dann jemand in völliger Auflösung an und bat um Zimmerstorno ... habe ich gemacht. Mitten in einer Konferenz. Also ohne Zeit zum weiteren Nachdenken. Gestern habe ich mir zwischen zwei Konferenzteilen sogar noch die Zeit genommen, allen eine Lageskizze des Hotels zu mailen und - nur zum Hotel - die Infos nochmal zusammenzufassen, da sich ja einiges mit der Zimmerbelegung geändert hatte. 
Und dann kommt Attika ... und läuft zu Hochform auf ... inklusive der Bemerkung/Drohung, "sie" ... also den feinen Menschen mal eben inkludiert ... würden sich die Leute in Zukunft noch besser aussuchen ...

Ich habe ihr geschrieben, nicht telefoniert. Sie ist mal wieder hoffnungslos über das Ziel hinausgeschossen. Nicht zum ersten Mal. Und nicht nur mir gegenüber. Ein Alpha-Weibchen. Eine Perfektionistin. Und hoffnungslos überrfordert, wenn andere selbständig agieren ... selbst wenn es ihr Problem LÖST. Die Zimmerstorno wäre eh bei mir aufgelaufen, auch wenn es über sie gelaufen wäre. Allerdings hatte dieser Mensch es versäumt, sie cc zu setzen ... aber das ist ehrlich gesagt nicht mein Bier. Ich konnte jemandem fast 70 Euro Kosten ersparen, weil ich reagierte.

Also fahre ich wohl mit gemischten Gefühlen zum Wandern. Ich will kein Grundsatzgespräch mit ihr. Nicht jetzt. Denn ich denke, sie kommt dort eh "wieder runter" ... wie die letzten Male auch (da war dann nicht ich der Auslöser ihrer Krisen).

Aber sollte sie weiter zicken, werde ich mich von der Tour im Herbst, die sie organisiert, abmelden. Schade, aber dann wohl nicht vermeidbar. 

Und zum Glück erwischt das Rollkommando weitere wichtige Bereiche im Leben nicht. Die sind nämlich ausgesprochen positiv. Heute gehe ich zur Bank und klopfe den Rahmen für meine Fortbildung fest. Die Zinsen sind erträglich und ich weiß ja, dass sich alles mehr als auszahlen wird. Und meine liebe Patentante hat mir gestern am Telefon gesagt, dass Sie mir ein Modul finanziert. Bin immer noch gerührt.

Gestern abend habe ich übrigens ein paar kleine Parts am Mikro bestritten und sehr gutes Feedback bekommen. Ich habe eine Stimme, die trägt, kann unterhaltsam erzählen und das auch in der dafür nötigen Fremdsprache.  

Und die Tanzerei geht auch weiter ... mein  neuer Tanzpartner und ich haben uns schon eine kleine Veranstaltung herausgesucht, die wir nach unserem Abendessen besuchen werden ... schön. Auch wenn das dann eine kurze Nacht wird vor dem Wandertrip (und der Konfrontation mit Frau Attika). Und zwei Tage später werde ich direkt vom Wandertrip in eine größere Veranstaltung fallen. So macht das Freude!

Die Goldhochzeit schließlich rückt unaufhaltsam näher ... Frau Marschallin rotiert ... aber auch das wird gestemmt. Wenigstens ist es jetzt im Job ein klein wenig ruhiger, nachdem die größte Suppenküche auf kleine Flamme gestellt wurde und meine Suppe mit den vielen Köchen, die seit ueber einem Jahr kochte, ist gegessen. Und war wohl letztendlich schmackhaft.

Jetzt überlege ich, welche Rolle ich im Kochteam künftig übernehmen möchte. Mit Cheffe habe ich darüber auch schon gesprochen. Wir sortieren uns sowieso wieder mal neu. Nun kommt es aber darauf an, dass ich meine Bereiche so definiere, dass auch der letzte Kontrollfreak merkt, dass es sich nicht um eine Küchenhilfen-Position handelt, sondern um eine Spezialitätenköchin. Ich arbeite dran ...

Wieder mal verklausuliert, ich weiss ... aber besser ist es ...

 

Und nun ... auf zum Friseur ... 

 

 

 

25.06.2013 um 15:32 Uhr

Wo kommen SIE denn jetzt wieder her, Herr Lennon?

von: Spring_Roll   Kategorie: In my single shoes

Musik: Always look at the bright side of life (Monty Python)

Einen komischen Humor haben Sie da, Herr Lennon. Beziehungsweise das Leben. Denn dem schreiben Sie ja zu, das zu sein, was geschieht, während wir gerade andere Pläne machen. Und wie ich plante!

Und da hockte es grinsend in der Ecke, das Leben ... und beobachtete, was sich Frau Rolle so ausdachte. Grob gesagt ging es um die Leichtigkeit des Seins. Auch wenn es sich leider bei unter 20 Grad nicht wirklich so anfühlt: es ist Sommer. Und den Sommer wollte Frau Spring-Roll geniessen und so einige Dinge von der inneren Wunschliste mal endlich angehen. Tanzen zum Beispiel. Am liebsten Salsa, aber auch die Basics auffrischen. Vor Urzeiten mal einen Standard-Kurs gemacht und nie wirklich getanzt. Also online einen Tanzpartner gesucht. Und einen gefunden. Getroffen, Probestunde gemacht ... alles ganz ok. Und dennoch in sommerlichem Leichtsinn tanztechnisch doppelgedatet ... und auf einem ziemlich verrückten Salsaworkshop gelandet. Mit einem ziemlich verrückten Typen, der auch nicht besser tanzt als ich ... also eher vorsichtig noch. War ein Gefühl wie Achterbahnfahren. Aber auch, wenn der erste Tanzpartner weit besser führt und die Schritte kann ... so viel Spass wie mit Tanzpartner Nr. 2 hatte ich schon lange nicht mehr. Und irgendwie sind wir dann Hand in Hand Achterbahn gefahren. Hallo Herr Lennon ... ich wollte doch TANZEN lernen?

Resultat: ich lerne vielleicht langsamer tanzen ... aber ich habe eine Verabredung zum Essen am Wochenende ... und sicherlich beim künftigen Tanzkurs jede Menge Spass ...

17.06.2013 um 12:00 Uhr

Diskretion

von: Spring_Roll   Kategorie: Perspektivwechsel

Musik: Talking in your sleep (The Romantics)

"Ich weiss ja nicht, wie es anderen hier geht... Ich schreibe hier für mich und NiChT, um einem anderen Menschen etwas bestimmtes aus meinem Leben mitzuteilen... "

Danke, liebe LoHan ... du hast es auf den Punkt gebracht! Dann brauche ich es nicht mehr zu tun ...

 

 

10.06.2013 um 13:27 Uhr

Abgewogen und für gut befunden

von: Spring_Roll   Kategorie: Perspektivwechsel

Musik: Winds of Change (Scorpions)

Die Nacht wurde darüber geschlafen. Wie üblich in zwei Schichten ... vor und nach dem Schülerwecken. Der Schlaf-Nachschlag ist reich an Träumen. Heute sehr, sehr wirr. Ich sehe das Münchner Kindl, die mir meine Fortbildungsakademie empfahl, an einem Mittagstisch sitzen, ein in Schichten gefülltes Glas Dessert entgegen nehmen und sich über "Baumnocken" freuen. Offensichtlich das enthaltene Obst unter Keksen und Creme. Und den Kellner nicken und die beiden über "Baumnocken" reden ... was auch immer das ist.

Im Wachen treffe ich Entscheidungen. Ich habe mir mein persönliches Curriculum zusammengestellt und werde in den nächsten drei Jahren zwei Fortbildungen absolvieren. Bezüglich der Einzelfortbildung des herausragenden, aber sehr teuren und örtlich ziemlich unerreichbaren Instituts schwanke ich noch. Ich gebe mir bis Ende der Woche Zeit dafür und schaue mir auch noch anderes an. Es kann auch sein, dass ich das erstmal zurückstellen muss für das "große" Ziel.

Das Gute an meinem Weg ist die Aufteilung in kleine Portionen. Kurze, knackige Lerneinheiten, keine Klausuren oder Hausarbeiten, sondern sehr praxisorientiertes Lernen in sehr vielfältigen Lerngruppen. Die Referenten sind hervorragend und ich denke, ich werde sowohl für meine berufliche als auch für meine private Entwicklung viel herausziehen können.

Das Thema Männer? Nun ja ... ich denke, ich sollte sie bis auf weiteres als "Spass" betrachten und mich nicht ernsthafter involvieren. Auch wenn ich mich eigentlich nach "der" liebevollen Beziehung sehne, kann ich bei ehrlicher Selbstanalyse nur dann genug Leidenschaft in meinen neuen Weg stecken, wenn ich nicht durch die Bedürfnisse eines weiteren wichtigen Menschen in meinem Leben ausgebremst bin ... auf Blue und Wirbel muss ich ja sowieso Rücksicht nehmen.

So weit mein Verstand, aka Frau Ratio, der Rest des Konsortiums hat sich allerdings noch nicht rückgeäußert. Die Latinas schmollen in ihrem Speicherabteil und das Seelchen ist noch beleidigt. Der angesprochene Umzug empfiehlt sich übrigens auch mit Blick auf unliebsame Wohngenossen ... Zudick hat sich breit bräsig wieder bei mir einquartiert seit der Visavis-Affäre, bekläfft und beschnurrt von Töle und Kater ... üble Bande und leider viel zu dominant zurzeit!

 

09.06.2013 um 15:54 Uhr

Aufbruch zu neuen Ufern

von: Spring_Roll   Kategorie: Perspektivwechsel

Musik: Heroes (David Bowie)

Würde ich das vergangene Wochenende zu beschreiben versuchen, so käme ein fader Abklatsch heraus. Es war ein stetiger Strom an Wissen, ein Methoden und mich selbst ausprobieren, ein Feuerwerk von Impulsen von zwei sehr kompetenten und hoch motivierten Trainerinnen und intensive Gespräche mit anderen Teilnehmenden. Ich saugte Wissen auf wie ein Schwamm und lernte so viel ... zum Thema und über mich. Am Ende dieses Wochenendes fühle ich mich vollgesogen und überfließend von Tatendrang. Auf der anderen Seite war es genau das, was ich an Auszeit brauchte ... eine schöne Umgebung in einem mittelalterlichen Städtchen, Blick ins Grüne und Vollversorgung. Sogar Abendprogramm ... ein sehr schönes Weinfest ... und Sport (Morgenläufe mit einer anderen Teilnehmerin im Wald).

Ich habe wichtige Entscheidungen treffen können und sie laut ausgesprochen als meine Vision für 2015.

Im September 2015 (ein Meilenstein, da "runder Geburtstag") werde ich meine zweite berufliche Säule so weit vorangetrieben haben, dass meine Leistung bei meiner Zielgruppe gefragt ist und ich meine Fortbildungen nebenberuflich anwenden kann. Privat werde ich ein großes Ziel erreicht haben, nämlich den Umzug von Dorf nach Arbeitsstadt in eine kleinere Wohnung, die mir persönlich aber mehr Lebensraum und Lebensqualität bietet.

Natürlich wünsche ich mir immer noch eine liebevolle, erfüllte Partnerschaft ... aber auf die kann ich nicht hinarbeiten. Auf die anderen beiden Dinge schon.

Am Montag werde ich klären, ob ich drei weitere Tage BIldungsurlaub erhalte ... wenn ja, stürze ich mich mitten ins pralle Leben und finanzielle Unglück und buche eine weitere Fortbildung. Sehr gut, sehr teuer und mit einem ganz großen Vorteil: findet in Deutschland statt, wird aber von einer amerikanischen Trainerin auf Englisch gegeben.  

I'm excited ... und so was von angefixt!!!! 

 

07.06.2013 um 23:00 Uhr

Begeisterung!

von: Spring_Roll   Kategorie: Perspektivwechsel

Musik: Ride like the wind (Christopher Cross)

Es fühlt sich nicht an wie Schulung ... sondern wie Spazierengehen für den Geist. Auszeit in einem Haus im Grünen, in oder eher über einer entzückenden mittelalterlichen Stadt, Menschen von erfreulicher Lebendigkeit und unglaublich viele Impulse ... und ich sauge auf wie ein Schwamm und sehe WEGE ... wie wunderbar! Es fühlt sich alles so RICHTIG an ...

Sogar WLAN funktioniert ...  

Und seltsame Männer sind plötzlich nicht mehr wichtig ...

07.06.2013 um 09:13 Uhr

Allem Anfang wohnt ein Zauber inne ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Perspektivwechsel

Musik: Let it whip (The Dazz Band)

Heute morgen ist der Himmel blau, die Sonne strahlt und die Luft riecht frisch. Ich habe Urlaub. Den ersten "Bildungsurlaub" meines Lebens! 

In mir fühlt sich alles nach Neustart.

Die Fortbildung ist der erste Schritt auf meinem Weg in ein interessantes berufliches Feld ... in MEINE neue Perspektive, die das Jetzige ergänzen und bereichern kann - und langfristig vielleicht sogar lukrative Optionen bietet.

Die Unterstellungen eines Feiglings trieben mich gestern dazu, Wohnungsanzeigen durchzusehen und sogar einen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Den sagte ich allerdings gestern wieder ab. Zu kurzfristig wäre es gewesen ... und auch nicht das Optimum an Wohnung, wobei die Lage toll war. Ich werde jetzt aber ernsthaft suchen. Mit zeitlichem Vorlauf bis zum nächsten Sommer. Ich möchte ins Zentrum von Arbeitsstadt, in Gehdistanz zur Arbeitsstelle und zu Wirbels Schule. Und ich möchte eine kleinere Wohnung. Ideal wären drei kleine Zimmer und eine große Wohnküche, gerne mit überdachtem Balkon und Gäste WC. Altbau am liebsten.  Auf jeden Fall nicht mehr vier Zimmer und 100 qm.

Die Bank macht auch mit. Mein Kundenberater sagte mir Finanzierung sowohl für meine Fortbildung als auch für einen Umzug zu. Nach dem Wochenende werde ich wissen, was ich konkret brauche.

Schwierig wird die Sache durch Blue ... der geht halt nunmal in Kaff zur Schule. Kaff ist nur von Dorf und Nachbardorf (wo der Vater von Blue und Wirbel wohnt) gut erreichbar. Von Arbeitsstadt-Zentrum auch, dann dauert es aber eine Stunde statt einer halben. Und durch die Zimmersituation. Ich will keine Vierzimmerwohnung mehr. Aber Blue und Wirbel teilen sich kein Zimmer. Die Lösung wäre eine Wohnküche und ein Wohnzimmer, das mein Schlafzimmer wird, bis Blue auszieht. Im Altbau ginge das wahrscheinlich sehr gut.

Wirbel würde sich unglaublich freuen, denn Arbeitsstadt ist auch seine Schulstadt ... endlich nachmittags Zeit mit Freunden verbringen. Ich denke auch, dass das wichtig wäre für ihn.

Nächster Schritt ist ein Gespräch mit meinem Ex, den ich gerade schon telefonisch vorbereitet habe. Ich möchte mit ihm besprechen, wie wir das so einstilen, dass Blue es mittragen kann. Denn ich möchte ihm nicht das Abi versauen.

Es fühlt sich gut an, etwas zu verändern ...

Ich mag Dorf. Und viele Menschen hier. Aber mein Leben, das ist in Arbeitsstadt. Also will ich endlich auch dort wohnen. Nicht mehr nach der letzten Bahn schauen. Zu Fuß zum Sport und ins Büro. OK, meine Eltern sind weiterhin in Dorf. Aber alle Freunde sind in Arbeitsstadt. Und Blue wird nur noch zwei Jahre in Kaff sein ... danach wird sich eh entscheiden, wo er mal studiert. 

 

ANFANG!!!

 

 

 

 

06.06.2013 um 07:53 Uhr

Rettungsschirm ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Error (m)

Musik: Someone like you (Adele)

Fortsetzung zum Eintrag von heute nacht ....

Lou, du hast recht ... das ist kein Grund. Das ist Feigheit und Oberflächlichkeit und mangelnde Kompromissfähigkeit. Eine Grundeinstellung, die ich diesem Mann nicht zugetraut hätte. 

Aber er hat es geschafft. Mittlerweile kann ich meine Wohnung nur noch als Gefängnis sehen, dessen Tür sich öffnen darf, sobald Blue sein Abitur hat. Zwei Jahre muss ich noch so leben. Und dann schauen, ob das Geld reicht für eine Wohnung in der Stadt UND Blues Studentenleben. Ich würde doch so gerne anders leben. Und die Kritik an meinen Schlafverhältnissen hat Salz in eine offene Wunde gestreut. Der Schnupfen wird vorbei gehen. Das ist einfach nur lächerlich. Aber mein Schlafzimmer, das war ein Kompromiss Blue und Wirbel zuliebe. Blue hat das große Gartenzimmer mit Ruhe und Balkon. Wirbel das große Zimmer zur Straße hin. Nur für mich blieb nichts übrig außer dem durch Styroporplatten abgetrennten Stückchen Essbereich, zu erreichen nur von der Küche aus und leider an einer Hausecke zwischen zwei Straßen. Mir stehen morgens die Autos auf der Bettkante und die an der Ampel wartenden Grundschüler schreien mir ins Ohr. Toll finde ich das auch nicht. Ich leide sogar darunter. Ich mag Umgebungsgeräusche, aber die einer Stadt statt die einer vom Berufsverkehr heimgesuchten Dorfdurchfahrt.

Und die Enge ist auch nicht das, was ich mir wünsche. Ich hätte auch gern ein großes Bett, das nicht aus Platzgründen an der Wand stehen muss, so dass einer nachts über den anderen krabbeln darf, wenn senile Bettflucht drängt. Ich hätte gern einen Kleiderschrank statt einer in den geschlossenen Durchlass gespannten Stange und zweier Bil*ly-Regale. Ich hätte gern Platz ... so gern ... aber das Leben ist bekanntlich kein Wunschkonzert.

Tja .. wieder etwas, wofür ich mich beim nächsten Mann noch ein Stückchen mehr klein mache und schäme ... mein Schlafzimmer. Und die Angst, zu schnarchen. Bleibt nur die Frage, ob in einer afrikanischen Hauptstadt sich diese Ruhebedürfnisse wirklich realisieren lassen ...die Menschen aus meinem Umfeld, die diesen Kontinent erlebten, würden das wahrscheinlich mit Schmunzeln kommentieren. Münchner Kindl war mal länger in Zentralafrika, die wird bestimmt vor Lachen vom Stuhl fallen, wenn ich afrikanische Stadt und Ruhe in einem Satz erwähne ...

Ich möchte ihm nicht mehr antworten auf seine letzte Mail. Wenn ich dachte, dass Copy & Paste verletzt, so hat seine "Entschuldigung" vernichtet ...

Vor ein paar Jahren war da eine lebensfrohe Frau voller Energie. Ihr Leben war anstrengend und nicht perfekt, sie hatte Ecken, Kanten und Macken. Aber sie fühlte sich gut in ihrer Haut. Dann kam ein Mann, den sie über alles liebte. Sie liess zu, dass in dieser Beziehung jede ihrer emotionalen Grenzen verletzt wurde. Und als sie es endlich geschafft hatte, sich zu lösen (nachzulesen vor etwas mehr als einem Jahr), setzte sie sich stückchenweise wieder zusammen, so dass sie wieder in den Spiegel schauen und sich mögen und achten konnte. Sie war nach Jahr und Tag (exakt dieser Zeitraum!!!) wieder offen für eine neue Begegnung und einen neuen Mann. Und diesen Mann brachte ihr das Universum vor die Haustüre. Dummerweise hatte das Universum schlampig gearbeitet ... es war der falsche Mann und dazu schwerst alkoholkrank. Diesmal war sie konsequent und ging sofort. Und Kummer bereitete ihr nicht dieser Mann, sondern die Tatsache, dass ihre Gefühle sich kurz geöffnet hatten und ihre starke Fassade Risse aufwies. Sie kämpfte wieder um sich selbst, in einem Strudel von ziellosem Vermissen, zufälligen Begegnungen und einem Labyrinth im D*schungel. Und dann begegnete sie einem Mann, der ihr keine Perspektive, aber endlich einen verwandten Geist bot. Sie traf ihn nur zum Gespräch ... und verlor sich in seinen Augen und seiner Seele. Eine kurze Zeit lang war es wunderschön. Innig. Nah. Zärtlich. Verliebt. Leidenschaftlich. Bis zum bitteren Erwachen im wörtlichen Sinne. Entzaubert. Desillusioniert. Und wieder in die Kälte gestossen, ohne jede Perspektive und Aussicht, Boden unter den Füßen weggezogen. Diesen Mann hätte sie lieben können, dachte sie. Und wieder kämpft sie um sich selbst. Mit ihm ist keine Auseinandersetzung möglich, zumal  er ja in wenigen Wochen in sein afrikanisches Gelbfieber- und Krisengebiet verschwinden wird.  Ihre Augen haben das Strahlen verloren ... sie ist einfach nur grenzenlos müde.

Ein paar Tage brauche ich noch, bevor ich mich wieder stelle ... eine kurze Atempause nur ... und dann bin ich wieder Kämpferin und laufe weiter meinen Marathon. Aber ist es so abwegig, dass ich mir wünsche, es würde mal jemand mit mir zusammen im Gleichtakt laufen? Mir Mut machen, wenn ich mal schwach bin? Einfach DA sein?

Wieder Waterloo ... ich bin entsetzlich leer und müde ... 

 

 

 

06.06.2013 um 00:02 Uhr

Sofortmaßnahmen ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Error (m)

Musik: Stronger (Kelly Clarkson)

Was uns nicht tötet, macht uns nur härter ... wusste ich allerdings schon vor dem eingängigen Liedchen von Frau Clarkson.

Der "Fangschuss" heute früh war nötig. Auch meine Reaktion. Ich musste es zumindest schriftlich haben, was für ein verdammter Feigling er ist. Aber eigentlich wusste ich schon gestern früh, was los war. Tief im Unterbewusstsein war es mir klar, sobald er mich ansah nach dem Aufwachen. Als er ging, bin ich zurück ins Schlafzimmer, räumte ein bisschen auf ... und erst Minuten später merkte ich, dass ich die Bettwäsche, die erst wenige Tage aufgezogen war, wechselte. Untrügliches Zeichen dafür, dass ich Abschied fühlte. Als ich abends seine Mail-Antwort las, wurde das Bauchgefühl zur Gewissheit. Und so, so dankbar bin ich dem Cineasten, dass er mit seinen Mails eine virtuelle Schulter bot. 

Heute morgen dann der Cut ...  wie gut, dass ich vorher im Wald gewesen war und ansatzweise ruhig war. Ich konnte die Mail schließen und erst einmal zur Arbeit fahren. Und nachdenken, bevor ich antwortete. Nicht unfair, aber spitz. Pointiert. Geschrieben, um zu treffen. So kenne ich mich normalerweise nicht. Vielleicht wird es Zeit, auch einmal auszuteilen statt nur immer einzustecken. Übertag habe ich mich abgelenkt .. Arbeiten vorgezogen, die mein Hirn komplett binden, mich in einen Flow bringen. Mein Password im Büro-PC umgestellt, weil es sich auf ihn bezog (der routinemäßige Passwordwechsel fiel mit unserem Kennenlernen zusammen). Und mir danach Gutes getan ... Reiki bei Frau Laufpartnerin. Und kurz mit besterFreundin, GlamourGirl und Münchner Kindl gemailt. Tat gut. Und Reiki war wieder mal unglaublich. 

Lohan ... ich weiß nicht, wie es dir geht, aber bei mir laufen Filme ab während Frau Laufpartnerin mir Reiki gibt. Ich war wieder an dem Strand, an dem mein Innerstes auf dem Sand liegt wie eine durchsichtige Gallertröhre. Wenn es mir nicht gut geht, ist die Röhre graurotglimmend und pulsiert ungesund. Wenn das Wasser sie durchspült, wird der Tubus im Gleichklang der Meditationsmusik klar und blau schimmernd. Der Strand ist eine Bucht, mit ein paar Palmen. Neulich war der Himmel bedeckt. Und ich saß meditierend (für mich nicht gerade normal) im Schneidersitz am Strand, während der Cineast grübelnd am Ufer stand und auf das Wasser schaute. 

Auch heute war ich nicht allein ... aber bei mir war ich selbst als Kind, mit vielleicht 8,9 Jahren. Mein kleines Ich war verschmutzt und verwahrlost und es weinte. Mein großes Ich war am Rücken verletzt, hielt aber mein kleines Ich von hinten umarmt und beschützte es. Der Strand war dunkel, das Meer wild und ständig wurden Dinge angeschwemmt. Ich weinte ... im Bild wie im Realen. Und ich konnte es nicht unterdrücken. Zeitweise stand auch der Cineast neben uns ... auch ihm geht es momentan nicht gut. Irgendwann beruhigte sich die Szenerie. Mein kleines Ich schlief in meinen Armen ein ... langsam klarte sich der Himmel auf.

Ich kenne diesen Strand nicht ... und frage mich, was er mir sagen soll. 

Die Reiki-Stunde jedenfalls war gut für mich ... Chakren-Reinigung war genau das, was ich brauchte ... schließlich darf ich mal wieder beginnen, meine Schutzschilde wieder hochzuziehen.

Und mit Grausen denke ich daran, was wieder auf mich wartet. Ich bin eine Frau mittleren Alters. Schwer vermittelbar. Zu alt, zu dick, zu viel Familie, zu viel Hirn, zu viel Tempo. Und wieder muss ich auf diesen widerlichen Markt und mich selbst feilbieten. Preisreduziertes Mängelexemplar kurzfristig abzugeben. Die Alternative ist noch viel schrecklicher ... allein bleiben. Eine skurile, alte Frau werden, die mangels Partner ein Ehrenamt annimmt. Nichts gegen Ehrenämter ... aber ich möchte doch so gerne Liebe und Nähe!

Und endlich mal loslassen dürfen ... 

Nachtrag: Er hat noch einmal geschrieben ... sich entschuldigt mit den Worten, die eine Frau am wenigsten erträgt. "Du bist die Tollste, es liegt an mir ..."  

Und im nächsten Atemzug dann das, was ihn störte ... meine "Schrulligkeiten". Damit meint er nicht mein Verhalten im Wachen ... das bezeichnete er vor wenigen Tagen als "erholsam unzickig". Nein ... um den Nachtschlaf geht es. Da sei ich "schrullig". Klar, die Straße vor meinem Fenster ist wirklich zu schrullig,  ich könnte natürlich auch ein schulpflichtiges Kind hier schlafen lassen und selbst das Gartenzimmer nehmen ... und mein Schnupfen, der mich schnarchen liess, erst recht schrullig ... klar habe ich den mit voller Absicht! Dass mein Schlafzimmer eng ist und das Bett nur 1,40, weil eben kein grösseres Bett hier hineinpasst und ... ich wiederhole mich ... die Jugend die besseren Zimmer hat ... SCHRULLIG? Ok, dass ich keine blickdichten Vorhänge oder Rollos mag, weil sie mich nachts "einsperren" und weil ich gerne Sterne gucke, lasse ich als schrullig gelten ... aber mal ehrlich, lässt man DAFÜR eine Frau gehen, die wirklich "TOLL" ist?  Diskutieren will er darüber selbstverständlich nicht ... das KANN er nicht. Von und wegen seiner Ex-Liebsten und einer unschönen Trennung. Übrigens - just for the records - das war jetzt das dritte oder vierte Mal, dass ein Mann mir gar keine Chance gibt, weil eine Ex-Beziehung verbrannte Erde hinterliess. Ich sollte die Liste oben um "zu schrullig" ergänzen ...  

Wer etwas nicht will, findet eben 1.000 Gründe ...

P.S. Wie schrullig ist eigentlich jemand, der von allem die Etiketten entfernt, so dass Frau im Bad nur durch Trial und Error Abflussfrei von Mundwasser unterscheidet???

 

 

 

 

 

05.06.2013 um 10:34 Uhr

Prinzessin in Schieflage

von: Spring_Roll   Kategorie: Error (m)

Musik: Rolling in the deep (Adele), Respect (Aretha Franklin)

Wut und Würde ... das sind die beiden Worte, die ich wählen würde, um meinen Gemütszustand zu beschreiben.

Mein Atem hat aufgehört zu stocken. Mit übernacht gewechselten Gefühlen und gestammelten Erklärungen verliess "mann" mich gestern. Ich fasste in Worte, was ich empfand und erhielt eine Antwort voller Entschuldigungen und Ausflüchte. Ich fragte nach dem, was zwischen den Zeilen stand. Und erhielt eine Antwort, die keine war ... sondern gezielte Verletzung. Kein Anruf, keine Mail am Abend, sondern am frühen Morgen drei Worte "es ist vorbei" mit Copy & Paste aus meiner Mail kopiert, in der ein Fragezeichen dahinter stand. So sieht also ein Ende aus, wenn jemand wirklich feige ist. Ich musste zurückschreiben, um mir selbst gerecht zu werden. Und, um den endgültigen Strich zu ziehen. Und mir auch ein Ventil zu geben. Siehe Adele. Und dann kam Frau Franklin ins Spiel ... RESPEKT: Auf dieser respektlosen Ebene möchte ich keinen weiteren Kontakt.

Und nun? Wieder mal Staub ausschütteln und Krone richten. Prinzessin in Schieflage. Emotionaler Bankrott. Da ist NICHTS mehr zuzusetzen. Leer. Ausgebrannt.

Danke, Cineast ... für's Da-Sein!

Wut und Würde ... das ist es, was bleibt ... und nichts davon macht glücklich!

 

 

 

05.06.2013 um 06:51 Uhr

Viel zu kalt ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Breathless

Musik: I will survive (Gloria Gaynor)

Eine kurze Zeit lang war ich im Warmen. Eine viel zu kurze Zeit  lang fühlte ich mich gewollt, ersehnt, begehrt ... fast geliebt schon. Mit einem leisen "Plop" ist sie geplatzt, die Illusion. Übernacht. Jemand, der innerlich schon weit weg ist, hat Ballast abgeschüttelt... 

Leb wohl ... 

Roboter werden ist keine Lösung, schreibt der Cineast ...

Aber manchmal, nur manchmal ... wünschte ich, ich hätte sie nicht, diese Gefühle.

Ich war immer eine Kämpferin, bin immer wieder aufgestanden. Und ich werde auch diesmal wieder aufstehen ... und mit einem Lächeln gegen die nächste dicke, rote Backsteinmauer laufen. So lange, bis ich zu müde und zu resigniert und zu alt bin.

Etwas kleines positives gibt es dennoch mitten in diesem großen Haufen Mist, der mein Leben sein soll ... gestern schaute ich mir noch einmal die Unterlagen an für meine kommende Fortbildung ... und freute mich luftspringend! Denn Frau Referentin dieser "kleinen" Fortbildung für ein Thema, das gerade beruflich auf mich zurollt, ist auch Frau CEO einer Firma, bei der ich meine "große" Fortbildung vielleicht machen möchte. Ich werde ihr sieben bis zwanzig Löcher in den Bauch fragen!!! Und dazu kommt,  dass die "kleine" Fortbildung eine bessere Referenz sein wird, als ich zu hoffen wagte ...

Ich sollte meine Gefühle in den Job stecken ...

Und nun .... auf in den Wald (der Fluss fällt als Trainingsstrecke ja gerade mal ins Wasser ...) 

 

 

 

 

04.06.2013 um 12:36 Uhr

Isser wieder hoch?

von: Spring_Roll   Kategorie: Miscellaneous

Musik: Down by the river ...

Gestern abend schwenkte ich kurzfristig von Fitness- zu Breitensport um. Denn bei uns am Zellophanfluss ist "Hochwasser gucken" ein Volkssport, dem vom Baby im Buggy bis zur Oma am Rollator alle frönen. Zwar ist es nicht die übliche Jahreszeit dafür, aber die wärmeren Temperaturen machen es für Betroffene wie Zuschauer nur angenehmer. Und so traf sich tout Arbeitsstadt gestern nachmittag auf den bereits halb überfluteten Uferpromenaden, in der Sonne flanierend und radelnd, bevor das Wasser die Wege unpassierbar macht.

Liebe Leipziger, wir wissen, welchen Ausnahmezustand ihr habt ... bei uns ist das nur seit Jahrhunderten Normalität. Und deshalb gehen wir mit einer heiteren Gelassenheit damit um. Jeder Flussanlieger hat Anglerstiefel und Sandsäcke in der Garage. Die Gastronomen räumen scherzend ihre Tische beiseite. Die Häuser am Ufer sind so gebaut, dass das EG nur Garage ist und das 1. OG noch geschottet werden kann. Auch ich habe schon nah genug am Fluss gelebt, um unvorsichtige Neu-Anwohner schmunzelnd darauf hinzuweisen, dass sie ihre Autos und Motorräder aus der Tiefgarage holen sollten und den Kellerinhalt achselzuckend auf 1,60 Höhe gestaut. In früheren Tagen, bei den großen Hochwässern 93 und 95, habe ich direkt am Fluss gearbeitet und mit Supermarktwagen Material evakuiert ... alle zusammen, alle gut gelaunt. Und gleich das Haus nebenan, das einem Neuankömmling aus dem Ausland gehörte, mitsamt antiken Möbeln mit leergeräumt.

Denn das ist das, was wir hier am Fluss gelernt haben in den Jahrhunderten:

Das Wasser kommt, das Wasser geht ... wir können also genausogut lächeln, während wir die Lage gemeinsam meistern.

Und dank einer unglaublich engagierten Feuerwehr kommen Menschen so gut wie nie dabei zu Schaden.

Toi toi toi für die anderen Flusslandschaften Deutschlands ... ihr schafft das!

 

Nachtrag: Die zwischenzeitliche Berichterstattung zu den Hochwassergebieten erschreckt mich. Hier ist das Wasser nicht bedrohlich ... aber anderswo sieht es wirklich, wirklich schlimm aus. Ganze Orte bis zum Dach im Wasser ... diese Bilder hat es in Deutschland sehr lange nicht gegeben. Nein ... das ist keine "Routinesituation" mehr ... das ist akute Not. Und ich wünsche allen Betroffenen, dass sie schnell und unbürokratisch Hilfe bekommen ...

04.06.2013 um 08:04 Uhr

Atemstillstand

von: Spring_Roll   Kategorie: Breathless

Musik: The first cut is the deepest (?)

Ein kurzer, ruhiger Abend und eine unruhige Nacht. Fluchtreflexe am Morgen ... nicht meine. Wenn Fragen darunter liegen, wird Umgebung anders wahrgenommen.

Erkenntnis eines Abschieds auf Raten. Was mein Verstand wusste, versteht jetzt auch die Seele. Er ist schon jetzt unendlich weit weg. Jetzt, da er täglich mit Informationen zu seinem neuen Leben "gefüttert" wird, ist er zu satt, um noch das alte Leben zu genießen. Er ist im Aufbruch. Und ich gehöre zu den Dingen, die nicht mitgehen ... 

Ich werde vielleicht schon früher Abschied nehmen müssen, als ich dachte ... weil alles andere Quälerei für beide wäre. 

Gerade habe ich eine Mail an ihn begonnen. Ich werde sie nicht abschicken, um ihn nicht von seinem Seminar abzulenken. Ich werde heute abend weiter nachdenken ... und noch eine Nacht darüber schlafen.

Mir ist nicht nach Arbeiten ... aber ich kann die Kollegen nicht hängen lassen ... nicht jetzt. 

Meine Kehle ist zugeschnürt. Aber ich weiß, was zu tun ist ... wenn es viel länger dauert, tut es uns beiden zu weh.

Richtiger Mensch, falscher Zeitpunkt ... schade. 

03.06.2013 um 11:00 Uhr

Der Pegel steigt, der Pegel sinkt ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Breathless

Musik: Rivers of Babylon (Boney M.)

Das Wochenende liegt hinter mir und langsam, ganz langsam, sinkt der Adrenalinspiegel und die vielen Eindrücke "sacken". Ich kann zufrieden mit mir sein. Und andere sind es auch. Innen wie außen. Jetzt noch "aufräumen" ... und das Projekt ist abgeschlossen.

Während der Zellophanfluss langsam sein altes Revier zurückerobert und die Uferbevölkerung ihre Garagen und Keller wasserdicht und wassergeschützt macht, die Feuerwehr ihre Materialbestände prüft und alle sich in Gemütsruhe auf den feuchten Ausnahmezustand vorbereiten, sehe ich mich mit einem Unruhepegel ganz anderer Art konfrontiert.

Es geht um Kommunikation. Die zwischen dem Mann, der meinen Atem stocken lässt, und mir. Und ganz genau um telefonische und schriftliche Kommunikation ... den Austausch von Daten, Fakten und Terminen. Da müssen wir noch in einen gemeinsamen Rhythmus finden ...

Zweiter ansteigender Unruhepegel ist die Situation in der großen Suppenküche. Ich befürchte, ich werde heute nachmittag gezielt eine Suppe versalzen müssen, um unseren Maitre mal wieder vom hohen Ross zu holen ...

01.06.2013 um 09:21 Uhr

Don't touch my screen!

von: Spring_Roll   Kategorie: Stress und Konsorten

Musik: New York, Rio ... Tokyooooo ...

Anspannung, Adrenalin ... in meinem Element!

 Ich sitze in meinem Bett und rette die Welt. Nicht wirklich. Aber während ich Tee trinke und Müsli löffe, kommuniziere ich bereits mit dem osmanischen Wunder und Textentwürfe und Listen gehen hin und her. 

Gestern war ich dann doch noch sehr lange in der großen Suppenküche. Zu viert fanden wir ein ruhiges Plätzchen und schrieben das Suppenrezept für heute. Sehr spannend ... und teilweise sehr lustig. Mein neuer Tablet PC ist nicht wirklich komfortabel in der Textverarbeitung ... und das osmanische Wunder ist sehr haptisch veranlagt. Als er also zum gefühlt 17. Mal mit einem schnellen Zeigefinger meine Bildschirmansicht veränderte, pfiff ich ihn an ... "Don't touch my screen!" ... "That's technical harassment!" worauf die Kollegen vom äußersten Zipfel Afrikas lachend halb unter dem Tisch lagen ...

Lachen gehört dazu ... Begeisterung. Ohne das ließe sich dieser Job nicht  machen. 

Später am Tag hatte ich tatsächlich noch Zeit, meinen Bestand an konferenztauglichen Shirts kurz aufzustocken und Karte und Blumen für die Tangoqueen zu besorgen. Es war ein schöner Abend unter Frauen mit leckerem chilenischem Essen. Dumm nur, dass die Verkehrsbetriebe mal wieder schwächelten und ich ein Taxi von Endhaltestelle zu Umsteigehaltestelle nehmen musste, um nicht 45 Minuten später anzukommen. Aber wirklich schlimm war auch das nicht.

 

Und nun ... Adrenalin! Aber erst mal Dusche ...